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Donnerstag, 6. Mai 2021

Hofbrief: KW 18 - unsere neue Käserin...

Eingezogen ist Sabine schon Ende März. Seit Mitte April übernimmt „die Neue“ mehr und mehr Aufgaben in der Käserei. Und an dieser Stelle auch mal das Wort:

Gerne möchte ich mich heute als neue Käserin am Gärtnerhof Entrup vorstellen:
Mein Name ist Sabine und bisher habe ich hauptberuflich "irgendwas mit Medien" gemacht, ich bin also Quer-Einsteigern
möchte mich von nun an ganz und gar der spannenden Materie Milch widmen.
Erfahrung in der Milchverarbeitung habe ich während vielen Sommern als Sennerin auf der Alp in der Schweiz und Südtirol machen können. Dort habe ich vorwiegend Hartkäse aus Kuhmilch hergestellt. 
Nun sehe ich es als Herausforderung das von
Euch gewohnte und doch sehr vielfältige Sortiment zu produzieren. Ich hoffe auf Verständnis, wenn nicht gleich alle Produkte wie gewohnt zur Verfügung stehen.
Danke an das gesamte Hof-Team für den freundlichen Empfang und die Unterstützung.

Dienstag, 9. Februar 2021

Hofbrief: KW 6 - Wintereinbruch als Herausforderung und dazu ein Loblied auf unseren Joghurt

 

Wintereinbruch am Sonntag: Es war ja angekündigt und doch konnte man sich das nicht vorstellen – 20 oder 30 cm Neuschnee und Schneeverwehungen. Der Ostwind drückte den feinen Pulverschnee durch feine Ritzen in den Schafstall und den Folientunnel. Sogar in der Scheune mit dem reparaturbedürftigen Dach lag eine dicke Schneeschicht auf dem Kühlhaus und auf diversen Gerätschaften.

Wir hatten letzte Woche etwas vorgesorgt: Die Jungtiere wurden von den Pachtwiesen geholt und aufgestallt, Gemüse vorgeerntet und auch schon gewaschen.
Die größere Herausforderung war es, die Hoffläche und die Hofeinfahrt soweit zu räumen, damit sie wieder begehbar und auch befahrbar wurden. Unsicher war auch, wie viel Schneelast die Folientunnel aushalten. Also mussten die Dächer mehrfach freigeräumt werden – g
lücklicherweise fanden sich spontan einige Helfer zusammen, sodass wir auch am Sonntag einigermaßen durchkamen.
Aktuell bleibt eine gewisse Unsicherheit wegen der eiskalten Nächte. Es könnten noch einige Wasserleitungen mehr einfrieren auf dem Hof. Und die Milch ist auch schon mal in der Melkleitung gefroren. Werden wir den Marktverkauf diese Woche überhaupt machen können?
Dann scheint tagsüber die Sonne und die Luft in den Folientunnel erwärmt sich auf +14°C. Und es ist hell und trocken – eigentlich ganz schön!

Die Schafe geben täglich mehr Milch – die ersten Lämmer sind jetzt alt genug und werden abgesetzt. Gleichzeitig ist die Käsereistelle bis Mitte April unbesetzt. Christiane und Karlotta verarbeiten die Milch, wann immer sich ein Zeitfenster ergibt zwischen Büro, Gemüse kommissionieren, Hofladenverkauf und Studium. Zunächst gibt es vor Allem Joghurt, Weichkäsetaler und Hirtenkäse. Die Produkte erfordern vergleichsweise wenig Aufwand. Beim Joghurt gibt es außerdem die höchste Ausbeute: Aus einem Liter Vollmilch entsteht ein Liter Joghurt. Beim Weichkäse ist das Verhältnis dann schon 4 zu 1, beim Schnittkäse 8 zu 1 und beim Hartkäse sogar 10 zu 1, weil bei der Käsegerinnung viel Molke abgeht.
Solange die Milchmenge noch überschaubar ist, macht es also Sinn viel Joghurt herzustellen, damit es möglichst für jeden der 220 Haushalte ausreicht, die wir
wöchentlich versorgen. Der Joghurt ist sehr mild und gehaltvoll, ob im Müsli, als Nachtisch oder in der Salatsauce.
Und spätestens Ende April freuen wir uns
wieder auf eine größere Vielfalt, wenn die neue Käserin Sabine gut in der Hofkäserei angekommen ist!

Donnerstag, 7. Januar 2021

Hofbrief: KW 1 - Lämmer, Geburtshilfe, Käsereistelle

Am zweiten Weihnachtstag kamen die ersten Lämmer zur Welt – mittlerweile haben fünf Schafe gelammt und es tummeln sich schon acht quirlige Kerlchen im Schafstall.
Es ist jedesmal eine Freude, wenn eine Lammung ohne Komplikationen verläuft und man morgens einen neuen Bewohner im Stall entdeckt. Es ist aber auch die erste Arbeitsspitze im landwirtschaftlichen Jahr, wenn mal wieder Geburtshilfe notwendig wird oder wenn ein besonders kleines Lamm gewärmt und mit der Flasche aufgezogen werden muss. Und Nacht für Nacht kommen neue Lämmer zu Welt…

Für die frei werdende Käsereistelle war letzte Woche eine Bewerberin zum Kennenlernen und Mitarbeiten auf dem Hof. Da unsere Milchschafe im Moment trocken stehen, haben wir 100l Kuhmilch vom Biolandbetrieb Brockmann-Könemann aus Greven geholt, um die Käserei auch in Betrieb zeigen zu können. Entstanden ist eine Menge Kuhmilch-Frischkäse und -Camembert – eine willkommene Bereicherung für die Ernteanteile im Winter.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Hofbrief: KW 51 - Winterniederschläge, Winterfutter für die Schafe, Hofkäserei

November und Dezember scheinen trübe und verregnete Monate zu sein. Die Äcker und Wiesen haben mittlerweile etwas Grundfeuchte angenommen. Die Regenmenge lag aber in den beiden Monaten weit unter dem Durchschnitt.
Ausreichend
Winterniederschläge sind eine wichtige Voraussetzung für ein reiches Wachstum im kommenden Jahr – vielleicht kann das so manchem Dauerregengeplagten ein Trost sein…

Winterfutter für unsere Schafe ist dieses Jahr ausreichend vorhanden. Es macht aber Sinn, sparsam damit umzugehen, weil niemand so sicher sagen kann, was uns nächsten Sommer erwartet.
So lange die Wiesen noch etwas Futter hergeben, lassen wir die
Jungschafe draußen. Bei dem eher kargen Aufwuchs im Dezember müssen wir ca. alle drei Tage neue Portionsweiden einzäunen und die Tiere umtreiben – teilweise auch von Pachtfläche zu Pachtfläche kilometerweit umtransportieren. Bei drei Tiergruppen (Jungschafe mit Zuchtbock, weibliche und männliche Lämmer) gibt es also viel zu tun.
Wenn der Wiesenaufwuchs irgendwann nicht mehr ausreicht, müssen wir die Tiere zum Hof bringen, aufstallen und mit Heu und Silage füttern. Hoffentlich dauert das noch ein
e Weile

Ende Januar wird uns sehr zu unserem Bedauern Hofkäserin Angela verlassen. Seit 2016 hat sie neue Maßstäbe in der Verarbeitung der hofeigenen Schafmilch gesetzt. Produkte wie Bergkäse, Hirtencreme oder Ricotta bereichern auf Ihre Initiative unser Sortiment. Aus der vergleichsweise geringen Milchmenge gelang es Angela jede Woche aufs Neue, eine bunte Vielfalt zu erzeugen. Bei den Hofkäse-Workshops konnten Viele ihren hessisch-britischen Humor mit Berliner Schnauze erleben. Besorgt um unser leibliches Wohl versorgte sie uns an den Ackertagen immer wieder mit einem wunderbar leckeren Mittagessen. Die jüngeren Hofleute beeindruckte Angela mit ihrer Zuverlässigkeit und Ausdauer - wir wünschen Dir viel Freude bei Deiner nächsten Wirkungsstätte!
Jetzt muss die Stelle in der Hofkäserei neu besetzt werden:
https://www.entrup119.de/gaertnerhof/stellenangebote.php

Zwischen den Jahren…

    gönnen wir uns etwas Ruhe, die Abholungen am 29. Dezember bzw. 01./02 Januar entfallen deshalb. Der Hofladen bleibt am 02. Januar geschlossen. Auch die Wochenmärkte beschicken wir nicht.
    In der Woche ab dem 04. Januar geht es gut erholt wieder los.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

KäserIn gesucht – Demeter-Hof Entrup 119

Entrup 119 sucht zum 1. Februar 2021 eine/n KäserIn (m/w/d) für die Leitung der Hofkäserei.

Deine Aufgaben:

  • Leitung der Käserei von der Planung über den Einkauf bis hin zur Herstellung und Lagerung/Reifung
  • Herstellung von Milch- und Käseprodukten für die Mitglieder unserer SoLaWi sowie für den freien Verkauf im Hofladen/Marktstände
  • enge Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsteam

Wir bieten:

  • einen kleinen, feinen Arbeitsplatz auf Entrup 119
  • eine eigene Wohnung auf dem Hof
  • eine tolle Hofgemeinschaft

Wir wünschen uns von Dir:

  • Erfahrung im Bereich Käseherstellung und absolvierte Käsekurse
  • evlt. auch Ausbildung als FachagrarwirtIn „Handwerkliche Milchverarbeitung“
  • hohes Engagement & selbstständiges Arbeiten
  • Bereitschaft über den Tellerrand hinauszublicken
  • und in Notsituationen in anderen Bereichen mitzuhelfen.

Schick uns gerne Deine Bewerbung mit Lebenslauf per Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Wir möchten die Stelle schnellstmöglich besetzen und freuen uns auf Deine aussagekräftige Bewerbung. Bei Fragen hilft Dir Christiane Bez gerne weiter: 02505/3361.

Auf unsererbHomepage erfährst Du mehr über die Hofgemeinschaft und das besondere Bewirtschaftungskonzept vom Demeter-Hof Entrup 119. 


Dienstag, 21. Januar 2020

Hofbrief: KW 4 - Lämmer, Baumpflanzung


Ende letzter Woche sind die ersten Lämmer geboren. Mittlerweile haben schon vier Schafe abgelammt. Mit den kleinen Lebewesen ziehen im Stall die ersten Frühlingsboten ein. Die kleinen Lämmer dürfen sechs Wochen bei ihren Müttern verbringen. Erst danach fangen wir an, die Schafe zu melken und die Milch in der Käserei zu verarbeiten. Somit dürfen wir uns auf Ende Februar freuen, wenn es wieder frische Milchprodukte aus der Hofkäserei gibt.
Am Dienstag pflanzen wir im hofnahen Wald 300 Bäume. Sturmwinde und die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre haben einigen Kahlschlag angerichtet. Nun gilt es, das feuchte Winterhalbjahr zu nutzen, damit die jungen Bäume schon ausreichend verwurzelt sind, wenn der Sommer näher rückt.
Unterstützung bei der Pflanzaktion bekommen wir von 30 jungen Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren und mehr für den Klimaschutz tun wollen, als nur Zertifikate im Internet zu erwerben.
Termine:
  • Sa., 01. Februar, 10 – 13 Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“
    Hecken sind wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel und bringen Vielfalt in die Agrarlandschaft. Abschnitt für Abschnitt verjüngen wir die Sträucher, um eine möglichst große Strukturvielfalt zu erreichen. Anmeldung: mail@entrup119.de

Dienstag, 5. Februar 2019

Hofbrief: KW 6


Seit gut zwei Wochen ist der Großteil der Milchschafherde im wohlverdienten Mutterschutz. Die Tiere erholen sich von der anstrengenden Melksaison und freuen sich auf die neuen Lämmer, die dieses Jahr erst ab Mitte/Ende Februar kommen werden. Vorher steht aber noch ein Friseurtermin an – am 16. Februar kommt der Schafscherer und befreit die Tiere von der überschüssigen Wolle.
Im Stall können aber auch
schon über 20 Mutterschafe mit Lämmern beobachtet werden. Sie waren früher beim Bock, um die Lammsaison etwas zu entzerren; außerdem gibt es jetzt laufend frische Milch – für die Lämmer und eine kleine Menge für Joghurt oder Frischkäse.
Wenn es kaum Milch gibt, kann auch die Renovierung der Käserei in Angriff genommen werden. Der Fußboden muss erneuert werden, weil die alten Fliesen sich durch die agressive Milchsäure und verschiedene Reinigungsmittel stellenweise lösen und die Fugen nicht intakt sind. Also heißt es Käserei ausräumen, auch den schweren Käsekessel, alte Fliesen raus, Untergrund reinigen, neuen Estrich drauf, neue Fliesen drauf, neu verfugen, Trocknungszeiten beachten, wieder Alles einräumen! Alles muss in ca. 10 Tagen gelaufen sein, denn die Milch wird nicht weniger – und muss verarbeitet werden.
Termine:
  • Sa., 09. Februar, 11:00 Uhr:
    Workshop „Naturkosmetik selber machen: Cremes & Lotionen“
    mit Sabine Wilhelmy-Gergs,
    45 € incl. Materialkosten, jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches Skript,
    Anmeldung:
    info@so-pure-angelcosmetics.de
  • Sa., 16. Februar, ab 08:00 Uhr: Schafschur
    Wir suchen noch Helfer zum Wollesortieren
  • Sa., 23. Februar, 18:30 – 22:00 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“ mit Hofkäserin Angela
    An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de

Freitag, 2. März 2018

Hofbrief. KW 9


So ein Mist! So wie Landwirte umgangsprachlich für dumm und ungebildet gelten, so wird auch keiner beim Anblick eines Misthaufens an einen Schatz oder an ein kostbares Vermögen denken. Nicht so die Biobauern.
Wir streben im landwirtschaftlichen Betrieb einen geschlossenen Kreislauf an:
Die Tiere bekommen hauptsächlich betriebseigenes Futter, der Winterstall sollte möglichst mit eigenem Stroh eingestreut werden und die Felder werden größtenteils mit Mist von den eigenen Tieren gedüngt.
Eigentlich ist das ziemlich zeitgemäß, cradle to cradle heißt das heute. Die aktuelle Nitratproblematik im Grundwasser haben wir genau wegen der enormen Futterimporte und der Kunstdünger aus dem Sack.
Ein guter Mist von Wiederkäuern ist mit ausreichend Einstreu vermengt, die die Sickersäfte auffängt, und er stinkt nicht, sprich er emittiert deutlich weniger klimarelevante Gase, als das gerne mal pauschal für jegliche Art von Mist in den Statistiken genannt wird. Mist zählt zu den organischen, heißt lebendigen Düngern, er düngt nicht unmittelbar die Nutzpflanzen, sondern vermehrt die Bodenfruchtbarkeit. Bestenfalls bauen wir Humus auf, der Kohlenstoff aus der Atmosphäre bindet.
Wer jemals die „magische“ Düngewirkung von Mist erlebt hat, wird mit Sicherheit den Misthaufen ganz anders anschauen.
In unserem Käsekeller ist demnächst Saisonwechsel. Aus der Melksaison 2017 sind nur noch zwei Laibe Schnittkäse übrig. Mittlerweile reifen dort aber bereits über 20 neue Laibe Schnitt- und Bergkäse heran.
Das erste Mal in den letzten zehn Jahren gab es u.A. dank besonderer Sorgfalt bei der Käsepflege keinen Verderb im Reifekeller. Außerdem begann die Lammzeit und entsprechend auch die Melksaison dieses Jahr außergewöhnlich früh, sodass die käsearme Zeit dieses Jahr besonders schnell vorüber ging.
ACHTUNG: Wegen des frostigen Wetters verschieben wir den geplanten Mitmachtag „Obstbaumschnitt“ um eine Woche auf den 10. März (s.u.).
Termine:
  • Sa., 10. März, 10 bis 13 Uhr:
    Mitmachtag „Obstbaumschnitt/Obstbaumpflanzung“ – Botanisches, Werkzeugkunde, Arbeitssicherheit, Praxis – Anmeldung erleichtert die Planung
  • Sa., 17. März, 15.30 Uhr:
    Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V. – Rückblick und Aktuelles zu Hofkauf, Baumaßnahmen und Bildungsarbeit

Dienstag, 30. Januar 2018

Einladung zur Hofkäseschule


Dienstag, 20. Februar 2018 und
Samstag, 24. Februar 2018,

jeweils von 18:30 Uhr – 22:00 Uhr
An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein.
Teilnahmebeitrag 35€, Anmeldung erbeten!
Bericht einer Teilnehmerin aus dem letzten Jahr:
Ich hatte mich mit meiner Tochter Emilia zur Hofkäseschule angemeldet, weil ich schon sehr gespannt war, wie ich selber Käse herstellen kann.
Im Hofcafe hatte Angela schon auf Tischen für jeweils zwei Käser/innen einen kleinen Käsekessel und Utensilien hingelegt. In den Käsekessel passten ca. 3 l Schafsmilch. Nachdem wir die Milch auf ca. 32 Grad erhitzt hatten und mit einem Thermometer die Temperatur kontrollierten, wurde eine kleine Menge Lab hineingegeben und langsam eingerührt. Dann mußte die Schafsmilch gerinnen. Nun hatten wir 50 Minute Zeit und ließen die Milch in Ruhe.
Ein Quiz verkürzte uns die Zeit. Gar nicht einfach, die Fragen:
  • Wie alt ist der älteste Nachweis zur Käseherstellung?
  • Wie ist die Sternenansammlung „Milchstraße“ entstanden?
  • Die Schafe auf Entrup 119 sind Ostfriesische Milchschafe, woran kann man diese Rasse gut erkennen?
  • Wieviel Liter Milch braucht man für ein kg Schnittkäse?
Nach der Pause wurde die gestockte Milch geschnitten und gewendet und in Herzformen gefüllt. Vorher durften wir noch nach Belieben Kräuter und Kapuzinerkresseblüten auf den Boden legen. Die Molke floss in ein Behälter mit Sieb ab und nach einigem Wenden hatten wir unseren ersten, selbstgemachten Weichkäsetaler in Herzform wortwörtlich in der Hand.
Ein tolles Gefühl, ein bißchen in die Käseherstellung eingeführt worden zu sein und nun die Vorgänge besser zu verstehen. Vielen Dank Angela!
Es gibt sogar eine Milch- und Käsestraße in Nordrhein-Westfalen. Für Interessierte kann man sich unter www.hofkaese.de oder www.hofmolkereiprodukte.de informieren.
Karen Ebrecht aus Billerbeck

Dienstag, 28. November 2017

Hofbrief: KW 48


Notizen aus der Käserei (von Angela)
Seit sich die Schafdamen nach und nach in die Winterpause verabschieden, kommt auch immer weniger Milch in der Käserei an. Es muss akribisch geplant werden, damit neben kleineren Portionen von Camembert und Joghurt auch die beliebten jungen Weichkäsetaler hergestellt werden können.
Ab nächster Woche werden dann nur noch die 5 Schafe und Ziegen gemolken, die bereits wieder gelammt haben.
Aber mit weniger Milch gibt es mehr Zeit für all die Dinge, die in den letzten Monaten nicht erledigt werden konnten. Bis es nach der Lammzeit wieder Milch zum Verkäsen gibt, wird es in Käserei und Keller Vieles zu reparieren und zu malern geben. Und es bleibt auch Zeit, um für die nächste Saison zu planen.
Nachdem bei den ersten „Hofkäse-Schulen“ im September alle Beteiligten viel Spaß hatten, sind zwei neue Termine geplant: Am 20. und 24. Februar jeweils um 18:30 Uhr. Nach einem Besuch bei den Schafen im Melkstand können jeweils ein bis zwei Personen an einem kleinen Käsekessel unter fachkundiger Anleitung selbst aktiv werden. Der selbst hergestellte Käse kann mit nach Hause genommen werden. Während der Pause gibt es bei Käsebuffet und einem Glas Wein viel Interessantes über die Milchverarbeitung zu erfahren. Der Abend kostet 35€ pro Person – sicher auch eine schöne Idee für ein besonderes Weihnachtsgeschenk!
Buchungen sind ab sofort möglich. Weitere Fragen beantworten wir natürlich gerne.
Termine:
  • 2. Dezember, 8-16 Uhr: Schafschur zu Beginn der Melkpause und als Vorbereitung auf die Lammzeit dürfen unsere kleinen Wiederkäuer zum Friseur. Der Schafscherer kommt. Gerne nehmen wir hierfür Hilfe an beim Sortieren der frisch geschorenen Wolle. Bei Interesse bitte melden!
  • 2. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück im Veranstaltungsraum – Brunchen, Basteln, Klönen… Bitte bringt eine kleine Frühstücksleckerei mit und gerne auch Eure liebsten Herbst- und Adventslieder
  • 2. Dezember, 11-17 Uhr: Adventsbasar in der Freien Waldorfschule Münster-Gievenbeck – wir sind mit einem Stand vertreten

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Hofbrief: KW 43


Kalt und nass gehört zum goldenen Herbst dazu.
Berufbedingt verbringen wir sehr viel Zeit draußen und merken: Aus der warmen Stube erscheint es einem viel unwirtlicher, als es tatsächlich ist. Wenn man erstmal den Schritt nach draußen getan hat, regendicht und warm eingepackt, dann lässt es sich durchaus einige Zeit aushalten, besonders, wenn man sich bewegt. Auch wenn die Sonne nicht scheint, trotzdem sind wir meistens fröhlicher und wacher, wenn wir an der frischen Luft arbeiten und Licht tanken können!
Im Gemüsebau räumen wir in den Folientunneln die Tomaten- und Paprikabeete und pflanzen für die Wintersaison kälteunempfindliche Salate wie Postelein, Hirschhornwegerich und Asiasalat sowie den allseits beliebten Feldsalat.
Die Landwirte warten und verräumen diverse Maschinen, es findet sich endlich auch die Zeit für lange aufgeschobene Umbauten und Reparaturen.
Diese Woche hat unsere FÖJ‘lerin Karlotta selbstständig die Milch verarbeitet, sodass Hofkäserin Angela auch mal Urlaub machen konnte.
An den drei Mitmachtagen Ende September und Anfang Oktober haben wir über eine Tonne Obst gepflückt, das jetzt im Erdkeller hinter dem Schafstall lagert und nach und nach an die Depots verteilt wird.
Die Obsternte ist somit abgeschlossen. Der Mitmachtag am 28. Oktober fällt deshalb aus.
Kürbisse lagern am längsten bei 15 bis 20° C. Auf dem Hof haben wir jedoch keinen entsprechenden Lagerraum.
Wir liefern die geernteten Früchte deshalb relativ zügig aus. Wer gerade keinen riesigen Appetit auf Kürbis hat, kann
sie auch noch gut bis Ende Dezember, teilweise auch länger liegen lassen, ob auf dem Küchenschrank oder als Hingucker oder „Zierkürbis“ an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer. Regelmäßig kontrollieren sollte man die Herbstfrüchte aber schon; wenn eine weiche Stelle auffällt, sollte man sie rausschneiden und den Kürbis zügig verbrauchen.
Am 4. November ist wieder Mitmachtag. Ab 10 Uhr stellen wir wieder das beliebte Sauerkraut her.

Donnerstag, 21. September 2017

Hofbrief: KW 37


Hofkäse-Schule am Sa., 2. Septemeber 2017
Ein Bericht von CSAlerin Karen Ebrecht aus Billerbeck
Ich hatte mich mit meiner Tochter Emilia zur Hofkäseschule angemeldet, weil ich schon sehr gespannt war, wie ich selber Käse herstellen kann.
Im Hofcafe hatte Angela schon auf Tischen für jeweils zwei Käser/innen einen kleinen Käsekessel und Utensilien hingelegt. In den Käsekessel passten ca. 3l Schafsmilch.
Nadem wir die Schafsmilch auf ca. 32 Grad erhitzt hatten und mit einem Thermometer die Temperatur kontrollierten, wurde eine kleine Menge Lab hineingegeben und langsam eingerührt.
Dann mußte die Schafsmilch gestockt werden. Nun hatten wir 50 Minute Zeit und ließen die Milch in Ruhe.
Ein Quiz verkürzte uns die Zeit. Gar nicht einfach, die Fragen:
  • Wie alt ist der älteste Nachweis zur Käseherstellung?
  • Wie ist die Sternenansammlung „Milchstraße“ entstanden?
  • Die Schafe auf Entrup 119 sind Ostfriesische Milchschafe; Woran kann man diese Rasse gut erkennen?
  • Wie viel Liter Milch braucht man für ein kg Schnittkäse?
Nach der Pause wurde die gestockte Milch geschnitten und gewendet und in Herzformen gefüllt. Vorher durften wir noch nach Belieben Kräuter und Kapuzinerkresseblüten auf den Boden der Käseförmchen legen.
Die Molke floss in einen Behälter mit Sieb ab und nach einigem Wenden hatten wir unseren ersten, selbstgemachten Weichkäsetaler in Herzform wortwörtlich in der Hand.
Ein tolles Gefühl, ein bißchen in die Käseherstellung eingeführt worden zu sein und nun die Vorgänge besser zu verstehen.
Vielen Dank Angela!
Es gibt sogar eine Milch- und Käsestraße in Nordrhein-Westfalen. Für Interessierte kann man sich unter www.hofkaese.de oder www.hofmolkereiprodukte.de informieren.

Dienstag, 22. August 2017

Hofbrief: KW 34


Jetzt ist er also wirklich da, der neue Käsekessel! Wir sind stolz auf das schöne Stück regionaler Maschinenbaukunst (er kommt aus Beckum).
Am Liefertag gab es noch einige aufregende Momente. Der neue Kessel ist viel solider gebaut als sein Vorgänger, was den Transport in die Käserei durch Garten, Rosenbogen und Wohnung zur wahren Mut- und Kraftprobe machte, an der die gesamte Hofmannschaft beteiligt war. Das Anschließen hat dann den ganzen Tag in Anspruch genommen. Auch dabei gab es einige spannende Momente, aber am Spätnachmittag war alles fertig. Und am Donnerstag wurde wie geplant der erste Schnittkäse hergestellt!
Noch gewöhnen sich die Käserin und der Kessel aneinander. Die Temperaturführung –
ganz wichtig beim Käsen – ist anders. Außerdem muss durch die größere Grundfläche (der Neue ist niedriger, aber breiter als der Alte) das Schneiden des Käsebruchs verändert werden. Aber der alte Kessel ist schon fast vergessen und „Höhepunkte“ wie das morgendliche Leiterklettern in der Tenne, um „den Druck“ einzustellen, kaum noch vorstellbar.
Was jetzt besonders schön wäre, ist mehr Milch! Allerdings
gefällt den Schafdamen das unstete Wetter wohl nicht und die Milchleistung ist für die Jahreszeit recht niedrig. Gut, dass diese Woche noch richtig viel Heu gemacht wird und wir damit hoffentlich genug Winterfutter haben.
Zurück zum Kessel – bis jetzt sind erst zwei Drittel finanziert.
Also bitte, liebe KäsefreundInnen: Zeichnet Genossenschaftsanteile!
Am kommenden Samstag (26. August, 15 Uhr) bieten wir wieder eine Hofbegehung an eine gute Gelegenheit, die Gärtnerei im Spätsommer kennenzulernen und die Milchschafe in ihrem Hochzeitsmonat zu beobachten.

Dienstag, 15. August 2017

Hofbrief. KW 33


Sonne und Regen wechseln sich ab und wir haben in diesem Jahr erstmals die Situation, dass wir eine Pflanzung auf dem Feld verschieben müssen, weil der Boden zu nass ist. Andersherum ausgedrückt – die diesjährige Gemüsesaison war bisher außergewöhnlich trocken, sodass wir seit Ende März alle Aussaaten und Pflanzungen zu dem im Winter geplanten Termin durchgeführt haben. Der Vorteil daran ist natürlich, dass wir eine gleichmäßige Gemüseversorgung genießen konnten. Möglich wurde das aber nur mit Zusatzberegnung, insbesondere in den Hauptpflanzmonaten April und Mai, in denen so gut wie kein Regen gefallen ist.
Termine:
  • Sa, 26. August., 15 Uhr: Hofbegehungeine gute Gelegenheit, die Gärtnerei im Spätsommer kennenzulernen und die Milchschafe in ihrem Hochzeitsmonat zu beobachten
  • Sa. 2. September, 10 Uhr: Mitmachtag Hofkäse-Schule In kleinen Gruppen stellen die Teilnehmer aus hofeigener Milch an kleinen Kesseln selbst Käse her. Tipps und Tricks dazu gibt es von unserer Hofkäserin Angela.
    Anmeldung erforderlich
  • Di, 5. September, 18:30 Uhr: Hofkäse-Schule An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer alleine oder zu zweit unter fachkundiger Anleitung von unserer Käserin Angela hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Für jeden Teilnehmer gibt es außerdem eine kleine Käseplatte mit hofeigenen Spezialitäten und dazu ein gutes Glas Wein.
    Anmeldung erforderlich.
    Kosten:
    alleine Käsen – 40€ pro Person, zu zweit Käsen – 30€ pro Person

Hofbrief: KW 32


Es ist August – die Vielfalt vom Gemüseacker ist an einem Höhepunkt angelangt. Einige verarbeiten fleißig die Fülle des Sommers zu verschiedenen Leckereien für die kärgeren Wintermonate. Andere essen sich so richtig satt oder laden auch mal Freunde und Nachbarn zum Essen ein.
Termine:
  • Sa, 26. August., 15 Uhr: Hofbegehungeine gute Gelegenheit, die Gärtnerei im Spätsommer kennenzulernen und die Milchschafe in ihrem Hochzeitsmonat zu beobachten
  • Sa. 2. September, 10 Uhr: Mitmachtag Hofkäse-Schule In kleinen Gruppen stellen die Teilnehmer aus hofeigener Milch an kleinen Kesseln selbst Käse her. Tipps und Tricks dazu gibt es von unserer Hofkäserin Angela.
    Anmeldung erforderlich
  • Di, 5. September, 18:30 Uhr: Hofkäse-Schule An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer alleine oder zu zweit unter fachkundiger Anleitung von unserer Käserin Angela hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Für jeden Teilnehmer gibt es außerdem eine kleine Käseplatte mit hofeigenen Spezialitäten und dazu ein gutes Glas Wein.
    Anmeldung erforderlich.
    Kosten:
    alleine Käsen – 40€ pro Person, zu zweit Käsen – 30€ pro Person

Freitag, 4. August 2017

Hofbrief: KW 31


Obwohl es in dieser Jahreszeit auf dem Hof mehr als genug Arbeit gibt, schaffen wir uns gerade in der Käserei noch zusätzliche Beschäftigung. Es wird gesägt, gehämmert und gebohrt. Letzte Woche ist es nach mehreren Anläufen (dank versteckter Strom- und Wasserleitungen) endlich gelungen, ein Loch in die Wand zwischen Tenne und Käserei zu bohren. Von dort soll demnächst durch einen Schlauch die Milch mit natürlichem Gefälle direkt in den Käsekessel fließen. Das erspart die mühsame Schlepperei mit Milchkannen und erhält die Milchqualität besser, als jede Pumpe es könnte. Allerdings muss dafür auch noch ein Flaschenzug installiert werden, an dem der neue Milchtank in der Tenne hochgezogen werden kann.
Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Ankunft des neuen Käsekessels. Gewünscht hätten wir uns, dass der Kessel geliefert wird, wir einen Stecker in die Steckdose stecken und alles läuft. Stattdessen wird schon seit Wochen berechnet, wieviele neue Rohre mit welchem Durchmesser verlegt werden müssen. Montag wurde in der Käserei nur ein einziges Produkt hergestellt anstatt wie üblich drei, um Dienstag alles schnell abräumen zu können. In der Tenne wurde der neue Wärmetauscher installiert. Seit Dienstag morgen waren die Elektriker in der Käserei damit beschäftigt, alte Stromleitungen abzumontieren und neue zu verlegen. Um neue Wasserleitungen kümmern wir uns. Am Nachmittag muss der alte Kessel raus – für das Hinein- und Hinaustragen der Kessel mussten letzte Woche schon die Türen und Teile der Wände auf dem Weg zur Käserei entfernt werden! Jetzt hoffen, wir das der Platz reicht und alles durchkommt.
Mittwoch kommt dann der neue Kessel. Ob mit der Technik alles klappt, steht in den Sternen. Also: Daumen drücken, dass alles funktionert und dass am Donnerstag der erste Käse im neuen Kessel gemacht werden kann!
Fortsetzung folgt.....
Am Samstag, dem 5. August, ist wieder Mitmachtag.
Das neue Vordach zwischen Schafstall und Melkstand soll mit Dachziegeln eingedeckt werden. Wer also höhenfest ist, kann auf Dachlatten stehend Ziegel an den Dachdecker weiterreichen – eine schöne Gemeinschaftsaktion, eine gute Hilfe und die Gelegenheit, den Hof aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu betrachten.
Wer lieber auf dem Boden bleibt, kann gerne auch beim
Jäten unterstützen. Auf dem Acker wird eine hilfebedürftige Gemüsekultur von aufdringlichen Nachbarn befreit. Die Arbeit ist eher ruhig und bietet viel Gelegenheit zu Gesprächen. Nebenbei lernt man viel über die kleinen Dinge: Boden, Insekten, junge Pflänzchen…
Für die beiden Mitmachaktionen bitten wir um
Anmeldung. u.A. auch für die Essensplanung.