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Donnerstag, 7. Dezember 2023

Langweilig wird's nicht...

Hofbrief: KW 49 

Neben der Stallroutine und der Gemüseernte nutzen wir die verbliebenen Arbeitsstunden für kleine Bauprojekte: Das Getreidelager wird gegen Schädlingsfraß abgedichtet. Wir verbrettern die verbliebenen Wandsegmente der neuen Scheune und bauen an der Außenwand einen Lagerplatz für Brennholz. Dringend müssen wir unseren Brennholzvorrat aus dem Wald unter Dach bringen. Nach dem Brand in der Tenne gibt es diverse Gegenstände von Ruß zu befreien. Dazu wartet im Büro die Gemüse-Anbauplanung. In der Werkstatt sind diverse Reparaturen liegen geblieben. In der Käserei wird in der milchfreien Zeit renoviert. Der Winter ist zu kurz!

Die Herbsternte im Gemüsebau neigt sich dem Ende entgegen. Wir werden nur noch Radicchio, Pastinaken und Topinambur einlagern. Die drei Sorten sind frosthart und könnten auch draußen überwintern – allerdings gönnen sich die Feldmäuse gerne mal ein Festschmaus auf unsere Kosten.

Während die Ernterückstände – Hüllblätter, Strünke etc. – als Regenwurmfutter auf dem Feld verbleiben, müssen wir die wunderschönen Plastiknetze wieder einsammeln, die beim Gemüse Insektenbefall und Hasenfraß verhindern. Die Netze sind über viele Jahre wiederverwendbar, sollten aber den Winter an einem geschützten Ort verbringen.

Donnerstag, 23. November 2023

Melkpause - Zeit für anderes

Hofbrief: KW 47

An über 300 Tagen im Jahr gehört das Melken zum Routineprogramm. Urlaub können sich die Schafe nicht nehmen davon, und die Menschen auch nur kurzzeitig.
Seit Mitte letzter Woche ist Melkpause. Die Milchschafe genießen den wohlverdienten Mutterschutz. Die nächsten Wochen werden sie sich von der anstrengenden Melksaison erholen und sich auf die neuen Lämmer freuen können.

Wir Hofbewohner wissen die ruhigen Morgenstunden ohne das monotone Brummen der Melkmaschine zu schätzen.
Es bedeutet aber auch: Es gibt bis Mitte/Ende Januar keine frische Schafsmilch mehr, also auch keine Frisch- oder Weichkäseprodukte. Dafür aber den gelben Schnittkäse – die haltbar gemachte Milch aus Frühjahr und Sommer – der uns über die Melkpause hinüber helfen wird.

Seit dem Sommer steht die neue Scheune und wird schon fleißig genutzt, obwohl sie im wesentlichen bisher nur aus einem großen Dach besteht. Letzten Samstag ist bei einer Mitmachaktion damit begonnen worden, die bisher fehlenden Wände zu bauen. Einige der bis zu 12 Teilgeber*innen haben zunächst ein Gerüst aufgebaut, andere haben Querbalken zurechtgesägt und montiert und ein dritte Gruppe konnte bereits mit der Verbretterung beginnen.
Ein Anfang ist
gemacht, aber es bleibt noch einiges zu tun.

Samstagnachmittag haben sich etwa 50 Mitglieder der „Gärtnerhof Entrup e.G.“ zu der diesjährigen Generalversammlung getroffen und sind zunächst vom Vorstand über die Entwicklungen im letzten Wirtschaftsjahr informiert worden. Anschließend ist über Zukunftsperspektiven diskutiert worden.
Ein Protokoll können wir auf Anfrage zuschicken.
Um die bedingt durch Mindestlohnerhöhung und Inflation steigenden Kosten besser decken zu können wird es in den kommenden Monaten essentiell sein,
weitere Ernteteiler*innen für unsere Produkte zu begeistern. Wenn ihr also mit den Lebensmitteln vom Hof zufrieden seid, erzählt doch bitte in eurem Freundes- und Bekanntenkreis davon.

Donnerstag, 12. Januar 2023

Die Natur startet ins neue Jahr

Hofbrief: KW 2 

Mit dem neuen Jahr werden die Tage langsam wieder länger. Die Haselsträucher blühen. Die ersten Schafe lammen und neues Leben zieht im Stall ein. Eine Glucke läuft mit ihren sieben Küken über den Hof. In der Gärtnerei beginnen demnächst die neuen Aussaaten.

Die Melkpause nutzen wir wie jedes Jahr für eine gründliche Reinigung und Renovierung der Käserei – bei der Milchverarbeitung kommt es schließlich ganz besonders auf Sauberkeit an.

Die Fertigstellung des Bewässerungsteichs verzögert sich leider noch weiter – für den Einbau der Beregnungspumpe warten wir auf die Lieferung des Betonschachts. Die Teichfolie verlegen können wir erst, wenn alle Befüll- und Entnahmerohre und die Pumpe samt elektrischem Anschluss eingebaut sind. Anstatt Wasser zu sammeln müssen wir deshalb zur Zeit den Teich und die Umgebung trocken pumpen, damit der Einbau trockenen Fußes passieren kann. Der Winter ist keine gute Jahreszeit für Erdbauarbeiten, aber solange der Teich nicht fertig gestellt ist fällt es uns schwer, uns ergiebige Winterniederschläge zu wünschen.

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Hofbrief: KW 48 - Im Spätherbst tut sich was...

Der Herbst neigt sich langsam dem Ende. Auch das letzte Laub lassen die Bäume und Sträucher jetzt fallen. Weidegras und Stauden schmiegen sich flach an die Erdoberfläche oder ziehen sich in den Wurzelraum zurück, um die Kälte besser zu überstehen.
Wo es
möglich ist lassen wir das Herbstlaub liegen und die vertrockneten Stängel auf den Beeten stehen – Insekten und Regenwürmer finden so Futter und Unterschlupf für die kalten Wintertage, sodass im nächsten Frühjahr genug Bestäuber und Nützlinge zur Stelle sind.

Als letzte Lagergemüsesorten ernten wir Pastinaken und Topinambur. Die Wurzeln sind sehr frosthart und deshalb immer zuletzt dran, wenn empfindlichere Sorten bereits sicher im Kühlhaus verstaut sind. Leider kann man sich das Wetter spätestens Ende November nicht mehr aussuchen. Uns erwartet also noch die eine oder andere Schlammschlacht. Immerhin ernten wir das Wurzelgemüse mit dem Spaten, sodass kein Traktor auf dem nassen Acker herumfahren muss.

Diese Woche noch, danach gehen die Schafe in den wohlverdienten Mutterschutz. Die Milchleistung ist mittlerweile sehr zurückgegangen. Immerhin haben die ersten Schafe schon im Januar, also vor fast 11 Monaten gelammt. Mittlerweile sind die Tiere wieder tragend, sodass wir schon nach Weihnachten mit den ersten neuen Lämmern rechnen können. Und dann müssen die Schafe wieder Alles geben. Also sei ihnen zur Erholung die melkfreie Zeit gegönnt.
Für uns Käseliebhaber bedeutet das: Frischkäse und Taler nur noch diese Woche; Joghurt, Camembert und Hirtenkäse aus dem Reiferaum nur noch wenige Wochen; Schnitt- und Bergkäse aus dem Käsekeller noch etwas länger, solange der Vorrat eben reicht.
Das Melken und Käsen beginnt dann wieder im Februar, wenn die ersten Lämmer keine Milch mehr brauchen und ausreichend davon zum Verarbeiten übrig bleibt,

Donnerstag, 21. November 2019

Hofbrief: KW 47


Die Melksaison neigt sich dem Ende entgegen. Seit zwei Wochen wird nur noch ein Teil der Herde gemolken – Die Schafe, die zuletzt kaum noch Milch gaben, sind bereits im wohlverdienten Urlaub und können sich nun erholen und auf die kommende Lammzeit vorbereiten. Spätestens Ende November kommt dann auch für den Rest der Damen die melkfreie Zeit.
Die Gemüsefelder leeren sich zusehends und entsprechend voll ist auch das Lager. Zuletzt haben wir eine stolze Menge Sellerie und einen guten Schwung Zuckerhutsalat abgeerntet.
Damit wir das Gemüse besser lagern können, haben wir einen zweiten großen Gemüsekühlraum gekauft. Wir erhoffen uns weniger Lagerverluste und ein einfacheres Arbeiten.
Die Herbsternte ist einer der schönsten Momente im Anbaujahr – schließlich haben wir viele Monate darauf hingearbeitet. Auch das trübe Novemberwetter und die früh einbrechende Abenddämmerung könne unsere Stimmung nicht drücken. Soll man weinen oder lachen, wenn der feuchte Ackerboden an Kleidung und Schuhen klebt wie eine Ritterrüstung?
In der kalten Jahreszeit liefern wir immer wieder Fleisch aus. Die Jungschafe haben den ganzen Sommer auf der Weide verbracht und sind auch jetzt noch draußen, solange das Futter auf den Wiesen ausreicht. Lasst Euch das Entruper Weidelamm schmecken!
Termine:
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr:
    Adventsbasar
    an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck;
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.
  • Sa., 07. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück
    Brunchen, Basteln, Klönen; gerne können die liebsten Herbst- und Adventslieder mitgebracht werden

Dienstag, 5. Februar 2019

Hofbrief: KW 6


Seit gut zwei Wochen ist der Großteil der Milchschafherde im wohlverdienten Mutterschutz. Die Tiere erholen sich von der anstrengenden Melksaison und freuen sich auf die neuen Lämmer, die dieses Jahr erst ab Mitte/Ende Februar kommen werden. Vorher steht aber noch ein Friseurtermin an – am 16. Februar kommt der Schafscherer und befreit die Tiere von der überschüssigen Wolle.
Im Stall können aber auch
schon über 20 Mutterschafe mit Lämmern beobachtet werden. Sie waren früher beim Bock, um die Lammsaison etwas zu entzerren; außerdem gibt es jetzt laufend frische Milch – für die Lämmer und eine kleine Menge für Joghurt oder Frischkäse.
Wenn es kaum Milch gibt, kann auch die Renovierung der Käserei in Angriff genommen werden. Der Fußboden muss erneuert werden, weil die alten Fliesen sich durch die agressive Milchsäure und verschiedene Reinigungsmittel stellenweise lösen und die Fugen nicht intakt sind. Also heißt es Käserei ausräumen, auch den schweren Käsekessel, alte Fliesen raus, Untergrund reinigen, neuen Estrich drauf, neue Fliesen drauf, neu verfugen, Trocknungszeiten beachten, wieder Alles einräumen! Alles muss in ca. 10 Tagen gelaufen sein, denn die Milch wird nicht weniger – und muss verarbeitet werden.
Termine:
  • Sa., 09. Februar, 11:00 Uhr:
    Workshop „Naturkosmetik selber machen: Cremes & Lotionen“
    mit Sabine Wilhelmy-Gergs,
    45 € incl. Materialkosten, jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches Skript,
    Anmeldung:
    info@so-pure-angelcosmetics.de
  • Sa., 16. Februar, ab 08:00 Uhr: Schafschur
    Wir suchen noch Helfer zum Wollesortieren
  • Sa., 23. Februar, 18:30 – 22:00 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“ mit Hofkäserin Angela
    An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de

Dienstag, 11. Dezember 2018

Hofbrief: KW 50


Nach dem diesjährigen „Dürresommer“ ist unser gewohnter Jahreslauf etwas durcheinander geraten. Die Obsternte wurde fast einen Monat früher abgeschlossen, während die Lammzeit bei den Schafen wegen Futterknappheit erst im März, also zwei Monate später beginnen wird. Die Melksaison ist deshalb länger als üblich und zieht sich bis in den Januar; dann erst folgt die Melkpause, bis es im zeitigen Frühjahr langsam wieder losgeht.
Früher als gewohnt hatten wir diesen Herbst schon Zeit für die Heckenpflege und Brennholzwerbung. Die ersten Holzschuppen sich bereits wieder gefüllt mit den langen Holzscheiten, die noch ein bis zwei Jahre trocknen sollen. Aus der Hecke am Dreiecksacker in der Hofeinfahrt wurden die dicksten Erlen rausgesägt und mit dem Pferdegespann zum Hof gerückt. Nächsten Sommer bekommt der Gemüseacker wieder mehr Licht – die Erlen schlagen aber aus der Wurzel wieder aus und wachsen in fünf bis zehn Jahren wieder zu einer dichten Hecke heran.
Abholzeiten/Markttage/Hofladenzeiten zwischen den Jahren:
  • Di., 18. Dezember:
    Auslieferung nach Münster wie gewohnt
  • Mi., 19. Dezember:
    letzter Mittwochsmarkt in Altenberge
  • Fr., 20./ Sa., 21. Dezember:
    Belieferung der Depots, Märkte und des Hofladens wie gewohnt
  • Sa., 22. Dezember:
    vorgezogene Auslieferung nach MS (als Ersatz für Di., 25. Dezember)
  • Fr., 27./ Sa., 28. Dezember:
    Belieferung der Depots, Märkte und des Hofladens
    wie gewohnt
  • 31. November6. Januar:
    Vermarktungspause – keine Belieferung der Depots und Märkte, der Hofladen bleibt geschlossen
  • Di., 8. Januar:
    Auslieferung nach MS wie gewohnt
  • Fr., 11./ Sa., 12. Januar:
    Belieferung der Depots, Märkte und des Hofladens wie gewohnt
  • Mi., 6. März:
    wir kommen wieder zum Markt nach Altenberge

Freitag, 8. Dezember 2017

Hofbrief: KW 49


Zur Schafschur am vergangenen Samstag haben wir auch die letzten fleißigen Schafe in den wohlverdienten Urlaub geschickt.
Dieses Jahr beginnt die Melkpause ziemlich spät und wir rechnen damit, dass die ersten Lämmer schon Ende Dezember kommen. Somit ist auch aus Verbraucherperspektive die Zeit ohne Frischkäseprodukte recht kurz. Während es im Moment nur Schnitt- und Hirtenkäse sowie Camembert aus der Sommer- und Herbstmilch gibt, erweitert sich die Produktpalette wieder, wenn die ersten Lämmer die Kinderstube durchlaufen haben und die Melksaison wieder losgeht (ca. Mitte Februar).
Im Gemüselager sind die Kürbisse aufgebraucht und der wöchentliche Ernteanteil wird zusehends winterlicher. Vom Acker müssen wir nur noch die Topinambur abernten, für die zur Zeit im Kühlhaus noch der Platz fehlt – dann ist die „Herbsternte“ geschafft. Danach kann die Anbauplanung für das nächste Jahr beginnen.
Termine:
  • 1.-7. Januar: Wir gönnen uns etwas Urlaub. Depots und Märkte werden in dieser Woche nicht beliefert, auch der Hofladen bleibt geschlossen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Hofbrief: KW 49


Es ist der erste Morgen im Dezember. "06.52 Uhr" lese ich auf meinem Wecker. Auf dem Hof ist alles still und dunkel. Nur in der Backstube ist Licht, es strahlt warm in die Tenne, klassische Musik im Radio.
Wo sind die Schafe? Und wo sind die Landwirte, unsere Frühaufsteher, die um diese Zeit normalerweise anfangen, die Schafe zu melken?
Die verschlafen doch sonst nie! An über 300 Tagen im Jahr gehört das Melken zum Routineprogramm. Urlaub können sich die Schafe nicht nehmen davon, und die Menschen auch nur kurzzeitig.
Jetzt erst fällt mir die Erklärung ein: Ab heute ist Melkpause. Bilanz der diesjährigen Melksaison: 21693 Liter Milch konnten von den 90 Schafen gemolken und verkäst werden. Da muss aber ein ordentlicher Mutterschutz drin sein. Die nächsten Wochen werden sie sich ganz ihren werdenden Lämmern widmen können.
Für uns bedeutet das: Arbeitsbeginn ist erst um 07.00 Uhr (ausschlafen!) und wir genießen eine ruhige Morgenarbeit ohne das monotone Brummen der Melkmaschine.
Es bedeutet aber auch: Es gibt bis Mitte/Ende Januar keine frische Schafsmilch mehr, also auch keine Frisch- oder Weichkäseprodukte. Dafür aber
den gelben Schnittkäse die haltbar gemachte Milch aus Frühjahr und Sommer – der uns über die Melkpause hinüber helfen wird.