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Donnerstag, 29. Februar 2024

Endlich wieder Mitmachtag

Hofbrief: KW 9

Ende Februar verabschieden wir nach zwei Ausbildungsjahren Lennart aus dem Gärtnereiteam. Mit seinem Humor und seiner besonderen Liebe für die Gänse hat er so manchen grauen Tag aufgeheitert und wird uns somit sehr fehlen.
Lennart ist noch auf der Suche nach einem neuen Wirkungsort in Süddeutschland
. Wir wünschen viel Erfolg und einen guten Start!

Die ersten diesjährigen Lämmer sind jetzt alt genug um von den Müttern entwöhnt zu werden. Sie ziehen in den kleinen Stall mit Auslauf in der Hofmitte, bis im April die Weidesaison beginnen kann. Werden Lämmer abgesetzt, haben wir natürlich mehr Milch für die Käserei übrig, sodass auch hier in den nächsten Wochen das Angebot wachsen wird.

Termine:

  • Sa., 09. März, 10 bis 13 Uhr (evtl. 14 Uhr):
    Mitmachtag "Regenrohre anschließen" an der neuen Scheune –
    Das Niederschlagswasser vom Gebäudedach soll für die Freilandbewässerung abgeleitet und gesammelt werden. Wir installieren die Fallrohre und verlegen evtl. schon erste Rohre im Boden.
    Wir freuen uns auch über Verstärkung, die erst um 12 Uhr kommt und dafür bis 14 Uhr bleibt. Bitte denkt an wetterfeste Kleidung und Schuhe!
    Verbindliche Anmeldung über folgenden Link: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

Donnerstag, 15. Februar 2024

die ersten Frühlingsboten

Hofbrief: KW 7 

Das trübe Wetter kann die ersten Frühlingsboten nicht aufhalten: Die Singvögel stimmen ihre Lieder an. Die ersten Frühblüher, Schneeglöckchen und Erlen wurden gesichtet.
In den Folientunneln
wachsen die Wintersalate wieder etwas schneller. Salat, Stielmus und Spinat keimen in der Jungpflanzenanzucht für die Pflanzungen im März. Außerdem werden bereits Paprika und Auberginen gesät – sie brauchen viel Wärme und wachsen zunächst sehr langsam, auf der Fensterbank und im Frühbeet, bis sie dann im Mai in die Gewächshäuser gepflanzt werden.

Auf den Feldern und Wiesen entnehmen wir Bodenproben, um den Gehalt an Humus und den wichtigsten Pflanzennährstoffen zu ermitteln und Bodenversauerung zu bemerken. Die Analyseergebnisse aus dem Labor erlauben uns im langjährigen Vergleich Rückschlüsse auf unsere Bewirtschaftungsweise. Ist die Düngung mit dem hofeigenen Schafmist ausgewogen und ist der kohlensauere Kalk das Richtige, um Bodenversauerung entgegen zu wirken? Ist die Fruchtfolge vielfältig genug, um einseitiger Verarmung des Bodens vorzubeugen? Bauen wir ausreichend Gründüngungspflanzen an, damit der Humusgehalt sich positiv entwickeln kann?
Allerdings sind die
Prozesse im Boden immer sehr komplex, viele biologische, physikalische und chemische Einflussfaktoren spielen eine Rolle. Nicht immer lässt sich ein Mangel oder Überschuss an bestimmten Inhaltsstoffen kurzfristig beheben. Die gute fachliche Praxis trägt manchmal erst nach Jahrzehnten Früchte,

Auch im Schafstall herrscht ein reges Treiben. Über 80 von 110 Schafen haben bereits gelammt, die Lämmer springen vergnügt durch den Stall, machen ihre Wettrennen, Bocksprünge, klettern und tragen kleine Kämpfe miteinander aus.
Die
Schafmütter gehen morgens und abends in den Melkstand und wir melken die Milch ab, die die Lämmer übrig gelassen haben. Da kommt noch nicht sehr viel zusammen, aber schon genug, dass wir regelmäßig Milch verarbeiten können. Mit den ersten Joghurt- und Quarkgläschen sowie Käsetalern wurde die Saison 2024 eröffnet.
La
sst es Euch schmecken!

Donnerstag, 25. Januar 2024

die ruhige Jahreszeit ;-)

Hofbrief: KW 4 

Stürmischer Wind hat Sonntag Abend den Frost hinweg gefegt. Am Montag kletterte das Thermometer schon wieder auf über 10°C. Nachts gab es dann Gewitter mit großen Hagelkörnern. Die Folientunnel scheinen es gut überstanden zu haben. Rosenkohl und Grünkohl, Porree und Wirsing, denen der Frost schon einiges an Durchhaltevermögen abverlangt hat, mussten auch den Hagel tapfer aushalten. Für die nächste Nacht ist wieder Sturm gemeldet

Neben den Routinearbeiten räumen wir die renovierte Tenne wieder ein, verbrettern die neue Scheune und verkleiden die Trockenbauwand zum Heizungsraum. Die Frühbeete und Multitopfplatten werden für die beginnende Jungpflanzenanzucht gereinigt. Jetzt heißt es wichtige Reparaturen, Aufräumarbeiten und kleine technische Verbesserungen nicht aus den Augen zu verlieren, denn schon sehr bald ist der Winter wieder vorbei und wir kommen in den warmen Monaten wieder nicht dazu.

Täglich kommen wieder Lämmer zur Welt und so gibt es auch die ersten Milchüberschüsse, die wir abmelken müssen. In den nächsten Wochen sind somit die ersten frischen Käseprodukte zu erwarten.

Bei der diesjährigen Gemüse-Anbauplanung müssen wir mehr als bisher den Fokus darauf legen, dass wir nicht nur die verfügbaren Ackerflächen möglichst sinnvoll nutzen, sondern auch Sorten anbauen, die ertragreich sind aber vergleichsweise weniger arbeitsintensiv. In den letzten Jahren war es zunehmend schwieriger, offene Stellen, insbesondere Vollzeitstellen zu besetzten. Arbeit blieb liegen und verunkrautete Beete mit wenig Ertrag waren die Folge. Beispielsweise bei den Zwiebeln haben wir seit Jahren keine guten Flächenerträge eingefahren. Kürbis dagegen hat mit vergleichsweise wenig Aufwand immer wieder gute Ernten gebracht. Jetzt heißt es also abwägen: Welche Kulturen sind absolut erforderlich und sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen? Wo können wir mit gut besuchten Mitmachtagen den Anbau beliebter Gemüsesorten ermöglichen? Und worauf können wir in Zukunft verzichten, um Arbeitsspitzen zwischen März und November abzubauen?

Donnerstag, 23. November 2023

Melkpause - Zeit für anderes

Hofbrief: KW 47

An über 300 Tagen im Jahr gehört das Melken zum Routineprogramm. Urlaub können sich die Schafe nicht nehmen davon, und die Menschen auch nur kurzzeitig.
Seit Mitte letzter Woche ist Melkpause. Die Milchschafe genießen den wohlverdienten Mutterschutz. Die nächsten Wochen werden sie sich von der anstrengenden Melksaison erholen und sich auf die neuen Lämmer freuen können.

Wir Hofbewohner wissen die ruhigen Morgenstunden ohne das monotone Brummen der Melkmaschine zu schätzen.
Es bedeutet aber auch: Es gibt bis Mitte/Ende Januar keine frische Schafsmilch mehr, also auch keine Frisch- oder Weichkäseprodukte. Dafür aber den gelben Schnittkäse – die haltbar gemachte Milch aus Frühjahr und Sommer – der uns über die Melkpause hinüber helfen wird.

Seit dem Sommer steht die neue Scheune und wird schon fleißig genutzt, obwohl sie im wesentlichen bisher nur aus einem großen Dach besteht. Letzten Samstag ist bei einer Mitmachaktion damit begonnen worden, die bisher fehlenden Wände zu bauen. Einige der bis zu 12 Teilgeber*innen haben zunächst ein Gerüst aufgebaut, andere haben Querbalken zurechtgesägt und montiert und ein dritte Gruppe konnte bereits mit der Verbretterung beginnen.
Ein Anfang ist
gemacht, aber es bleibt noch einiges zu tun.

Samstagnachmittag haben sich etwa 50 Mitglieder der „Gärtnerhof Entrup e.G.“ zu der diesjährigen Generalversammlung getroffen und sind zunächst vom Vorstand über die Entwicklungen im letzten Wirtschaftsjahr informiert worden. Anschließend ist über Zukunftsperspektiven diskutiert worden.
Ein Protokoll können wir auf Anfrage zuschicken.
Um die bedingt durch Mindestlohnerhöhung und Inflation steigenden Kosten besser decken zu können wird es in den kommenden Monaten essentiell sein,
weitere Ernteteiler*innen für unsere Produkte zu begeistern. Wenn ihr also mit den Lebensmitteln vom Hof zufrieden seid, erzählt doch bitte in eurem Freundes- und Bekanntenkreis davon.

Donnerstag, 16. März 2023

Unsere Baustellen...

Hofbrief: KW 11 

Zum vergangenen Wochenende gab es reichlich Regen und Schnee. Die aus dem Winterschlaf erwachende Natur freut sich nach einem eher trockenen Winter die Wasserreserven etwas auffüllen zu können. Unsere Baustellen beim Bewässerungsteich und bei der neuen Scheune müssen derweil ruhen, bis der Untergrund ausreichend abgetrocknet ist.

Ein paar Meter weiter können die Arbeiten bei frühlingshaften Temperaturen weiter gehen. Am Montag haben die Dachdecker mit der Sanierung der alten Scheune begonnen. Die alten Dachziegel und auch die Lattung kommen runter, dann werden marode Sparren und Pfetten ausgetauscht oder verstärkt, bis schließlich eine neue Eindeckung das Dach wieder dicht macht.

Hinter dem Hofladengebäude bauen wir in der Zwischenzeit einen fünften großen Folientunnel auf. Das ist der alte Tunnel, der letzten Herbst dem Bauplatz für die neue Scheune weichen musste. Am neuen Standort wird er um einige Segmente verlängert, um die Ackerfläche optimal auszunutzen. Zu Ende April planen wir somit mit insgesamt knapp 1300qm Fläche in geschütztem Anbau. Vor zwei Jahren waren es noch 800qm. Durch die Flächenvergrößerung können wir endlich, wie im Freiland schon lange üblich, auch im Folientunnel Gründüngungspflanzen anbauen und in die Bodenfruchtbarkeit investieren. Die arbeitsaufwendige Bepflanzung der Randbeete können wir dagegen zurückfahren und damit unsere Zeit etwas effizienter nutzen.

Die ersten Lämmer, im Januar geboren, sind jetzt alt genug um von den Müttern entwöhnt zu werden. Sie ziehen in den kleinen Stall mit Auslauf in der Hofmitte, bis im April die Weidesaison beginnen kann. Werden Lämmer abgesetzt, haben wir natürlich mehr Milch für die Käserei übrig, sodass auch hier in den nächsten Wochen das Angebot wachsen wird.

Termine:

  • Sa., 25. März, 11.00 Uhr:
    Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V.

    Bei einer Hofführung sehen wir den aktuellen Stand der Baumaßnahmen – Renovierung Scheune, Neubau Maschinenunterstand und Bewässerungsteich. Dazu gibt es einen Blick in die Folientunnel, den Stall und vielleicht auch schon auf die erste Obstblüte. Wir berichten von der Entwicklung in der Landwirtschaft und von der Bildungsarbeit im letzten Jahr. Gäste sind herzlich willkommen!

  • So., 14. Mai, 11.00 – 17.00 Uhr:
    Hoffest zu Muttertag –
    Vorführungen zu Schafschur und Arbeitspferden auf dem Gemüseacker, Rundgänge durch die Gärtnerei, Live-Musik, buntes Kinderprogramm mit Schminken, Hofolympiade, Stockbrot, Kräutersalz herstellen
    Infostände: Vamos!, Grüner Weiler
    für das leibliche Wohl: Spezialitäten vom Hofgrill, Kaffee und selbsgebackener Kuchen, leckere Biolimo
    für die Anreise: Fahrradtour von Münster zum Hof

Donnerstag, 23. Februar 2023

Routinen und Überraschungen

Hofbrief: KW 8 

In den Folientunneln pflanzen wir das erste Frühlingsgemüse: Salat, Kohlrabi, Fenchel und Weißkohl machen die Beete bunter.

Seit Wochen melken wir die Schafe von Hand, um die wenige Milch, die uns die Lämmer übrig lassen, möglichst verlustfrei zum Verkäsen zu sammeln. Mittlerweile sind es um die siebzig Tiere. Erst wenn die ersten Lämmer entwöhnt werden und die Milchmenge steigt, wird die Melkmaschine wieder in Betrieb genommen.

Leider konnten letzte Woche die Befüll- und Entnahmerohre am neuen Bewässerungsteich nicht verlegt werden. Der Grundwasserstand ist aktuell einfach zu hoch. Außerdem sind im Teichinneren massive Risse und Erdverlagerungen in der Böschung aufgetreten. Die Fertigstellung des Bewässerungsteichs verschiebt sich damit um mehrere Wochen und evtl. auch Monate.
Wie geht es nun weiter? Es wurde ein zusätzlicher Brunnenschacht unterhalb der Teichsohle gesetzt, den wir in den nächsten Wochen fortwährend auspumpen werden, um den Wasserstand zu senken. Außerdem muss das Schutzvlies wieder aus dem Teich entnommen werden, um den Erdwall und die Böschung zu stabilisieren und in die ursprüngliche Form zu bringen.

Termine:

  • Sa., 25. Februar, 10.00 Uhr:
    Mitmachtag im neuen Bewässerungsteich
    Wir brauchen Eure Unterstützung, um das Schutzvlies aus dem Teich zu entnehmen. Das Vlies ist groß und schwer – 20 bis 30 Menschen sind erforderlich für diese Aufgabe. Meldet Euch bitte verbindlich an – nur mit vereinten Kräften wird diese Aktion gelingen:
    https://terminplaner6.dfn.de/de/p/4ffc93f217bc1c9ebc93edd10d30c42d-125383
    Bringt bitte wasserfeste Kleidung mit, wenn vorhanden auch Gummistiefel und Handschuhe.
    Bei einem warmen Mittagessen in großer Runde lassen wir den Mitmachtag ausklingen.

  • Sa., 25. März, 11.00 Uhr:
    Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V.
    Bei einer Hofführung sehen wir den aktuellen Stand der Baumaßnahmen – Renovierung Scheune, Neubau Maschinenunterstand und Bewässerungsteich. Dazu gibt es einen Blick in die Folientunnel, den Stall und vielleicht auch schon auf die erste Obstblüte. Wir berichten von der Entwicklung in der Landwirtschaft und von der Bildungsarbeit im letzten Jahr. Gäste sind herzlich willkommen!

  • So., 14. Mai:
    Hoffest zu Muttertag