Posts mit dem Label Boden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Boden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 21. März 2024

Jedes Frühjahr ist anders...

Hofbrief: KW 12

Jedes Frühjahr ist anders. Dieses mal werden wir das Gefühl nicht los mit der Arbeit nicht hinterher zu kommen. Nach vielen nassen Monaten sind die Böden ungewöhnlich früh trocken und befahrbar. Dazu gibt es einige sehr warme Tage, die ersten Obstblüten und einige Sträucher, die schon jetzt ihr Laub entfalten.

Sobald die ersten Weidezäune in Stand gesetzt sind, können die Milchschafe nach langer Pause endlich wieder auf die Weide gehen. Ein früher Weideauftrieb pflegt die Wiesennarbe und unterdrückt unerwünschte Kräuter wie Ampfer und Brennnessel.
Im Gemüsebau stehen
viele Aussaaten an von Aubergine bis Zucchini. Im Haus stehen Fensterbänke voll mit kleinen Paprikapflänzchen. Für die weniger empfindlichen Setzlinge geht diese Woche der zweite Anzuchttunnel in Betrieb. An manchen Tagen kann man den Jungpflanzen fast zusehen beim Wachsen.

Termine:

Meistens machen Mitmachtage sehr hungrig.

Wir freuen uns deshalb immer über Jemanden, der/die zu 13 Uhr einen Mittagsimbiss mit Hoflebensmitteln vorbereitet. Bei Interesse bitte den Hof per Mail kontaktieren: mail@entrup119.de

  • Sa., 23. März, 10 Uhr – 13 Uhr:
    Mitmachtag „Steine sammeln“ –
    Einige haben bereits Bekanntschaft gemacht mit unserem „Tüschenkamp“. Dort haben unsere Vorvorgänger Bauschutt im Boden verklappt. Seit Jahren wäscht der Regen immer wieder Steine an die Oberfläche. Jetzt ist es wieder so weit. Wir dürfen wieder Steine sammeln, damit die Pflanzenwurzeln sich auch in diesem Sommer gut entwickeln können.
    Verbindliche Anmeldung über folgenden Link: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

  • Sa., 30. März, 10 Uhr – 13 Uhr:
    Ackertag „Rhabarber und Knoblauch jäten“ –
    Nach der Überwinterung brauchen diese Gemüsesorten ein wenig Aufmerksamkeit, um ihr Potential auszuschöpfen. Meldet Euch bitte an: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

  • Sa., 13. April, 14.30 Uhr:
    Mitgliederversammlung derInitiative Entrup 119 e.V.“ –
    Im Anschluss an einen kleinen Hofrundgang treffen wir uns im Veranstaltungsraum für einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Nach ein paar formalen Tagesordnungspunkten soll es um die Zukunft des Vereins gehen. Ein Platz im Vorstand ist neu zu besetzen. Außerdem soll der Kreis der aktiven Mitglieder wieder wachsen, um die Bereiche Bildungsarbeit und Naturschutz weiter auszubauen. Gäste sind herzlich Willkommen!

Donnerstag, 15. Februar 2024

die ersten Frühlingsboten

Hofbrief: KW 7 

Das trübe Wetter kann die ersten Frühlingsboten nicht aufhalten: Die Singvögel stimmen ihre Lieder an. Die ersten Frühblüher, Schneeglöckchen und Erlen wurden gesichtet.
In den Folientunneln
wachsen die Wintersalate wieder etwas schneller. Salat, Stielmus und Spinat keimen in der Jungpflanzenanzucht für die Pflanzungen im März. Außerdem werden bereits Paprika und Auberginen gesät – sie brauchen viel Wärme und wachsen zunächst sehr langsam, auf der Fensterbank und im Frühbeet, bis sie dann im Mai in die Gewächshäuser gepflanzt werden.

Auf den Feldern und Wiesen entnehmen wir Bodenproben, um den Gehalt an Humus und den wichtigsten Pflanzennährstoffen zu ermitteln und Bodenversauerung zu bemerken. Die Analyseergebnisse aus dem Labor erlauben uns im langjährigen Vergleich Rückschlüsse auf unsere Bewirtschaftungsweise. Ist die Düngung mit dem hofeigenen Schafmist ausgewogen und ist der kohlensauere Kalk das Richtige, um Bodenversauerung entgegen zu wirken? Ist die Fruchtfolge vielfältig genug, um einseitiger Verarmung des Bodens vorzubeugen? Bauen wir ausreichend Gründüngungspflanzen an, damit der Humusgehalt sich positiv entwickeln kann?
Allerdings sind die
Prozesse im Boden immer sehr komplex, viele biologische, physikalische und chemische Einflussfaktoren spielen eine Rolle. Nicht immer lässt sich ein Mangel oder Überschuss an bestimmten Inhaltsstoffen kurzfristig beheben. Die gute fachliche Praxis trägt manchmal erst nach Jahrzehnten Früchte,

Auch im Schafstall herrscht ein reges Treiben. Über 80 von 110 Schafen haben bereits gelammt, die Lämmer springen vergnügt durch den Stall, machen ihre Wettrennen, Bocksprünge, klettern und tragen kleine Kämpfe miteinander aus.
Die
Schafmütter gehen morgens und abends in den Melkstand und wir melken die Milch ab, die die Lämmer übrig gelassen haben. Da kommt noch nicht sehr viel zusammen, aber schon genug, dass wir regelmäßig Milch verarbeiten können. Mit den ersten Joghurt- und Quarkgläschen sowie Käsetalern wurde die Saison 2024 eröffnet.
La
sst es Euch schmecken!

Donnerstag, 20. August 2020

Hofbrief: KW 34 - Obstsaison, Herbstvorboten, Gründüngung


Die ersten Birnen werden reif – sowohl am Hof als auch auf unserer Streuobstwiese in Kümper. Gerne dürft Ihr zum Pflücken kommen. Am Hof gibt es eine Leiter und auch Obstpflücker mit Stiel, in Kümper ist eine Leiter zur freien Verfügung im großen Schuppen deponiert.
Im Gemüsebau sind die letzten Freilandpflanzungen abgeschlossen. Was jetzt nicht im Boden ist, wird dieses Jahr auch nicht mehr groß – so seltsam das auch klingt bei den sommerlichen Temperaturen. Man kann schon jetzt gut beobachten, wie das Pflanzenwachstum langsamer wird, weil die Sonne mittags nicht mehr so hoch steigt und der Tag deutlich kürzer ist, als zur Sonnenwende vor zwei Monaten.
Wenn wir Beete abernten versuchen wir möglichst noch eine Gründüngung oder Kleegras als Schaffutter fürs nächste Jahr einzusäen. Der Ackerboden sollte bewachsen in den Winter gehen, damit möglichst wenig Nährstoffe- ausgewaschen werden und die Bodengare erhalten bleibt.

Dienstag, 9. April 2019

Hofbrief: KW 15


Der Frühling verwandelt den Hof; das Gras grünt mehr und mehr, die Wildkräuter sprießen und die Blumenbeete erstrahlen im vielen Frühlingslicht.
Der Lenz hat es wieder eilig – nach den Schneeglöckchen verblühen jetzt auch die Narzissen; die ersten Tulpen wurden bereits gesichtet, dazu Löwenzahn- und Kirschblüte und die ersten Apfelblüten.
Auch die Wiesen und Weidern werden jetzt sichtbar dunkler, grüner – das Gras wächst wieder. Die Schafherde und auch die Pferde freuen sich drauf.
In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es nämlich eine grundlegende Umstellung. die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.
Am vergangenen Mitmachsamstag haben 8 Teilgeber die diesjährigen Frühkartoffeln gepflanzt. Die Erde war noch feucht und kalt von den winterlichen Niederschlägen und die Kartoffeldämme nicht besonders krümelig, weil es noch zu viele Grassoden vom letztjährigen Kleegras gab. Davon haben wir uns nicht die Laune verderben lassen und tapfer weiter gearbeitet, bis auch die letzte Knolle gepflanzt war. Geschafft aber zufrieden ging es danach zum verdienten Mittagessen an den großen Tisch in der Hofküche.
Termine:
  • Sa., 27. April, 11 Uhr:
    Workshop „Naturkosmetik selber machen: Vegane Seifen sieden“
    mit Sabine Wilhelmy-Gergs
    75 € incl. Materialkosten, Schutzbrille und Handschuhe werden gestellt, jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches Skript
    Anmeldung:
    info@so-pure-angelcosmetics.de
  • Sa., 27. April, 15 – 17 Uhr: Hofbegehung
    Frühjahr: Milchschafe genießen das frische Grün, Lämmer wachsen und gedeihen, die Gemüsefelder füllen sich, in den Gewächshäusern beginnt die Tomatensaison

Mittwoch, 28. Juni 2017

People4Soil: Unterzeichne die Bürgerinitiative für den Bodenschutz in Europa!

Wir beachten viel zu selten, was da unter unseren Füßen ist: Boden. Kaum ein Teil unserer Erde ist so wichtig für unsere Ernährung, für den Klimaschutz und für die Artenvielfalt. Kaum ein Teil ist so ungeschützt und tagtäglich durch Industrie, intensive Landwirtschaft und Siedlungsbau bedroht. 
Trotz seiner außerordentlichen Bedeutung gibt es in Europa noch immer kein Gesetz zum Bodenschutz. Nicht zu fassen! Wir brauchen Bodenschutz, um Pflanzen, Tiere und uns Menschen zu schützen. Ohne Boden gibt es keine Zukunft. 
Wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, fordern die Europäische Kommission auf, unsere Böden vor Versiegelung, Umweltgiften und Spekulationsgeschäften zu schützen. Zusammen mit über 400 Organisationen aus ganz Europa bilden wir das Bündnis “People4Soil”. Wir verlangen umfassenden Bodenschutz von der EU und haben eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) gestartet. Mit ihr können wir Bürgerinnen und Bürger neue Gesetze verlangen. Bitte helfen Sie uns und unterzeichnen die Bürgerinitiative.
In den letzten 50 Jahren ist in Europa eine Fläche von der Größe Ungarns versiegelt worden. Das sind mehr als 13 Millionen Fußballfelder. Es wurden Städte, Straßen und Industrieanlagen gebaut. Leider wird es immer mehr. Weltweit gehen Böden in einem alarmierenden Tempo verloren. Dabei ist der Bau neuer Häuser und Straßen nur die Spitze des Eisbergs. Europas Böden sind vielfach bedroht: 
  • Mehr als 250.000 Flächen sind durch Chemikalien kontaminiert.
  • Fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Böden verlieren ihren Humus und damit ihre Fruchtbarkeit.
  • Millionen von Hektar sind durch Wind und Wassererosion geschädigt.
  • In den Mittelmeerländern schreitet die Wüstenbildung voran. 
Lassen Sie uns jetzt gemeinsam aktiv werden, damit Europa die natürliche Ressource Boden endlich schützt. Mit einer Europäischen Bürgerinitiative haben wir die besten Chancen, in der EU Gehör zu finden. 
Eine EBI ist der offizielle Weg, mit dem wir Bürgerinnen und Bürger Europas die EU-Kommission zu einer Reaktion zwingen können. Sie muss mindestens Stellung nehmen. Damit eine Initiative Erfolg hat, müssen eine Million Unterschriften in mindestens sieben Mitgliedstaaten zusammenkommen.
Wenn wir Europas Böden schützen wollen, ist jeder von uns gefragt. Bitte unterstützen Sie unsere Forderung nach einem umfassenden Bodenschutz und beteiligen Sie sich an unserer Bürgerinitiative.

Dienstag, 11. April 2017

Hofbrief: KW 15


Wenn die ersten Frühjahrssätze Gemüse gepflanzt sind, müssen wir uns die Zeit nehmen und unserem Ackerboden und seinen Bewohnern etwas Gutes tun.
Nur ein kleiner Teil der Gemüsebeete ist schon jetzt bepflanzt, viele Flächen liegen noch kahl da. Kürbisse, Sellerie und Zuckermais pflanzt man zum Beispiel erst Mitte Mai, weil sie die eiskalten Nächte, die es vorher noch geben kann, nicht überleben würden. Auch das Lagergemüse für den Winter wird erst im Frühsommer gepflanzt. Der Boden braucht aber eine Bedeckung als Schutz vor Trockenheit, vor Wind und starken Niederschlägen, um dauerhaft lebendig und fruchtbar bleiben zu können.
Deshalb säen wir zur Begrünung sogenannte Zwischenfrüchte oder Gründüngungsmischungen aus – schnellwachsende Pflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Malve, aber auch Klee, Erbsen oder Wicken. Sie schützen nicht nur die Ackerkrume vor Erosion, sondern durchdringen den Boden auch mit ihren tief reichenden Pfahl- oder den vielen Feinwurzeln. Oft sind auch Blütenpflanzen dabei, die unser Auge erfreuen und diversen Insekten als Nahrung dienen.
Zwei Wochen vor der Gemüsepflanzung müssen wir die Gründüngungen dann mulchen und in den Boden einmischen – aus der sich zersetzenden Pflanzenmasse baut sich dann Humus auf. Das Gemüse profitiert von dem fruchtbaren und lockeren Boden.
Termine:
  • 15. April, 19:30 Uhr: Osterfeuer – Das gemütliche Beisammensein am warmen Feuer findet bei jedem Wetter statt. Bitte eine Kleinigkeit für das Buffet mitbringen
  • 22. April, 15:00 Uhr: Hofbegehung durch die Gewächshäuser und über die Gemüsefelder; außerdem lohnt ein Besuch bei den Milchschafen auf der Weide
  • 26. April, 17:30 Uhr: Kräuterwanderung „Wiesendips“, verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder über giersch-und-co at freenet.de, max. 15 Teilnehmer, Teilnahmegebühr 10 €
  • 29. April, 10:00 Uhr: Besuch bei den Bienen

Dienstag, 7. März 2017

"Kritischer Agrarbericht 2017" mit dem Schwerpunkt Wasser


Seit 1993 veröffentlicht das AgrarBündnis jährlich mit dem „Kritischen Agrarbericht“ eine Zusammenfassung der agrarpolitischen Debatte.
In 50 Beiträgen von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik werden die agrar­politischen Geschehnisse im Jahr 2016 analysiert und die Weichenstellung für die Zukunft diskutiert.
Die aktuelle Stickstoffdebatte war für uns ein Anlass, den Umgang mit Wasser zum thematischen Schwerpunkt des diesjährigen Agrarberichts zu machen.
Weltweit verbraucht Landwirtschaft 70 Prozent des verfügbaren Süßwassers. Hiervon fließt ein Drittel allein in die Nutztierhaltung.
Aber Landwirtschaft ist nicht nur abhängig von ausreichend Wasser. Auch ein Zuviel an Wasser kann unsere Böden, die Grundlage allen menschlichen Lebens, unwiederbringlich zerstören. Dabei stellt sich die Situation in den Ländern des globalen Südens, wo viele unserer Futter- und Lebensmittel herkommen, allein schon aus klimatischen Gründen anders dar als bei uns. Aber auch hier, im globalen Norden, nehmen im Zuge des Klimawandels Dürren und Wetterkapriolen ebenso wie der Bewässerungsfeldbau rapide zu.
Weltweit betrachtet löst der Kampf um Wasser Kriege aus und ist eine der Ursachen für Migration und Flucht. Zugang zu sauberem Wasser ist ein vielfach missachtetes Menschenrecht.
Neben dem Schwerpunkt wurden Themen, wie die zunehmend prekäre Situation der Milchbauern, oder der anhaltende Streit um die Wiederzulassung von Glyphosat aufgegriffen. Bei all dem geht es letztlich um einen dringend erforderlichen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich geprägten Landwirtschaft. Ausreichend gesunde Lebensmittel fair herstellen: das ist die Herausforderung der Zeit.
Sauberes Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, wird dann quasi zum „Nebenprodukt“ einer solchen Agrarkultur.

Das AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 25 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik mit insgesamt mehr als einer Million Einzelmitgliedern.

Dienstag, 24. Januar 2017

Hofbrief: KW 4


Unser Gemüsebau-Azubi und Teilzeitbäcker Jan absolviert am Mittwoch seine Abschlussprüfung.
Zwei erfahrene Gemüsegärtner kommen auf den Hof und lassen sich
die Struktur von Entrup 119 erklären. Jan muss beweisen, dass er nicht nur das Handwerk beherrscht, sondern auch zeigen, dass er den biologisch-dynamischen Betriebsorganismus durchdrungen und verstanden hat:
Wie hängen die einzelnen Betriebszweige – Pflanzenbau, Tierhaltung, Verarbeitung und Vermarktung – miteinander zusammen? Wie funktioniert der betriebsinterne Düngerkreislauf?
Wie steht der Betrieb wirtschaftlich da? Wie sind die sozialen Strukturen, wie werden Entscheidungen getroffen? Warum wird in Eigentumsfragen so viel Wert auf Gemeinschaft gelegt? Und warum ist neben der Lebensmittelerzeugung auch immer wieder die Bildungsarbeit im Fokus der Bemühungen? Außerdem stellt Jan sein „Gesellenstück“, die Jahresarbeit, vor.
Im letzten Ausbildungsjahr beschäftigen sich die Absolventen der Freien Demeter-Ausbildung in Theorie und Praxis ganz intensiv mit einem Herzensthema, dass sich aus ihrer Arbeit auf den Betrieben ergibt.
Jan hat im letzten Jahr
die Bodenbedeckung mit Untersaaten zwischen den Gemüsereihen ausprobiert (Lebendmulch). Dabei war es ihm ein Anliegen, die Lebendigkeit der Ackerböden zu erhalten und ein Verfahren zu entwickeln, dass auch unter den Bedingungen des Erwerbsgemüsebaus funktionieren kann, wo teilweise wöchentlich gehackt wird und die fruchtbare Bodenkrume oft monatelang ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist. Wir wünschen Jan viel Erfolg bei der Prüfung und sind auch ein wenig stolz, seine Ausbildung im letzten Jahr nach bestem Wissen begleitet zu haben.
Eine weitere spannende Jahresarbeit findet sich im „Hofarchiv“ und kann bei Interesse entliehen werden. 2006 hat der damalige Azubi Michail die Vogelwelt auf und um den Hof untersucht. Gut lesbar und bebildert erlaubt die Arbeit mal einen ganz anderen Blick auf unseren Lieblingshof.

Montag, 5. Dezember 2016

People4Soil: Unterzeichne die Bürgerinitiative für den Bodenschutz in Europa!


(ein Beitrag von Jakob Sehmsdorf)
Heute ist Weltbodentag. Aber es gibt noch kein europäisches Gesetz, dass den Boden schützt!
Damit sich das ändert, haben sich über 400 Organisationen in ganz Europa vereint und eine Europäische Bürgerinitiative gestartet. Sie trägt den Titel People4Soil.
Landwirtschaft – auch solidarische Landwirtschaft – kann auf Dauer nur gelingen, wenn wir um unsere Böden Sorge tragen.
Daher ist auch das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft Mitträger von People4Soil.
Bitte unterzeichne auch du noch heute die Bürgerinitiative und RETTE DEN BODEN MIT DEINER UNTERSCHRIFT!
Du findest die Petition
und weitere Informationen unter https://people4soil.eu/deDas Unterschriftenliste zum Ausdrucken und Auslegen gibt es unter https://drive.google.com/file/d/0B4Yr47bijFX-LTFwSzUxZTVEazg/view?usp=sharing.
Liebe Grüße,
Jakob

PEOPLE4SOIL

Der Boden ist eine wesentliche, begrenzte, nicht-erneuerbare und unersetzbare Ressource: Das Wohl der jetztigen und der zukünftigen Generationen hängt von der Gesundheit des Bodens ab. People4soil ist ein freies und offenes Netz von europaischen NGOs, Forschungsinstituten, Bauernverbänden und Umweltschutzgruppen. Wir wollen, dass Europa den Boden als ein wesentliches Gemeingut für unser Leben anerkennt.

Dienstag, 16. August 2016

Hofbrief: KW 33


Jeder hat die Zahlen schon mal gehört: Täglich gehen der Landwirtschaft in Deutschland über 80 Hektar Land durch Umwandlung in Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren. Städte wachsen in die Breite, das Straßennetz wird ausgebaut, viel fruchtbarer Boden wird mit Asphalt und Beton versiegelt.
Unser Hof liegt 5 km von der nächsten größeren Siedlung entfernt und ist somit bisher noch nicht von der Problematik berührt worden. Allerdings bewirtschaften wir für die Winterfuttergewinnung hofferne Flächen, unter Anderem zwei kleine Wiesen am Bahnhofshügel in Altenberge.
Dort sollen im Laufe der nächsten Wochen die Bagger anrücken. Bereits im Mai hat der Rat der Stadt Altenberge dem Bau eines Kindergartens und eines Mehrfamilienhauses zugestimmt. Mittelfristig sollen auch weitere Gebäude errichtet werden.
Es ist keine große Fläche, die wir verlieren (0,8ha von 30ha Gesamtbetriebsfläche), und doch ist es schmerzhaft mitzuerleben, wenn Boden, der die Schafe über Jahre ernährt hat, überbaut wird und verloren geht.

Dienstag, 23. Februar 2016

Bio macht Boden gut - Ausstellung und Seminar im Hofcafé


Ausstellung im Hofcafé
Initiative Entrup 119 e.V.
Entrup 119
48341 Altenberge
26./27. Februar 2016
während der Hofladenöffnungszeiten
Freitag 14.30 – 18.30 Uhr
Samstag 09.30 – 13.00 Uhr
Haben Bioprodukte eine geringere Klimabilanz als konventionelle Erzeugnisse? Wie viel Kohlenstoff speichern biologisch bewirtschaftete Böden? Durch welche Methoden des Ökolandbaus lässt sich CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entziehen? Diese und weitere Informationen liefern die neuen Infoposter der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) zum Thema Boden und Klimaschutz im Ökolandbau.
Erhalt und Ausbau der Bodenfruchtbarkeit sind zentrale Merkmale der biologischen Landwirtschaft. Nicht nur als Lebensgrundlage der Menschheit und als Kapital jedes landwirtschaftlichen Betriebes, sondern auch in Sachen Klimaschutz erfüllen die Böden eine zentrale Rolle. Zum "Internationalen Jahr der Böden" (2015) rückt die SÖL mit insgesamt acht Infopostern den Boden in den Mittelpunkt der Klimadebatte. Nach den Ozeanen sind Böden der größte Kohlenstoffspeicher der Erde. Die anschaulichen Infografiken weisen auf die Bedeutung der Böden zur Klimaregulierung hin und zeigen die Vorteile unter ökologischer Bewirtschaftung auf.
Kurzseminar „Boden- und Klimaschutz“
Samstag, 27. Februar 2016, 15 bis 17 Uhr
  • Was ist Boden?
  • Kohlenstoffkreislauf, CO2 und andere „Klimagase“
  • Vom Nutzen der Tierhaltung
  • Vergleich verschiedener Landbausysteme
  • Flächenverbrauch und Bodenversieglung
zum Seminar bitten wir um Anmeldung

Dienstag, 16. Februar 2016

Hofbrief: KW 7


(Beitrag von Christiane)
Im Schafstall ist zur Zeit ein reges Treiben. 70 von 100 Schafen haben schon gelammt und über 100 Lämmer springen durch den Stall.
Die Schafe, die schon gelammt haben, gehen morgens und abends in den Melkstand und wir melken die Milch ab, die die Lämmer übrig gelassen haben. Da kommt noch nicht sehr viel zusammen, aber schon soviel, dass wir regelmäßig Milch verarbeiten können und schon Joghurt, Hirtenkäse, Camembert und Frischkäse hergestellt haben.
Lasst es Euch schmecken.
Am Wochenende kommt eine interessierte Familie für unsere Käserei, die wir nach dem Weggang von Nathalie im Dezember personell neu besetzen müssen. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Neubesetzung bald geschehen würde, damit wir arbeitsmäßig entlastet werden.
In der Gärtnerei finden die ersten Aussaaten fürs Frühjahr statt, wenn die Witterung auch noch eher winterlich ist.
Bis jetzt war der Winter sehr nass bei uns und wir hoffen, dass es bald abtrocknet und wir mit den Pflegearbeiten auf den Äckern und dem Grünland beginnen können.
(Beitrag von Christiane)

Dienstag, 9. Februar 2016

Hofbrief: KW 6


Um Biolebensmittel anbauen und erzeugen zu können, braucht man natürlichen Boden. In Deutschland gehören nur 39% der landwirtschaftlichen Nutzflächen den Landbewirtschaftern. 60 Prozent der Äcker und Wiesen sind somit gepachtet - zu einem seit Jahren stetig und nicht unwesentlich steigenden Pachtpreis. Der Zugang zu der Ressource Boden wird also zunehmend zu einem Produktionsfaktor, der über den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs entscheiden kann.
Zu diesem Thema verweisen wir auf folgende Veranstaltung:
Explosion der Pachtpreise – auf wessen Kosten?“ - veranstaltet vom „Ökumenische Runden Tisch Kirche und Landwirtschaft“ am Dienstag, dem 16. Februar, um 18.00 Uhr imGrünen Zentrum“ in Saerbeck.
Am Freitag (12.02.) zeigen wir um 19 Uhr in unserem Hofcafé den Film „Die Strategie der krummen Gurken“.
Die GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie Mit-Anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts.
Dieser Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen: Die Strategie der krummen Gurken
Hört sich ein wenig nach einem bekannten CSA-Projekt im Münsterland an, oder?
In einem Nachgespräch wollen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der GartenCoop und Entrup119 aufdecken und Themen wie Saisonalität in der Ernährung oder Verteilung der Risiken der Landwirtschaft diskutieren.
Der Eintritt ist frei.
Mittlerweile haben über 50 Schafe gelammt. Obwohl die Lämmer noch ganztags bei ihren Müttern sind, bleiben für uns trotzdem noch 40 Liter Milch am Tag über, sodass die Milchverarbeitung wieder in Gang kommt.
Hier beschäftigen wir uns aktuell mit dem Konzept des Mehrwegsystems. Trotz mehrmaliger Aufrufe an dieser Stelle ist die Rücklaufquote von Joghurt- und Frischkäsegläschen noch zu gering. Wir mussten im Laufe des Wirtschaftsjahres mehrfach Gläser und Deckel nachordern – ein Posten, den alle Teilnehmer über den Monatsbeitrag mitgetragen haben.
Günstiger wäre da die Einwegverpackung – oder mehr Aufmerksamkeit bei der Rückgabe – oder vielleicht das Abfüllen in mitgebrachte Behälter direkt im Depot?
Für Meinungen und innovative Ideen wären wir sehr dankbar.

Montag, 8. Februar 2016

Wem gehört der Boden? - Explosion der Pachtpreise


Um Biolebensmittel anbauen und erzeugen zu können, braucht man natürlichen Boden. In Deutschland gehören nur 39% der landwirtschaftlichen Nutzflächen den Landbewirtschaftern. 60 Prozent der Äcker und Wiesen sind somit gepachtet - zu einem seit Jahren stetig und nicht unwesentlich steigenden Pachtpreis. Der Zugang zu der Ressource Boden wird also zunehmend zu einem Produktionsfaktor, der über den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs entscheiden kann.
Zu diesem Thema verweisen wir auf folgende Veranstaltung und auf die unten aufgeführten Internetlinks:

Wie geht die Kirche mit Pachtland um?

Veranstaltung des Ökumenischen Runden Tisches

Böden sind die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie speichern Kohlenstoff, Nährstoffe und Wasser und sind die Basis für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen.
In vielen Stellungnahmen fordern die Kirchen deshalb einen (schöpfungs-)verantwortlichen Umgang mit der Ressource Boden. Werden die Kirchen als Verpächterinnen landwirtschaftlicher Nutzflächen diesem Anspruch gerecht?

"Explosion der Pachtpreise – auf wessen Kosten?" - Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der der Ökumenische Runde Tisch "Kirche und Landwirtschaft Münsterland und Tecklenburger Land" am Dienstag, 16. Februar, um 18 Uhr ins "Grüne Zentrum" nach Saerbeck einlädt.
Als Referenten werden unter anderem der Generalvikar des Bistums Münster, Norbert Kleyboldt, und der Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg, André Ost, erwartet.
Mit der Veranstaltung will der Runde Tisch über die Lage im Münsterland informieren und Kriterien
für einen schöpfungs- und sozialverträglichen Umgang mit Kirchenland diskutieren.


mehr Infos zu der Veranstaltung unter: http://www.kircheundgesellschaft.de/fileadmin/Dateien/Fachbereich_III/PDF_Flyer/Programm_Pachtpreise_20160216.pdf
...und zum Thema: 

Dienstag, 26. Januar 2016

Termine in 2016




Diese Liste wird nach bestem Wissen erstellt. Dennoch halten wir uns kurzfristige Änderungen und Ergänzungen offen.
  • Samstag, 6. Februar, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“
  • Samstag, 6. Februar, ab 15.00 Uhr: Jahresversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
  • Freitag, 12. Februar, ab 19.00 Uhr: Filmabend „Die Strategie der krummen Gurken“
  • Samstag, 27. Februar, ab 15.00 Uhr: Kurzseminar „Boden- und Klimaschutz durch Biolandwirtschaft“
  • Samstag, 5. März, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag „Bau eines Insektenhotels“
  • Samstag, 26. März: Osterfeuer
  • Samstag, 2. April: Mitmachtag „Kartoffel pflanzen" ab 10.00 Uhr
  • Samstag, 9. April: Mitgliederversammlung Verein
  • Samstag, 16. April, ab 15.00 Uhr: Hofbegehung
  • Sonntag, 1. Mai, 11.00 bis 17.00 Uhr: Hoffest „Tag des Schafes“
  • Samstag, 7. Mai, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag
  • Samstag, 2. Juni, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag
  • Samstag, 4. Juni, 11.00 bis 20.00 Uhr: „Tag der Nachhaltigkeit“ in Münster; wir sind beim Markt der Möglichkeiten (Servatiplatz) vertreten
  • Sonntag, 19. Juni, ab 14.00 Uhr: CSA-Jahresversammlung
  • Samstag, 25. Juni, ab 15.00 Uhr: Hofbegehung
  • Samstag, 2. Juli, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag „Jäten“
  • Samstag, 10. September, ab 15.00 Uhr: Hofbegehung
  • Sonntag, 25. September, ab 11.00 Uhr: CSA-Erntedankfest
  • Freitag, 30. September: Altenberger Apfelfest mit dem BUND und der mobilen Saftpresse
  • Samstag, 5. November, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag „Sauerkraut“
  • Sonntag, 3. Dezember, ab 10.00 Uhr: Nikolausfrühstück
Stand: 29.01.2016

Hofbrief: KW 4


Für das laufende Jahr 2016 haben wir eine Reihe von Terminen zusammengestellt, darunter Mitmachtage, Hoffeste, eine Filmvorführung, Hofbegehungen, aber auch „ernste“ Versammlungen. Die nächsten Veranstaltungen sind folgende:
  • Samstag, 6. Februar, ab 10.00 Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“
  • Samstag, 6. Februar, ab 15.00 Uhr: Jahresversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
  • Freitag, 12. Februar, ab 19.00 Uhr: Filmabend „Die Strategie der krummen Gurken“
  • Samstag, 27. Februar, ab 15.00 Uhr: Kurzseminar „Boden- und Klimaschutz durch Biolandwirtschaft“
Im Internet könnt Ihr schon jetzt die komplette Auflistung finden. Demnächst gibt es auch Handzettel für Alle zum Mitnehmen.
Weil die Anzahl der Mitglieder unserer CSA-Gemeinschaft schon seit Jahren stagniert, würden wir gerne für das kommende Wirtschaftsjahr 2015/2016 das Konzept der „Einheit“ bzw. des Ernteanteils überdenken. Immer wieder gibt es Anfragen in die Richtung, ob man nicht auch die halbe Produktmenge beziehen könnte oder ob nicht auch ein reiner Gemüseanteil denkbar sei... Müssen wir flexibler werden und uns mehr auf die unterschiedlichen Verzehrgewohnheiten und Lebensumstände der Gemeinschaftler einstellen? Oder ist es wichtiger, sich vor Augen zu halten, dass man nicht für die Produkte bezahlt, sondern dem landwirtschaftlichen Betrieb ein sicheres Wirtschaften ermöglicht?
Diese Fragen würden wir gerne bei einem offenen Ideenaustausch mit Euch diskutieren. Wer dazu eigene Überlegungen hat, kann diese gerne schon jetzt mitteilen, ansonsten wollen wir uns im März oder April – der genaue Termin wird noch bekannt gegeben – zu einem Austausch treffen, um die Ideen gut durchdacht bei der CSA-Versammlung im Juni vorzustellen.