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Donnerstag, 21. April 2022

Raus auf die Weide...

Hofbrief: KW 16 

Das Thema Mehrweg-Verpackungen beschäftigt uns leider noch immer: Wir füllen Joghurt, Quark und Frischkäse-Zubereitungen stets in Mehrweg-Gläser ab, um Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Leider finden noch immer zu wenig Gläser den Weg zum Hof zurück. Das ist schade und eine große Verschwendung, denn die Ökobilanz von Glas wird erst nach mehrfacher Benutzung positiv. Außerdem kostet uns ein Gläschen mit Deckel ca. 50 Cent im Einkauf – zu teuer für ein Wegwerfprodukt. Das Geld könnten wir viel sinnvoller investieren.

Deshalb bitte ganz einfach bei der Abholung die Gläschen von letzter Woche mit ins Depot bringen!

Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert. Die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau leuchten im Sonnenschein. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. In den Obstbäumen wird fröhlich gebrummt und Nektar gesammelt.

Die diesjährigen Lämmer dürfen seit einigen Wochen stundenweise auf die Weide. Zunächst sind sie nah am Hof in geschützer Umgebung. Sie lernen als Herde auf die Wiese und zurück zu laufen. Auch der Elektrozaun ist neu für sie: Er markiert die Grenze und es tut nur weh, wenn sie den Zaun berühren – ein Schritt zurück, und sie können wieder in Ruhe fressen.
Am Mittwoch geht es dann raus in die Welt – im großen Viehanhänger bringen wir die Lämmer auf eine unserer verstreuten Pachtflächen. Dort können sie dann Tag und Nacht nach Herzenslust grasen. Wenn eine Weide leer gefressen ist, bringen wir sie auf eine Neue. Was will Lamm mehr?

Dienstag, 9. Februar 2016

Hofbrief: KW 6


Um Biolebensmittel anbauen und erzeugen zu können, braucht man natürlichen Boden. In Deutschland gehören nur 39% der landwirtschaftlichen Nutzflächen den Landbewirtschaftern. 60 Prozent der Äcker und Wiesen sind somit gepachtet - zu einem seit Jahren stetig und nicht unwesentlich steigenden Pachtpreis. Der Zugang zu der Ressource Boden wird also zunehmend zu einem Produktionsfaktor, der über den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs entscheiden kann.
Zu diesem Thema verweisen wir auf folgende Veranstaltung:
Explosion der Pachtpreise – auf wessen Kosten?“ - veranstaltet vom „Ökumenische Runden Tisch Kirche und Landwirtschaft“ am Dienstag, dem 16. Februar, um 18.00 Uhr imGrünen Zentrum“ in Saerbeck.
Am Freitag (12.02.) zeigen wir um 19 Uhr in unserem Hofcafé den Film „Die Strategie der krummen Gurken“.
Die GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie Mit-Anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts.
Dieser Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen: Die Strategie der krummen Gurken
Hört sich ein wenig nach einem bekannten CSA-Projekt im Münsterland an, oder?
In einem Nachgespräch wollen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der GartenCoop und Entrup119 aufdecken und Themen wie Saisonalität in der Ernährung oder Verteilung der Risiken der Landwirtschaft diskutieren.
Der Eintritt ist frei.
Mittlerweile haben über 50 Schafe gelammt. Obwohl die Lämmer noch ganztags bei ihren Müttern sind, bleiben für uns trotzdem noch 40 Liter Milch am Tag über, sodass die Milchverarbeitung wieder in Gang kommt.
Hier beschäftigen wir uns aktuell mit dem Konzept des Mehrwegsystems. Trotz mehrmaliger Aufrufe an dieser Stelle ist die Rücklaufquote von Joghurt- und Frischkäsegläschen noch zu gering. Wir mussten im Laufe des Wirtschaftsjahres mehrfach Gläser und Deckel nachordern – ein Posten, den alle Teilnehmer über den Monatsbeitrag mitgetragen haben.
Günstiger wäre da die Einwegverpackung – oder mehr Aufmerksamkeit bei der Rückgabe – oder vielleicht das Abfüllen in mitgebrachte Behälter direkt im Depot?
Für Meinungen und innovative Ideen wären wir sehr dankbar.

Freitag, 4. September 2015

Mehrweg statt Verpackungsmüll

Eine Erinnerung zum Thema Leergut: Alle Gläser, die wir zum Abfüllen unserer Produkte verwenden, sind Mehrweggläser. Deren Anschaffung kostet selbstverständlich auch Geld. Weil im Augenblick deutlich weniger zurück zum Hof gelangt, als abgefüllt wird, bitten wir darum, die Gläser gespült und mit Verschluss zeitnah zurück zu bringen.