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Freitag, 19. April 2024

Rekordverdächtig...

Hofbrief: KW 16 

Ein Wärmerekord jagt den nächsten – erst der warme Herbst, dann der Winter mit nur einer frostigen Woche, und jetzt der ungewöhnlich frühe Frühling, der uns mit sommerlichen Temperaturen verwöhnt, nur um dann wieder und wieder Regen zu bringen.

Das Aprilwetter lässt nur sehr kurze Zeitfenster für Bodenbearbeitung und Aussaaten im Freiland. Mal ist der Acker zu nass, dann wieder fast befahrbar, und dann regnet es doch wieder. Was wird aus der Haferaussaat? Wann können die Lämmer endlich ganztags auf die Weide? Wann können wir endlich die vielen fertigen Setzlinge pflanzen? Wir Menschen legen die Stirn in Sorgenfalten.
Zugleich
leuchten die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau umso klarer. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. Die Obstbäume sind übersät von tausenden von Blüten. Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert.

Termine:

  • Sa., 20. April, 10 – 13 Uhr:
    Mitmachtag in den Folientunneln
    Wir pflanzen Stangenbohnen, Spitzkohl, Rucola und Frühlingszwiebeln. Bei reger Teilnahme sind weitere Aufgaben vorhanden ;-). Eure Anmeldung erleichtert die Planung: https://terminplaner6.dfn.de/p/d894079d0acacf5a0e7295c56365dce6-682351

  • Sa., 27. April, 14 Uhr:
    Demo „Wir haben es satt“ für eine nachhaltige und
    soziale Landwirtschaft –
    Treffpunkt und Start der Demoroute in Münster in der Stubengasse.
    Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt-muenster.de
    Vom Hof planen wir eine Anreise mit Fahrrad und freuen uns, wenn Du Dich dem Fahrradkorso anschließt. Gerne per Mail abstimmen: mail@entrup119.de

Freitag, 28. April 2023

Saisonbeginn - und gleich alle Hände voll zu tun

Hofbrief: KW 17 

Am vergangenen Samstag haben wir mit Unterstützung von neun Menschen ca. 5000 Setzlinge gepflanzt – diverses Frühgemüse, darunter Salat, Mangold, Spinat, Bundzwiebeln und Dicke Bohnen. Vielen Dank!

Diese Woche muss unser neuer Folientunnel fertig werden. Nach den zwei Nächten mit Bodenfrost wollen wir die ersten Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen einpflanzen. Die beliebten Fruchtgemüsesorten sind leider kälteempfindlich. Da wir ohne Heizung im Gewächshaus auskommen, pflanzen wir sie erst Ende April, wenn die Wahrscheinlichkeit von Frostnächten abnimmt. Dann müssen wir uns bis zur ersten Gurkenernte noch fünf Wochen gedulden, bis zur Tomatenernte noch neun Wochen. Dafür schmecken die lang-ersehnten, sonnengereiften Früchte des Sommers umso besser!

Folgende Empfehlung schickt uns das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, um in der Zwischenzeit den Speiseplan zu bereichern:

Es grünt so grün und blüht und summt der Frühling. Wir hoffen ihr seid auch in der etwas magereren Zeit gut versorgt, in der die Lager allmählich leer werden und die Früchte erst reifen. Umso mehr gibt uns in dieser Zeit leckeres frisches Grün Kraft. Wildkräuterinfos passend zur Jahreszeit gibt es auf dieser inspirierenden Seite: https://unkrautgourmet.blogspot.com/p/blog-page.html
Ein Video über einen gelungenen Wildkräutersalat gibt es hier: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/trends-service/diy-rezepte/23036.html
Guten Appetit!“

Termine:

  • Sa., 29. April, 10.00 – 13.00 Uhr:
    Ackertag „Gemüse hacken“ –
    Die ersten Freiland-Pflanzungen sind gut angewachsen – diesmal ganz ohne Beregnung, denn nach zig Jahren hat uns der April mal wieder ein paar mehr Regentage gebracht. Auch die lieben Beikräuter sind gut gekeimt. Wir haben jetzt die Chance, rechtzeitig die Kulturen zu hacken und uns viele Stunden beim Jäten zu ersparen. Bitte um Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/MYMRM8f1oJTk4Ke6

  • Sa., 06. Mai und Sa., 13. Mai, 10.00 – 13.00 Uhr:
    Hofverschönerungstage
    Bei den vielen Baustellen diesen Winter wurde der Hof gründlich auf den Kopf gestellt. Auch im täglichen Arbeitstrott ist die eine oder andere Ecke unaufgeräumt geblieben. An den zwei Frühlingssamstagen wollen wir fegen, Blumenbeete jäten, Fenster putzen und Platz schaffen für das Hoffest. Bitte verbindlich anmelden: https://nuudel.digitalcourage.de/tGXHqhwTSn3E3C55

  • So., 14. Mai, 11.00 – 17.00 Uhr:
    Hoffest zu Muttertag

Donnerstag, 28. April 2022

Ach Du grüne Neune! - Zeit für frisches Grün...

Folgende Empfehlung erreichte uns jüngst über das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft:

Es grünt so grün und blüht und summt der Frühling. Wir hoffen ihr seid auch in der etwas magereren Zeit gut versorgt, in der die Lager allmählich leer werden und die Früchte erst reifen. Umso mehr gibt uns in dieser Zeit leckeres frisches Grün Kraft.

Wildkräuterinfos passend zur Jahreszeit gibt es auf dieser inspirierenden Seite:
https://unkrautgourmet.blogspot.com/p/blog-page.html

Ein Video über einen gelungenen Wildkräutersalat gibt es hier: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/trends-service/diy-rezepte/23036.html


Guten Appetit!“

Donnerstag, 21. April 2022

Raus auf die Weide...

Hofbrief: KW 16 

Das Thema Mehrweg-Verpackungen beschäftigt uns leider noch immer: Wir füllen Joghurt, Quark und Frischkäse-Zubereitungen stets in Mehrweg-Gläser ab, um Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Leider finden noch immer zu wenig Gläser den Weg zum Hof zurück. Das ist schade und eine große Verschwendung, denn die Ökobilanz von Glas wird erst nach mehrfacher Benutzung positiv. Außerdem kostet uns ein Gläschen mit Deckel ca. 50 Cent im Einkauf – zu teuer für ein Wegwerfprodukt. Das Geld könnten wir viel sinnvoller investieren.

Deshalb bitte ganz einfach bei der Abholung die Gläschen von letzter Woche mit ins Depot bringen!

Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert. Die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau leuchten im Sonnenschein. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. In den Obstbäumen wird fröhlich gebrummt und Nektar gesammelt.

Die diesjährigen Lämmer dürfen seit einigen Wochen stundenweise auf die Weide. Zunächst sind sie nah am Hof in geschützer Umgebung. Sie lernen als Herde auf die Wiese und zurück zu laufen. Auch der Elektrozaun ist neu für sie: Er markiert die Grenze und es tut nur weh, wenn sie den Zaun berühren – ein Schritt zurück, und sie können wieder in Ruhe fressen.
Am Mittwoch geht es dann raus in die Welt – im großen Viehanhänger bringen wir die Lämmer auf eine unserer verstreuten Pachtflächen. Dort können sie dann Tag und Nacht nach Herzenslust grasen. Wenn eine Weide leer gefressen ist, bringen wir sie auf eine Neue. Was will Lamm mehr?

Donnerstag, 22. April 2021

Hofbrief: KW 16 - Wenn die Schwalben wiederkommen, bleibt wenig Zeit zum schreiben...

Letzte Woche sind die ersten Schwalben bei uns angekommen.
Noch ist für die fleißigen Vögel wenig Nahrung vorhanden: Die Heerscharen von Mücken und Fliegen schlüpfen und kriechen erst aus ihren Winterquartieren, wenn es etwas wärmer wird.

Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert. Die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau leuchten im Sonnenlicht. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. In den Obstbäumen wird fröhlich gebrummt und Nektar gesammelt.

Die Milchschafherde futtert sich genüsslich durch die jungen Triebe der Gräser und Kräuter. Die kühlen Temperaturen in diesem Frühjahr finden die Schafe sowieso sehr angenehm. Der Spätwinter hat etwas mehr Feuchtigkeit im Boden hinterlassen, als in den vergangenen Jahren. Hoffentlich gibt das einen üppigen Aufwuchs auf den Weiden!

Auf den Feldern ist der Futterhafer gekeimt und wächst jetzt los. Auf dem Gemüseacker pflanzen wir Zwiebeln und diverse Kohlsorten. In den Folientunneln werden demnächst die ersten Sommersalate reif, dazu Stielmus und Spinat. Nächste Woche pflanzen wir schon die ersten Zucchini, Bohnen und Gurken.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Hofbrief: KW 23 - Jäten stiftet Gemeinschaft


Auf den Gemüsefeldern wächst es jetzt rasant.
Zwischen, neben, unter und über den Gemüsepflanzen keimen, wachsen, wuchern tausende und abertausende Beikräuter. Das ist auch gut so, denn sie schützen die Bodenoberfläche vor der austrocknenden Sommersonne. Beikräuter bringen Vielfalt auf den Acker, sind oft die einzigen Blühpflanzen weit und breit und bieten diversen Insekten Lebensraum und Nahrung.
Dennoch müssen wir regulierend in das Wachstum der Wildkräuter eingreifen, damit die Gemüsepflanzen sich zwischen ihren wilden Nachbarn behaupten können. Zwischen den Gemüsereihen hacken wir mit pferdegezogenen Geräten, in der Reihe ist die Handhacke angesagt. Dort aber, wo wir mit dem Hacken nicht hinterher kommen, hilft am Ende nur noch das zeitintensive Jäten, um dem Gemüse wieder ausreichend Platz zu verschaffen.
Jäten in der Sommerhitze kann anstrengende Arbeit sein...
...man
kann dabei aber auch zur Ruhe kommen, mit seinen Mitjätenden plaudern, die vielen verschiedenen Wildkräuter und diverses kriechendes Getier kennenlernen. Den Boden unter den Füßen spüren, dem Vogelgesang lauschen – dafür muss man woanders Geld hinlegen.
Wir freuen uns jedes Mal sehr, wenn wir Mitstreiter beim Jäten haben. Gemeinsam schafft mensch mehr. Und die Vorfreude auf die Ernte verbindet – selten lassen sich die positiven Auswirkungen der Arbeit so unmittelbar erleben: Ein gut gepflegtes Beet bringt meistens eine reichere Ernte.
Deshalb sei an dieser Stelle
ein großes Danke ausgesprochen an Alle, die in den letzten Wochen die Initiative ergriffen und uns ihre Mithilfe bei der Feldarbeit angeboten haben!
Termine:
Die CSA-Jahresversammlung findet wahrscheinlich als Videokonferenz statt – da arbeiten wir gerade an einem Konzept und auch die Technik ist für die meisten Menschen vom Hof Neuland.
An dieser Stelle bekommt Ihr sofort Bescheid, wenn wir G
enaueres wissen.

Donnerstag, 16. April 2020

Hofbrief: KW 16 - Schwalben, Frühlingsboten, Lämmer auf der Weide


Seit einer Woche sind die ersten Schwalben bei uns angekommen.
Der Tisch für die fleißigen Vögel ist gedeckt: Bei dem warmem Wetter gibt es bereits viele Mücken und Fliegen – frisch geschlüpft oder aus ihren Winterquartieren gekrochen umschwirren sie uns bei der Stallarbeit und ärgern die Tiere auf der Weide.
Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert. Die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau leuchten im Sonnenlicht. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. In den Obstbäumen wird fröhlich gebrummt und Nektar gesammelt.
Die diesjährigen Lämmer dürfen seit einigen Tagen stundenweise auf die Weide. Zunächst sind sie nah am Hof in geschützer Umgebung im Obstgarten. Sie müssen jetzt lernen als Herde auf die Wiese und zurück zu gehen. Auch der Elektrozaun ist neu für sie: Er markiert die Grenze und es tut nur weh, wenn sie den Zaun berühren – ein Schritt zurück, und sie können wieder in Ruhe grasen.
Termine:
Die nächsten öffentlichen Termine lassen wir ausfallen. Betroffen sind zunächst die Hofbegehung Mitte April und die Mitmachtage Anfang Mai.
Auch
das traditionelle Hoffest, der „Tag des Schafes“ findet dieses Jahr nicht statt.
An dieser Stelle bekommt Ihr sofort Bescheid, wenn wir wieder Veranstaltungen durchführen können!

Donnerstag, 4. Juli 2019

Jäten macht glücklich!

(ein Beitrag von Dirten)

Bericht einer CSA-lerin mit Zeit
Die kürzeste Verbindung zwischen unseren Tellern und unserer Nahrung ist ja bekanntlich Entrup119. Die etwas längere Verbindung zwischen meinem theoretischen Wissen „Jetzt im Sommer wächst alles wie verrückt“ und meinem praktischem Tun „Weg mit der Distel, Freiheit fürs Gemüse!“  wurde durch unsere diesjährige CSA-Versammlung hergestellt. Denn eins wurde mir während unseres Treffens im Mai deutlich: Der Hof braucht helfende Hände. Und Unkraut jäten geht immer. Also habe ich mich im Juni an zwei Vormittagen in der Woche als tapfere Kämpferin gegen das Unkraut in die Schlacht geschmissen. (Völlig falsche Einstellung natürlich, das sind alles Beikräuter, einige von ihnen wahnsinnig gesund und nährstoffreich…)
Ob Bei-, Wild- oder Unkraut, gegen die Mengen an Biomasse in der Ackerrille kommt das Gemüse jedenfalls nicht an. Also zog ich zusammen mit Langzeitpraktikantin und Waldorfschülern gegen die ungebetenen Nachbarn zu Felde (schon wieder diese kriegerische Haltung, ich muss noch an mir arbeiten). Bei meinem ersten Einsatz herrschte wahnsinnige Hitze (Klimawandel! Nicht auszuhalten! Knochentrockener Boden! Alles wird verdorren! Was soll nur werden? Ich will nach Hause unter die Dusche! Vermutlich erleide ich gleich einen Hitzschlag!). Irgendein Wetter ist ja immer und bei mir führten die Temperaturen zu einem sehr gemächlichen Arbeitstempo, was wiederum verhütete, dass ich allzu viele Gemüsepflanzen ausriss. Es ist halt nichts so schlecht, dass es nicht für irgendetwas gut ist (alte Bauernweisheit J)
Was soll ich sagen, Feldarbeit ist in gewisser Weise bewusstseinserweiternd: Nach einer Weile schärft sich der Blick - Buschbohne und Franzosenkraut sind wirklich komplett verschiedene Gewächse! Auf dem Hintern sitzend Unkraut zupfen ist zwar gänzlich unelegant, aber extrem gemütlich. Und dass ein tiefer Schluck aus der Wasserflasche ein schlechtes Gewissen gegenüber den Gemüsepflanzen zur Folge hat, ist nur ein ganz bisschen plemplem, nach drei Stunden Unkraut jäten fühlt man sich den tapferen Gemüsepflanzen doch irgendwie verbunden.
Das mit der Hitze blieb auch beim nächsten Einsatz so, und wieder ging es um Buschbohnen und ihre übermächtigen Nachbarn. Ort des Geschehen die Ackerfläche Tischenkamp. Diesmal allerdings ganz ohne Disteln, dafür mit mehr Steinen und Schutt im Boden. Und irgendwie  fühlte sich die Konsistenz der Krume anders an als auf dem Pappelacker. (Ich muss Alex mal fragen, ob ich mir das eingebildet habe oder ob die Böden der Ackerflächen wirklich verschieden sind).
Bei meinem vorerst letzten Termin haben wir kistenweise Frühlingszwiebeln geputzt und hübsch gebündelt. Dauert zu viert fast zwei Stunden, ist halt alles Handarbeit auf diesem wunderbaren Hof. Danach kehrte ich quasi zum Anfang zurück: Ab auf den Pappelacker, Buschbohnen ernten! Dahin, wo ich vor drei Wochen bei glühender Hitze Unkraut beseitigt hatte. Eimerweise ernteten wir nun köstliche Bohnen, was ein erhebendes Gefühl. Merke: Die kürzeste Verbindung zwischen reicher Ernte und Glücksgefühlen ist Unkrautjäten – hat bei mir wunderbar geklappt.

(ein Beitrag von Dirten)

Mittwoch, 19. Juni 2019

Hofbrief: KW 25


Am vergangenen Samstag fand bei uns die diesjährige CSA-Jahresversammlung statt.
Mit einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr eröffnete Christiane die Sitzung. Sie sprach einen großen Dank an Alle aus, die mit einem freiwilligen Zusatzbetrag den Heuzukauf für den vergangenen Winter ermöglicht haben, nachdem im trockenen Sommer 2018 nicht ausreichend Heu auf dem Hof geerntet werden konnte. Auch die hohe Wasserrechnung für die Gemüsebewässerung kam zur Sprache und unsere Absicht, Brunnenwasser zu erschließen bzw. Niederschlagswasser zu speichern. Erfreulich fiel der Blick auf das diesjährige Hoffest aus mit vielen gutgelaunten Besuchern und einem guten Erlös für die Initiative Entrup 119 e.V. Auch die CSA Mitgliederzahlen haben sich sehr positiv entwickelt.
Im Anschluss wurde kontrovers diskutiert, ob es erforderlich sei, dass alle Teilgeber bspw. 4 oder 6 Stunden im Jahr auf dem Hof mitarbeiten sollten, um die Stammbelegschaft zu entlasten und lange aufgeschobene Projekte zu ermöglichen. Anlass war das eher geringe Interesse an den Mitmachsamstagen zu Monatsanfang. Während das Votum eher gegen die verpflichtende Mitarbeit tendierte, konnten wir einige Ideen mitnehmen, um die Mitarbeit auf dem Hof attraktiver zu machen. Wir stellen u.A. eine Liste von Aufgaben zusammen, die Freiwillige zu jeder Tages- und Nachtzeit selbstständig erledigen können – damit sich Jede und Jeder ganz flexibel und nach Interesse einbringen kann.
Auch das Thema Streuobstwiese in Kümper beschäftigte die Gemüter: Wir haben seit einigen Jahren die Wiese mit ca. 30 Obstbäumen, Kirschen, Zwetschgen, Apfel- und Birnbäumen gepachtet. Leider gelingt es zeitlich überhaupt nicht, die Bäume fachgerecht zu schneiden. Auch weil der Druck von Verpächterseite gestiegen ist, wollen wir den Obstbaumschnitt an eine Fachfirma vergeben. Gut gepflegte Obstbäume machen länger Freude, bringen eine reichere Ernte und auch geschmackvollere Früchte.
Eine ausführliche Mitschrift von der Versammlung wird demnächst veröffentlicht.
Termine:
  • Mo., 24. Juni, 18 Uhr:
    Kräuterspaziergang „Magische Johanniskräuter“

    mit Silke Flotho-Westrup,
    max. 15 Teilnehmer, 10 €,
    Anmeldung:
    cafegierschundco@freenet.de oder 0176-70009604
  • Fr., 28. Juni, 15:30 – 17:30 Uhr:
    Natur erkunden „Willkommen im Wald“

    mit Heike Maria Schwahn
    Wir erforschen gemeinsam, was der Wald an Möglichkeiten für Spiel, Erfahrungen und Entdeckungen birgt. Für Familien mit Kindern ab dem Laufalter bis 8 Jahren. Familienpreis 15 €.
    Anmeldung bis 12 Uhr am Veranstaltungstag:
    heikemariaschwahn@online.de

Donnerstag, 13. Juni 2019

Hofbrief: KW 24


Immer wieder hört man vom Bienen- oder Insektensterben als Indikator für einen Verlust der Biotopvielfalt, sprich der kleinteiligen und vielfältigen Lebensräume in der Natur. Als wesentliche Ursache dafür wird die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft genannt. Die Ackerschläge werden immer größer, um große Maschinen effizient betreiben zu können, Wiesen fallen dem Maisanbau zum Opfer. Pestizide machen reinen Tisch auf dem Acker – zugunsten einer Ertragsmaximierung bei der angebauten Frucht wird die Vielfalt weggespritzt.
Selbstredend ist auch die heile Welt des Bioanbaus ein Ideal, dass wir anstreben und doch nicht erreichen. Auch unsere Gemüsefelder sind in gewisser Weise Monokulturen, wenngleich für heutige Verhältnisse sehr kleine. Auch wir mähen unser Grünland recht früh, um den Milchschafen ein eiweißreiches, „junges Futter“ bieten zu können.
Und doch muss an dieser Stelle
ein Lob auf unsere kultivierte „Unordnung“ gesungen werden. Auf den Schafwiesen wachsen nicht nur die Hochertragsgräser, sondern auch diverse Kräuter, die sich mit Sicherheit positiv auf die Gesundheit der Weidetiere auswirken. In den Gemüsebeeten bleibt – auch schon aus Zeitmangel – einiges an Beikräutern stehen. Unser Rasen ist fast nie getrimmt und es gibt in Hofnähe viele wilde Ecken – jede hat ihren eigenen Charakter und ist gewiss auch ein besonderer Lebensraum.
Am vergangenen Samstag war eine Naturschutz-Beraterin auf dem Hof. Zusammen haben wir auf Wiesen, Wegränder, Hecken, Streuobst, Kopfweiden und Teiche geschaut. Neben Lob gab es auch Anregungen, Nisthilfen für den Steinkauz und Fledermäuse aufzuhängen, bei der Wiesenmahd auch mal was stehenzulassen als Rückzugsraum für die Tierwelt, über mehrjährige Blühstreifen auf dem Gemüseacker nachzudenken oder ab und zu Heckenschnitt bewusst nicht aufzuräumen, weil ein Totholzhaufen ein toller Lebensraum sein kann!
Termine:
  • So., 16. Juni, 14 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung

    Nach einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr wollen wir noch einige Themen vertiefen: Es soll unter Anderem um die Streuobstwiese in Kümper gehen und um die Abholdepots in Münster und auf dem Hof. Außerdem haben wir einen Vorschlag, um das Mitmachen auf dem Hof zu erleichtern. Für alle neuen Teilgeber gibt es die Gelegenheit, den Hof bei einer kleinen Führung kennenzulernen. Bevor es dann zum kulinarischen Teil am Mitbring-Buffet geht, möchten wir erst für die Bienen den Tisch decken und auf 2000m² eine Blühwiese einsäen. Seid dabei!
  • Mo., 24. Juni, 18 Uhr:
    Kräuterspaziergang „Magische Johanniskräuter“

    mit Silke Flotho-Westrup,
    max. 15 Teilnehmer, 10 €,
    Anmeldung:
    cafegierschundco@freenet.de oder 0176-70009604

Mittwoch, 17. April 2019

Hofbrief: KW 16


Seit gut einer Woche sind die ersten Schwalben bei uns angekommen.
Der Tisch für die fleißigen Vögel ist gedeckt: Bei dem warmem Wetter gibt es bereits viele Mücken und Fliegen – frisch geschlüpft oder aus ihren Winterquartieren gekrochen umschwirren sie uns bei der Stallarbeit und ärgern die Tiere auf der Weide.
Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert. Die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau leuchten im warmen Sonnenlicht. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. In den Obstbäumen wird fröhlich gebrummt und Nektar gesammelt.
Auf den Feldern ist das Sommergetreide gesät, auf dem Gemüseacker sind neben Kartoffeln und Zwiebeln auch diverse Frühgemüse und Salate gepflanzt und wachsen jetzt los. In den Folientunneln werden die ersten Sommersalate reif, bald folgen Spinat, Radieschen, Kohlrabi, Fenchel und Spitzkohl.
Termine:
  • Sa., 27. April, 11 Uhr:
    Workshop „Naturkosmetik selber machen: Vegane Seifen sieden“
    mit Sabine Wilhelmy-Gergs
    75 € incl. Materialkosten, Schutzbrille und Handschuhe werden gestellt, jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches Skript
    Anmeldung:
    info@so-pure-angelcosmetics.de
  • Sa., 27. April, 15 – 17 Uhr:
    Hofbegehung

    Frühjahr: Milchschafe genießen das frische Grün, Lämmer wachsen und gedeihen, die Gemüsefelder füllen sich, in den Gewächshäusern beginnt die Tomatensaison
  • Sa., 04. Mai, 10:00 Uhr:
    Mitmachtag „Vorbereitung Hoffest“

    Hofplatz aufräumen und verschönern für den „Tag des Schafes“ am 12. Mai
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de

Donnerstag, 4. April 2019

Hofbrief: KW 14


Bericht von der vogelkundlichen Wanderung über die Hofwiesen
Am letzten Samstag im März trafen sich 19 interessierte Personen auf unserem Hof. Sie hatten alle ein Fernglas mit, um die verschiedenen Vogelarten zu beobachten. Manuela Liebold hatte, wie schon im letzten Jahr, zu diesem Rundgang eingeladen und war bestens vorbereitet und mit einem Vogelkundebuch und einem Spektiv ausgestattet.
Bei bestem, sonnigen und recht warmem Wetter fingen wir erst auf dem Hofplatz an, die Vögel zu bestimmen und dann ging es am Wald vorbei, auf die Schafsweide – die mittlerweile dann schon wieder leer war, weil die Schafe zum Melken in den Stall getrieben worden waren – und zurück zum Hof, wo wir auch einen Blick auf die neu angepflanzten Obstbäume werfen konnten.
Dieses Jahr konnten wir tatsächlich 26 Vogelarten hören und sehen, drei nur hören, aber leider nicht sehen und drei Feldhasen wegrennen sehen. Das fand ich schon erstaunlich, da wir im letzten Jahr fast einen Monat später unterwegs waren und es „nur“ 27 verschiedene Vogelarten waren.
Ich schreibe sie mal nach der Reihe auf, wie wir sie sahen:
Kohlmeise, Buchfink, Bachstelze, Haussperling, Grünfink, Blaumeise, Sumpfmeise, Ringeltaube, Kleiber, Zilpzalp, Dohle, Stockente, Goldammer, Star, Rotkehlchen, Amsel, Kanadagans, Singdrossel, Kiebitz, Silberreiher, Hohltaube, Feldsperling, Stieglitz
Nicht gesehen, aber um so deutlicher gehört haben wir den Specht (wahrscheinlich ein Buntspecht), eine Heckenbraunelle und einen Fasan.
Zum Ausklang gab es für die beiden besten „Schätzer“ der von uns vorraussichtlich bestimmten Vogelartenzahl noch einen Schokoladen-Marienkäfer als Belohnung.
Zufrieden und mit anderen Eindrücken von der Umgebung vom Hof Entrup 119 fuhren wir alle nach Hause.
Karen aus Billerbeck
Termine:
  • Sa., 06. April, 10-13 Uhr:
    Mitmachtag „Kartoffel pflanzen“

    Im Frühjahr gepflanzt, im Sommer geerntet – ein Highlight (nicht nur) für Kinder, die Früchte der eigenen Arbeit nach Hause zu tragen
    Anmeldung:
    https://terminplaner4.dfn.de/A6z4tvRuU9O7rJBZ
  • Di., 09. April, 17:30 – 19:30 Uhr:
    Kräuterspaziergang „Die jungen Wilden“

    mit Silke Flotho-Westrup,
    max. 15 Teilnehmer, 10 €,
    Anmeldung:
    info@gierschundco.de

Dienstag, 10. Juli 2018

Hofbrief: KW 28


Vergangenen Samstag ging‘s rund auf dem Gemüseacker:
Vor allem Eltern mit Kindern kamen zur
Ernteaktion in den Frühkartoffeln. Zur Freude von Klein und Groß waren die leuchtend gelben Knollen in dem sandigen Boden leicht zu finden und so füllten sich die Kisten rasch. Die ersten 200 kg waren im Nu draußen und Viele hätten gerne noch weiter gebuddelt und gesammelt. Weil die Kartoffeln aber noch keine feste Schale gebildet haben, sind sie nicht lange lagerbar und bleiben lieber im Boden.
Einige Beete weiter wurde bereits für den Winter vorgesorgt. Einige Teilgeber pflanzten Grünkohl in die vorbereiteten Dämme. Mit Erstaunen stellte man fest, dass so ein Grünkohl ziemlich viel Platz braucht (50-60 cm um mich herum) und dass es tatsächlich auch hier verschiedene Sorten gibt, die sich zur Erntezeit nach Größe, Blattform, Frostfestigkeit oder Ausdauer im Spätwinter unterscheiden.
Dank der regen Teilnahme war die Stimmung an diesem Arbeitstag recht entspannt.
Für manch Einen war es eine willkommene Abwechslung zur Denkarbeit im Büro, ein Familienausflug der besonderen Art oder eine interessante Schulstunde ohne Lehrer und Klassenzimmer.

Wegen der positiven Resonanz wagen wir eine weitere Einladung zum Mitmachen:
Sellerie, Porree und Kräuter drohen im Unkraut zu verschwinden. Jäten steht deshalb wieder an der Tagesordnung. Wer also die heimische Ackerbegleitflora kennenlernen möchte, kann uns gerne am Sa., 14. Juli, von 10 bis 13 Uhr unterstützen.
Nach dem Jäte-Mitmachtag im Juni haben sich die Zwiebeln prächtig entwickelt.
Schaffen wir‘s mit dem gleichen Schwung im Herbstgemüse? Ein Hoch auf die warme Gemüsesuppe!
Um planen zu können bitten wir um Anmeldung über: https://terminplaner.dfn.de/foodle.php?id=17074rgahb9rhf9w

Nach und nach werden die Johannisbeeren reif – bei der Hitze sind die roten und schwarzen Beeren mit ihrer leichten Säure eine angenehme Erfrischung. Gerne darf am Hof selbst gepflückt werden.
Auf der Streuobstwiese in Kümper gibt es Klaräpfel zur Selbstpflücke in Hülle und Fülle – endlich wieder Äpfel nach der mauen Ernte in letztem Herbst. Die früh reifenden Sommeräpfel sind nur zwei bis drei Wochen lagerfähig und sehr druckempfindlich – bald aufessen! Eine Anfahrtskizze zur Obstwiese kann beim Hof angefordert werden.