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Donnerstag, 28. Dezember 2023

Das Erntejahr 2023 - Rückblick in Zahlen

Zum Weihnachtsfest wurden wir reich beschenkt. Viele von Euch haben zusammengelegt, um dem Hofteam eine Freude zu machen. Da kam ganz schön was zusammen! Feierlich wurde uns ein Umschlag mit herzlichen Festtagsgrüßen und einem stolzen Sümmchen übergeben.
Vielen Dank dafür! Wir freuen uns schon darauf, mit der ganzen Belegschaft im Herbst einen schönen Betriebsausflug zu unternehmen.

Ein kleiner Rückblick auf das Erntejahr 2023:
Es wurden
51 Gemüsekulturen angebaut, teils mit gutem, teils mit weniger gutem Erfolg, was man auch ein wenig an den Erntezahlen erkennen kann. Am Jahresende ist es allemal interessant zu sehen, was alles durch die Gärtnerhände zu unseren Kunden und Mitgliedern gegangen ist:

  • 896kg Schnittsalate:
    Bunte Mischung
    116kg; Feldsalat 386kg; Postelein 179kg; Rucola 215kg

  • 6764 Stk. Sommersalate und 1642kg Herbstsalate:
    Endivie
    672 Stk.; Radicchio 610kg; Zuckerhut 831kg

  • 7277 Stk. Gurken und weitere 11021kg Fruchtgemüse:
    Aubergine
    565kg; Kürbis 5627kg; Paprika 771kg; Tomaten 1948kg; Zucchini 2110kg

  • 3621 Stk. Kohlrabi und weitere 7035kg Kohlgemüse:
    Blumenkohl
    907kg; Broccoli 207kg; Chinakohl 686kg; Grünkohl 674kg; Rosenkohl 519kg; Rotkohl 1511kg; Spitzkohl 354kg; Weißkohl 1430kg; Wirsing 747kg

  • 709kg Hülsenfrüchte:
    Buschbohnen 387kg; Dicke Bohnen 170kg; Stangenbohnen 152kg

  • 1814 Bd. Bundzwiebeln und weitere 2519kg Zwiebelgemüse:
    Knoblauch 121kg; Porree 1337kg; Zwiebeln 1061kg.

  • 1814 Bd. Radieschen und weitere 10408kg Wurzelgemüse:
    Knollensellerie
    1554kg; Möhren 2881kg; Pastinaken 616kg; Rettich 323kg; Rote Bete 2110kg; Steckrübe 770kg; Topinambur 155kg

  • 460 Bd. Stielmus und weitere 961kg Blattgemüse:
    Mangold
    726kg; Spinat 200kg; Neuseeländer Spinat 35kg

  • dazu: Fenchel 356kg; Zuckermais 1335 Stk.; Rhabarber 401kg

  • und 1358 Kräuterbunde: Dill 320 Bd., Petersilie 305 Bd.; Schnittlauch 733 Bd.

Auch im neuen Jahr geben wir unser Bestes und hoffen auf gutes Gelingen!

Donnerstag, 5. Januar 2023

Ein Rückblick in Zahlen

Hofbrief: KW 1

Zum Weihnachtsfest wurden wir reich beschenkt. Viele von Euch haben zusammengelegt, um dem Hofteam eine Freude zu machen. Da kam ganz schön was zusammen! Feierlich wurde uns ein Umschlag mit herzlichen Festtagsgrüßen und einem stolzen Sümmchen übergeben.
Vielen Dank dafür! Wir freuen uns schon darauf, mit der ganzen Belegschaft im Herbst einen schönen Betriebsausflug zu unternehmen.

Ein kleiner Rückblick auf das Erntejahr 2022:
Es wurden
53 Gemüsekulturen angebaut, teils mit gutem, teils mit weniger gutem Erfolg, was man auch ein wenig an den Erntezahlen erkennen kann. Am Jahresende ist es allemal interessant zu sehen, was alles durch die Gärtnerhände zu unseren Kunden und Mitgliedern gegangen ist:

  • 870kg Schnittsalate:
    Bunte Mischung
    199kg; Feldsalat 321kg; Postelein 216kg; Rucola 134kg

  • 8568 Stk. Sommersalate und 830kg Herbstsalate:
    Endivie
    244 Stk.; Radicchio 200kg; Zuckerhut 557kg

  • 3530 Stk. Gurken und weitere 13409kg Fruchtgemüse:
    Aubergine
    408kg; Kürbis 4586kg; Paprika 713kg; Tomaten 3643kg; Zucchini 4059kg

  • 4174 Stk. Kohlrabi und weitere 10011kg Kohlgemüse:
    Blumenkohl
    1698kg; Broccoli 734kg; Chinakohl 1985kg; Grünkohl 388kg; Rosenkohl 1632kg; Rotkohl 538kg; Spitzkohl 716kg; Weißkohl 1535kg; Wirsing 785kg

  • 1083kg Hülsenfrüchte:
    Buschbohnen 932kg; Dicke Bohnen 137kg; Stangenbohnen 14kg

  • 1063 Bd. Bundzwiebeln und weitere 1542kg Zwiebelgemüse:
    Knoblauch 131kg; Porree 489kg; Zwiebeln 922kg.

  • 2138 Bd. Radieschen und weitere 10408kg Wurzelgemüse:
    Knollensellerie
    1511kg; Möhren 2212kg; Pastinaken 599kg; Rettich 354kg; Rote Bete 4150kg; Steckrübe 1012kg; Topinambur 570kg

  • 965 Bd. Stielmus und weitere 1519kg Blattgemüse:
    Mangold
    977kg; Spinat 542kg

  • dazu: Fenchel 743kg; Stangensellerie 309kg; Zuckermais 1855 Stk.; Rhabarber 356kg

  • und 3726 Kräuterbunde:
    Dill
    302 Bd., Petersilie 1947 Bd.; Schnittknoblauch 199 Bd; Schnittlauch 1278 Bd.

Auch im neuen Jahr geben wir unser Bestes und hoffen auf gutes Gelingen!

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Herbsternte und erster Bodenfrost

Horbrief: KW 41

Klare Herbsttage wechseln sich gerade mit kühlen Vollmondnächten ab. Am Boden haben wir schon stellenweise Raureif gefunden. Empfindliche Gemüsesorten wir Kürbisse, Bohnen und Paprika vertragen solche Temperaturen nicht – dann ernten wir lieber etwas kleinere oder unreife Früchte, als die ganze Ernte an den Frost zu verlieren. In anderen Jahren sind die Oktobernächte wesentlich milder – aber so ist jedes Jahr unterschiedlich…

Dem heißen Sommer verdanken wir eine sehr gute Kürbisernte. Elf Großkisten schmücken Gemüselager, Tenne und Hofladenvorplatz mit einem leuchtenden Orangeton – und zusätzlich noch drei Kisten Riesenzucchini und je eine Kiste „Butternut“ und „Sweet dumpling“.
Weil die leckeren Herbstfrüchte bei der Lagerung wärmebedürftig sind – optimalerweise 12-17°C – verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen.

Im Kühllager stehen mittlerweile der ersten Großkisten mit Schmelzkohlrabi und Chinakohl. Es folgen Steckrüben und Rettich, Ende des Monats Rote Bete und Möhren. Knollensellerie, Kopfkohl, Zuckerhut und Radicchio wachsen noch ein wenig weiter, bis wir sie Anfang November einlagern können. Pastinaken und Topinambur sind frosthart und wir holen sie ganz zum Schluss rein, um sie nicht den hungrigen Mäusen zu überlassen. Das gibt ein vielfältiges Wintergemüseprogramm!

Donnerstag, 3. Februar 2022

Hofbrief: KW 5 - Achtsam sein bei der Stallarbeit und mit der Säge in der Hand

Die Lammzeit ist in vollem Gange, an manchen Tagen sind zehn Geburten zu betreuen. Auch wenn bis jetzt kaum größere Komplikationen aufgetreten sind, so ist es doch immer von Vorteil, wenn Jemand ein Auge auf Mütter und Kinder hat. Gesunde Lämmer sind schon eine halbe Stunde nach der Geburt auf den Beinen, lassen sich von ihrer Mama trocken schlecken und suchen die warme Muttermilch.

Manchmal müssen wir etwas nachhelfen, denn ein hungriges Lamm kühlt schnell aus an der kalten Februarluft. Außerdem sind sie nach der Geburt zunächst schutzlos diversen Keimen und Erregern ausgeliefert. Die erste Muttermilch, das Kolostrum, enthält sehr viele Immunstoffe und so kann ein gut trinkendes Lamm in den ersten 24h nach der Geburt eine stabile Immunabwehr aufbauen.
Wir versuchen also Jedes der mittlerweile fast hundert Lämmer gut im Blick zu behalten, besonders die ganz kleinen. Und das ist in dem Gewusel gar nicht so einfach.

Bei der Heckenpflege entnehmen wir hauptsächlich die dicken, älteren Stämme von Erlen, Eschen und Weiden. Die Hecke ist danach etwas lichter, sodass die angrenzenden Wiesen- und Ackerflächen weniger beschattet werden. Das dickere Holz können wir für unsere Scheitholzheizung nutzen und damit komplett auf Öl- oder Gasfeuerung verzichten. Die meisten Sträucher und Bäume treiben aus dem Wurzelstock wieder aus: Es bildet sich in den nächsten Jahren eine Vielzahl von neuen, dichtbelaubten Trieben. Was im Winter nach Kahlschlag aussieht, verwandelt sich oft schon im nächsten Sommer in eine dichte Hecke.
Mit einem Bagger oder einem Kreissägen-Ausleger am Traktor ließe sich eine Hecke wesentlich schneller auf den Stock setzen. Der
gute Wiederaustrieb und die hohe Strukturvielfalt – förderlich für die Artenvielfalt – lassen sich aber nur mit einem schonenden und selektiven Rückschnitt der Hecke erreichen.

Donnerstag, 18. November 2021

Hofbrief: KW 46 - Gemüsevielfalt für den Winter

Die Kühlhäuser füllen sich nach und nach mit Lagergemüse. Möhren, Rote Bete, Steckrüben, Rettich, Knollensellerie, Weiß- und Rotkohl, Chinakohl und jetzt auch Zuckerhutsalat haben wir vom Feld geholt und in großen Holzkisten eingelagert. Auf den Feldern warten noch Radicchio, Pastinaken und Topinambur auf Erntemesser und Spaten – allesamt gut frostfest, aber nicht dem feuchten münsterländer Spätherbst bzw. den hungrigen Mäusehorden gewachsen.
Im Laufe des Winters können wir dann von der eingelagerten Vielfalt zehren; dazu gibt es frisch vom Feld Wirsing, Porree, Rosenkohl und Grünkohl und aus den Folientunneln Schnittsalat, Postelein und Feldsalat. Es bleibt also bunt!

Wer den Hof betritt, sieht auf den ersten Blick außer dem großen Haupthaus und der Remise mit dem Hofladen linker Hand noch die große Scheune stehen. Auf den ersten Blick macht sie einen soliden Eindruck und dient uns treu als Pferdestall, als Gemüsewaschplatz, zum Unterstellen diverser Maschinen und Geräte und als Überdachung zum Lagern und Kommissionieren der Gemüseernte. Der Zahn der Zeit hat aber durchaus an dem Gebäude genagt: Das Dach ist schon lange undicht und der hölzerne Dachstuhl dementsprechend marode. Die gemauerten Wände zeigen an manchen Stellen meterlange Risse, vielerorts ist der Mörtel ausgewaschen.
Aus der Überlegung, die alte Scheune zu renovieren, entstand die Idee, eine neue Halle am Standort der jetzigen Brennholzschuppen zu bauen. Dort hätten wir Platz, um alle landwirtschaftlichen Maschinen trocken unterzustellen sowie Heu und Stroh und evtl. auch das Brennholz gut zugänglich einzulagern. Die alte Scheune würden wir dann möglichst bald instand setzen und weiter nutzen.
Die langen Herbstabende nutzen wir, um Pläne zu schmieden, die Kosten zu ermitteln und die Finanzierung zu klären. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Mal schauen, wohin die Reise geht...

Termine:

  • Sa., 27. November, 15 Uhr:
    Jahresversammlung der „Gärtnerhof Entrup eG.“
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung; Vorstellung des Hof-Teams; finanzielle Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Hofbrief: KW 41 - Ertrag, Effizienz und Zuwendung

Ist es die Ackerfläche? Die verfügbare Menge an Dünger? Stickstoff, Phosphor, Kali? Ist es das Wasser? Die Temperatur, die Anzahl der Sonnenstunden? Was begrenzt den Ertrag in der Landwirtschaft? Wann ist Landbau besonders effizient? Wie viele Menschen kann ein Hektar Land ernähren?

Fragen, die im Zusammenhang mit dem Wachstum der Weltbevölkerung an Brisanz gewinnen. Landwirtschaftliche Nutzflächen verarmen durch Misswirtschaft oder gehen durch Überbauung unwiederbringlich verloren. Ackerböden sollen nicht nur die Ernährung sichern, sondern auch die Futtertröge der Nutztiere in der Intensivmast füllen und auch „nachhaltige“ Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren liefern. Das Land wird knapp. Immer effizientere Maschinen und neu gezüchtete Hochleistungssorten sollen es richten und aus dem knappen Land das Maximum rausholen – leider nicht zum Vorteil unserer Umwelt und der auf dem Land arbeitenden Menschen.

Betrachten wir den Faktor Zeit: Die ist heutzutage überall knapp und wird mit Gold aufgewogen. Besonders in der Landwirtschaft ist es wichtig, Aussaat, Düngung, Pflegemaßnahmen zur richtigen Zeit zu tun. Oft sieht man beim schönen Fahrradausflug am Sonntag die Bauern auf dem Feld arbeiten (heutzutage im Traktor mit dem Nachwuchs auf dem Beifahrersitz). Selbstverständlich arbeiten die Bauern auch an Sonn- und Feiertagen! Das Wetter richtet sich nicht immer nach unseren Wünschen. Eine Sorge weniger, wenn die Getreidesaat im Boden ist oder der Mist gestreut ist – morgen und die nächsten Wochen könnte es zu nass sein für die Heuernte oder zu trocken für die Keimung der Saat, oder nicht windig genug und das rausgestriegelte Beikraut wächst wieder an und und und…
Mit den großen Maschinen schafft ein Mensch viel Arbeit pro Zeiteinheit. Und immer weniger Menschen arbeiten noch im Landbau und sollen trotzdem das Land bebauen und die Ernte einbringen. Also weiter aufrüsten?

Schauen wir in den globalen Süden, wo die Menschen noch vielerorts das Land in Handarbeit oder mit Zugtieren bewirtschaften. Ähnlich unseren Privatgärten, in denen wir gerne viel Zeit verbringen, kümmern sich die Kleinbauern mit Hingabe um jedes kleinste Fleckchen Land. Jede Ecke, jeder Hang wird bebaut, wo niemals eine Maschine arbeiten könnte. In den Beeten wird Mischkultur betrieben und die Fläche doppelt und dreifach genutzt, wenn die Bohnen den Mais mit Nährstoffen versorgen und zusammen mit den Kürbissen an den hohen Maisstangen empor klettern. In den Hecken wachsen Obststräucher, Nüsse und Obstbäume. Das ist effiziente Flächennutzung, angepasst an den natürlichen Standort und angewiesen auf viel bäuerliches Wissen und vor allem Zeit. Ein solcher Arbeitsplatz in der Landwirtschaft ist mit seiner Vielfalt wesentlich attraktiver für Berufsanfänger und gleichzeitig viel ertragstabiler. Gelingt die eine Frucht nicht, bringt die andere um so mehr Ertrag ein. Vielfalt braucht Zuwendung und Zeit, und wer Zeit investiert, wird die beste Ernte einfahren.

Termine:

  • Sa., 16. Oktober, 10 Uhr:
    Ackertag „Möhrenernte
    Acht Reihen Lagermöhren stehen noch auf dem Feld. Wir graben die knackigen Wurzeln mit dem Spaten aus, drehen das Laub ab und packen die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten. Das macht großen und kleinen TeilgeberInnen Freudeund naschen ist natürlich erlaubt!
    Anmeldung erforderlich:

    https://terminplaner.dfn.de/qjkc5QUtFJPpyL3C

  • Sa., 06. November, 10 oder 12 Uhr:
    Ackertag „Sauerkraut“
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in speziellen Gärtöpfen so lange gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Deshalb unser Vorschlag: Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.
    Bitte verbindlich anmelden:
    https://terminplaner.dfn.de/zysnxMqpIZF8hV2y