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Mittwoch, 26. Juli 2023

neue Energie

Hofbrief: KW 30 

Auf der südliche Dachseite der neuen Scheune hat am Dienstag die Montage einer gebrauchten Photovoltaikanlage begonnen. Damit wollen wir auf Dauer den Strombedarf des Hofes besser decken können. Das gesparte Geld soll uns helfen die Baukosten des Gebäudes zu refinanzieren.

Aus aktuellem Anlass bitten wir um besondere Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme bei der Abholung der Ernteanteile. Immer wieder erhalten wir die Rückmeldung, es seien zu wenig Produkte in die Abholstellen geliefert worden. Teilweise fehlen einzelne Produkte, ab und zu aber auch ganze Ernteanteile. Einzelne (weniger beliebte) Produkte bleiben übrig, während die „Topseller“ schon alle sind, bevor die letzten Abholenden die Chance hatten, ihre Lebensmittel abzuholen. Auch wenn Fehler bei der Belieferung nie ganz ausgeschlossen werden können drängt sich doch auch der Verdacht auf, dass nicht Jede*r bei der Abholung Rücksicht auf seine/ihre Mitmenschen nimmt.
Deshalb unsere große Bitte: Solidarische Landwirtschaft bedeutet auch Solidarität unter den Teilgeber*innen. Denkt daran: Auch Ihr könntet mal die letzten bei der Abholung sein. Was möchtet Ihr dann vorfinden – einen vollständigen Ernteanteil oder einen „Gnadenrest“?

Die letzten beiden Wochen der Sommerferien haben begonnen. Da ferien- und krankheitsbedingt ein Teil des Hofteams momentan ausfällt, freuen wir uns weiterhin über viele Menschen, die dem Hof an den Mitmachtagen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Beginn ist wie immer um 10.00 Uhr.

  • Sa., 29. Juli: Ackertag „Herbstsalate pflanzen“ – Es wird bunt; Radicchio, Zuckerhut, Endivie und andere Salate sollen unseren Speiseplan bis in den Frühwinter bereichern.

  • Sa., 5. August: Ackertag „Rosenkohl jäten“

Bitte meldet Euch über folgenden Link an, damit wir besser planen können: https://nuudel.digitalcourage.de/qmDoYgBSVU1m8IJU

Freitag, 7. Juli 2023

Bauen und jäten

Hofbrief: KW 27 

Die Bodenarbeiten und das Fundament sind seit einigen Wochen fertig – jetzt hat letzte Woche der „sichtbare“ Teil der Bauarbeiten für die neue Scheune begonnen. Wie auch schon bei früheren Bauvorhaben sind wir wieder beeindruckt von dem schnellen Baufortschritt – wenn die Fachleute erstmal da sind.

Bis auf drei Stahlträger wird das große Dach von einer Holzkonstruktion gehalten. Damit haben wir uns für eine relativ umweltfreundliche Bauvariante entschieden. Beherbergen soll die Scheune allerlei landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge, die bislang draußen vor sich hin rosten. Das Gebäude bleibt zunächst offen – für die ruhigeren Wintermonate planen wir die Seitenwände zu verbrettern und den Boden zu pflastern. Auf die südliche Dachseite soll eine Photovoltaikanlage montiert werden, um den Strombedarf des Hofes besser decken zu können. Das Regenwasser vom Gebäudedach wollen wir in den neuen Bewässerungsteich einleiten.

Im Rahmen des Altenberger Sommerferienprogramms kommen in den nächsten Wochen an fünf Terminen Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf zu uns, um wie am Montag auf dem Gemüseacker mitzuhelfen, die Schafe kennenzulernen, selbst über’m offenen Feuer zu kochen, den Wald zu erkunden...


Der Jäte-Juli
fordert uns heraus – unterstützt uns bei den kommenden Ackertagen jeweils von 10 bis 13 Uhr – damit Euer Gemüse groß und schön wird:

  • Sa., 08. Juli: Ackertag „Knollensellerie jäten“

  • Sa., 15. Juli: Ackertag „Fruchtgemüse jäten“

  • Sa., 22. Juli: Ackertag „Rote Bete jäten“

Bitte meldet Euch über folgenden Link an, damit wir besser planen können: https://nuudel.digitalcourage.de/9LYG7UWppj41ABIR

Donnerstag, 3. Februar 2022

Hofbrief: KW 5 - Achtsam sein bei der Stallarbeit und mit der Säge in der Hand

Die Lammzeit ist in vollem Gange, an manchen Tagen sind zehn Geburten zu betreuen. Auch wenn bis jetzt kaum größere Komplikationen aufgetreten sind, so ist es doch immer von Vorteil, wenn Jemand ein Auge auf Mütter und Kinder hat. Gesunde Lämmer sind schon eine halbe Stunde nach der Geburt auf den Beinen, lassen sich von ihrer Mama trocken schlecken und suchen die warme Muttermilch.

Manchmal müssen wir etwas nachhelfen, denn ein hungriges Lamm kühlt schnell aus an der kalten Februarluft. Außerdem sind sie nach der Geburt zunächst schutzlos diversen Keimen und Erregern ausgeliefert. Die erste Muttermilch, das Kolostrum, enthält sehr viele Immunstoffe und so kann ein gut trinkendes Lamm in den ersten 24h nach der Geburt eine stabile Immunabwehr aufbauen.
Wir versuchen also Jedes der mittlerweile fast hundert Lämmer gut im Blick zu behalten, besonders die ganz kleinen. Und das ist in dem Gewusel gar nicht so einfach.

Bei der Heckenpflege entnehmen wir hauptsächlich die dicken, älteren Stämme von Erlen, Eschen und Weiden. Die Hecke ist danach etwas lichter, sodass die angrenzenden Wiesen- und Ackerflächen weniger beschattet werden. Das dickere Holz können wir für unsere Scheitholzheizung nutzen und damit komplett auf Öl- oder Gasfeuerung verzichten. Die meisten Sträucher und Bäume treiben aus dem Wurzelstock wieder aus: Es bildet sich in den nächsten Jahren eine Vielzahl von neuen, dichtbelaubten Trieben. Was im Winter nach Kahlschlag aussieht, verwandelt sich oft schon im nächsten Sommer in eine dichte Hecke.
Mit einem Bagger oder einem Kreissägen-Ausleger am Traktor ließe sich eine Hecke wesentlich schneller auf den Stock setzen. Der
gute Wiederaustrieb und die hohe Strukturvielfalt – förderlich für die Artenvielfalt – lassen sich aber nur mit einem schonenden und selektiven Rückschnitt der Hecke erreichen.

Donnerstag, 25. November 2021

Hofbrief: KW 47 - Holz ist Wärme ist Licht...

Die Motorsäge ist wieder im Einsatz: Wenn die Arbeit auf dem Gemüseacker und im Stall weniger wird und die Bäume und Sträucher ihre Blätter abgeworfen haben, widmen wir uns der Brennholzwerbung und der Heckenpflege. Auf dem Hof wird der zentrale Heizkessel für Warmwasser und Heizung ausschließlich mit Scheitholz beschickt.

Ein Teil des Brennholzes fällt bei der Heckenpflege an: Alle fünf bis zehn Jahre können wir abschnittsweise die Weiden, Erlen und Eschen auf den Stock setzen. Das Tolle daran: Die Bäume treiben bei sachgerechtem Schnitt wieder aus und in fünf bis zehn Jahren sehen wir uns wieder! Zusätzlich lässt die Natur immer wieder Pappeln und Birken keimen – die wachsen so schnell, dass wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Sträucher wie Heckenrose, Schlehe, Holunder, Weißdorn oder Hasel behandeln wir dagegen möglichst schonend, stutzen sie höchstens etwas zurecht. Sie wachsen wesentlich langsamer, bieten vielen Lebewesen Wohnung und Nahrung und haben kaum negative Auswirkungen auf angrenzende landwirtschaftliche Nutzflächen. Insgesamt wachsen mehrere Kilometer Hecke rund um unsere Äcker und Wiesen. Gesägt werden darf nur im Zeitraum von Oktober bis Februar. Wir nehmen uns jeden Winter einzelne Abschnitte der Hecken vor. So entsteht eine große Vielfalt aus kurzen und schmalen, mittelgroßen sowie breiten Abschnitten mit hohen Einzelbäumen – da fühlen sich viele Tiere wohl.

Ein anderer Teil des Brennholzes kommt aus unserem kleinen Waldstück in Hofnähe. In den letzten Jahren haben wir vor Allem Holz aus Durchforstung und Sturmholz aufgearbeitet. Um den Wald nicht zu übernutzen, können wir nur so viel einschlagen, wie Holz nachwächst. Stellenweise pflanzen wir trockenheitstolerante Jungbäume nach. Woanders erneuert sich der Baumbestand sehr gut durch Naturverjüngung.

Als dritte Brennholzquelle erfragen wir beim Förster, wo in erreichbarer Entfernung Bäume eingeschlagen werden können. Teilweise werben wir das Holz selber, teils lassen wir uns die Stämme anliefern und sägen und spalten das Holz auf dem Hof.

Seit ca. fünf Jahren haben wir eine relativ effiziente Scheitholzheizung mit großen Warmwasserspeichern, ergänzt durch Solarthermie auf dem Dach. Der nächste Schritt, um unseren Verbrauch zu senken: Diese Woche werden im Erdgeschoss des Haupthauses endlich moderne dreifach verglaste Fenster eingebaut.

Termine:

  • Sa., 27. November:
    Jahresversammlung der „Gärtnerhof Entrup eG.“

    verschoben auf 2022

Dienstag, 20. November 2018

Hofbrief: KW 47


Ende letzter Woche gab es wunderschöne klare Herbsttage mit entsprechend klaren Frostnächten. Einmal erreichte unser Thermometer sogar die fünf Grad unter Null. Für die Gärtner wurde es nochmal spannend, denn die Ernte der frostempfindlichen Kulturen war noch nicht abgeschlossen. Unter einer schützenden Netzabdeckung haben Sellerie und Zuckerhutsalat die Nachtfröste aber gut überstanden. Mittlerweile sind alle empfindlichen Sorten eingelagert, die arbeitsintensive Herbsternte geschafft und die Lagerräume rappelvoll. Der Winter kann kommen!
Wenn die Vegetationsperiode und die Melksaison sich dem Ende neigen, beginnt für uns die Holzarbeit. In dem kleinen Wäldchen am Hof liegt noch Sturmholz, das zu Brennholz aufgesägt und gespalten werden muss. Frisches Holz sollte mindestens zwei Jahre lagern, bis es verfeuert wird – somit bereiten wir uns jetzt also auf den Winter 2020 vor.
Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir
einen großen Teil unseres Bedarfs an Warmwasser und Heizung in Haushalt, Melkstand und Käserei bis hin zum Erwärmen der Milch beim Käsen aus dem nachwachsendem regionalen Energieträger Holz decken.
Termine:
  • Mi., 21. November, 20 Uhr:
    Film- und Diskussionsveranstaltung
    im „Leo:16“, Herwarthstr. 7, Münster, gezeigt wird der Film „Solidarische Landwirtschaft – Ökologisch-gemeinschaftliche Lebensmittelproduktion vor unserer Haustür“: Mehrere private Haushalte tragen die Kosten eines bäuerlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug den Ernteertrag erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger*innen als auch die Verbraucher*innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft.
    Anschließend darf mit Menschen vom Hof
    und den Filmemachern von der Zwischenzeit e.V. über Alltags­praxis und Perspektiven der stark wachsenden SoLaWi-Bewegung diskutiert werden.
  • Sa., 24. November, 18:30 – 22:00 Uhr:
    Hofkäse-Workshop
    – An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung Milch zu Weichkäse, der anschließend auch mitgenommen werden darf. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und einem guten Glas Wein. Anmeldung erforderlich, Kostenbeitrag 45€
  • Sa., 1. Dezemner, 11 – 18 Uhr:
    Adventsbasar
    an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck; Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.

Dienstag, 25. September 2018

Klima schützen! Hambacher Forst retten! Demo in Münster


Es rufen auf:
  • BUNDjugend Münster
  • BUND Münster
  • DIE LINKE. Münster
  • Fossil free Münster
  • Greenpeace Münster
  • Interventionistische Linke Münster
  • SDS
  • Seebrücke Münster
  • Tierrechtstreff
  • mehrere Einzelpersonen

Klima schützen! Hambi retten! Demo in Münster

Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen für den Erhalt des Hambacher Forsts, den sofortigen Kohleausstieg und eine Politik der Klimagerechtigkeit!
Wann? 27. September, 17 Uhr
Wo? Wir starten an der Windthorststraße (gegenüber vom Hbf). Die Abschlusskundgebung findet am Historischen Rathaus statt.
Wer? Wir laden alle Menschen zu einem bunten und vielfältigen Protest ein. Für Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Nationalismus ist kein Platz!
Weltweit werden durch die voranschreitende Klimakatastrophe Lebensgrundlagen zerstört. Vor allem im globalen Süden leiden Menschen unter Extremwetter wie Dürren, Überschwemmungen oder Stürmen. Verantwortlich für die Umweltzerstörung ist unser kapitalistisches Wirtschaftssystem, wozu auch die klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle gehört. Obwohl Deutschland als Vorreiter im Klimaschutz gilt, werden die Profitinteressen der Kohleindustrie mit staatlicher Gewalt gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt und weiterhin unvorstellbare Mengen Kohle abgebaut und verbrannt. Eine Kohle-Kommission soll derzeit den Ausstieg aus der Kohle verhandeln, scheint sich der Dringlichkeit aber nicht bewusst zu sein. Deshalb müssen wir gemeinsam dafür kämpfen, die Klimazerstörung jetzt dort zu stoppen, wo sie produziert wird!
Der Hambacher Forst, einer der ältesten Wälder Deutschlands, ist zum lebendigen Symbol des Widerstands gegen die fossile Energieindustrie geworden und wird von Aktivistis besetzt. Nicht nur der Wald selbst mit all seinen einmaligen Pflanzen und Tieren wird für die Erweiterung des RWE-Tagebaus vernichtet, auch viele Menschen werden enteignet und aus ihrer Heimat vertrieben. RWE hat mithilfe der Polizei schon weite Teile der Strukturen der Besetzung zerstört, um die weitere Rodung ab Oktober zu ermöglichen. Doch immer mehr Menschen setzen sich für den Erhalt des Waldes, eine klimagerechte Politik und gegen Polizeigewalt ein, indem sie die Räumung blockieren, auf die Straße gehen oder sich in die öffentliche Debatte einmischen.
Vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster wird aufgrund einer Klage des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) über die Zulässigkeit der Rodung verhandelt. Auch hier wollen wir den Kampf um den Hambacher Forst unterstützen und uns mit den Aktivistis vor Ort solidarisieren.
Für ein gutes Leben für alle! Klimagerechtigkeit jetzt!
Es rufen auf:
  • BUNDjugend Münster
  • BUND Münster
  • DIE LINKE. Münster
  • Fossil free Münster
  • Greenpeace Münster
  • Interventionistische Linke Münster
  • SDS
  • Seebrücke Münster
  • Tierrechtstreff
  • mehrere Einzelpersonen

Dienstag, 22. November 2016

Hofbrief: KW47


Unsere Milchschafe sind seit Montag in Mutterschutz.
Nachdem sie den letzten Monat nur noch einmal täglich gemolken worden sind, dürfen sie sich die nächsten Wochen erholen und auf die kommende Lammzeit vorbereiten.
Unter anderem stehen ein Friseur- und ein Pediküretermin an – sprich die Wollschur und die Klauenpflege.
Mit den ersten Lammungen rechnen wir Anfang Januar. Die frischen Milchprodukte wie Quark oder Frischkäsetaler gibt es dann wieder im Februar, wenn die ersten Lämmer groß genug sind, sodass Milch zum Verkäsen übrig bleibt.
Bei den sechs Ziegen, die wir zusätzlich zu den ca. 100 Schafen halten, tickt die biologische Uhr etwas anders. Während die Schafe nur von Januar bis Mitte November Milch geben und das auch nur, wenn sie im Frühjahr gelammt haben, können die Milchziegen bis zu drei Jahre am Stück durchgemolken werden, ohne dass die Milchleistung stark nachlässt.
Diesen Winter
haben die behornten Meckertanten aber ihre Freude am Besuch von Ziegenbock Rakas und wir dürfen uns im Frühjahr auf die süßen frechen Zicklein freuen.
Morgens ist es auf dem Hof ruhiger ohne das Brummen der Melkmaschine, tagsüber aber heult jetzt häufiger die Kettensäge. Aus den Windschutzhecken werden einzelne überstehende Bäume gefällt und auch in dem kleinen Wäldchen am Hof liegt noch Sturmholz, das zu Brennholz aufgesägt und gespalten werden muss. Frisches Holz sollte mindestens zwei Jahre lagern, bis es verfeuert wird – somit bereiten wir uns jetzt also auf den Winter 2018 vor.
Auch wenn die Holzarbeit körperlich anstrengend ist, so ist sie doch bei allen Mitarbeitern beliebt, weil sie eine willkommene Abwechslung zur landwirtschaftlichen Routine darstellt und weil man immer im Team zusammenarbeitet. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir
einen großen Teil unseres Bedarfs an Warmwasser und Heizung einschließlich des Spülwassers in Melkstand und Käserei bis hin zum Erwärmen der Milch beim Käsen aus dem nachwachsendem regionalen Energieträger Holz decken.

Dienstag, 2. August 2016

Hofbrief: KW 31


Die GartenCoop Freiburg, eine sehr engagierte SoLaWi-Initiative im Raum Südbaden, gibt regelmäßig Einblicke in ihre Arbeit, unter anderem mit dem Film „Die Strategie der krummen Gurken“, den wir im Februar im Hofcafé zeigen durften.
Nun ist ein Bericht darüber erschienen,
wie die Lebensmittel vom Hof zu den teilnehmenden Haushalten gelangen: Für die Verteilung sind die Mitglieder selbst zuständig, die dafür eine Arbeitsgruppe gegründet haben. Die Hofprodukte werden mit einem carsharing-Transporter zu einem zentralen Umschlagplatz in Freiburg gefahren, wo sie dann mit eigens entwickelten Fahrradanhängern auf die einzelnen Abholstellen/Depots im Stadtgebiet verteilt werden. Der Link: http://www.gartencoop.org/tunsel/node/4232
Auf unserer Obstwiese in Kümper gibt es Sommeräpfel und Pflaumen, die jetzt reif werden - ein Genuss für die Daheim-Gebliebenen und ein Willkommensgruß für Alle, die aus dem Urlaub zurück kehren.Eine Anfahrtsskizze zur Streuobstwiese mit Wegbeschreibung vom Parkplatz hat netterweise Steffen für uns gezeichnet (kann beim Hof angefordert werden).
Der neue Heizkessel in der Tenne ist seit Mitte letzter Woche in Betrieb und versorgt im Zusammenspiel mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach die Käserei, den Melkstand und die Haushalte auf dem Hof mit warmem Wasser aus erneuerbaren Energien – zu einem großen Teil Scheitholz aus dem eigenen Wald und aus den Hecken, die unsere Felder und Wiesen säumen. Auch die neuen Wohnräume, die derzeit über dem Hofladen entstehen, sollen von dem neuen Ofen aus beheizt werden.
Auch wenn sich die Heizung im winterlichen Dauer-Volllastbetrieb noch bewähren muss, so merken wir doch schon jetzt, dass deutlich weniger Asche anfällt, als bei dem alten System. Weniger Verbrennungsrückstände bedeuten eine bessere Ausnutzung der im Holz gespeicherten Energie – der Verbrauch sinkt.

Dienstag, 14. Juni 2016

Hofbrief: KW 24


Auf dem Dachboden über dem Hofladen beginnt nun endlich die lange geplante Ausbaumaßnahme.
Es entsteht eine Wohnung für die Gärtnerfamilie und zusätzlicher Wohnraum für Auszubildende, Praktikanten oder FÖJ-Teilnehmer. Im Zuge de
s Ausbaus wird die Heizzentrale des Hofes an einen besser zugänglichen Platz verlegt und modernisiert – für mehr Energie- und Arbeitseffizienz.
Wer sich bei den Bauarbeiten tatkräftig oder finanziell einbringen möchte, findet detaillierte Informationen unter http://entrup119.de/initiative/baumassnahme-2o16.php und kann uns auch gerne persönlich ansprechen.

Wir liefern aktuell wöchentlich frischen Knoblauch. Wer gegen die Menge nicht anessen möchte, kann auch nur die grünen Stängel frisch verarbeiten und die Knolle mit 5-10cm Stiel an einem warmen Ort trocknen. Gut durchgetrocknet ist Knoblauch mehrere Monate haltbar.
Am kommenden Sonntag, dem 19. Juni findet die CSA-Jahresversammlung statt.
Wir werden auf das vergangene Wirtschaftsjahr zurückblicken, aktuelle Themen besprechen und Fragen und Wünsche für das neue Wirtschaftsjahr 2016/17 diskutieren. Und schließlich wollen wir gemeinsam essen, trinken und feiern. Dazu wäre es schön, wenn wieder Jede/r etwas zum Buffet beisteuert.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, möge dies bitte baldmöglichst nachholen.
Am letzten Juni-Wochenende nehmen wir mit unserem Schafsmilchprodukten an einemWollfest auf dem Hilshof in Kerken-Winternam teil.
Am
25. und 26. Juni – jeweils von 11 bis 18 Uhr – dreht sich Alles um die Schafe, besonders alte Landschafrassen, und ihre Wolle. Im malerischen Innenhof gibt es Raum, um in fröhlicher Runde zu spinnen mit Spinnrad und Handspindel und natürlich auch zu stricken oder anderer Handarbeit nachzugehen. Der Küchenchef sorgt für Köstlichkeiten aus Wok, Grill und Suppentopf - auch vegetarisch lecker. Selbstgebackenes Brot, Kuchen und Getränke werden angeboten.Mehr Infos dazu unter: https://www.hilshof.de/wollwochenende

Freitag, 29. Januar 2016

Feuerstättenmuseum in Asbeck (Beitrag von Karen)

(ein Beitrag von Karen Ebrecht, Billerbeck)

Bericht über den Besuch des Feuerstätten-Museums

am 23.Januar 2016 in Asbeck, ermöglicht durch Hans Hoffmeister


Im Hofbrief von der KW 3 war ein netter, kleiner Aufruf zum Besuch des Feuerstätten-Museums zu lesen, welchen ich erst am Samstag um kurz nach 13.00 Uhr las. Legden-Asbeck liegt 25 km westlich von Altenberge. Kurzentschlossen fuhr ich mit unserer Tochter Emilia hin und traf dort unter dem markanten Bogen des Torhauses auf Alex, Christiane, Paula und Lina.

Gemeinsam mit Herrn Hoffmeister, zu dessen Sammlung über 140 Öfen und ca. 500 dazugehörige Ausstellungsstücke gehören, vom Pottofen bis zur Kochmaschine und sogar Kaffeeröstmaschinen, verbrachten wir ca. 3,5 Stunden in den Räumen des Museums, die in Asbeck im Torbogenhaus und zwei Speichern zu bewundern sind.

Die Ausführungen über die Entwicklung der menschlichen Kultur in Zusammenhang mit dem Feuer, das eine ganz wesentliche Rolle spielte und spielt – als Energie - waren höchst interessant und Herr Hoffmeister verstand es sehr gut, die Kinder miteinzubeziehen und es sehr anschaulich zu erzählen.

Ich kann gar nicht alles wiedergeben, aber wir alle haben eine ganze Menge gelernt, vertieft und ganz neue Einblicke erlangt.
Die Effizienz der Öfen von früher hat mich sehr beeindruckt ("Brennwertöfen") und unter ökologischem Gesichtspunkt fragt man sich wirklich manchmal, warum die heutige Industrie nicht schonender mit den Natur-/Brennmaterialien umgeht.

Wer neugierig geworden ist, kann jederzeit das Museum besuchen, unter www.feuerstaettenmuseum.de gibt’s die Infos dazu.

Zum Schluß stellte Herr Hoffmeister noch in Aussicht, evtl. einen Kochtisch zu Dekozwecken für den Hofladen und einen Ofen für das Hofcafé als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. Das wurde erstmal positiv aufgenommen und wird im Hofteam besprochen.

Zum Hoffest am 1. Mai wird Herr Hoffmeister uns auf jeden Fall einen Ofen incl. einliegendem Waffeleisen zum Waffelbacken zur Verfügung stellen, von dem frische, lecker duftende Waffeln verkauft werden.

(ein Beitrag von Karen Ebrecht, Billerbeck)