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Donnerstag, 30. November 2023

Alle Schäfchen im Trockenen...

Hofbrief: KW 48 

Nach einem regenreichen Herbst klopft jetzt endlich der Winter an.
Unangenehm ging es am Montag los mit Wind und Schneeregen. Zum Abend blieb dann die erste dünne Schneedecke auf den Wiesen und Dächern liegen.
Über Nacht ließen die ersten Minusgrade die feuchten Flocken erstarren. Der Dienstag begann sehr hell mit einem klaren Himmel und Mondlicht, das mit dem Schnee um die Wette strahlte. Jetzt freuen wir uns über jeden November-Sonnenstrahl und bereiten uns auf die frostigen Nächte vor, die Ende der Woche angesagt sind. 

Unsere diesjährigen Lämmer, die den Sommer auf den angepachteten Weiden rund um Altenberge verbracht haben, haben wir gestern vorsichtshalber heim geholt und aufgestallt. Die Kälte kann den Tieren zwar nichts anhaben. Allerdings waren die Weideflächen durch den vielen Regen schon sehr nass und matschig, stellenweise stand sogar das Wasser drauf. Bei diesen Bedingungen ist weder auf die mobilen Elektrozäune Verlass, noch werden die Tiere ohne Zufütterung richtig satt. Sobald sich das Wetter ein wenig beruhigt hat und die Wiesen etwas getrocknet sind, dürfen die Tiere wieder nach draußen. 


Um Ende der Woche die
volle Produktpalette an Gemüse anbieten zu können, haben wir Radicchio, Postelein, Mangold und Porree schon am Montag vor dem Frost geerntet. Winterkohlsorten wie Grünkohl, Wirsing und Rosenkohl können wir ohne Zeitdruck auch gefroren holen – sie tauen im Kühlhaus (!) langsam auf und sind wie gewohnt gut haltbar. Kürbisse, Kartoffeln und Wurzelgemüse kommen um diese Zeit ohnehin aus dem Lager.

Termine:

  • Sa., 02. November, 11 – 17 Uhr:
    Adventsbasar an der Waldorfschule in Münster-Gievenbeck

    In den festlich geschmückten Räumen präsentieren zahlreiche Aussteller Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge. Für Kinder gibt es viele Aktivitäten wie Märchenstube, Puppenspiel und Zwergengärtchen. Das Schulcafé und andere Essenstände sorgen für das leibliche Wohl.
    Wir bauen unseren Stand im Foyer auf und verkaufen Schaffelle, Apfelsaft und Schnittkäse. Dazu gibt es Informationen zu Solidarischer Landwirtschaft und Ökolandbau.

Donnerstag, 31. August 2023

Spätsommer

Hofbrief: KW 35 

Aktuell schließen wir die letzten Gemüse-Pflanzungen im Freiland ab. Salat, Endivie, Fenchel und Spinat finden ihren Platz in den letzten freien Beeten. Die nächsten Wochen sind wir dann hauptsächlich mit dem Hacken und Jäten der Spätsommerpflanzungen beschäftigt. Ab der zweiten Septemberhälfte beginnen dann die Einlagerungsaktionen: Kürbis, Schmelzkohlrabi, Chinakohl… Gleichzeitig säen wir im September diverse Jungpflanzen für die Winterbelegung der Folientunnel aus. Als Erstes räumen die Gurken ihre Beete für Rucola, Schnittsalat und Postelein.

Die zwei vergangenen Acker-Samstage waren sehr gut besucht und erfolgreich – wir denken dass es nicht nur uns Hofleuten viel Spaß gemacht hat. Für den kommenden Jätetag im Porree gibt es dagegen bis jetzt nur vier Anmeldungen. Vielleicht lässt sich ja noch daran rütteln?

 Termine:

  • Sa., 02. September, 10-13 Uhr: Ackertag „Porree jäten“ –
    Jetzt ist der Herbstporree an der Reihe. Von November bis Januar soll er unseren Speiseplan bereichern. Was gibt es schöneres, als eine warme Suppe an kalten verregneten Tagen? Also jetzt vorsorgen und für Samstag anmelden: https://nuudel.digitalcourage.de/ZhBy1w7fDPz9mDWT

  • Di., 05. September, 08-18 Uhr: Schafschur -
    Außerplanmäßig werden unsere Schafe und auch die großen Lämmer dieses Jahr schon im September geschoren. Wir benötigen Hilfe beim Verpacken der Wolle. Es gibt drei Schichten von 8:00 bis 11.30 Uhr, von 11.30 Uhr bis 15:00 Uhr und von 15:00 bis 18:00 Uhr. Perfekt wären zwei Anmeldungen pro Schicht. Bitte meldet Euch an unter: https://nuudel.digitalcourage.de/jmMYu6XknCqH3H5S

  • Sa., 09. September, 10-13 Uhr: Ackertag „Rote Bete jäten“

  • So., 24. September, 15 Uhr: Erntedankfest mit feierlicher Einweihung der neuen und renovierten Gebäude; dazu gibt es ein Mitbringbuffett und ein kleines Kinderprogramm

Freitag, 19. August 2022

Wer bringt Zeit mit für Zucchini und Zwetschgen?

Hofbrief: KW 33 

Mitte August beginnt bei unseren ostfriesischen Milchschafen die Hochzeitssaison. Schafbock Ronny ist jetzt in der Herde. Die Schafe werden bei abnehmender Tageslänge brünstig und tragend, sodass dann kurz nach Weihnachten mit den ersten Lämmern zu rechnen ist.

Auf dem Hof werden die Zwetschgen reif. Gerne darf selbst gepflückt werden. Eine Leiter können wir zur Verfügung stellen. Manchmal sind viele Wespen in den Obstbäumen – bitte lange Kleidung und Handschuhe mitbringen!

Termine:

  • Sa., 20. August, 10-12, 12-14 und 14-16 Uhr:
    Mitmachtag „Zucchini-Chutney herstellen
    An trüben kalten Wintertagen sorgt ein buntes Glas mit Sommergemüse für ein Lächeln. Die unglaubliche Fülle des Sommers haltbar zu machen ist eine Kunst und doch einfacher als mensch denkt. Probieren wir es doch einfach zusammen aus:
    Wir laden
    nächsten Samstag zum gemeinsamen Zucchini-Verarbeiten ein. Bis zu 100kg Zucchini warten auf ihr Schicksal.
    Erfahrungsgemäß vergeht bei der Verarbeitung von solchen Mengen so manche Stunde vom ersten Handgriff mit dem Messer bis zum fertigen Glas.
    Unsere Idee: Wir teilen uns die
    Zeit in drei Abschnitte: Vormittags wird vor Allem geschnippelt, mittags hauptsächlich gekocht und angebraten und nachmittags das duftende Chutney in Gläser abgefüllt.
    Bis jetzt gibt es noch zu wenig Anmeldungen für die späteren Schichten!
    Wer kann von 12 bis 14 Uhr bzw. von 14 bis 16 Uhr noch mithelfen?
    Anmeldung über folgenden Link:
    https://terminplaner6.dfn.de/de/p/0c5723cf9923b35c5db89f775c9fe13a-21498

  • Sa., 27. August, 10-13 Uhr: Ackertag „Sellerie jäten“ -
    Anmeldung erwünscht:
    https://terminplaner6.dfn.de/de/p/318c325e29d402c073e469ab48f2066c-23063

Donnerstag, 15. April 2021

Hofbrief: KW 14 - Aprilwetter, Jungpflanzen im Frühbeet, Weideaustrieb

Letzte Woche haben wir noch in kurzer Hose im Folientunnel bei knapp 30°C Frühjahrskulturen gepflanzt, heute im Schneeschauer frischen Schnittlauch auf dem Feld geerntet – da macht der April doch wieder, was er will… Das Wettergeschehen passt jedenfalls zum insgesamt eher späten Frühling. Beruhigend ist: Wenn die Knospen an den Obstbäumen noch nicht aufgeblüht sind, frieren sie auch nicht so schnell kaputt.

Die wärmeliebenden Tomaten-, Auberginen- und Paprika-Setzlinge müssen wir gut vor der Kälte schützen. Für die Fensterbank im Haus sind sie aber mittlerweile zu groß. Diese Woche wird deshalb das erste Frühbeet in Betrieb genommen. Dort wärmt eine heiße Pferdemist-Matratze von unten und die Sonne von oben – nachts reicht ein kleiner Heizlüfter aus, um die Temperatur zu halten.

Die Wiesen und Weiden werden jetzt sichtbar dunkler – das Gras wächst wieder. Die Schafe und Pferde freuen sich darauf, wieder aus ihren Ställen raus zu kommen.
In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es eine grundlegende Umstellung, die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Hofbrief: KW 51 - Winterniederschläge, Winterfutter für die Schafe, Hofkäserei

November und Dezember scheinen trübe und verregnete Monate zu sein. Die Äcker und Wiesen haben mittlerweile etwas Grundfeuchte angenommen. Die Regenmenge lag aber in den beiden Monaten weit unter dem Durchschnitt.
Ausreichend
Winterniederschläge sind eine wichtige Voraussetzung für ein reiches Wachstum im kommenden Jahr – vielleicht kann das so manchem Dauerregengeplagten ein Trost sein…

Winterfutter für unsere Schafe ist dieses Jahr ausreichend vorhanden. Es macht aber Sinn, sparsam damit umzugehen, weil niemand so sicher sagen kann, was uns nächsten Sommer erwartet.
So lange die Wiesen noch etwas Futter hergeben, lassen wir die
Jungschafe draußen. Bei dem eher kargen Aufwuchs im Dezember müssen wir ca. alle drei Tage neue Portionsweiden einzäunen und die Tiere umtreiben – teilweise auch von Pachtfläche zu Pachtfläche kilometerweit umtransportieren. Bei drei Tiergruppen (Jungschafe mit Zuchtbock, weibliche und männliche Lämmer) gibt es also viel zu tun.
Wenn der Wiesenaufwuchs irgendwann nicht mehr ausreicht, müssen wir die Tiere zum Hof bringen, aufstallen und mit Heu und Silage füttern. Hoffentlich dauert das noch ein
e Weile

Ende Januar wird uns sehr zu unserem Bedauern Hofkäserin Angela verlassen. Seit 2016 hat sie neue Maßstäbe in der Verarbeitung der hofeigenen Schafmilch gesetzt. Produkte wie Bergkäse, Hirtencreme oder Ricotta bereichern auf Ihre Initiative unser Sortiment. Aus der vergleichsweise geringen Milchmenge gelang es Angela jede Woche aufs Neue, eine bunte Vielfalt zu erzeugen. Bei den Hofkäse-Workshops konnten Viele ihren hessisch-britischen Humor mit Berliner Schnauze erleben. Besorgt um unser leibliches Wohl versorgte sie uns an den Ackertagen immer wieder mit einem wunderbar leckeren Mittagessen. Die jüngeren Hofleute beeindruckte Angela mit ihrer Zuverlässigkeit und Ausdauer - wir wünschen Dir viel Freude bei Deiner nächsten Wirkungsstätte!
Jetzt muss die Stelle in der Hofkäserei neu besetzt werden:
https://www.entrup119.de/gaertnerhof/stellenangebote.php

Zwischen den Jahren…

    gönnen wir uns etwas Ruhe, die Abholungen am 29. Dezember bzw. 01./02 Januar entfallen deshalb. Der Hofladen bleibt am 02. Januar geschlossen. Auch die Wochenmärkte beschicken wir nicht.
    In der Woche ab dem 04. Januar geht es gut erholt wieder los.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Hofbrief: KW 24 - Regen, Futterrüben, CSA-Videokonferenz


Die wiederkehrende Frühjahrstrockenheit wirkt sich auch auf die Futtergrundlage unserer Schafherde aus. Auf den Wiesen ist der Aufwuchs eher spärlich und so fiel auch der erste Heuschnitt im Mai eher gering aus.
Damit die Tiere im Winterhalbjahr nicht hungrig bleiben, haben wir dieses Jahr zusätzlich einen halben Hektar
Futterrüben gesät. Wenn die Rüben gelingen, können wir den Schafen im Winter mehr Vielfalt bieten und auch etwas Heu einsparen.
Jetzt müssen die Rüben erstmal gehackt werden, damit sie das Wasser aus dem Bodenvorrat für sich alleine haben.
Die vergangene Woche hat ja etwas Regen gebracht – für uns ein erstes Aufatmen der Erleichterung. 25 Liter pro qm kamen bei uns an zwei Tagen vom Himmel – mehr als im April und Mai zusammen. Viel war das aber dennoch nicht: An einem einzigen heißen Sommertag verdunsten fünf bis zehn Liter.
Wir liefern aktuell wöchentlich frischen Knoblauch. Wer es nicht schafft, die Knollen bald zu verarbeiten kann sie auch an einem warmen Ort trocknen. Gut durchgetrocknet ist Knoblauch mehrere Monate haltbar.
Termine:
In den letzten Wochen war der persönliche Kontakt nur in Einzelgesprächen möglich. Nachrichten vom Hof gab es nur in diesem wöchentlichen Brief. Deshalb haben wir uns entschieden, den virtuellen Raum zu erobern, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Unsere CSA-Jahresversammlung findet am Sa., 20. Juni, als Videokonferenz statt – angesetzt auf ca. 90 min. von 15:00 bis 16:30 Uhr. Der Zugangslink zum Konferenzraum wird Euch in Kürze per Mail-Nachricht erreichen.
Wir freuen uns auf rege Teilnahme, gerade auch von Menschen, die den Weg zum Hof sonst gescheut hätten.