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Donnerstag, 24. August 2023

Ernte mit Hindernissen + diverse Termine

Hofbrief: KW 34 

Während der Triticale am Sonntag beim zweiten Anlauf gedroschen werden konnte, steht der Futterweizen noch auf dem Feld. Wenn wir Glück haben und das trockene Wetter bis Ende der Woche hält, trocknet das Korn bis dahin auf 14% Restfeuchte. Dann ist es ohne weitere Behandlung lagerfähig.

Den Triticale mussten wir aufgrund der zahlreichen Regenfälle in eine Trocknungsanlage bringen. Die Futtergerste, die schon im Juli gedroschen wurde, war auch nicht komplett trocken; zu dem Zeitpunkt war keine Trocknungsmöglichkeit frei, sodass wir die Gerste mit einer organischen Säure konservieren mussten. In Ausnahmefällen erlaubt die EU-Bio-Richtlinie das für Futtergetreide. Also bitte beide Daumen drücken, dass wir den Weizen trocken rein bekommen.

Auch die Strohernte ist diesen Sommer nicht ganz so einfach. Das Getreidestroh ist feucht und mit Beikräutern durchsetzt. Es muss also wie bei der Heubereitung gewendet werden, bis es trocken genug ist für die Lagerung.

Der Wiesenschnitt von letzter Woche ist mittlerweile eingelagert, allerdings hauptsächlich als Silage, weil es zwei Mal rein geregnet hat. Eventuell können wir diese Woche noch etwas Futter in unsere Heutrocknungsbox einfahren.

Termine:

  • Sa., 26. August, 10-13 Uhr: Ackertag „ Sellerie jäten“ –
    Gepflanzt am 03. Juni, das erste Mal gejätet am 08. Juli, nimmt der Knollensellerie langsam Gestalt an. Bevor wir die Untersaat zur Begrünung der Reihenzwischenräume einsäen können, sollten wir noch die großen Wildkräuter entfernen. Wenn alles gelingt, können wir uns Anfang November auf eine reiche Ernte freuen. Bitte anmelden: https://nuudel.digitalcourage.de/ZhBy1w7fDPz9mDWT

  • Do., 31. August, 14.30-17.00 Uhr:


    "Mitmachtag für die ganze Familieim Rahmen der BiowochenNRW mit Luca – Kurz vor der großen Herbsternte gibt es viel zu tun auf den Gemüsefeldern. Nach einem Hofrundgang werden wir kleinere Arbeiten auf dem Gemüseacker erledigen. Ein Besuch bei den Schafen ist natürlich auch eingeplant. Bitte festes Schuhwerk anziehen. Anmeldung erwünscht über bildung@entrup119.de
    Weitere Infos gibt es hier: https://www.biowochen-nrw.de/

  • Sa., 02. September, 10-13 Uhr: Ackertag „Porree jäten“

  • Sa., 09. September, 10-13 Uhr: Ackertag „Rote Bete jäten“

Freitag, 11. August 2023

Nie zufrieden?

Hofbrief: KW 32 

Am Sonntag Nachmittag bescherte ein Gewitter mit anschließendem Starkregen uns 75 Liter Niederschlag je Quadratmeter. Die Entwässerungsgräben waren bis einschließlich Dienstag überlastet, sodass die Ackerflächen stellenweise gummistiefelhoch überflutet blieben. Insgesamt haben die Böden das viele Wasser aber dankbar aufgenommen. Anders als 2014 hat es in der näheren Umgebung weit weniger geregnet, sodass wir kaum Schäden am Gemüse zu befürchten brauchen.

Allerdings sind wir nach der regnerischen Zeit der letzten Wochen mit der Unkrauthacke sehr ins Hintertreffen geraten. Ein Traum wären jetzt jeweils 20 Teilgeber*innen zum Jäten an den nächsten vier Samstagen – dann wären wir viele viele Sorgen los. Gerne nehmen wir auch Jäte-Hilfe an jedem anderen Tag der Woche entgegen – einfach spontan vorbei kommen für drei Stunden. So kommen wir Stück für Stück weiter…

Ähnlich wie unsere Nachbarn und Kollegen haben wir noch reifes Futtergetreide auf dem Feld stehen, was dringend gedroschen werden muss. Bevor der schwere Mähdrescher über den Acker fahren kann, können wir wahrscheinlich das nächste Gras von den Wiesen mähen für Heu. Schlepper mit Mähwerk sind wesentlich leichter. Auch wenn es von außen betrachtet so scheint, als seien wir Landwirte nie zufrieden mit dem Wetter – wir versuchen das zu akzeptieren, was von oben so kommt und das Beste daraus zu machen. Wir freuen uns über jeden Tropfen, der das Grundwasser auffüllt, aber es ist dennoch schade, Tonnen von Getreide verderben zu sehen.

Termine:

  • Sa., 12. August, 10-13 Uhr:
    AckertagRosenkohl jäten“ – Mangels Freiwilliger wurde der Arbeitsschwerpunkt letzte Woche in die Möhren verlegt. Spätestens jetzt ist es aber dringend geboten das beliebte Wintergemüse frei zu jäten. Bitte meldet Euch über folgenden Link an, damit wir besser planen können: https://nuudel.digitalcourage.de/58xJCzNQnNR9ehDt

  • Mo., 14. August, 22.00-0.30 Uhr:
    Nachtfalter beobachten mit dem Entomologen Robert Boczki und dabei die faszinierende und unerwartet bunte Welt der heimischen Nacht-Schmetterlinge kennenlernen!
    Aufgrund des sehr strukturreichen Geländes und der heterogenen und insgesamt sanften Bewirtschaftungsweise auf dem Hof, findet sich eine große Anzahl heimischer, mal mehr, mal weniger Feuchte benötigender Pflanzenarten, Gräser, Kräuter, Büsche sowie Bäume. Entsprechend artenreich ist hier auch die Gemeinschaft der oft streng an bestimmte Pflanzenarten gebundenen Nachtfalter, deren Raupen an ihnen fressen. Mittels professionellem Leucht-Gerät machen wir die formenreiche, heimliche Vielfalt und Farbenpracht der Nacht vor unserer Haustür für kleine Augenblicke sichtbar und erlebbar!
    Bitte Verpflegung, festes Schuhwerk und eine Kopf-/Taschenlampe mit
    bringen, ggfs. Klapphöckerchen! Anmeldung erwünscht über initiative@entrup119.de .






     

Donnerstag, 8. Juni 2023

Bei knapp 30° für den Winter vorsorgen...

Hofbrief: KW 23 

Nach zwei Wochen ohne Regen verspricht die Prognose auch für die nächsten Tage wieder Sonnenschein. Als nächstes steht der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen.

Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.

In den Folientunneln bepflanzen wir die letzten freien Beete mit Sommergemüse. Um den Wasserbedarf zu reduzieren, verlegen wir Tropfschläuche, die das Gießwasser direkt zu den Wurzeln bringen. Bei der tropischen Hitze versuchen wir die Verdunstung durch Mulchmaterial an den Pflanzen, begrünte Wege und Tunnelränder sowie durch Schattiernetze zu verringern. Tomaten und Co. mögen es zwar heiß, aber bei über 35°C ist irgendwann eine Grenze erreicht. Auch für uns Menschen ist ein wenig Schatten ganz schön.


T
ermine:

  • Sa., 10. Juni, 10 bis 13 Uhr:
    Ackertag Rosenkohl pflanzen“
    Bei knapp dreißig Grad im Schatten freuen wir uns schon auf die kalte Jahreszeit und den leckeren Rosenkohl. Jetzt ist Pflanzzeit – knapp drei Tausend Setzlinge sollen in die Erde. Seid Ihr dabei? Wir bitten um Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/KdDCWEdKvoK4cvcU


  • Sa., 1
    0. Juni, 11 bis 17 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit
    Wir sind mit einem Infostand dabei auf dem Überwasserkirchplatz in Münster
    weitere Informationen:
    https://muenster-nachhaltig.de/tdn23/markt-der-moeglichkeiten/

Donnerstag, 25. Mai 2023

"Ist der Mai kühl und nass... "

Hofbrief: KW 21 

Kalte Nächte im „Wonnemonat“ Mai sind nicht ungewöhnlich. In der Nacht vor Christi Himmelfahrt hat es uns besonders kalt erwischt. Das Hofthermometer hat kurzzeitig 0,8°C gemessen. Auf der Wiese fanden sich Flecken von Raureif. Die Zucchinisetzlinge auf dem Jungpflanzentisch sind arg zurückgefroren, während die schon gepflanzten Kürbisse auf unserer Pachtfläche in Nordwalde ohne Schaden geblieben sind.

Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass“ – bei der ersten Heuernte in diesem Jahr wurde diese Regel definitiv bestätigt. Der erste Schnitt war der ergiebigste seit Jahren und wir können zusammen mit den Schafen auf einen satten und sorgenfreien Winter hoffen. Ein Teil der Ernte von den Wiesen haben wir diesmal zu Silage pressen lassen, weil die Heutrocknung auf dem Dachboden solche Mengen gar nicht hätte aufnehmen können.

Gut sichtbar in der Hofeinfahrt gelegen gehen die Bauarbeiten für die neue Scheune ihren Gang. Die Fundamente sind so gut wie fertig gestellt und müssen jetzt noch vier Wochen aushärten. Dann rückt die Hallenbaufirma an uns setzt das Dach drauf. Die Leimbinder dafür befinden sich bereits in der Fertigung.
Etwas abseits liegt zur Zeit die Baustelle für den Bewässerungsteich noch brach. Nach einem eher feuchten Spätwinter und Frühling warten wir auf einen Rückgang des Grundwassers, um die Rohre und die Teichfolie im Trockenen verlegen zu können.
Bei beiden Baumaßnahmen sind Komplikationen aufgetreten und auch die allgemeine Preissteigerung hat die Kosten in die Höhe getrieben. Trotz eines großen Bankkredits, vieler Spenden und Überbrückungsdarlehen von Privatpersonen tut sich im Moment noch eine
Finanzierungslücke auf. Wer also die Möglichkeit hat, der Initiative Entrup 119 e.V. eine steuerlich absetzbare Spende oder ein zinsloses Darlehen zukommen zu lassen, kann uns gerne ansprechen.

Termine:

  • Sa., 3. Juni, 15 bis 17 Uhr:
    Hofführung im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit

  • Sa., 10. Juni, 11 bis 17 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit
    Wir sind mit einem Infostand dabei auf dem Überwasserkirchplatz in Münster

Freitag, 13. Mai 2022

Heuernte, Einweihung Folientunnel, Mitmachaktionen

Am Sonntag haben wir das erste Gras für Heu gemäht. Im Laufe der Woche soll es eingefahren werden. Bis dahin ist Zeit, um die verschiedenen Geräte in der Heuerntekette zu warten und auf Funktion zu testen, um „Verzögerungen im Betriebsablauf“ zu reduzieren. Wir trocknen das Heu auf der Wiese vor und fahren es schon nach zwei-drei Tagen ein, um es unter Dach nachtrocknen. So können wir die gehaltvollen Blätter der Kräuter und Gräser erhalten und Milchmenge und Qualität in der Stallsaison positiv beeinflussen.

Letzte Woche haben wir mit Anleitung durch einen erfahrenen Monteur den neuen Folientunnel aufgebaut. Diese Woche installieren wir die Bewässerungsrohre und spannen die Haltedrähte, um im Anschluss Tomaten, Paprika, Zucchini und Rucola pflanzen zu können. Der Neue ist mit ca. 360qm fast so groß wie zwei alte Folientunnel und vor allem auch ca. 50cm höher. Das hört sich nach nicht viel an, vergrößert das Innenraumvolumen aber erheblich, sodass wir (und die Pflanzen) im Sommer etwas weniger der Hitze ausgesetzt sein werden. Außerdem lässt sich der Boden fast bis zu den Rändern mit dem Pferdegespann bearbeiten, was uns effizientere Abläufe ermöglichen wird. Wir freuen uns schon auf die erste Ernte...

Termine:

  • 14. Mai, 10 Uhr: Mitmachtag mit drei Stationen
    Holzschuppen abbauen: Der alte Schuppen soll weichen, damit an seiner Stelle im Spätsommer eine neue Halle für Maschinen entstehen kann. Die Dachpfannen werden abgedeckt und das Holzgerüst auseinander genommen.
    Pflanzen im neuen Folientunnel: Auf ihr neues Zuhause freuen sich Tomaten, Paprika, Zucchini und Rucola.
    Brennholz spalten: Der große Haufen Brennholz ist bereits deutlich geschrumpft. Mit einer kleinen Gruppe wollen wir das Verbliebene wegräumen.
    Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/ZKeYBRCEuHX4ypw6

  • 14. Mai, 15 Uhr: Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup eG
    Wir starten mit einem Rundgang zu den geplanten Baustellen für die Weiterentwicklung des Hofes. Es gibt Einblicke in wirtschaftliche Kennzahlen und in personelle Veränderungen im Hofteam. Wir freuen uns natürlich auch über Gäste, die (noch) nicht Geno-Mitglied sind. Weitere Infos zur Veranstaltung können Interessierte erfragen über: mail@entrup119.de

  • 21. Mai, 10 Uhr: Mitmachtag Holzschuppen abbauen:
    Wir bringen zu Ende, was in der Vorwoche angefangen wurde…

    Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/ZKeYBRCEuHX4ypw6

Freitag, 13. August 2021

Hofbrief: KW 32 - Heuwetter und Baustellenwetter

Kreativität und etwas Zeit in der Küche machen die Zucchini-Schwemme zu einem Gaumenschmaus. Drei tolle Rezepte für würzige Dips auf der Grundlage von Zucchini hat Jutta in unserem Blog veröffentlicht. Link: https://entrup119.blogspot.com/2021/08/3-leckere-dips-gegen-die-zucchini.html

Diese Woche beschäftigt uns neben den letzten Pflanzungen im Freiland und der üblichen Jäte-Meditationsübung der dritte Heuschnitt. Für die Wiesen und Kleegrasfelder war der Sommer ausreichend warm und die wiederkehrenden Niederschläge haben für üppigen Aufwuchs gesorgt.
Da es immer wieder regnet, fällt umso mehr auf, wenn die Regenrinnen undicht sind oder das Wasser von den Dächern sich auf dem Hof sammelt, weil die unterirdisch verlegten Entwässerungsrohre in die Jahre gekommen sind. Als dringendste Baustelle haben wir jetzt das Fallrohr und die Entwässerung am Eingang zum Melkstand in Angriff genommen. Erst wenn das Niederschlagswasser ordentlich abläuft, können wir es auch später für die Bewässerung auf den Gemüsefeldern sammeln.

Termine:

  • Sa., 14. August, 10 – 13 Uhr: Ackertag „Porree jäten“ – Auch vom Porree gibt es vier Sätze für den Spätsommer, den Herbst und den Winter. Und jedes Lauchpflänzchen möchte die Sonne sehen. Wer jätet mit? Bitte hier anmelden: https://terminplaner.dfn.de/FW3tUIwxWVviVFYg

  • Sa., 21. August, 15 Uhr: Hofführung,
    Anzahl der Plätze begrenzt,
    Anmeldung: mail@entrup119.de

  • Sa., 11. September, 15 Uhr: Hofführung,
    Anzahl der Plätze begrenzt,
    Anmeldung: mail@entrup119.de

Freitag, 11. Juni 2021

Hofbrief: KW 23 - erstes Heu, Regen-Segen, Schaffutter & Pferdefutter

Letzte Woche haben wir erfolgreich den ersten Heuschnitt von einigen Mähwiesen eingefahren. Als am Donnerstag die erste Heutrocknungsbox auf dem Dachboden rappelvoll war und Gewitterwolken über den Himmel zogen, wurden das restliche Futter zu Ballen gepresst und gewickelt. Die Silageballen liegen jetzt auf dem Hof neben der Scheune – ein solider Grundstock für die diesjährige Winterfütterung ist geschaffen.

Am Donnerstag Abend kamen dann noch einige ergiebige Regenschauer vom Himmel. Der Regen gab den frisch abgeernteten Wiesen einen neuen Wachstumsschub – das macht Schafe und Bauern glücklich!

Nach einem trüben Wochenende verspricht die Prognose wieder trockenes Wetter. Als nächstes steht jetzt der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen. Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.