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Donnerstag, 8. Juni 2023

Bei knapp 30° für den Winter vorsorgen...

Hofbrief: KW 23 

Nach zwei Wochen ohne Regen verspricht die Prognose auch für die nächsten Tage wieder Sonnenschein. Als nächstes steht der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen.

Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.

In den Folientunneln bepflanzen wir die letzten freien Beete mit Sommergemüse. Um den Wasserbedarf zu reduzieren, verlegen wir Tropfschläuche, die das Gießwasser direkt zu den Wurzeln bringen. Bei der tropischen Hitze versuchen wir die Verdunstung durch Mulchmaterial an den Pflanzen, begrünte Wege und Tunnelränder sowie durch Schattiernetze zu verringern. Tomaten und Co. mögen es zwar heiß, aber bei über 35°C ist irgendwann eine Grenze erreicht. Auch für uns Menschen ist ein wenig Schatten ganz schön.


T
ermine:

  • Sa., 10. Juni, 10 bis 13 Uhr:
    Ackertag „Rosenkohl pflanzen“ –
    Bei knapp dreißig Grad im Schatten freuen wir uns schon auf die kalte Jahreszeit und den leckeren Rosenkohl. Jetzt ist Pflanzzeit – knapp drei Tausend Setzlinge sollen in die Erde. Seid Ihr dabei? Wir bitten um Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/KdDCWEdKvoK4cvcU


  • Sa., 1
    0. Juni, 11 bis 17 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit
    Wir sind mit einem Infostand dabei auf dem Überwasserkirchplatz in Münster
    weitere Informationen:
    https://muenster-nachhaltig.de/tdn23/markt-der-moeglichkeiten/

Donnerstag, 8. Februar 2018

Hofbrief: KW 6


Jetzt ist der von uns langersehnte Frost endlich da und mit ihm auch Sonnenschein und Himmelblau. Am Pferdestall friert die Tränke ein und am Waschplatz der Wasserhahn. Die Feldsalaternte im Gewächshaus muss gut geplant sein, um die wenigen frostfreien Stunden zur Mittagszeit zu nutzen – gefroren geerntet fällt der Wintersalat in der Küche in sich zusammen, während zum Beispiel Grün- oder Rosenkohl bei Frost sehr angenehm zu ernten sind und unbeschadet auftauen.
Auf den Wegen ist der Schlamm steif gefroren und auch die Felder und Wiesen können jetzt vom Pferdewagen befahren werden. Kompost streuen wir unter die Obstbäume und auf Grünlandflächen, auf dem Gemüseacker wird vor den anspruchsvollen Kohlgewächsen gekalkt und Rottemist ausgebracht.
Im Februar nehmen wir Abschied von FÖJlerin Karlotta, die jetzt anderthalb Jahre bei uns war, und von Midiya, die ihre Ausbildung im dritten Lehrjahr in einer Gärtnerei in Schleswig-Holstein fortsetzen wird.
Termine:
  • Fr., 16. Februar, 19.30-21.30Uhr: Wir wiederholen an diesem Filmabend:
    „Der Bauer mit den Regenwürmern“– Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern im Schnitt 16 Regenwürmer pro qm finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun ungefähr die 25-fache Menge. Sie berücksichtigen die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer: Ihre „Wohnungen“ werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter. Regenwurmkot liefert wertvollen Humus – bis zu 2cm pro Jahr – und 2m tiefe Regenwurmröhren, die pro Stunde bis zu 150 Liter Wasser im Boden speichern können. Durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften die Brauns weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.
    Und im Anschluss: „Andeer ist anders“ – 20 Jahre lang ist Martin Bienerth als Hirte auf die Alp gegangen. Es war immer mehr als nur ein Job. Es war Arbeit, Kultur, Nähe zum Leben und zum Tod.
    Dann hat er seine Vision von wirklich gutem Bio-Käse von glücklichen Kühen umgesetzt.
    Zusammen mit seiner Frau betreibt er im schweizerischen Andeer eine Sennerei, um zu verhindern, das die Milch der ortsansässigen Bauern und damit die Arbeit und das Kapital ins Unterland fließen und ein Stück Leben mehr aus den Bergen verschwindet. Seine Philosophie, dass Kühe mit Hörnern nicht nur glücklicher sind, sondern auch bessere Milch geben, zeigt sich in den zahlreichen Auszeichnungen für seinen Käse. – Eintritt frei
  • Di., 20. Februar sowie Sa., 24. Februar, jeweils 18.30-22.00Uhr:
    Hofkäse-Schule – An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein. – 35€ je Abend, Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 21. September 2017

Hofbrief: KW 36


Unser Anbauverband Demeter legt fest, dass wir jedes Jahr zusätzlich zur EU-Bio und Demeterkontrolle ein sogenanntes Betriebsentwicklungsgespräch durchführen. Dabei wird ein für den Hof relevantes Thema mit mindestens einem Demeter-Kollegen von einem anderen Hof erörtert. Im Gespräch vor Ort auf dem Betrieb wird gemeinsam überlegt, wie der Betrieb sich bei diesem Thema weiter entwickeln kann.
Für dieses Jahr haben wir uns die Pferdearbeit vorgenommen. Am 18. September kommt Klaus Strüber vom Hof Hollergraben in Schleswig-Holstein zu uns. Gemeinsam überlegen wir, wie die Pferdearbeit im Gemüsebau verbessert werden kann. Aber auch, ob wir die Pferde sinnvoll in anderen Bereichen einsetzen können, damit sie besser ausgelastet sind und kontinuierlicher arbeiten können.
Klaus Strüber arbeitet selber viel mit Pferden auf seinem Hof, bietet Lehrgänge dazu an und ist auch in Sachen Solidarische Landwirtschaft als Berater unterwegs. Wir sind sehr gespannt auf diesen Tag und seine Anregungen.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Hofbrief: KW 50


Warum halten wir Nutztiere? Für die Einen ist es ganz selbstverständlich – zu einem Bauernhof gehören auch Tiere, zu einer vielfältigen Ernährung auch leckere Milchprodukte und Fleisch. Andere stellen angesichts der bunten Vielfalt an der Obst- und Gemüsetheke und der ganzjährigen Verfügbarkeit der meisten Lebensmittel das Althergebrachte in Frage: Müssen wir noch Tiere halten oder geht eine ausgewogene Ernährung auch vegetarisch oder vegan?Was man isst, darf und soll natürlich Jeder für sich entscheiden.
Zur biologisch-dynamischen Landwirtschaft gehört die Tierhaltung auf jeden Fall dazu. Langjährige Anbauversuche zeigen, dass die Düngung der Ackerböden mit hofeigenem tierischem Dünger die
Bodenfruchtbarkeit auf Dauer am besten erhält und auch vermehrt.
Es gibt aber noch einen ganz anderen Aspekt in der Mensch-Tier-Beziehung: Jeder weß, wie fasziniert Kinder auf Tiere reagieren, sei es im Zoo oder auch im Schafstall ihres kleinen Lieblingshofs. Und auch Erwachsene kommen schon mal ins Staunen: Ist es nicht etwas Wunderbares, wenn die Wiederkäuer zähes Gras in Milch verwandeln? Ist es nicht erstaunlich, dass man zur Schafweide geht, ruft, und die Tiere folgen Einem nach? Dass starke Kaltblutpferde auf ein leises Schnalzen des Fuhrmanns hin einen schweren Pflug oder Wagen ziehen – ohne Murren, sogar mit Freude?!
Wer erschöpft und gestresst ist, der setze sich hin ins Heu und lausche dem rhythmischen Wiederkäuen der Schafe, dem genüsslichen Mampfen der Pferde. Und wenn man Sorge hat, die Tiere auszunutzen, dann kraule man sie hinterm Ohr oder unterm Kinn. Mit Sicherheit gibt es einen verliebten Blick zurück!

Dienstag, 20. September 2016

Hofbrief: KW 38


Die seit der zweiten Augusthäfte anhaltende Trockenheit macht insbesondere den Wiesen und Wäldern zu schaffen. An besonders trockenen und sonnigen Stellen nimmt das Gras gelbe oder braune Farbtöne an – eher untypisch für unsere tendentiell zu feuchte Landschaft. Die Bäume werfen einen Teil ihrer Blätter ab und geben ein herbstliches Bild ab. Schade ist es auch um die Wintergetreide- und Gründüngungsaussaaten, die sich nur sehr zögerlich entwickeln und eventuell zu schwach in den Winter gehen werden.
Die Obsternte geht weiter – nach und nach reifen die verschiedenen Sorten der Äpfel, Birnen und Quitten. Im Vorfeld des diesjährigen Altenberger Apfelfestes bieten wir zusätzliche Mitmachtage an zum Pflücken und Fallobstsammeln.Auch an diesem Samstag liegt der Arbeitsschwerpunkt auf unserer Obstwiese in Kümper. Wir treffen uns also am 24. September um 10.00 Uhr auf dem Hof oder um 10.30 Uhr direkt auf der Streuobstwiese. Eine Anfahrtsbeschreibung kann gerne beim Hof angefordert werden.

Am Sonntag, dem 25. September findet unser diesjähriges Erntedankfest statt. Dazu laden wir ganz herzlich alle Menschen ein, die über CSA, Verein oder Genossenschaft mit dem Hof verbunden sind.Wir beginnen um 11.00 Uhr. Ähnlich wie im Vorjahr unternehmen wir mit zwei Pferdegespannen eine kleine Kutschfahrt über die hofnahen Äcker und Wiesen. Danach treffen wir uns an einer großen Tafel zu einem leckeren Sonntagsbrunch.
Schön wäre es, wenn Jede/r eine Kleinigkeit zur gemeinsamen Mahlzeit beisteuert. Dankbar nehmen wir auch Hilfe für den Auf- und Abbau entgegen.

Montag, 12. September 2016

Gärtnerhof Entrup hautnah erleben

Die Hofführung über Gemüsefelder, in Folientunnel und Ställe bei 30 Grad im September bot viel Gesprächs- und Diskussionsstoff - u. a. auch über die schwierigen Wetterverhältnisse in 2016 und den Klimawandel.
Am Sonntag waren rund 30 Interessierte dem Aufruf des Gärtnerhofs Entrup gefolgt, im Zuge der Aktionstage Ökolandbau an der Hofführung teilzunehmen. Punkt 15 Uhr ging der Rundgang bei strahlendem Sonnenschein und Hochsommer-Temperaturen los. Von der Ackerarbeit, über die Vielfalt der Tomatensorten, die Freuden und Leiden der Schafe, die Eigenheiten der unterschiedlichen Böden bis hin zur Organisation der Solidarischen Landwirtschaft – Werner hatte viel zu erzählen und gab auf jede noch so detaillierte Spezialfrage Antworten.
Die Themen rund um den Ökolandbau bieten halt unendlich viel Gesprächs- und Diskussionsstoff. Wir wären wahrscheinlich noch bis in den Abend hinein geblieben, hätten die Kinder nicht nach drei Stunden zuhören und Pferde streicheln nach Hause gewollt. Manche nutzten den Besuch im Melkstand, um sich mit einem guten Schuss Milch direkt von einer netten Erzeugerin zu stärken.
Der frisch gebackene Apfelkuchen war aber auch sehr lecker ; )
Mutige Gelegenheit, einmal die Milch direkt aus dem Euter zu probieren. Piet war überrascht, dass die Milch vom Schaf milder schmeckt als Kuhmilch.

Die Kaltblüter Daniel, Thekla, Rocko und Karina genossen den arbeitsfreien Samstag und viele Streicheleinheiten.


Mitglieder können sich über die vielfältigen Tomatensorten freuen wie z. B. Berner Rose, Tigertomate, Ochsenherz und Lila Tomate.