Posts mit dem Label Naturschutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Naturschutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. April 2024

Noch ein Schweinemäster? Noch ein Pferdehof?

Hofbrief: KW 15 

Der Frühling verwandelt den Hof; das Gras grünt mehr und mehr, die Wildkräuter sprießen und die Blumenbeete erstrahlen im vielen Frühlingslicht.
Der Lenz hat es wieder eilig – nach den Schneeglöckchen verblühen auch die Narzissen; die ersten Tulpen wurden bereits gesichtet, dazu Löwenzahn- und Kirschblüte und die ersten Apfelblüten.

Die diesjährigen Lämmer sind mittlerweile gar nicht mehr so ganz klein und es wird voll und eng im Lämmerstall. Satt kriegt man die Rabauken auch nicht. Nach gefühlt hundert Mal nachfüttern putzen sie den Trog immer noch ratzeputzeleer.
Jetzt lernen die Tiere aber erst mal, als Herde zu laufen. Wenn es tagsüber trocken genug ist, kommen sie für einige Stunden auf eine hofnahe Weide. Beim ersten Weideaustrieb hatten wir noch Mühe, die Lämmergruppe zusammen zu halten. Jetzt klappt das schon viel besser. Eine Person vorne, eine hinter der Herde, und alle Lämmer wissen, wo es langgeht.
Auch der Umgang mit dem Stromzaun will gelernt sein. Nicht jedes Tier versteht, dass es nur wehtut, wenn man den Draht berührt; ein Schritt zurück, und der Zaun lässt einen in Ruhe. Manche Lämmer versuchen die Flucht nach vorne – mit schmerzhaften Folgen. Deshalb sind wir am Anfang immer eine Weile bei der Lämmerherde um bei Bedarf Hilfe zu leisten.
Wenn demnächst die warme Zeit kommt und sich beständigeres Wetter einstellt, können die Jungtiere auch ganztags auf der Weide bleiben. Schließlich geht es den großen Kleinen dort am besten!

Für den Gemüse- und Ackerbau warten wir auf die trockenen warmen Frühlingstage. Sobald die Ackerflächen wieder trocken genug sind, gibt es ganz viel zu pflanzen und zu säen. Möhren und Zwiebeln, Bohnen, diverse Salate und Kohlsorten sind schon ganz ungeduldig. Auch der Futterhafer soll noch gesät werden.

Termine:

  • Sa., 13. April, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „Frühgemüse pflanzen“ –
    Wir pflanzen Salate, Mangold und Frühlingszwiebeln. Nebenan können im Anschluss die Dicken Bohnen gehackt werden. Eure Anmeldung erleichtert die Planung: https://terminplaner6.dfn.de/p/d894079d0acacf5a0e7295c56365dce6-682351

  • Sa., 13. April, 14.30 Uhr:
    Jahresversammlung derInitiative Entrup 119 e.V.“ –
    Ohne unseren Verein und den Hofkauf vor 25 Jahren wäre Entrup 119 heute einer von vielen Schweinemästern oder Pferdehöfen im Münsterland. Damit wir auch die nächsten 25 Jahre Ökolandbau betreiben, die heimische Natur schützen und Bildungsarbeit für alle Altersgruppen anbieten können, müssen wir uns jetzt mit der Zukunft des Vereins beschäftigen.
    Seid also dabei! Es erwartet Euch ein kleiner
    Hofrundgang und Rückblick auf das vergangene Jahr. Neben einigen formalen Tagesordnungspunkten werden wir einen Platz im Vorstand neu besetzen. Außerdem soll der Kreis der aktiven Mitglieder wieder wachsen. Engagement macht Sinn. Herzlich Willkommen!

  • Sa., 27. April, 14 Uhr:
    Demo „Wir haben es satt“ für eine nachhaltige und
    soziale Landwirtschaft –
    Treffpunkt und Start der Demoroute in Münster in der Stubengasse.
    Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt-muenster.de
    Vom Hof planen wir eine Anreise mit Fahrrad und freuen uns, wenn Du Dich dem Fahrradkorso anschließt. Gerne per Mail abstimmen: mail@entrup119.de

Donnerstag, 7. März 2024

Unruhe

Hofbrief: KW 10 

Nach dem langen grauen nassen Herbst und Winter freuen sich Mensch und Tier über das trockene Frühlingswetter. Die Tage werden immer länger. Die Böden auf Äckern und Wiesen trocknen rasant. Die Bäuerinnen und Gärtner werden langsam unruhig, denn im Frühjahr gibt es genug zu tun:

Auf den Gemüsefeldern ist es endlich wieder Pferdearbeit möglich: Kalk streuen, pflügen, grubbern, eggen, Dämme aufwerfen für die ersten Pflanzungen. Nach der langen Winterruhe müssen die Zugpferde erst wieder Kondition aufbauen.
Die Wiesen werden abgeschleppt, um Maulwurfshügel einzuebnen. Auf den Weideflächen werden Zäune ausgebessert, damit die Schafe wieder stundenweise auf die Weide gehen können – noch ist das Futter auf der Weide knapp und die Verdauung der Tiere muss sich erst wieder auf frisches Gras einstellen.

Anfang März sind zwei neue Auszubildende zu unserem Team dazu gestoßen.
Milan beginnt seine Lehre zum biodynamischen Landwirt. Die letzten Jahre hat er bei der NABU-Station Münsterland Teilnehmende des FÖJ und BFD in praktischem Naturschutz angeleitet.
Lars wechselt vom Bioland-Betrieb Laakenhof zu uns ins zweite Lehrjahr im Gemüsebau. Er hat bereits Erfahrungen mit Schlepperarbeiten im Acker- und Gemüsebau gesammelt und interessiert sich jetzt für die Arbeit mit unseren Zugpferden.
Wir wünschen den Neuen ein gutes Ankommen und einen beschwingten Start!

Termine:

  • Sa., 09. März, 10 bis 13 Uhr (evtl. 14 Uhr):
    Mitmachtag „Regenrohre anschließen“ an der neuen Scheune –
    Das Niederschlagswasser vom Gebäudedach soll für die Freilandbewässerung abgeleitet und gesammelt werden. Wir installieren die Fallrohre und verlegen evtl. schon erste Rohre im Boden.
    Wir freuen uns auch über Verstärkung, die erst um 12 Uhr kommt und dafür bis 14 Uhr bleibt. Bitte denkt an wetterfeste Kleidung und Schuhe!
    Verbindliche Anmeldung über folgenden Link: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

Sonntag, 2. Juli 2023

Stellenangebot Bildungsarbeit

Du bist ein Organisationstalent, das offen auf Menschen zugeht, neugierig ist und es liebt, Kindern und Erwachsenen die weiterzuvermitteln? 

Um das aktuelle Bildungsangebot zu erweitern, suchen wir ein Organisationstalent, das sich vorstellen kann auf Honorarbasis oder als Minjob die ökologischen Zusammenhänge von Boden, Pflanzen, Tieren und Mensch kreativ weiterzuvermitteln.


Diese Qualifikationen und Kenntnisse wären von Vorteil (sind aber nicht zwingend Voraussetzung 😉):

  • Kenntnisse in biologischer oder biodynamischer Landwirtschaft
  • Naturschutzkenntnisse
  • natur- und umweltpädagogische Kenntnisse
  • eine pädagogische Ausbildung in Kinder- und/oder Erwachsenenbildung
  • Erfahrungen in der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen 
  • Leitung von Gruppen


Deine Aufgaben:

  • Weiterentwicklung des Bildungskonzeptes
  • Abstimmung (auch inhaltlich) mit dem Hofteam und dem Vereinsvorstand
  • Bearbeitung von Anfragen
  • Organisation von Veranstaltungen
  • Suche geeigneter Referenten 
  • Durchführung der Maßnahmen 
  • Abrechnung/Dokumentation

Du hast Interesse?
Dann schicke Deine Bewerbung in Form eines Anschreibens und eines Motivationsschreibens an Luca Michelsen bildung@entrup119.de

Interessierte können auch gerne bei unseren Kinderworkshops im Juli hospitieren. Kontakt zwecks Terminabsprache: Luca
bildung@entrup119.de

Donnerstag, 8. Juni 2023

Bei knapp 30° für den Winter vorsorgen...

Hofbrief: KW 23 

Nach zwei Wochen ohne Regen verspricht die Prognose auch für die nächsten Tage wieder Sonnenschein. Als nächstes steht der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen.

Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.

In den Folientunneln bepflanzen wir die letzten freien Beete mit Sommergemüse. Um den Wasserbedarf zu reduzieren, verlegen wir Tropfschläuche, die das Gießwasser direkt zu den Wurzeln bringen. Bei der tropischen Hitze versuchen wir die Verdunstung durch Mulchmaterial an den Pflanzen, begrünte Wege und Tunnelränder sowie durch Schattiernetze zu verringern. Tomaten und Co. mögen es zwar heiß, aber bei über 35°C ist irgendwann eine Grenze erreicht. Auch für uns Menschen ist ein wenig Schatten ganz schön.


T
ermine:

  • Sa., 10. Juni, 10 bis 13 Uhr:
    Ackertag Rosenkohl pflanzen“
    Bei knapp dreißig Grad im Schatten freuen wir uns schon auf die kalte Jahreszeit und den leckeren Rosenkohl. Jetzt ist Pflanzzeit – knapp drei Tausend Setzlinge sollen in die Erde. Seid Ihr dabei? Wir bitten um Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/KdDCWEdKvoK4cvcU


  • Sa., 1
    0. Juni, 11 bis 17 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit
    Wir sind mit einem Infostand dabei auf dem Überwasserkirchplatz in Münster
    weitere Informationen:
    https://muenster-nachhaltig.de/tdn23/markt-der-moeglichkeiten/

Donnerstag, 8. Dezember 2022

Eine schlammige Angelegenheit...

Hofbrief: KW 49

Als Kompensation für die Bodenversiegelung beim Bau der neuen Scheune und des Regenwassersammelbeckens legen wir demnächst eine Streuobstwiese auf dem Tüschenkamp an. Gepflanzt werden die 20 Hochstamm-Obstbäume möglichst im Herbst, sodass sie den ganzen Winter Zeit haben Wurzeln zu bilden und nächsten Sommer die Trockenheit besser überstehen. Bei guter Pflege wird die Wiese über Jahrzehnte das Landschaftsbild bereichern und viele Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäugetiere bieten. Und satt machen wird das leckere Obst uns natürlich auch.

Damit der neue Bewässerungsteich sich mit Wasser füllt, müssen wir noch einige Regenrohre von den Hofgebäudedächern umleiten, vergrößern bzw. neu verlegen. Minibagger fahren macht auch den Lehrlingen Spaß – schade nur, dass wir für solche Arbeiten im trockenen Sommerhalbjahr keine Zeit haben – jetzt im Dezember ist Erdbau eine schlammige Angelegenheit.
Als weiteren Arbeitsschritt am Projekt Bewässerung verlegen wir ein
Schutzvlies auf dem Teichgrund. Es schützt die Teichfolie vor Beschädigung und verhindert ein Abrutschen der steilen Uferböschung, solange die Folie noch nicht ausgelegt worden ist. Auch diese Arbeit würde sicherlich bei trockenen warmen Verhältnissen viel mehr Spaß machen...

Ab Dezember beliefern wir dienstags ein zusätzliches Abholdepot in MS-Gremmendorf. Wer gerne den Abholort ändern möchte, kann uns gerne wegen der Adresse ansprechen.

Termine:

  • Sa., 17. Dezember,
    08:30 – 10:45 Uhr
    oder 10:45 bis 13:00 Uhr:
    Schafschur – wir brauchen Hilfe beim Sortieren der Wolle. Bitte anmelden unter https://terminplaner6.dfn.de/p/bef4eaf776555aa3bc7634d9ea6f16f1-58948

  • Di., 27. Dezember bzw. Fr./Sa., 30./31. Dezember:
    Lieferpause – In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr gönnen wir uns eine kleine Auszeit und pausieren mit der Vermarktung. Demnach fällt ein Liefertag aus. Nach Möglichkeit werden die Anteile in den Wochen vor und nach der Lieferpause etwas größer ausfallen.

Donnerstag, 9. Juni 2022

Planen oder sich überraschen lassen?

Hofbrief: KW 23 

Obwohl am 04. Juni zu keiner Mitmachaktion aufgerufen worden war, meldeten sich drei Teilgeberinnen und pflanzten mit uns auf dem Tischenkamp Zucchini, Schnittlauch und Petersilie. Vielen Dank für die spontane Unterstützung. Zur Zeit können wir uns ja kaum über zu wenig Arbeit beschweren ;-)
Nachmittags konnte eine Gruppe von zehn Erwachsenen und sechs Kindern den Hof bei einer Hofführung kennenlernen.

Nach zwei Wochen mit wechselhaften Wetter und leider kaum Regen verspricht die Prognose wieder Sonnenschein. Als nächstes steht der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen. Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.

Termine:

  • Sa., 11. Juni, 10 Uhr: Ackertag „Rote Bete pflanzen“
    Das farbenfrohe Wintergemüse steht in den Startlöchern. Wer unterstützt uns dabei, die sechs Tausend Setzlinge auszupflanzen? Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/7jV6TINhm53J1Mcw

Donnerstag, 31. März 2022

Vielfalt braucht Zuwendung braucht Freiräume

Hofbrief: KW 13 

Im Ackerbau können wir die Arbeit leider nicht mit den Arbeitspferden erledigen – die Flächen sind zu weit verstreut und auch zu groß. Dennoch versuchen wir sie möglichst naturgemäß zu bewirtschaften: Dieses Jahr bauen wir beispielsweise Gemenge aus Getreide und einer zweiten Frucht wie Ackerbohne oder Leindotter an.

So vermeiden wir Monokulturen und haben auf dem Getreideacker ganzflächig insektenfreundliche Blühpflanzen, die ausgereift auch noch ein gutes Tierfutter bzw. im Fall von Leindotter ein hochwertiges Speiseöl ergeben. Mit der Bodenbearbeitung warten wir recht lange, denn auf abgetrocknetem Boden hinterlässt der Traktor weniger Verdichtungen. Den Ackerboden versuchen wir so flach wie möglich zu bearbeiten, um die Bodenlebewesen zu schonen.

Immer wieder merken wir, dass die hohen Ideale nicht zum Nulltarif zu haben sind. Natürlich ist es einfacher, eine einzige Saatgutart gleichmäßig auf dem Acker zu verteilen. Bohnen sind rund und schwer; das Haferkorn ist länglich, in Spelzen eingepackt und eher leicht. Zunächst muss das Saatgut gleichmäßig vermischt werden – eine kleine Herausforderung bei ca. 1000kg Saatgut. Bei der Aussaat muss ein Kompromiss gefunden werden: Ackerbohnen sollten möglichst tief gelegt werden, damit sie gut quellen und keimen können. Das Haferkorn sollte weniger tief gesät werden, damit der Keimling es gut an die Oberfläche schafft.
Bei der Bodenbearbeitung sind wir noch
auf der Suche nach dem optimalen Verfahren. Einerseits versuchen wir den Boden ganzjährig bewachsen zu lassen, damit er lebendig bleibt. Andererseits müssen wir bei der Bestellung des Ackers ein sauberes Saatbett hinkriegen, damit die Maschinen gut damit zurecht kommen und später auch die Beikrautkontrolle gut funktioniert.

Wir lernen von Jahr zu Jahr dazu und versuchen Herausforderungen mit Experementierfreude zu meistern. Am Ende muss wieder die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie gelingen.

Donnerstag, 10. Februar 2022

Hofbrief: KW 6 - Schafe und Wölfe

Das Wetter grau in grau, der Sonntag verregnet zum im Bett bleiben und doch sind die Schneeglöckchen erwacht. Morgens um acht ist es schon richtig hell und am frühen Abend um fünf immer noch hell. Und die Vögel singen schon wieder viel fröhlicher. Es wird!

Seit Jahren beschäftigt alle Schafhalter in Deutschland die Wiedereinwanderung der Wölfe. In Niedersachsen gab es Wolfsrudel, vom Niederrhein berichteten Schäfer von Wolfsrissen. Das Münsterland blieb lange wolfsfrei. Bis jetzt konnten wir das Geschehen aus der Ferne beobachten und uns Gedanken machen, was wir konkret für Handlungsoptionen haben, um unsere Weidetiere zu schützen. So sehr uns als Biolandwirte die Artenvielfalt am Herzen liegt, mindestens genau so wichtig ist uns die artgerechte Haltung unserer Schafherden auf der Weide – Tag und Nacht, solange die Tiere draußen genug Futter finden.
Mittlerweile sind Wölfe in unserer unmittelbaren Umgebung gesichtet worden und das Thema Herdenschutz wird jetzt sehr akut. Bald beginnt wieder die Weidesaison für die Milchschafe. Und die Jungtiere vom letzten Jahr sind den ganzen Winter draußen geblieben, wo es ihnen am besten geht.
In den nächsten Wochen müssen wir unsere festen Zäune wolfssicher ausstatten – 1,40m hoch, mit sechs stromführenden
Drähten ausgestattet. Parallel müssen wir ein neues System für die mobilen Zäune der weiblichen und männlichen Jungtiere finden, damit diese weiterhin flexibel dem Futteraufwuchs hinterher ziehen können.
Zu klären ist,
wer diese Ausgaben finanzieren wird. Immerhin ist Tierhaltung nicht der Bereich der Wirtschaft, in dem Gold gescheffelt wird. Und Arbeit haben wir Landwirte auch heute schon mehr als genug.