Freitag, 23. Juli 2021

Wieder da: Schaffelle weiße, braune und weiß-braune

Sie sind wieder da: kuschelige Schaffelle! Seit Freitag, den 23. Juli gibt es sie in großer Auswahl  im Hofladen und auf dem Ökomarkt in Münster. Sie kosten, je nach Größe zwischen 100 und 140 €.

Die Qualität ist wieder ganz toll und die Farben wunderschön – manche reinweiß, andere weiß und braun gefleckt und wieder andere dunkelbraun. 

So ein Gerbprozess ist aufwändig und dauert mehrere Monate. Deshalb gibt es auch manchmal ein paar Wochen keine Felle, nämlich dann, wenn der Vorrat verkauft ist, aber es noch etwas Zeit braucht, bis Nachschub kommt. Seit vielen Jahren bringen wir unsere Felle nach Mettingen zur Gerberei Birke. Nach dem Waschen und Säubern folgt das pflanzliche Gerben, Trocknen, Stollen, Schleifen und Kämmen. Wer es genau wissen möchte, kann sich bei der Gerberei Birke informieren. Die Gerberei Birke arbeitet sehr energiesparend und umweltbewusst mit eigenem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage. Das Wasser wird mehrfach genutzt. Zum Waschen und Reinigen im Nassbereich kommt Regenwasser von den Dachflächen der Gerbereihallen zum Einsatz. Biologisch abbaubare Waschmittel und Gerbstoffe können ohne Probleme in der Mettinger Kläranlage gereinigt werden.



Pflegehinweis: Unsere Felle sollten nicht gewaschen werden, da der Gerbstoff keine feste Bindung mit der Faser eingeht und somit teilweise auswaschbar ist. Stattdessen zwischendurch das Schaffell einfach ausklopfen, absaugen, ausschütteln und aufkämmen. Dann bleibt es lange schön und weich. Entrup119-Marktfrau Larissa hat noch einen super Tipp: "Das Fell einfach mal in den Nieselregen hängen oder im Winter mit der Fellseite nach unten in den Schnee legen. Dann quillt die Struktur der Haare auf und man kann den Dreck rausschütteln". So ein Lammfell braucht wirklich nur bei Bedarf eine extra Portion Reinigung, denn generell reicht der verbliebene Wollfettgehalt als natürlicher Schmutz-Schutz völlig aus.

Wir empfehlen zudem, die Lammfelle alle paar Jahre zusätzlich in einer Gerberei aufarbeiten zu lassen. Spezialmaschinen kämmen dort die Wolle auf und der tiefsitzende Staub oder anhaftender Schmutz wird ausgebürstet und abgesaugt.

Freitag, 16. Juli 2021

Hofbrief: KW 28 - MIssion possible

Der vergangene Samstag hat unser Jäteteam sehr weitergebracht. Außer drei GärnerInnen vom Hof waren 13 weitere Menschen zum Jäten der Zwiebeln gekommen. Augenzeugen berichten von einer geradezu unmöglichen Mission. Die Jätetruppe fand ein völlig verkrautetes Zwiebelfeld vor, ließ sich davon aber nicht einschüchtern und hinterließ es nach dreieinhalb Stunden konzentrierter Meditation tiptop sauber. Die Zwiebeln danken und wachsen jetzt wieder unbeschwert dem Herbst entgegen!

Was kommt jetzt?

Das wüchsige Wetter hält an und es bleibt noch viel zu tun. Kommt gerne an den nächsten Samstagen im Juli und August zum Jäten, sofern kein größerer Regen droht. Es erwarten Euch am 17. Juli der Knollensellerie, am 24. Juli die Möhren und am 31. Juli der Porree und und und… Beginn ist jeweils um 10 Uhr. Erfolgsmomente lassen sich nicht immer vermeiden!

Meldet Euch bitte unter dem folgenden Link an: https://terminplaner.dfn.de/xsBIhTAwu1sM68DD

Freitag, 9. Juli 2021

Hofbrief: KW 27 - von der Pflicht zur Kür...

Unser Aufruf zum „Ackern“ fand am Samstag eine gute Resonanz. Eine fröhliche Gruppe düngte und pflanzte Rosenkohl und Grünkohl. Eine zweite Gruppe jätete mit viel Durchhaltevermögen die Kräuterbeete, Fenchel und Lauchzwiebeln. Mehrere Menschen boten an, an einem anderen Wochentag mitzuhelfen, weil sie am Samstag verhindert waren. Außerdem gab es noch einige weitere Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zu den „Ackertagen“.

Die Teilnahme ist und bleibt freiwillig.
Wir würden gerne möglichst vielen Menschen vermitteln, dass die Mitarbeit auf dem Hof viel Freude bringen kann. Man erlebt unmittelbar den Nutzen seines Tuns und nimmt eventuell eine Portion Energie mit nach Hause, wenn eine scheinbar unschaffbare Aufgabe mit vielen „helfenden Händen“ doch zu einem guten Ende kommt. Insofern sehen wir die „Ackertage“ nicht nur als schwere Arbeit zum Abschluss einer vollen Woche, sondern als schwungvollen Start ins Wochenende ;-) Zusätzlich tragen sie auch noch zu einer reichhaltigeren Ernte bei.

Termine:

Das wüchsige Wetter hält an und es bleibt noch viel zu tun. Kommt gerne an den nächsten Samstagen im Juli und August zum Jäten, sofern kein größerer Regen droht. Im September und Oktober steht die eine oder andere Ernteaktion auf dem Acker oder auf der Streuobstwiese an. Vielleicht können wir Anfang November gemeinsam Sauerkraut herstellen.
Den konkreten Aufruf zum Mitarbeiten erlauben wir uns kurzfristig zwei bis drei Tage im Voraus los zu schicken. Das hat den Vorteil, dass die Wetterprognose wesentlich verlässlicher ist und wir viel besser abschätzen können, was wir in der Woche selber schaffen und wo mehr "helfende Hände" vonnöten sind.
Am kommenden Samstag (10. Juli, 10 – 13 Uhr) möchten wir mit Euch zusammen die Zwiebeln jäten. Meldet Euch bitte verbindlich an unter folgendem Link: https://terminplaner.dfn.de/k4EpscWyqPszKWFi

Am 1. Juli hat das neue CSA-Wirtschaftsjahr begonnen. Wie bereits angekündigt erhöhen wir den Teilnahme-Richtwert für volle Anteile auf 160€ bzw. für kleine Anteile auf 90€. Denkt bitte daran, den Dauerauftrag entsprechend anzupassen.

Freitag, 2. Juli 2021

Münster-Ökomarkt 9. und 16. Juli 2021: Kleiner Marktstand – kein Gemüse- und Obstverkauf



Liebe TeilgeberInnen & BesucherInnen des ökologischen Bauernmarkts auf dem Münsteraner Domplatz!

Urlaubsbedingt wird das Entrup-Hofteam an den Freitagen 9. und 16. Juli mit einer abgespeckten Marktstandversion auf dem Domplatz sein. 

Das Urlaubsoutfit fällt dann etwas kleiner und luftiger aus. 

Und nicht wundern: Es gibt an diesen beiden Freitagen keinen Gemüse- und Obstverkauf. Im Verkauf haben wir dann nur leckeren Schafskäse und verschiedene Brotsorten. 

Da die Kühlmöglichkeiten in dem kleinen Marktstand eingeschränkt sind, wird das Milchproduktesortiment den Gegebenheiten angepasst. Mit Hirtenkäse, Joghurt und Schnittkäse wird hoffentlich dennoch für jeden Geschmack etwas dabei sein.


Wir freuen uns auf Euern Marktbesuch und wünschen Euch auch eine erholsame Urlaubszeit!


Euer 
Entrup-Markt-Team


Hofbrief: KW 26 - Vorausschauend denken...

Eben war erst Sommeranfang, wir bereiten aber schon die Gemüseversorgung für den Herbst vor. Auf unserer Pachtfläche in Nordwalde sind bereits Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl und Wirsing gepflanzt.
Weil Wasser der wichtigste Nährstoff im Pflanzenbau ist und auf regelmäßige Niederschläge leider kein Verlass ist, verlegen wir nach der Pflanzung an jede Pflanzreihe sogenannte
Tropfschläuche. Dieses Bewässerungssystem ist Standard im Gewächshausanbau, weil es das Wasser direkt an die Pflanzenwurzel bringt und der Wasserbedarf wesentlich geringer ist als bei gewöhnlicher Beregnung. Nun erproben wir die Tropfbewässerung im Freilandanbau. Nach dem Verlegen der Schläuche wird zwischen den Gemüsepflanzen eine Mulchschicht ausgebracht, um die Bodenoberfläche vor Austrocknung zu schützen und auf Hacken und Jäten verzichten zu können.

Die vergangenen drei „Ackertage“ waren unterschiedlich gut besucht. Während sich am ersten Samstag noch zehn Teilgeber durch das Dickicht in Broccoli, Blumenkohl und Kürbis jäteten, waren es eine Woche später bei den Möhren nur noch drei Menschen. Am letzten Samstag schafften es nur zwei HelferInnen zum Pflanzen der 6000 Rote-Bete-Setzlinge. Da fühlt man sich schon allein auf weiter Flur…
Jetzt bitten wir um Eure Rückmeldungen.
Was hindert Euch daran, samstags zum Hof zu kommen und mitzuackern? Bitte schreibt uns eine kurze Mail, ruft an oder sprecht uns direkt an.
Auch wenn wir gerade recht kurzfristig zum Ackertag aufrufen, könnt Ihr sicher sein, dass es genug zu tun gibt und die Arbeit für Alle reicht. Sprecht uns gerne an, wenn ein anderer Wochentag für Euch passender ist.
Bei der warmen Witterung wächst uns das Unkraut nach jedem größeren Schauer davon. Wir können und wollen keine Saisonarbeiter aus Osteuropa beschäftigen, die für uns die Drecksarbeit machen.
Letztlich profitieren wir Alle, wenn die Gemüsekulturen gut gejätet sind, von einem wesentlich höheren Ertrag und der besseren Qualität. Seid Ihr am nächsten Samstag dabei?

Freitag, 25. Juni 2021

Hofbrief: KW 25 - Bildungsarbeit in auf dem Gärtnerhof Entrup

(ein Beitrag von Luca und Tim)

Anfang diesen Jahres hat die Initiative Entrup 119 e.V. eine Stelle für die Bildungsarbeit ausgeschrieben. Wir, Luca und Tim, wurden vom Vereinsvorstand für diese Stelle ausgewählt und teilen uns diese seit April. Daher möchten wir uns im Folgenden kurz vorstellen und Euch einen kleinen Einblick geben, was wir in der kommenden Zeit auf dem Hof vorhaben.

Unser Wunsch und Ziel ist es, Menschen dabei zu begleiten, sich mit der Natur und sich selbst auseinander zu setzen und insbesondere junge Menschen auf ihrem Weg zu einer selbstbewussten und reflexionsfähigen Persönlichkeit unterstützen. Das Bewusstsein für ein nachhaltiges Leben, die Umwelt sowie das Eingebunden sein in unser Ökosystem bilden dabei eine wesentliche Grundlage unseres Handelns.

Gemeinsam möchten wir unsere Erfahrungen aus der Bildungs- und Kulturarbeit und der umweltpädagogischen Praxis einbringen und dabei an Vorangegangenes anknüpfen, aber auch neue Angebote entwickeln und verstetigen. Der Gärtnerhof als Lernort, die umliegende Natur als Erfahrungsfeld, kreativ-handwerkliche Workshops und kulturelle Angebote für Interessierte aller Altersklassen bilden die Schwerpunkte unserer Arbeit.

In Kooperation mit der Sommersause Altenberge wird es in den kommenden Sommerferien auf dem Hof einige Angebote für Kinder zwischen 6-12 Jahren geben.

Des Weiteren entwickeln wir erste Konzepte für Schulkassen und KiTa-Gruppen und bilden ein Netzwerk an Referent*innen, so dass bald wieder regelmäßig Vorträge, Workshops und Kinderkurse zu verschiedenen Themen stattfinden können. Habt ihr Anregungen, Programmwünsche oder ihr möchtet gerne selbst ein Angebot auf dem Hof anbieten, schreibt uns gern über folgende Email-Adresse an: bildung@entrup119.de
Wir freuen uns auf eine spannende und abwechslungsreiche Zeit mit euch.

Luca und Tim

Samstag, 19. Juni 2021

Rhabarber-Holunderblüten Crumble

Holunderblütenzeit! Ich mag Holunderblüten, aber wenn ich ehrlich bin, dann ist es jedes Jahr das Selbe wenn ich sie sehe: Ah, mußt Du am Wochenende mal pflücken! Und schwups, ist das Wochenende vorbei. Gestern waren sie in unserer Ernteeinheit, wie nett :-) Allerdings halten sie bei dem Wetter ja nicht ewig und der Rhabarber wartete auch schon seit der letzten Einheit auf seinen Einsatz. Die ideale Voraussetzung um eine leckere Kombi zu starten und mal einen ganz anderen Geschmack an den Rhabarber zu bekommen. 



Rhabarber-Holunderblüten Crumble

1 Blech 25x40 cm
 
10 Rispen Holunderblüten
1 k Rhabarber (650 g geschält)
200 g Zucker
1 Zitronen (100 ml Zitronensaft)
1 EL Speisestärke

Boden:
150 g Mehl
100 g zarte Haferflocken
80 g Zucker
100 g Margarine
1 Prise Salz

Streusel:
150 g Mehl
50 g Zucker
100 g Margarine
½ Vanilleschote
1 Prise Salz

Von den Holunderblüten die großen Stiele wegschneiden, damit es nicht bitter wird. Die Blüten in ein sauberes Stofftaschentuch o.ä. geben, die Enden hoch schlagen und mit einem Zwirn dicht abdinden.

Rhabarber schälen,  klein schneiden und mit dem Holunderblütensäckchen, Zucker und der Hälfte des Zitronensaftes bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten weich köcheln lassen. Danach das Säckchen raus nehmen, die Speisestärke mit dem restlichen Zitronensaft anrühren, in den weichen Rharbarber einrühren und 1-2 Minuten aufkochen lassen.

Für den Boden alle Zutaten mit den Händen zügig verkneten und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen. Den krümeligen Teig gut mit einem Löffel andrücken.

Für die Streusel die Vanilleschote längst halbieren, mit einem Löffel das Mark herauskratzenund mit den restlichen Zutaten verkneten.

Den gekochten Rhabarber auf den Boden verteilen, die Streusel drüber krümeln und im Ofen bei 180 Grad Ober- /Unterhitze ca. 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Etwas abkühlen lassen, damit der Boden hart wird und man den Crumble portionieren kann.

Alternativ kann man für den Boden einen Rührteig für Obst-Blechkuchen nehmen.