Donnerstag, 16. August 2018

Hofbrief: KW 33


Am Montag kam nun endlich der langersehnte größere Regenschauer auch bei uns vorbei mit immerhin 14 Litern je Quadratmeter. Der erste Durst der Pflanzen ist gestillt und die Luft ist wesentlich frischer – eine Erholung sind auch die Nächte, die jetzt spürsam länger und kühler werden. Die Bewässerung auf den Gemüsefeldern kann erstmal pausieren, was viel Zeit und Arbeit einspart.
Die Bodenoberfläche mag erstmal feucht oder stellenweise sogar nass sein – wenn man tiefer gräbt findet man in max. 10cm Tiefe wieder staubtrockene Erde. Gesättigt sind die Böden also noch lange nicht. Für uns bleibt es also unklar, ob das Gras auf den Wiesen noch einmal loswächst, sodass die Milchschafe wieder auf die
Weide gehen können und vielleicht auch noch ein Heuschnitt möglich wird. Besonders wahrscheinlich ist das jedoch nicht; der Sommer hat seinen Zenit überschritten und irgendwann im Herbst hören die Gräser auch bei ausreichender Wasserversorgung zu wachsen auf.
Allem Anschein nach gibt es dieses Jahr eine frühe und reichliche Obsternte. Aktuell werden die Zwetschgen reif (am Hof und auf unserer Obstwiese in Kümper) und dürfen gerne gepflückt werden.
Zum 1. August haben zwei junge Menschen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei uns begonnen. Ole ist uns nicht unbekannt, hat er doch schon vor zwei Jahren mehrere Tage die Woche Praxiserfahrung in Tierhaltung und Landtechnik bei uns gesammelt. Fabian kommt direkt von der Realschule und unterstützt uns bereits tatkräftig im Gemüsebau.
Termine:
  • Sa., 25. August, 15-17 Uhr: Hofbegehungeine gute Gelegenheit, die Gärtnerei im Spätsommer kennenzulernen und die Milchschafe in ihrem Hochzeitsmonat zu beobachten
  • Sa., 1. September, 10:30 Uhr: Mitmachtag Hofkäse-Schule für Kinder ab 9, im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau NRW – … aus hofeigener Milch an kleinen Kesseln selbst Käse herstellen...
    max. 10 Teilnehmer, Anmeldung erforderlich

Hofbrief: KW 32


Es ist August – die Vielfalt vom Gemüseacker ist an einem Höhepunkt angelangt.
Die wärmeliebenden Fruchtgemüsesorten fühlen sich trotz der tropischen 40°C in den Folientunneln ganz wohl. Besonders Tomaten und Auberginen beschenken uns mit überdurchschnittlichen Erträgen. Das klappt natürlich nur, weil wir die Gewächshauskulturen fast täglich über Tropfleitungen bewässern.
Einige Kundinnen und Mitglieder verarbeiten die Fülle des Sommers zu verschiedenen Leckereien für die kärgeren Wintermonate. Andere essen sich so richtig satt oder laden Freunde und Nachbarn zum Essen ein.
Termine:
  • Sa., 25. August., 15-17 Uhr: Hofbegehungeine gute Gelegenheit, die Gärtnerei im Spätsommer kennenzulernen und die Milchschafe in ihrem Hochzeitsmonat zu beobachten
  • Sa., 1. September, 10:30 Uhr: Mitmachtag Hofkäse-Schule für Kinder ab 9, im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau NRW – In kleinen Gruppen stellen die Teilnehmer aus hofeigener Milch an kleinen Kesseln selbst Käse her.
    max. 10 Teilnehmer, Anmeldung erforderlich

Hofbrief: KW 31


Auch auf dem Hof ist Urlaubszeit. Weil wir kein reiner Familienbetrieb sind, sondern den Hof mit einer größeren Hofgemeinschaft bewirtschaften, ist es möglich, auch mal im Sommer Ferien vom Alltag zu machen. Arbeit ist im Augenblick trotzdem reichlich vorhanden und so muss natürlich JedeR ein paar Aufgaben mehr übernehmen.

Ende letzter Woche wurde auf einem unserer angepachteten Felder das Getreide gedroschen.
Zum ersten Mal haben wir den Gemengeanbau von Hafer mir Leindotter ausprobiert, d.h. das Saatgut wurde zur Aussaat gemisch
t und auf dem Feld wuchsen somit zwei Ackerfrüchte zusammen. Leindotter ist eine weitgehend vergessene Ölpflanze aus der Familie der Kreuzblütler (so wie der weitaus bekanntere Raps) mit einer sehr wertvollen Ölsäurezusammensetzung.
Jetzt müssen die beiden Samenarten voneinander getrennt werden.
Außerdem fällt bei der Getreideernte natürlich auch
Stroh an. Bei dem trockenen Wetter zur Erntezeit ist es dieses Jahr von einer sehr hohen Qualität. Wir verwenden das Stroh als Einstreu in den Ställen, sodass sich die Tiere dieses Jahr auf besonders trockene und saugfähige Liegeflächen freuen können.

Tomaten, Tomaten, Tomaten - Herrlich ; )

Das ist mal ein echter Tomaten-August: Kiloweise nehmen wir sie seit Wochen mit nach Hause. Und wir können gar nicht genug von ihnen bekommen, so gut schmecken sie - einfach MEGA! In diesem Fall finde ich das sonst etwas nervige Wort meiner Kinder mal ausnahmsweise richtig passend.
Und weil das Foto mehr sagt, als 1000 Worte, lasst es einfach in voller Pracht auf euch wirken. Und wer noch kein CSA-Mitglied ist, sollte das wirklich mal ernsthaft in Betracht ziehen. So tolle, gesunde und mit Liebe produzierte, saisonale Hofprodukte bekommt ihr nirgendwo anders! Wetten?

Sonntag, 12. August 2018

Auberginen-Buchweizen-Bowl


Bowls sehen immer toll und schmecken super. Sie erfordern aber etwas Routine und Geschick, da alles gleichzeitig fertig sein muß und man mit 2 Töpfen und 3 Pfannen hantiert. Das Schöne ist aber, dass man unglaublich kreativ mischen kann.







Auberginen-Buchweizen-Bowl mit Pulled-Soja und Sprossen


2 Schüsseln/Portionen

2 kleine Auberginen (je 100 g)
1 gr. Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
Öl zum braten

50 g Pulled Soja
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer, 1-2 TL Paprikapulver edelsüß, etwas Kurkuma
2 TL getr. Petersilie
1 EL Balsamico
Öl zum braten

10 g Haselnusskerne, gehakt oder in Scheiben
3 EL Balsamico
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

100 g Buchweizen
1 TL Instantbrühe
1 Lauchzwiebel

40 g Sprossen


Die Auberginen waschen, den Stil entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. In eine Schüssel geben, salzen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Pulled-Soja ca. 10 Minuten in Wasser oder Brühe gar kochen. Danach abgießen.

Die Haselnusskerne in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie duften.
Marinade aus Balsamico, Öl und Salz und Pfeffer mache und beides erstmal beiseite stellen.

Den Buchweizen in 200 ml Wasser gar kochen. Evt. übrig gebliebenes Wasser abgießen.
Lauchzwiebel waschen, Enden entfernen und in kleine Ringe schneiden. 1 TL Instantbrühe und die Lauchzwiebel zum Buchweizen geben und gut mischen.

Die Auberginen abspülen und trocken tupfen. Knoblauch schälen.
Öl in einer Pfanne erhitzen den Koblauch hinein pressen. Auberginen hinzugeben und zusammen braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Zwiebel schälen und würfeln. In einer Pfanne mit dem Pulled-Soja anbraten und den Gewürzen anbraten. Zum Schluss mit Balsamico ablöschen und nochmals abschmecken.

Die Sprossen, Buchweizen, Auberginen und Pulled-Soja in 2 Schüsseln verteilen und anrichten. Sprossen mit Marinade beträufeln und die Haselnusskernen drüber streuen.




Donnerstag, 26. Juli 2018

Hofbrief: KW 30


Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage „die erste Hitzewelle dieses Sommers“. Für uns klingt das etwas zynisch, wenn doch seit Wochen oder gefühlt Monaten nur noch „schönes“ Wetter und eitel Sonnenschein herrschen. Schnell wird die Arbeitr draußen, besonders auch auf dem Heuboden oder im Gewächshaus, zu einem ganz besonderen Erlebnis – mit Interesse entdeckt man Schweißdrüsen an den entlegensten Körperstellen…
Wehmütig beobachte
ten wir am Wochenende kleinere oder größere Gewitterschauer, die aber samt und sonders an uns vorbeizogen.
Natürlich ist die
Trockenheit bei uns nicht annähernd so katastrophal, wie in manch anderen Regionen. Dennoch sind einige Beobachtungen auch bei uns alarmierend:
Das Gras auf den Wiesen und Weiden wächst schon seit Wochen wesentlich langsamer, als unsere Schafe es wegfressen. Mittlerweile ist die Melkherde nur noch nachts auf der Weide; tagsüber füttern wir im Stall Heu zu,
welches eigentlich für den Winter gebraucht wird. Wann wir das nächste Mal Heu werden ernten können, ist ungewiss, dafür muss es erst regnen, und nicht zu knapp. Heu von anderen Biobetrieben zuzukaufen wird dieses Jahr besonders schwierig, denn zumindest in Norddeutschland werden viele die gleiche Futterknappheit haben wie wir.
Es gibt deshalb die Überlegung, den Tierbestand für das kommende Jahr zu reduzieren, um die verbliebene Herde gut durch den Winter zu bekommen.
Auf den Gemüsefeldern wird ausgiebig beregnet, weshalb hier die Situation wesentlich entspannter ist. Allerdings ist Beregnung natürlich arbeits- und kostenintensiv.
Trotz der zusätzlichen Wassergaben reifen manche Sorten dieses Jahr früher, als im Jahresmittel. Die Zwiebeln waren zum Beispiel schon Mitte Juli trocken anstatt Anfang August. Auf dem Kürbisfeld sieht man schon viele Früchte dunkelorange leuchten, dabei ist die reguläre Ernte eigentlich im September.
Natürlich freut man sich über eine frühe Ernte – besonders hohe Erträge sind bei einer derart frühen Abreife aber nicht möglich.
Schön ist das sonnige Wetter natürlich trotzdem und wir versuchen reichlich Wärme und Licht zu tanken. Der nächste Winter kommt bestimmt.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Auberginen-Orangen-Röllchen


Der Sommer zeichnet sich dadurch aus, dass man ständig zum Picknick oder auf Geburtstage eingeladen ist, wo man etwas mitbringen soll. Den klassischen Salat kann man aber entweder nicht mehr sehen, oder er wird von 10 anderen Gästen mit gebracht. 
Schnell in der Zubereitung und außergewöhnlich in der Zusammensetzung sind da diese Häppchen:


Auberginen-Orangen-Röllchen


ca. 10 Röllchen

1 Aubergine (150 g)
1 ungespritzte Orange (120 g)
Salz, Zitronenpfeffer
Öl zum Braten
Zahnstocher

Die Aubergine und die Orange gut waschen. Die Aubergine längst in ganz dünne Streifen schneiden, die Orange in Scheiben.
Beides in reichlich Öl in der Pfanne von beiden Seiten anbraten. Die Auberginen salzen.

Auberginenstreifen auslegen, jeweils eine Orange hinein legen, einrollen und mit einem Zahnstocher fest stecken. Mit Zitronenpfeffer bestreuen.