Mittwoch, 18. September 2019

Hofbrief: KW 38


Letzte Woche war an zwei Tagen ein Brunnenbohrer auf dem Hof. Leider hat er an der ersten Bohrstelle nur eine wenig ergiebige Wasserader entdeckt. An einer zweiten Stelle soll es deshalb noch eine weitere Bohrung geben – hoffentlich ist dort mehr zu holen.
Mittelfristig wollen wir unseren Bedarf für Bewässerung, Waschwasser und evtl. auch Viehtränke nicht mehr über kommunales Trinkwasser, sondern über Grundwasser in Kombination mit Regenwasser von den Dachflächen decken. Finden wir keine ausreichenden Grundwasservorkommen, wollen wir die Regenrinnen möglichst sinvoll bündeln und das Wasser in einem großen Behälter oder Speicherteich über das ganze Jahr sammeln.
Am vergangenen Samstag fand bei uns ein Workshop zum Thema Saatguterzeugung statt.
Jens Eichler, Saatgutvermehrer aus Telgte, ging praxisnah und anschaulich auf folgende Fragen ein:
Wie kann d
er Samenbau in den gärtnerischen Alltag integriert werden und bei welchen Kulturen ist es am einfachsten? Was sollte man bei dabei beachten von der Auswahl der Pflanzen, die abblühen sollen, über die Aufbereitung der Samenträger und Saatgutreinigung bis zur Lagerung?
Es zeigte sich, dass Samenbau Aufmerksamkeit fordert und als Selbstläufer nicht funktionieren kann. Es wurde aber auch deutlich, dass die Saatgutgewinnung kein Hexenwerk ist und angesichts der enormen Konzentration auf dem weltweiten Saatgutmarkt freies, lokal angepasstes Saatgut zu verschwinden droht. Dem kann aber jeder Gärtner und Landwirt entgegentreten, indem er die Saatgutarbeit zumindest bei einigen Kulturen wieder selbst in die Hand nimmt.
Termine:
  • Sa., 21. September, 10:30 – 13 Uhr: Mitmachtag „Obsternte“ auf unserer Streuobstwiese in Kümper
    Streuobst erhalten durch Nutzung: Wir pflücken das Tafelobst und schütteln die Früchte für den leckeren Apfelsaft herunter.
    Eine Anfahrtbeschreibung kann beim Hof angefordert werden; alternativ kann man auch vom Hof aus mitfahren, wir treffen uns dafür um 10 Uhr. Eigene Obstpflücker können gerne mitgebracht werden.
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • So., 29. September, 11 Uhr: Erntedankfest
    für alle Teilgeber aus CSA, Genossenschaft und Initiative –
    Bitte bringt eine Kleinigkeit für das leckere Sonntagsbrunch mit!
  • Sa., 05. Oktober, 10 – 13 Uhr: Mitmachtag „Landschaftspflege“
    Der Herbst beginnt: Teiche und Gräben entbuschen für weniger Nährstoffeintrag und eine bessere Wasserqualität
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de

Donnerstag, 12. September 2019

Hofbrief: KW 37


Im Gemüsebau hat die Herbsernte begonnen: Die ersten großen Kisten, gefüllt mit leuchtend roten und dunkelgrünen Kürbissen, stehen unterm Vordach und in der Tenne.
Kürbisse lagern am längsten bei 15 bis 20° C. Auf dem Hof haben wir jedoch keinen entsprechenden Lagerraum. Schon jetzt ging die Temperatur nachts auf 5°C runter.
Wir liefern die geernteten Früchte deshalb relativ zügig aus. Wer gerade keinen riesigen Appetit auf Kürbis hat, kann sie auch noch gut bis Ende Dezember, teilweise auch länger liegen lassen, ob auf dem Küchenschrank oder als Hingucker oder „Zierkürbis“ an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer. Regelmäßig kontrollieren sollte man die Herbstfrüchte aber schon; wenn eine weiche Stelle auffällt, sollte man sie rausschneiden und den Kürbis zügig verbrauchen.
In den nächsten Wochen lagern wir Rote Bete, Steckrüben und Rettiche, Chinakohl und eine kleine Menge Möhren im Kühlhaus ein, um die Gemüsevielfalt für den Winter zu erhalten. Wenn sich die ersten Nachtfröste ankündigen, müssen auch der Sellerie, Radicchio und Zuckerhut ins Lager. Noch wächst das Gemüse aber weiter, wenn auch wesentlich langsamer als noch vor einem Monat.
Termine:
  • Sa., 14. September: FÄLLT AUS – Mitmachtag „Obsternte“ FÄLLT AUS
    Das Obst muss noch etwas reifer werden. Warten wir noch eine Woche, dann schmeckt es einfach besser...
  • Sa., 21. September, 10 – 13 Uhr: Mitmachtag „Obsternte“
    Streuobstwiesen erhalten durch Nutzung: Wir pflücken das Tafelobst und schütteln die Früchte für den leckeren Apfelsaft herunter.
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • So., 29. September, 11:00 Uhr: Erntedankfest
    für alle Teilgeber aus CSA, Genossenschaft und Initiative –
    Bitte bringt eine Kleinigkeit für das leckere Sonntagsbrunch mit!

Hofbrief: KW 35


(ein Beitrag von Angela)
Ricotta ist eine tolle Sache.
Der Molke-Käse ist nicht nur super gesund, (viel Protein, kaum Fett, reich an Magnesium, Vitamin A und E), sondern auch super vielseitig.
Gerade wenn es schnell gehen soll, lassen sich damit tolle Sachen zaubern. Unter fertige Tomatensauce gerührt ist das Schnellste. Aber auch Tomaten, Zucchini oder große Muschelnudeln damit füllen geht fix. Wenn man möchte, kann man noch Ei und vielleicht auch etwas Knoblauch unter den Ricotta rühren, gut würzen und ab in den Ofen oder in einem Topf schmoren.
Etwas aufwendiger ist das Rezept für fritierte Zucchini-Bällchen. Es kommt von Rachel Roddys Zeitungs-Kolumne "A Kitchen in Rom" (Link weiter unten) und wird dort sehr viel schöner beschrieben.
Zutaten:
500g Zucchini,
150g Kichererbsenmehl,
100ml Wasser,
150g Ricotta,
2 Esslöffel geriebenen Hartkäse,
2 Esslöffel Minze oder Petersilie.
Mit Zitronenscheiben servieren
Zucchini grob auf ein Küchentuch raspeln und möglichst viel Feuchtigkeit auswringen.
Die Flüssigkeit in einer Schüssel auffangen und mit dem Kichererbsenmehl zu einer Paste verrühren.
Ricotta, Hartkäse, Gewürze und geraspelte Zucchini zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Mischung sollte weich sein, aber dennoch ihre Form auf einem Löffel halten.
In einem Topf oder tiefer Pfanne ca. 3 cm hoch Öl erhitzen (ca. 180 Grad, Roddy nimmt Olivenöl).
Mit einem Esslöffel kleine Mengen von der Masse abstechen und ins heiße Öl gleiten lassen. Es ist wichtig, dass nicht zuviele Bällchen auf einmal in der Pfanne sind.
Auf einem Küchentuch abtropfen lassen, noch etwas salzen und mit den Zitronenscheiben servieren!
(ein Beitrag von Angela)

Sonntag, 25. August 2019

Pies mit mediterraner Mairübchenfüllung

Mairübchen im August. Ich gebe zu ich bin etwas überrascht, woher der Name kommt, wenn nicht daher, dass es Mairübchen im Mai gibt. Ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern, wann wir die Jahre davor die Mairübchen hatten. Aber ich nehme das Gemüse wie es kommt und werde bei nächster Gelegenheit nach dem Grund fragen :-)  Da das Wetter noch gut ist und die Wahrscheinlichkeit einer Gartenparty noch gegeben ist, kommt hier ein Rezept für ein Finger Food Mitbringsel.


Pies mit mediterraner Mairübchenfüllung


ca. 20 Stück

400 g Vollkorn-Dinkelmehl
80 g Sojamehl
300 g kalte Margarine
½ - 1 TL Salz
1 geh. EL Frischkäse, mediterran (z.B. getrocknete Tomate)
4-5 EL Eiswasser

ca. 5 Mairübchen (300 g)
1/8 l kräftige Brühe
20-30 Blätter frischer Basilikum
50 g Tofu rosso
20 g Hartkäse, gerieben
1 gestr. TL Paprika rosenscharf
½ - 1 TL Salz

Für den Teig zuerst alle trockenen Zutaten miteinander vermischen.
Die restlichen Zutaten hinzufügen und zu einem Teig kneten. In Folie wickeln und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Mairübchen schälen, in gleichgroße Stücke schneiden und in der Brühe weich dämpfen. Danach in ein Sieb geben und sehr gut abtropfen lassen, ggf. noch ausdrücken.

Die Mairübchen, Basilikumblätter, Tofu rosso und den Käse in ein hohes Gefäß geben und kurz zu einer gleichmäßigen Masse pürieren. Danach mit Paprika und Salz abschmecken.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 3-4 mm dünn ausrollen.
2 Gläser mit unterschiedlichem Durchmesser nehmen und je 20 Kreise ausstechen. Die Füllung ist hier für die Druchmesser 7 cm und 8 cm berechnet, wer Pies mit mehr Füllung und weniger Teig haben möchte, braucht sticht entsprechend größere Kreise aus und erhöht die Füllmenge etwas.
Die kleineren Kreise auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und die Füllung darauf verteilen. Die größeren Kreise vorsichtig über die Füllung legen und die Ränder mit einer Gabel andrücken.

Ca. 20 – 25 Minuten im vorgeheiztem Backofen in der Mitte bei 200 Grad Umluft backen.

Donnerstag, 22. August 2019

Hofbrief: KW 34


Im Gemüsebau sind die letzten Freilandpflanzungen abgeschlossen. Was jetzt nicht im Boden ist, wird dieses Jahr auch nicht mehr groß – so seltsam das auch klingt bei den sommerlichen Temperaturen. Man kann schon jetzt gut beobachten, wie das Pflanzenwachstum langsamer wird, weil die Sonne mittags nicht mehr so hoch steigt und der Tag deutlich kürzer ist, als zur Sonnenwende vor zwei Monaten.
Wenn wir Beete abernten versuchen wir möglichst noch eine Gründüngung oder Kleegras als Schaffutter fürs nächste Jahr einzusäen. Der Ackerboden sollte bewachsen in den Winter gehen, damit möglichst wenig Nährstoffe- ausgewaschen werden und die Bodengare erhalten bleibt.
Termine:
  • Sa., 24. August, 15 – 17 Uhr: Hofbegehung
    Gärtnerei im Spätsommer: Fülle, Reife, bunte Vielfalt; Milchschafe in Hochzeitsstimmung
  • Fr., 06. September, 15:30 – 17:30 Uhr: Natur erkunden
    mit Heike Maria Schwahn
    Für Familien mit Kindern ab dem Laufalter bis 8 Jahren. Familienpreis 15 €.
    Anmeldung bis 12 Uhr am Veranstaltungstag:
    heikemariaschwahn@online.de

Tomaten-BBQ-Salsa

OK, jetzt geht es los mit Tomaten und Zucchini in Hülle und Fülle. Da hilft nur Freunde einladen oder einmachen. Meine Freunde sind zwar alle sehr genußfreudig, können gut essen und freuen sich zur Zeit sehr über diese Einladungen, aber trotz allem bleibt immer noch etwas übrig. Daher habe ich letztens eine Tomaten BBQ-Salsa gemacht. Sie ist schnell gemacht, lässt sich gut in Gläser abfüllen und eignet sich als Mitbringsel, Dip oder Brotaufstrich.


Tomaten-BBQ-Salsa

1 Kilo vollreife Tomaten
1-2 Zwiebeln (150g)
2 Knoblauchzehen
1-2 Jalapenos
Salz
Paprikapulver, geräuchert
Kurkuma
Öl zum braten

Tomaten waschen, achteln und den Strunk entfernen.
Jalapenos waschen und in sehr kleine Stücke scheiden oder haken.
Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen, würfeln und in einem großen Topf etwas andünsten.
Die Tomaten und Jalapenos hinzugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen bis die Tomaten vollständig zerfallen sind.

Zwischendurch immer mal wieder umrühren und mit den Gewürzen abschmecken.

Donnerstag, 15. August 2019

Hofbrief: KW 33


Auch unsere kleine Getreideernte ist mittlerweile durch: Nach der Wintergerste konnte nun auch der Hafer gedroschen werden.
Auf einigen Hektar Pachtfläche, die teilweise über 10km vom Hof Entrup 119 entfernt sind, bauen wir verschiedene Sorten Futtergetreide im Wechsel mit Kleegras für die Milchschafe an. In den letzten trockenen Jahren wurde das Ackerfutter zunehmend wichtiger, weil auf den ungedüngten Naturschutzwiesen am Hof nach einem guten ersten Schnitt nicht ausreichend Futter nachwächst.
Gerne hätten wir natürlich auch unsere
Pachtflächen näher am Hof. Bei den aktuellen Bodenpreisen können wir aber nimmer mit den Meistbietenden konkurrieren. Wo es den Landeigentümern nicht auf die maximale Rendite, sondern auf eine biologische Bewirtschaftung ankommt, werden wir des Öfteren gezielt angesprochen.
Nach der Heu- und Getreideernte und vor der Herbsternte von Obst und Lagergemüse bleibt etwas Zeit für kleine Baustellen. Das Futtergetreidelager wurde nagetiersicher abgedichtet, der Hydrant an einem Gemüseacker erneuert, das Lager am Hofladen entrümpelt und etwas umgebaut. Für die Bewässerung im Gemüsebau kommt voraussichtlich Anfang September der Brunnenbohrer. Im Herbst wollen wir einen Erdkeller hinter dem Schafstall mit einem Kühlaggregat ausstatten, um die Gemüselagerung zu verbessern.
Termine:
  • Sa., 24. August, 15 – 17 Uhr: Hofbegehung
    Gärtnerei im Spätsommer: Fülle, Reife, bunte Vielfalt; Milchschafe in Hochzeitsstimmung
  • Fr., 06. September, 15:30 – 17:30 Uhr:
    Natur erkunden

    mit Heike Maria Schwahn
    Für Familien mit Kindern ab dem Laufalter bis 8 Jahren. Familienpreis 15 €.
    Anmeldung bis 12 Uhr am Veranstaltungstag:
    heikemariaschwahn@online.de