Donnerstag, 6. August 2020

Hofbrief: KW 32 - FÖJ auf dem Hof; junge Menschen


Wieder ist ein Jahr vorbei...
Ende Juli haben Marie und Solveig ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei uns abgeschlossen. Wir bedanken uns für die treue Mitarbeit und wünschen viel Erfolg auf Eurem beruflichen Weg!
Seit dem 3. August sind zwei neue Mitarbeiterinnen auf dem Betrieb:
Kathi absolviert ihr FÖJ in der Landwirtschaft. Sie hat bereits bei einem Gemüsehof in der Region mitgearbeitet und freut sich jetzt auf die Arbeit mit Schafen.
Kim beginnt ihr FÖJ bei uns im Gemüsebau. Als Aushilfe bei einem Obst- und Gemüsestand auf dem Wochenmarkt hat sie bereits Erfahrung – jetzt kann sie auch den Anbau kennenlernen.
Wir wünschen
den „Neuen“ eine gute Einarbeitungszeit.
Fast immer haben wir viele junge Menschen auf dem Hof, bis zu drei Auszubildende, FÖJ'ler und Praktikanten, was auch für etwas Unruhe sorgen kann; Unruhe allerdings im positiven Sinne:
Die jungen Menschen sind wissbegierig und lernen auch im Praktischen sehr schnell. Sie hinterfragen Dinge, die man als „betriebsblinder“ Landwirt oder Gärtner schon lange nicht mehr in Frage gestellt hat und sorgen dafür, dass wir
auch uns selbst weiterbilden, um befriedigende Antworten liefern zu können.
Und man kann sich sicher sein: Solange sich Menschen für unsere Arbeit interessieren, wird der Hof sich weiterentwickeln und weiter schmackhafte, gesunde und ökologische Lebensmittel herstellen
können!

Donnerstag, 30. Juli 2020

Hofbrief: KW 31 - münsterländer Sommer, Obst


Nach zwei ungewöhnlichen Jahren und einem sehr trockenen Frühjahr freuen wir uns dieses Jahr auf einen durchschnittlichen münsterländer Sommer – immer wieder etwas Regen, nicht zu heiß, der Himmel auch mal bedeckt…
Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland können wir uns im Augenblick über grüne Wiesen freuen und auch gute Wachstumsbedingungen auf dem Gemüseacker. Auch die Obstbäume profitieren; die ersten Zwetschgen und Sommeräpfel werde reif.
Man mag im Hochsommer nicht daran denken, aber die Tage werden kürzer. Im Gemüsebau sind bereits die letzten Freilandaussaaten getan (Rettich und Buschbohnen). Die letzten Pflanzungen stehen noch aus: Grünkohl, Radicchio, Endivien, Salate, Kohlrabi, Chinakohl und Fenchel können noch bis Mitte August gepflanzt werden.

Sonntag, 26. Juli 2020

Lecker, aber lästig: Vom Kampf gegen das Franzosenkraut


Am dritten Juli-Ackertag gab's von allem viel Gutes: ein Meer von Franzosenkraut, viel Insekten-Rätselspaß, viele interessante Gespräche, viel gutes Mittagessen und viele befreite Buschbohnen-, Möhren- und Fenchelpflanzen, die nun wieder Luft und Platz zum Größerwerden haben. Das Beikraut-Meer, das die Buschbohnen überwucherte, ließ die Helfergruppe kurz schlucken. Sollten wir wirklich alles in drei Stunden schaffen herauszurupfen? Schon mal vorab: Ja, wir schafften es und noch mehr. Der Schock legte sich sehr schnell, als wir merkten, wie gut sich das Zeug entfernen ließ.
Rechts gibt's noch viel zu tun: ein Meer von Beikräutern zwischen Buschbohnen, Rote Beete und Möhren.














Aber woher kommt eigentlich der Name "Franzosenkraut" fragten wir uns. Also: Laut Infos aus www und Gartenbuch, trat die Pflanze in Deutschland Anfang des 19. Jahrhunderts auf, in der Zeit also, als Napoleon Krieg in ganz Europa führte. Die weiß-gelben Mini-Blüten erinnern scheinbar an die Knöpfe der französischen Soldatenuniformen, weshalb die Pflanze auch als "Knopfkraut" bekannt ist. Ursprünglich soll sie im 16. Jahrhundert aus Peru nach Europa eingeschleppt worden sein. Die Franzosen entdeckten sie dann als wohlschmeckende Salatpflanze und so wie Giersch und Löwenzahn passt das Franzosenkraut ja zweifelsohne ganz wunderbar in jeden Wildkräutersalat.

Im Grunde ist es eigentlich schade, dass wir das ganze Kraut in die Furchen geschmissen haben. Aber es ist ja noch genug da und es kommt auch ganz sicher immer wieder in rauen Mengen nach.😉 Denn auch wenn es noch so gut schmeckt und die Blüten hübsch sind, ist das Franzosenkraut auf dem Acker eine Plage, weil es sich so rasant vermehrt und die jungen Buschbohnen-, Fenchel-, Staudensellerie- und andere Gemüsepflanzen überwuchert. Die Samen können ihre Keimfähigkeit sogar über Jahrzehnte behalten. In der konventionellen Landwirtschaft bekämpft man das Franzosenkraut deshalb mit Herbiziden.

In unserer biologisch-dynamischen Erzeugung gibt's kein Gift auf dem Acker und damit auch keins auf dem Teller. Der Preis dafür ist unbezahlbar: die vielen helfende Hände der Entrup119-Gemeinschaft und gesundes Gemüse. 😘

Diese farbenprächtige Wanze mussten wir leider kurz stören.


Durfte als einzige bleiben: hübsche Ackerblume und kein Franzosenkraut.




Dienstag, 21. Juli 2020

Hofbrief KW 30: Köstlicher Juli mit Buschbohnen, Auberginen & Co.

Liebe TeilgeberInnen!

da viele von Euch in diesem Sommer auf ihren Urlaub im Süden verzichten müssen, empfehlen wir als kleines Trostpflaster das Juli-Sommerrezept aus dem Ernte-Essen-Jahreskalender. Das passt diese Woche besonders gut, weil einige der Zutaten im Ernteanteil sind. Für die neuen CSA-Mitglieder, die vielleicht keinen Kalender haben, hier das Rezept:

Buschbohnen in Tomatensoße nach griechischer Art

Zutaten:
500 – 600 g grüne Bohnen
7 mittelgroße Kartoffeln
6 Tomaten
2 Auberginen
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Zweige Bohnenkraut oder Pulver
Salz, Pfeffer, Minze, süßes Paprikapulver
Olivenöl

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
Von den Bohnen die Enden abschneiden und ggf die Fäden ziehen.
Die Tomaten waschen, halbieren, den Strunk entfernen und nochmals vierteln.
Von der Aubergine den Stiel entfernen und fein reiben.
Alle Zutaten beiseite stellen, die Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken und in reichlich Olivenöl glasig dünsten.
Die vorbereiteten Zutaten hinzufügen und bei mittlerer Hitze ca. 40 Minuten kochen.
Sollten die Bohnen etwas härter sein, die Kartoffeln erst nach 10 Minuten hinzufügen, damit beides gleichzeitig gar ist. Evtl. etwas Gemüsebrühe, weitere Tomaten oder Olivenöl hinzufügen, wenn das Gemüse zu trocken wird. Mit den Gewürzen abschmecken und vor dem Servieren mit Käsewürfeln bestereuen.


Guten Appetit!
Und darauf könnt Ihr Euch freuen: 
Große Einheit: 1 kg Frühkartoffeln, 400g Stangenbohne, 6 Zucchini, 1 Aubergine, 1 Salatgurke, 1 Salat, 1 Bd Mangold, 400g Fenchel, 2 Kohlrabi, 2 Bd Kräuter, 1 Brot vom Knuf-Bäcker, 3 Eier und von den Schafen: Taler oder Frischkäse im Glas, Schnittkäse, Salami oder Hirtenkäse  bei der vegetarischen Einheit

Kleine Einheit: 500g Frühkartoffeln, 200g Stangenbohnen, 3 Zucchini, 1 kleine Aubergine, 1 kleine Gurke, 1 kleinen Salat, 1 Bd Mangold, 200g Fenchel, 1 Kohlrabi, 1 Bd Kräuter und von den Schafen: Taler oder Frischkäse im Glas, Salami oder Hirtenkäse bei der vegetarischen Einheit, 1 Brot vom Knuf-Bäcker 

Natürlich möchten wir Euch auch diese Woche wieder an den kommenden Acker-Samstag erinnern 😊
Termin:

Marktstand im Sommeroutfit – CSA-Hilfe von 15 - 18 Uhr gesucht.

Liebe TeilgeberInnen & BesucherInnen des ökologischen Bauernmarkts auf dem Münsteraner Domplatz am 31. Juli und 7. August:

Da Werner mit seiner Familie im Urlaub ist, werden Larissa & Team an diesen beiden Freitagen mit einer abgespeckten Marktstandversion für Euch da sein. Wir suchen noch helfende Hände bei der CSA-Ernteausgabe für 15 bis 18 Uhr. Wer Zeit und Lust hat, bitte melden - gerne im Kommentarfeld.

Wie Ihr auf dem Foto seht, fällt das Urlaubsoutfit dann etwas kleiner und luftiger aus. Und nicht wundern: Es gibt natürlich keine Kürbisse - das Bild ist aus dem Herbst ; )

Da die Kühlmöglichkeiten in diesem kleinen Marktanhänger ein wenig eingeschränkt sind, wird das Milchproduktesortiment den Gegebenheiten angepasst und weniger üppig ausfallen. Mit Schnittkäse, Camembert, Hirtenkäse und Joghurt wird hoffentlich dennoch für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Das Brot für die CSA-Mitglieder wird Euch mit dem Gemüse überreicht.

Wir freuen uns auf schöne sommerliche Markttage mit Euch.

Euer
Entrup-Markt-Team

Mittwoch, 15. Juli 2020

Hofbrief - KW 29 – Entrup 119 und die Urlaubszeit

Liebe TeilgeberInnen!

Nach einem turbulenten Corona-Frühjahr und Frühsommer mit viel Arbeit in Büro, Haus und Hof, bei der CSA-Organisation, auf den Feldern und Wiesen und im Stall ist auch bei uns Urlaubszeit. Anders als viele andere Landwirte können wir es uns als Hofgemeinschaft erlauben, nacheinander einen Sommerurlaub von zwei Wochen zu nehmen.

Betriebsferien machen wir im Sommer dagegen nicht. Die Daheimgebliebenen bemühen sich nach Kräften, den Betrieb reibungslos am Laufen zu halten. Für sieben Wochen im Juli & August haben wir eine Urlaubsvertretung, die uns tatkräftig unterstützt. Auch der Bio-Bäcker Markus Knuf (www.knufbaeker.de) beliefert uns wieder in der Urlaubszeit mit köstlichen Broten. 

Wenn es einmal nicht so reibungslos laufen sollte wie gewohnt, bitten wir im Voraus schon mal um Verständnis und freuen uns auf eine erholsame Ferienzeit. 
Wenn Ihr in wohlverdienten Urlaub reist, denkt bitte daran, Eure Lebensmittellieferung um- oder abzubestellen, damit die übrig gebliebenen Produkte in den Depots nicht verkommen. Gerne könnt Ihr auch Euren Ernteanteil für die Dauer des Urlaubs an Freunde, Verwandte, Nachbarn oder Bekannte weitergeben. Das vielfältige und schmackhafte Geschenk ist nebenbei auch eine gute Gelegenheit, den Hof mit seiner solidarischen Landirtschaft vorzustellen.
Über‘s Jäten ist ja schon vieles gesagt und geschrieben worden und die Mitmachaktionen der vergangenen Samstage haben richtig viel gebracht. Das Ergebnis ein toller Erfolg. Wir hoffen, dass alle HelferInnen eine gute Zeit hatten – gemeinsam schafft Mensch mehr! Wer bisher nicht kommen konnte, ist herzlich zu den folgenden Samstagen eingeladen; nach Absprache auch individuell zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit; zu jäten gibt es genug ;-)
Termine:
  • Sa., 18. Juli, 10 – 13 Uhr: Ackertag „Jäten“
    Weiter geht es beim Knollensellerie. Zehn Reihen verschwinden in einem Meer von Grün. Da hilft nur Ruhe bewahren und Hand anlegen!
    Bittet meldet euch an und schreibt dazu, ob ihr zum Mittagessen bleibt: https://terminplaner.dfn.de/EjlxFG2oS7WoAebE
  • Sa., 25. Juli, 10 – 13 Uhr: Ackertag „Jäten“
    … und nun hat diesmal der Herbstporree das große Los gezogen und freut sich, Euch kennenzulernen.
    Um Anmeldung wird für die Organisation gebeten: https://terminplaner.dfn.de/EjlxFG2oS7WoAebE

Mit besten Grüßen vom Hofteam, 

Altenberge den 14. Juli 2020

Donnerstag, 9. Juli 2020

Hofbrief: KW 28 - Jäten im Dreierpack


Über‘s Jäten ist ja schon Vieles gesagt und geschrieben worden…
Die Mitmachaktion
en der vergangenen zwei Samstage haben viel gebracht. Die stark verkrauteten Möhren und Zwiebelreihen wurden zu ca. zwei Dritteln fertig gejätet – ein guter Erfolg!
Wir hoffen, dass alle HelferInnen eine gute Zeit hatten –
gemeinsam schafft mensch mehr
Wer
bisher nicht kommen konnte, ist herzlich zu den folgenden drei Samstagen eingeladen; nach Absprache auch individuell zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit; zu jäten gibt es genug ;-)

Termine:
  • Sa., 11. Juli, 10 – 13 Uhr: AckertagJäten“
    Sonne und Regen im Wechsel begleiten uns die letzten beiden Wochen – ideale Wachstumsbedingungen für Beikräuter in den Gemüsebeeten. Diese Woche wollen wir beim Jäten von Zwiebeln und Sommerlauch weiterkommen. Seid ihr dabei?
    Bitte meldet Euch an:
    https://terminplaner.dfn.de/EjlxFG2oS7WoAebE
    Schreibt auch dazu, ob Ihr zum Mittagessen bleibt.
  • Sa., 18. Juli, 10 – 13 Uhr: AckertagJäten“
    Weiter geht es beim Knollensellerie. Zehn Reihen verschwinden in einem Meer von Grün. Da hilft nur Ruhe bewahren und Hand anlegen!
    Anmeldung:

    https://terminplaner.dfn.de/EjlxFG2oS7WoAebE
  • Sa., 25. Juli, 10 – 13 Uhr: AckertagJäten“
    und zum Dritten! Der Herbstporree hat diesmal das große Los gezogen und freut sich, Euch kennenzulernen.
    Anmeldung:
    https://terminplaner.dfn.de/EjlxFG2oS7WoAebE