Posts mit dem Label Lagergemüse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lagergemüse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 25. April 2024

winterwechselhaft, frühlingsfrisch, sommersonnig...

Hofbrief: KW 17 

Nach mehreren kalten Nächten, zum Teil mit Bodenfrost, setzen wir jetzt die ersten Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen. Die beliebten Fruchtgemüsesorten sind leider kälteempfindlich. Da wir ohne Heizung im Gewächshaus auskommen, pflanzen wir sie erst in der letzten Aprilwoche, wenn die Wahrscheinlichkeit von Frostnächten abnimmt. Dann müssen wir uns bis zur ersten Gurkenernte noch fünf Wochen gedulden, bis zur Tomatenernte noch neun Wochen. Dafür schmecken die langersehnten, sonnengereiften Früchte des Sommers umso besser!

Tagsüber erleben wir fast schon sommerliche Temperaturen, am frühen Morgen müssen die warmen Jacken hervorgeholt werden. Damit die frisch gepflanzten Gemüsekulturen auf den Feldern nicht frieren müssen, schützen wir sie mit weißem PP-Vlies vor der lteschließlich warten alle sehnsüchtig auf das frische Frühlingsgemüse.
Derweil neigen sich die Lagervorräte dem Ende entgegen. Kartoffeln, Rote Bete und Sellerie bleiben uns zum Glück noch einige Wochen erhalten. Schließlich sollen alle satt werden.

Termine:

  • Sa., 27. April, 14 Uhr:
    Demo „Wir haben es satt“ für eine nachhaltige und
    soziale Landwirtschaft –
    Treffpunkt und Start der Demoroute in Münster in der Stubengasse.
    Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt-muenster.de
    Vom Hof planen wir die Anfahrt als Fahrrad-Korso. Wir starten um 12:00 Uhr. Die Route führt uns über den Max-Klemens-Kanal und über Kinderhaus zum Stubengassenplatz.
    Wir würden uns sehr über eure Teilnahme freuen. Schmückt gerne eure Räder mit Fahnen oder Plakaten, damit wir unterwegs unsere Botschaft klar ersichtlich machen.
    Nach uns sollen noch viele Generationen von den Böden leben können, auf den wir heute ackern! – Lasst uns die Agrarwende gemeinsam anpacken!

Mittwoch, 27. März 2024

Tischlein, deck dich...!

Hofbrief: KW 13 

Während die Gemüsevorräte schwinden melden sich aus den Folientunneln die ersten frischen Sorten – Kräuter und Schnittsalat, Rucola, Radieschen und Mangold bereichern das Sortiment.
Die Schafe gehen jetzt stundenweise auf die Weide und versorgen uns mit reichlich Milch, die in der Hofkäserei zu einer
großen Vielfalt an Frisch- und Weichkäseprodukten verarbeitet wird.

Am Montag war der Käsekessel zum ersten Mal nach langer Zeit randvoll gefüllt!

Ergänzt wird das Sortiment noch einige Wochen lang durch frisches Fleisch von den Weidelämmerndas ergibt einen reichhaltigen Ostertisch.

Termine:

Meistens machen Mitmachtage sehr hungrig.

Wir freuen uns deshalb immer über Jemanden, der/die zu 13 Uhr einen Mittagsimbiss mit Hoflebensmitteln vorbereitet. Bei Interesse bitte den Hof per Mail kontaktieren: mail@entrup119.de

  • Sa., 30. März, 10 Uhr – 13 Uhr:
    Ackertag „Rhabarber und Knoblauch jäten“ –
    Nach der Überwinterung brauchen diese Gemüsesorten ein wenig Aufmerksamkeit, um ihr Potential auszuschöpfen. Meldet Euch bitte an: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

  • Sa., 13. April, 14.30 Uhr:
    Mitgliederversammlung derInitiative Entrup 119 e.V.“ –
    Im Anschluss an einen kleinen Hofrundgang treffen wir uns im Veranstaltungsraum für einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Nach ein paar formalen Tagesordnungspunkten soll es um die Zukunft des Vereins gehen. Ein Platz im Vorstand ist neu zu besetzen. Außerdem soll der Kreis der aktiven Mitglieder wieder wachsen, um die Bereiche Bildungsarbeit und Naturschutz weiter auszubauen. Gäste sind herzlich Willkommen!

  • Sa., 27. April, 14 Uhr:
    Demo „Wir haben es satt“ für eine nachhaltige und
    soziale Landwirtschaft –
    Treffpunkt und Start der Demoroute in Münster in der Stubengasse.
    Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt-muenster.de
    Vom Hof planen wir eine Anreise mit Fahrrad und freuen uns, wenn Du Dich dem Fahrradkorso anschließt. Gerne per Mail abstimmen: mail@entrup119.de

Donnerstag, 11. Januar 2024

Meckern oder machen?!

Hofbrief: KW 2

Nach einem ruhigen Jahresbeginn ohne Vermarktung starten wir diese Woche richtig ins neue Jahr. Passend dazu der Wetterumschwung – nach vielen vielen Regenwochen endlich wieder trocken und sonnig. Der Frost lässt die matschigen Wege gefrieren und die Pfützen zu einer Rutschbahn erstarren.

Auch das Gemüse auf den Feldern ist eingefroren – ein Glück, dass wir auf die Vorräte aus dem Kühllager zurück greifen können. Draußen stehen noch Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing sowie Porree. Sie vertragen solche Temperaturen für gewöhnlich. Es sind aber auch schon in anderen Jahren komplette Bestände erfroren. Wenn die Pflanzen über eine längere Zeit kein Wasser aus dem gefrorenen Boden ziehen können, vertrocknen sie regelrecht im kalten Ostwind.
Die frischen Salate in den Folientunneln können wir nur ernten, wenn sie komplett aufgetaut sind. Zur Mittagszeit schafft das die Sonne an einigen wenigen Standorten. Alternativ helfen mobile Heizgebläse, die bei uns aber nur höchst selten zum Einsatz kommen.

Die Wasserleitungen am Gemüsewaschplatz sind zur Zeit eingefroren, genauso die Viehtränken im Stall. Da hilft nur Schläuche von funktionierenden Wasserhähnen quer über den Hof legen oder das Wasser kanisterweise quer über den Hof transportieren.

Die weiblichen Jungtiere können bei dem sonnigen Wetter endlich wieder auf die Weide. Allerdings sind die trockensten Wiesen leider auch die, die am weitesten entfernt sind.
Derweil beginnt bei der Melkherde die Lammzeit.
Das erste Lämmchen kam Montag Abend zur Welt. Damit die Lämmer Platz zum Toben haben und schön gesund bleiben, misten wir den großen Schafstall aus.

Alle Jahre wieder beschäftigt uns im Winter die Brennholzwerbung. Außerdem können wir bei dem hart gefroren Boden den schwer zugänglichen Kompostplatz anfahren und einiges an Material wegschaffen. So sind die hellen freundlichen Tage gut gefüllt und es bleibt keine Zeit, mit den Berufkollegen Straßen zu blockieren und fragwürdige Forderungen zu stellen.

Donnerstag, 2. November 2023

die große Herbsternte

Hofbrief: KW 44 

Trotz der vielen Regentage stand die letzte Woche im Gemüsebau im Zeichen der Herbsterntekampagne. Um die Wintergemüsemengen verlustarm aufzubewahren haben wir vor vier Jahren ein zweites Gemüsekühlhaus errichtet, das von Oktober bis April seinen Dienst tut und jetzt wieder in Betrieb gegangen ist.

Los ging es am Dienstag mit ca. 300kg Rettich. Am Mittwoch bekamen wir Besuch von der dritten Klasse der Waldorfschule Münster. Die 33 Kinder ernteten innerhalb von etwas mehr als zwei Stunden 1600kg Rote Bete. Am Donnerstag mussten wir wieder selber ran und lagerten ca. 700kg Rotkohl ein. Am Samstag schließlich folgte der Mitmachtag auf dem Möhrenacker. Zusammen mit 15 Freiwilligen konnten wir 1500kg Karotten einlagern.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erntebedingungen wesentlich feuchter. Die Schlammschlacht erträglich machen die relativ milden Temperaturen. Gut gekleidet geht die Arbeit wesentlich entspannter von der Hand.

Termine:

  • Sa., 04. November, 10-12 und 12-14 Uhr:
    Mitmachtag „Sauerkraut herstellen
    Gemeinsam verarbeiten wir den frischen Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in den Gärtöpfen gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und schmackhaft.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.
    Anmeldung erwünscht:
    https://nuudel.digitalcourage.de/kJcT9amUO1efG71i


  • Sa., 18. November, 14-17 Uhr:
    Jahreshauptversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G. -
    Gerne würden wir über die Entwicklung unserer Genossenschaft im letzten Wirtschaftsjahr sprechen. Hinter den „trockenen“ Kennzahlen verbirgt sich der Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung unseres Hofes.
    Neben den insgesamt steigenden Kosten für Betriebsmittel wird ab dem neuen Jahr der Mindestlohn um ca. 3,5% ansteigen, was sich natürlich auch auf unsere Lohnkosten auswirkt. Wir kommen nicht umhin, ab Januar 2024 den Betrag für unsere SoL
    aWi-Anteile an die aktuelle Situation anzupassen. Dazu wollen wir bei der Versammlung verschiedene Modelle vorstellen.
    Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/entrup-eg-jhv2023

Donnerstag, 3. November 2022

Alles wie immer oder "das neue Normal"

Hofbrief: KW 44

Letzten Samstag hat eine starke Truppe von über 15 Menschen ca. 1,6 Tonnen Lagermöhren geerntet. Augenzeugenberichten zufolge soll es nicht nur den vielen Kindern Spaß gemacht haben. Der Winter wird lecker und farbenfroh!

Der trockene und warme Oktober sorgt für ungewöhnliche Erlebnisse bei der Herbstarbeit.
Rosenkohl und Grünkohl werden bei über 20°C geerntet – aus anderen Jahren assoziieren wir Gärtner diese Gemüsesorten mit kalten Fingern und schlackernden Ohren. Das Wurzelgemüse muss, wenn es vom Feld kommt, erst um fast 20° runtergekühlt werden, um lagerfähig zu werden. Tomaten und Paprika machen im Folientunnel Platz für die Wintersalate und wir müssen völlig gesunde und reich tragende Pflanzen auf den Kompost werfen. Das Gras auf den Wiesen wächst mehr, als es in den Sommermonaten gewachsen ist.
Im Kopf arbeitet es: Ist das das neue „Normal“? Können wir das für nächsten Herbst einplanen? Wie muss sich unsere bäuerliche Arbeit im Jahreslauf anpassen?

Bei der Lagerung sind die leckeren Kürbisse etwas anspruchsvoll. Auf dem Hof können wir leider keine drei Tonnen monatelang bei warmen 12-17°C aufbewahren deshalb verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen. Wer eine Kürbispause braucht, kann sie ca. bis Weihnachten auf dem Küchenschrank, im warmen Keller (über 10°C) oder als Blickfang im Wohnzimmer platzieren. Bitte regelmäßig auf Druckstellen kontrollieren!

Termine:

  • Sa., 05. November, 10 – 12 Uhr bzw. 12 – 14 Uhr:
    Mitmachtag „Sauerkraut & Kimchi herstellen
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in den Gärtöpfen gestampft. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und schmackhaft.
    Zusätzlich wollen wir uns unter fachkundiger Anleitung an die Zubereitung von Kimchi wagen. Ein Gärtopf ist für die koreanische Spezialität aus Chinakohl und Rettich reserviert.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.

  • Sa., 12. November, 15 Uhr:
    Jahreshauptversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung des Hofes. Gäste und Interessierte sind Herzlich Willkommen!

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Strahlende Kinderaugen und tonnenweise Genussgemüse...

Hofbrief: KW 43

Vergangene Woche kamen vier Schulklassen aus Altenberge zum Hof. Zusammen mit unserem Landwirtschaftsteam lernten sie die Milchschafe und Arbeitspferde kennen. Danach bereiteten sie mit Luca von der Initiative Entrup 119 e.V. ein gesundes Frühstück vor, schnitten Äpfel, quetschten Haferflocken und schüttelten Sahne im Glas zu Butter. Erstaunlich und schön, wie Kinder sich für so einfache und für uns selbstverständliche Dinge begeistern lassen.

Am Mittwoch bekamen wir tatkräftige Unterstützung von einer Klasse der münsteraner Waldorfschule. Seit Jahren ernten die dortigen Drittklässler die Rote Bete für uns – dreißig Energiebündel werden in zwei Stunden gut fertig mit unseren läppischen zweieinhalb Tonnen.

Die Kürbisernte war sehr gut diesen Herbst. Bei der Lagerung sind die leckeren Herbstfrüchte etwas anspruchsvoll. Auf dem Hof können wir leider keine drei Tonnen monatelang bei warmen 12-17°C aufbewahren deshalb verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen. Wer eine Kürbispause braucht, kann sie ca. bis Weihnachten auf dem Küchenschrank, im warmen Keller (über 10°C) oder als Blickfang im Wohnzimmer platzieren. Bitte regelmäßig auf Druckstellen kontrollieren!

Termine:

  • Sa., 29. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „Möhren ernte
    n“ –
    16 Reihen Lagermöhren stehen noch auf dem Feld. Wir graben die knackigen Wurzeln mit dem Spaten aus, drehen das Laub ab und packen die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten. Das macht großen und kleinen TeilgeberInnen Freudeund naschen ist natürlich erlaubt!

  • Sa., 05. November, 10 – 12 Uhr bzw. 12 – 14 Uhr:
    Mitmachtag „Sauerkraut herstellen“ –
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in den Gärtöpfen gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und schmackhaft.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Herbsternte und erster Bodenfrost

Horbrief: KW 41

Klare Herbsttage wechseln sich gerade mit kühlen Vollmondnächten ab. Am Boden haben wir schon stellenweise Raureif gefunden. Empfindliche Gemüsesorten wir Kürbisse, Bohnen und Paprika vertragen solche Temperaturen nicht – dann ernten wir lieber etwas kleinere oder unreife Früchte, als die ganze Ernte an den Frost zu verlieren. In anderen Jahren sind die Oktobernächte wesentlich milder – aber so ist jedes Jahr unterschiedlich…

Dem heißen Sommer verdanken wir eine sehr gute Kürbisernte. Elf Großkisten schmücken Gemüselager, Tenne und Hofladenvorplatz mit einem leuchtenden Orangeton – und zusätzlich noch drei Kisten Riesenzucchini und je eine Kiste „Butternut“ und „Sweet dumpling“.
Weil die leckeren Herbstfrüchte bei der Lagerung wärmebedürftig sind – optimalerweise 12-17°C – verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen.

Im Kühllager stehen mittlerweile der ersten Großkisten mit Schmelzkohlrabi und Chinakohl. Es folgen Steckrüben und Rettich, Ende des Monats Rote Bete und Möhren. Knollensellerie, Kopfkohl, Zuckerhut und Radicchio wachsen noch ein wenig weiter, bis wir sie Anfang November einlagern können. Pastinaken und Topinambur sind frosthart und wir holen sie ganz zum Schluss rein, um sie nicht den hungrigen Mäusen zu überlassen. Das gibt ein vielfältiges Wintergemüseprogramm!