Donnerstag, 28. November 2019

Hofbrief: KW 48


Zusammen mit vielen HelferInnen konnten wir im September und Oktober eine gute Menge Streuobst ernten. Das Obst wurde bei einer lokalen Mosterei zu leckerem naturtrübem Saft verarbeitet. Jetzt stehen die Saftkartons im Lager und möchten gerne genossen werden.
Auf Bestellung liefern wir die Kartons in Euer CSA-Abholdepot zu einem vergünstigten Preis von 7€ für den 5l-Bag-in-Box. Im Hofladen und bei den Marktständen kann der Saft für 11€ erworben werden.
In der geschlossenen Packung ist der Saft mind. bis Oktober 2020 haltbar, nach Anbruch hält er sich immerhin noch sechs Wochen.
Die Streuobstwiese als einer der vielfältigsten heimischen Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten bleibt nur erhalten, wenn man sie pflegt – und nutzt! Noch nie hat Naturschutz so gut geschmeckt;-)
Der Herbst neigt sich langsam dem Ende. Auch das letzte Laub lassen die Bäume und Sträucher jetzt fallen. Weidegras und Stauden schmiegen sich flach an die Erdoberfläche oder ziehen sich in den Wurzelraum zurück, um die Kälte besser zu überstehen.
Wo es die Verkehrsicherheit und den hohen Sinn für Schönheit nicht gefährdet, lassen wir das
Herbstlaub liegen und die vertrockneten Stängel auf den Beeten stehen – die Insekten und Regenwürmer finden so Futter und Unterschlupf für die kalten Wintertage und -nächte, sodass im nächsten Frühjahr genug Bestäuber und Nützlinge zur Stelle sind.
Termine:
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr:
    Adventsbasar
    an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck; Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.
  • Sa., 07. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück
    Brunchen und Klönen in gemütlicher Runde; Sterne basteln,
    Meisenknödel herstellen für die kalte Jahreszeit;
    Bitte bringt eine Kleinigkeit für das Buffet mit!

Donnerstag, 21. November 2019

Hofbrief: KW 47


Die Melksaison neigt sich dem Ende entgegen. Seit zwei Wochen wird nur noch ein Teil der Herde gemolken – Die Schafe, die zuletzt kaum noch Milch gaben, sind bereits im wohlverdienten Urlaub und können sich nun erholen und auf die kommende Lammzeit vorbereiten. Spätestens Ende November kommt dann auch für den Rest der Damen die melkfreie Zeit.
Die Gemüsefelder leeren sich zusehends und entsprechend voll ist auch das Lager. Zuletzt haben wir eine stolze Menge Sellerie und einen guten Schwung Zuckerhutsalat abgeerntet.
Damit wir das Gemüse besser lagern können, haben wir einen zweiten großen Gemüsekühlraum gekauft. Wir erhoffen uns weniger Lagerverluste und ein einfacheres Arbeiten.
Die Herbsternte ist einer der schönsten Momente im Anbaujahr – schließlich haben wir viele Monate darauf hingearbeitet. Auch das trübe Novemberwetter und die früh einbrechende Abenddämmerung könne unsere Stimmung nicht drücken. Soll man weinen oder lachen, wenn der feuchte Ackerboden an Kleidung und Schuhen klebt wie eine Ritterrüstung?
In der kalten Jahreszeit liefern wir immer wieder Fleisch aus. Die Jungschafe haben den ganzen Sommer auf der Weide verbracht und sind auch jetzt noch draußen, solange das Futter auf den Wiesen ausreicht. Lasst Euch das Entruper Weidelamm schmecken!
Termine:
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr:
    Adventsbasar
    an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck;
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.
  • Sa., 07. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück
    Brunchen, Basteln, Klönen; gerne können die liebsten Herbst- und Adventslieder mitgebracht werden

Donnerstag, 14. November 2019

Hofbrief: KW 46


In den Folientunneln ist der Wechsel von den Sommerkulturen zu den überwinternden Gemüsesorten geschafft. Die Hälfte der Fläche ist mit Feldsalat in acht Sätzen bepflanzt – für eine zeitlich versetzte Ernte. Die restlichen Beete teilen sich die üblichen Verdächtigen: Petersilie und Mangold, Postelein, bunter Schnittsalat und Rucola. Diese frostfesten Sorten ermöglichen uns im Winter auch aus dem unbeheizten Gewächshaus eine kontinuierliche und vielfältige Ernte.
Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.
Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – Klee lebt in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft pflanzenverfügbar machen und somit den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.
Jetzt im Herbst haben wir die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.
Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.
Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig
(Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!
Termine:
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:  
    Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung;
    Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr: Adventsbasar an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.
Kimchi (Grundrezept)





















1 kg Chinakohl
4 Esslöffel Meersalz
250 Gramm Rettich
4 Frühlingszwiebeln
3 Möhren

Und:
2-3 Esslöffel Fischsauce
5 Knoblauchzehen
2,5 cm Ingwer
1 – 5 Esslöffel Gochugaru (koreanische Chiliflocken)
Wasser

 1. Den Chinakohl säubern und nach Belieben schneiden. Ich mag die Stücke lieber etwas kleiner, aber sie bleiben knackiger, wenn sie etwas größer sind. In eine große Schüssel geben und das Salz hinzufügen. Jetzt Chinakohl und Salz kneten bis der Kohl merklich weicher wird. Dann die Schüssel mit Wasser auffüllen bis der Kohl grade mit Wasser bedeckt ist und mit einem Teller beschweren. 1 Stunde stehen lassen.

2. Dann die Paste zubereiten indem alle Zutaten von der Fischsauce bis zu den Chiliflocken püriert werden. Am besten alles in den Zerkleinerer geben. Die Fischsauce macht es würzig, die Chiliflocken machen es scharf. Gegebenenfalls noch Wasser hinzufügen damit die Zutaten eine Paste ergeben.

3. Den Chinakohl jetzt gründlich waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Das überflüssige Wasser vorsichtig aus dem Kohl drücken. Die Frühlingszwiebeln in 2 cm große Stücke schneiden, die Möhren in feine Streifen ähnlicher Länge, den Rettich ebenfalls in Streifen zerkleinern. Alle Zutaten in die Schüssel geben, das Gemüse mit der Paste vermischen bis alles mit der Würzpaste überzogen ist. 

4. Nun das Kimchi abfüllen. Hier haben sich Einmachgläser bewährt. Jede Handvoll Gemüse kräftig in das Glas drücken, so dass Wasser austritt. Das Glas nicht komplett befüllen. Ein Platz von 5-10 cm nach oben sollte frei bleiben, damit keine Sauerei in den weiteren Entwicklungsschritten entsteht. Über dem Gemüse sollte 1 bis 2cm Flüssigkeit stehen. Auf das Gemüse ein Gewicht legen (da kann man am besten einen Stein, eine Kachel oder ein Glasgewicht benutzen).

5. Das Kimchi jetzt fermentieren lassen. An einen dunklen Ort stellen (oder mit einem Tuch abdecken) und die Gläser nicht komplett verschließen, so dass Gas austreten kann. In der Zeit wird auch die Flüssigkeit mehr, so dass es sich bewährt hat die Gläser auf ein Tablett oder in ein Backblech zu stellen. Nach ca. 5 Tagen ist die Fermentation schon abgeschlossen. Sollte es zur Entstehung von Hefen an der Oberfläche kommen kann man die einfach abtragen und wegschmeissen. Wie immer gilt: was gut schmeckt ist auch in Ordnung. Das Kimchi nun in den Kühlschrank stellen und essen. Unbedingt dicht schliessende Gefässe im Kühlschrank verwenden, das fertige Kimchi riecht intensiv. Eventuell in kleinere Gläser umfüllen und einen Teil verschenken. Der Geschmack verändert sich trotz unterbrochenem Gärvorgang noch.

Die oben genannten Gemüsesorten kann man beliebig variieren. Zum Beispiel mit Rosenkohl anstelle von Chinakohl. Die Röschen dann in Scheiben schneiden und verwenden. Oder Mit Rotkohl anstelle von Chinakohl. Entscheidend ist die verwendete Technik mit dem Einlegen in die Lake am Anfang. Das ist anders als bei der klassischen Sauerkrauttechnik bei der ja nur die Flüssigkeit verwendet wird die beim Kneten entsteht mit Salz. 

Das Ergebnis ist immer lecker und eine tolle Beilage zu gekochtem weissen Reis, oder einfach so zum snacken, BBQ oder wann immer eine herzhafte, säuerliche Ergänzung gewünscht wird.   

Das Rezept oben garantiert aber einen guten Geschmack und zuverlässige Ersterfahrung.


Donnerstag, 7. November 2019

Hofbrief: KW 45


Beim Mitmachtag am letzten Samstag haben ca. 20 junge und junggebliebene Menschen ca. 490kg Spitz- und Weißkohl zu Sauerkraut verarbeitet
… na ja, nicht ganz, denn vier große Kohlköpfe haben nicht mehr in die fünf großen Gärtöpfe rein gepasst ;-
)
Die Sauerkrautfässer stehen jetzt bei Zimmertemperatur einige Wochen in der Hofküche, während die fleißigen Milchsäurebakterien unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihrer Aufgabe nachgehen.
Wir freuen uns schon auf das schmackhafte und gesunde Wintergemüse und danken herzlich all denen, die bei der Einmachaktion mit viel Ausdauer bis zu vier Stunden geschnippelt, gehobelt und gestampft haben!
Termine:
  • Sa., 09. November, 18:30 – 22 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“

    mit Hofkäserin Angela
    Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • So., 10. November, 11 – 17 Uhr: Wir sind mit einem Stand vertreten beim
    Martinsmarkt der Camphill-Werkstätten Sellen, Steintorfeldmark 13, 48565 Steinfurt
    Spaß für Kinder – große Tombola – Musik – kulinarisches Angebot aus eigener Herstellung – Handwerkskunst
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:
    General
    versammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung;
    Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr