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Mittwoch, 23. März 2022

Im Märzen der Bauer...

Hofbrief: KW 12

Die Ackerböden sind endlich trocken genug und mit Maschinen befahrbar: Wir pflügen und grubbern das Kleegras weg, das in den letzten zwei Jahren den Boden mit Humus und auch mit Luftstickstoff angereichert hat. Neu eingesät wird als Sommergetreide Futterhafer in Gemenge mit Ackerbohnen oder mit Leindotter.

Auch auf den Gemüseflächen geht es voran: Die ersten Möhren sind ausgesät, es folgen Zwiebeln und Dicke Bohnen. Die Folientunnel beschenken und gerade mit reichlich frischem Salat. Leer geerntete Beete bepflanzen wir mit Kopfsalat, Kohlrabi und Radieschen. Weiterhin beschäftigen uns viele viele Aussaaten von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini ;-)

Vor einem guten Jahr wurden auf der Obstwiese hinterm Wald Obstbäume gepflanzt. Jetzt möchten wir die Bäume gerne noch einzäunen, um sie vor Wildverbiss und neugierigen Weidetieren zu schützen. Eichenpfähle dienen als haltbare Zaunpfosten, Fichtenstangen und ein Maschengeflecht bilden die Umzäunung,
Wer hat Zeit und Lust, am
Sa., 26. März ab 10:00 Uhr beim Zaunbau zu helfen? Bitte meldet Euch verbindlich an: https://terminplaner.dfn.de/eQUBbNPnRPDDl78E

Donnerstag, 14. November 2019

Hofbrief: KW 46


In den Folientunneln ist der Wechsel von den Sommerkulturen zu den überwinternden Gemüsesorten geschafft. Die Hälfte der Fläche ist mit Feldsalat in acht Sätzen bepflanzt – für eine zeitlich versetzte Ernte. Die restlichen Beete teilen sich die üblichen Verdächtigen: Petersilie und Mangold, Postelein, bunter Schnittsalat und Rucola. Diese frostfesten Sorten ermöglichen uns im Winter auch aus dem unbeheizten Gewächshaus eine kontinuierliche und vielfältige Ernte.
Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.
Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – Klee lebt in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft pflanzenverfügbar machen und somit den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.
Jetzt im Herbst haben wir die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.
Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.
Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig
(Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!
Termine:
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:  
    Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung;
    Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr: Adventsbasar an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.

Donnerstag, 26. September 2019

Hofbrief: KW 39


Mitmachtage sind mit Arbeit verbunden. Und das am Wochenende. Im Freien. Bei jedem Wetter. Macht aber nichts, denn wir haben ein Abonnement auf trockenes warmes Wetter für die Mitmachsamstage. Und die Arbeit macht Spaß, wenn viele Menschen zwanglos zusammenarbeiten.
Am vergangenen Samstag kam auch noch dazu, dass die ca. 20 großen und kleinen Menschen mit knackigen rotbackigen Früchten belohnt wurden für ihre Arbeit.
So könnte es doch immer sein!
Die Obsternte geht weiter am Sa., 05. Oktober (siehe unten).
Mitmachtage gibt es regulär an jedem ersten Samstag im Monat.
Termine:
  • So., 29. September, 11 Uhr: Erntedankfest
    für alle Teilgeber aus CSA, Genossenschaft und Initiative –
    dazu gibt es
    Kunst auf dem Hof!
    Rüdiger Schwahn kommt… Leda spricht…
    Ihr macht!
    Und hinterher treffen wir uns am leckeren Mitbringbuffet.
    Bitte bringt eine Kleinigkeit für das Sonntagsbrunch mit!
  • Sa., 05. Oktober, 10:30 13 Uhr: Mitmachtag „Obsternte“
    Nach dem fröhlichen und erfolgreichen Mitmachtag am 21.09. geht es weiter auf unserer Streuobstwiese in Kümper: Wir pflücken das Tafelobst und schütteln die Früchte für den leckeren Apfelsaft herunter.
    Eine Anfahrtbeschreibung kann beim Hof angefordert werden; alternativ kann man auch vom Hof aus mitfahren, wir treffen uns dafür um 10 Uhr. Eigene Obstpflücker können gerne mitgebracht werden.
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • Mi., 09. Oktober, 10 – 16 Uhr:
    Präparatetag mit der Demeter-Regionalgruppe Münsterland
    Wir stellen fünf der insgesamt acht biologisch-dynamischen Präparate her. Die Präparate fördern die Humusentwicklung unserer Böden und sorgen dafür, dass biodynamische Lebensmittel für die menschliche Ernährung außergewöhnlich gut geeignet sind.
  • Fr., 11. Oktober, 15:30 – 17:30 Uhr:
    Natur erkunden
    mit Heike Maria Schwahn
    Für Familien mit Kindern ab dem Laufalter bis 8 Jahren. Familienpreis 15 €.
    Anmeldung bis 12 Uhr am Veranstaltungstag:
    heikemariaschwahn@online.de

Dienstag, 10. April 2018

Hofbrief: KW 15


Die Wiesen und Weiden werden jetzt sichtbar dunkler, grüner – das Gras wächst wieder, es wird Frühling. Die Schafherde und auch die Pferde freuen sich darauf, wieder aus ihren Ställen raus zu kommen.
In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es nämlich eine grundlegende Umstellung. die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.
Wenn die ersten Frühjahrssätze Gemüse gepflanzt sind, müssen wir uns die Zeit nehmen und unserem Ackerboden und seinen Bewohnern etwas Gutes tun.
Nur ein kleiner Teil der Gemüsebeete ist schon jetzt bepflanzt, viele Flächen liegen noch kahl da. Kürbisse, Sellerie und Zuckermais pflanzt man zum Beispiel erst Mitte Mai, weil sie die eiskalten Nächte, die es vorher noch geben kann, nicht überleben würden. Auch das Lagergemüse für den Winter wird erst im Frühsommer gepflanzt. Der Boden braucht aber eine Bedeckung als Schutz vor Trockenheit, vor Wind und starken Niederschlägen, um dauerhaft lebendig und fruchtbar bleiben zu können.
Deshalb säen wir zur Begrünung sogenannte Zwischenfrüchte oder Gründüngungsmischungen aus – schnellwachsende Pflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Malve, aber auch Klee, Erbsen oder Wicken. Sie schützen nicht nur die Ackerkrume vor Erosion, sondern durchdringen den Boden auch mit ihren tief reichenden Pfahl- oder den vielen Feinwurzeln. Oft sind auch Blütenpflanzen dabei, die unser Auge erfreuen und diversen Insekten als Nahrung dienen.
Zwei
bis vier Wochen vor der Gemüsepflanzung müssen wir die Gründüngungen dann mulchen und in den Boden einmischen – aus der sich zersetzenden Pflanzenmasse baut sich dann Humus auf. Das Gemüse profitiert von dem fruchtbaren und lockeren Boden.
Termine:
  • Sa., 14. April, 16 Uhr:
    Vogelkundliche Wanderung über die Hofwiesen mit Manuela Liebold, max. 15 Teilnehmer, bitte Fernglas mitbringen, Anmeldung erforderlich
  • Sa., 21. April, 15-17 Uhr:
    Hofbegehung eine gute Gelegenheit, sich über den Stand der Dinge auf den Gemüsefeldern zu informieren und die mittlerweile schon recht großen kleinen Lämmchen persönlich kennenzulernen
  • Di., 24. April, 17:30-19:30 Uhr:
    Wiesendips“ – Kräuterspaziergang über den Hof mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 10 €, Anmeldung über info@gierschundco.de

Freitag, 2. März 2018

Hofbrief. KW 9


So ein Mist! So wie Landwirte umgangsprachlich für dumm und ungebildet gelten, so wird auch keiner beim Anblick eines Misthaufens an einen Schatz oder an ein kostbares Vermögen denken. Nicht so die Biobauern.
Wir streben im landwirtschaftlichen Betrieb einen geschlossenen Kreislauf an:
Die Tiere bekommen hauptsächlich betriebseigenes Futter, der Winterstall sollte möglichst mit eigenem Stroh eingestreut werden und die Felder werden größtenteils mit Mist von den eigenen Tieren gedüngt.
Eigentlich ist das ziemlich zeitgemäß, cradle to cradle heißt das heute. Die aktuelle Nitratproblematik im Grundwasser haben wir genau wegen der enormen Futterimporte und der Kunstdünger aus dem Sack.
Ein guter Mist von Wiederkäuern ist mit ausreichend Einstreu vermengt, die die Sickersäfte auffängt, und er stinkt nicht, sprich er emittiert deutlich weniger klimarelevante Gase, als das gerne mal pauschal für jegliche Art von Mist in den Statistiken genannt wird. Mist zählt zu den organischen, heißt lebendigen Düngern, er düngt nicht unmittelbar die Nutzpflanzen, sondern vermehrt die Bodenfruchtbarkeit. Bestenfalls bauen wir Humus auf, der Kohlenstoff aus der Atmosphäre bindet.
Wer jemals die „magische“ Düngewirkung von Mist erlebt hat, wird mit Sicherheit den Misthaufen ganz anders anschauen.
In unserem Käsekeller ist demnächst Saisonwechsel. Aus der Melksaison 2017 sind nur noch zwei Laibe Schnittkäse übrig. Mittlerweile reifen dort aber bereits über 20 neue Laibe Schnitt- und Bergkäse heran.
Das erste Mal in den letzten zehn Jahren gab es u.A. dank besonderer Sorgfalt bei der Käsepflege keinen Verderb im Reifekeller. Außerdem begann die Lammzeit und entsprechend auch die Melksaison dieses Jahr außergewöhnlich früh, sodass die käsearme Zeit dieses Jahr besonders schnell vorüber ging.
ACHTUNG: Wegen des frostigen Wetters verschieben wir den geplanten Mitmachtag „Obstbaumschnitt“ um eine Woche auf den 10. März (s.u.).
Termine:
  • Sa., 10. März, 10 bis 13 Uhr:
    Mitmachtag „Obstbaumschnitt/Obstbaumpflanzung“ – Botanisches, Werkzeugkunde, Arbeitssicherheit, Praxis – Anmeldung erleichtert die Planung
  • Sa., 17. März, 15.30 Uhr:
    Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V. – Rückblick und Aktuelles zu Hofkauf, Baumaßnahmen und Bildungsarbeit

Dienstag, 9. Januar 2018

Hofbrief: KW 2


Pünktlich zum neuen Jahr liegt unser neuer Veranstaltungskalender vor.
Bei diversen Mitmachtagen, Hofführungen und Festen gibt es wieder die Möglichkeit, Entrup 119 (noch besser) kennen zu lernen. Als besondere Highlights gibt es in diesem Jahr zwei Filmabende, eine vogelkundliche Wanderung, mehrere Hofkäse-Schulstunden und im Herbst den beliebten Sauerkrauttag. Wir hoffen auf positive Resonanz und freuen uns schon auf die kommenden Veranstaltungen.
Kurzfristige Änderungen können leider nicht ausgeschlossen werden; die aktuelle Liste findet ihr auf unserer Homepage!
Zum Weihnachtsfest wurden wir von Euch reich beschenkt. Viele Mitglieder haben zusammengelegt, um dem Hofteam eine Freude zu machen. Feierlich wurde uns ein Umschlag mit einer lieben Grußkarte und einem stolzen Sümmchen übergeben. Wir freuen uns schon darauf, mit der ganzen Belegschaft im Herbst einen schönen Betriebsausflug zu unternehmen. Vielen Dank!
Termine:
  • Sa., 13. Januar, 10-13Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“ – Hecken sind wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel und bringen Vielfalt in die Agrarlandschaft. Abschnitt für Abschnitt verjüngen wir die Sträucher, um eine möglichst große Strukturvielfalt zu erreichen.
    Anmeldung erbeten
  • Sa., 13. Januar, 15-18Uhr: Mitgliederversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G. – Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung; Vorstellung des Hof-Teams; finanzielle Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr
  • Fr., 19. Januar, 19.30-21.30Uhr: Wir zeigen an diesem Filmabend:Der Bauer mit den Regenwürmern“Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern im Schnitt 16 Regenwürmer pro qm finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun ungefähr die 25-fache Menge. Sie berücksichtigen die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer: Ihre „Wohnungen“ werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter. Regenwurmkot liefert wertvollen Humus – bis zu 2cm pro Jahr – und 2m tiefe Regenwurmröhren, die pro Stunde bis zu 150 Liter Wasser im Boden speichern können. Durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften die Brauns weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.
    Und im Anschluss: Andeer ist anders“ 20 Jahre lang ist Martin Bienerth als Hirte auf die Alp gegangen. Es war immer mehr als nur ein Job. Es war Arbeit, Kultur, Nähe zum Leben und zum Tod. Dann hat er seine Vision von wirklich gutem Bio-Käse von glücklichen Kühen umgesetzt. Zusammen mit seiner Frau betreibt er im schweizerischen Andeer eine Sennerei, um zu verhindern, das die Milch der ortsansässigen Bauern und damit die Arbeit und das Kapital ins Unterland fließen und ein Stück Leben mehr aus den Bergen verschwindet. Seine Philosophie, dass Kühe mit Hörnern nicht nur glücklicher sind, sondern auch bessere Milch geben, zeigt sich in den zahlreichen Auszeichnungen für seinen Käse.
    Eintritt frei

Mittwoch, 15. November 2017

Hofbrief: KW 46


Das Feld, auf dem nächstes Jahr der Frühkohl gepflanzt werden soll (Kohlrabi, Broccoli, Stielmus etc.), haben wir schon im Juli umgepflügt und dort drei Wochen später als „Gründüngungeine Mischung aus Sonnenblumen, Buchweizen, Lein und Phacelia eingesät – allesamt Pflanzen, die den Boden gut durchwurzeln und beschatten und auch viel Grünaufwuchs erzeugen.
Wenn dann stärkere Fröste die
se kälteempfindlichen Pflanzen zum Absterben bringen, fangen sie allmählich zu verrotten an. Die zahlreichen Bodenlebewesen bauen die Grünmasse dann zu Humus um. Der Boden wird damit fruchtbarer, kann im Sommer mehr Wasser speichern, vernässt im Winter aber auch weniger schnell und bleibt länger fein-krümelig – eine gute Voraussetzung für den Anbau anspruchsvoller Gemüsepflanzen.
2018 wollen wir auf dem Hof neben der landwirtschaftlichen Arbeit wieder schöne Mitmachtermine und Hofführungen veranstalten, Filme zeigen und auch Feste feiern. In Vorbereitung ist wie in den Vorjahren ein kleiner Veranstaltungskalender. Wenn jemand hierfür noch tolle Ideen oder auch Wünsche hat – wir nehmen Anregungen gerne entgegen.
Seit letzter Woche liefern wir neben unserem Gemüse und den Kartoffeln und Eiern von Heiner Wening aus Greven auch die leckeren Möhren vom Knollmannshof aus Bad Salzuflen. Der Demeter-Feldgemüsebetrieb von Jens und Sven Weißenbach versorgt uns seit Jahren v.A. mit Möhren, nach Bedarf aber auch mit Weißkohl oder anderem Wurzelgemüse. Mit den Demeter-Möhren aus Ostwestfalen wollen wir unsere CSA-Ernteanteile im Herbst und Winter etwas abrunden.
Termine:
  • 2. Dezember, 8-16 Uhr: Schafschur – zu Beginn der Melkpause und als Vorbereitung auf die Lammzeit dürfen unsere kleinen Wiederkäuer zum Friseur. Der Schafscherer kommt! Gerne nehmen wir hierfür im Hilfe an beim Sortieren der frisch geschorenen Wolle. Bei Interesse bitte melden.
  • 2. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück im Veranstaltungsraum
  • 2. Dezember, 11-17 Uhr: Adventsbasar in der Freien Waldorfschule Münster-Gievenbeck – wir sind mit einem Stand vertreten

Montag, 14. November 2016

Hofbrief: KW 46


Der Herbst schenkt uns noch ein paar trockene Tage, die wir nutzen können, um die Gemüsefelder für den Winter etwas aufzuräumen. Viele Sorten sind abgeerntet und sicher im Kühlhaus eingelagert, sodass wir jetzt die Kulturschutznetze wieder zum Hof bringen und die frei gewordenen Beete auf den Äckern mit Grubber und Pflug bearbeiten.
Was man jetzt schafft, braucht man nicht mehr im Frühjahr zu machen, wenn die Arbeitsbelastung tendentiell sowieso größer ist. Außerdem können Wind und Wetter und vielleicht auch der Frost, wenn er denn zu Besuch kommt, die aufgeworfene Ackerscholle über die Wintermonate etwas krümeln, was die Bearbeitung im Frühjahr erleichtert.
Interessant ist es auch, die sogenannte „
Gründüngung“ zu beobachten: Das Feld, auf dem nächstes Jahr der Frühkohl gepflanzt werden soll (Kohlrabi, Broccoli, Stielmus etc.), haben wir schon im August umgepflügt und dort eine Mischung aus Sonnenblumen, Buchweizen, Lein und Phacelia eingesät – allesamt Pflanzen, die den Boden gut durchwurzeln und beschatten und auch viel Grünaufwuchs erzeugen. Wenn dann stärkere Fröste die kälteempfindlichen Pflanzen zum Absterben bringen, fangen sie allmählich zu verrotten an. Die zahlreichen Bodenlebewesen bauen die Grünmasse dann zu Humus um. Der Boden wird damit fruchtbarer, kann im Sommer mehr Wasser speichern, vernässt im Winter aber auch weniger schnell und bleibt länger fein-krümelig – eine gute Voraussetzung für den Anbau anspruchsvoller Gemüsepflanzen.
Spät hell, früh dunkel – die Natur fordert uns auf, angefangene (Bau-)Projekte abzuschließen, aufzuräumen, zurückzublicken auf das Sommerhalbjahr... Wir setzen uns zusammen und überlegen, was wir im Winter schaffen wollen, planen aber auch schon das nächste Anbaujahr.
2017 wollen wir aber auch wieder schöne Mitmachtermine, Vorträge oder auch Seminare und auch Feste veranstalten. Wenn hier also jemand noch tolle Ideen oder auch Wünsche für das neue Jahr hat – wir nehmen Anregungen gerne entgegen.

Dienstag, 27. September 2016

"Präparatetag" auf entrup119


Sehr kurzfristig, aber beachtenswert:
Am morgigen Mittwoch (28. September) findet bei uns
von 10.00 bis 16.00 Uhr der „Präparatetagder Demeter-Regionalgruppe Münsterland statt.
Zusammen mit Praktikern aus der Region stellen wir fünf der insgesamt acht biologisch-dynamischen Präparate her,
die die Humusentwicklung unserer Böden besonders fördern und dafür sorgen, dass biodynamische Lebensmittel für die menschliche Ernährung außergewöhnlich gut geeignet sind.
Wer also schon immer wissen wollte, was es mit diesen Präparaten so auf sich hat, ist herzlich eingeladen.

Freitag, 20. Mai 2016

Lauch-Bohnen-Mus


Auch wenn das Wetter dieses Wochenende nicht nach grillen aussieht, möchte ich euch heute ein Mus vorstellen, was ich letzte Woche als Mitbringsel zu einer Grillparty mit gebracht habe. Es erinnert ein wenig an Humus und ist gefährlich lecker.



Lauch-Bohnen-Mus
6-8 Portionen

250 g Bohnen
4 Lauchstangen
2 große Knoblauchzehen
50 g Mandeln
1/16 l Gemüsebrühe
8 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer



Die Bohnen evtl. über Nacht einweichen lassen und nach Packungsbeilage weich kochen.

Von den Lauchstangen den unteren Teil und evtl. trockene Stellen weg- und in Ringe schneiden. Waschen und abtropfen lassen.

Die Knoblauchzehen häuten, in kleine Stücke schneiden und in 1-2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne oder Topf anbräunen. Lauch hinzu fügen und mit Gemüsebrühe bei geschlossenem Deckel weich kochen lassen.

Die Bohnen mit einem Pürrierstab zu einem Mus verarbeiten. Den Lauch hinzufügen und so lange mit pürrieren bis die gewünschte Optik / Lauchdichte erreicht ist.

Zum Schluß die Mandeln und Öl hinzufügen und mischen bis eine cremige Masse entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eignet sich super als Mitbringsel zur Party oder zum grillen.