Posts mit dem Label Lebensmittel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lebensmittel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. Juni 2022

Berge von Arbeit und Bäume voller Kirschen

Hofbrief: KW 24

Auf unserer Streuobstwiese in Kümper werden die Kirschen reif. Gerne könnt Ihr zum Pflücken kommen. Eine Leiter ist in dem kleinen Schafstall auf der Wiese deponiert. Vergesst bitte nicht die Türchen wieder zu schließen, wenn Ihr wieder geht! Wer die Obstwiese noch nicht kennt kann auf Anfrage über mail@entrup119.de eine Anfahrtsbeschreibung bekommen.

Auch am Hof gibt es zwei Kirschbäume. Hier heißt es schnell sein – in den letzten Jahren haben uns die Vögel die Erntearbeit abgenommen.

Die Sommermonate sind für uns sehr arbeitsreich. Heuernte, Pflanzaktionen auf dem Gemüseacker und die Konfrontation mit den lieben Beikräutern ergänzen die alltäglichen Arbeiten wie Melken, Füttern oder Gemüse ernten. Da für uns Tierwohl einen hohen Stellenwert hat und die Vielfalt auf den Gemüsebeeten eine große Rolle spielt, fällt immer viel (Hand-)Arbeit an. Damit sind wir nicht alleine – vielen anderen Biobetrieben geht es genauso.
Relativ ungewöhnlich ist allerdings, dass wir keine Saisonarbeiter aus Osteuropa beschäftigen, sondern uns darum bemühen, ganzjährig vollwertige Arbeitsplätze anzubieten. Und was passiert mit der Mehrarbeit im Sommer? Natürlich machen bei uns alle im Sommer mehr Stunden als im Winter. Dennoch können wir nicht alles schaffen –
wir sind auf Eure Mitarbeit angewiesen.
Immer wieder rufen wir zu gemeinschaftlichen Pflanz- oder Jäteaktionen auf. Auch sonst nehmen wir in den unterschiedlichen Bereichen gerne Eure Hilfe in Anspruch – nach Absprache sind verschiedene Wochentage oder Uhrzeiten möglich.
Idealerweise bedeutet „Gemeinschaftshof“, dass der Hof uns allen gehört und sich immer jemand zuständig fühlt, wenn etwas getan werden muss. Immerhin ernährt der Hof uns alle! Keine*r möchte mit überwältigenden Aufgaben alleine gelassen werden. Gemeinsam erreichen wir mehr – und es macht mehr Freude!

Donnerstag, 9. September 2021

Hofbrief: KW 36 - kleine und große Besucher auf dem Hof

 

Jetzt kommt die Sonne und somit ein Gefühl von Sommer noch einmal zurück. Menschen, Tiere und Pflanzen genießen die Sonnenstrahlen, die sie zum Wachsen und gedeihen benötigen. Auch wenn der Sommer gefühlt sehr verregnet war, fällt bei einem Blick in die Gräben und Teiche der niedrige Wasserspiegel auf – nicht ungewöhnlich für Anfang September, aber doch überraschend „bei dem vielen Regen“. Auch der Ackerboden ist stellenweise schon wieder sehr trocken. Rote Bete, Sellerie und Porree benötigen jetzt wieder eine Beregnung, um bis zu Ernte noch eine ausreichende Größe zu entwickeln.

Der Hof kriegt in dieser Woche mehrfach Besuch. Drei Schulklassen lernen die Milchschafe kennen und bereiten ein gesundes Frühstück mit Haferflocken und selbst geschüttelter Butter zu. Fachschüler für Öko-Landwirtschaft aus Kleve lassen sich am Donnerstag über den Hof führen und das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft erklären. Am Samstag folgt dann schließlich eine öffentliche Hofführung im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau NRW.

Termine:

  • Sa., 11. September, 10 – 13 Uhr: Ackertag
    Zwei Einsatzorte, zwei Aufgaben zur Auswahl:
    „Jäten auf dem Kohlacker“ Grünkohl, Rosenkohl und der mysteriöse Palmkohl möchten sich uns in ihrer ganzen Pracht zeigen. Und wenn wir schon mal da sind: Es gibt so ein paar unliebsame Kräuterchen, die dem Winterkohl auf die Pelle (… auf die Wurzel) rücken. Wer jätet mit?
    Treffpunkt auf dem Hof in Entrup!
    Obsternte“ – Auf unserer Streuobstwiese in Kümper werden die ersten Äpfel und Birnen reif. Wir wollen mehrere Bäume abernten und das Obst in die Mosterei bringen, damit daraus wieder der allseits beliebte Saft gepresst werden kann. Gerne darf auch Obst für den Eigenbedarf mitgenommen werden. Treffpunkt um 10:30 Uhr direkt auf der Obstwiese in Kümper.
    Eine Anfahrtskizze kann auf Anfrage gerne zugeschickt werden.
    Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/hS8pVuG6BjeQugDg

  • Sa., 11. September, 15 Uhr: Hofführung,
    Anzahl der Plätze begrenzt, Anmeldung: mail@entrup119.de

Donnerstag, 20. Mai 2021

Hofbrief: KW 20 - Pflanzen und Ernten...

Seit Jahren haben wir zum ersten Mal wieder eine Woche im Mai, in der es so viel regnet, dass die Pflanzungen auf den Gemüsefeldern nicht bewässert werden müssen – eine fast schon luxuriöse Situation!
Nach den Eisheiligen“ (11. bis 15. Mai) pflanzen wir endlich die wärmeliebenden Kürbisse und den Sellerie. Zuckermais und Buschbohnen im Freiland aus. Die Sommergemüsesorten in unseren unbeheizten Folientunneln – Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika – fühlen sich deutlich wohler, wenn es nachts nicht so stark abkühlt.

Das Lagergemüse ist fast aufgebraucht, während die neue Ernte gerade erst beginnt. Es stehen einige Wochen mit einer etwas reduzierten Vielfalt bevor. Aber wir pflanzen und hacken in jeder freien Minute, während die Natur die Hauptarbeit macht – aus den kleinen Samen das Wunder des Wachsens und Reifens hervorzubringen.

Sobald einige trockene Tag in Aussicht sind, steht der erste Schnitt von den Kleegrasflächen und Wiesen an. Bis dahin ist etwas Zeit, um die letzten Reparaturen an den Heuerntemaschinen zu erledigen. Die Schafe und auch wir Tierhalter hoffen auf eine satte Ernte – in den letzten Jahren war das Futter immer sehr knapp.

Dienstag, 4. Juli 2017

Hofbrief: KW 27


Manchmal braucht man nicht selbst kreativ sein. Kürzlich durften wir im Jubiläumsheft 25 Jahre Slow Food Deutschland einen „kleinen Ratgeber für jeden Tag“ entdecken, der mit wenigen Worten und viel Klarheit die Frage zu stellen wagt: „Mit jedem Bissen ein bisschen die Welt retten?“ (S. 20 ff.) Zwei Auszüge erlauben wir uns:
Erhöhen Sie Ihr Budget für Lebensmittel. – Für einen Liter besonders geschmeidiges Motorenöl für den Tiefergelegten werden in der Autowerkstatt anstandslos 20 Euro bezahlt. Beim Öl für unseren Magen darf‘s dann ein leicht ranziges Sonderangebot für 2,99 Euro sein. Nur noch gut ein Zehntel des Einkommens geben die Deutschen für Lebensmittel aus. Noch in den 1970er-Jahren war es fast ein Drittel. Machen Sie bei Preisdumping und Schnäppchenwahn nicht länger mit. Superbilligangebote schmecken nicht nur nach Billiglohn und Ausbeutung, sondern oft auch nach Kinderarbeit und fast immer nach jenen Monsterställen, in denen Eiweiß fürs Volk wie Ziegelsteine produziert wird. Die regelmäßigen Lebensmittelskandale sind die naturgesetzliche Konsequenz der ansteckenden „Billigitis“.“
Essen Sie nicht im Stehen und Gehen, essen Sie möglichst oft am Tisch mit Anderen. - Auf der Strecken geblieben sind die gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie, die den Tag stukturierten und das Zusammensein garantierten. Der Esstisch, an dem die Erziehung exekutiert und miteinander geredet wurde, ist weitgehend aus unserer Esskultur verschwunden. Jetzt essen wir vor dem Fernseher und am Computer. Und natürlich „to go“ im Gehen und Stehen – wie der Urmensch, als er noch Käferchen, Würmer und Beeren sammelte und sogleich vertilgte. Manche Zeitgenossen haben vergessen, dass man Kaffee auch im Sitzen trinken kann. Der Untergang des Familienmahls war eine Befreiung von der „Tischzucht“ und starren Zwängen. Er ist aber auch ein Verlust von Gemeinsamkeit, von Zusammenkochen, -sitzen, -genießen. Zelebrieren Sie gemeinsames Essen mit der Familie und mit Freunden, es darf auch ein lustvolles Gelage sein.“
Termine:
  • 5. Juli, 19:30 Uhr: Ethische Betrachtungen der modernen Landwirtschaft – über den Umgang mit unseren Ressourcen; Podiumsdiskussion veranstaltet vom Weltladen Billerbeck in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft Münster zur Frage, wie eine zukunftsfähige Agrarpolitik 2020 aussehen kann u.A. mit dem Agrar-Ingenieur U. Oskamp von der katholischen Landvolk-Bewegung; Veranstaltungsort: Kulturzentrum „Alte Landwirtschaftsschule“, Darfelder Str. 10-12, 48727 Billerbeck
  • 8. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag, 2. Versuch Wir laden herzlich zur Frühkartoffelernte ein. Drei Monate nach der Pflanzung beim April-Mitmachtag haben die ersten „sehr frühen“ Kartoffeln die Erntegröße erreicht. Wir graben und enterden die Kartoffeln mit dem pferdegezogenen Schleuderradroder, sodass sie nur noch aufgesammelt werden müssen. Anmeldung ist erwünscht.

Dienstag, 7. März 2017

"Kritischer Agrarbericht 2017" mit dem Schwerpunkt Wasser


Seit 1993 veröffentlicht das AgrarBündnis jährlich mit dem „Kritischen Agrarbericht“ eine Zusammenfassung der agrarpolitischen Debatte.
In 50 Beiträgen von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik werden die agrar­politischen Geschehnisse im Jahr 2016 analysiert und die Weichenstellung für die Zukunft diskutiert.
Die aktuelle Stickstoffdebatte war für uns ein Anlass, den Umgang mit Wasser zum thematischen Schwerpunkt des diesjährigen Agrarberichts zu machen.
Weltweit verbraucht Landwirtschaft 70 Prozent des verfügbaren Süßwassers. Hiervon fließt ein Drittel allein in die Nutztierhaltung.
Aber Landwirtschaft ist nicht nur abhängig von ausreichend Wasser. Auch ein Zuviel an Wasser kann unsere Böden, die Grundlage allen menschlichen Lebens, unwiederbringlich zerstören. Dabei stellt sich die Situation in den Ländern des globalen Südens, wo viele unserer Futter- und Lebensmittel herkommen, allein schon aus klimatischen Gründen anders dar als bei uns. Aber auch hier, im globalen Norden, nehmen im Zuge des Klimawandels Dürren und Wetterkapriolen ebenso wie der Bewässerungsfeldbau rapide zu.
Weltweit betrachtet löst der Kampf um Wasser Kriege aus und ist eine der Ursachen für Migration und Flucht. Zugang zu sauberem Wasser ist ein vielfach missachtetes Menschenrecht.
Neben dem Schwerpunkt wurden Themen, wie die zunehmend prekäre Situation der Milchbauern, oder der anhaltende Streit um die Wiederzulassung von Glyphosat aufgegriffen. Bei all dem geht es letztlich um einen dringend erforderlichen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich geprägten Landwirtschaft. Ausreichend gesunde Lebensmittel fair herstellen: das ist die Herausforderung der Zeit.
Sauberes Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, wird dann quasi zum „Nebenprodukt“ einer solchen Agrarkultur.

Das AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 25 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik mit insgesamt mehr als einer Million Einzelmitgliedern.

Dienstag, 27. September 2016

"Präparatetag" auf entrup119


Sehr kurzfristig, aber beachtenswert:
Am morgigen Mittwoch (28. September) findet bei uns
von 10.00 bis 16.00 Uhr der „Präparatetagder Demeter-Regionalgruppe Münsterland statt.
Zusammen mit Praktikern aus der Region stellen wir fünf der insgesamt acht biologisch-dynamischen Präparate her,
die die Humusentwicklung unserer Böden besonders fördern und dafür sorgen, dass biodynamische Lebensmittel für die menschliche Ernährung außergewöhnlich gut geeignet sind.
Wer also schon immer wissen wollte, was es mit diesen Präparaten so auf sich hat, ist herzlich eingeladen.

Freitag, 3. Juni 2016

Hofbrief: KW 22


Die meisten Lagerkartoffel-Sorten sind mittlerweile verbraucht, sodass wir sie ab dieser Woche aus dem Angebot raus genommen haben. Dafür wird die Auswahl an frischem, jungem Kochgemüse jetzt größer.
Die
Frühkartoffeln wachsen indessen zügig heran und wir hoffen Ende Juni bereits die ersten ernten zu können.
Was sind „besondere“ Kohlrabi? Sie stammen aus dem neuen Folientunnel, der erst im letzten Herbst aufgestellt wurde. Der Boden dort ist durch die Aufbauarbeiten stark beansprucht worden. Auf Bodenverdichtungen reagieren die meisten Kulturpflanzen mit Mindererträgen – der Kohlrabi aber neigt dazu, aufzuplatzen und bringt so teilweise sehr außergewöhnliche Formen hervor. Ein nicht der Norm entsprechender Kohlrabi ist geschmacklich aber nur selten von einem „normalen“ Kohlrabi zu unterscheiden. Wenn andere Betriebe Gemüse aussortieren müssen, das nicht der Handelsnorm entspricht, landet es auf dem Komposthaufen oder bestenfalls im Futtertrog – etwas zu schade um das Lebensmittel, finden wir. Dennoch arbeiten wir daran, den Boden im neuen Folientunnel stetig zu verbessern, um in Zukunft mehr auch optisch ansprechende Kohlrabi liefern zu können

Termine:

  • Am Samstag, dem 4. Juni ist wieder Mitmachtag. Das neue Hofschild soll zu einem Insektenhotel erweitert werden. Schon beim März-Mitmachtag haben einige Teilgeber die Ständerkonstruktion gezimmert und für die Innenausstattung Äste und Baumrinde gesammelt, Schilfrohr, Bambus- und Reisig gebündelt, poröse Backsteine und unglasierte Blumentöpfe präpariert sowie Hölzchen angebohrt.
    Jetzt soll das Projekt seinen Abschluss finden, indem das „Hotel“ eingebaut und überdacht wird – eine gute Gelegenheit, um morgens ab 10.00 Uhr auf den Hof zu kommen und sich handwerklich auszutoben. Anmeldungen sind erwünscht.
  • Am Samstag findet in Münster auch der diesjährige Tag der Nachhaltigkeit statt. Hauptveranstaltungsort ist der Servatiiplatz mit dem "Markt der Möglichkeiten".
    Im Programm zeigen über 50 Akteurinnen und Akteure auf kreative Weise Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung auf. Die Themenpalette reicht von der solidarischen Landwirtschaft über ökologisches Bauen bis zur Wertschätzung v
    on Lebensmitteln.Auch in diesem Jahr ist Entrup 119 mit einem Stand vertreten. Unser Hof kommt also in die Innenstadt und kann bis 18.00 Uhr geschmeckt, befragt und erlebt werden.
  • Für den 19. Juni ist die diesjährige CSA-Jahresversammlung geplant. Beginnen wollen wir um 14.00 Uhr.
    Herzlich bitten wir euch Alle um Teilnahme, denn es soll auch um das Thema „Geld“ gehen.
    Eine ausführliche Einladung folgt in Kürze.