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Freitag, 20. Mai 2022

Bericht Gärtnerhof Entrup e. G.


Am 14. Mai trafen sich einige Genossenschaftsmitglieder zur Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e. G. bei schönem Wetter auf dem Hofplatz. Es wurde über das vergangenen Jahr in der Landwirtschaft und in der Gärtnerei berichtet. Die Vorstände Christiane und Rainer stellten die positive Entwicklung des vergangenen Wirtschaftsjahrs dar. In der Corona-Zeit war der Verkauf von Bio-Lebensmitteln außergewöhnlich hoch. Mittlerweile hat sich der Markt normalisiert und der Absatz im Hofladen und auf den Märkten fällt wieder geringer aus. Gründe hierfür wurden diskutiert. Es wurde unter anderem auch festgestellt, dass das Bio-Sortiment in den Supermärkten und Diskountern erheblich gewachsen ist. Viele Menschen denken auch, dass die Produkte im Bioladen oder auf dem Ökomarkt teurer sind als anderswo - was definitiv nicht so ist. Ideal wäre es, wenn alle CSAler nicht nur ihre Ernteeinheit abholen, sondern auch ihren Wocheneinkauf im Hofladen oder an den Martkständen tätigen würden.

Die zukünftigen Herausforderungen wurden während der Hofbegehung deutlich. Auch das Thema "zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Schafherde" durch die Investition in wolfssichere Elektro- Zäune wurde diskutiert. Weitere anstehende Modernisierungen und Sanierungen sind für eine gute Entwicklung des Hofes essentiell. Positiv hervorzuheben ist, dass einige Genossenschaftsmitglieder bereits die Gelegenheit wahrgenommen haben, ihre Anteile zu erhöhen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Realisierung der geplanten Investitionen in diesem und nächsten Jahr.

 Infos zu den Baumaßnahmen

 Möchtest Du mit Anpacken? 

Infos zu Mitmach-Aktionen


Montag, 11. Oktober 2021

Jahreshauptversammlungen SoLaWi, Verein und Genossenschaft

Erntedank auf Entrup119

Nachdem wir am 3. Oktober eine schöne CSA-Jahresversammlung auf dem Hof hatten, stehen die nächsten Treffen an. Interessierte Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft sind herzlich eingeladen, auch die Jahreshauptversammlungen von Verein und Genossenschaft zu besuchen: 

Sa, 30.10.21 Initiative Entrup 119 e. V., 15 Uhr

Sa, 27.11.21 Genossenschaft Gärtnerhof Entrup eG., 15 Uhr

Die Arbeitsbereiche auf Entrup 119 basieren ja auf drei sich ergänzenden Säulen. Die Organisation mag für Außenstehende und neue Mitglieder auf den ersten Blick etwas kompliziert erscheinen. Eigentlich ist sie jedoch ganz einfach, deshalb hier einmal ganz kurz und in groben Züge erklärt: Die gemeinnützige Initiative Entrup 119 e.V.ist Besitzerin der Hofstelle und kümmert sich um den Erhalt. Außerdem nimmt sie vielfältige Bildungsaufgaben im Umwelt- und Naturschutz wahr. Die Genossenschaft Gärtnerhof Entrup eG. beschäftigt die Mitarbeiter und führt die geschäftlichen Belange wie den Verkauf der Erzeugnisse im Hofladen und auf Wochenmärkten sowie die Versorgung der CSA-Mitglieder. Zur CSA-Verbrauchergemeinschaft gehören heute 220 Mitglieder, die mit ihrem monatlichen Beitrag die Herstellung der Ernteerzeugnisse finanziert und dafür jede Woche eine Ernteeinheit erhält mit Gemüse, Produkten vom Schaf, Brot, Eiern und im Herbst manchmal Obst von den Streuobstwiesen.

Zudem bilden wir Arbeitsgemeinschaften nach Bedarf, wie zum Beispiel für die Organisation des Hofffestes oder für größere Baumaßnahmen.

Eine genauere Hofbeschreibung findet Ihr hier.

Ein guten Einblick in die Hofstruktur erhaltet Ihr auch auf den Jahreshauptversammlungen von CSA, Verein und Genossenschaft.

Donnerstag, 30. September 2021

Hofbrief: KW 39 - Erntedank

Im Gemüsebau hat die Herbsternte begonnen: Die ersten großen Kisten, gefüllt mit leuchtend roten und gestreiften hellgrünen Kürbissen, stehen geschützt im Lager. Im Oktober geht die Ernte farbenfroh weiter: Kinder von der Gievenbecker Waldorfschule kommen zu uns und helfen dabei, die Rote Bete vom Acker zu holen. Die Knollen lagern wir im Kühlhaus ein, um die Gemüsevielfalt auch im Herbst und Winter zu erhalten.

Dann geht es Schlag auf Schlag: Eingelagert werden Steckrüben und Rettiche, Schmelzkohlrabi, Möhren, Chinakohl, Weiß- und Rotkohl. Wenn sich die ersten Nachtfröste ankündigen, müssen auch Sellerie, Radicchio, Zuckerhut und die Pastinaken ins Lager. Bis dahin genießt das Gemüse die Herbststimmung auf dem Acker und wächst ein wenig weiter, wenn auch wesentlich langsamer als noch vor einem Monat.

Für die Milchschafherde ernten wir gerade die saftigen Futterrüben. Während das grüne Laub frisch verfüttert wird, lagern wir die Rüben in einer großen Miete für den Winter ein. Wenn die Weideflächen leer gefressen sind und die Tiere die langen Winterwochen im Stall verbringen, sorgen die Rüben für eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Zitat von Schaf Lise: „Das blattreiche Heu aus der Heutrocknungsanlage ist zwar schön grün mit viel Klee und Kräutern. Aber trocken ist es, mäh..., dass Heu immer so trocken sein muss! Ein paar Rübenschnitze hinterher, und schon wird es uns ganz warm ums Herz, mäh, jawohl.“

Termine:

  • So., 03. Oktober, 15 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung
    und Erntedank
    Überblick über die Entwicklung des Hofes, Rundgänge in Kleingruppen
    Bei einer Tasse Tee, Kaffee oder einer Limonade haben wir Gelegenheit uns auszutauschen. Bitte meldet Euch an bis zum 01. Oktober unter Angabe der Personenzahl: mail@entrup119.de
    Wir freuen uns sehr auf Euch!

Freitag, 9. Juli 2021

Hofbrief: KW 27 - von der Pflicht zur Kür...

Unser Aufruf zum „Ackern“ fand am Samstag eine gute Resonanz. Eine fröhliche Gruppe düngte und pflanzte Rosenkohl und Grünkohl. Eine zweite Gruppe jätete mit viel Durchhaltevermögen die Kräuterbeete, Fenchel und Lauchzwiebeln. Mehrere Menschen boten an, an einem anderen Wochentag mitzuhelfen, weil sie am Samstag verhindert waren. Außerdem gab es noch einige weitere Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zu den „Ackertagen“.

Die Teilnahme ist und bleibt freiwillig.
Wir würden gerne möglichst vielen Menschen vermitteln, dass die Mitarbeit auf dem Hof viel Freude bringen kann. Man erlebt unmittelbar den Nutzen seines Tuns und nimmt eventuell eine Portion Energie mit nach Hause, wenn eine scheinbar unschaffbare Aufgabe mit vielen „helfenden Händen“ doch zu einem guten Ende kommt. Insofern sehen wir die „Ackertage“ nicht nur als schwere Arbeit zum Abschluss einer vollen Woche, sondern als schwungvollen Start ins Wochenende ;-) Zusätzlich tragen sie auch noch zu einer reichhaltigeren Ernte bei.

Termine:

Das wüchsige Wetter hält an und es bleibt noch viel zu tun. Kommt gerne an den nächsten Samstagen im Juli und August zum Jäten, sofern kein größerer Regen droht. Im September und Oktober steht die eine oder andere Ernteaktion auf dem Acker oder auf der Streuobstwiese an. Vielleicht können wir Anfang November gemeinsam Sauerkraut herstellen.
Den konkreten Aufruf zum Mitarbeiten erlauben wir uns kurzfristig zwei bis drei Tage im Voraus los zu schicken. Das hat den Vorteil, dass die Wetterprognose wesentlich verlässlicher ist und wir viel besser abschätzen können, was wir in der Woche selber schaffen und wo mehr "helfende Hände" vonnöten sind.
Am kommenden Samstag (10. Juli, 10 – 13 Uhr) möchten wir mit Euch zusammen die Zwiebeln jäten. Meldet Euch bitte verbindlich an unter folgendem Link: https://terminplaner.dfn.de/k4EpscWyqPszKWFi

Am 1. Juli hat das neue CSA-Wirtschaftsjahr begonnen. Wie bereits angekündigt erhöhen wir den Teilnahme-Richtwert für volle Anteile auf 160€ bzw. für kleine Anteile auf 90€. Denkt bitte daran, den Dauerauftrag entsprechend anzupassen.

Freitag, 2. Juli 2021

Münster-Ökomarkt 9. und 16. Juli 2021: Kleiner Marktstand – kein Gemüse- und Obstverkauf



Liebe TeilgeberInnen & BesucherInnen des ökologischen Bauernmarkts auf dem Münsteraner Domplatz!

Urlaubsbedingt wird das Entrup-Hofteam an den Freitagen 9. und 16. Juli mit einer abgespeckten Marktstandversion auf dem Domplatz sein. 

Das Urlaubsoutfit fällt dann etwas kleiner und luftiger aus. 

Und nicht wundern: Es gibt an diesen beiden Freitagen keinen Gemüse- und Obstverkauf. Im Verkauf haben wir dann nur leckeren Schafskäse und verschiedene Brotsorten. 

Da die Kühlmöglichkeiten in dem kleinen Marktstand eingeschränkt sind, wird das Milchproduktesortiment den Gegebenheiten angepasst. Mit Hirtenkäse, Joghurt und Schnittkäse wird hoffentlich dennoch für jeden Geschmack etwas dabei sein.


Wir freuen uns auf Euern Marktbesuch und wünschen Euch auch eine erholsame Urlaubszeit!


Euer 
Entrup-Markt-Team


Donnerstag, 11. Februar 2021

Zu viel Winter 😉 Märkte in Münster und Burgsteinfurt fallen am Freitag (12.02.21) aus

Nun ist es amtlich: Es liegt noch zu viel Schnee auf den Marktplätzen in Münster und Burgsteinfurt. Sämtliche Wochenmärkte sind abgesagt, weil die Schneemengen bisher nicht weggeräumt werden konnten. 

Das heißt für alle Entrup119-Mitglieder, die ihre Einheit normalerweise auf dem Ökomarkt/Domplatz abholen, dass sie stattdessen zwischen 14 und 16 Uhr zum alternativen Abholort an der DJK Sportschule/Grevener Straße kommen können. Eine Email haben wir Donnerstag Abend an alle CSAler*innen verschickt.

Alle anderen, die ihre Ernte lieber am Hof abholen möchten, schreiben bitte eine Email an mail@entrup119.de. Auch der Hofladen hat am Freitag und Samstag geöffnet.

Das Hofgelände haben wir gut geräumt. Der Weg dorthin kann vielleicht schwieriger werden. Also: Auf den Nebenstraßen bitte vorsichtig fahren!

Kommt gut durch & wenn's Fragen gibt, meldet Euch am besten auch per Email! Und wenn Ihr Euch untereinander die Ernte mitbringen möchtet, sind wir gerne bei der Kontaktaufnahme unter den Mitgliedern behilflich.


Montag, 22. Juni 2020

Toll! Die 17.000 € sind erreicht!

Dank vieler, vieler Spenden haben wir pünktlich zur CSA-Mitgliederversammlung am 20. Juni 2020 das Spendenziel von 17.000 Euro zur Finanzierung des neuen Mistlagers erreicht. Im Januar hatte der Verein bei allen Mitgliedern und Unterstützern um Spenden für diese Baumaßnahme geworben.

Die neue Düngeverordnung erforderte, dass wir als Festmist erzeugender Betrieb den Bau einer neuen Mistplatte bis Mitte des Jahres in die Tat umsetzen mussten. Sie musste sicherstellen, dass der Mist unserer Schafe und Pferde flüssigkeitsundurchlässig, standsicher und gegen mechanische, thermische und chemische Einflüsse gelagert werden kann.
Die Planung und Durchführung der Baumaßnahme ging letztlich gut über die Bühne, sodass seit dem Frühjahr ein alle Kriterien erfüllendes neues Mistlager mit Dach neben dem Schafstall steht, das außerdem noch einen regensicheren Platz für einige unserer Maschinen bietet.

Wenn Ihr alles über dieses und andere Projekte auf Entrup119 erfahren wollt, dann schaut vorbei:

Was ist los auf Entrup 119?  Bauprojekte & Co.


Auch dieses Projekt zeigt wieder einmal: Mit einer starken Gemeinschaft kann Entrup 119 zuversichtlich und hoffnungsvoll in Richtung Zukunft blicken.

Noch einmal: DANKE an alle, die gespendet haben!

Donnerstag, 18. Juni 2020

Hofbrief: KW 25 - Schönes Wetter, Melonen, Knoblauch, CSA-Videokonferenz


Endlich herrscht wieder schönes Wetter. Allzulange hatte die Sonne geschienen, allzulange war der Himmel blau und ungetrübt. Fürs Erste wurde genug Schweiß vergossen und die Sommerbräune auf der Haut ist mittlerweile mehr als ausreichend. Endlich haben wir wieder kühle, graue, erfrischende Regentage abbekommen!
Schönes Wetter ist ganz klar Anichtssache...
Ein großer Teil der Freiland-Gemüsebeete ist mittlerweile bepflanzt. Entsprechend ist ein Jungpflanzentunnel frei geworden. Wir haben deshalb 80 Charentais-Melonenpflanzen gesetzt und freuen uns, wenn die wohlschmeckenden Früchte im münsterländischen Gunstklima gut ausreifen.
Wir liefern aktuell wöchentlich frischen Knoblauch. Wer es nicht schafft, die Knollen bald zu verarbeiten kann sie auch an einem warmen Ort trocknen. Gut durchgetrocknet ist Knoblauch mehrere Monate haltbar.
Termine:
  • Sa., 20. Juni, 15.00 – 16.30 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung
    Die Anmeldefrist für die diesjährige Video-CSA-Versammlung ist abgelaufen. Selbstverständlich verschicken wir in wenigen Tagen ein Protokoll an Alle, die nicht dabei sein konnten.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Hofbrief: KW 23 - Jäten stiftet Gemeinschaft


Auf den Gemüsefeldern wächst es jetzt rasant.
Zwischen, neben, unter und über den Gemüsepflanzen keimen, wachsen, wuchern tausende und abertausende Beikräuter. Das ist auch gut so, denn sie schützen die Bodenoberfläche vor der austrocknenden Sommersonne. Beikräuter bringen Vielfalt auf den Acker, sind oft die einzigen Blühpflanzen weit und breit und bieten diversen Insekten Lebensraum und Nahrung.
Dennoch müssen wir regulierend in das Wachstum der Wildkräuter eingreifen, damit die Gemüsepflanzen sich zwischen ihren wilden Nachbarn behaupten können. Zwischen den Gemüsereihen hacken wir mit pferdegezogenen Geräten, in der Reihe ist die Handhacke angesagt. Dort aber, wo wir mit dem Hacken nicht hinterher kommen, hilft am Ende nur noch das zeitintensive Jäten, um dem Gemüse wieder ausreichend Platz zu verschaffen.
Jäten in der Sommerhitze kann anstrengende Arbeit sein...
...man
kann dabei aber auch zur Ruhe kommen, mit seinen Mitjätenden plaudern, die vielen verschiedenen Wildkräuter und diverses kriechendes Getier kennenlernen. Den Boden unter den Füßen spüren, dem Vogelgesang lauschen – dafür muss man woanders Geld hinlegen.
Wir freuen uns jedes Mal sehr, wenn wir Mitstreiter beim Jäten haben. Gemeinsam schafft mensch mehr. Und die Vorfreude auf die Ernte verbindet – selten lassen sich die positiven Auswirkungen der Arbeit so unmittelbar erleben: Ein gut gepflegtes Beet bringt meistens eine reichere Ernte.
Deshalb sei an dieser Stelle
ein großes Danke ausgesprochen an Alle, die in den letzten Wochen die Initiative ergriffen und uns ihre Mithilfe bei der Feldarbeit angeboten haben!
Termine:
Die CSA-Jahresversammlung findet wahrscheinlich als Videokonferenz statt – da arbeiten wir gerade an einem Konzept und auch die Technik ist für die meisten Menschen vom Hof Neuland.
An dieser Stelle bekommt Ihr sofort Bescheid, wenn wir G
enaueres wissen.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Hofbrief: KW 20 - Heuernte, Futterknappheit, Pflanzzeit


Auch diese Woche geht die Heuernte weiter. Auf unserer Pachtfläche in Nordwalde wurde das Kleegras geschnitten. Tagsüber ist es zwar nicht mehr ganz so warm. Aber es bleibt anscheinend noch länger trocken, sodass wir das Futter Ende der Woche werden einfahren können.
Schwierig ist es im Augenblick einzuschätzen, welche Wiesen wir mähen können für einen satten Wintervorrat und was wir schon in den nächsten Wochen als Weidefutter
brauchen werden. Wenn wir jetzt Alles abmähen und zu Heu machen, haben wir wahrscheinlich demnächst keine Weide für die Lämmer und Schafe – sollen die gemähten Wiesen zügig nachwachsen, braucht es noch viel Regen!
Die Pflanzsaison ist in vollem Gange. In den Folientunneln sind es die Sommergemüsesorten, auf den Feldern sorgen wir schon für den Herbst vor: Porree, Knollensellerie und auch schon Rosenkohl müssen lang genug wachsen können für eine ausreichende Ernte.
Termine:
Den nächsten öffentlichen Termin, den Mitmachtag im Juni, lassen wir ausfallen.
D
ie CSA-Jahresversammlung findet wahrscheinlich als Videokonferenz statt – da arbeiten wir gerade an einem Konzept und auch die Technik ist für die meisten Menschen vom Hof Neuland.
An dieser Stelle bekommt Ihr sofort Bescheid, wenn wir G
enaueres wissen.

Montag, 30. März 2020

Dringender Appell: Haltet Abstand!

Ernte-Ausgabe in Zeiten von Corona


Auf dem Ökologischen Bauernmarkt in Münster dürfen die CSAler von Entrup 119 sich bis Ende Mai ihre Ernte-Einheit leider nicht mehr selbst nehmen. Gemüse, Eier und Salat werden in Kisten vorbereitet.


Tische regeln den Mindestabstand am freien Verkauf. Brot und Käse für CSAler und Kunden geben Werner und Karlotta vom Marktwagen aus an.


Das Angebot von Entrup 119 am Marktstand auf dem Münsteraner Domplatz ist auch in Zeiten von Corona groß. Die Marktbesucher sind rücksichtsvoll und halten in der Regel ausreichend Abstand.
Fotos: G. Bellinghausen

Viele überraschte Gesichter sahen wir am Freitag auf unserem Marktstand auf dem Münsteraner Domplatz.  Der Weg zum Gemüse war von zwei Tischen versperrt. Darauf standen Kisten mit bereits vorbereiteten Ernteeinheiten, fix und einpackfertig gewogen und abgezählt.

Abholung auf dem Öko-Markt in Münster

Um die Abstandsregeln und die besonderen hygienischen Vorgaben zu erfüllen, hat das Hofteam beschlossen, während der Corona-Ausnahmesituation die Ausgabe der Ernteeinheiten anders zu organisieren. Wo normalerweise jedes Mitglied sich Gemüse und Eier selbst nimmt, bereitet seit dem 27. März ein CSA-Mitglied die Einheiten vor - mit Einmalhandschuhen und die Abstandsregel beachtend. Brot und Käse wird, wie üblich, bei Larissa oder Karlotta am Marktwagen entgegen genommen und Werner ist für den freien Verkauf an dem dafür vorbereiteten Extra-Bereich zuständig – ebenfalls mit Tischen abgetrennt, damit die Kundschaft auch hier Abstand halten kann.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern neue Maßnahmen

Die Premiere vergangenen Freitag in Münster hat schon mal sehr gut geklappt: "Manche Mitglieder waren überrascht und sogar erfreut, dass die Einheit bereits abgewogen und vorbereitet war und sie schneller fertig waren als sonst", beschreibt Helferin Gerhild die Lage, "Manche waren aber auch etwas enttäuscht, weil sie so gerne ihr Entrup-Gemüse selbst aussuchen. Einige lobten die schnelle Reaktion des Hofteams zum Schutz aller und finden das alles sehr verantwortungsvoll."

Besonders freut uns, dass weitere CSAler aus Münster ihre Hilfe angeboten haben. Wer also für ein oder zwei Freitage im April und Mai von 11.45 bis ca. 18.00 Uhr die Ernteausgabe auf dem Ökomarkt betreuen möchte, schreibt uns am besten eine Email an: mail@entrup119.de.


Depot-Abholung

In den Depots liegen Einmalhandschuhe bereit und die CSAler warten mit genügend Abstand, bzw. betreten einzeln das Depot, bis sie sich ihr Gemüse aus den Kisten nehmen. Lose Gemüsesorten, die abgewogen werden, wie Postelein, Pflücksalat, Kartoffeln etc., packen wir für jedes Mitglied vor.

Hofdepot und Hofladen
Auch im Hofdepot gehen alle CSAler sehr gewissenhaft und rücksichtsvoll mit der Situation um. Nur im Hofladen schien es am Freitag schwierig zu sein, sich an die Regel von maximal 4 Personen im Hofladen, zu halten.

Es muss allen bewusst sein: Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Hofbesucher und der Hofbewohner! Auf Entrup119 leben 20 Personen. Wenn sich nur eine davon mit Corona ansteckt, wird der gesamte Hof unter Quarantäne gestellt und für mindestens zwei Wochen geschlossen. 

Deshalb appellieren wir noch einmal an alle: Bitte haltet Euch an die Regeln auf dem Hof, die überall auf Schildern zu lesen sind und haltet die Abstandsregeln ein. 

Und nicht vergessen: Sobald man nach Hause kommt, Hände mit viel Seife und gründlich waschen - zweimal "Happy Birthday" singen ist die perfekte Waschdauer.😀

Wir hoffen und wünschen uns von Herzen, dass alle unbeschadet durch diese Ausnahmezeit kommen. Bleibt viel zu Hause und kommt uns nur zum Ernteabholen und Einkaufen besuchen. ❤


Dienstag, 4. Februar 2020

Einsatz auf der Streuobstwiese Kümper. Am 8. Februar geht's weiter!

Ausgepowert, satt, dreckig und glücklich. So und nicht anders muss es jedem nach einem Mitmachtag auf Entrup 119 gehen. Einsatzort für die elf Helferinnen und Helfer am 1. Februar war die Obstwiese Kümper. Der Regen hörte, entgegen aller Voraussagen, komplett auf und uns wurde im Laufe der zweieinhalb Stunden schön warm.

Wenn arbeiten Spaß, ist die Pause umso lustiger!
Teepause am Mitmachsamstag auf der Streuobstwiese Kümper.
Die Obstgärtner hatten ja bereits vor ein paar Tagen den rund 50 Obstbäumen einen großzügigen Schnitt verpasst. Ihr könnt also zukünftig üppiger ernten, denn Apfel, Birne, Zwetschge und Quitte werden dank des Schnitts sicherlich mehr und süßere Früchte tragen.

Unsere Aufgabe bestand darin, rund um die Bäume alles an Ästen und Zweigen wegzuräumen. Mit Alex' Sägekonzert im Hintergrund, der noch die Heckengehölze wie Holunder, Weide, Erle, Esche, Hasel, Schlehe und Weißdorn entlang der großen Wiese beschnitt, legten auch wir uns ins Zeug. Etliche große Haufen wurden höher und höher und liegen nun zum Abtransport bereit.
Danke an die wohltuende Teepause zwischendurch, liebe Angela. Das war eine super Idee mit den Thermoskannen. Und selten hat eine heiße Suppe in der Hofküche besser geschmeckt, als nach diesem Obstwiesenhelfereinsatz. Ein herzlicher Dank dafür geht auch an Suppenköchin Sina.

Diese Kopfweide hat's bereits hinter sich.
Entlang der Wiese sind noch etliche,
die in den nächsten Tagen beschnitten werden.
Ihr könnt das Ganze diesen Samstag,  8. Februar, nochmal erleben, denn wir sind nicht fertig geworden. Für den Heckenabschnitt braucht es noch einmal viele helfende Hände. 

Deshalb der Appell an alle CSAler und Interessenten: Nutzt die Gelegenheit, um gemeinsam mit nette Leuten mit anzupacken! Das Arbeiten an der frischen Luft und das "Einfach-mal-an-nichts-denken" ist besser als jeder Morgen-Sport oder die Stunde länger im Bett. Auch der Einkauf kann ja mal warten oder direkt im Hofladen erledigt werden.
Und diese Arbeit eignet sich auch hervorragend für Familien. Kinder können sich richtig schön austoben und Zweige mit wegräumen.
Außerdem macht Ihr mit Euerm Kommen Euer Gärtnerhof-Entrup-Team richtig glücklich.

Und wenn das Wetter wieder so gut mitspielt, gibt's das Mittagessen Vorort auf der Wiese Kümper. Also: Meldet Euch an, damit genügend Suppe da ist!



Mittwoch, 23. Oktober 2019

Neu: Entrup Ernte Essen Kalender 2020

In 2 Wochen ist Weihnachten und 2020 steht vor der Tür. Für Eure vielen Termine bereiten wir gerade etwas Schönes und Praktisches vor.
Nachdem unser Ernte-Essen-Kochmagazin so gut angekommen ist, begleitet Euch bald ein Ernte-Essen-Kalender durch das Jahr mit 12 köstlichen Rezepten, in denen mindestens ein Entrup-Gemüse der Saison die Hauptrolle spielt. 

Jutta und Gerhild, die ja bereits das Ernte-Essen-Magazin mitgestaltet haben, sind derzeit noch in der Design- und Textphase und möchten den Kalender Ende Oktober in Druck geben früh genug also, um ihn als Weihnachtsgeschenk für Eure Liebsten, Geschwister, den Freundeskreis, Kollegen und Kunden einzuplanen. 
Beide übernehmen die Kreation ehrenamtlich, sodass wir den Gewinn für die Finanzierung eines Hofprojekts verwenden können. 

Der schön gestaltete Rezept-Kalender hat das Format 42 cm x 14,8, mit einer Zeile pro Tag für kurze Eintragungen oder Geburtstage.

Der Verkaufspreis liegt bei 15 € pro Stück und Ihr könnt den Kalender im Hofladen und an den Marktständen kaufen. 







Donnerstag, 13. Juni 2019

Hofbrief: KW 24


Immer wieder hört man vom Bienen- oder Insektensterben als Indikator für einen Verlust der Biotopvielfalt, sprich der kleinteiligen und vielfältigen Lebensräume in der Natur. Als wesentliche Ursache dafür wird die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft genannt. Die Ackerschläge werden immer größer, um große Maschinen effizient betreiben zu können, Wiesen fallen dem Maisanbau zum Opfer. Pestizide machen reinen Tisch auf dem Acker – zugunsten einer Ertragsmaximierung bei der angebauten Frucht wird die Vielfalt weggespritzt.
Selbstredend ist auch die heile Welt des Bioanbaus ein Ideal, dass wir anstreben und doch nicht erreichen. Auch unsere Gemüsefelder sind in gewisser Weise Monokulturen, wenngleich für heutige Verhältnisse sehr kleine. Auch wir mähen unser Grünland recht früh, um den Milchschafen ein eiweißreiches, „junges Futter“ bieten zu können.
Und doch muss an dieser Stelle
ein Lob auf unsere kultivierte „Unordnung“ gesungen werden. Auf den Schafwiesen wachsen nicht nur die Hochertragsgräser, sondern auch diverse Kräuter, die sich mit Sicherheit positiv auf die Gesundheit der Weidetiere auswirken. In den Gemüsebeeten bleibt – auch schon aus Zeitmangel – einiges an Beikräutern stehen. Unser Rasen ist fast nie getrimmt und es gibt in Hofnähe viele wilde Ecken – jede hat ihren eigenen Charakter und ist gewiss auch ein besonderer Lebensraum.
Am vergangenen Samstag war eine Naturschutz-Beraterin auf dem Hof. Zusammen haben wir auf Wiesen, Wegränder, Hecken, Streuobst, Kopfweiden und Teiche geschaut. Neben Lob gab es auch Anregungen, Nisthilfen für den Steinkauz und Fledermäuse aufzuhängen, bei der Wiesenmahd auch mal was stehenzulassen als Rückzugsraum für die Tierwelt, über mehrjährige Blühstreifen auf dem Gemüseacker nachzudenken oder ab und zu Heckenschnitt bewusst nicht aufzuräumen, weil ein Totholzhaufen ein toller Lebensraum sein kann!
Termine:
  • So., 16. Juni, 14 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung

    Nach einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr wollen wir noch einige Themen vertiefen: Es soll unter Anderem um die Streuobstwiese in Kümper gehen und um die Abholdepots in Münster und auf dem Hof. Außerdem haben wir einen Vorschlag, um das Mitmachen auf dem Hof zu erleichtern. Für alle neuen Teilgeber gibt es die Gelegenheit, den Hof bei einer kleinen Führung kennenzulernen. Bevor es dann zum kulinarischen Teil am Mitbring-Buffet geht, möchten wir erst für die Bienen den Tisch decken und auf 2000m² eine Blühwiese einsäen. Seid dabei!
  • Mo., 24. Juni, 18 Uhr:
    Kräuterspaziergang „Magische Johanniskräuter“

    mit Silke Flotho-Westrup,
    max. 15 Teilnehmer, 10 €,
    Anmeldung:
    cafegierschundco@freenet.de oder 0176-70009604

Donnerstag, 6. Juni 2019

Hofbrief: KW 23


Auf den Gemüsefeldern wächst es jetzt rasant.
Zwischen, neben, unter und über den Gemüsepflanzen keimen, wachsen, wuchern tausende und abertausende Beikräuter. Das ist auch gut so, denn sie schützen die Bodenoberfläche vor der austrocknenden Sommersonne. Beikräuter bringen die Vielfalt auf den Acker, sind oft die einzigen Blühpflanzen weit und breit und bieten diversen Insekten Lebensraum und Nahrung.
Dennoch müssen wir regulierend in das Wachstum der Wildkräuter eingreifen, damit die Gemüsepflanzen sich zwischen ihren wilden Nachbarn behaupten können. Zwischen den Gemüsereihen hacken wir mit pferdegezogenen Geräten, in der Reihe ist die Handhacke angesagt. Dort aber, wo wir mit dem Hacken nicht hinterher kommen, hilft am Ende nur noch das zeitintensive Jäten, um dem Gemüse wieder ausreichend Platz zu verschaffen.
„Ist Jäten im digitalen Zeitalter noch zeitgemäß?“ - Mit moderner Technik müsste das lästige, tagelange Herumkriechen auf dem trockenen Erdboden längst der Vergangenheit angehören. Auf spezialisierten Betrieben wird heutzutage mit GPS-gesteuerter Traktorlenkung wesentlich exakter gearbeitet, als wir es je könnten. Auch gegen die Unkräuter in der Reihe gibt es erste sensorgesteuerte Maschinenhacken. Diese Technik ist allerdings sehr kapitalintensiv und rentiert sich nur bei völlig anderen Betriebsgrößen. Außerdem bräuchten wir für viele der über 40 Gemüsesorten eine spezielle Technik – das funktioniert also nur mit Spezialisierung, also einem Weniger an Vielfalt.
Beim Jäten kann man zur Ruhe kommen, mit seinen Mitstreitern plaudern, die vielen verschiedenen Wildkräuter und diverses kriechendes Getier kennenlernen. Den Boden unter den Füßen zu spüren, dem Vogelgesang lauschen – dafür muss man heutzutage woanders Geld hinlegen.
Wer kommt zum nächsten Mitmachtag „Jäten“?
Termine:
  • Sa., 8. Juni, 11-18 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Nachhaltigkeitstage
    im Rathausinnenhof in Münster
    mit Ständen zu den Themen Ernährung, Bildung, Umwelt & Ökologie, Energie, Kultur & Soziales, Mobilität, Ökonomie und Wohnen;
    natürlich auch einen Infostand von uns zum Thema Solidarische Landwirtschaft
  • So., 16. Juni, 14 Uhr: CSA-Jahresversammlung
    Nach einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr wollen wir noch einige Themen vertiefen: Es soll unter Anderem um die Streuobstwiese in Kümper gehen und um die Abholdepots in Münster und auf dem Hof. Außerdem haben wir einen Vorschlag, um das Mitmachen auf dem Hof zu erleichtern. Für alle neuen Teilgeber gibt es die Gelegenheit, den Hof bei einer kleinen Führung kennenzulernen. Bevor es dann zum kulinarischen Teil am Mitbring-Buffet geht, möchten wir erst für die Bienen den Tisch decken und auf 2000m² eine Blühwiese einsäen. Seid dabei!