Posts mit dem Label Teilgeber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Teilgeber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 1. Februar 2024

Kommen und gehen

Hofbrief: KW 5 

Die Lammsaison ist an einem vorläufigen Höhepunkt angekommen – am Wochenende eine Lammung nach der anderen bis in die Nacht, am Dienstag Morgen dann sieben Geburten in kürzester Zeit. Das erfordert immer wieder viel Aufmerksamkeit. Zum Glück hat das Landwirtschaftsteam seit dieser Woche Unterstützung von Praktikantin Nele, die für drei Monate bleiben möchte.

Ende letzter Woche haben die letzten Gänse den Hof verlassen. Gartenbauauszubildender Lennart hatte vor zwei Jahren ein Gänsepaar mitgebracht. In beiden Frühjahren hat die Gans erfolgreich Gössel ausgebrütet und der Ganter die kleinen Tollpatsche erfolgreich vor Füchsen, Greifvögeln und anderen Gefahren verteidigt. Den Sommer verbrachte die unzertrennliche Herde meist im Obstgarten, im Spätherbst/Winter gab es eine kleine Hausschlachtung und die Jungtiere wanderten als Weihnachtsgans auf den Tisch.
Ende Februar plant Lennart nach abgeschlossener Ausbildung seinen Umzug und er hat für seine Tiere jetzt auch ein anderes schönes Zuhause gefunden.


Matthias
, ein jungen Förster aus unserem Teilgeber*innen-Kreis hat in dem kleinen Waldstück am Hof im jungen Eichenbestand die „Zukunftsbäume“ markiert, die er fördern möchte und auch die zu entnehmenden Bäume. Wir versuchen das Wäldchen bis Ende Februar zu durchforsten, d.h. die markierten, störenden Bäume zu fällen, damit sich die „Zukunftsbäume“ zu stattlichen, geraden, astfreien Eichen entwickeln können.

Freitag, 11. August 2023

Nie zufrieden?

Hofbrief: KW 32 

Am Sonntag Nachmittag bescherte ein Gewitter mit anschließendem Starkregen uns 75 Liter Niederschlag je Quadratmeter. Die Entwässerungsgräben waren bis einschließlich Dienstag überlastet, sodass die Ackerflächen stellenweise gummistiefelhoch überflutet blieben. Insgesamt haben die Böden das viele Wasser aber dankbar aufgenommen. Anders als 2014 hat es in der näheren Umgebung weit weniger geregnet, sodass wir kaum Schäden am Gemüse zu befürchten brauchen.

Allerdings sind wir nach der regnerischen Zeit der letzten Wochen mit der Unkrauthacke sehr ins Hintertreffen geraten. Ein Traum wären jetzt jeweils 20 Teilgeber*innen zum Jäten an den nächsten vier Samstagen – dann wären wir viele viele Sorgen los. Gerne nehmen wir auch Jäte-Hilfe an jedem anderen Tag der Woche entgegen – einfach spontan vorbei kommen für drei Stunden. So kommen wir Stück für Stück weiter…

Ähnlich wie unsere Nachbarn und Kollegen haben wir noch reifes Futtergetreide auf dem Feld stehen, was dringend gedroschen werden muss. Bevor der schwere Mähdrescher über den Acker fahren kann, können wir wahrscheinlich das nächste Gras von den Wiesen mähen für Heu. Schlepper mit Mähwerk sind wesentlich leichter. Auch wenn es von außen betrachtet so scheint, als seien wir Landwirte nie zufrieden mit dem Wetter – wir versuchen das zu akzeptieren, was von oben so kommt und das Beste daraus zu machen. Wir freuen uns über jeden Tropfen, der das Grundwasser auffüllt, aber es ist dennoch schade, Tonnen von Getreide verderben zu sehen.

Termine:

  • Sa., 12. August, 10-13 Uhr:
    AckertagRosenkohl jäten“ – Mangels Freiwilliger wurde der Arbeitsschwerpunkt letzte Woche in die Möhren verlegt. Spätestens jetzt ist es aber dringend geboten das beliebte Wintergemüse frei zu jäten. Bitte meldet Euch über folgenden Link an, damit wir besser planen können: https://nuudel.digitalcourage.de/58xJCzNQnNR9ehDt

  • Mo., 14. August, 22.00-0.30 Uhr:
    Nachtfalter beobachten mit dem Entomologen Robert Boczki und dabei die faszinierende und unerwartet bunte Welt der heimischen Nacht-Schmetterlinge kennenlernen!
    Aufgrund des sehr strukturreichen Geländes und der heterogenen und insgesamt sanften Bewirtschaftungsweise auf dem Hof, findet sich eine große Anzahl heimischer, mal mehr, mal weniger Feuchte benötigender Pflanzenarten, Gräser, Kräuter, Büsche sowie Bäume. Entsprechend artenreich ist hier auch die Gemeinschaft der oft streng an bestimmte Pflanzenarten gebundenen Nachtfalter, deren Raupen an ihnen fressen. Mittels professionellem Leucht-Gerät machen wir die formenreiche, heimliche Vielfalt und Farbenpracht der Nacht vor unserer Haustür für kleine Augenblicke sichtbar und erlebbar!
    Bitte Verpflegung, festes Schuhwerk und eine Kopf-/Taschenlampe mit
    bringen, ggfs. Klapphöckerchen! Anmeldung erwünscht über initiative@entrup119.de .






     

Donnerstag, 19. Januar 2023

zum Hof gehört auch etwas Wald

Hofbrief: KW 3 

Nach dem stürmischen und verregneten Wochenende durchbricht die Sonne seit Dienstag immer mal wieder die Wolkendecke. Ihre Strahlen wärmen sogar schon wieder ein wenig. Abends bleibt es spürbar länger hell als noch Ende Dezember.

An etwas trockeneren Tagen verlegen wir die Entwässerung vom Dach des Remisengebäudes. Dieses Regenwasser soll demnächst im Bewässerungsteich ankommen. Auch die Stromzuleitung für die Beregnungspumpe muss unter die Erde, wenn der Minibagger schon mal da ist.

Im Kreis unserer Mitglieder und Kunden sind die verschiedensten Talente vertreten. Anfang Dezember hatten wir die Gelegenheit mit Forstwirt Matthias einen genaueren Blick auf unser kleines Waldstück zu werfen.
Ein Schwerpunkt war die Klimaanpassung – Welche Baumarten werden in Zukunft mit den tendenziell trockeneren und heißeren Sommern klarkommen? Immer ein Thema ist natürlich, wie viel Holz, auch Totholz, wir aus dem Wald entnehmen dürfen. Wie viel ist für die Biodiversität unabdingbar? Wie licht oder im Gegenteil dicht bewachsen sollte der Wald sein?
Wie in den Vorjahren werden wir einige abgestorbene Rotbuchen entnehmen, die noch einen gewissen Heizwert für uns haben. Im östlichsten Teil des Waldes, wo vor ca. 40 Jahren Eichen angepflanzt worden sind, haben sich zahlreiche Birken angesiedelt. Als Pionierbäume wachsen sie rasant und nehmen den Eichen das Licht weg. Auch hier werden wir in den nächsten Wochen noch einige Stämme entnehmen.

Donnerstag, 16. Juni 2022

Berge von Arbeit und Bäume voller Kirschen

Hofbrief: KW 24

Auf unserer Streuobstwiese in Kümper werden die Kirschen reif. Gerne könnt Ihr zum Pflücken kommen. Eine Leiter ist in dem kleinen Schafstall auf der Wiese deponiert. Vergesst bitte nicht die Türchen wieder zu schließen, wenn Ihr wieder geht! Wer die Obstwiese noch nicht kennt kann auf Anfrage über mail@entrup119.de eine Anfahrtsbeschreibung bekommen.

Auch am Hof gibt es zwei Kirschbäume. Hier heißt es schnell sein – in den letzten Jahren haben uns die Vögel die Erntearbeit abgenommen.

Die Sommermonate sind für uns sehr arbeitsreich. Heuernte, Pflanzaktionen auf dem Gemüseacker und die Konfrontation mit den lieben Beikräutern ergänzen die alltäglichen Arbeiten wie Melken, Füttern oder Gemüse ernten. Da für uns Tierwohl einen hohen Stellenwert hat und die Vielfalt auf den Gemüsebeeten eine große Rolle spielt, fällt immer viel (Hand-)Arbeit an. Damit sind wir nicht alleine – vielen anderen Biobetrieben geht es genauso.
Relativ ungewöhnlich ist allerdings, dass wir keine Saisonarbeiter aus Osteuropa beschäftigen, sondern uns darum bemühen, ganzjährig vollwertige Arbeitsplätze anzubieten. Und was passiert mit der Mehrarbeit im Sommer? Natürlich machen bei uns alle im Sommer mehr Stunden als im Winter. Dennoch können wir nicht alles schaffen –
wir sind auf Eure Mitarbeit angewiesen.
Immer wieder rufen wir zu gemeinschaftlichen Pflanz- oder Jäteaktionen auf. Auch sonst nehmen wir in den unterschiedlichen Bereichen gerne Eure Hilfe in Anspruch – nach Absprache sind verschiedene Wochentage oder Uhrzeiten möglich.
Idealerweise bedeutet „Gemeinschaftshof“, dass der Hof uns allen gehört und sich immer jemand zuständig fühlt, wenn etwas getan werden muss. Immerhin ernährt der Hof uns alle! Keine*r möchte mit überwältigenden Aufgaben alleine gelassen werden. Gemeinsam erreichen wir mehr – und es macht mehr Freude!

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Hofbrief: KW 42 - Anders auf die Arbeit schauen...

Im Herbst ist endlich wieder Zeit für Reparaturen und Renovierungsmaßnahmen. Am Wochenende hat Wolfgang aus dem Kreis der Genossenschaftsmitglieder mit Hilfe aus dem Hofteam die Decke unserer Backstube isoliert. Nach dem Fliesen der Bäckereiwände letzten Winter sorgen wir mit dieser Maßnahme für ein besseres Raumklima und weniger Reinigungsaufwand. Vielen Dank an Wolfgang für den tollen Einsatz!

Seit letzten Freitag melken wir die Schafe nur noch einmal täglich. Die Tiere sind jetzt im letzten Drittel ihrer Laktation und das herbstliche Wetter tut sein Übriges, sodass das Gras auf der Weide kaum nachwächst. Entsprechend ist die Milchmenge zuletzt stark zurück gegangen.

Im Rahmen der „Herbstsause“ (Altenberger Herbstferienprogramm) kommen in diesen Tagen mehrfach Kindergruppen zum Hof. Zusammen mit Luca und Tim von der Initiative Entrup 119 e.V. erkunden sie spielerisch den Hof und beteiligen sich an der Arbeit auf dem Gemüseacker. Spannend, was Kinder für einen anderen Blick auf unsere täglichen Arbeiten haben…

Termine:

  • Sa., 06. November, 10 oder 12 Uhr:
    Acker
    tag „Sauerkraut“
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in speziellen Gärtöpfen so lange gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Deshalb unser Vorschlag: Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.
    Bitte verbindlich anmelden: https://terminplaner.dfn.de/zysnxMqpIZF8hV2y

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Hofbrief: KW 40 - Futterrüben, Obsternte, Ackertage

Mit dem herbstlichen Wetter ist auch das Pflanzenwachstum ins Stocken geraten. Die Milchschafe finden auf der Weide zu wenig Futter – die Milchmenge ging zuletzt deutlich zurück. Um das Futterangebot für die fleißigen Wiederkäuer zu ergänzen, haben wir mit der Ernte der Futterrüben begonnen. Die Rüben selber sind gut lagerfähig und eher für die Winterfütterung gedacht. Die Schafe bekommen zunächst das saftige grüne Laub – das schmeckt!

Unsere diesjährige Obsternte war sehr gering. Als Ergänzung durften wir glücklicherweise bei den Solawi-Mitgliedern Mechthild und Piet aus Billerbeck Äpfel und Birnen pflücken – das verdoppelte unseren Apfelsaftvorrat noch einmal. Vielen Dank!

Termine:

  • Sa., 10. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „
    Obstbäume pflanzen
    Auf unseren Streuobstwiesen ist noch Platz für weitere Hochstamm-Obstbäume.
    Ein gut gepflanzter Baum wird 50 und auch 100 Jahre alt. Damit das auch bei uns klappt, wollen wir den Bäumen einen guten Start geben. Wir graben große Pflanzlöcher aus und befüllen sie mit reifer Komposterde. Außerdem spalten wir Holzpfosten und spitzen sie an, um die Jungbäume sicher anbinden zu können.
    Anmeldung erforderlich:
    https://terminplaner.dfn.de/2gSZxbZoRGXITLn2

  • Sa., 17. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „
    Möhrenernte
    Vier lange Reihen Lagermöhren stehen noch auf dem Feld. Wir graben die knackigen Wurzeln mit dem Spaten aus, drehen das Laub ab und packen die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten. Das macht großen und kleinen TeilgeberInnen Freudeund naschen ist natürlich erlaubt!
    Anmeldung erforderlich:
    https://terminplaner.dfn.de/ywWnYL8UP6lKNgkg

  • Sa., 31. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „
    Obstbäume pflanzen
    Auf unseren Streuobstwiesen ist noch Platz für weitere Hochstamm-Obstbäume. Nach dem erfolgreichen Vorbereitungstag am 10.10. starten wir heute direkt mit der Pflanzung. Dann werden die Bäume noch angebunden und angegossen.
    Anmeldung erforderlich:
    https://terminplaner.dfn.de/2gSZxbZoRGXITLn2

Donnerstag, 4. Juni 2020

Hofbrief: KW 23 - Jäten stiftet Gemeinschaft


Auf den Gemüsefeldern wächst es jetzt rasant.
Zwischen, neben, unter und über den Gemüsepflanzen keimen, wachsen, wuchern tausende und abertausende Beikräuter. Das ist auch gut so, denn sie schützen die Bodenoberfläche vor der austrocknenden Sommersonne. Beikräuter bringen Vielfalt auf den Acker, sind oft die einzigen Blühpflanzen weit und breit und bieten diversen Insekten Lebensraum und Nahrung.
Dennoch müssen wir regulierend in das Wachstum der Wildkräuter eingreifen, damit die Gemüsepflanzen sich zwischen ihren wilden Nachbarn behaupten können. Zwischen den Gemüsereihen hacken wir mit pferdegezogenen Geräten, in der Reihe ist die Handhacke angesagt. Dort aber, wo wir mit dem Hacken nicht hinterher kommen, hilft am Ende nur noch das zeitintensive Jäten, um dem Gemüse wieder ausreichend Platz zu verschaffen.
Jäten in der Sommerhitze kann anstrengende Arbeit sein...
...man
kann dabei aber auch zur Ruhe kommen, mit seinen Mitjätenden plaudern, die vielen verschiedenen Wildkräuter und diverses kriechendes Getier kennenlernen. Den Boden unter den Füßen spüren, dem Vogelgesang lauschen – dafür muss man woanders Geld hinlegen.
Wir freuen uns jedes Mal sehr, wenn wir Mitstreiter beim Jäten haben. Gemeinsam schafft mensch mehr. Und die Vorfreude auf die Ernte verbindet – selten lassen sich die positiven Auswirkungen der Arbeit so unmittelbar erleben: Ein gut gepflegtes Beet bringt meistens eine reichere Ernte.
Deshalb sei an dieser Stelle
ein großes Danke ausgesprochen an Alle, die in den letzten Wochen die Initiative ergriffen und uns ihre Mithilfe bei der Feldarbeit angeboten haben!
Termine:
Die CSA-Jahresversammlung findet wahrscheinlich als Videokonferenz statt – da arbeiten wir gerade an einem Konzept und auch die Technik ist für die meisten Menschen vom Hof Neuland.
An dieser Stelle bekommt Ihr sofort Bescheid, wenn wir G
enaueres wissen.