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Donnerstag, 1. Februar 2024

Kommen und gehen

Hofbrief: KW 5 

Die Lammsaison ist an einem vorläufigen Höhepunkt angekommen – am Wochenende eine Lammung nach der anderen bis in die Nacht, am Dienstag Morgen dann sieben Geburten in kürzester Zeit. Das erfordert immer wieder viel Aufmerksamkeit. Zum Glück hat das Landwirtschaftsteam seit dieser Woche Unterstützung von Praktikantin Nele, die für drei Monate bleiben möchte.

Ende letzter Woche haben die letzten Gänse den Hof verlassen. Gartenbauauszubildender Lennart hatte vor zwei Jahren ein Gänsepaar mitgebracht. In beiden Frühjahren hat die Gans erfolgreich Gössel ausgebrütet und der Ganter die kleinen Tollpatsche erfolgreich vor Füchsen, Greifvögeln und anderen Gefahren verteidigt. Den Sommer verbrachte die unzertrennliche Herde meist im Obstgarten, im Spätherbst/Winter gab es eine kleine Hausschlachtung und die Jungtiere wanderten als Weihnachtsgans auf den Tisch.
Ende Februar plant Lennart nach abgeschlossener Ausbildung seinen Umzug und er hat für seine Tiere jetzt auch ein anderes schönes Zuhause gefunden.


Matthias
, ein jungen Förster aus unserem Teilgeber*innen-Kreis hat in dem kleinen Waldstück am Hof im jungen Eichenbestand die „Zukunftsbäume“ markiert, die er fördern möchte und auch die zu entnehmenden Bäume. Wir versuchen das Wäldchen bis Ende Februar zu durchforsten, d.h. die markierten, störenden Bäume zu fällen, damit sich die „Zukunftsbäume“ zu stattlichen, geraden, astfreien Eichen entwickeln können.

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Betriebsausflug

Hofbrief: KW 43 

Am Sonntag haben wir es endlich mal geschafft, mit (annähernd) der gesamten Hofbelegschaft einen Betriebsausflug zu unternehmen. Als erstes bekamen wir eine Führung über den Baumwipfelpfad in Bad Iburg. Nach einem kurzen Exkurs in die Geschichte der Region und des „Gebirgsstädtchens“ lag der Fokus vor Allem bei dem Wald. Auch nach einem gefühlt sehr feuchten Sommer konnten wir den Bäumen den Trockenstress ansehen. Viele Kronen von Eichen, Eschen und Fichten waren sehr licht mit wenig Feinverästelung – offensichtlich ist der Grundwasserstand noch immer tiefer als der Wurzelhorizont der Bäume.

Im Anschluss an die Führung konnten wir den Waldkurpark erkunden mit seinem Wildgatter, der Wassertretstelle, dem KunstRaum und dem Platz zum Waldbaden. Nach einer kleinen Stärkung traten wir den Heimweg an und konnten Zuhause an einer liebevoll vorbereiteten großen Tafel Leas Backkünste in Form von Kuchen und Waffeln genießen. Der Tag fand seinen Ausklang bei Spiel und Schnack.
Vielen Dank an Alle, die uns zum letzten Weihnachtsfest reich beschenkt und damit diesen Betriebsausflug ermöglicht haben!

Termine:

  • Sa., 28. Oktober, 10-13 Uhr:
    Ackertag „Möhren ernten“
    Die Lagermöhren sind erntereif. 22 Reihen erwarten uns. Wir graben die knackigen Wurzeln aus, drehen das Laub ab und packen die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten. Das macht großen und kleinen TeilgeberInnen Freude!
    Bitte anmelden: https://nuudel.digitalcourage.de/5UhxVNtogC59KOhr

  • Sa., 04. November, 10-12 und 12-14 Uhr:
    Mitmachtag „Sauerkraut herstellen

    Gemeinsam verarbeiten wir den frischen Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in den Gärtöpfen gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und schmackhaft.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.
    Anmeldung erwünscht:
    https://nuudel.digitalcourage.de/kJcT9amUO1efG71i

Donnerstag, 19. Januar 2023

zum Hof gehört auch etwas Wald

Hofbrief: KW 3 

Nach dem stürmischen und verregneten Wochenende durchbricht die Sonne seit Dienstag immer mal wieder die Wolkendecke. Ihre Strahlen wärmen sogar schon wieder ein wenig. Abends bleibt es spürbar länger hell als noch Ende Dezember.

An etwas trockeneren Tagen verlegen wir die Entwässerung vom Dach des Remisengebäudes. Dieses Regenwasser soll demnächst im Bewässerungsteich ankommen. Auch die Stromzuleitung für die Beregnungspumpe muss unter die Erde, wenn der Minibagger schon mal da ist.

Im Kreis unserer Mitglieder und Kunden sind die verschiedensten Talente vertreten. Anfang Dezember hatten wir die Gelegenheit mit Forstwirt Matthias einen genaueren Blick auf unser kleines Waldstück zu werfen.
Ein Schwerpunkt war die Klimaanpassung – Welche Baumarten werden in Zukunft mit den tendenziell trockeneren und heißeren Sommern klarkommen? Immer ein Thema ist natürlich, wie viel Holz, auch Totholz, wir aus dem Wald entnehmen dürfen. Wie viel ist für die Biodiversität unabdingbar? Wie licht oder im Gegenteil dicht bewachsen sollte der Wald sein?
Wie in den Vorjahren werden wir einige abgestorbene Rotbuchen entnehmen, die noch einen gewissen Heizwert für uns haben. Im östlichsten Teil des Waldes, wo vor ca. 40 Jahren Eichen angepflanzt worden sind, haben sich zahlreiche Birken angesiedelt. Als Pionierbäume wachsen sie rasant und nehmen den Eichen das Licht weg. Auch hier werden wir in den nächsten Wochen noch einige Stämme entnehmen.

Donnerstag, 25. November 2021

Hofbrief: KW 47 - Holz ist Wärme ist Licht...

Die Motorsäge ist wieder im Einsatz: Wenn die Arbeit auf dem Gemüseacker und im Stall weniger wird und die Bäume und Sträucher ihre Blätter abgeworfen haben, widmen wir uns der Brennholzwerbung und der Heckenpflege. Auf dem Hof wird der zentrale Heizkessel für Warmwasser und Heizung ausschließlich mit Scheitholz beschickt.

Ein Teil des Brennholzes fällt bei der Heckenpflege an: Alle fünf bis zehn Jahre können wir abschnittsweise die Weiden, Erlen und Eschen auf den Stock setzen. Das Tolle daran: Die Bäume treiben bei sachgerechtem Schnitt wieder aus und in fünf bis zehn Jahren sehen wir uns wieder! Zusätzlich lässt die Natur immer wieder Pappeln und Birken keimen – die wachsen so schnell, dass wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Sträucher wie Heckenrose, Schlehe, Holunder, Weißdorn oder Hasel behandeln wir dagegen möglichst schonend, stutzen sie höchstens etwas zurecht. Sie wachsen wesentlich langsamer, bieten vielen Lebewesen Wohnung und Nahrung und haben kaum negative Auswirkungen auf angrenzende landwirtschaftliche Nutzflächen. Insgesamt wachsen mehrere Kilometer Hecke rund um unsere Äcker und Wiesen. Gesägt werden darf nur im Zeitraum von Oktober bis Februar. Wir nehmen uns jeden Winter einzelne Abschnitte der Hecken vor. So entsteht eine große Vielfalt aus kurzen und schmalen, mittelgroßen sowie breiten Abschnitten mit hohen Einzelbäumen – da fühlen sich viele Tiere wohl.

Ein anderer Teil des Brennholzes kommt aus unserem kleinen Waldstück in Hofnähe. In den letzten Jahren haben wir vor Allem Holz aus Durchforstung und Sturmholz aufgearbeitet. Um den Wald nicht zu übernutzen, können wir nur so viel einschlagen, wie Holz nachwächst. Stellenweise pflanzen wir trockenheitstolerante Jungbäume nach. Woanders erneuert sich der Baumbestand sehr gut durch Naturverjüngung.

Als dritte Brennholzquelle erfragen wir beim Förster, wo in erreichbarer Entfernung Bäume eingeschlagen werden können. Teilweise werben wir das Holz selber, teils lassen wir uns die Stämme anliefern und sägen und spalten das Holz auf dem Hof.

Seit ca. fünf Jahren haben wir eine relativ effiziente Scheitholzheizung mit großen Warmwasserspeichern, ergänzt durch Solarthermie auf dem Dach. Der nächste Schritt, um unseren Verbrauch zu senken: Diese Woche werden im Erdgeschoss des Haupthauses endlich moderne dreifach verglaste Fenster eingebaut.

Termine:

  • Sa., 27. November:
    Jahresversammlung der „Gärtnerhof Entrup eG.“

    verschoben auf 2022

Dienstag, 21. Januar 2020

Hofbrief: KW 4 - Lämmer, Baumpflanzung


Ende letzter Woche sind die ersten Lämmer geboren. Mittlerweile haben schon vier Schafe abgelammt. Mit den kleinen Lebewesen ziehen im Stall die ersten Frühlingsboten ein. Die kleinen Lämmer dürfen sechs Wochen bei ihren Müttern verbringen. Erst danach fangen wir an, die Schafe zu melken und die Milch in der Käserei zu verarbeiten. Somit dürfen wir uns auf Ende Februar freuen, wenn es wieder frische Milchprodukte aus der Hofkäserei gibt.
Am Dienstag pflanzen wir im hofnahen Wald 300 Bäume. Sturmwinde und die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre haben einigen Kahlschlag angerichtet. Nun gilt es, das feuchte Winterhalbjahr zu nutzen, damit die jungen Bäume schon ausreichend verwurzelt sind, wenn der Sommer näher rückt.
Unterstützung bei der Pflanzaktion bekommen wir von 30 jungen Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren und mehr für den Klimaschutz tun wollen, als nur Zertifikate im Internet zu erwerben.
Termine:
  • Sa., 01. Februar, 10 – 13 Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“
    Hecken sind wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel und bringen Vielfalt in die Agrarlandschaft. Abschnitt für Abschnitt verjüngen wir die Sträucher, um eine möglichst große Strukturvielfalt zu erreichen. Anmeldung: mail@entrup119.de

Mittwoch, 19. Juni 2019

Hofbrief: KW 25


Am vergangenen Samstag fand bei uns die diesjährige CSA-Jahresversammlung statt.
Mit einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr eröffnete Christiane die Sitzung. Sie sprach einen großen Dank an Alle aus, die mit einem freiwilligen Zusatzbetrag den Heuzukauf für den vergangenen Winter ermöglicht haben, nachdem im trockenen Sommer 2018 nicht ausreichend Heu auf dem Hof geerntet werden konnte. Auch die hohe Wasserrechnung für die Gemüsebewässerung kam zur Sprache und unsere Absicht, Brunnenwasser zu erschließen bzw. Niederschlagswasser zu speichern. Erfreulich fiel der Blick auf das diesjährige Hoffest aus mit vielen gutgelaunten Besuchern und einem guten Erlös für die Initiative Entrup 119 e.V. Auch die CSA Mitgliederzahlen haben sich sehr positiv entwickelt.
Im Anschluss wurde kontrovers diskutiert, ob es erforderlich sei, dass alle Teilgeber bspw. 4 oder 6 Stunden im Jahr auf dem Hof mitarbeiten sollten, um die Stammbelegschaft zu entlasten und lange aufgeschobene Projekte zu ermöglichen. Anlass war das eher geringe Interesse an den Mitmachsamstagen zu Monatsanfang. Während das Votum eher gegen die verpflichtende Mitarbeit tendierte, konnten wir einige Ideen mitnehmen, um die Mitarbeit auf dem Hof attraktiver zu machen. Wir stellen u.A. eine Liste von Aufgaben zusammen, die Freiwillige zu jeder Tages- und Nachtzeit selbstständig erledigen können – damit sich Jede und Jeder ganz flexibel und nach Interesse einbringen kann.
Auch das Thema Streuobstwiese in Kümper beschäftigte die Gemüter: Wir haben seit einigen Jahren die Wiese mit ca. 30 Obstbäumen, Kirschen, Zwetschgen, Apfel- und Birnbäumen gepachtet. Leider gelingt es zeitlich überhaupt nicht, die Bäume fachgerecht zu schneiden. Auch weil der Druck von Verpächterseite gestiegen ist, wollen wir den Obstbaumschnitt an eine Fachfirma vergeben. Gut gepflegte Obstbäume machen länger Freude, bringen eine reichere Ernte und auch geschmackvollere Früchte.
Eine ausführliche Mitschrift von der Versammlung wird demnächst veröffentlicht.
Termine:
  • Mo., 24. Juni, 18 Uhr:
    Kräuterspaziergang „Magische Johanniskräuter“

    mit Silke Flotho-Westrup,
    max. 15 Teilnehmer, 10 €,
    Anmeldung:
    cafegierschundco@freenet.de oder 0176-70009604
  • Fr., 28. Juni, 15:30 – 17:30 Uhr:
    Natur erkunden „Willkommen im Wald“

    mit Heike Maria Schwahn
    Wir erforschen gemeinsam, was der Wald an Möglichkeiten für Spiel, Erfahrungen und Entdeckungen birgt. Für Familien mit Kindern ab dem Laufalter bis 8 Jahren. Familienpreis 15 €.
    Anmeldung bis 12 Uhr am Veranstaltungstag:
    heikemariaschwahn@online.de

Dienstag, 19. Februar 2019

Hofbrief: KW 8


Der dunkle Teil des Winters ist überstandenes ist jetzt spürbar länger hell und die Sonne klettert an diesen ungewöhnlich warmen Tagen schon recht hoch über den Wald und die Hecken. Während es nachts oft noch friert und im Schatten oder in Senken auch länger kalt bleibt, klettert das Thermometer mittags auf unglaubliche 18°C; unsere Gewächshäuser erwärmen sich unter den Sonnenstrahlen auf über 25°C.
Es ist Zeit für die ersten Frühjahrspflanzungen: Frei gewordene Beete werden mit Salaten und Kohlrabi, Fenchel sowie Spitzkohl bepflanzt. Bis zur Ernte müssen wir uns aber noch eine ganze Weile gedulden. Denn noch ist es ja Winter.
In unserem kleinen Waldstück haben die Stürme Kyrill und Friederike deutliche Spuren hinterlassen und riesige Buchen mit Wurzelteller umgelegt. Es sind mehrere größere Lichtungen entstanden, die durch Farn und Brombeergestrüpp überwuchert werden. Endlich ist das ganze Holz aufgearbeitet und die Zeit da für eine Neuanpflanzung. Wir pflanzen 125 Bergahorn-Bäumchen und 350 Stieleichen – sie wurzeln tiefer als die Rotbuche und kommen hoffentlich besser zurecht mit den zunehmend milderen Wintern, der Frühjahrstrockenheit und einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur.
Auch auf den Obstwiesen stehen Pflanzungen an: Mehrere 2012 gesetzte Obstbäume sind leider eingegangen und müssen ersetzt werden, außerdem gibt es noch Platz für weitere Bäume. Wir pflanzen am 02. März (siehe unten) 14 Hochstamm-Obstbäume – sie sind so hoch, dass die Wiese darunter weiterhin beweidet werden kann. Außerdem sind Hochstämme robust gegen Krankheiten, langlebig und sehr ertragreich; zusätzlich bieten Streuobstwiesen durch den kleinräumigen Wechsel von Licht und Schatten vielfältige Lebensräume für Insekten, Vögel und sonstige Kleintiere.
Termine:
  • Sa., 23. Februar, 18:30 – 22:00 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“ mit Hofkäserin Angela
    An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • Sa., 02. März, 10 Uhr: Mitmachtag „Obstbäume“
    Wir pflanzen 14 Hochstamm-Obstbäume (siehe oben).
    Anmeldung: https://terminplaner4.dfn.de/8eRULCGv6pJNmqLa

Dienstag, 23. Januar 2018

Hofbrief: KW 4


Vergangenen Donnerstag hat Sturmtief „Friederike“ auch bei uns seine Spuren hinterlassen. Die meisten Dachpfannen sind schon wieder ersetzt. Die Schäden im Wald müssen noch aufgearbeitet werden; hier hat der Sturm etwa 10 größere Bäume umgeknickt oder aufgrund des feuchten Untergrunds entwurzelt.
Ansonsten verläuft der Winter recht mild und bringt uns viele Niederschläge. Wir wünschen uns eine längere Frostperiode, weil wir bei diversen Winterarbeiten auf tragfähigen Boden angewiesen sind:
Auf den Äckern muss teilweise noch gekalkt, Kompost gestreut und gepflügt werden. Für die Pflegearbeiten in den Hecken steht man auch nicht so gerne in sumpfigem Gelände. Außerdem werben wir gerade das Brennholz für unseren großen Holzofen. Das Rücken der gefällten Bäume aus dem Wald, Sägen und Spalten wird im Augenblick schnell zur Schlammschlacht.
Im Schafstall ist die Lammzeit in vollem Gange. Annähernd täglich werden neue Lämmer geboren. Seit einer Woche ist auch die Melkanlage wieder in Betrieb.
Termine:
  • Sa., 3. Februar, 10 bis 13 Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“ – Hecken sind wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel und bringen Vielfalt in die Agrarlandschaft. Abschnitt für Abschnitt verjüngen wir die Sträucher, um eine möglichst große Strukturvielfalt zu erreichen.
    Anmeldung erbeten

Dienstag, 22. November 2016

Hofbrief: KW47


Unsere Milchschafe sind seit Montag in Mutterschutz.
Nachdem sie den letzten Monat nur noch einmal täglich gemolken worden sind, dürfen sie sich die nächsten Wochen erholen und auf die kommende Lammzeit vorbereiten.
Unter anderem stehen ein Friseur- und ein Pediküretermin an – sprich die Wollschur und die Klauenpflege.
Mit den ersten Lammungen rechnen wir Anfang Januar. Die frischen Milchprodukte wie Quark oder Frischkäsetaler gibt es dann wieder im Februar, wenn die ersten Lämmer groß genug sind, sodass Milch zum Verkäsen übrig bleibt.
Bei den sechs Ziegen, die wir zusätzlich zu den ca. 100 Schafen halten, tickt die biologische Uhr etwas anders. Während die Schafe nur von Januar bis Mitte November Milch geben und das auch nur, wenn sie im Frühjahr gelammt haben, können die Milchziegen bis zu drei Jahre am Stück durchgemolken werden, ohne dass die Milchleistung stark nachlässt.
Diesen Winter
haben die behornten Meckertanten aber ihre Freude am Besuch von Ziegenbock Rakas und wir dürfen uns im Frühjahr auf die süßen frechen Zicklein freuen.
Morgens ist es auf dem Hof ruhiger ohne das Brummen der Melkmaschine, tagsüber aber heult jetzt häufiger die Kettensäge. Aus den Windschutzhecken werden einzelne überstehende Bäume gefällt und auch in dem kleinen Wäldchen am Hof liegt noch Sturmholz, das zu Brennholz aufgesägt und gespalten werden muss. Frisches Holz sollte mindestens zwei Jahre lagern, bis es verfeuert wird – somit bereiten wir uns jetzt also auf den Winter 2018 vor.
Auch wenn die Holzarbeit körperlich anstrengend ist, so ist sie doch bei allen Mitarbeitern beliebt, weil sie eine willkommene Abwechslung zur landwirtschaftlichen Routine darstellt und weil man immer im Team zusammenarbeitet. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir
einen großen Teil unseres Bedarfs an Warmwasser und Heizung einschließlich des Spülwassers in Melkstand und Käserei bis hin zum Erwärmen der Milch beim Käsen aus dem nachwachsendem regionalen Energieträger Holz decken.

Dienstag, 20. September 2016

Hofbrief: KW 38


Die seit der zweiten Augusthäfte anhaltende Trockenheit macht insbesondere den Wiesen und Wäldern zu schaffen. An besonders trockenen und sonnigen Stellen nimmt das Gras gelbe oder braune Farbtöne an – eher untypisch für unsere tendentiell zu feuchte Landschaft. Die Bäume werfen einen Teil ihrer Blätter ab und geben ein herbstliches Bild ab. Schade ist es auch um die Wintergetreide- und Gründüngungsaussaaten, die sich nur sehr zögerlich entwickeln und eventuell zu schwach in den Winter gehen werden.
Die Obsternte geht weiternach und nach reifen die verschiedenen Sorten der Äpfel, Birnen und Quitten. Im Vorfeld des diesjährigen Altenberger Apfelfestes bieten wir zusätzliche Mitmachtage an zum Pflücken und Fallobstsammeln.Auch an diesem Samstag liegt der Arbeitsschwerpunkt auf unserer Obstwiese in Kümper. Wir treffen uns also am 24. September um 10.00 Uhr auf dem Hof oder um 10.30 Uhr direkt auf der Streuobstwiese. Eine Anfahrtsbeschreibung kann gerne beim Hof angefordert werden.

Am Sonntag, dem 25. September findet unser diesjähriges Erntedankfest statt. Dazu laden wir ganz herzlich alle Menschen ein, die über CSA, Verein oder Genossenschaft mit dem Hof verbunden sind.Wir beginnen um 11.00 Uhr. Ähnlich wie im Vorjahr unternehmen wir mit zwei Pferdegespannen eine kleine Kutschfahrt über die hofnahen Äcker und Wiesen. Danach treffen wir uns an einer großen Tafel zu einem leckeren Sonntagsbrunch.
Schön wäre es, wenn Jede/r eine Kleinigkeit zur gemeinsamen Mahlzeit beisteuert. Dankbar nehmen wir auch Hilfe für den Auf- und Abbau entgegen.