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Donnerstag, 9. Juni 2022

Planen oder sich überraschen lassen?

Hofbrief: KW 23 

Obwohl am 04. Juni zu keiner Mitmachaktion aufgerufen worden war, meldeten sich drei Teilgeberinnen und pflanzten mit uns auf dem Tischenkamp Zucchini, Schnittlauch und Petersilie. Vielen Dank für die spontane Unterstützung. Zur Zeit können wir uns ja kaum über zu wenig Arbeit beschweren ;-)
Nachmittags konnte eine Gruppe von zehn Erwachsenen und sechs Kindern den Hof bei einer Hofführung kennenlernen.

Nach zwei Wochen mit wechselhaften Wetter und leider kaum Regen verspricht die Prognose wieder Sonnenschein. Als nächstes steht der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen. Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.

Termine:

  • Sa., 11. Juni, 10 Uhr: Ackertag „Rote Bete pflanzen“
    Das farbenfrohe Wintergemüse steht in den Startlöchern. Wer unterstützt uns dabei, die sechs Tausend Setzlinge auszupflanzen? Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/7jV6TINhm53J1Mcw

Donnerstag, 13. Mai 2021

Hofbrief: KW 19 - Regenwasser sammeln für die Gemüsebewässerung

Der letzte Sonntag war ja schon ein richtiger Frühsommertag, wie man ihn sich wünscht. Dennoch merken wir der Natur noch an, dass gerade erst der kälteste April seit Jahren (Jahrzehnten) hinter uns liegt. Immer noch sind manche Apfelbäume oder auch die Rapsfelder voll in der Blüte. Esche und Walnuss stehen noch fast ohne Laub da. Der Ackerboden ist noch so kalt, dass kaum ein Beikraut keimen möchte. Auf den Schafweiden wächst das Gras nur langsam nach.

Während in anderen Jahren die Milchmenge Mitte Mai mit dem frischen und üppigen Aufwuchs von den Wiesen einen Höhepunkt erreicht, sind wir dieses Jahr noch weit entfernt von den Milchseen und Butterbergen. Abzuwarten bleibt jetzt, ob die Schafe sich auf eine reiche Vielfalt freuen können oder ob nach den „unterkühlten“ Wochen unmittelbar die Trockenheit einsetzt.

Von unserem Nachbarn haben wir eine große Zisterne zur Verfügung gestellt bekommen, die bis zu 25.000 Liter fassen kann. Letzte Woche wurde der Behälter am Giebel der Scheune aufgestellt und standsicher eingegraben. Ein Fallrohr leitet das Regenwasser vom Scheunendach hinein. Eine kleine Zisternenpumpe kann die Beregnungsrohre in den Folientunneln mit dem Wasser versorgen.
Wo bislang das kostbare Nass einfach in den Graben geleitet wurde, können wir es jetzt auffangen und Wasser aus dem kommunalen Versorgungsnetz einsparen.
Nach einem ähnlichen Prinzip soll demnächst auch das Freilandgemüse versorgt werden. Allerdings brauchen wir dafür einen wesentlich größeren Behälter, um das Niederschlagswasser von Wohnhaus, Schafstall, Werkstatt etc. über viele Monate sammeln zu können – uns liegt ein Angebot für ein Wassersilo vor mit einem Volumen von nahezu 2.000.000 Litern vor. Das kriegt man dann leider nicht so einfach vom Nachbarn geschenkt… Erstmal testen wir im Kleinen, wie sauber das Regenwasser sich über eine längere Zeit au
fbewahren lässt.

Donnerstag, 25. April 2019

Hofbrief: KW 17


In den Folientunneln werden die ersten Sommersalate reif, bald folgen Spinat, Stielmus, Radieschen, Kohlrabi, Fenchel und Spitzkohl.
Ab Ende April werden die Beete neu belegt: Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen – allesamt sind sie sehr wärmeliebend und kommen mit den kühlen Nächten im unbeheizten Folientunnel gerade so zurecht. Trotzdem pflanzen wir möglichst früh, um auch möglichst früh ernten zu können.
Die Böden auf Feld und Wiese erwärmen sich bei dem heißen Wetter recht schnell. Besonders die Wiesen erstrahlen in einem wunderschönen satten Grün. Das Gras wächst üppig und die Schafe und Pferde freuen sich wieder auf den Weidegang.
Termine:
  • Sa., 27. April, 9:30 Uhr: „Natur erkunden für Familien“
    So ein Bauernhof ist ganz schön spannend! Wir arbeiten auf dem Hof, den Feldern und mit den Tieren. Wir säen, pflanzen und ernten und entdecken dabei Vieles.
    Für Familien mit Kindern ab 3 Jahre, nach oben ist die Altersspanne offen.
    Buchbar als Kurs. Familienpreis für 8 Termine: 120 €
    samstags, jeweils 9:30 - 12:00/12:30 Uhr
    27.04., 25.05, 22.06., 20.07., 03.08., 31.08., 28.09., 26.10.
    Anmeldung: heikemariaschwahn@online.de
  • Sa., 27. April, 11 Uhr:
    Workshop „Naturkosmetik selber machen: Vegane Seifen sieden“
    mit Sabine Wilhelmy-Gergs
    75 € incl. Materialkosten, Schutzbrille und Handschuhe werden gestellt, jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches Skript
    Anmeldung:
    info@so-pure-angelcosmetics.de
  • Sa., 27. April, 15 – 17 Uhr: Hofbegehung
    Frühjahr: Milchschafe genießen das frische Grün, Lämmer wachsen und gedeihen, die Gemüsefelder füllen sich, in den Gewächshäusern beginnt die Tomatensaison

Dienstag, 9. April 2019

Hofbrief: KW 15


Der Frühling verwandelt den Hof; das Gras grünt mehr und mehr, die Wildkräuter sprießen und die Blumenbeete erstrahlen im vielen Frühlingslicht.
Der Lenz hat es wieder eilig – nach den Schneeglöckchen verblühen jetzt auch die Narzissen; die ersten Tulpen wurden bereits gesichtet, dazu Löwenzahn- und Kirschblüte und die ersten Apfelblüten.
Auch die Wiesen und Weidern werden jetzt sichtbar dunkler, grüner – das Gras wächst wieder. Die Schafherde und auch die Pferde freuen sich drauf.
In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es nämlich eine grundlegende Umstellung. die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.
Am vergangenen Mitmachsamstag haben 8 Teilgeber die diesjährigen Frühkartoffeln gepflanzt. Die Erde war noch feucht und kalt von den winterlichen Niederschlägen und die Kartoffeldämme nicht besonders krümelig, weil es noch zu viele Grassoden vom letztjährigen Kleegras gab. Davon haben wir uns nicht die Laune verderben lassen und tapfer weiter gearbeitet, bis auch die letzte Knolle gepflanzt war. Geschafft aber zufrieden ging es danach zum verdienten Mittagessen an den großen Tisch in der Hofküche.
Termine:
  • Sa., 27. April, 11 Uhr:
    Workshop „Naturkosmetik selber machen: Vegane Seifen sieden“
    mit Sabine Wilhelmy-Gergs
    75 € incl. Materialkosten, Schutzbrille und Handschuhe werden gestellt, jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches Skript
    Anmeldung:
    info@so-pure-angelcosmetics.de
  • Sa., 27. April, 15 – 17 Uhr: Hofbegehung
    Frühjahr: Milchschafe genießen das frische Grün, Lämmer wachsen und gedeihen, die Gemüsefelder füllen sich, in den Gewächshäusern beginnt die Tomatensaison

Donnerstag, 4. April 2019

Hofbrief: KW 14


Bericht von der vogelkundlichen Wanderung über die Hofwiesen
Am letzten Samstag im März trafen sich 19 interessierte Personen auf unserem Hof. Sie hatten alle ein Fernglas mit, um die verschiedenen Vogelarten zu beobachten. Manuela Liebold hatte, wie schon im letzten Jahr, zu diesem Rundgang eingeladen und war bestens vorbereitet und mit einem Vogelkundebuch und einem Spektiv ausgestattet.
Bei bestem, sonnigen und recht warmem Wetter fingen wir erst auf dem Hofplatz an, die Vögel zu bestimmen und dann ging es am Wald vorbei, auf die Schafsweide – die mittlerweile dann schon wieder leer war, weil die Schafe zum Melken in den Stall getrieben worden waren – und zurück zum Hof, wo wir auch einen Blick auf die neu angepflanzten Obstbäume werfen konnten.
Dieses Jahr konnten wir tatsächlich 26 Vogelarten hören und sehen, drei nur hören, aber leider nicht sehen und drei Feldhasen wegrennen sehen. Das fand ich schon erstaunlich, da wir im letzten Jahr fast einen Monat später unterwegs waren und es „nur“ 27 verschiedene Vogelarten waren.
Ich schreibe sie mal nach der Reihe auf, wie wir sie sahen:
Kohlmeise, Buchfink, Bachstelze, Haussperling, Grünfink, Blaumeise, Sumpfmeise, Ringeltaube, Kleiber, Zilpzalp, Dohle, Stockente, Goldammer, Star, Rotkehlchen, Amsel, Kanadagans, Singdrossel, Kiebitz, Silberreiher, Hohltaube, Feldsperling, Stieglitz
Nicht gesehen, aber um so deutlicher gehört haben wir den Specht (wahrscheinlich ein Buntspecht), eine Heckenbraunelle und einen Fasan.
Zum Ausklang gab es für die beiden besten „Schätzer“ der von uns vorraussichtlich bestimmten Vogelartenzahl noch einen Schokoladen-Marienkäfer als Belohnung.
Zufrieden und mit anderen Eindrücken von der Umgebung vom Hof Entrup 119 fuhren wir alle nach Hause.
Karen aus Billerbeck
Termine:
  • Sa., 06. April, 10-13 Uhr:
    Mitmachtag „Kartoffel pflanzen“

    Im Frühjahr gepflanzt, im Sommer geerntet – ein Highlight (nicht nur) für Kinder, die Früchte der eigenen Arbeit nach Hause zu tragen
    Anmeldung:
    https://terminplaner4.dfn.de/A6z4tvRuU9O7rJBZ
  • Di., 09. April, 17:30 – 19:30 Uhr:
    Kräuterspaziergang „Die jungen Wilden“

    mit Silke Flotho-Westrup,
    max. 15 Teilnehmer, 10 €,
    Anmeldung:
    info@gierschundco.de

Dienstag, 8. Januar 2019

Hofbrief: KW 2


Zum Weihnachtsfest wurden wir reich beschenkt. Viele von Euch haben zusammengelegt, um dem Hofteam eine Freude zu machen. Es ist total gelungen da kamaber ganz schön was zusammen! Feierlich wurde uns ein Umschlag mit herzlichen Festtagsgrüßen und einem stolzen Sümmchen übergeben.
Vielen Dank dafür!
Wir freuen uns schon darauf, mit der ganzen Belegschaft im Herbst einen schönen Betriebsausflug zu unternehmen.
Ein Nachruf auf 2018 aus dem Bereich der Statistik: Das vergangene Jahr hat ja seinen Ruf weg als „Dürrejahr“. Auf dem Hof notieren wir täglich die Tiefst- und Höchsttemperaturen und auch die Niederschlagsmenge. Jetzt haben wir die Niederschlagsmengen mal zusammengerechnet. Tatsächlich waren die Sommer- und Herbstmonate außergewöhnlich trocken. Weil aber der Januar und der Dezember ausreichend bis überdurchschnittlich viel Regen gebracht haben, kommen wir auf eine Jahresmenge von guten 580l/m² – das langjährige Mittel für eine nahegelegene Wetterstation liegt bei 780l/m².
Fehlende 200l/m² machen also den Unterschied zwischen einem trockenen Sommer mit nur einem Heuschnitt und einem „normalen“ Sommer mit drei bis vier Ernten von den Wiesen. Erstaunlich...
Termine:

Donnerstag, 26. April 2018

Hofbrief: KW 17


Die Unbeständigkeit des Aprilwetters lässt immer wieder staunen; nach der fast schon sommerlichen Hitze letzte Woche müssen jetzt doch wieder die warmen Jacken hervorgeholt werden.
Die frisch gepflanzten Gemüsekulturen auf den Feldern schützen wir mit weißem PP-Vlies vor den kalten Temperaturen – auch in der Hoffnung auf eine frühere Ernte der allseits sehnsüchtig erwarteten Frühlingsgemüse.
Außerdem steht Ende April
in den Gewächshäusern ein Kulturwechsel an: An Stelle von Salaten, Stielmus und Spinat wollen wir Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen pflanzen – allesamt sind sie sehr wärmeliebend und kommen mit den kühlen Nächten im unbeheizten Folientunnel gerade so zurecht. Trotzdem pflanzen wir möglichst früh, um auch möglichst früh ernten zu können.
Nach dem vergangenen Winter, der diesmal recht feucht ausgefallen ist, sind die Böden noch gut mit Wasser bevorratet. An den heißen Tagen hat die Sonne sie gut erwärmt. Besonders die Wiesen erstrahlen in einem wunderschönen satten Grün. Das Gras wächst üppig und die Schafe und Pferde freuen sich wieder auf den Weidegang.

Dienstag, 10. April 2018

Hofbrief: KW 15


Die Wiesen und Weiden werden jetzt sichtbar dunkler, grüner – das Gras wächst wieder, es wird Frühling. Die Schafherde und auch die Pferde freuen sich darauf, wieder aus ihren Ställen raus zu kommen.
In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es nämlich eine grundlegende Umstellung. die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.
Wenn die ersten Frühjahrssätze Gemüse gepflanzt sind, müssen wir uns die Zeit nehmen und unserem Ackerboden und seinen Bewohnern etwas Gutes tun.
Nur ein kleiner Teil der Gemüsebeete ist schon jetzt bepflanzt, viele Flächen liegen noch kahl da. Kürbisse, Sellerie und Zuckermais pflanzt man zum Beispiel erst Mitte Mai, weil sie die eiskalten Nächte, die es vorher noch geben kann, nicht überleben würden. Auch das Lagergemüse für den Winter wird erst im Frühsommer gepflanzt. Der Boden braucht aber eine Bedeckung als Schutz vor Trockenheit, vor Wind und starken Niederschlägen, um dauerhaft lebendig und fruchtbar bleiben zu können.
Deshalb säen wir zur Begrünung sogenannte Zwischenfrüchte oder Gründüngungsmischungen aus – schnellwachsende Pflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Malve, aber auch Klee, Erbsen oder Wicken. Sie schützen nicht nur die Ackerkrume vor Erosion, sondern durchdringen den Boden auch mit ihren tief reichenden Pfahl- oder den vielen Feinwurzeln. Oft sind auch Blütenpflanzen dabei, die unser Auge erfreuen und diversen Insekten als Nahrung dienen.
Zwei
bis vier Wochen vor der Gemüsepflanzung müssen wir die Gründüngungen dann mulchen und in den Boden einmischen – aus der sich zersetzenden Pflanzenmasse baut sich dann Humus auf. Das Gemüse profitiert von dem fruchtbaren und lockeren Boden.
Termine:
  • Sa., 14. April, 16 Uhr:
    Vogelkundliche Wanderung über die Hofwiesen mit Manuela Liebold, max. 15 Teilnehmer, bitte Fernglas mitbringen, Anmeldung erforderlich
  • Sa., 21. April, 15-17 Uhr:
    Hofbegehung eine gute Gelegenheit, sich über den Stand der Dinge auf den Gemüsefeldern zu informieren und die mittlerweile schon recht großen kleinen Lämmchen persönlich kennenzulernen
  • Di., 24. April, 17:30-19:30 Uhr:
    Wiesendips“ – Kräuterspaziergang über den Hof mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 10 €, Anmeldung über info@gierschundco.de

Dienstag, 20. September 2016

Hofbrief: KW 38


Die seit der zweiten Augusthäfte anhaltende Trockenheit macht insbesondere den Wiesen und Wäldern zu schaffen. An besonders trockenen und sonnigen Stellen nimmt das Gras gelbe oder braune Farbtöne an – eher untypisch für unsere tendentiell zu feuchte Landschaft. Die Bäume werfen einen Teil ihrer Blätter ab und geben ein herbstliches Bild ab. Schade ist es auch um die Wintergetreide- und Gründüngungsaussaaten, die sich nur sehr zögerlich entwickeln und eventuell zu schwach in den Winter gehen werden.
Die Obsternte geht weiternach und nach reifen die verschiedenen Sorten der Äpfel, Birnen und Quitten. Im Vorfeld des diesjährigen Altenberger Apfelfestes bieten wir zusätzliche Mitmachtage an zum Pflücken und Fallobstsammeln.Auch an diesem Samstag liegt der Arbeitsschwerpunkt auf unserer Obstwiese in Kümper. Wir treffen uns also am 24. September um 10.00 Uhr auf dem Hof oder um 10.30 Uhr direkt auf der Streuobstwiese. Eine Anfahrtsbeschreibung kann gerne beim Hof angefordert werden.

Am Sonntag, dem 25. September findet unser diesjähriges Erntedankfest statt. Dazu laden wir ganz herzlich alle Menschen ein, die über CSA, Verein oder Genossenschaft mit dem Hof verbunden sind.Wir beginnen um 11.00 Uhr. Ähnlich wie im Vorjahr unternehmen wir mit zwei Pferdegespannen eine kleine Kutschfahrt über die hofnahen Äcker und Wiesen. Danach treffen wir uns an einer großen Tafel zu einem leckeren Sonntagsbrunch.
Schön wäre es, wenn Jede/r eine Kleinigkeit zur gemeinsamen Mahlzeit beisteuert. Dankbar nehmen wir auch Hilfe für den Auf- und Abbau entgegen.

Dienstag, 16. August 2016

Hofbrief: KW 33


Jeder hat die Zahlen schon mal gehört: Täglich gehen der Landwirtschaft in Deutschland über 80 Hektar Land durch Umwandlung in Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren. Städte wachsen in die Breite, das Straßennetz wird ausgebaut, viel fruchtbarer Boden wird mit Asphalt und Beton versiegelt.
Unser Hof liegt 5 km von der nächsten größeren Siedlung entfernt und ist somit bisher noch nicht von der Problematik berührt worden. Allerdings bewirtschaften wir für die Winterfuttergewinnung hofferne Flächen, unter Anderem zwei kleine Wiesen am Bahnhofshügel in Altenberge.
Dort sollen im Laufe der nächsten Wochen die Bagger anrücken. Bereits im Mai hat der Rat der Stadt Altenberge dem Bau eines Kindergartens und eines Mehrfamilienhauses zugestimmt. Mittelfristig sollen auch weitere Gebäude errichtet werden.
Es ist keine große Fläche, die wir verlieren (0,8ha von 30ha Gesamtbetriebsfläche), und doch ist es schmerzhaft mitzuerleben, wenn Boden, der die Schafe über Jahre ernährt hat, überbaut wird und verloren geht.

Dienstag, 7. Juni 2016

Hofbrief: KW 23


Am Sonntag wurde auf den Naturschutzwiesen am Hof der erste Heuschnitt gemacht. Bei den derzeit tropischen Temperaturen trocknet das Gras sehr schnell, sodass wir daran arbeiten, es schon Dienstag unter Dach in die Heuhalle einfahren zu können, wo es dann schonend nachgetrocknet werden soll.

Die starken Regenschauer der letzten Woche waren für die Wiesen und das Getreide ein lang ersehnter Segen. Für den Gemüseacker hätten wir uns aber etwas mehr Niederschlag im Mai und jetzt etwas weniger auf einmal gewünscht. Ende letzter Woche standen noch einige Pfützen zwischen den Gemüsedämmen, die jetzt trocknen und eine teils schwer zu durchdringende Kruste hinterlassen. Da heißt es jetzt, schnell mit der Hacke hinterher zu sein und die Kruste aufzubrechen, damit die Wurzeln der Gemüsepflanzen wieder mehr Luft bekommen und der Beikrautteppich wieder etwas weniger wird.
Profitiert vom vielen Regen hat vor Allem der Kohl, sodass wir schon den ersten Broccoli und Kohlrabi vom Feld ernten können, und auch der Blumenkohl füllt sich jetzt rasant.
Am 19. Juni ist es wieder soweit. Wir treffen uns mit allen CSA-Mitgliedern, dem Hof-Team und dem Vorstand der Genossenschaft am übernächsten Sonntag um 14.00 Uhr auf unserem Hof zur CSA-Jahresversammlung.
Wir werden auf das vergangene Wirtschaftsjahr zurückblicken, aktuelle Themen besprechen und Fragen und Wünsche für das neue Wirtschaftsjahr 2016/17 diskutieren. Und schließlich wollen wir gemeinsam essen, trinken und feiern. Dazu wäre es schön, wenn wieder Jede/r etwas zum Buffet beisteuert.
Bitte gib uns möglichst bis zum 13. Juni Bescheid, ob Du am 19. Juni an der Mitgliederversammlung teilnimmst, was Du zum Buffet beisteuern möchtest und welche Fragen oder Wünsche Du für das neue Wirtschaftsjahr hast.
Für das Kochevent mit WDR-Fernsehkoch Björn Freitag haben sich mittlerweile 50 Menschen angemeldet. Wenn der Foodtruck dann am Dienstag, dem 28. Juni auf dem Hof steht, wird der Sternekoch zusammen mit zwei Gehilfen (einer CSA-Teilnehmerin und unserem Landwirt Werner) aus hofeigenen Produkten raffinierte Spezialitäten „für auf die Hand“ zubereiten. Bei der gemeinsamen Mahlzeit wollen zwei langjährige CSA-Mitglieder von ihren Erfahrungen mit der solidarischen Landwirtschaft berichten.
Wir danken für den regen Zuspruch und freuen uns auf einen kulinarisch genussvollen Abend und ein gemütliches Beisammensein.
Eine Erinnerung mit den Anfangszeiten und evtl. Details erhalten die angemeldeten Teilnehmer gesondert.

Dienstag, 17. November 2015

Hofbrief: KW 47

Dank der milden Temperaturen der letzten Wochen sind die Wiesen noch grün und das Gras wächst langsam aber stetig nach. Morgens nach dem Melken werden die Milchschafe raus gelassen, bewegen sich ausgiebig und weiden das herbstliche Gras ab.
Gut gepflegte, sprich sauber abgefressene oder nachgemähte Wiesen danken dem Landwirt mit einer dichten Grasnarbe. Der Tritt der Schafe sorgt dafür, dass die Bodenoberfläche sich ein wenig verfestigt, sodass der Frost weniger Schäden an den Wiesenpflanzen anrichten kann. Man darf sich auf einen schöneren Aufwuchs im nächsten Jahr freuen und wird auch mehr Heu von solch einer Wiese ernten können.Trotz ihrer dicken Wolle genießen die Tiere es aber, über Nacht im trockenen Stall bleiben zu dürfen. Wir füttern dort das aromatische Heu aus der neuen Heutrocknungsanlage, das noch den Duft und die Wärme des Frühsommers in sich trägt, und als Leckerbissen eine Portion Apfeltrester, sprich der Pressrückstände von der Saftgewinnung.
Die Gemüseäcker haben sich zusehends geleert. Außer den Winterkohlsorten (Grünkohl, Wirsing und Rosenkohl), die noch bis Ende März auf dem Acker überdauern und nach und nach beerntet werden, wachsen nur noch zwei Herbstsalatsorten – Radicchio und Zuckerhut – auf den Freilandflächen.
Dennoch ist die
Gemüseauswahl noch relativ groß, weil viele Sorten eingelagert sind – das Kühlhaus platzt aus allen Nähten. Außerdem können wir in den vier unbeheizten Folientunneln den Herbst und Winter über fast durchgehend frisches Grünzeug ernten, nur längere Frostperioden lassen das Wachstum von Feldsalat, Postelein, Mangold und Co. zum erliegen kommen.