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Donnerstag, 14. September 2023

Herbstboten

Hofbrief: KW 37 

Die Hitze hat sich in der Nacht von Montag auf Dienstag mit einem spektakulären und auch etwas beängstigenden Wetterleuchten und mehreren Gewitterschauern verabschiedet. Es kam auch Einiges an Regen vom Himmel – glücklicherweise aber ohne Schäden anzurichten.

Nach der Getreideernte bearbeiten wir die Ackerflächen und säen Kleegras oder das nächste Wintergetreide ein. Die ersten Gemüsebeete sind geräumt und runtergemäht und warten auf die nächsten Bearbeitungsschritte. Nach vielen vielen Ackertagen sind viele Gemüsekulturen sauber gejätet und reifen jetzt der Ernte entgegen.

Dieses Jahr ist die Schafschur auf den Spätsommer vorgezogen worden. Nachdem letzten Montag der Stall ausgemistet und neu eingestreut worden war, kamen am 05. September drei Schafscherer, um die Milchschafe und die weiblichen Weidelämmer ihrer dicken Wolle zu entledigen.

Termine:

  • Sa., 16. September, 10:30 – 13:00 Uhr:
    Mitmachtag
    Obsternte“ –
    Auf unserer Streuobstwiese in Kümper werden die ersten Äpfel und Birnen reif. Wir schütteln die Bäume und sammeln das Fallobst, um daraus leckeren Saft herzustellen. Gerne kann auch für den Eigenbedarf gepflückt werden. Wir treffen uns direkt bei den Obstbäumen. Eine Anfahrtskizze senden wir auf Anfrage gerne zu – Kontaktdaten siehe unten.
    Bitte verbindlich anmelden: https://nuudel.digitalcourage.de/TNioT5GgdBqrrAEL

  • So., 24. September, 15 Uhr: Erntedankfest mit feierlicher Einweihung der neuen und renovierten Gebäude; dazu gibt es ein Mitbringbuffett und ein fröhliches Kinderprogramm

  • Mi., 11. Oktober, 10-16 Uhr:
    Präparatetag der Demeter-Regionalgruppe Münsterland –
    Zusammen mit Landwirt*innen und Gärtner*innen aus der Region stellen wir die biodynamischen Präparate her. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen!

Donnerstag, 16. März 2023

Unsere Baustellen...

Hofbrief: KW 11 

Zum vergangenen Wochenende gab es reichlich Regen und Schnee. Die aus dem Winterschlaf erwachende Natur freut sich nach einem eher trockenen Winter die Wasserreserven etwas auffüllen zu können. Unsere Baustellen beim Bewässerungsteich und bei der neuen Scheune müssen derweil ruhen, bis der Untergrund ausreichend abgetrocknet ist.

Ein paar Meter weiter können die Arbeiten bei frühlingshaften Temperaturen weiter gehen. Am Montag haben die Dachdecker mit der Sanierung der alten Scheune begonnen. Die alten Dachziegel und auch die Lattung kommen runter, dann werden marode Sparren und Pfetten ausgetauscht oder verstärkt, bis schließlich eine neue Eindeckung das Dach wieder dicht macht.

Hinter dem Hofladengebäude bauen wir in der Zwischenzeit einen fünften großen Folientunnel auf. Das ist der alte Tunnel, der letzten Herbst dem Bauplatz für die neue Scheune weichen musste. Am neuen Standort wird er um einige Segmente verlängert, um die Ackerfläche optimal auszunutzen. Zu Ende April planen wir somit mit insgesamt knapp 1300qm Fläche in geschütztem Anbau. Vor zwei Jahren waren es noch 800qm. Durch die Flächenvergrößerung können wir endlich, wie im Freiland schon lange üblich, auch im Folientunnel Gründüngungspflanzen anbauen und in die Bodenfruchtbarkeit investieren. Die arbeitsaufwendige Bepflanzung der Randbeete können wir dagegen zurückfahren und damit unsere Zeit etwas effizienter nutzen.

Die ersten Lämmer, im Januar geboren, sind jetzt alt genug um von den Müttern entwöhnt zu werden. Sie ziehen in den kleinen Stall mit Auslauf in der Hofmitte, bis im April die Weidesaison beginnen kann. Werden Lämmer abgesetzt, haben wir natürlich mehr Milch für die Käserei übrig, sodass auch hier in den nächsten Wochen das Angebot wachsen wird.

Termine:

  • Sa., 25. März, 11.00 Uhr:
    Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V.

    Bei einer Hofführung sehen wir den aktuellen Stand der Baumaßnahmen – Renovierung Scheune, Neubau Maschinenunterstand und Bewässerungsteich. Dazu gibt es einen Blick in die Folientunnel, den Stall und vielleicht auch schon auf die erste Obstblüte. Wir berichten von der Entwicklung in der Landwirtschaft und von der Bildungsarbeit im letzten Jahr. Gäste sind herzlich willkommen!

  • So., 14. Mai, 11.00 – 17.00 Uhr:
    Hoffest zu Muttertag –
    Vorführungen zu Schafschur und Arbeitspferden auf dem Gemüseacker, Rundgänge durch die Gärtnerei, Live-Musik, buntes Kinderprogramm mit Schminken, Hofolympiade, Stockbrot, Kräutersalz herstellen
    Infostände: Vamos!, Grüner Weiler
    für das leibliche Wohl: Spezialitäten vom Hofgrill, Kaffee und selbsgebackener Kuchen, leckere Biolimo
    für die Anreise: Fahrradtour von Münster zum Hof

Donnerstag, 10. November 2022

Jetzt müsste es doch mal ruhiger werden...

Hofbrief: KW 45 

Am Samstag haben wir in zwei großen Gruppen Sauerkraut und zum ersten Mal auch Kimchi hergestellt, eine koreanische Spezialität aus Chinakohl, Rettich, Porree, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch. Insgesamt sechs Fässer stehen jetzt in der Hofküche, um bei Zimmertemperatur zu reifen. Wenn Alles gelingt, wird das fermentierte Gemüse im Winter unseren Speiseplan bereichern.

Nach und nach werden die Gemüsebeete abgeerntet und die Winterbegrünung eingesät. In den Folientunneln löst der beliebte Feldsalat die Tomaten ab. Mit den kurzen Tagen und der vielleicht irgendwann auch kalten Witterung kann er wesentlich besser umgehen. Die Bäume und Sträucher lassen ihr buntes Herbstlaub fallen und die Landschaft wird ein wenig durchsichtiger. Weitere zwei Wochen ohne nennenswerten Niederschlag hinterlassen einen für Anfang November außergewöhnlich trockenen Boden. Nächste Woche planen wir deshalb die Wasserrohre für die neue Feldberegnung zu vergraben – insgesamt ca. 800-900m.

Termine:

  • Sa., 12. November, 15 Uhr:
    Jahreshauptversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung des Hofes.
    Gäste und Interessierte sind Herzlich Willkommen!

Donnerstag, 22. September 2022

Herbst ist da...

Hofbrief: KW 38 

Der Herbst beginnt mit kühlen Nächten, feuchter Luft am Morgen und dem ersten verregneten Sonntag seit Monaten.
Im Ackerbau wird das Wintergetreide gesät, auf leeren Gemüsebeeten Gründüngungsmischungen. In den Folientunnel machen die ersten Sommergemüsesorten Platz für Radieschen und Feldsalat. Bei der Obsternte lernen Zweitklässler aus Altenberge mit einer kleinen manuellen Saftpresse die Herstellung von Apfelsaft kennen.

Termine:

  • Sa., 24. September, 10 Uhr:
    Obsternte
    auf unserer Streuobstwiese in Kümper
    Wir schütteln die reifen Früchte von den Bäumen und sammeln das Fallobst. Daraus stellt eine regionale Mosterei leckeren naturrüben Apfelsaft her. Für den Eigenbedarf kann auch Tafelobst gepflückt werden.
    Wir bitten um Anmeldun
    g:
    https://terminplaner6.dfn.de/p/a21cf701195783d0ebdf4dfffb99f638-33811

    Der Treffpunkt ist direkt
    auf der Streuobstwiese.

  • So., 25. September:
    Erntedankfest
    für CSA-Mitglieder und Interessierte
    Eine sehr trockene Anbausaison neigt sich dem Ende. Der Ausblick auf die kommenden Monate kann beängstigend sein angesichts der Rohstoffknappheit und allgegenwärtiger Preissteigerungen. Dennoch oder möchten wir mit Euch wie jedes Jahr Erntedank feiern. Persönliche Begegnungen ermöglichen Vertrauen und lassen Ideen keimen.
    Ab 12:00 Uhr gibt es eine Einstimmung, Kennen lernen und Wiedersehen am leckeren Mitbringbuffet.
    Die Kinder erwartet Spiel und Spaß an mehreren Stationen: Stockbrot, Filzen, Kränze binden, Besuch bei den Schafen…
    Um 14:00 Uhr beginnen wir das bunte Programm mit thematischen Hofrundgängen. Es folgen Ausblicke auf unsere nächsten Bauprojekte, Vorstellung der aktuellen finanziellen Situation, Ideen zur Weiterentwicklung unserer Solidarischen Landwirtschaft.
    Anmeldung:
    https://terminplaner6.dfn.de/p/54d4c710b3154c46c26a6ba5d0d2f089-29838

Donnerstag, 1. September 2022

Jäten unter Palmen und andere Ereignisse

Hofbrief: KW 35 

Ungewöhnlich früh wird diesen Spätsommer das Obst reif. Die ersten 500kg Äpfel haben wir letzte Woche bei unserer benachbarten Mosterei zu über 300 Liter Saft verarbeiten lassen. Schön, wenn es in der Nähe noch oder wieder handwerkliche Verarbeitungsbetriebe gibt! Dank kurzer Transportwege ist der Verderb nahe Null; zusätzlich können wir die Milchschafe mit frischem Apfeltrester glücklich machen...

Auf dem Hof wollen viele leckere Zwetschgen von Euch gepflückt werden. Eine Leiter können wir zur Verfügung stellen.

Ende August stehen auf den Feldern nur noch wenige letzten Pflanzungen aus, vor Allem Salat und Spinat. Auch wenn es noch sommerlich warm bleibt, sind die Nächte schon spürbar kälter und länger. Leere Beete sollten über Winter mit Gründüngungspflanzen bebaut werden, um den Humusgehalt zu verbessern und Nährstoffverluste zu verhindern. Doch wie sollen Phacelia, Buchweizen, Wickroggen und Co. keimen können bei der Trockenheit? Also die Beete leer lassen? Oder die Gründüngungsaussaat bewässern? Oder Regentanz?

Termine:

  • Sa., 03. September, 10-13 Uhr:
    Ackertag „
    Grünkohl jäten“ –
    Sehnt sich schon Jemand nach dem gesunden Wintergemüse? Vorsorgen für den Winter schadet jedenfalls nicht – die spätsommerliche Vielfalt können wir natürlich nicht das ganze Jahr bieten, aber jede Jahreszeit hat ihre Reize. Diese Woche also Jäten unter Palmen… Bist Du dabei?
    Anmeldung
    ewünscht: https://terminplaner6.dfn.de/p/6c006b290b627b36d449a9b656ebcab3-24798

  • Sa., 10. September, 15-17 Uhr:
    Hofbegehung im Rahmen der „Aktionstage Ökolandbau NRW“
    Kurz vor der großen Herbsternte gibt es viel zu sehen auf den Gemüsefeldern. Ein Besuch bei den Schafen ist natürlich auch eingeplant. Und wir stehen Rede und Antwort: Wie reagiert ein Biohof auf die Klimaveränderung? Was tun wir für den Artenschutz und warum ist der Wolf trotzdem eine Bedrohung? Kann Solidarische Landwirtschaft eine Inspiration für unser Wirtschaftssystem sein? Gerne wollen wir mit Euch ins Gespräch kommen! Anmeldung erwünscht: mail@entrup119.de

  • So., 25. September, 12 Uhr:
    Erntedankfest für CSA-Mitglieder und Interessierte

Mittwoch, 23. März 2022

Im Märzen der Bauer...

Hofbrief: KW 12

Die Ackerböden sind endlich trocken genug und mit Maschinen befahrbar: Wir pflügen und grubbern das Kleegras weg, das in den letzten zwei Jahren den Boden mit Humus und auch mit Luftstickstoff angereichert hat. Neu eingesät wird als Sommergetreide Futterhafer in Gemenge mit Ackerbohnen oder mit Leindotter.

Auch auf den Gemüseflächen geht es voran: Die ersten Möhren sind ausgesät, es folgen Zwiebeln und Dicke Bohnen. Die Folientunnel beschenken und gerade mit reichlich frischem Salat. Leer geerntete Beete bepflanzen wir mit Kopfsalat, Kohlrabi und Radieschen. Weiterhin beschäftigen uns viele viele Aussaaten von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini ;-)

Vor einem guten Jahr wurden auf der Obstwiese hinterm Wald Obstbäume gepflanzt. Jetzt möchten wir die Bäume gerne noch einzäunen, um sie vor Wildverbiss und neugierigen Weidetieren zu schützen. Eichenpfähle dienen als haltbare Zaunpfosten, Fichtenstangen und ein Maschengeflecht bilden die Umzäunung,
Wer hat Zeit und Lust, am
Sa., 26. März ab 10:00 Uhr beim Zaunbau zu helfen? Bitte meldet Euch verbindlich an: https://terminplaner.dfn.de/eQUBbNPnRPDDl78E

Donnerstag, 26. August 2021

Hofbrief: KW 34 - erste Herbstboten...

Die Pflanzsaison auf den Gemüsefeldern neigt sich dem Ende: Ende August wird noch der letzte Salat und Spinat gepflanzt, Anfang Oktober der Knoblauch. Selbst wenn die Temperaturen wesentlich sommerlicher wären ändert das nichts daran, dass die Sonne nicht mehr so hoch am Himmel aufsteigt und die Nächte schon spürbar länger werden.

Ab September konzentrieren wir uns im Freiland auf das Hacken, Jäten und Ernten. Wenn wir Beete abernten versuchen wir möglichst noch eine Gründüngung oder Kleegras als Schaffutter fürs nächste Jahr einzusäen. Der Ackerboden sollte bewachsen in den Winter gehen, damit möglichst wenig Nährstoffe ausgewaschen werden und die Bodengare erhalten bleibt.
In den Folientunneln steht der große "Kulturwechsel" noch bevor. In die abgeernteten Gurkenbeete pflanzen wir Mitte September Petersilie und Mangold, auf die Tomaten folgt im Oktober der Feldsalat. Dank der Folienüberdachung können wir die Gemüsesaison in den Winter hinein erweitern und ernten ohne Zusatzheizung auch im Dezember und Januar frisches Blattgemüse.

Termine:

  • Sa., 28. August, 10 – 13 Uhr: Ackertag „Porree jäten“ – Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Der Herbstporree ist zwar schon aus dem Gröbsten raus, hätte aber unsere Zuwendung nötig, um wohlgeformt und gesund zu wachsen. Wer jätet mit?
    Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/iYL3IM3tzdKSZqtp

  • Sa., 11. September, 15 Uhr: Hofführung, Anzahl der Plätze begrenzt,
    Anmeldung: mail@entrup119.de

Donnerstag, 20. August 2020

Hofbrief: KW 34 - Obstsaison, Herbstvorboten, Gründüngung


Die ersten Birnen werden reif – sowohl am Hof als auch auf unserer Streuobstwiese in Kümper. Gerne dürft Ihr zum Pflücken kommen. Am Hof gibt es eine Leiter und auch Obstpflücker mit Stiel, in Kümper ist eine Leiter zur freien Verfügung im großen Schuppen deponiert.
Im Gemüsebau sind die letzten Freilandpflanzungen abgeschlossen. Was jetzt nicht im Boden ist, wird dieses Jahr auch nicht mehr groß – so seltsam das auch klingt bei den sommerlichen Temperaturen. Man kann schon jetzt gut beobachten, wie das Pflanzenwachstum langsamer wird, weil die Sonne mittags nicht mehr so hoch steigt und der Tag deutlich kürzer ist, als zur Sonnenwende vor zwei Monaten.
Wenn wir Beete abernten versuchen wir möglichst noch eine Gründüngung oder Kleegras als Schaffutter fürs nächste Jahr einzusäen. Der Ackerboden sollte bewachsen in den Winter gehen, damit möglichst wenig Nährstoffe- ausgewaschen werden und die Bodengare erhalten bleibt.

Mittwoch, 8. April 2020

Hofbrief: KW 15 - Frühlingsboten, Tiere auf der Weide, Zwischenfrüchte


Der Frühling verwandelt den Hof; das Gras grünt mehr und mehr, die Wildkräuter sprießen und die Blumenbeete erstrahlen im vielen Frühlingslicht.
Der Lenz hat es wieder eilig – nach den Schneeglöckchen verblühen jetzt auch die Narzissen; die ersten Tulpen wurden bereits gesichtet, dazu Löwenzahn- und Kirschblüte und die ersten Apfelblüten.
Auch auf den Wiesen und Weiden wächst das Gras wieder. Die Schafe und Pferde freuen sich drauf.
In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es nämlich eine grundlegende Umstellung. die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.
Wenn die ersten Frühjahrssätze Gemüse gepflanzt sind, müssen wir uns die Zeit nehmen und unserem Ackerboden und seinen Bewohnern etwas Gutes tun.
Nur ein kleiner Teil der Gemüsebeete ist schon jetzt bepflanzt, viele Flächen liegen noch kahl da. Kürbisse, Sellerie und Zuckermais pflanzt man zum Beispiel erst Mitte Mai, weil sie die eiskalten Nächte, die es vorher noch geben kann, nicht überleben würden. Auch das Lagergemüse für den Winter wird erst im Frühsommer gepflanzt. Der Boden braucht aber eine Bedeckung als Schutz vor Trockenheit, vor Wind und starken Niederschlägen, um dauerhaft lebendig und fruchtbar
zu bleiben.
Deshalb säen wir zur Begrünung sogenannte Zwischenfrüchte oder Gründüngungsmischungen aus – schnellwachsende Pflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Malve, aber auch Klee, Erbsen oder Wicken. Sie schützen nicht nur die Ackerkrume vor Erosion, sondern durchdringen den Boden auch mit ihren tief reichenden Pfahl- oder den vielen Feinwurzeln. Oft sind auch Blühpflanzen dabei, die unser Auge erfreuen und diversen Insekten als Nahrung dienen.
Zwei
bis vier Wochen vor der Gemüsepflanzung müssen wir die Gründüngungen dann mulchen und in den Boden einmischen – aus der sich zersetzenden Pflanzenmasse entsteht fruchtbarer Humus. Das Gemüse profitiert von dem lockeren Boden.
Termine:
Die nächsten öffentlichen Termine lassen wir ausfallen. Betroffen sind zunächst die Hofbegehung Mitte April und die Mitmachtage Anfang Mai.
Auch
das traditionelle Hoffest, der „Tag des Schafes“ findet dieses Jahr nicht statt.
An dieser Stelle bekommt Ihr sofort Bescheid, wenn wir wieder Veranstaltungen durchführen können!

Donnerstag, 14. November 2019

Hofbrief: KW 46


In den Folientunneln ist der Wechsel von den Sommerkulturen zu den überwinternden Gemüsesorten geschafft. Die Hälfte der Fläche ist mit Feldsalat in acht Sätzen bepflanzt – für eine zeitlich versetzte Ernte. Die restlichen Beete teilen sich die üblichen Verdächtigen: Petersilie und Mangold, Postelein, bunter Schnittsalat und Rucola. Diese frostfesten Sorten ermöglichen uns im Winter auch aus dem unbeheizten Gewächshaus eine kontinuierliche und vielfältige Ernte.
Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.
Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – Klee lebt in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft pflanzenverfügbar machen und somit den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.
Jetzt im Herbst haben wir die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.
Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.
Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig
(Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!
Termine:
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:  
    Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung;
    Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr: Adventsbasar an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.