Freitag, 13. Dezember 2019

Agrarwende anpacken, Klima schützen! – Wir haben die Fatale Politik satt!

Aufruf zur Demonstration am 18. Januar 2020

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Und für echten Klimaschutz müssen wir die Bundesregierung auch 2020 weiter unter Druck setzen.
Weil die Politik blockiert, rennt uns die Zeit weg. Bei der 10. Wir haben es satt!-Demo im Januar fordern wir mit Zehntausenden auf der Straße: Agrarwende anpacken, Klima schützen – Macht endlich eine Politik, die uns eine Zukunft gibt!

Essen ist politisch – für immer mehr Menschen!

In den letzten 10 Jahren ist eine starke Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen entstanden. Immer mehr Bäuer*innen bauen ihre Ställe um und erzeugen Lebensmittel ohne Gentechnik. Immer mehr Betriebe nutzen weniger Pestizide oder setzen komplett auf Bio. Bürgerinitiativen haben unzählige Tierfabriken verhindert, Volksbegehren kämpfen für Artenvielfalt und Foodsharing-Projekte retten wertvolle Lebensmittel vor dem Müll. Immer mehr Menschen kaufen konzernfreie Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Gemeinsam zeigen wir, wie Agrar- und Ernährungswende geht.

Ackerland in Bauernhand!

Seit Jahrzehnten stemmt sich die Agrarlobby gegen jede Veränderung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lässt die Bäuer*innen bei den notwendigen Veränderungen allein. Sie will die Milliarden-Subventionen weiter denen geben, die viel Land besitzen – egal, wie sie wirtschaften. Mit staatlicher Unterstützung kaufen Investor*innen immer mehr Ackerland, während allein in den letzten 10 Jahren hierzulande 100.000 Betriebe aufgeben mussten. Schluss damit! Fördergelder nur noch für Bauernhöfe, die die Tiere gut halten, Umwelt- und Klima schützen und gutes Essen für uns alle herstellen!

Wir haben Agrarindustrie satt!

Die industrielle Landwirtschaft hat fatale Auswirkungen: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuer*innen ihrer Existenz. Die Agrarindustrie heizt die Klimakrise und gesellschaftliche Konflikte gefährlich an – das müssen wir stoppen!

Auf die Straße – für das Klima und die Landwirtschaft!

Ob dürre Äcker oder abgesoffene Felder – die Klimakrise lässt sich nicht ignorieren. Die Wissenschaft warnt schon lange, dass wir den Planeten mit der aktuellen Wirtschaftsweise zugrunde richten. Obwohl Hunderttausende für das Klima streiken, kommen von der Bundesregierung nur Bankrotterklärungen. Das haben wir satt!
Zum Auftakt der Grünen Woche, wenn sich die Agrarminister*innen der Welt in Berlin treffen, bringen wir unsere Forderungen in die Schlagzeilen. Während drinnen über Landwirtschaft, Fördergelder und Mercosur geredet wird, zeigen wir draußen mit unserem Massenprotest klare Kante: Landwirtschaft und Gesellschaft müssen jetzt klimagerecht umgebaut werden!

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Die Agrarwende finanzieren – Bauernhöfe beim Umbau der Landwirtschaft nicht alleine lassen: Mit gezielten Subventionen und fairen Preisen sind artgerechte Tierhaltung und mehr Klima- und Umweltschutz machbar!
  • Klares Veto gegen das Mercosur-Abkommen: Für gerechten Welthandel, globale Bauernrechte und konsequenten Regenwaldschutz!
  • Nein zu den Industrie-Mogelpackungen: Gentechnik, Patent-Saatgut und der routinemäßige Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger verschärfen die Klimakrise und den Hunger!

Seid dabei: Kommt mit uns – der breiten, bunten und entschlossenen Bewegung – auf die Straße. Schnappt euch euren Kochtopf und schlagt mit uns Alarm für die Agrar- und Ernährungswende!

Weltweites Höfesterben stoppen +++ Für gutes Essen für alle +++ Für artgerechte Tierhaltung und weniger Fleischkonsum +++ Für Ernährungssouveränität und gerechten Welthandel +++ Für Gentechnikfreiheit vom Acker bis zum Teller +++ Für Klimaschutz und mehr Ökolandbau +++ Für echten Insektenschutz und den Pestizidausstieg +++ Für eine sozial-gerechte und ökologische EU-Agrarreform (GAP) +++ Für das Ende des ungezügelten Wirtschaftswachstums +++ Für eine Landwirtschaft, die mit gesunden Böden das Klima schützt +++ Für eine solidarische Welt – Geflüchtete willkommen +++

Demo: 18. Januar 2020 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin 

Dienstag, 10. Dezember 2019

Mist! Wir brauchen Eure Unterstützung


Liebe Freunde, Genossenschaftler und CSA-Mitglieder von Entrup 119,
Ihr habt sicherlich schon von der neuen Düngeverordnung der EU gehört. Ab Mai 2020 werden unter anderem die Sperrfristen für die Ausbringung von Festmist ausgedehnt, sodass in unserem Schafstall der Stallboden als Mistlager nicht mehr ausreicht. Darüber hinaus werden die baulichen Anforderungen an ein Mistlager verschärft. Für unseren Hof bedeutet das konkret:
Wir müssen ein Mistlager mit besonders dicker Bodenplatte und Dach bauen, um das Ausspülen der Nährstoffe bei Regen zu verhindern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 40.000 Euro.
Das „Mistlager“ ist aber eine zukunftswichtige Investition in unseren Hof:
  1. Diese Vorgabe der EU dient dem Umweltschutz.
  2. Wir leisten unseren Beitrag und reduzieren den Nitrateintrag ins Grundwasser.
  3. Wir sind mit dem „Mistlager“ vor drohenden Prämienkürzungen geschützt.
  4. Wir sind zeitlich flexibler, denn der Mist kann bis zur Ausbringung sicher gelagert werden.
  5. Das Dach des Mistlagers wird so groß ausfallen, dass wir unsere Maschinen, die bisher schutzlos unter freiem Himmel stehen, darunter parken können.

Ob Privatspende oder großzügige Unternehmensspende – jeder Beitrag hilft bei der Finanzierung des neuen Mistlagers und ist natürlich steuerlich absetzbar. Wir werden auf unserer Internetseite wieder eine Spendenuhr zeigen, die Euch auf dem aktuellen Stand hält. Bei Fragen dazu, sprecht uns gerne an oder schreibt uns.
Spendenkonto Initiative Entrup 119 e. V.
GLS-Bank Bochum IBAN: DE86 4306 0967 0030 8734 00 BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: „Mistlager“
Wir wünschen Euch eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!
Herzliche Grüße,
Euer Trägerkreis der Initiative Entrup 119,
Marie Graw, Friedrich von Homeyer, Werner Bez und Alexander Pasternak

Hofbrief: KW 50


Der Winter naht, das Herbstgemüse geht zu Ende, und alle freuen sich auf Grün- und Rosenkohl. Mit winterlichen Gewürzen verfeinert wärmt ein solches Essen noch lange von innen nach.
Leider wurden die beiden Kohlsorten dieses Jahr
vom einem Mehltaupilz befallen. Bei Grünkohl gibt es fast einen Totalausfall, bei Rosenkohl sind ca. 2/3 der Ernte vernichtet. Mehr als schade!
Wahrscheinlich hat die Kombination aus einem schattigen und windgeschützten Standort und dem nassen Herbst die Ausbreitung der
Pilzkrankheit begünstigt. Die Winterkohlsorten kommen gemäß der Fruchtfolge erst in 12 Jahren wieder auf das Feld am Waldrand. Sollen wir es dann noch einmal riskieren oder Grün- und Rosenkohl lieber auf einem anderen Feld anbauen?
Demnächst steht auf dem Hof die nächste größere Baumaßnahme an: Ab 2020 werden unter anderem die Sperrfristen für die Ausbringung von Festmist ausgedehnt, sodass in unserem Schafstall der Stallboden zur Mistlagerung nicht mehr ausreicht. Wir müssen ein zusätzliches Mistlager mit besonders dicker Bodenplatte und Dach bauen, um das Ausspülen der Nährstoffe bei Regen zu verhindern.
Details sind auf unserer Internetseite
www.entrup119.de veröffentlicht.


Donnerstag, 5. Dezember 2019

Hofladen-Öffnungszeiten zwischen den Jahren


ACHTUNG!
In der ersten Kalenderwoche 2020 gönnen wir uns etwas Ruhe,
am 03./04. Januar bleibt der Hofladen deshalb geschlossen.
  • Fr/Sa., 20./21. Dezember geöffnet wie gewohnt
  • Mo., 23. Dezember zusätzliche Öffnungszeit, Verkauf nur auf Vorbestellung
  • Fr., 27. Dezember Hofladen geschlossen, siehe 28. Dezember
  • Sa., 28. Dezember Hofladen nur am Samstag geöffnet
  • Fr/Sa., 10./11. Januar geöffnet wie gewohnt
ACHTUNG!
In der ersten Kalenderwoche gönnen wir uns etwas Ruhe,
am 03./04. Januar bleibt der Hofladen deshalb geschlossen.

SoLaWi-Abholtermine zwischen den Jahren


ACHTUNG!
In der ersten Kalenderwoche 2020 gönnen wir uns etwas Ruhe,
die
Abholungen am 31. Dezember bzw. 03./04. Januar entfallen deshalb.
Eventuell gibt es kleine Änderungen in den Wochen vor und nach Weihnachten, bitte schaut bei Eurem Depot nach:
Münster-Gievenbeck, -Geist, -von-Kluck-Straße, -Sternendojo
  • Di., 17. Dezember
  • Mo., 23. Dezember
  • Di., 07. Januar
Billerbeck
  • Fr., 20. Dezember
  • Fr., 27. Dezember
  • Fr., 10. Januar
Ökomarkt
  • Fr., 20. Dezember wie gewohnt
  • Fr., 27. Dezember kein Ökomarkt, Abholung verlegt auf den Cibaria-Parkplatz, Bremerstraße 56
  • Fr., 10. Januar wie gewohnt
Hofdepot
  • Fr/Sa., 20./21. Dezember wie gewohnt
  • Fr., 27. Dezember keine Abholung, siehe 28. Dezember
  • Sa., 28. Dezember Abholung am Hof nur am Samstag möglich
  • Fr/Sa., 10./11. Januar wie gewohnt
Burgsteinfurt
  • Fr., 20. Dezember
  • Fr., 27. Dezember
  • Fr., 10. Januar
ACHTUNG!
In der ersten Kalenderwoche gönnen wir uns etwas Ruhe,
die
Abholungen am 31. Dezember bzw. 03./04 Januar entfallen deshalb.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Hofbrief: KW 49


Die Herbsternte im Gemüsebau neigt sich dem Ende entgegen. Auf den Feldern stehen nur noch Radicchio und Topinambur. Die beiden Sorten sind frosthart und könnten auch draußen überwintern – allerdings haben sich in den beiden letzten trockenen Jahren die Feldmäuse ganz gut vermehrt, und die wissen auch, was gut ist. Also doch lieber einlagern…
Während die Ernterückstände – Hüllblätter, Strünke etc. – als Regenwurmfutter auf dem Feld verbleiben, müssen wir die wunderschönen
Plastiknetze wieder einsammeln, die beim Gemüse Insektenbefall und Hasenfraß verhindern. Die Netze sind über viele Jahre wiederverwendbar, sollten dafür aber den Winter an einem geschützten Ort verbringen.
Termine:
  • Sa., 07. Dezember, 10 Uhr:
    Adventsfrühstück
    und Bastelstube im Veranstaltungsraum
    Wir stellen „Baumschmuck“ her für unsere gefiederten Freunde. Körner und Talg für die Meisenknödel sind vorhanden; bringt bitte noch alte Tassen, Plätzchenformen oder Tannenzapfen mit, die mit der Vogelfuttermasse befüllt werden können.
    Für‘s Wohn- oder Kinderzimmer basteln wir Sterne aus Pergamentpapier.
    Bitte bringt Eure liebsten Advents- und Weihnachtslieder mit (als Datei zum Mitsingen oder ganz analog mit Noten...)
    Auch der Frühstückstisch wird schön vielfältig, wenn alle eine Kleinigkeit beisteuern!

Montag, 2. Dezember 2019

Es gab Steckrüben und neue Kartoffeln. Auf dem Weihnachtsmarkt locken überall Stände mit Reibeplätzchen. Zeit und Gelegenheit um eine eigene Variante davon auszuprobieren. 
Der Steckrübenanteil verringert den Energiegehalt dieser Reibeplätzchenvariante. 100 Gramm Steckrübe haben nur 38 kcal. Die gleiche Menge Kartoffeln hat 70 kcal. Und Steckrüben haben sehr viel Vitamin C.  300 Gramm decken den Tagesbedarf. 

Steckrüben-Kartoffelreibekuchen mit Kräuterquark

500 g Steckrübe, geschält
500 g Kartoffeln, geschält
2 ganze Eier
2 Zwiebeln, gehackt
Kleiner Bund Thymian
4 EL Vollkornweizenmehl
Salz, Pfeffer
Olivenöl





















500 g Quark
Petersilie, Dill, Schnittlauch, Meerrettich, Mandarine





















1.     Kräuter fein hacken, Meerrettich sehr fein reiben. Mit dem Quark, dem Mandarinensaft und Salz/Pfeffer anmachen. 
2.     Steckrüben und Kartoffeln fein reiben. 
3.     Mit den Eiern, Mehl, Zwiebeln, Salz und Pfeffer sowie den abgezupften Thymianblättchen vermischen. Mit den Händen sanft durchkneten bis die Masse geschmeidig ist und etwas Flüssigkeit entsteht.
4.     In der Zeit eine schwere Pfanne auf ¾ Hitze vorheizen. 
5.     Den Boden der Pfanne eben mit Öl bedecken, jetzt kleine Portionen der Teigmasse in die Pfanne geben und zu runden Plätzchen von 1 cm Dicke formen. Braten unter Zugabe von Öl wenn nötig bis die Plätzchen von beiden Seiten gut gebräunt sind. Eher dunkler als zu hell, gibt viel Geschmack.



Anrichten mit dem Quark, gleich aus der Pfanne sind sie am Besten.