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Dienstag, 14. Januar 2020

Hofbrief: KW 3 - Frost, Schafschur, Demo für bäuerliche Landwirtschaft


Der Winter zeigt sich weiterhin von seiner milden Seite. Zurzeit kommt man auch ohne dicke Pullover gut durch den Tag.
Für einige unserer Winterarbeiten sind wir
aber auf tragfähigen Boden angewiesen. Heckenschnitt verräumen, Beete kalken oder Zwischenfrüchte umpflügen für die Frühjahrspflanzungen – das alles geht am besten bei leicht gefrorenem Boden. Außerdem räumt der Frost ein wenig mit der Schadinsekten und Pilzkrankheiten auf und hinterlässt eine krümelige Ackererde. Wir vertrauen auf die zweite Winterhälfte…
Termine:
  • Sa., 18. Januar, 9 – 18 Uhr:
    Mitmachtag „
    Schafschur
    Als Vorbereitung auf die Lammzeit dürfen unsere kleinen Wiederkäuer zum Friseur. Der Schafscherer kommt. Gerne nehmen wir hierfür Hilfe an beim Sortieren der frisch geschorenen Wolle. Ganz nebenbei bekommt man eine sanfte Kur für die Hände. Anmeldung erbeten für eine der begehrten 3-Stunden-Schichten: https://terminplaner4.dfn.de/nFzWIDwOtKGH5J1I
  • Sa., 18. Januar, 12 Uhr: Demo „Wir haben es satt!“
    für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft
    und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und gesundes Essen.
    Treffpunkt:
    Brandenburger Tor (Berlin),
    Infos:
    www.wir-haben-es-satt.de
    Mitfahrbörse:

    https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/anreise/mitfahrzentrale/
  • Sa., 01. Februar, 10 – 13 Uhr:
    Mitmachtag „Heckenpflege“

    Hecken sind wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel und bringen Vielfalt in die Agrarlandschaft. Abschnitt für Abschnitt verjüngen wir die Sträucher, um eine möglichst große Strukturvielfalt zu erreichen. Anmeldung: mail@entrup119.de

Freitag, 13. Dezember 2019

Agrarwende anpacken, Klima schützen! – Wir haben die Fatale Politik satt!

Aufruf zur Demonstration am 18. Januar 2020

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Und für echten Klimaschutz müssen wir die Bundesregierung auch 2020 weiter unter Druck setzen.
Weil die Politik blockiert, rennt uns die Zeit weg. Bei der 10. Wir haben es satt!-Demo im Januar fordern wir mit Zehntausenden auf der Straße: Agrarwende anpacken, Klima schützen – Macht endlich eine Politik, die uns eine Zukunft gibt!

Essen ist politisch – für immer mehr Menschen!

In den letzten 10 Jahren ist eine starke Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen entstanden. Immer mehr Bäuer*innen bauen ihre Ställe um und erzeugen Lebensmittel ohne Gentechnik. Immer mehr Betriebe nutzen weniger Pestizide oder setzen komplett auf Bio. Bürgerinitiativen haben unzählige Tierfabriken verhindert, Volksbegehren kämpfen für Artenvielfalt und Foodsharing-Projekte retten wertvolle Lebensmittel vor dem Müll. Immer mehr Menschen kaufen konzernfreie Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Gemeinsam zeigen wir, wie Agrar- und Ernährungswende geht.

Ackerland in Bauernhand!

Seit Jahrzehnten stemmt sich die Agrarlobby gegen jede Veränderung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lässt die Bäuer*innen bei den notwendigen Veränderungen allein. Sie will die Milliarden-Subventionen weiter denen geben, die viel Land besitzen – egal, wie sie wirtschaften. Mit staatlicher Unterstützung kaufen Investor*innen immer mehr Ackerland, während allein in den letzten 10 Jahren hierzulande 100.000 Betriebe aufgeben mussten. Schluss damit! Fördergelder nur noch für Bauernhöfe, die die Tiere gut halten, Umwelt- und Klima schützen und gutes Essen für uns alle herstellen!

Wir haben Agrarindustrie satt!

Die industrielle Landwirtschaft hat fatale Auswirkungen: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuer*innen ihrer Existenz. Die Agrarindustrie heizt die Klimakrise und gesellschaftliche Konflikte gefährlich an – das müssen wir stoppen!

Auf die Straße – für das Klima und die Landwirtschaft!

Ob dürre Äcker oder abgesoffene Felder – die Klimakrise lässt sich nicht ignorieren. Die Wissenschaft warnt schon lange, dass wir den Planeten mit der aktuellen Wirtschaftsweise zugrunde richten. Obwohl Hunderttausende für das Klima streiken, kommen von der Bundesregierung nur Bankrotterklärungen. Das haben wir satt!
Zum Auftakt der Grünen Woche, wenn sich die Agrarminister*innen der Welt in Berlin treffen, bringen wir unsere Forderungen in die Schlagzeilen. Während drinnen über Landwirtschaft, Fördergelder und Mercosur geredet wird, zeigen wir draußen mit unserem Massenprotest klare Kante: Landwirtschaft und Gesellschaft müssen jetzt klimagerecht umgebaut werden!

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Die Agrarwende finanzieren – Bauernhöfe beim Umbau der Landwirtschaft nicht alleine lassen: Mit gezielten Subventionen und fairen Preisen sind artgerechte Tierhaltung und mehr Klima- und Umweltschutz machbar!
  • Klares Veto gegen das Mercosur-Abkommen: Für gerechten Welthandel, globale Bauernrechte und konsequenten Regenwaldschutz!
  • Nein zu den Industrie-Mogelpackungen: Gentechnik, Patent-Saatgut und der routinemäßige Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger verschärfen die Klimakrise und den Hunger!

Seid dabei: Kommt mit uns – der breiten, bunten und entschlossenen Bewegung – auf die Straße. Schnappt euch euren Kochtopf und schlagt mit uns Alarm für die Agrar- und Ernährungswende!

Weltweites Höfesterben stoppen +++ Für gutes Essen für alle +++ Für artgerechte Tierhaltung und weniger Fleischkonsum +++ Für Ernährungssouveränität und gerechten Welthandel +++ Für Gentechnikfreiheit vom Acker bis zum Teller +++ Für Klimaschutz und mehr Ökolandbau +++ Für echten Insektenschutz und den Pestizidausstieg +++ Für eine sozial-gerechte und ökologische EU-Agrarreform (GAP) +++ Für das Ende des ungezügelten Wirtschaftswachstums +++ Für eine Landwirtschaft, die mit gesunden Böden das Klima schützt +++ Für eine solidarische Welt – Geflüchtete willkommen +++

Demo: 18. Januar 2020 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin 

Donnerstag, 10. Januar 2019

der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen

Demo: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und gutes Essen!

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten.
Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende!

Für eine klimagerechte Landwirtschaft und gutes Essen!

Das Dürrejahr 2018 hat gezeigt: So geht es nicht weiter! Wir reihen uns ein in die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern konsequenten Klimaschutz. Denn wir brauchen noch mehr bäuerliche Betriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel erzeugen und mit lebendigen Böden helfen, das Klima zu schützen. EU-Agrargelder nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!

Für viele bäuerliche Betriebe …

Wir haben Respekt für die harte Arbeit, die Bäuerinnen und Bauern jeden Tag leisten. Doch die Politik lässt die Höfe im Stich. Über 100.000 Betriebe mussten bei uns in den letzten 10 Jahren dichtmachen. Gleichzeitig reißen sich außerlandwirtschaftliche Investor*innen mit EU-Subventionen immer mehr Land unter den Nagel. Die fatalen Folgen: Höfesterben und Monokulturen, Glyphosat und Artenschwund, Megaställe und Antibiotikaresistenzen. Stoppt die Subventionen an Agrarwüsten, Tierfabriken und Großgrundbesitz!

… und ein solidarisches Europa!

In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige Arbeitsbedingungen, damit Discounter und die Exportindustrie mit Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern. Für uns ist klar: In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel, Menschen- und Bauernrechte nicht verhandelbar!

Essen ist politisch!

Auf dem Land und in der Stadt zeigen wir gemeinsam, dass es anders und besser geht. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern ackern ohne Glyphosat, halten ihre Tiere artgerecht und füttern gentechnikfrei. Immer mehr Menschen machen Foodsharing, sind Teil einer Solidarischen Landwirtschaft und entscheiden sich an der Ladentheke für gutes, handwerklich erzeugtes Essen aus der Region. Wir schauen über den Tellerrand und treten gemeinsam ein für die globale Agrar- und Ernährungswende und für ein Europa ohne Ausgrenzung und Rassismus!

Wir haben die unerträgliche Klientelpolitik satt!

Agrarministerin Julia Klöckner darf sich nicht länger vor den Karren der Agrarlobby spannen lassen. Bei der EU-Agrarreform muss sie der Agrarindustrie endlich den Geldhahn zudrehen und eine Politik für Menschen, Tiere und Umwelt machen!

Wir fordern: Schluss mit dem Gießkannen-Prinzip!

  • Subventionen nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!
  • Öffentliche Gelder nur noch für artgerechte Tierhaltung!
  • Mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, die gute Lebensmittel für uns alle erzeugen!
Sei dabei, wenn wir dafür mit Zehntausenden im politischen Berlin demonstrieren. Wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, fordern wir gemeinsam den Umbau der Landwirtschaft: Wir haben Agrarindustrie satt – Essen ist politisch!

Demo: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin

Anreise: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/anreise/

Dienstag, 16. Januar 2018

"Wir haben es satt!"-Demo



am Samstag, 20. Januar 2018, ab 11 Uhr in Berlin Hbf (Washington-Platz) 
(ein Beitrag von Georg und Katharina)
Die Großdemo für eine globale Agrar- und Ernährungswende und gerechten Welthandel findet bereits zum 8. Mal in Berlin statt. Anlass ist die internationale Agrarminister-Konferenz zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse ,,Grüne Woche".
Wir wollen mit Euch und vielen anderen gemeinsam für eine andere, zukunftsfähige Agrarpolitik auf die Straße gehen, die die ökologische, kleinbäuerliche Landwirtschaft fördert, statt sie weltweit zugunsten der industriellen Großbetriebe systematisch zu zerstören. Doch nur wenn unser Protest noch viel stärker wird, können wir die Politik endlich zum Handeln zwingen, da dies wohl die einzige Sprache ist, die sie noch versteht. Dazu brauchen wir jetzt jede*n einzelnen von Euch. Seid Ihr dabei?
Insbesondere nach dem Glyphosat-Debakel (Agrar(Lobby)Minister Schmidts Alleingang bei der Glyphosat-Abstimmung in Brüssel und Merkels stille Zustimmung dazu), der – und das ist der eigentliche Skandal – bisher folgenlos blieb, ist es dringender denn je, den Politikern die Rote Karte zu zeigen. 
Wir wehren uns gegen eine zerstörerische, von wenigen Großkonzernen gesteuerte globale Agrarindustrie, die Tiere, Pflanzen und Boden lediglich als Ware betrachtet und diese zwecks Profitmaximierung immer exzessiver ausbeutet. Denn wir wissen es alle: Massentierhaltung, Gentechnik und zunehmender Düngemittel- und Pestizid-Einsatz auf riesigen Monokulturen haben gravierende Folgen: Artensterben, extremes Tierleid, (Trink)-Wasservergiftung, Bodenzerstörung, steigende Krebsraten und Antibiotika-Resistenzen, drastisches Höfesterben bei gleichzeitig zunehmender Abhängigkeit von wenigen Agrokonzernen und nicht zuletzt eine dramatische Beschleunigung des Klimawandels. Laut Weltagrarbericht IAASTD ist die globale Landwirtschaft inzwischen für über 40% der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, wobei die industrielle Landwirtschaft mit Abstand die meisten Treibhausgase ausstößt, obwohl sie nur ca. 30 % zur Welternährung beiträgt: http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/klima-und-energie.html
Und die Zeche zahlen wir alle. 
Dass es auch anders geht, zeigt seit Jahrzehnten die Biologische Landwirtschaft, die ohne Chemie, Gülle und Tierfabriken umwelt- und menschenfreundlich wirtschaftet und die Böden dabei schont. Letztendlich landet alles auf unseren Tellern – wir (müssen) entscheiden, ob wir uns und die Umwelt weiter vergiften (lassen) oder uns gesund ernähren und unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen.  
Anreise zur Demo:
Für alle aus Münster und Umgebung: Es werden Busse bereitgestellt, um für kleines Geld an der Veranstaltung teilnehmen zu können: 
  • Abfahrt in Münster: Samstag, 20.01.18 um 4:30 Uhr, Busbahnhof (Ecke Hafenstr. / Frie-Vendt-Str.) - Bitte seid pünktlich!
  • Ankunft ebenda: Samstag, 20.01.18 um ca. 21:30 Uhr 
  • Kosten: 25,- Euro/Person
  • Ticket-Verkaufsstellen:
  • Umweltforum Münster e.V.: Zumsandestr. 15, 48145 Münster, Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9 - 12 Uhr + Mi: 13 -15 Uhr + Do: 14 - 17 Uhr
  • Bioladen Couscous: Achtermannstr. 13, 48143 Münster, Öffnungszeiten: Mo - Sa: 8 - 20 Uhr
  • Unverpackt-Laden EINZELHANDEL: Hammer Str. 52 - 54, 48153 Münster, Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9:30 - 19 Uhr, Sa: 10 - 17 Uhr 
    Für alle anderen:
    Hier der Link zu den Mitfahrgelegenheiten: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/anreise/
Viele Grüße,
Georg Heinrichs
und Katharina Schröder
PS: Es können alte Kochtöpfe und Kochlöffel mitgebracht werden, um kräftig Alarm zu schlagen. Da es vermutlich laut werden wird, wären Ohropax auch nicht verkehrt ...
PPS: Anfang Dezember 2017 kam heraus, dass die Bundesregierung ganz offensichlich sogar gemeinsame Sache mit der Agrochemie-Industrie machen wollte, indem sie sich am 30. November der Klage von Monsanto und Cheminova gegen die Offenlegung deren Studien angeschlossen hatte, auf deren Grundlage Glyphosat für angeblich unbedenklich erklärt wurde. Zuvor hatten einige Europa-Abgeordnete beim Europäischen Gerichtshof auf Zugang zu diesen Studien geklagt, welche die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) unter Verschluss hält - ein klarer Eingriff gegen mehr Transparenz und ein Paradebeispiel für die mafiösen Verbindungen zwischen Politik und Konzernen! Offensichtlich stellt die Bundesregierung den Schutz von Lobbyinteressen über den Schutz von Gesundheit und Umwelt: http://www.spiegel.de/politik/ausland/glyphosat-bundesregierung-hilft-vor-eugh-bei-studien-geheimhaltung-a-1182223.html
Doch schon ein paar Tage nachdem diese Tatsache bekannt wurde, machte die Bundesregierung einen Rückzieher - vielleicht aus Angst, den Glyphosat-Skandal dadurch noch mehr anzuheizen?: http://www.zeit.de/news/2017-12/09/agrar-bundesregierung-zieht-sich-aus-glyphosat-rechtsstreit-zurueck-09155402
Nach all den Skandalen meinen wir: Das Maß ist endgültig voll!

Dienstag, 17. Januar 2017

Hofbrief: KW 3


Das Jahr hat gerade erst begonnen und doch machen wir schon jetzt allerlei Pläne: Anbauplanung, Fruchtfolge, Veranstaltungen, Urlaubsplanung...
Für den 14. Mai (Muttertag) haben wir unser
Hoffest festgesetzt. Der Tag soll nicht nur für unsere Gäste, sondern auch für uns Hofleute ein Festtag sein. Deshalb wollen wir die Planung und Durchführung auf viele Schultern verteilen. Es gab bereits zwei Treffen einer motivierten Kerngruppe, um die Organisation der Bereiche „Musik“, „Spiele“, „Essen“, „Stände“ und „Bildung“ in die Hand zu nehmen.
Ein Bild von dieser Planungsphase kann man sich ab Samstag im Hofcafé machen – eine Stellwand mit „Sketchnotes“ protokolliert die bisherigen Organisationstreffen auf eingängige Weise.
CSA bedeutet gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft.
Wir ermöglichen Einblick und Einflussnahme, Kreativität und Gestaltung. Wer das Hoffest bereichern möchte, kann jetzt an der Planung mitwirken. Mit Musik oder einem Stand kann Jeder Anteil haben daran, dass ein schönes, gemeinsames Fest entsteht. Fühlst Du Dich angesprochen?
Am Samstag, dem 21. Januar, gibt es wieder die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen kritischen Konsumenten, mit Bauern und Lebensmittelhandwerkern für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel zu demonstrieren. Im Jahr der Bundestagswahl soll die Agrar- und Ernährungswende zu einem zentralen politischen Thema werden.
Die
Demonstration findet parallel zur Internationalen Grünen Woche in Berlin statt, Treffpunkt ist um 12 Uhr am Potsdamer Platz.
Mehr Infos gibt es hier: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/home/
Damit der Weg nach Berlin nicht weit und beschwerlich wird, gibt es für die Anreise Planungshilfen und eine Mitfahrbörse.

Montag, 5. Dezember 2016

Aufruf zur 7. Wir haben es satt!-Demo

Am 21. Januar demonstrieren wir – Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen und kritische KonsumentInnen – zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Bist du dabei?
Demonstration: 21.01.2017 | 12 Uhr | Berlin – Potsdamer Platz
Gemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel
Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.
Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Füßen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!
Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser. Chemieriesen versuchen neuartige Gentechniken durch die Hintertür auf die Äcker und Teller der Welt zu bringen. An diesem System verdient vor allem die Agrarindustrie – auf Kosten von Bäuerinnen und Bauern. Schluss damit: Wir brauchen verbindliche Regeln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die Mensch, Tier, Umwelt und Klima schützt!
Wir wollen Demokratie statt Konzernmacht! Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und EPAs mit afrikanischen Staaten werden die Märkte weiter liberalisieren und zu noch mehr Exportabhängigkeit führen. Bäuerinnen und Bauern müssen zunehmend für den Weltmarkt produzieren, zu noch miserableren Erzeugerpreisen. Das führt zu Dumping-Exporten und zu höherer Marktkonzentration. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus – vom Saatgut bis in den Supermarkt. Verantwortlich auch hier: die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel.
Wir Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen, GärtnerInnen, Tier-, Umwelt- und NaturschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, kritische VerbraucherInnen und engagierte Jugendliche fordern auf der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft.
Wir brauchen gesundes Essen für alle! Wir lassen die Ernährungs- und Agrarwende Tag für Tag Wirklichkeit werden und machen sie zum zentralen politischen Thema im Wahljahr. Die Politik muss sich jetzt ändern, damit Konzerne nicht länger über unser Essen bestimmen

Gemeinsam fordern wir im Wahljahr 2017:

Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

  • Subventionen an Agrarkonzerne stoppen und die Agrarwende konsequent fördern: Jährlich 500 Millionen Euro mehr in bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft investieren. Anreize für besonders artgerechte Tierhaltung und umweltschonendere Bewirtschaftung schaffen!
  • Vielfalt der Bauernhöfe erhalten: Kleine und mittlere Betriebe fördern!
  • Bauernhöfe stärken: Bis 2020 mindestens 50 % der öffentlichen Beschaffung aus regionaler und ökologischer Landwirtschaft!

Gesundes Essen statt Umweltverschmutzung und Tierleid!

  • Für gesundes Essen und besonders artgerechte Tierhaltung: Tierschutzgesetz ohne Ausnahmen umsetzen! Bis zum Jahr 2020 Antibiotika um mindestens 50 % reduzieren! Antibiotikamissbrauch sofort stoppen und Reserveantibiotika in der Tierhaltung verbieten!
  • Wasser und Klima schonen: Überdüngung stoppen, Obergrenzen für Viehbestand einführen und Tierzahl an die Fläche binden!
  • Artenvielfalt erhalten und Bienensterben stoppen: Pestizideinsatz massiv reduzieren! Keine Gentechnik durch die Hintertür!

Demokratie statt Konzernmacht!

  • Konzernmacht beschränken: TTIP, CETA und EPAs verhindern! Megakonzerne im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor aufbrechen und keine weiteren Fusionen zulassen! Kennzeichnungspflicht für Tierhaltung, Gentechnik im Futter und Herkunft bei allen Lebensmitteln!
  • Für mehr globale Gerechtigkeit: Agrarexporte reduzieren, bäuerliche Erzeugung und regionale Märkte weltweit stärken und Entwicklungszusammenarbeit agrarökologisch ausrichten!
  • Für faire Erzeugerpreise: Überschussproduktion durch Marktregulierung beenden! Heimisches Eiweißfutter fördern!