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Donnerstag, 10. Januar 2019

der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen

Demo: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und gutes Essen!

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten.
Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende!

Für eine klimagerechte Landwirtschaft und gutes Essen!

Das Dürrejahr 2018 hat gezeigt: So geht es nicht weiter! Wir reihen uns ein in die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern konsequenten Klimaschutz. Denn wir brauchen noch mehr bäuerliche Betriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel erzeugen und mit lebendigen Böden helfen, das Klima zu schützen. EU-Agrargelder nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!

Für viele bäuerliche Betriebe …

Wir haben Respekt für die harte Arbeit, die Bäuerinnen und Bauern jeden Tag leisten. Doch die Politik lässt die Höfe im Stich. Über 100.000 Betriebe mussten bei uns in den letzten 10 Jahren dichtmachen. Gleichzeitig reißen sich außerlandwirtschaftliche Investor*innen mit EU-Subventionen immer mehr Land unter den Nagel. Die fatalen Folgen: Höfesterben und Monokulturen, Glyphosat und Artenschwund, Megaställe und Antibiotikaresistenzen. Stoppt die Subventionen an Agrarwüsten, Tierfabriken und Großgrundbesitz!

… und ein solidarisches Europa!

In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige Arbeitsbedingungen, damit Discounter und die Exportindustrie mit Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern. Für uns ist klar: In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel, Menschen- und Bauernrechte nicht verhandelbar!

Essen ist politisch!

Auf dem Land und in der Stadt zeigen wir gemeinsam, dass es anders und besser geht. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern ackern ohne Glyphosat, halten ihre Tiere artgerecht und füttern gentechnikfrei. Immer mehr Menschen machen Foodsharing, sind Teil einer Solidarischen Landwirtschaft und entscheiden sich an der Ladentheke für gutes, handwerklich erzeugtes Essen aus der Region. Wir schauen über den Tellerrand und treten gemeinsam ein für die globale Agrar- und Ernährungswende und für ein Europa ohne Ausgrenzung und Rassismus!

Wir haben die unerträgliche Klientelpolitik satt!

Agrarministerin Julia Klöckner darf sich nicht länger vor den Karren der Agrarlobby spannen lassen. Bei der EU-Agrarreform muss sie der Agrarindustrie endlich den Geldhahn zudrehen und eine Politik für Menschen, Tiere und Umwelt machen!

Wir fordern: Schluss mit dem Gießkannen-Prinzip!

  • Subventionen nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!
  • Öffentliche Gelder nur noch für artgerechte Tierhaltung!
  • Mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, die gute Lebensmittel für uns alle erzeugen!
Sei dabei, wenn wir dafür mit Zehntausenden im politischen Berlin demonstrieren. Wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, fordern wir gemeinsam den Umbau der Landwirtschaft: Wir haben Agrarindustrie satt – Essen ist politisch!

Demo: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin

Anreise: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/anreise/

Dienstag, 16. Januar 2018

"Wir haben es satt!"-Demo



am Samstag, 20. Januar 2018, ab 11 Uhr in Berlin Hbf (Washington-Platz) 
(ein Beitrag von Georg und Katharina)
Die Großdemo für eine globale Agrar- und Ernährungswende und gerechten Welthandel findet bereits zum 8. Mal in Berlin statt. Anlass ist die internationale Agrarminister-Konferenz zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse ,,Grüne Woche".
Wir wollen mit Euch und vielen anderen gemeinsam für eine andere, zukunftsfähige Agrarpolitik auf die Straße gehen, die die ökologische, kleinbäuerliche Landwirtschaft fördert, statt sie weltweit zugunsten der industriellen Großbetriebe systematisch zu zerstören. Doch nur wenn unser Protest noch viel stärker wird, können wir die Politik endlich zum Handeln zwingen, da dies wohl die einzige Sprache ist, die sie noch versteht. Dazu brauchen wir jetzt jede*n einzelnen von Euch. Seid Ihr dabei?
Insbesondere nach dem Glyphosat-Debakel (Agrar(Lobby)Minister Schmidts Alleingang bei der Glyphosat-Abstimmung in Brüssel und Merkels stille Zustimmung dazu), der – und das ist der eigentliche Skandal – bisher folgenlos blieb, ist es dringender denn je, den Politikern die Rote Karte zu zeigen. 
Wir wehren uns gegen eine zerstörerische, von wenigen Großkonzernen gesteuerte globale Agrarindustrie, die Tiere, Pflanzen und Boden lediglich als Ware betrachtet und diese zwecks Profitmaximierung immer exzessiver ausbeutet. Denn wir wissen es alle: Massentierhaltung, Gentechnik und zunehmender Düngemittel- und Pestizid-Einsatz auf riesigen Monokulturen haben gravierende Folgen: Artensterben, extremes Tierleid, (Trink)-Wasservergiftung, Bodenzerstörung, steigende Krebsraten und Antibiotika-Resistenzen, drastisches Höfesterben bei gleichzeitig zunehmender Abhängigkeit von wenigen Agrokonzernen und nicht zuletzt eine dramatische Beschleunigung des Klimawandels. Laut Weltagrarbericht IAASTD ist die globale Landwirtschaft inzwischen für über 40% der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, wobei die industrielle Landwirtschaft mit Abstand die meisten Treibhausgase ausstößt, obwohl sie nur ca. 30 % zur Welternährung beiträgt: http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/klima-und-energie.html
Und die Zeche zahlen wir alle. 
Dass es auch anders geht, zeigt seit Jahrzehnten die Biologische Landwirtschaft, die ohne Chemie, Gülle und Tierfabriken umwelt- und menschenfreundlich wirtschaftet und die Böden dabei schont. Letztendlich landet alles auf unseren Tellern – wir (müssen) entscheiden, ob wir uns und die Umwelt weiter vergiften (lassen) oder uns gesund ernähren und unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen.  
Anreise zur Demo:
Für alle aus Münster und Umgebung: Es werden Busse bereitgestellt, um für kleines Geld an der Veranstaltung teilnehmen zu können: 
  • Abfahrt in Münster: Samstag, 20.01.18 um 4:30 Uhr, Busbahnhof (Ecke Hafenstr. / Frie-Vendt-Str.) - Bitte seid pünktlich!
  • Ankunft ebenda: Samstag, 20.01.18 um ca. 21:30 Uhr 
  • Kosten: 25,- Euro/Person
  • Ticket-Verkaufsstellen:
  • Umweltforum Münster e.V.: Zumsandestr. 15, 48145 Münster, Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9 - 12 Uhr + Mi: 13 -15 Uhr + Do: 14 - 17 Uhr
  • Bioladen Couscous: Achtermannstr. 13, 48143 Münster, Öffnungszeiten: Mo - Sa: 8 - 20 Uhr
  • Unverpackt-Laden EINZELHANDEL: Hammer Str. 52 - 54, 48153 Münster, Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9:30 - 19 Uhr, Sa: 10 - 17 Uhr 
    Für alle anderen:
    Hier der Link zu den Mitfahrgelegenheiten: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/anreise/
Viele Grüße,
Georg Heinrichs
und Katharina Schröder
PS: Es können alte Kochtöpfe und Kochlöffel mitgebracht werden, um kräftig Alarm zu schlagen. Da es vermutlich laut werden wird, wären Ohropax auch nicht verkehrt ...
PPS: Anfang Dezember 2017 kam heraus, dass die Bundesregierung ganz offensichlich sogar gemeinsame Sache mit der Agrochemie-Industrie machen wollte, indem sie sich am 30. November der Klage von Monsanto und Cheminova gegen die Offenlegung deren Studien angeschlossen hatte, auf deren Grundlage Glyphosat für angeblich unbedenklich erklärt wurde. Zuvor hatten einige Europa-Abgeordnete beim Europäischen Gerichtshof auf Zugang zu diesen Studien geklagt, welche die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) unter Verschluss hält - ein klarer Eingriff gegen mehr Transparenz und ein Paradebeispiel für die mafiösen Verbindungen zwischen Politik und Konzernen! Offensichtlich stellt die Bundesregierung den Schutz von Lobbyinteressen über den Schutz von Gesundheit und Umwelt: http://www.spiegel.de/politik/ausland/glyphosat-bundesregierung-hilft-vor-eugh-bei-studien-geheimhaltung-a-1182223.html
Doch schon ein paar Tage nachdem diese Tatsache bekannt wurde, machte die Bundesregierung einen Rückzieher - vielleicht aus Angst, den Glyphosat-Skandal dadurch noch mehr anzuheizen?: http://www.zeit.de/news/2017-12/09/agrar-bundesregierung-zieht-sich-aus-glyphosat-rechtsstreit-zurueck-09155402
Nach all den Skandalen meinen wir: Das Maß ist endgültig voll!

Dienstag, 17. Januar 2017

Hofbrief: KW 3


Das Jahr hat gerade erst begonnen und doch machen wir schon jetzt allerlei Pläne: Anbauplanung, Fruchtfolge, Veranstaltungen, Urlaubsplanung...
Für den 14. Mai (Muttertag) haben wir unser
Hoffest festgesetzt. Der Tag soll nicht nur für unsere Gäste, sondern auch für uns Hofleute ein Festtag sein. Deshalb wollen wir die Planung und Durchführung auf viele Schultern verteilen. Es gab bereits zwei Treffen einer motivierten Kerngruppe, um die Organisation der Bereiche „Musik“, „Spiele“, „Essen“, „Stände“ und „Bildung“ in die Hand zu nehmen.
Ein Bild von dieser Planungsphase kann man sich ab Samstag im Hofcafé machen – eine Stellwand mit „Sketchnotes“ protokolliert die bisherigen Organisationstreffen auf eingängige Weise.
CSA bedeutet gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft.
Wir ermöglichen Einblick und Einflussnahme, Kreativität und Gestaltung. Wer das Hoffest bereichern möchte, kann jetzt an der Planung mitwirken. Mit Musik oder einem Stand kann Jeder Anteil haben daran, dass ein schönes, gemeinsames Fest entsteht. Fühlst Du Dich angesprochen?
Am Samstag, dem 21. Januar, gibt es wieder die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen kritischen Konsumenten, mit Bauern und Lebensmittelhandwerkern für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel zu demonstrieren. Im Jahr der Bundestagswahl soll die Agrar- und Ernährungswende zu einem zentralen politischen Thema werden.
Die
Demonstration findet parallel zur Internationalen Grünen Woche in Berlin statt, Treffpunkt ist um 12 Uhr am Potsdamer Platz.
Mehr Infos gibt es hier: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/home/
Damit der Weg nach Berlin nicht weit und beschwerlich wird, gibt es für die Anreise Planungshilfen und eine Mitfahrbörse.