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Donnerstag, 3. August 2023

Abschied und Neubeginn

Hofbrief: KW 31 

Zur Zeit stehen einige Veränderungen im Hofteam an.
Letzte Woche haben wir
Sebastian und Marit verabschiedet. Sebastian wechselt für die zweite Hälfte seiner Landwirtschaftsausbildung zu einem vielfältigen Demeterbetrieb nahe Frankfurt, um seine Ackerbaufähigkeiten auszubauen. Marit hat ihr FÖJ im Gemüsebau beendet und möchte ab dem Herbst ein Studium beginnen.
Wir danken Euch herzlich und werden Euch vermissen!

Anfang August beginnt Leo sein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei uns in der Landwirtschaft. Die Stelle im Gemüsebau tritt Carlina an.
Dazu wird in den beiden Arbeitsbereichen je eine Ausbildungsstelle neu besetzt. Nach ihrem Studium der Heilpädagogik beginnt
Hannah die Ausbildung in der Landwirtschaft. Marie hat schon über anderthalb Jahre Praxiserfahrung auf einem Demeterhof in der Nähe gesammelt und setzt nun ihre Ausbildung in unserer Gärtnerei fort. Wir wünschen den Neuen einen guten Start!

Es gibt kein schlechtes Wetter – mit der passenden Kleidung kann uns kein Regenschauer schrecken. Wir freuen uns weiterhin über viele Menschen, die dem Hof an den Mitmachtagen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Gummistiefel und Matschhosen können bei Bedarf bei uns ausgeliehen werden. Beginn ist wie immer um 10.00 Uhr.

  • Sa., 5. August: Ackertag „Rosenkohl jäten“ – Das beliebte Wintergemüse wächst an stattlichen Pflanzen heran. Um gut auszureifen brauchen die Kohlpflanzen noch einmal Zuwendung.

Bitte meldet Euch über folgenden Link an, damit wir besser planen können: https://nuudel.digitalcourage.de/qmDoYgBSVU1m8IJU

Mittwoch, 26. Juli 2023

neue Energie

Hofbrief: KW 30 

Auf der südliche Dachseite der neuen Scheune hat am Dienstag die Montage einer gebrauchten Photovoltaikanlage begonnen. Damit wollen wir auf Dauer den Strombedarf des Hofes besser decken können. Das gesparte Geld soll uns helfen die Baukosten des Gebäudes zu refinanzieren.

Aus aktuellem Anlass bitten wir um besondere Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme bei der Abholung der Ernteanteile. Immer wieder erhalten wir die Rückmeldung, es seien zu wenig Produkte in die Abholstellen geliefert worden. Teilweise fehlen einzelne Produkte, ab und zu aber auch ganze Ernteanteile. Einzelne (weniger beliebte) Produkte bleiben übrig, während die „Topseller“ schon alle sind, bevor die letzten Abholenden die Chance hatten, ihre Lebensmittel abzuholen. Auch wenn Fehler bei der Belieferung nie ganz ausgeschlossen werden können drängt sich doch auch der Verdacht auf, dass nicht Jede*r bei der Abholung Rücksicht auf seine/ihre Mitmenschen nimmt.
Deshalb unsere große Bitte: Solidarische Landwirtschaft bedeutet auch Solidarität unter den Teilgeber*innen. Denkt daran: Auch Ihr könntet mal die letzten bei der Abholung sein. Was möchtet Ihr dann vorfinden – einen vollständigen Ernteanteil oder einen „Gnadenrest“?

Die letzten beiden Wochen der Sommerferien haben begonnen. Da ferien- und krankheitsbedingt ein Teil des Hofteams momentan ausfällt, freuen wir uns weiterhin über viele Menschen, die dem Hof an den Mitmachtagen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Beginn ist wie immer um 10.00 Uhr.

  • Sa., 29. Juli: Ackertag „Herbstsalate pflanzen“ – Es wird bunt; Radicchio, Zuckerhut, Endivie und andere Salate sollen unseren Speiseplan bis in den Frühwinter bereichern.

  • Sa., 5. August: Ackertag „Rosenkohl jäten“

Bitte meldet Euch über folgenden Link an, damit wir besser planen können: https://nuudel.digitalcourage.de/qmDoYgBSVU1m8IJU

Donnerstag, 8. Juni 2023

Bei knapp 30° für den Winter vorsorgen...

Hofbrief: KW 23 

Nach zwei Wochen ohne Regen verspricht die Prognose auch für die nächsten Tage wieder Sonnenschein. Als nächstes steht der Heuschnitt auf den Naturschutzflächen am Hof an. Das sind Wiesen, die weder gedüngt noch gekalkt und teilweise auch nicht beweidet werden dürfen, um Nährstoffeinträge zu minimieren und seltenen Arten einen Lebensraum zu ermöglichen. Ein später Schnitt soll am Boden brütenden Vögeln eine erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen.

Für Milchschafe ist ein Mitte Juni zum ersten Mal geschnittenes Wiesenheu nicht geeignet, weil es zu stängelig ist und zu wenig Proteine enthält, die für die Milchbildung erforderlich sind. Dafür freuen sich unsere Arbeitspferde sehr über das Naturschutzheu – für sie ist der hohe Rohfaseranteil genau richtig.

In den Folientunneln bepflanzen wir die letzten freien Beete mit Sommergemüse. Um den Wasserbedarf zu reduzieren, verlegen wir Tropfschläuche, die das Gießwasser direkt zu den Wurzeln bringen. Bei der tropischen Hitze versuchen wir die Verdunstung durch Mulchmaterial an den Pflanzen, begrünte Wege und Tunnelränder sowie durch Schattiernetze zu verringern. Tomaten und Co. mögen es zwar heiß, aber bei über 35°C ist irgendwann eine Grenze erreicht. Auch für uns Menschen ist ein wenig Schatten ganz schön.


T
ermine:

  • Sa., 10. Juni, 10 bis 13 Uhr:
    Ackertag Rosenkohl pflanzen“
    Bei knapp dreißig Grad im Schatten freuen wir uns schon auf die kalte Jahreszeit und den leckeren Rosenkohl. Jetzt ist Pflanzzeit – knapp drei Tausend Setzlinge sollen in die Erde. Seid Ihr dabei? Wir bitten um Anmeldung: https://nuudel.digitalcourage.de/KdDCWEdKvoK4cvcU


  • Sa., 1
    0. Juni, 11 bis 17 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit
    Wir sind mit einem Infostand dabei auf dem Überwasserkirchplatz in Münster
    weitere Informationen:
    https://muenster-nachhaltig.de/tdn23/markt-der-moeglichkeiten/

Donnerstag, 7. Juli 2022

Abbestellen, Verschenken, Doppelt abräumen...

Hofbrief: KW 27 

Am Samstag kamen mehr als zehn Menschen zum Rosenkohl jäten auf den Hof. Die dreizehn Reihen erforderten schon einiges an Ausdauer von uns. Aber nach etwas mehr als drei Stunden war es geschafft und wir konnten uns in der Hofmitte zu einem wohlverdienten Mittagessen zusammen setzten, das zwei Teilgeberinnen für uns gekocht hatten. Lecker! Und eine Baustelle weniger…

Urlaubszeit! Aktuell melden sich viele von Euch von der Lebensmittelabholung ab. Einige vergessen es aber auch und der nicht abgeholte Anteil bleibt traurig im Depot liegen. Bitte schickt uns möglichst zwei Tage vorher eine kurze Nachricht, wenn Ihr Eure Lebensmittel für einen Abholtag abbestellen möchtet. Ihr könnt auch gerne Euren Ernteanteil in der Urlaubswoche Freunden oder Bekannten überlassen. Als dritte Portion könnt Ihr vor oder nach Eurem Urlaub die doppelte Lebensmittelmenge anfragen. Vieles ist möglich!

Wir liefern aktuell wöchentlich frischen Knoblauch. Wer es nicht schafft, die Knollen bald zu verarbeiten kann sie auch an einem warmen Ort trocknen. Gut durchgetrocknet ist Knoblauch mehrere Monate haltbar.

Freitag, 1. Juli 2022

Sparsam bewässern erfordert Zeit und Knoff-Hoff

Hofbrief: KW 26 

Eben war erst Sommeranfang, wir bereiten aber schon die Gemüseversorgung für den Herbst vor. Auf unserer Pachtfläche in Nordwalde pflanzen wir Weißkohl, Rotkohl und Wirsing.
Weil Wasser der wichtigste Nährstoff im Pflanzenbau ist und auf regelmäßige Niederschläge leider kein Verlass ist, verlegen wir nach der Pflanzung an jede Pflanzreihe sogenannte Tropfschläuche.

Dieses Bewässerungssystem ist Standard im Gewächshausanbau und in trockenen Ländern wie Spanien und Israel, weil es das Wasser direkt an die Pflanzenwurzel bringt und der Wasserbedarf wesentlich geringer ist als bei gewöhnlicher Beregnung. Nun wollen wir die Tropfbewässerung im Freilandanbau nutzen. Nach dem Verlegen der Schläuche wird zwischen den Gemüsepflanzen eine Mulchschicht ausgebracht, um die Bodenoberfläche vor Austrocknung zu schützen und auf Hacken und Jäten verzichten zu können.

Wir liefern aktuell wöchentlich frischen Knoblauch. Wer es nicht schafft, die Knollen bald zu verarbeiten kann sie auch an einem warmen Ort trocknen. Gut durchgetrocknet ist Knoblauch mehrere Monate haltbar.

Termine:

  • Sa., 02. Juli, 10 Uhr: Ackertag „Rosenkohl jäten“ –
    Auch ein Winterkohl braucht im Sommer Sonne satt und genügend Wasser. Wir können jetzt etwas tun, damit das allseits beliebte Wintergemüse groß und schön werden kann. Dreizehn lange Reihen möchten diese Woche von uns gejätet werden.
    Bitte anmelden:
    https://terminplaner.dfn.de/Rr1hwHsc6JANNH5t

Freitag, 20. Mai 2022

Mitmachaktionen und Hofführungen

Hofbrief: KW 20 

Das erste Heu ist eingefahren, es verbreitet einen herrlichen Duft und das gute Gefühl, einen Grundstock für die Versorgung der Tiere im Winter gelegt zu haben. Nach den etwas trüberen Tagen am Montag und Dienstag geht es bald weiter mit dem Heu machen. Hier gilt es einzuschätzen, wie viel Gras zur Beweidung in den nächsten Wochen stehen bleiben muss und wie viel zu Winterfutter konserviert werden soll. Wenn nicht bald wieder ausreichend Regen kommt, treiben die Wiesen nur sehr langsam neu aus.

Der neue Folientunnel ist bepflanzt und wir können uns endlich wieder vermehrt um die Beete im Freiland kümmern. Es stehen noch größere Pflanzaktionen an wie Rosenkohl, Knollensellerie und Porree. Auch die lieben Beikräuter sprießen fleißig und sollten rechtzeitig in die Schranken gewiesen werden (siehe auch Termine).

Termine:

  • Sa., 21. Mai, 10 Uhr: Mitmachtag
    Holzschuppen abbauen: Der alte Schuppen soll weichen, damit an seiner Stelle im Spätsommer eine neue Halle für Maschinen entstehen kann. Heute nehmen wir das Holzgerüst auseinander. Brauchbare Bretter und Kanthölzer stapeln wir weg, während morsche und wurmstichige Teile zu Brennholz zersägt werden.
    Rosenkohl pflanzen: Parallel wird das beliebte Wintergemüse gepflanzt. Auch hier freuen wir uns über Unterstützung. Immerhin haben wir es mit 2000 Setzlingen zu tun.
    Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/ZKeYBRCEuHX4ypw6

  • Sa., 28. Mai, 10 Uhr: Ackertag „Jäten“
    Not leidende Gemüsesorten
    laden liebevolle GärtnerInnen zu einem gemeinsamen Vormittag ein. Bitte anmelden: https://terminplaner.dfn.de/xvQroSoQRIK3WFHp

  • Sa., 4. Juni, 15 Uhr: Hofführung
    Wiesen und Hecken erstrahlen in üppigem Grün, die Folientunnel sind mit Sommergemüse bepflanzt und auf den Gemüsefeldern werden die ersten Freilandgemüse reif. Es gibt also viel zu entdecken. Auch die Schafe und Pferde, Hühner und Gänse freuen sich auf neugierige Besucher. Bitte anmelden: mail@entrup119.de

Donnerstag, 12. November 2020

Hofbrief: KW 46 - Mühe die belohnt wird

Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.

Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – an den Kleewurzeln leben stickstoffsammelnde Bakterien, die den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.

Jetzt im Herbst werden die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.

Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.

Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig (Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Zuckerhut mit karamellisierten Kartoffeln und Rosenkohl

Warum wird Salat so sträflich behandelt? Ganz besonders schlimm trifft es dann bittere Sorten wie Radiccio oder den Zuckerhut. Dabei sind die darin enthaltenen Bitterstoffe so gesund! Und mit einer eher süßen Kombi schmeckt er ganz hervorragend! Ich werde die kommenden Wochen wahrscheinlich nutzen können, um ein paar Rezepte zu schreiben, die hoffentlich den einen oder die andere überzeugen können den tollen Salat ein wenig mehr zu mögen. 
Ich habe jedenfalls heute die kurze Rosenkohlzeit zum Anlass genommen, um ein leckeres Hauptgericht daraus zu machen.


Zuckerhut mit karamellisierten Kartoffeln und Rosenkohl

Vorspeise für 4 Personen / Hauptspeise 2 Personen

6 Kartoffeln, festkochend (450g)
400 g Zuckerhut
60 g Walnußkerne
400 g Rosenkohl
1-2 Zwiebeln (60 g)
30 g Alsan oder Bratöl
1-2 EL Rübensirup
Salz, Pfeffer

Dressing:
Saft von 1 großen Orange
4 EL Balsamico
4 EL Walnußöl
1 EL Senf, mittelscharf
1 TL Rübensirup
1 TL Bärlauch, getr.
Salz, Pfeffer

Alle Dressingzutaten in ein Glas geben und gut durchschütteln. Mit den Gewürzen abschmecken.

Die Kartoffeln schälen, in mundgerechte Würfel schneiden und in reichlich Salzwasser gar kochen.

Die Zuckerhutblätter waschen, gut abtropfen lassen und quer in feine Streifen schneiden.

Die Walnußkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten.

Vom Rosenkohl die äußeren Blätter lösen und den Kohl auf eine Größe bringen, also die größeren ein oder zwei mal teilen.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne Alsan bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und zu Zwiebeln kurz glasig dünsten. Den Rosenkohl hinzugeben und kurz bei offenem Deckel anbraten und dann bei geschlossenem Deckel durchgaren lassen.
Zum Schluß die Kartoffeln hinzu geben und ebenfalls kurz anbraten und dann ca. 1 EL Rübenkraut über die Kartoffeln und den Kohl verteilen und etwas karamellisieren lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zuckerhut, Gemüse und Walnüße auf Tellern anrichten und das Dressing drüber verteilen.

Mit einem Löffel etwas Rübensirupfäden über alles ziehen.

Dienstag, 10. Dezember 2019

Hofbrief: KW 50


Der Winter naht, das Herbstgemüse geht zu Ende, und alle freuen sich auf Grün- und Rosenkohl. Mit winterlichen Gewürzen verfeinert wärmt ein solches Essen noch lange von innen nach.
Leider wurden die beiden Kohlsorten dieses Jahr
vom einem Mehltaupilz befallen. Bei Grünkohl gibt es fast einen Totalausfall, bei Rosenkohl sind ca. 2/3 der Ernte vernichtet. Mehr als schade!
Wahrscheinlich hat die Kombination aus einem schattigen und windgeschützten Standort und dem nassen Herbst die Ausbreitung der
Pilzkrankheit begünstigt. Die Winterkohlsorten kommen gemäß der Fruchtfolge erst in 12 Jahren wieder auf das Feld am Waldrand. Sollen wir es dann noch einmal riskieren oder Grün- und Rosenkohl lieber auf einem anderen Feld anbauen?
Demnächst steht auf dem Hof die nächste größere Baumaßnahme an: Ab 2020 werden unter anderem die Sperrfristen für die Ausbringung von Festmist ausgedehnt, sodass in unserem Schafstall der Stallboden zur Mistlagerung nicht mehr ausreicht. Wir müssen ein zusätzliches Mistlager mit besonders dicker Bodenplatte und Dach bauen, um das Ausspülen der Nährstoffe bei Regen zu verhindern.
Details sind auf unserer Internetseite
www.entrup119.de veröffentlicht.