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Donnerstag, 12. November 2020

Hofbrief: KW 46 - Mühe die belohnt wird

Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.

Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – an den Kleewurzeln leben stickstoffsammelnde Bakterien, die den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.

Jetzt im Herbst werden die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.

Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.

Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig (Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!

Montag, 1. Januar 2018

Rotkohllasagne

Habt ihr auch von klassischem Rotkohl über die Weihnachtstage genug ab bekommen? Die Rotkohlsaison ist aber noch lange nicht zu Ende, daher hier eine super Alternative für alle Nudel-Auflauf-Liebhaber:



Rotkohllasagne


4 Portionen

250 g Lasagneblätter
1 Rotkohl
3 Zwiebeln
50 g Butter
2-3 EL Mehl
¾ l Milch
6 TL Thymian
3-4 TL Salz
frischer Pfeffer
100 - 150 g Hartkäse (gerieben)


Von dem Rotkohl vorsichtig die Blätter lösen und den Strunk kappen (entweder die Dicke auf Höhe des Kohlblattes reduzieren oder den dicken Teil ganz heraus schneiden). Die Innenblätter lassen sich nicht gut komplett lösen, diese können für andere Gerichte genutzt werden.
Die Blätter in gut gesalzenem, kochendem Wasser blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.

Zwiebeln schälen und sehr fein würfeln.
Die Butter bei niedriger Temperatur in einem Topf schmelzen lassen, Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten. Danach das Mehl unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen hinzufügen und sobald sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat vorsichtig und nach und nach die Milch hinzufügen. Immer nur soviel, dass sie sich schnell mit der vorhandenen Masse mischt und nicht klumpt. Wenn die komplette Milch untergerührt ist, kann die Hitze etwas erhöht werden und die Soße für 1-2 Minuten aufgekocht werden. Dabei weiterhin ständig rühren. Mit den Gewürzen kräftig abschmecken.

In eine eckige Auflaufform den Boden zuerst mit etwas Soße bedecken, dann zuerst eine Schicht Rotkohlblätter und danach die ungekochten Lasagneblätter drüber legen. Den Vorgang solange wiederholen bis die Zutaten aufgebraucht sind. Dabei drauf achten mit der Soße ab zu schließen. Für eine gute Einteilung ist es empfehlenswert sich anhand der Größe der Form und der vorhandenen Lasagneblätter aus zurechnen wieviel Schichten man machen kann und die anderen Zutaten entsprechend zu teilen.

Zum Schluß den Käse über die Lasagne verteilen und nach Packungsbeilage der Lasagneblätter im Ofen backen. In der Regel 40 – 45 Minuten bei 180 – 200 Grad.

Samstag, 12. Dezember 2015

Orientalischer Feigen-Rotkohl mit Cous-Cous

Die Weihnachtszeit naht und was liegt für das Festtagsmenü quasi schon bereit? Natürlich, der Rotkohl! Aber muß es immer klassisch sein? Für die experimentierfreudigen Nachkocher unter euch habe ich letztens mal eine kleine Prise Orient hinzu gefügt.



Orientalischer Feigen-Rotkohl mit Cous-Cous


für 2 Personen

1 kleiner Rotkohl
2 kleine Zwiebeln
4 Feigen
150g Cous Cous
2-3 EL Essig
200ml Gemüsebrühe
50g Schafkäse, gewürfelt
Salz, Orangenpfeffer











Die Zwiebeln schälen und vierteln, die Feigen in kleine Stücke schneiden.
Von dem Rotkohl die äußeren Blätter abmachen, vierteln und den Strunk raus schneiden. Den Rest in kleine Streifen schneiden und mit den Zwiebeln, Feigen und Essig in 40ml Gemüsebrühe ca. 20 Minuten gar köcheln. Zwischendurch umrühren.

In der Zwischenzeit Gemüsebrühe für den CousCous in einem Topf erhitzen und kurz vor dem kochen von der Herdplatte nehmen.
Den CousCous hinzufügen, den Topf einmal kurz durchschütteln oder den CousCous einmal durchrühren, damit alles mit Wasser bedeckt ist und in Ruhe quellen kann.

Den Rotkohl mit Salz und Pfeffer abschmecken, zum CousCous auf einem Teller anrichten und mit Schafkäse bestreuen.

Dienstag, 23. Juni 2015

Hofbrief: KW 26


Es ist zwar kalt und nass, sodass Sommerstimmung noch nicht so richtig aufkommen möchte. Dennoch hat jetzt ganz offiziell der Sommer begonnen, der längste Tag des Jahres ist vorbei und wir merken ganz deutlich, wie der Regen der Natur gut tut.
Den kühlen Temperaturen zum Trotz wachsen die Gemüsepflanzen und Wiesenkräuter deutlich besser, als in den Wochen zuvor. Das Weidefutter für unsere Schafe wird wieder mehr, nachdem es zuletzt aufgrund der Trockenheit sehr knapp geworden ist. Der Ackerboden auf dem Gemüsefeld lässt sich mit Pferdekraft wieder deutlich einfacher bearbeiten – angefeuchteter Boden krümelt besser.Das bildet eine gute Grundlage für das Herbst- und Wintergemüse, welches teilweise schon jetzt gepflanzt wird: Der Rosenkohl ist schon drin, Rot- und Weisskohl, sowie die Steckrüben folgen demnächst.
Das die Niederschlagsmenge bisher aber noch recht gering war merken wir daran, dass beim Grubbern bereits aus 10 cm Tiefe noch trockener Boden hervorkommt, es staubt teilweise sogar noch.
An diesem Wochenende findet in Münster der Tag der Nachhaltigkeit statt, zu dem wir bereits eingeladen hatten. Deswegen an dieser Stelle nur eine kurze Erinnerung:
  • Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 26. Juni, 19:00, Domplatz 1-3 (Gebäude der Bezirksregierung)
    sechs Akteure stellen sich vor, danach Diskussionsrunde
  • Markt der Möglichkeiten am Samstag, 27. Juni, 10:00-18:00, Servatiiplatz
    37 Stände motivierter Initiativen und Personen, die informieren und inspirieren wollen zu einem bewussten Umgang mit Mensch und Natur
    und einer nachhaltigen Stadtentwicklung
Wir laden herzlich ein zum nächsten Mitmachtag am Samstag, dem 4. Juli. Geplant ist es, einen Teil der Frühkartoffeln zu ernten. Beginn ist wie immer um 10.00 Uhr, der Treffpunkt auf dem Hof vor dem Laden.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Deftiger Rotkohlsalat

Als leckere Winter-Rohkost habe ich heute den Rotkohlsalat für mich entdeckt. Rotkohl gab es in den letzten Wochen reichlich – warum nicht statt gekochtem Gemüse einmal Salat daraus machen?

Der Rotkohlsalat ist schnell zubereitet. Nach dem Putzen, den Kohl vierteln oder achteln und den Strunk großzügig herausschneiden. Rotkohl in feine Streifen hobeln, oder – wenn man Naturstrom hat – ab in das Schnitzelwerk der elektrischen Küchenmaschine.

Den geschnittenen Kohl in eine Schüssel geben und salzen. Wer den Salat gerne etwas saftiger haben möchte, kann den Kohl von Hand noch kräftig durchkneten, bis der Rotkohl anfängt Flüssigkeit zu bilden.

Gewürzt wird erstmal mit dunklem Aceto Balsamico di Modena I.G.P. (Rustico) von Rapunzel und dem sortenreinem, fruchtig, grasig, frischem Demeter-Olivenöl Primeur, ebenfalls von Rapunzel – beides aus dem Hofladen – sowie mit Pfeffer und etwas Korianderpulver von Lebensbaum. Besonders edel wird der Salat noch mit frischen Orangenstückchen und Walnüssen. Statt mit Orangen kann man auch mit einem Schuß Demeter Orangensaft von Völkel dem Salat eine fruchtige Note verleihen und mit einem paar in dünne Scheiben geschnittenen CSA-Mini-Porreestangen von Entrup 119 einen feinen Farbkontrast zaubern.

Das ganze passt gut zu einem deftigen Abendbrot mit Entrup-Brot und Münsterländer Grienkenschmied von Söbbeke.

P.S. zum Thema Schleichwerbung in deutschen Blogs: es werden gerne Spenden für den Bau des neuen Schafstalles entgegen genommen :-)