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Montag, 22. Januar 2024

Rettich - italienisch

 In der letzten Einheit waren ein paar Rettichknollen. Ich schätze, die meisten von euch werden sie noch im Kühlschrank haben. Denn Rettich ist auch für experimentelle Vielkocher wie mich nicht unbedingt einfach.  

Letztes Jahr habe ich mal eine Länderserie mit Rettich gemacht. Evtl. trifft es nicht jedermanns Geschmack, da es durchaus etwas aussergewöhnlich ist. Aber in erster Linie soll es euch anregen etwas auszuprobieren und zu merken, dass manches Gemüse doch auch gut, oder anders schmecken als gedacht.

 Ich fange heute mit Italien an, da es vermutlich am "verträglichsten" ist.



Rettich - italienisch
4 Portionen
 
250 g Nudeln
50 g Pinienkerne

1 schwarze Rettichknolle (650 g)
1 Zwiebel (100 g)
2 EL Tomatenmark
200 ml Gemüsebrühe
100 g Räuchertofu
1 EL Ahornsirup
250 ml Soja-Sahne
2 TL Paprika, edelsüß
2-3 TL Oregano
2-3 TL Basilikum
1 TL Honig-Pfeffer
Salz
Öl zum braten

Die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Öl anrösten.

Die Nudeln nach Packungsbeilage bissfest kochen.

Den Rettich schälen und in kleine Stücke schneiden.
Die Zwiebel ebenfalls schälen, würfeln und in 2-3 TL Öl kurz andünsten.
Tomatenmark hinzugeben und unter ständigem rühren 1-2 Minuten mit erhitzen bis sich Röstaromen bilden. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Rettichstückchen und  Tofuwürfel hin zu geben.
Ca. 10 Minuten mit Deckel gar köcheln lassen und zum Schluss Sahne, Ahornsirup und Gewürze hinzu geben.

Die Nudeln unterheben und mit Pinienkernen bestreuen.



Donnerstag, 30. September 2021

Rezept: Pesto aus Radieschenlaub

Quelle: https://www.biogmuesabo.ch/post/radieslikraut-pesto


Während die Radieschen immer Verwendung finden, landet das Kraut oft auf dem Kompost. Dabei ist in dem frischen Grün fast genauso viel Geschmack gespeichert wie in den Knollen. Ganz nach Leaf to Root deshalb hier ein passendes Rezept:

Zutaten:

  • Kraut von 1-2 Bund Radieschen

  • 3 EL geröstete Sonnenblumenkerne, Pinienkerne oder ähnliches

  • 1 Zehe Knoblauch

  • Salz, Pfeffer

  • ca. 4 EL Olivenöl

  • geriebener Parmesan

Zubereitung:

  1. Das Radieschenkraut waschen, gut abtropfen lassen oder trocken schleudern und klein schneiden.

  2. Bis auf die Sonnenblumenkerne und den Parmesan alles zusammen fein mixen oder in einem schweren Mörser zerstoßen.

  3. Die Kerne kurz mitmixen, so dass noch kleine Stücke zu sehen sind.

  4. Das Pesto mit der gekochten Pasta mischen.

  5. Den Parmesan unterrühren, evtl. nachwürzen und servieren. 

     

Quelle: https://www.biogmuesabo.ch/post/radieslikraut-pesto

Montag, 6. September 2021

Zucchini Tagebuch 05.9. Zucchini-Nudel-Baum

 Also, so langsam wird es weniger mit den Zucchinis und ich denke ihr habt auch genug an Input für dieses Jahr und Inspirationen für die kommende Saison.

Am Wochenende hatte ich etwas mehr Zeit und habe nochmal eine optische Anregung für euch, die ihr sehr schnell und leicht nachmachen könnt.Vielleicht habt ihr Glück und könnt mit einem Zucchinibaum auch eure Kinder für Gemüse begeistern.

Für die Baumkrone hatte ich vegane Käsespätzle gemacht, aber das Rezept erspare ich euch. Nicht weil es vegan ist, sondern weil die Spätzle auch selbst gemacht waren und ich denke, dass keiner der Kinder hat so viel Zeit hat :-) Wenn Interesse an dem Rezept hat kann mich einfach anschreiben oder warten bis mein Blog fertig ist. Alle anderen können gut normale Nudeln nehmen und für die Soße Zwiebeln mit Champignons anbraten, 1 Zucchini dazuraspeln und Sahne und Käse unterrühren. 

Für den Stamm Zucchini längst halbieren und mit etwas Olivenöl einpinseln und nach belieben würden. Im Ofen bei 150 Grad 20-30 Minuten bissfest backen.

Zum Schluß mit kleinen Tomaten, Basilikum und nach belieben Röstzwiebeln garnieren.


Donnerstag, 3. September 2020

Penne mit Mangold, Nüssen und Ziegenkäse


Rezept: Heiko Klaas & Nicole Büsing

Zutaten für zwei Personen:

  • 320g Penne Rigate
  • 600g junger Mangold
  • ca. 20g Walnüsse
  • ca. 20g Pekannüsse
  • 150g Ziegenfrischkäse oder Schafsfrischkäse
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Chiliflocken
  • Parmesan (nach Belieben)
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Olivenöl

Zubereitung

Mangold sorgfältig waschen und schlechte Blätter aussortieren. Kleinschneiden, auch die Stiele in mundgerechte Stücke schneiden.
In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und darin den Mangold in einem Durchschlag dämpfen. Die Stiele zuerst, später die Blätter dazugeben, dabei gelegentlich umrühren, bis er zusammenfällt.
Walnüsse und Pekannüsse grob hacken und in einer kleinen Pfanne in etwas Olivenöl anrösten.
In einem großen Topf Wasser für die Pasta zum Kochen bringen, etwas Meersalz hineingeben. Pasta al dente kochen.
Ziegenkäse in grobe Bröckchen zerteilen.
Parmesan fein reiben.
In einer beschichteten Pfanne Olivenöl erhitzen. Knoblauch durch ein Knoblauchpresse gepresst unter Rühren etwas anrösten. Nach Belieben Chiliflocken dazugeben. Mangold dazugeben und etwas anschmoren.
Ziegenkäse vorsichtig unterheben.
Etwas von dem Nudelwasser mit einer Suppenkelle dazugeben. Leicht einkochen lassen.
Abgegossene Nudeln mit der Mangoldmischung vermengen, vorsichtig umrühren.
Einen Teil des geriebenen Parmesan dazugeben, rühren.
Das Pastagericht ist fertig, wenn die Flüssigkeit in der Pfanne etwas eingekocht ist. Der Sugo sollte schön cremig sein.
Servieren. Parmesan und angeröstete Nüsse zum Drüberstreuen reichen.
Guten Appetit!
Rezept: Heiko Klaas & Nicole Büsing

Freitag, 14. Dezember 2018

Steckrüben in Weißwein-Mohn-Soße


Ich gebe es zu, Steckrübe ist nicht mein favorisiertes Wintergemüse. Umso anspruchsvoller ist es, mich selbst mit meinem Rezept zufrieden zu stellen. Es klappt nicht immer, aber heute schon :-)
Vielleicht lag es auch an dem frischen Kerbel, den ich netterweise von einem anderen CSA-Mitglied geschenkt bekommen habe. Dieses Küchenkraut hatte ich bisher noch gar nicht so richtig im Gebrauch, passte aber perfekt zu meinem Gericht. Vielen Dank Clemens!

Steckrüben in Weißwein-Mohn-Soße mit Vollkornnudeln


4 Personen

400 g Vollkornnudeln
1-2 Steckrüben (700 g)
2 Zwiebeln (150 g)
Öl zum braten
400 ml trockener Weißwein
400 ml Gemüsebrühe
4 EL gem. Mohn
200 ml Sojasahne
2 EL Speisestärke
Pfeffer, Salz
½ Bund Kerbel




Die Nudeln nach Packungsbeilage kochen.

Steckrüben schälen und in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebeln ebenfalls schälen, würfeln und in etwas Öl in einer hohen Pfanne oder Topf glasig dünsten.

Die Steckrübenwürfel hinzufügen, kurz mit dünsten und dann mit Weißwein ablöschen. Ohne Deckel ca. 5 Minuten köcheln lassen bis der Alkohol verflüchtigt ist.

Die Gemüsebrühe und dem Mohn hinzugeben, salzen und pfeffern und mit geschlossenem Deckel weitere 10 Minuten köcheln lassen bis die Rüben gar sind.

Hitze herunter regenl, die Speisestärke in die kalte Sojasahne einrühren und zu den Rüben geben.

Kerbel waschen, Blätter vom Stil zupfen und zu den Steckrüben geben.

Montag, 1. Januar 2018

Rotkohllasagne

Habt ihr auch von klassischem Rotkohl über die Weihnachtstage genug ab bekommen? Die Rotkohlsaison ist aber noch lange nicht zu Ende, daher hier eine super Alternative für alle Nudel-Auflauf-Liebhaber:



Rotkohllasagne


4 Portionen

250 g Lasagneblätter
1 Rotkohl
3 Zwiebeln
50 g Butter
2-3 EL Mehl
¾ l Milch
6 TL Thymian
3-4 TL Salz
frischer Pfeffer
100 - 150 g Hartkäse (gerieben)


Von dem Rotkohl vorsichtig die Blätter lösen und den Strunk kappen (entweder die Dicke auf Höhe des Kohlblattes reduzieren oder den dicken Teil ganz heraus schneiden). Die Innenblätter lassen sich nicht gut komplett lösen, diese können für andere Gerichte genutzt werden.
Die Blätter in gut gesalzenem, kochendem Wasser blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.

Zwiebeln schälen und sehr fein würfeln.
Die Butter bei niedriger Temperatur in einem Topf schmelzen lassen, Zwiebeln hinzufügen und glasig dünsten. Danach das Mehl unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen hinzufügen und sobald sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat vorsichtig und nach und nach die Milch hinzufügen. Immer nur soviel, dass sie sich schnell mit der vorhandenen Masse mischt und nicht klumpt. Wenn die komplette Milch untergerührt ist, kann die Hitze etwas erhöht werden und die Soße für 1-2 Minuten aufgekocht werden. Dabei weiterhin ständig rühren. Mit den Gewürzen kräftig abschmecken.

In eine eckige Auflaufform den Boden zuerst mit etwas Soße bedecken, dann zuerst eine Schicht Rotkohlblätter und danach die ungekochten Lasagneblätter drüber legen. Den Vorgang solange wiederholen bis die Zutaten aufgebraucht sind. Dabei drauf achten mit der Soße ab zu schließen. Für eine gute Einteilung ist es empfehlenswert sich anhand der Größe der Form und der vorhandenen Lasagneblätter aus zurechnen wieviel Schichten man machen kann und die anderen Zutaten entsprechend zu teilen.

Zum Schluß den Käse über die Lasagne verteilen und nach Packungsbeilage der Lasagneblätter im Ofen backen. In der Regel 40 – 45 Minuten bei 180 – 200 Grad.

Freitag, 20. Oktober 2017

Erbsen-Nudeln mit Kürbis-Chilli-Soße

Jipieh, die Kürbiszeit hat angefangen! Ich freue mich schon das ganze Jahr darauf, ist der Kürbis doch unglaublich vielseitig. Und wenn man ihn einmal geschnitten hat, dann ist er auch sehr schnell und einfach zu zu bereiten. Hier ein Beispiel für ein etwas anderes Kürbisgericht - und ideal für kleinere Kürbisse.



 

 

Erbsen-Nudeln mit Kürbis-Chilli-Soße


4 Personen

250 g Erbsen-Nudeln
1 Hokaido-Kürbis (500-600 g)
350 ml Gemüsebrühe
2 Zwiebeln
½ – 1 Chillischote
3 TL Tomatenmark
2 TL Paprika edelsüß
1 TL Estragon
Salz
3 EL Bratöl
100 g Hartkäse


Den Kürbis waschen, achteln, das Kerngehäuse heraus lösen und klein schneiden.
Die Zwiebeln schälen und würfeln, die Chillischote sehr klein schneiden. Beides in einem Topf in Öl glasig dünsten.
Vorsichtig die Gemüsebrühe und die Kürbisstücke dazu geben und bei mittlerer Hitze gar köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich genug ist mit einem Stampfer oder Pürierstab zerkleinern bis eine cremige Soße entstanden ist. Tomatenmark und Gewürze hinzugeben und abschmecken.

Die Nudeln nach Packungsbeilage kochen und den Käse raspeln und dazu reichen.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Kohlrabi-Dinkel-Lasagne mit Kirschen

Bei der letzten Abholung habe ich mich total gefreut, weil ein anderes Mitglied Kirschen gepflückt hat. Und nicht nur für sich (dann hätte ich mich ja nicht so gefreut), sondern auch für die anderen. Das nenne ich mal solidarisch. Vielen Dank dafür!
Ich habe sie diesmal nicht so pur gegessen, sondern in einem Mittagessen verwertet, welches sich vielleicht erstmal komisch anhört, aber wirklich lecker war. Ich war selbst überrascht :-) Aber da hat es sich mal wieder gezeigt, dass experimentelles kochen sich lohnt!




Kohlrabi-Dinkel-Lasagne mit Kirschen


4 Portionen

1000 g Kohlrabi (2-3 Kohlrabi)
180 g Kirschen
250 g Dinkel-Lasagne Blätter (z.B. Naturana)
150 g Käse

Bechamelsoße
50 g Butter
50 g Mehl
3/4 l Milch
1 TL Salz
je 1/2 - 1 TL Orangenpfeffer & Muskat

Die Kohlrabi schälen, in ca 1x1 cm große Würfel schneiden und in Salzwasser kurz blanchieren und das Wasser abschütten.
Die Kirschen entsteinen und vierteln, den Käse raspeln.

Für die Soße die Butter bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen und sobald sie geschmolzen ist das Mehl nach und nach hinzufügen. Dabei ständig und gut mit dem Schneebesen rühren, damit sich keine Klumpen bilden. Danach genauso mit der Milch verfahren. Ca. 5-10 Minuten unter ständigem Rühren einkochen lassen. Kräftig mit den Gewürzen abschmecken und vom Herd nehmen.

In einer Auflaufform zuerst Lasagneblättern auslegen, Gemüse und Kirschen drüber streuen und die Bechamelsoße drüber gießen. So lange wiederholen bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Dabei mit Lasagneblättern und etwas Soße aufhören. Zum Schluß den Käse drüber streuen und bei 150 Grad Umluft  ca. 50 Minuten im Ofen backen.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Kohlrabi in Senf-Melisse-Rahm mit gebratenen Paprika-Nudeln

Bei der letzten Abholung habe ich mich total gefreut als ich die Kräuter gesehen habe. Für mich sind Kräuter immer sehr wichtig, geben sie dem Gericht doch entweder den gewissen Pfiff oder einen komplett anderen Geschmack. Ich habe mich für etwas schwieriges entschieden, nämlich für Melisse. Herausgekommen ist ein Kreation, die zumindest mir ganz ausgezeichnet geschmeckt hat :-)

Kohlrabi in Senf-Melisse-Rahm mit gebratenen Paprika-Nudeln



3 Portionen

250 g (Schupf-) Nudeln
3 Kohlrabi
150 g Frischkäse
30 g Senf
6-10 Blätter Melisse (je nach Geschmack)
1/8 l Gemüsebrühe
je 1 TL Paprika (rosenscharf und edelsüß)
Salz, Pfeffer







Die Nudeln in heißem Salzwasser bissfest kochen und danach in einer Pfanne in Öl goldbraun braten. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.

Melisseblätter waschen und hacken oder klein schneiden.
Aus dem Frischkäse und Senf eine cremige Masse rühren und die Melisse unter mischen.

Die Kohlrabi schälen, in gleich große Stücke schneiden und in der Gemüsebrühe bei mittlerer Hitze gar köcheln lassen.
Danach die überschüssige Flüssigkeit abschütten und mit dem Senf-Melisse Frischkäse mischen.

Donnerstag, 5. November 2015

Mangold-Nudeln nach griechischer Art

Griechenlandfeeling gegen den Herbstblues.
Ich habe noch ein Rezept gegen den Herbstblues. Ich bin mir nicht sicher ob man es als CSAler/rin das Rezept noch nachkochen kann, denn ich habe es schon vor 2 Wochen gekocht, als es vermutlich die letzten Tomaten gab :-(

Aber dieser Geruch  von Oregano und Minze mit einer Auberginen-Tomaten-Soße löst bei mir immer Sommergefühle und Urlaubserinnerungen aus...




Mangold-Nudeln nach griechischer Art


4 Portionen

250g Kritharaki
500g Mangold
2 Auberginen
6 Tomaten
1 Dose geschälte Tomaten
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
150 g Feta
Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß,
2 TL Oregano
1 TL getrochneter, oder 2 Stengel frische Petersilie
1 TL getrocknete Minze




Die Auberginen waschen, den Stiel entfernen und mit einer Küchenreibe klein raspeln.
Die Zwiebeln und den Knoblauch klein schneiden, in einer Pfanne in reichlich Olivenöl andünsten.
Die geraspelten Auberginen und die Dosentomaten hinzufügen, würzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Mangold waschen, klein schneiden und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Tomaten waschen, den Stiel entfernen und in Stücke schneiden.

Die Kritharaki in eine Auflaufform (mit Deckel) füllen, danach den Mangold und die Tomatenstücke hinzufügen und etwas salzen und pfeffern. Zum Schluß die Tomaten-Auberginen-Soße drüber gießen und mit geschlossenem Deckel im Ofen bei 150 Grad ca. 40-50 Minuten garen. Wenn das Gemüse nicht mit Flüssigkeit bedeckt ist, zwischendurch ggf. 1 oder 2 mal umrühren.

Vor dem servieren mit Fetakäse bestreuen.

Montag, 14. September 2015

CSAler kochen für das Kochbuch


Vor einiger Zeit war ich bei Rainer und Carola zum Essen eingeladen und durfte dort fotografieren.
Ich konnte mich durch Vor- und Hauptspeise schlemmen und zur Krönung gab es zum Abschluß auch noch ein leckeres Dessert :-) Vielen Dank dafür! Und hier die Rezepte:
 
 
Fruchtig-frischer Lauch-Apfel-Salat 
 

4 Portionen

4 EL Öl 
2 EL Zitronensaft (frisch gepresst, wenn möglich) 
300 g Äpfel (ich habe 3 mittelgroße genommen) 
150 g Lauch (ich habe die untere weiße Hälfte von 2 dicke Stangen genommen) 
50 g getrocknete Mango (oder Datteln oder Feigen) (ich habe ca. 4 EL genommen) 
25 g Walnüsse (ich habe ca. 2 EL genommen) 
 
Öl und Zitronensaft in einer Schüssel verrühren. Äpfel ungeschält aber geviertelt und Kerngehäuse entfernt in dünne Scheiben schneiden, hineingeben und sofort umrühren. Lauch waschen und in dünne Scheiben schneiden. Je schärfer das Messer, desto dünner die Apfel- und Lauchscheiben. Trockenobst würfeln oder dünne Scheiben schneiden und Walnüsse hacken; beides untermischen. Abschmecken. Besonders gut im Winter! 
 
 
 
Scharfes Mangoldgemüse
 

1 Staude Mangold 
1 Knoblauchzehe (oder 2-3) 1 Chilischote (getrocknete Chilis gehen auch) 
3 EL Rosinen oder 1 EL Honig (oder beides) 
Curry Salz 
2 EL Olivenöl 

Mangold waschen, putzen, in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. 
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Mangoldstiele anbraten. 
Nach ca. 10 Minuten Mangoldblätter zugeben und kurz andünsten.
 Knoblauch durch die Presse drücken und drüber geben. 
Chilis klein schneiden und ebenfalls in die Mangoldmischung geben. 
Mit Salz und Curry abschmecken. Herdplatte ausschalten. 
Rosinen und Honig zu dem Gemüse geben und etwas durchziehen lassen. 
Dazu passen Nudeln, Kartoffelgerichte, Reis- und andere Getreidegerichte. 
Wir haben Spaghetti aus schwarzen Bohnen dazu gegessen.


Indisches Shrikhand

  
500 g Joghurt 
1 Msp. Safranfäden 
2 EL Rosenwasser 
3 Kardamomkapseln 
 2-4 EL Puderzucker (nach Geschmack) 
1 EL (geröstete) Mandelstifte oder Pistazien 

Den Entruper Schafsmilchjoghurt in ein mit Musselintuch (Mull) ausgelegten Sieb einige Stunden in ein Auffanggefäß abtropfen lassen.* 
Die Safranfäden trocken in einer beschichteten Pfanne kurz anrösten, abkühlen lassen und in einem Mörser zum feinen Pulver vermahlen. 
Safranfäden mit dem Rosenwasser mischen und ca. 10 Minuten bis zum Auflösen stehen lassen. Kardamomkapseln öffnen und die schwarzen Samen in einem Mörser möglichst fein zerkleinern. 
Den abgetropften Joghurt in eine Schüssel geben, den Puderzucker, das Rosenwasser und das Kardamompulver hinzufügen und gut verrühren, noch mal abschmecken. 
Die Mandelstifte bzw. Pistazien trocken in der Pfanne anrösten und grob zerkleinern, als Topping auf die Shrikhand-Portionen geben. 

 * Alternativ: ein sauberes Geschirrtuch oder ein mit Filterpapier ausgelegter Porzellan-Kaffeefilter. Ca. 4 Stunden oder auch über Nacht abtropfen lassen.
 

Montag, 3. Dezember 2012

Spinat-Frischkäse-Ravioli mit Kürbis-Mascarpone-Creme


Teig:
2 Eigelb
1 Vollei
etwas Salz
1 EL Olivenöl
Wasser
Hartweizen und normales Mehl gemischt nach Bedarf (oder ca. 200 g Pastamehl)

Füllung:
130 g Spinat
1 EL Butter
50 g Frischkäse
Salz
Pfeffer
Muskat
1 EL Semmelbrösel

Kürbis-Creme:
½ Zwiebel
500 g Hokkaidokürbis
250 g Mascarpone
100 ml Sahne
2 Knoblauchzehen
2 EL Butter
Salz
weißer Pfeffer

Außerdem:
Chili-Flocken
Kürbiskernöl


Für den Teig Mehl auf die Arbeitsfläche schütten, eine Mulde formen und dort hinein die Eier aufschlagen sowie das Salz mit dem Olivenöl zugeben. Die Flüssigkeit mit der Gabel verrühren, dabei immer mehr Mehl von den Rändern hinzunehmen. Sobald der Teig fester wird, mit den Händen weiterkneten bis er nicht mehr klebt. Noch ca. 10 Minuten weitermachen und dann den Teig für 2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Während der Teig ruht, die Füllung vorbereiten. Dafür den Spinat putzen, von Wurzeln befreien, waschen und trocken schleudern. Butter in einem Topf erwärmen, den Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Vom Herd nehmen und den Frischkäse einrühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.

Nach der Ruhezeit den Teig halbieren und auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche schnell zwei gleichgroße Platten möglichst dünn ausrollen. Mit einem Glas auf der einen Hälfte Ravioli „markieren“ und in die Mitte der Kreise jeweils einen knappen Teelöffel Füllung setzen. Die Ränder mit Wasser bestreichen und die zweite Platte darüberlegen. Den Teig um die Füllung fest andrücken und mit dem Glas runde Ravioli ausstechen. Den übrigen Teig wegnehmen. Die Ränder der Ravioli noch einmal gut festkleben und mit dem Gabelrücken ein Muster eindrücken.
Aus dem restlichen Teig nach dem selben Prinzip weitere Ravioli formen.
Abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
In viel Salzwasser 6-7 Minuten kochen.

Für die Soße die Zwiebeln fein würfeln und das Kürbisfleisch in 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Butter in einem Topf erhitzen und darin bei mittleren Hitze die Zwiebel glasig dünsten, den Kürbis zugeben und kurz anbraten, mit der Sahne ablöschen, den Knoblauch zugeben und 10-15 Minuten dünsten bis der Kürbis weich wird. Vom Herd nehmen, salzen, pfeffern, Mascarpone zugeben und alles sehr fein pürieren.

Anrichten:
Einen Soßenspiegel auf vorgewärmte Teller geben und Ravioli anlegen. Mit Chili-Flocken bestreuen und mit Kürbiskernöl beträufeln.

Die Ravioli sind dank der Soße sehr sättigend; die angegebene Menge reicht für vier Personen als Hauptgericht.

Kürbis und Ravioli gab es bei katha kocht! (passt, gell?).

Samstag, 8. September 2012

Rote-Bete-Ravioli mit Mohn-Butter und Granatapfelschaum


Im Nachgang zu unserem heutigen Rundgang gibt es als Einstand ein Rote Bete Rezept. Extra für Dich, Thorsten. ;-)
Was ist besser als Rote Bete?
Richtig!
Noch mehr Rote Bete.
Und zwar Rote Bete hoch 3.
Dieses Rezept stammt aus dem an sich nettem Buch: "Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Münsterland, Osnabrücker Land, Emsland und Grafschaft Bentheim."
Es sollte ein kulinarischer Reiseführer werden, der neben Sehenswürdigkeiten auch Gasthäuser UND deren Rezepte offeriert. Eine schöne Idee, oder?
Die Auswahl der Restaurants wird wohl auf ewig das Geheimnis der Redaktion bleiben - das "La Vie" in Osnabrück ist z. B. nicht dabei, aber vielleicht ging man von der Bekanntheit aus. Sonst sind ganz nette Lokale dabei, die saisonal ihre Karte variieren und regionale Zutaten, wie das Bentheimer Landschwein oder Grevener Spargel nutzen. Ich werde mich auf jeden Fall in einigen Lokalitäten blicken lassen. :)
Was ich mich allerdings frage: Wollten bei den angegebenen Rezepten die Küchenchefs ihre Geheimnisse nicht preisgeben oder hat die Redaktion aus unerfindlichen Gründen die Hälfte der Zutaten beim Layout herausgestrichen?
Es fehlen zum Teil Komponenten, die für die Komposition des Gerichtes entscheidend sind. So gibt es ein paar Rezepte, bei denen auf den Fotos eine Soße dabei ist, im Text dagegen Fehlanzeige. Ich weiß ja nicht, wie die Verfasser denken, aber für mich gehört eine Soße zum Rezept. Punkt.
Oder mein Favorit in Sachen falscher Zubereitungsangaben: Der wirklich leckere Zwiebelrostbraten von "Kruse-Baimken" in Münster. Eine tolle Gaststätte und der Braten schmeckt wirklich vorzüglich dort. Auf dem Foto ist auch ein aufgeschnittenes, angenehm roh(t)es Stück Braten zu sehen. Und im Text wird die Zubereitung von einer Art Steaks beschrieben! Also das Anbraten von 4 bemehlten Scheiben Rindernuss! :-/
Fazit: Ein schönes Buch als Restaurantführer und als Kochbuch für Fortgeschrittene, die nach Foto und nicht nach Rezept kochen oder gleich in das Restaurant gehen. :)

Meine Ravioli blieben ebenfalls nicht von solchen Fehlern verschont. Hier fehlte eine Komponente des Gerichtes. Eine Art Schäumchen, dass als Zweitsoße auf dem Teller war.
Ich hoffe, nein ich weiß, dass Herr Rinaudo vom "Il Cucchiaio d'Argento" aus Münster seine Ravioli sehr schmackhaft zubereitet. Ich selbst war noch nicht dort, habe aber viel Gutes über das Haus gehört. Die Grundidee, Nudeln mit Roter Bete zu füllen ist ja auch Klasse, allerdings wäre mir die Füllung ohne die Kenntnis von der Zweitsoße zu fade.
Ich habe also die Füllung etwas auf bissfest "gepimt" und eine säuerliche zweite Komponente hinein gebracht. Hat recht rund geschmeckt. Jetzt muss ich wohl mal in den Silbernen Löffel und deren Version probieren. :)
Die Originalangaben, wo verändert, stehen wie immer in Klammern. Es ist einfacher, als die lange Zutatenliste vermuten lässt.

Für 32 Ravioli (4 Portionen) brauchst Du:
Teig:
original: 300 g Weizenmehl, 100 g Hartweizengrieß, 3 Eier, 1 Eigelb, Prise Salz
jinja:
350 g Mehl Typo 00 (Hartweizen- oder Pastamehl)
50 g Hartweizengrieß
1 großes Ei
75 ml Wasser
2 EL Olivenöl
1/2 TL Salz
1 EL pürierte gekochte Rote Bete

Füllung:
200 g gekochte Rote Bete
(100 g Ricotta) j: 200 g gut abgetropften körnigen Hüttenkäse
4 Fenchelsamen (süß, gell?)
1 Eigelb
20 g Semmelbrösel
jinja zusätzlich:
fein gehacktes Fenchelgrün von einer Knolle
1 EL gerösteter, ungeschälter Sesam (für den Crunch)
1/2 TL gemahlener Ingwer
Cayennepfeffer
Salz
grüner, frischgemahlener Pfeffer

Granatapfel-Soße:
1 EL pürierte Rote Bete
1 TL Sahne
1 EL Granatapfel-Balsamessig
1 TL Sojasauce (Tamari)
1,5 TL geröstetes Sesamöl

Mohn-Soße:
300 ml (Gemüsebrühe) selbstgemachter Hühnerfond
1 TL (gemahlener) ungemahlener Mohn (ergibt ca. 1 EL gemahlen)
4 Basilikum(blätter) -zweige, gehackt
50 g Butter
etwas Parmesan

Zubereitung:
Ich habe insgesamt drei kleine Knollen gekocht und püriert. Einen Esslöffel für den Teig und einen Esslöffel für die Granatapfelsoße beiseite gestellt und den Rest mit den übrigen Zutaten der Füllung vermischt. Ich wollte die Körnchen in meinem Käse behalten, aber wenn Du Ricotta nimmst, kannst Du auch alles bis auf den Sesam noch einmal gemeinsam pürieren. Den Sesam gibst Du einfach zum Schluss dazu. Nun kommt die Füllung abgedeckt in den Kühlschrank.

Für den Teig schüttest Du Mehl und Grieß auf die Arbeitsfläche und drückst in die Mitte eine tiefe Mulde. Dort hinein kommen das Ei, das Wasser, das Olivenöl, das Salz und die Rote Bete. In etwa so:

Jetzt vermischst (verklepperst) Du die Flüssigkeit vorsichtig mit der Gabel - pass auf, dass nichts überläuft! - und nimmst dabei immer etwas vom Mehl am Rand hinzu. Wenn der Teig eine angenehme Konsistenz erreicht hat, knete ihn ruhig noch 10 Minuten mit den Händen glatt. Du kannst ja dabei Atemtraining oder Beckenbodenübungen machen. Nimm, wenn nötig noch etwas Mehl, der Teig darf nicht mehr kleben, soll aber weich bleiben. Dann sollte er, mit einer Porzellanschüssel abgedeckt, etwa eine Stunde ruhen. Am Ende sieht er vielleicht so aus:


Jetzt kannst Du die Küche aufräumen, Deinen Schatz bespaßen und / oder die Granatapfelsoße machen. Dafür streichst Du die pürierte Rote Bete durch ein Sieb und schmeckst sie mit den anderen Zutaten ab. Es soll säuerlich-herb schmecken. Kurz vor dem Servieren kannst Du die Soße noch aufschäumen.

Der Teig wird nach der Ruhezeit portionsweise (er trocknet schnell aus) unter der Schüssel hervorgeholt und ca. 2 Millimeter dick ausgerollt. Wie Du die Ravioli formst, bleibt ganz Dir überlassen. Ich steche mit einem Wasserglas (5 cm Durchmesser) Kreise aus, bestreiche die eine Hälfte am Rand mit Eiweiß, gebe einen guten halben Teelöffel Füllung drauf und lege einen zweiten Kreis vorsichtig darüber. Jetzt werden die Ränder sauber und fest verklebt und ab damit unter ein Küchentuch, damit sie nicht vollends austrocknen.



Für die Buttersoße wird der Mohn am besten frisch gemahlen. Ich nutze dafür die alte Kaffeemaschine meiner Schwiegermutter.

Achtung! Nicht nachmachen! Das Original-Rezept verlangt, dass die Brühe mit dem gemahlenem Mohn, dem Basilikum und der Butter vermischt wird und die Ravioli darin gekocht werden, bis die Soße reduziert ist. Wie bitte soll ich 32 Ravioli in 300 ml Brühe mit Butter kochen??? Nene, wie machen das anders!

Die Ravioli werden in einem großen (!) Topf mit viel (!) Salzwasser in ca. 8-10 Minuten gut bissfest gekocht. Na gut, mehr gesiedet als gekocht. So ist es auch nicht schlimm, wenn mal eins aufgeht. Dann gießt Du das Wasser vorsichtig ab und lässt die Ravioli abtropfen.
Die Brühe kochst Du in einer breiten Pfanne auf und reduzierst sie um ein Drittel. Jetzt kommt der Mohn rein. Noch etwas köcheln lassen, die Butter einrühren und die Ravioli zugeben. Etwas in der Butter ziehen lassen und danach mit der Butter auf Tellern anrichten. Mit der Granatapfel-Soße nappieren und mit Basilikum und wenig geriebenem Parmesan bestreuen.
Fertisch!

Extra-Tipp: Wenn Du keine Lust hast, die Ravioli zu füllen, kannst Du auch die Mini-Version machen. Dafür pürierst Du die Zutaten für die Füllung und schmeckst sie mit den Zutaten der Granatapfel-Soße ab. Kochst Nudeln nach Packungsanweisung und machst währenddessen die Mohn-Butter-Soße. Die Nudeln werden nach dem Abtropfen mit der Roten Bete vermischt und mit der Mohn-Butter-Soße begossen. Dazu Parmesan und Basilikum nach Gusto und voilà hast Du ein schnelles ungewöhnliches Pasta-Erlebnis. :)

UPD: Mittlerweile habe ich erfahren, dass diese Ravioli aus Schuhbecks Kochbuch "Meine bayerische Küche" stammen. Danke an Micha von grain de sel.