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Donnerstag, 21. März 2024

Jedes Frühjahr ist anders...

Hofbrief: KW 12

Jedes Frühjahr ist anders. Dieses mal werden wir das Gefühl nicht los mit der Arbeit nicht hinterher zu kommen. Nach vielen nassen Monaten sind die Böden ungewöhnlich früh trocken und befahrbar. Dazu gibt es einige sehr warme Tage, die ersten Obstblüten und einige Sträucher, die schon jetzt ihr Laub entfalten.

Sobald die ersten Weidezäune in Stand gesetzt sind, können die Milchschafe nach langer Pause endlich wieder auf die Weide gehen. Ein früher Weideauftrieb pflegt die Wiesennarbe und unterdrückt unerwünschte Kräuter wie Ampfer und Brennnessel.
Im Gemüsebau stehen
viele Aussaaten an von Aubergine bis Zucchini. Im Haus stehen Fensterbänke voll mit kleinen Paprikapflänzchen. Für die weniger empfindlichen Setzlinge geht diese Woche der zweite Anzuchttunnel in Betrieb. An manchen Tagen kann man den Jungpflanzen fast zusehen beim Wachsen.

Termine:

Meistens machen Mitmachtage sehr hungrig.

Wir freuen uns deshalb immer über Jemanden, der/die zu 13 Uhr einen Mittagsimbiss mit Hoflebensmitteln vorbereitet. Bei Interesse bitte den Hof per Mail kontaktieren: mail@entrup119.de

  • Sa., 23. März, 10 Uhr – 13 Uhr:
    Mitmachtag „Steine sammeln“ –
    Einige haben bereits Bekanntschaft gemacht mit unserem „Tüschenkamp“. Dort haben unsere Vorvorgänger Bauschutt im Boden verklappt. Seit Jahren wäscht der Regen immer wieder Steine an die Oberfläche. Jetzt ist es wieder so weit. Wir dürfen wieder Steine sammeln, damit die Pflanzenwurzeln sich auch in diesem Sommer gut entwickeln können.
    Verbindliche Anmeldung über folgenden Link: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

  • Sa., 30. März, 10 Uhr – 13 Uhr:
    Ackertag „Rhabarber und Knoblauch jäten“ –
    Nach der Überwinterung brauchen diese Gemüsesorten ein wenig Aufmerksamkeit, um ihr Potential auszuschöpfen. Meldet Euch bitte an: https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

  • Sa., 13. April, 14.30 Uhr:
    Mitgliederversammlung derInitiative Entrup 119 e.V.“ –
    Im Anschluss an einen kleinen Hofrundgang treffen wir uns im Veranstaltungsraum für einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Nach ein paar formalen Tagesordnungspunkten soll es um die Zukunft des Vereins gehen. Ein Platz im Vorstand ist neu zu besetzen. Außerdem soll der Kreis der aktiven Mitglieder wieder wachsen, um die Bereiche Bildungsarbeit und Naturschutz weiter auszubauen. Gäste sind herzlich Willkommen!

Donnerstag, 14. März 2024

Mitmachtage im März - Wir brauchen Euch!

Hofbrief: KW 11

Regenwasser von den Gebäudedächern für die Gemüsebewässerung sammeln, mit dem Sonnenlicht eigenen Strom erzeugen  das hört sich konsequent an für einen Biobetrieb und irgendwie auch ziemlich simpel. Die Mühen der Ebene sind dann die Abwasserrohre, die man beim Baggern zerdeppert und Sonntag noch flicken darf. Und auch die Tausende von Euro teuren Schaltkästen für den Solarstrom können Einem schon mal die optimistische Weltsicht ein wenig trüben.

Schön, dass wir oft auf Eure Unterstützung zählen können, ob bei den Planungstreffen von Verein und Genossenschaft oder bei der praktischen Umsetzung bei den Mitmachtagen – gerne auch schon wieder diesen Samstag (16. März). Vielen Dank!

Termine:

Meistens machen Mitmachtage sehr hungrig.

Wir freuen uns deshalb immer über Jemanden, der/die zu 13 Uhr einen Mittagsimbiss mit Hoflebensmitteln vorbereitet. Bei Interesse bitte den Hof per Mail kontaktieren: mail@entrup119.de

  • Sa., 16. März, 10 Uhr – Ende offen:
    Mitmachtag „Regenrohre anschließen II“ –
    Das Niederschlagswasser vom
    Dach der neuen Scheune soll für die Freilandbewässerung abgeleitet und gesammelt werden. Letzte Woche haben wir einen guten Anfang gemacht; jetzt sollte es weiter gehen. Wir bündeln die Fallrohre und verlegen Rohre im Boden. Eventuell können wir die Gräben auch schon wieder verschließen.
    Bitte denkt an feste Kleidung und Schuhe/
    Stiefel.
    Verbindliche Anmeldung über folgenden Link:
    https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

  • Sa., 23. März, 10 Uhr – 13 Uhr:
    Mitmachtag „Steine sammeln“ –
    Einige haben bereits Bekanntschaft gemacht mit unserem „Tüschenkamp“. Dort haben unsere Vorvorgänger Bauschutt im Boden verklappt. Seit Jahren wäscht der Regen immer wieder Steine an die Oberfläche. Jetzt ist es wieder so weit. Wir dürfen wieder Steine sammeln, damit die Pflanzenwurzeln sich auch in diesem Sommer gut entwickeln können.
    Verbindliche Anmeldung über folgenden Link:
    https://terminplaner6.dfn.de/de/p/6588d3683a73252ad3823fe2d37ec704-619839

Donnerstag, 15. Februar 2024

die ersten Frühlingsboten

Hofbrief: KW 7 

Das trübe Wetter kann die ersten Frühlingsboten nicht aufhalten: Die Singvögel stimmen ihre Lieder an. Die ersten Frühblüher, Schneeglöckchen und Erlen wurden gesichtet.
In den Folientunneln
wachsen die Wintersalate wieder etwas schneller. Salat, Stielmus und Spinat keimen in der Jungpflanzenanzucht für die Pflanzungen im März. Außerdem werden bereits Paprika und Auberginen gesät – sie brauchen viel Wärme und wachsen zunächst sehr langsam, auf der Fensterbank und im Frühbeet, bis sie dann im Mai in die Gewächshäuser gepflanzt werden.

Auf den Feldern und Wiesen entnehmen wir Bodenproben, um den Gehalt an Humus und den wichtigsten Pflanzennährstoffen zu ermitteln und Bodenversauerung zu bemerken. Die Analyseergebnisse aus dem Labor erlauben uns im langjährigen Vergleich Rückschlüsse auf unsere Bewirtschaftungsweise. Ist die Düngung mit dem hofeigenen Schafmist ausgewogen und ist der kohlensauere Kalk das Richtige, um Bodenversauerung entgegen zu wirken? Ist die Fruchtfolge vielfältig genug, um einseitiger Verarmung des Bodens vorzubeugen? Bauen wir ausreichend Gründüngungspflanzen an, damit der Humusgehalt sich positiv entwickeln kann?
Allerdings sind die
Prozesse im Boden immer sehr komplex, viele biologische, physikalische und chemische Einflussfaktoren spielen eine Rolle. Nicht immer lässt sich ein Mangel oder Überschuss an bestimmten Inhaltsstoffen kurzfristig beheben. Die gute fachliche Praxis trägt manchmal erst nach Jahrzehnten Früchte,

Auch im Schafstall herrscht ein reges Treiben. Über 80 von 110 Schafen haben bereits gelammt, die Lämmer springen vergnügt durch den Stall, machen ihre Wettrennen, Bocksprünge, klettern und tragen kleine Kämpfe miteinander aus.
Die
Schafmütter gehen morgens und abends in den Melkstand und wir melken die Milch ab, die die Lämmer übrig gelassen haben. Da kommt noch nicht sehr viel zusammen, aber schon genug, dass wir regelmäßig Milch verarbeiten können. Mit den ersten Joghurt- und Quarkgläschen sowie Käsetalern wurde die Saison 2024 eröffnet.
La
sst es Euch schmecken!

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Hofbrief: KW 41 - Ertrag, Effizienz und Zuwendung

Ist es die Ackerfläche? Die verfügbare Menge an Dünger? Stickstoff, Phosphor, Kali? Ist es das Wasser? Die Temperatur, die Anzahl der Sonnenstunden? Was begrenzt den Ertrag in der Landwirtschaft? Wann ist Landbau besonders effizient? Wie viele Menschen kann ein Hektar Land ernähren?

Fragen, die im Zusammenhang mit dem Wachstum der Weltbevölkerung an Brisanz gewinnen. Landwirtschaftliche Nutzflächen verarmen durch Misswirtschaft oder gehen durch Überbauung unwiederbringlich verloren. Ackerböden sollen nicht nur die Ernährung sichern, sondern auch die Futtertröge der Nutztiere in der Intensivmast füllen und auch „nachhaltige“ Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren liefern. Das Land wird knapp. Immer effizientere Maschinen und neu gezüchtete Hochleistungssorten sollen es richten und aus dem knappen Land das Maximum rausholen – leider nicht zum Vorteil unserer Umwelt und der auf dem Land arbeitenden Menschen.

Betrachten wir den Faktor Zeit: Die ist heutzutage überall knapp und wird mit Gold aufgewogen. Besonders in der Landwirtschaft ist es wichtig, Aussaat, Düngung, Pflegemaßnahmen zur richtigen Zeit zu tun. Oft sieht man beim schönen Fahrradausflug am Sonntag die Bauern auf dem Feld arbeiten (heutzutage im Traktor mit dem Nachwuchs auf dem Beifahrersitz). Selbstverständlich arbeiten die Bauern auch an Sonn- und Feiertagen! Das Wetter richtet sich nicht immer nach unseren Wünschen. Eine Sorge weniger, wenn die Getreidesaat im Boden ist oder der Mist gestreut ist – morgen und die nächsten Wochen könnte es zu nass sein für die Heuernte oder zu trocken für die Keimung der Saat, oder nicht windig genug und das rausgestriegelte Beikraut wächst wieder an und und und…
Mit den großen Maschinen schafft ein Mensch viel Arbeit pro Zeiteinheit. Und immer weniger Menschen arbeiten noch im Landbau und sollen trotzdem das Land bebauen und die Ernte einbringen. Also weiter aufrüsten?

Schauen wir in den globalen Süden, wo die Menschen noch vielerorts das Land in Handarbeit oder mit Zugtieren bewirtschaften. Ähnlich unseren Privatgärten, in denen wir gerne viel Zeit verbringen, kümmern sich die Kleinbauern mit Hingabe um jedes kleinste Fleckchen Land. Jede Ecke, jeder Hang wird bebaut, wo niemals eine Maschine arbeiten könnte. In den Beeten wird Mischkultur betrieben und die Fläche doppelt und dreifach genutzt, wenn die Bohnen den Mais mit Nährstoffen versorgen und zusammen mit den Kürbissen an den hohen Maisstangen empor klettern. In den Hecken wachsen Obststräucher, Nüsse und Obstbäume. Das ist effiziente Flächennutzung, angepasst an den natürlichen Standort und angewiesen auf viel bäuerliches Wissen und vor allem Zeit. Ein solcher Arbeitsplatz in der Landwirtschaft ist mit seiner Vielfalt wesentlich attraktiver für Berufsanfänger und gleichzeitig viel ertragstabiler. Gelingt die eine Frucht nicht, bringt die andere um so mehr Ertrag ein. Vielfalt braucht Zuwendung und Zeit, und wer Zeit investiert, wird die beste Ernte einfahren.

Termine:

  • Sa., 16. Oktober, 10 Uhr:
    Ackertag „Möhrenernte
    Acht Reihen Lagermöhren stehen noch auf dem Feld. Wir graben die knackigen Wurzeln mit dem Spaten aus, drehen das Laub ab und packen die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten. Das macht großen und kleinen TeilgeberInnen Freudeund naschen ist natürlich erlaubt!
    Anmeldung erforderlich:

    https://terminplaner.dfn.de/qjkc5QUtFJPpyL3C

  • Sa., 06. November, 10 oder 12 Uhr:
    Ackertag „Sauerkraut“
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in speziellen Gärtöpfen so lange gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft.
    Erfahrungsgemäß brauchen wir ca. vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung. Deshalb unser Vorschlag: Die Frühaufsteher kommen um 10, die Ausgeschlafenen um 12 Uhr. Niemand muss den Vier-Stunden-Marathon mitmachen und trotzdem sind am Ende noch ausreichend Menschen zum Aufräumen da.
    Bitte verbindlich anmelden:
    https://terminplaner.dfn.de/zysnxMqpIZF8hV2y

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Hofbrief: KW 43 - frische Luft, frisches Wintergrün, frische Einstreu im Stall

Kalt und nass gehört zum goldenen Herbst dazu.
Berufsbedingt verbringen wir sehr viel Zeit draußen und merken: Aus der warmen Stube erscheint es einem viel unwirtlicher, als es tatsächlich ist. Wenn man erstmal den Schritt nach draußen getan hat, regendicht und warm eingepackt, dann lässt es sich durchaus einige Zeit aushalten, besonders, wenn man sich bewegt. Auch wenn die Sonne nicht scheint, trotzdem sind wir meistens fröhlicher und wacher, wenn wir an der frischen Luft arbeiten und Licht tanken können!

In den Folientunneln räumen wir nach und nach die Tomaten- und Paprikabeete und pflanzen für die Wintersaison kälteunempfindliche Salate wie Postelein, bunte Schnittssalate sowie den allseits beliebten Feldsalat. Ohne Heizung und Kunstlicht können wir im Winter frisches Grünzeug ernten!

Bevor die Weidesaison zu Ende geht misten wir noch einmal den Schafstall aus. Der Mist wird teilweise auf abgeweidete Wiesenflächen ausgebracht, um dort die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Ein Teil des wertvollen Düngers wird auf der überdachten Mistplatte zwischengelagert, um später im Jahr den Gemüseacker versorgen zu können.

Termine:

  • Sa., 31. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „
    Obstbäume pflanzen
    Auf unseren Streuobstwiesen ist noch Platz für weitere Hochstamm-Obstbäume. Nach dem erfolgreichen Vorbereitungstag am 10.10. starten wir heute direkt mit der Pflanzung. Dann werden die Bäume noch angebunden und angegossen.
    Anmeldung erforderlich:

    https://terminplaner.dfn.de/2gSZxbZoRGXITLn2

Dienstag, 16. Oktober 2018

Hofbrief: KW 42


Sommerliche Temperaturen und wolkenloser Himmel sorgen im Augenblick bei den Meisten für gute Stimmung. Die Bäume lassen aber dennoch unablässig ihre Blätter fallen und an den schattigen Plätzen bleibt der Tau bis in den Nachmittag liegen.
Mit Knoblauch und Winterzwiebeln schließt die Pflanzsaison auf dem Feld. Ende der Woche folgt die letzte Aussaat für die Folientunnel. Ansonsten geht die Ernte weiter, das Winterlager füllt sich langsam. Abgeerntete Beete werden vor dem Winter möglichst noch einmal bearbeitet und mit einer Gründüngung eingesät, um im nächsten Frühjahr einen leichteren Saisonstart zu haben.
Kürbisse lagern am längsten bei 15 bis 20° C. Auf dem Hof haben wir jedoch keinen entsprechenden Lagerraum.
Wir liefern die geernteten Früchte deshalb relativ zügig aus. Wer gerade keinen riesigen Appetit auf Kürbis hat, kann
sie auch noch gut bis Ende Dezember, teilweise auch länger liegen lassen, ob auf dem Küchenschrank oder als Hingucker oder „Zierkürbis“ an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer. Regelmäßig kontrollieren sollte man die Herbstfrüchte aber schon; wenn eine weiche Stelle auffällt, sollte man sie rausschneiden und den Kürbis zügig verbrauchen.
Termine:
  • Sa., 3. November, 10 Uhr: Mitmachtag „Sauerkraut“ – Gemeinsam verarbeiten wir frisch geernteten Weißkohl. Waschen, hobeln und würzen stehen auf dem Programm. Die Mischung füllen wir in spezielle Gärtöpfe und stampfen sie so lange, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht das Kraut haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft.
  • Sa., 10. November, 15 Uhr: Mitgliederversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G. – Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung; Vorstellung des Hof-Teams; finanzielle Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr