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Donnerstag, 23. September 2021

Hofbrief: KW 38 - "Septembermorgen" und Erntedank

Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen…

So wie in dem Gedicht von Mörike erleben wir gerade, ob beim Schafe von der Weide holen oder bei der Gemüseernte auf dem Acker, jeden Tagesanbruch mit viel Morgentau und Nebel. Und dann die Wärme zur Mittagsstunde – immer wieder aufs Neue überraschend!

Auf dem Gemüsefeld sorgt die hohe Luftfeuchtigkeit für die ersten Herbstanzeichen: Salatblätter oder das Laub von Zwiebeln, Kürbis oder Zucchini werden vom Mehltaupilz befallen. Bei den einen Sorten bedeutet das das Ende des Wachstums, die anderen werden durch die kühlen Nachttemperaturen zur Abreife angeregt.
Mörikes Lob auf den Herbst können wir uns nur anschließen.

Termine:

  • So., 03. Oktober, 15 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung und Erntedank
    Überblick über die Entwicklung des Hofes,
    Rundgänge in Kleingruppen
    Bei einer Tasse Tee, Kaffee oder einer Limonade haben wir Gelegenheit uns auszutauschen.
    Bitte meldet Euch an bis zum 01. Oktober unter Angabe der Personenzahl: mail@entrup119.de
    Wir freuen uns sehr auf Euch!

Donnerstag, 20. Mai 2021

Hofbrief: KW 20 - Pflanzen und Ernten...

Seit Jahren haben wir zum ersten Mal wieder eine Woche im Mai, in der es so viel regnet, dass die Pflanzungen auf den Gemüsefeldern nicht bewässert werden müssen – eine fast schon luxuriöse Situation!
Nach den Eisheiligen“ (11. bis 15. Mai) pflanzen wir endlich die wärmeliebenden Kürbisse und den Sellerie. Zuckermais und Buschbohnen im Freiland aus. Die Sommergemüsesorten in unseren unbeheizten Folientunneln – Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika – fühlen sich deutlich wohler, wenn es nachts nicht so stark abkühlt.

Das Lagergemüse ist fast aufgebraucht, während die neue Ernte gerade erst beginnt. Es stehen einige Wochen mit einer etwas reduzierten Vielfalt bevor. Aber wir pflanzen und hacken in jeder freien Minute, während die Natur die Hauptarbeit macht – aus den kleinen Samen das Wunder des Wachsens und Reifens hervorzubringen.

Sobald einige trockene Tag in Aussicht sind, steht der erste Schnitt von den Kleegrasflächen und Wiesen an. Bis dahin ist etwas Zeit, um die letzten Reparaturen an den Heuerntemaschinen zu erledigen. Die Schafe und auch wir Tierhalter hoffen auf eine satte Ernte – in den letzten Jahren war das Futter immer sehr knapp.

Donnerstag, 17. September 2020

Hofbrief: KW 38 - Septembermorgen, Möhrenernte, Hofrundgänge

 

Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen…

So wie in dem Gedicht von Mörike erleben wir gerade, ob beim Schafe von der Weide holen oder bei der Gemüseernte auf dem Acker, jeden Tagesanbruch mit viel Morgentau und Nebel. Und dann die Hitze zur Mittagsstunde – größer kann der Kontrast nicht sein.

Bei der Heuernte merkt man dann, dass das Gras erst nachmittags beginnt zu trocknen, so lange hält sich der Tau auf dem Boden. Auf dem Gemüsefeld sorgt die hohe Luftfeuchtigkeit für die ersten Herbstanzeichen: Salatblätter oder das Laub von Zwiebeln, Kürbis oder Zucchini werden vom Mehltaupilz befallen. Bei den einen Sorten bedeutet das das Ende des Wachstums, die anderen werden durch die kühlen Nachttemperaturen zur Abreife angeregt.
Mörikes Lob auf den Herbst können wir uns nur anschließen.

Termine:

  • Sa., 19. September, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „
    Möhrenernte
    Die ersten Lagermöhren sind erntereif. Wir graben die knackigen Wurzeln mit dem Spaten aus, drehen das Laub ab und packen die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten. Das macht großen und kleinen TeilgeberInnen Freudeund naschen ist natürlich erlaubt!
    Anmeldung erforderlich:
    https://terminplaner.dfn.de/YoIF1ji6AeXyHbv8

  • So., 27. September, 11 Uhr:
    Hofrundgänge zum Erntedank
    Anmeldung erforderlich:
    https://terminplaner.dfn.de/JFNPHg68EdAR4MJG

  • Sa., 10. Oktober, 10 Uhr:
    Ackertag „
    Obstbäume pflanzen
    Auf unseren Streuobstwiesen gibt es noch Lücken: Wir pflanzen Hochstamm-Obstbäume – für mehr Vielfalt und Geschmack!
    Anmeldung erforderlich:

    https://terminplaner.dfn.de/2gSZxbZoRGXITLn2

Donnerstag, 26. Juli 2018

Hofbrief: KW 30


Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage „die erste Hitzewelle dieses Sommers“. Für uns klingt das etwas zynisch, wenn doch seit Wochen oder gefühlt Monaten nur noch „schönes“ Wetter und eitel Sonnenschein herrschen. Schnell wird die Arbeitr draußen, besonders auch auf dem Heuboden oder im Gewächshaus, zu einem ganz besonderen Erlebnis – mit Interesse entdeckt man Schweißdrüsen an den entlegensten Körperstellen…
Wehmütig beobachte
ten wir am Wochenende kleinere oder größere Gewitterschauer, die aber samt und sonders an uns vorbeizogen.
Natürlich ist die
Trockenheit bei uns nicht annähernd so katastrophal, wie in manch anderen Regionen. Dennoch sind einige Beobachtungen auch bei uns alarmierend:
Das Gras auf den Wiesen und Weiden wächst schon seit Wochen wesentlich langsamer, als unsere Schafe es wegfressen. Mittlerweile ist die Melkherde nur noch nachts auf der Weide; tagsüber füttern wir im Stall Heu zu,
welches eigentlich für den Winter gebraucht wird. Wann wir das nächste Mal Heu werden ernten können, ist ungewiss, dafür muss es erst regnen, und nicht zu knapp. Heu von anderen Biobetrieben zuzukaufen wird dieses Jahr besonders schwierig, denn zumindest in Norddeutschland werden viele die gleiche Futterknappheit haben wie wir.
Es gibt deshalb die Überlegung, den Tierbestand für das kommende Jahr zu reduzieren, um die verbliebene Herde gut durch den Winter zu bekommen.
Auf den Gemüsefeldern wird ausgiebig beregnet, weshalb hier die Situation wesentlich entspannter ist. Allerdings ist Beregnung natürlich arbeits- und kostenintensiv.
Trotz der zusätzlichen Wassergaben reifen manche Sorten dieses Jahr früher, als im Jahresmittel. Die Zwiebeln waren zum Beispiel schon Mitte Juli trocken anstatt Anfang August. Auf dem Kürbisfeld sieht man schon viele Früchte dunkelorange leuchten, dabei ist die reguläre Ernte eigentlich im September.
Natürlich freut man sich über eine frühe Ernte – besonders hohe Erträge sind bei einer derart frühen Abreife aber nicht möglich.
Schön ist das sonnige Wetter natürlich trotzdem und wir versuchen reichlich Wärme und Licht zu tanken. Der nächste Winter kommt bestimmt.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Hofbrief: KW 40


Im Gemüsebau beginnen wir diese Woche mit der Herbsternte. Lagergemüse, Kohlarten und Herbstsalate werden nach und nach abgeerntet und in großen Kisten in unserem Kühlraum eingelagert. Zusammen mit den Gemüsesorten, die Frost vertragen und über Winter auf dem Feld weiterwachsen können, ergibt das dann auch in der dunklen und kalten Jahreszeit ein vielfältiges Sortiment aus regionalem Anbau.
Los geht es am Mittwoch mit den Kürbisernte, dann folgen Chinakohl und Steckrüben. Vorher aber bringen wir das bio-dynamische Hornkieselpräparat auf die abreifenden Kulturen aus, um die Reifequalität und Lagerfähigkeit zu verbessern.
Unsere ersten Äpfel sind am vergangenen Freitag zu guten 500l Saft verarbeitet worden. Die Ernte dieses Jahr fällt geringer aus, als im Vorjahr, kann sich aber durchaus sehen lassen.
Die Obsternte geht aber noch weiter. Die ersten Herbststürme Ende letzter Woche haben wieder einiges an Fallobst hinterlassen, was aufgelesen werden will. Im trockenen und kühlen Erdlager hinter dem Schafstall liegt das Obst dann bis zum zweiten Presstermin am 31. Oktober.

Dienstag, 26. Juli 2016

Hofbrief: KW 30


Sommerliche Temperaturen, viel Sonnenschein – wer mag da schon an den Herbst denken?
Einige erste Anzeichen für die Gemüsegärtner nahen aber bereits: Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl und auch der Porree für die Winterernte sind bereits gepflanzt und für das Freiland fehlen nur noch ein paar wenige kleine Aussaaten. Die erste Lagergemüseernte steht an: Die Zwiebeln haben bereits ihre trockene gelbe Schale ausgebildet und reifen bei dem trockenen Wetter schön ab.
Nach einem intensiven Frühjahr und Frühsommer mit viel Arbeit in Haus und Hof, auf den Feldern und Wiesen, im Stall und in der Werkstatt, in Bäckerei und Käserei beginnt nun auch bei uns die Urlaubssaison. Anders als viele andere Landwirte können wir es uns als Hofgemeinschaft erlauben, nacheinander einen Sommerurlaub von zwei Wochen zu nehmen.
Betriebsferien machen wir im Sommer dagegen nicht. Die Daheimgebliebenen bemühen sich nach Kräften, den Betrieb reibungslos weiter laufen zu lassen. Dennoch sieht man zur Zeit mal ein ungewohntes Gesicht auf dem Wochenmarkt, bei der Liefertour oder im Hofladen. Und vielleicht passier einer Urlaubsvertretung mal ein kleiner Fehler. Wir bitten hierfür um Verständnis und freuen uns auf eine erholsame Ferienzeit.