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Sonntag, 6. Oktober 2019

Wirsing-Quitten-Pies

Was eine tolle Überraschung: Es gab Quitten! 
Eigentlich möchte man sie ewig in der Küche liegen lassen, so einen tollen Duft wie sie in der Wohnung verteilen. Leider ist dies nicht möglich, oder der Durft wird irgendwann zum unangenehmen Geruch. Da ich dieses Jahr schon ziemlich viel Marmelade gemacht habe und sich 5 Quitten nicht wirklich lohnen, habe ich über eine Kombination mit Gemüse nach gedacht und was ganz brauchbares kreiert :-)

Ungemein inspirierend dabei fand ich meine Entdeckung, die ich morgens auf dem Markt gemacht habe: Timut Pfeffer. Er hat einen sehr eigenwilligen Geschmack und ich hatte bein mörsern und probieren sofort eine Vorstellung für dieses Rezept.




Wirsing-Quitten-Pies

4 Formen 10 cm Durchmesser/5 cm hoch

1 Packung Filoteig (8 Blätter)
Olivenöl

Für die Füllung:
½ Wirsing (450 g)
3 Quitten (500 g)
2 Zwiebeln (100 g)
100 ml Gemüsebrühe
1 gestr. TL Salz
1 gestr. TL Kurkuma
½ TL Timutpfeffer (alternativ etwas Kardamon + Pfeffer)
½ TL Chilli
100 g Feta

Für das Topping:
4 Sauerampferblätter o. 1 handvoll Petersilienblätter
8 schwarze Olivenöl
2-3 EL Mandelblättchen

Die äußeren Blätter des Wirsings entfernen oder waschen, den Rest vierteln, den Strunk heraus trennen und quer in ca. 3 cm breite Streifen schneiden.
Die Quitten 8teln, das Kerngehäuse herausschneiden und schälen.
Die Zwiebeln schälen, klein Würfeln und in einem großen Topf mit etwas Öl glasig dünsten.
Wirsing, Quitten und Gemüsebrühe hinzufügen und bei mittlerer Hitze köcheln, bis der Wirsing gar und die Quitten weich sind.
Den Feta und die Gewürze hinzufügen, pürieren und nochmal abschmecken.

2 Filoblätter mit Olivenöl pepinseln, übereinanderlegen und vorsichtig, damit sie nicht reißen, in ein Förmchen drücken, bis der Boden ausgekleidet ist. Die langen Ecken können noch einmal umgeschlagen werden.
Mit den 3 weiteren Förmchen ebenso verfahren und die Füllung auf die ausgekleideten Förmchen verteilen.

Im vorgeheiztem Backofen 15 Minuten bei 180 Grad Ober- Unterhitze backen.

In der Zwischenzeit die Mandelblättchen ohne Öl in einer Pfanne anrösten.
Wenn die Pies fertig sind das Topping auf die 4 Förmchen verteilen. 


Guten Appetit :-)




Und hier noch eine kleine Beschreibung die ich gerade im Netz gefunden habe und die hoffentlich den ein oder die andere dazu anregt mal ein bischen mit Gewürzen herum zu experimentieren:

Die nepalesische Pfeffersorte unterscheidet sich im Aussehen und Geschmack von chinesischem Szechuanpfeffer. Optisch ist Timut Pfeffer kleiner und dunkler. Er duftet extravagant nach Zitrusfrüchten und besitzt ein unverkennbares Grapefruit-Aroma. Auf der Zunge entfaltet Timut Pfeffer eine sanfte Schärfe, die fruchtig anmutet und ein betäubendes Prickeln entfacht.

Frisch im Mörser zerstoßen, besticht sein frischer, würziger und zugleich scharfer Charakter. Die getrockneten Beerenschalen sind als seltenes Einzelgewürz erhältlich und harmonieren wunderbar mit asiatischen Gewürzen. In Kombination mit Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer, Chili und Salz verfeinert er Wok-Gerichte, Currys oder Reisgerichte. Eine kleine Prise genügt bei der Verwendung von Timut Pfeffer, um Meeresfrüchten oder hellem Fleisch eine aufregende Note zu verleihen.

Die Kombination aus scharfen und fruchtigen Akzenten schmeckt außerdem hervorragend in Süßspeisen oder Chutneys und sorgt hier für eine außergewöhnliche Aromenvielfalt. Sehr empfehlenswert ist die Timut Pfeffer Verwendung in Desserts mit herber Schokolade, in süßen Marmeladen oder zu frischem Obst wie Ananas.

Montag, 4. Dezember 2017

Wirsingpüree mit Pilzsauce


2 Personen, vegetarisch oder vegan, einfach, schnell

Zutaten: 500g Wirsing, 100g Creme fraiche oder Soja Sahne
30g Schalotten, 20g Margarine oder Butter, 10g getr. Steinpilze, 100 g Champignons, 1 Teel Tomatenmark, 250ml Wasser, 6g Gemüsebrühe (Erntesegen ohne Hefe), Pul Biber (getr. gerebelte Pepperoni ohne Kerne, gibts beim Türken oder selbst gemacht aus den Pepperoni vom Sommer) oder Piment d'Espelette, 1 Essl Sojasauce, ½ Essl Balsamessig, Salz, Pfeffer.
Zubereitung: Wirsing putzen und in 1cm Streifen schneiden, in siedendem Salzwasser 3 Minuten blanchieren, im Sieb abtropfen lassen und warm stellen.
Gemüsebrühe aus Wasser und dem Pulver herstellen.
Steinpilze in dem Wasser mit Gemüsebrühe einweichen.
Butter oder Margarine in Pfanne schmelzen, fein gewürfelte Schalotten darin glasig dünsten, Champignons zufügen, hellbraun anbraten, Tomatenmark zugeben und mitbraten, mit der Brühe und den Steinpilzen ablöschen, Sojasauce und Balsamessig zufügen.
Wirsing und Creme fraiche oder Sojasahne mit dem Stabmixer pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. Pul Biber oder Piment d'Espelette zugeben, dann mit Pfeffer etwas zurückhalten. Aufkochen.

Wirsing mit der Pilzsauce servieren.

Dazu passt auch Kartoffelröstie oder -püree.

Samstag, 19. November 2016

Klein, fein und mittendrin– Entrup119-Marktstand freitags auf dem Domplatz

Normalerweise fahre ich ja samstags gerne zum Münsteraner Wochenmarkt. Gestern bin ich aber seit langem mal wieder am Freitag Nachmittag in die City geradelt. Ich durfte mir nämlich die Ernte-Einheit von einer CSAlerin auf dem Ökologischen Wochenmarkt abholen. Liebe Jutta, danke noch einmal ganz herzlich dafür und: Genieße deinen wohlverdienten Urlaub!
Weil der Marktstand nicht nur Abholstation für einige Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft ist, sondern auch ein ganz normaler Verkaufsstand, an dem es zusätzlich z. B. Obst und einige Schafkäsesorten sowie Joghurt und Quark gibt, habe ich gleich den gesamten Familieneinkauf erledigt.
Nachdem ich zur herbstlichen Ernteeinheit mit viel Salat, Wirsing, Spitzkohl, Kartoffeln, Zwiebeln, Pastinaken, Paprika, Käse, Brot und Mettendchen noch Äpfel, Gurke, Möhren und Brie mit rosa Pfeffer - mein absoluter Lieblingskäse - verstauen musste, war mein Drahtesel wieder einmal so schwer bepackt, dass ich gerade noch eine Kleinigkeit vom Marktstand schräg gegenüber in den Korb quetschen konnte.

Fazit: Wer es klein und fein mag, und wem es auf dem Samstag-Wochenmarkt zu trubelig ist, der sollte unbedingt freitags den kleinen, feinen Öko-Bauernmarkt auf dem Domplatz für sich entdecken. Der Entrup119-Marktstand ist nicht zu verfehlen. Er steht in exklusivster Lage direkt vor dem Dom-Hauptportal.
Ich war zwischen den Regenpausen dort und habe sofort die Gunst der Minute für ein schönes Foto genutzt! Mir froren bereits die Finger beim Einpacken und knipsen ein – die Gärtnerhof-MitarbeiterInnen stehen hier die nächsten Monate jeden Freitag bei klirrender Kälte. Respekt! Das nächste Mal bringe ich Euch ein Heißgetränk mit!




Wer sich weiter informieren möchte: Der ökologische Bauernmarkt findet freitags von 12 bis 18 Uhr auf dem Domplatz in Münster statt. Veranstalter ist der Verein „Ökologischer Bauernmarkt Münster e.V.“. 

Dienstag, 26. Juli 2016

Hofbrief: KW 30


Sommerliche Temperaturen, viel Sonnenschein – wer mag da schon an den Herbst denken?
Einige erste Anzeichen für die Gemüsegärtner nahen aber bereits: Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl und auch der Porree für die Winterernte sind bereits gepflanzt und für das Freiland fehlen nur noch ein paar wenige kleine Aussaaten. Die erste Lagergemüseernte steht an: Die Zwiebeln haben bereits ihre trockene gelbe Schale ausgebildet und reifen bei dem trockenen Wetter schön ab.
Nach einem intensiven Frühjahr und Frühsommer mit viel Arbeit in Haus und Hof, auf den Feldern und Wiesen, im Stall und in der Werkstatt, in Bäckerei und Käserei beginnt nun auch bei uns die Urlaubssaison. Anders als viele andere Landwirte können wir es uns als Hofgemeinschaft erlauben, nacheinander einen Sommerurlaub von zwei Wochen zu nehmen.
Betriebsferien machen wir im Sommer dagegen nicht. Die Daheimgebliebenen bemühen sich nach Kräften, den Betrieb reibungslos weiter laufen zu lassen. Dennoch sieht man zur Zeit mal ein ungewohntes Gesicht auf dem Wochenmarkt, bei der Liefertour oder im Hofladen. Und vielleicht passier einer Urlaubsvertretung mal ein kleiner Fehler. Wir bitten hierfür um Verständnis und freuen uns auf eine erholsame Ferienzeit.