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Donnerstag, 22. März 2018

Hofbrief: KW 12


Auch wenn noch einige frostige Nächte zu erwarten sind und sogar noch einmal Schnee gefallen ist, müssen wir jetzt langsam mit den ersten Arbeiten auf dem Gemüseacker beginnen.
Für Ende des Monats sind die ersten Pflanzungen und Aussaaten im Freiland geplant; bis dahin müssen aber noch einige Bearbeitungsschritte passieren:
Die winterlichen Pflugschollen werden mit Egge und Schleppe zerkleinert und der Acker eingeebnet. Einige Flächen sind ungepflügt in den Winter gegangen, was jetzt eilends nachgeholt werden muss. Wo sich der Boden durch die Winterniederschläge zu sehr gesetzt hat, lockern wir ihn mit dem Grubber wieder auf. So kann auch manches Wurzelunkraut an die Oberfläche gezogen werden und vertrocknen. Außerdem ziehen die Pferde den Miststreuer, um noch die letzten Wiesen mit reifem Gartenkompost zu düngen.
Eine Besonderheit im biologisch-dynamischem Anbau sind die Präparate: Demnächst wird das selbst hergestellte Hornmistpräparat ausgebracht – zur ersten Bodenbearbeitung auf die Felder, zum Vegetationsbeginn auf die Wiesen.
Termine:
  • Sa., 31. März, 12-14 Uhr:
    „Die jungen Wilden“ Kräuterspaziergang über den Hof mit Silke Flotho-Westrup. Der Frühling hält Einzug und die Natur beginnt zu erwachen. Auf Schritt und Tritt begleiten uns die wilden Un-Kräuter – Jeder sieht sie, doch wer kennt sie noch? Wer weiß noch, dass die Menschen die grünen Begleiter seit Jahrhunderten für die Heilung von Krankheiten oder zur Bereicherung in der Küche einsetzen?
    Bei dieser Kräuterwanderung werden wir das Hofgelände erkunden und nach den „Jungen Wilden“ suchen. Wir nehmen uns Zeit, sie einmal von einer ganz anderen Seite zu betrachten. Wie sehen sie aus, wie riechen sie, welche kann man essen. Sie erfahren, was man beim Sammeln beachten muss und wie die Kräuter besonders für eine reinigende Frühjahrskur eingesetzt werden können.
    Wenn es schon genug zu sammeln gibt, bereiten wir im Anschluss eine kleine Kostprobe zu, um die gesammelten Kräuter auch geschmacklich besser kennen zu lernen.
    Da die Pflanzen gerade erst zu sprießen anfangen, findet die Wanderung
    jetzt erst am 31. März auch bei Regen statt. Bitte feste Schuhe oder ggf. Gummistiefel mitbringen, max. 15 Teilnehmer, 10 €, Anmeldung über info@gierschundco.de
  • Sa., 31. März, 19.30 Uhr:
    Osterfeuer Das gemütliche Beisammensein am warmen Feuer findet bei jedem Wetter statt. Für den Vormittag benötigen wir noch Hilfe bei den letzten Vorbereitungen. Bitte melden!

Montag, 14. November 2016

Hofbrief: KW 46


Der Herbst schenkt uns noch ein paar trockene Tage, die wir nutzen können, um die Gemüsefelder für den Winter etwas aufzuräumen. Viele Sorten sind abgeerntet und sicher im Kühlhaus eingelagert, sodass wir jetzt die Kulturschutznetze wieder zum Hof bringen und die frei gewordenen Beete auf den Äckern mit Grubber und Pflug bearbeiten.
Was man jetzt schafft, braucht man nicht mehr im Frühjahr zu machen, wenn die Arbeitsbelastung tendentiell sowieso größer ist. Außerdem können Wind und Wetter und vielleicht auch der Frost, wenn er denn zu Besuch kommt, die aufgeworfene Ackerscholle über die Wintermonate etwas krümeln, was die Bearbeitung im Frühjahr erleichtert.
Interessant ist es auch, die sogenannte „
Gründüngung“ zu beobachten: Das Feld, auf dem nächstes Jahr der Frühkohl gepflanzt werden soll (Kohlrabi, Broccoli, Stielmus etc.), haben wir schon im August umgepflügt und dort eine Mischung aus Sonnenblumen, Buchweizen, Lein und Phacelia eingesät – allesamt Pflanzen, die den Boden gut durchwurzeln und beschatten und auch viel Grünaufwuchs erzeugen. Wenn dann stärkere Fröste die kälteempfindlichen Pflanzen zum Absterben bringen, fangen sie allmählich zu verrotten an. Die zahlreichen Bodenlebewesen bauen die Grünmasse dann zu Humus um. Der Boden wird damit fruchtbarer, kann im Sommer mehr Wasser speichern, vernässt im Winter aber auch weniger schnell und bleibt länger fein-krümelig – eine gute Voraussetzung für den Anbau anspruchsvoller Gemüsepflanzen.
Spät hell, früh dunkel – die Natur fordert uns auf, angefangene (Bau-)Projekte abzuschließen, aufzuräumen, zurückzublicken auf das Sommerhalbjahr... Wir setzen uns zusammen und überlegen, was wir im Winter schaffen wollen, planen aber auch schon das nächste Anbaujahr.
2017 wollen wir aber auch wieder schöne Mitmachtermine, Vorträge oder auch Seminare und auch Feste veranstalten. Wenn hier also jemand noch tolle Ideen oder auch Wünsche für das neue Jahr hat – wir nehmen Anregungen gerne entgegen.