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Donnerstag, 25. Mai 2023

"Ist der Mai kühl und nass... "

Hofbrief: KW 21 

Kalte Nächte im „Wonnemonat“ Mai sind nicht ungewöhnlich. In der Nacht vor Christi Himmelfahrt hat es uns besonders kalt erwischt. Das Hofthermometer hat kurzzeitig 0,8°C gemessen. Auf der Wiese fanden sich Flecken von Raureif. Die Zucchinisetzlinge auf dem Jungpflanzentisch sind arg zurückgefroren, während die schon gepflanzten Kürbisse auf unserer Pachtfläche in Nordwalde ohne Schaden geblieben sind.

Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass“ – bei der ersten Heuernte in diesem Jahr wurde diese Regel definitiv bestätigt. Der erste Schnitt war der ergiebigste seit Jahren und wir können zusammen mit den Schafen auf einen satten und sorgenfreien Winter hoffen. Ein Teil der Ernte von den Wiesen haben wir diesmal zu Silage pressen lassen, weil die Heutrocknung auf dem Dachboden solche Mengen gar nicht hätte aufnehmen können.

Gut sichtbar in der Hofeinfahrt gelegen gehen die Bauarbeiten für die neue Scheune ihren Gang. Die Fundamente sind so gut wie fertig gestellt und müssen jetzt noch vier Wochen aushärten. Dann rückt die Hallenbaufirma an uns setzt das Dach drauf. Die Leimbinder dafür befinden sich bereits in der Fertigung.
Etwas abseits liegt zur Zeit die Baustelle für den Bewässerungsteich noch brach. Nach einem eher feuchten Spätwinter und Frühling warten wir auf einen Rückgang des Grundwassers, um die Rohre und die Teichfolie im Trockenen verlegen zu können.
Bei beiden Baumaßnahmen sind Komplikationen aufgetreten und auch die allgemeine Preissteigerung hat die Kosten in die Höhe getrieben. Trotz eines großen Bankkredits, vieler Spenden und Überbrückungsdarlehen von Privatpersonen tut sich im Moment noch eine
Finanzierungslücke auf. Wer also die Möglichkeit hat, der Initiative Entrup 119 e.V. eine steuerlich absetzbare Spende oder ein zinsloses Darlehen zukommen zu lassen, kann uns gerne ansprechen.

Termine:

  • Sa., 3. Juni, 15 bis 17 Uhr:
    Hofführung im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit

  • Sa., 10. Juni, 11 bis 17 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit
    Wir sind mit einem Infostand dabei auf dem Überwasserkirchplatz in Münster

Dienstag, 28. Mai 2019

Hofbrief: KW 22


Ende Mai ist‘s schon. Die Rosen blühen und auch die ersten Holunderblüten wurden schon gesichtet. Das Gras, wo es nicht gemäht wurde, steht in seiner ganzen Frühlingsstärke da. Für die biologisch-dynamischen Präparate können Kamillenblüten und Brennnesseltriebe mit den ersten Blüten gesammelt werden. Dort, wo noch Feuchtigkeit im Boden verblieben ist, wächst es üppig und rasant, mancherorts macht sich aber deutlich die anhaltende Frühjahrstrockenheit bemerkbar.
Termine:
  • Sa., 01. Juni, 10 Uhr: Mitmachtag
    Für den Tag haben wir im Angebot:
    Brennholz spalten und wegstapeln, Hornmist-
    Präparat rühren und ausbringen, Fraßschutz für neu gepflanzte Obstbäume anbringen
    Anmeldung erbeten über: https://terminplaner4.dfn.de/QueFRmFZJrWwSGdG
  • So., 16. Juni, 14 Uhr: CSA-Jahresversammlung
    Nach einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr wollen wir noch einige Themen vertiefen:
    Es soll unter Anderem um die Streuobstwiese in Kümper gehen und um die Abholdepots in Münster und auf dem Hof. Außerdem haben wir einen Vorschlag, um das Mitmachen auf dem Hof zu erleichtern. Für alle neuen Teilgeber gibt es die Gelegenheit, den Hof bei einer kleinen Führung kennenzulernen. Bevor es dann zum kulinarischen Teil am Mitbring-Buffet geht, möchten wir erst für die Bienen den Tisch decken und auf 2000m² eine Blühwiese einsäen.
    Seid dabei!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Hofbrief: KW 21


Die vielen Feiertage im Mai sind für Landwirte und Gärtner ziemlich ungünstig gelegen – auch bei schönstem Frühsommerwetter heißt es da nicht Kurzurlaub, sondern Heuernte, Tiere versorgen oder pflanzen, pflanzen, pflanzen. Macht bei dem Wetter aber auch viel mehr Spaß als bei nasskalten fünf Grad im Nieselregen.
In den Gewächshäusern geht es gerade heiß her. Wir pflanzen die letzten Sommerkulturen. Bei zeitweise tropischen 30-35°C geht es dann an die pflegerische Arbeit: Tropfschläuche für die Bewässerung legen, den Boden mit einer dicken Mulchschicht vor der Sommerhitze schützen, die schnellwachsenden Tomaten und Gurken an senkrechten Schnüren aufleiten und wöchentlich ausgeizen, damit die Pflanzen nicht nur Blätter, sondern auch viele schöne Früchte ausbilden.
Gleichzeitig fordert das Feldgemüse unsere Aufmerksamkeit. Mit einigen Pflanzungen sind wir etwas im Rückstand: Nach und nach werden Salate, Fenchel und Bundzwiebeln, Kohlrabi und Spitzkohl gepflanzt, um eine kontinuierliche Versorgung den Sommer über zu ermöglichen. Auch an die kalte Jahreszeit muss schon gedacht werden. Die große Rosenkohlpflanzung steht bevor.
Bei dem anhaltend schönen Wetter muss ab und an die Bewässerung laufen, damit nichts vertrocknet.
I
n den wachsenden Kulturen muss dringend gehackt werden, denn die Beikräuter wachsen oft schneller als uns lieb ist.
Nächste Woche macht unsere Bäckerin Urlaub. Wie im letzten Jahr bekommen wir dann als Ersatz Brot vom Knuf-Bäcker aus Voltlage bei Osnabrück.
Termine:
  • Mi., 30. Mai, 17-20 Uhr:
    „Unter dem Hollerbusch“ Holunderseminar mit Kräuterspaziergang und Zubereitung von Holunder-Leckereien mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 25 €, Anmeldung über info@gierschundco.de

Mittwoch, 31. Mai 2017

Grüne Wucht – die Ernteeinheit Ende Mai

Gestern Abend schlug es mir im Abholdepot mit voller Wucht entgegen: VIEL GRÜN. Diese Menge Ende Mai haute mich um.  Mit einem Lächeln im Gesicht und dem Gedanken: "Wie soll ich das alles möglichst unversehrt nach Hause transportieren?" packte ich die unempfindlichen Knollen wie Kartoffeln und Pastinaken auf den Boden meines mitgebrachten Kartons, daneben den Spitzkohl, den Porree und zwei Bund Radieschen, Salate, Stilmus, Petersilie, Rucola obendrauf. Für das Brot bringe ich immer eine Papiertüte vom Bäcker mit, für die Eier einen Eierkarton und für den Käse Aufbewahrungsdosen in zwei Größen. So klappts dann mit dem Transport. Heute steht schönes Grünzeug auf dem Speiseplan.
Die Einheit abzuholen macht einfach immer gute Laune. Vor allem nach einem langen Bürotag, an dem die Augen viel Kunstlicht und Digitales ertragen mussten, tut die geballte bunte Vielfalt aus der Natur rund um Entrup 119 richtig gut.