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Donnerstag, 18. Juli 2019

Hofbrief: KW 29


Die Schulferien sind da und viele von Euch verreisen in den wohlverdienten Urlaub. Bitte denkt daran, Eure Lebensmittellieferung abzubestellen, damit die übrig gebliebenen Produkte in den Depots nicht verkommen.
Gerne könnt Ihr Euren Ernteanteil für die Dauer des Urlaubs an Freunde, Verwandte, Nachbarn oder Bekannte weitergeben – ein buntes und schmackhaftes Geschenk und auch eine gute Gelegenheit, um für den Hof zu werben.
Die Pflanzsaison auf den Feldern geht langsam zu Ende. Als letzte größere Aktion wird demnächst der Grünkohl gepflanzt – es folgen dann nur noch einige Spätsalate, Kohlrabi, Spitzkohl und Fenchel. Immerhin liegt die erste Jahreshälfte hinter uns und die Tage werden langsam kürzer.
Die Vielfalt an Gemüse nähert sich derweil dem Höhepunkt – entsprechend sind wir viel mit der
Ernte beschäftigt. Die wöchentliche Tomaten- und Gurkenpflege und viele schöne Stunden im Unkraut lassen keine Langeweile aufkommen.
Termine:
  • Fr., 26. Juli, 15:30 – 17:30 Uhr: Natur erkunden
    mit Heike Maria Schwahn
    Für Familien mit Kindern ab dem Laufalter bis 8 Jahren.
    Familienpreis 15 €.
    Anmeldung bis 12 Uhr am Veranstaltungstag:
    heikemariaschwahn@online.de
  • Sa., 03. August, 10 – 13 Uhr: Mitmachtag „Kartoffelernte“
    Die Frühkartoffeln sind erntereif! Im Frühjahr gepflanzt, im Sommer geerntet – ein Highlight (nicht nur) für Kinder, die Früchte der eigenen Arbeit nach Hause zu tragen.
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de

Donnerstag, 17. Januar 2019

Obstbaum-Schnittkurs: 26.01., 10 Uhr


Obstbaum-Schnittkurs in Altenberge am 26. Januar 2019 um 10 Uhr
Am Samstag, dem 26. Januar lädt die Initiative Entrup 119 e.V zum Obstbaum-Schnittkurs ein. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr auf dem Hof Entrup 119.
Auf den hofeigenen Streuobstwiesen finden sich diverse Apfel-, Birn und Kirschbäume in „bestem Alter“, aber auch einige Jungbäume.
Andreas Beesten, selbstständiger Obstgehölzpfleger und Kursleiter mit reichlich Erfahrung erklärt die wichtigsten Schnittarten und die Bedeutung des Schnittzeitpunkts. „Durch Schnitt kann die Lebenszeit eines Baum auf das Doppelte erhöht werden“, so Beesten.
Nach dem theoretischen Teil können die TeilnehmerInnen bei passendem Wetter „ran an die Bäume“ und das Gelernte gleich anwenden.
Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich bis Freitag, 25. Januar;
der Teilnahmebeitrag beträgt 15 € p.P.
26. Januar 2019
10:00 – 16:00 Uhr
Entrup 119
48341 Altenberge
weitere Informationen gibt es bei
Christiane oder Alex
02505-3361
mail[at]entrup119.de

Donnerstag, 24. Mai 2018

Hofbrief: KW 21


Die vielen Feiertage im Mai sind für Landwirte und Gärtner ziemlich ungünstig gelegen – auch bei schönstem Frühsommerwetter heißt es da nicht Kurzurlaub, sondern Heuernte, Tiere versorgen oder pflanzen, pflanzen, pflanzen. Macht bei dem Wetter aber auch viel mehr Spaß als bei nasskalten fünf Grad im Nieselregen.
In den Gewächshäusern geht es gerade heiß her. Wir pflanzen die letzten Sommerkulturen. Bei zeitweise tropischen 30-35°C geht es dann an die pflegerische Arbeit: Tropfschläuche für die Bewässerung legen, den Boden mit einer dicken Mulchschicht vor der Sommerhitze schützen, die schnellwachsenden Tomaten und Gurken an senkrechten Schnüren aufleiten und wöchentlich ausgeizen, damit die Pflanzen nicht nur Blätter, sondern auch viele schöne Früchte ausbilden.
Gleichzeitig fordert das Feldgemüse unsere Aufmerksamkeit. Mit einigen Pflanzungen sind wir etwas im Rückstand: Nach und nach werden Salate, Fenchel und Bundzwiebeln, Kohlrabi und Spitzkohl gepflanzt, um eine kontinuierliche Versorgung den Sommer über zu ermöglichen. Auch an die kalte Jahreszeit muss schon gedacht werden. Die große Rosenkohlpflanzung steht bevor.
Bei dem anhaltend schönen Wetter muss ab und an die Bewässerung laufen, damit nichts vertrocknet.
I
n den wachsenden Kulturen muss dringend gehackt werden, denn die Beikräuter wachsen oft schneller als uns lieb ist.
Nächste Woche macht unsere Bäckerin Urlaub. Wie im letzten Jahr bekommen wir dann als Ersatz Brot vom Knuf-Bäcker aus Voltlage bei Osnabrück.
Termine:
  • Mi., 30. Mai, 17-20 Uhr:
    „Unter dem Hollerbusch“ Holunderseminar mit Kräuterspaziergang und Zubereitung von Holunder-Leckereien mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 25 €, Anmeldung über info@gierschundco.de

Donnerstag, 20. Juli 2017

Hofbrief: KW 29


Wir sind mitten im Hochsommer angekommen – Ferien- und Urlaubszeit. Das Thermometer meldet 25°C, die Sonne strahlt. Das Getreide ist reif zum Drusch.
Die größten Pflanzungen auf den
Gemüsefeldern sind abgeschlossen, sogar der Grünkohl als letzte Wintergemüsesorte ist bereits gepflanzt. Am Donnerstag haben wir die letzten Aussaaten für das Freiland gemacht den 10. Satz Kohlrabi und den 13. Satz Salat. Mitte Juli gesät, Mitte August gepflanzt, das sind die spätesten Termine, die an unserem Standort noch sichere Ernte im Herbst erwarten lassen.
Fürs Erste wird die Arbeit aber nicht weniger. Rote Bete, Möhren und Pastinaken sind tief im Unkraut versunken und müssen
gejätet werden. Andere Gemüsekulturen werden laufend gehackt – zwischen den Reihen mit der pferdegezogenen Hacke, in der Reihe mit der Handhacke. Je früher wir die Beikräuter erwischen, desto erfolgreicher ist das Hacken – man kann aber leider nicht überall zugleich sein.
In den Folientunneln brachen Tomaten und Gurken viel Aufmerksamkeit. Wöchentlich muss man hier die wachsenden Triebe hochbinden, ausgeizen und welke Blätter entfernen, um ein Gleichgewicht von Blatt- und Fruchtwachstum herzusetellen.
Die Jungschafe weiden den Sommer über ganztägig auf unserem angepachteten Grünland, das teilweise über 10km von der Hofstelle entfernt ist. Mehrmals die Woche bekommen die Tiere eine neue Weide zugewiesen, damit sie stets gut satt werden. Das heißt für uns mehrmals die Woche Zaunbau mit einem mobilen Stecksystem und frisches Wasser zur Verfügung stellen. Ein Schattenplatz unter Bäumen ist für die Schafe zu dieser Jahreszeit unerlässlich.

Dienstag, 7. März 2017

Hofbrief: KW 10


Am vergangenen Samstag haben acht Teilgeber einen Teil unserer Streuobstbäume geschnitten. Ausgerüstet mit Rosen- und Astscheren und kleinen Sägen sind wir auf die Bäume geklettert und haben Totholz, nach innen und ineinander wachsende Triebe und ausladende Äste geschnitten. Mit geschärftem Blick konnten wir die besonderen Wuchseigenschaften von Apfel- und Birnbaum und sogar Unterschiede einzelner Sorten erkennen. Wer lieber am Boden bleiben wollte, hat mit einer Teleskopschere den äußeren Kronenbereich ausgelichtet oder die Reste aussortierter Früchte abgesammelt.
Nach getaner Arbeit sehen die Bäume harmonischer aus und sind besser geschützt vor Pilzkrankheiten, weil der Wind im Sommer die Krone besser durchlüften kann.
Und alle Beteiligten haben gemerkt, dass die Obstbaumpflege zeitaufwendig, aber auch interessant und
entschleunigend sein kann. Wer also diese Arbeit noch kennenlernen möchte – bis Ende März können wir uns noch einmal verabreden; es gibt noch einige Bäume, die bislang ungeschoren davongekommen sind.
Hier schon mal eine Einladung zu der ersten Kräuterwanderung „Die jungen Wilden“ mit Silke Flotho-Westrup.
Der Frühling hält Einzug und die Natur beginnt zu erwachen. Auf Schritt und Tritt begleiten uns die wilden Un-Kräuter – jeder sieht sie, doch wer kennt sie noch? Wer weiß noch, dass die Menschen die grünen Begleiter seit Jahrhunderten für die Heilung von Krankheiten oder zur Bereicherung in der Küche einsetzen?
Bei dieser Kräuterwanderung werden wir das Gelände des Gärtnerhofs Entrup erkunden und nach den „Jungen Wilden“ suchen. Wir nehmen uns Zeit, sie einmal von einer ganz anderen Seite zu betrachten. Wie sehen sie aus, wie riechen sie, welche kann man essen. Sie erfahren, was man beim Sammeln beachten muss und wie die Kräuter besonders für eine reinigende Frühjahrskur eingesetzt werden können.
Wenn es schon genug zu sammeln gibt, bereiten wir im Anschluss eine kleine Kostprobe zu, um die gesammelten Kräuter auch geschmacklich besser kennen zu lernen.
Da die Pflanzen gerade erst zu sprießen anfangen, findet die Wanderung entgegen der Ankündigung erst am Samstag den 25. März auch bei Regen statt.
Treffpunkt ist
am Hof um 11:00h.
Bitte feste Schuhe oder ggf. Gummistiefel mitbringen.
Es wird eine Teilnahmegebühr von 10,00 Euro pro Teilnehmer erhoben.
Verbindliche Anmeldung bei Silke unter der Telefonnummer 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder per Email an giersch-und-co -at- freenet.de Maximale Teilnehmerzahl: 15

Dienstag, 31. Januar 2017

Hofbrief: KW 5


Täglich werden im Schafstall neue Lämmer geboren. Besonders die älteren Schafe lammen meist selbstständig und kümmern sich sofort um ihren Nachwuchs. Beeindruckend ist jedes Mal, wie sicher die Tiere ihrem Instinkt folgen: Wenn die Wehen einsetzen, wird das Schaf unruhig, läuft herum, sucht sich im Stall eine ruhige Ecke und legt sich dann hin, wenn es nötig ist. Kaum sind die Lämmer da, werden sie schnellstens trocken geschleckt und zum Aufstehen ermuntert. Keine halbe Stunde und die jungen Schafstallbewohner sind auf den Beinen. Sie suchen schon Mutters warme Milch und bekommen auch, wenn nötig, mit gezielten Kopfstupsern den Weg zum Euter erklärt. Dort stellen sich die Bocklämmer meist etwas ungeschickter an, als ihre Schwesterchen, was bei uns Menschen ja auch oft nicht anders ist. Aber keine Schafmutter kann eher ruhen, bis die Lämmchen auch wirklich genug von der Erstmilch getrunken haben. Bei den Erstlammenden ist das schon ein bißchen anders: Die Lammungen dauern oft länger und es gibt die eine oder andere junge Mutter, die mit ihrer neuen Rolle erst warm werden muss. Für solche Fälle gibt es dann erstmal ein „Familienzimmer“, wo Schaf und Lämmer sich ungestört kennen lernen können.
Zweifelsohne muss aber gesagt werden, dass
eine zurückhaltende Geburtsbegleitung und im Ernstfall auch aktive Geburtshilfe so manches Lämmer- und auch Schafsleben gerettet hat. Und immer wieder muss ein Lämmchen mit der Milchflasche gefüttert werden, bis es fest im Leben ankommt. Also frühmorgens raus, spätabends raus in den Schafstall für einen Kontrollblick!

Am Montag gab es übrigens eine Vierlingsgeburt. Drillinge gibt es immer wieder, während es Mehrlinge das letzte Mal 2008 gab – einige von Euch kennen noch die Postkarte mit den fünf Lämmern an der Milchbar.

Am Samstag ist wieder Mitmachtag: Heckenpflege steht auf dem Programm.
Auf einer Grünlandfläche wächst die Schlehenhecke seit Jahren in die Breite und überwuchert die Wiese immer mehr. Hier wird deutlich – wir leben in einer Kulturlandschaft. Ohne beherztes Hand-Anlegen verbuscht eine Wiese, die wir für ein natürliches Biotop halten, und wird nach und nach zum Wald.
Wir wollen also die Säge schwingen und das Gebüsch wieder in die Schranken weisen. Das abgesägte Holz kommt dem Osterfeuer zugute.
4. Februar, 10 Uhr, Mittagessen um 13 Uhr inklusive, Anmeldung erwünscht
Samstag laden wir noch zu einer weiteren Veranstaltung. Dorit und Luz von der Zwischenzeit e.V. berichten von ihren Reisen nach Südmexiko und zeigen ihren Film „Wenn das Land zur Ware wird – Von der Zerstörung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung in Chiapas“. Mehr Infos gibt es auch im Post unter http://entrup119.blogspot.com/2017/01/wenn-das-land-zur-ware-wird-04022017.html
4. Februar, 14 Uhr im Hofcafé, Eintritt frei

Dienstag, 8. Dezember 2015

Hofbrief: KW 50


Ist auch der Beruf des Landwirts und der Gärtnerin ein Pflegeberuf?
Das ist jedenfalls unser Anspruch und insbesondere jetzt, im Winterhalbjahr, können wir dem auch gerecht werden.
Was aber pflegt die biologisch-dynamische Landwirtschaft?
Abstrakt ausgedrückt
kümmern wir uns um einen uns anvertrauten Teil der Natur und gestalten sie zu einer Kulturlandschaft. Und konkret?
Heckenpflege, Klauenpflege, Kompost- und Mistpflege, Käsepflege sind einige Stichworte dazu – alles will aufmerksam und zur rechten Zeit getan und stetig fortgeführt werden.
Wir mähen und beweiden die Wiesenflächen, damit sie nicht verbuschen, und
mehren ihre Fruchtbarkeit durch standortangepasste Düngung aus dem Betriebskreislauf. Wir erhalten Feldgehölze und pflegen Hecken und Streuobstwiesen durch fachkundigen Schnitt – ein Beitrag zur Wahrung der Artenvielfalt in Flora und Fauna und ein wirksames Mittel gegen Bodenerosion. Wir halten Nutztiere in überschaubarer Herdengröße und bemühen uns um wesensgemäße Lebensbedingungen für jede Tierart – Vollweide im Sommerhalbjahr, Heufütterung im Winter. Wir bearbeiten die Ackerböden möglichst schonend – wann immer möglich mit Hilfe der Arbeitspferde – und bemühen uns um abwechslungsreiche und reichhaltige Lebensmittelversorgung unserer Kunden.
Und noch etwas ist ein Herzensanliegen: Die Beziehungspflege zu unseren Mitgliedern und Teilhabern in CSA, Genossenschaft und Verein, zu Euch und Ihnen – nur so kann der Hof Entrup 119 unser aller gemeinsamer Hof werden und sein.