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Freitag, 18. Juni 2021

Hofbrief: KW 24 - Aufräumen oder nicht?

Beim ersten diesjährigen Ackertag am vergangenen Samstag wurde viel geschafft. Eine Gruppe hat die Kürbisbeete gehackt, damit die Pflanzen ungestört los wachsen können. Eine zweite Gruppe hat diverse Reihen Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Butterwirsing gejätet. Die Temperaturen ließen sich gut aushalten, weil der Himmel bedeckt war und ein spürbarer Wind wehte.

In den Hecken rund um den Hof blüht üppig der Holunder. Gerne könnt Ihr vorbeikommen und Euch Blüten pflücken für Sirup, Gelee oder Hollerküchlein.

Immer wieder hört man vom Bienen- oder Insektensterben als Indikator für einen Verlust der kleinteiligen und vielfältigen Lebensräume in der Natur. Als wesentliche Ursache dafür wird die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft genannt. Die Ackerschläge werden immer größer, um große Maschinen effizient betreiben zu können. Wiesen fallen dem Maisanbau zum Opfer. Pestizide machen reinen Tisch auf dem Acker – zugunsten einer Ertragsmaximierung bei der angebauten Frucht wird die Vielfalt weggespritzt.
Selbstredend ist auch die heile Welt des Bioanbaus ein Ideal, dass wir anstreben und doch nicht erreichen. Auch unsere Gemüsefelder sind in gewisser Weise Monokulturen. Auch wir mähen unser Grünland recht früh, um den Milchschafen ein eiweißreiches, „junges Futter“ bieten zu können.
Und doch muss an dieser Stelle
ein Lob auf unsere kultivierte „Unordnung“ gesungen werden. Auf den Schafwiesen wachsen nicht nur die Hochertragsgräser, sondern auch diverse Kräuter, die sich positiv auf die Gesundheit der Weidetiere auswirken. In den Gemüsebeeten bleibt – auch schon aus Zeitmangel – einiges an Beikräutern stehen. Unser Rasen ist fast nie getrimmt und es gibt in Hofnähe viele wilde Ecken – jede hat ihren eigenen Charakter und ist ein besonderer Lebensraum. Und wenn Heckenschnitt mal liegen bleibt, wird der Totholzhaufen zu einem tollen Lebensraum!

Donnerstag, 22. April 2021

Hofbrief: KW 16 - Wenn die Schwalben wiederkommen, bleibt wenig Zeit zum schreiben...

Letzte Woche sind die ersten Schwalben bei uns angekommen.
Noch ist für die fleißigen Vögel wenig Nahrung vorhanden: Die Heerscharen von Mücken und Fliegen schlüpfen und kriechen erst aus ihren Winterquartieren, wenn es etwas wärmer wird.

Jeder Tag beginnt mit einem fröhlichen Vogelkonzert. Die Farben von Gras, jungem Laub und Himmelblau leuchten im Sonnenlicht. Auf den Wiesen und an Wegrändern blühen Löwenzahn, Taubnessel und Gundermann. In den Obstbäumen wird fröhlich gebrummt und Nektar gesammelt.

Die Milchschafherde futtert sich genüsslich durch die jungen Triebe der Gräser und Kräuter. Die kühlen Temperaturen in diesem Frühjahr finden die Schafe sowieso sehr angenehm. Der Spätwinter hat etwas mehr Feuchtigkeit im Boden hinterlassen, als in den vergangenen Jahren. Hoffentlich gibt das einen üppigen Aufwuchs auf den Weiden!

Auf den Feldern ist der Futterhafer gekeimt und wächst jetzt los. Auf dem Gemüseacker pflanzen wir Zwiebeln und diverse Kohlsorten. In den Folientunneln werden demnächst die ersten Sommersalate reif, dazu Stielmus und Spinat. Nächste Woche pflanzen wir schon die ersten Zucchini, Bohnen und Gurken.

Dienstag, 28. Mai 2019

Hofbrief: KW 22


Ende Mai ist‘s schon. Die Rosen blühen und auch die ersten Holunderblüten wurden schon gesichtet. Das Gras, wo es nicht gemäht wurde, steht in seiner ganzen Frühlingsstärke da. Für die biologisch-dynamischen Präparate können Kamillenblüten und Brennnesseltriebe mit den ersten Blüten gesammelt werden. Dort, wo noch Feuchtigkeit im Boden verblieben ist, wächst es üppig und rasant, mancherorts macht sich aber deutlich die anhaltende Frühjahrstrockenheit bemerkbar.
Termine:
  • Sa., 01. Juni, 10 Uhr: Mitmachtag
    Für den Tag haben wir im Angebot:
    Brennholz spalten und wegstapeln, Hornmist-
    Präparat rühren und ausbringen, Fraßschutz für neu gepflanzte Obstbäume anbringen
    Anmeldung erbeten über: https://terminplaner4.dfn.de/QueFRmFZJrWwSGdG
  • So., 16. Juni, 14 Uhr: CSA-Jahresversammlung
    Nach einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr wollen wir noch einige Themen vertiefen:
    Es soll unter Anderem um die Streuobstwiese in Kümper gehen und um die Abholdepots in Münster und auf dem Hof. Außerdem haben wir einen Vorschlag, um das Mitmachen auf dem Hof zu erleichtern. Für alle neuen Teilgeber gibt es die Gelegenheit, den Hof bei einer kleinen Führung kennenzulernen. Bevor es dann zum kulinarischen Teil am Mitbring-Buffet geht, möchten wir erst für die Bienen den Tisch decken und auf 2000m² eine Blühwiese einsäen.
    Seid dabei!

Dienstag, 13. Juni 2017

Hofbrief: KW 24


Immer wieder hört man vom Bienensterben oder überhaupt von einem Rückgang aller Insektenpopulationen als Indikator für einen Verlust der Biotopvielfalt, sprich der kleinteiligen und vielfältigen Lebensräume in der Natur. Als wesentliche Ursache dafür wird die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft genannt. Die Ackerschläge werden immer größer und gleichförmiger, um große Maschinen effizient betreiben zu können, Wiesen fallen dem Maisanbau zum Opfer. Diverse Pestizide schließlich machen reinen Tisch auf dem Acker – zugunsten einer Ertragsmaximierung bei der angebauten Frucht wird die Vielfalt weggespritzt.
Selbstredend ist auch in der heilen Welt des Bioanbaus nicht alles Gold, was glänzt. Auch unsere Gemüsefelder sind in gewisser Weise Monokulturen, wenngleich für heutige Verhältnisse sehr kleine. Auch wir mähen unser Grünland recht früh, um den Milchschafen ein eiweißreiches, „junges Futter“ bieten zu können.
Und doch muss an dieser Stelle ein Lob auf unsere kultivierte „Unordnung“ gesungen werden. Auf den Schafwiesen wachsen nicht nur die Hochertragsgräser, sondern auch diverse Kräuter, die sich mit Sicherheit positiv auf die Gesundheit der Weidetiere auswirken. In den Gemüsebeeten bleibt – auch schon aus Zeitmangel – einiges an Beikräutern stehen. Unser Rasen ist fast nie getrimmt und es gibt in Hofnähe viele wilde Ecken – jede hat ihren eigenen Charakter und ist gewiss auch ein besonderer Lebensraum. Man kann über den Hof gehen und diese Orte aus der Perspektive der Natur betrachten; oder wie eine Imkerin, der ihre Bienen in der Phacelia arbeiten sieht. Ein sehr beruhigender Anblick.
Termine:
  • 24. Juni, 14:00 Uhr: Welche Landwirtschaft wollen wir?“ Hofbegehung in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft, Münster; Nach einleitenden Infos zum CSA-Konzept und zur Geschichte des Hofes folgen eine Hofführung, ein Imbiss mit hofeigenen Produkten (Unkostenbeitrag €8,-) und ein Referat von Roman Herre (FIAN) zur Situation kleinbäuerlicher Landwirtschaft in afrikanischen Ländern; Anmeldung erwünscht.
  • 25. Juni, 14:00 Uhr: CSA-Jahresversammlung - Für das gemütliche Beisammensein in fröhlicher Runde, Plaudern, Kennenlernen und Wiedertreffen bietet die gemeinsame Tafel eine schöne Gelegenheit. Bitte bringt eine Kleinigkeit eurer Wahl für das Buffet mit. Im inhaltlichen Teil blicken wir als „Bericht vom Hof“ auf das vergangene Jahr zurück und geben einen Einblick und Ausblick in die Bereiche Bäckerei, Gärtnerei, Landwirtschaft und Käserei. Vertiefen werden wir das Thema rund um unsere Schafmilch und laden Euch zu einem Rundgang ein. Wir freuen uns auf Euch!
  • 1. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag Kartoffelernte – Die ersten Frühkartoffeln sind da! Gemeinsam graben wir die zarten Knollen aus.

Mittwoch, 26. April 2017

Hofbrief: KW 17


Die Unbeständigkeit des Aprilwetters und auch mancher Nachtfrost der letzten Nächte lassen immer wieder staunen; nachdem der Monatsanfang mit Sonnenschein und frühsommerlicher Wärme verwöhnt hat.
Die frisch gepflanzten Gemüsekulturen auf den Feldern schützen wir mit weißem PP-Vlies vor der Kälte – auch in der Hoffnung auf eine frühere Ernte der allseits sehnsüchtig erwarteten Frühlingsgemüse. Allerdings sind die Vliese windanfällig und müssen nach der einen oder anderen Sturmböe wieder an ihren Platz gelegt werden.
Außerdem steht Ende April
in den Gewächshäusern ein Kulturwechsel an: An Stelle von Salaten, Radieschen und Spinat wollen wir Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen pflanzen – allesamt sind sie sehr wärmeliebend und kommen mit den kalten Nächten im unbeheizten Folientunnel gerade so zurecht. Tortzdem pflanzen wir möglichst früh, um auch möglichst früh ernten zu können.
Die diesjährigen Lämmer sind bereits alt genug und verbringen die Tage auf der Weide, wo sie frisches saftiges Futter vorfinden und sich nach Herzenslust bewegen können. Wegen der kalten Nächte können wir sie jedoch noch nicht Tag und Nacht draußen lassen.
Termine:

  • 29. April, 10:00 Uhr: Besuch bei den Bienen Wir treffen uns zunächst vor dem Hofcafe, um danach eine Audienz bei unserer Königin und Bien zu erhalten. Interessierte CSAler und Gäste sind eingeladen, in lockerer Runde Fragen rund um das Thema Honigbiene zu stellen.
  • 3. Mai, 10-16 Uhr: Präparatetag – Gemeinsam mit Kollegen aus der Demeter-Regionalgruppe stellen wir die biologisch-dynamischen präparate her; Gäste sind Herzlich Willkommen!
  • 6. Mai, 10:00 Uhr: Mitmachtag in der Hofbäckerei der Weg vom erdigen Getreide in Verbindung mit Wasser durch das Feuer zu einem lecker duftenden Laib Brot; Wie fühlt sich Brot backen an? Was kann eigentlich Alles ins Brot? Hofbäcker Jan möchte den Kindern das Backen über die Sinne und „elementare“ Erfahrungen erlebbar machen, für max. 8 Kinder von 6 – 10 Jahren, verbindliche Anmeldung bis zum 29.04., mitzubringen sind zwei Hände und Spaß am Matschen

Dienstag, 18. April 2017

Hofbrief: KW 16


Endlich sind die ersten Schwalben auch bei uns angekommen.
Ob des warmen Frühlingsanfangs wurden wir schon ungeduldig. Schließlich sind die vielen Mücken und Fliegen in den warmen März- und Apriltagen aus ihren Eiern geschlüpft und aus ihren Winterquartieren gekrochen und haben uns bei der Stallarbeit und auch die Tiere auf der Weide umschwirrt.
Die Schwalben aber haben sich nicht beirren lasen, und spätestens nach dem gestrigen Schneeregen muss man ihnen auch recht geben – der Frühling ist da, aber der April macht natürlich, was er will und so kommt der Nachtfrost eigentlich auch gar nicht überraschend. Die Schwalben können sich also noch getrost einige Tage Zeit lassen, bis der Frühling sich wieder von seiner warmen Seite zeigt.
Zwischen Melkstand und Schafstall bauen wir gerade ein neues Vordach. Es soll vor allem der Heuwerbetechnik einen trockenen Unterstand bieten und die Abläufe bei der Einlagerung des Heus optimieren.
Soweit möglich verwenden wir für die Dachkonstruktion selbst geschlagenes Holz. Außerdem erweist es sich an dieser Stelle als Vorteil, dass das neue Vordach keine neue Fläche versiegelt – darunter befindet sich betonierte Hoffläche, die schon seit Jahrzehnten befestigt ist.
Termine:
  • 22. April, 15:00 Uhr: Hofbegehung durch die Gewächshäuser und über die Gemüsefelder; außerdem lohnt ein Besuch bei den Milchschafen auf der Weide
  • 26. April, 17:30 Uhr: Kräuterwanderung „Wiesendips“, verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder über
    giersch-und-co@freenet.de, max. 15 Teilnehmer, Teilnahmegebühr 10 €
  • 29. April, 10:00 Uhr: Besuch bei den Bienen
  • 6. Mai, 10:00 Uhr: Mitmachtag in der Hofbäckerei der Weg vom erdigen Getreide in Verbindung mit Wasser durch das Feuer zu einem lecker duftenden Laib Brot; Wie fühlt sich Brot backen an? Was kann eigentlich Alles ins Brot? Hofbäcker Jan möchte den Kindern das Backen über die Sinne und „elementare“ Erfahrungen erlebbar machen, für max. acht Kinder von 6 – 10 Jahren, verbindliche Anmeldung bis zum 29.04., mitzubringen sind zwei Hände und Spaß am Matschen

Dienstag, 11. April 2017

Hofbrief: KW 15


Wenn die ersten Frühjahrssätze Gemüse gepflanzt sind, müssen wir uns die Zeit nehmen und unserem Ackerboden und seinen Bewohnern etwas Gutes tun.
Nur ein kleiner Teil der Gemüsebeete ist schon jetzt bepflanzt, viele Flächen liegen noch kahl da. Kürbisse, Sellerie und Zuckermais pflanzt man zum Beispiel erst Mitte Mai, weil sie die eiskalten Nächte, die es vorher noch geben kann, nicht überleben würden. Auch das Lagergemüse für den Winter wird erst im Frühsommer gepflanzt. Der Boden braucht aber eine Bedeckung als Schutz vor Trockenheit, vor Wind und starken Niederschlägen, um dauerhaft lebendig und fruchtbar bleiben zu können.
Deshalb säen wir zur Begrünung sogenannte Zwischenfrüchte oder Gründüngungsmischungen aus – schnellwachsende Pflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Malve, aber auch Klee, Erbsen oder Wicken. Sie schützen nicht nur die Ackerkrume vor Erosion, sondern durchdringen den Boden auch mit ihren tief reichenden Pfahl- oder den vielen Feinwurzeln. Oft sind auch Blütenpflanzen dabei, die unser Auge erfreuen und diversen Insekten als Nahrung dienen.
Zwei Wochen vor der Gemüsepflanzung müssen wir die Gründüngungen dann mulchen und in den Boden einmischen – aus der sich zersetzenden Pflanzenmasse baut sich dann Humus auf. Das Gemüse profitiert von dem fruchtbaren und lockeren Boden.
Termine:
  • 15. April, 19:30 Uhr: Osterfeuer – Das gemütliche Beisammensein am warmen Feuer findet bei jedem Wetter statt. Bitte eine Kleinigkeit für das Buffet mitbringen
  • 22. April, 15:00 Uhr: Hofbegehung durch die Gewächshäuser und über die Gemüsefelder; außerdem lohnt ein Besuch bei den Milchschafen auf der Weide
  • 26. April, 17:30 Uhr: Kräuterwanderung „Wiesendips“, verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder über giersch-und-co at freenet.de, max. 15 Teilnehmer, Teilnahmegebühr 10 €
  • 29. April, 10:00 Uhr: Besuch bei den Bienen

Sonntag, 12. Februar 2017

Wie war das Entruper Bienenjahr 2016?

Barbara und Tina berichten:

Die Jahreszeitenuhr dreht sich unaufhaltsam weiter. Wir haben nun schon Februar, draußen liegt Schnee, die Temperaturen sind frostig. Die Bienen ziehen sich im Winter zu einer Traube zusammen, sodass im Inneren eine konstante Temperatur von 20-22 ºC gehalten werden kann. „Heizerbienen“ haben alle Flügel voll zu tun. Im Leerlauf, durch Muskelzittern der Flugmuskulatur erwärmt sich der Brustabschnitt und dient als Wärmequelle.

Wir blicken auf ein entspanntes, lehrreiches Bienenjahr. An dem Bienenstand hinter dem neuen Folientunnel haben wir zwei Völker über das Jahr hin betreut. Emsig haben die Arbeiterinnen Blüten bestäubt, Nektar und Pollen gesammelt und die beiden Königinnen unermüdlich für Nachkommen gesorgt. Es ist immer wieder faszinierend das Treiben am Flugloch zu beobachten. „Wächterbienen“ halten die Stellung und stürzen sich auf Alles, was nicht den eigenen Stockgeruch hat. Bienen mit dicken Pollenhöschen setzen zur Landung an; junge Flugbienen drehen den ersten Orientierungsflug. Jedes Volk und jede Zeit hat seine ganz eigene Stimmung.
junge Honigbiene schlüpft
                                                                                 
Wir haben 2016 weiterhin mit unserem Wachskreislauf experimentiert. Es wird empfohlen, vorgefertigte Wachstreifen als Orientierungshilfe anzubringen. Unser Ziel ist es jedoch, einen komplett eigenen Wachskreislauf zu schaffen und so haben wir mit völlig leeren Rähmchen gearbeitet. Fazit: Die Bienen haben ordentliche, wunderschöne helle Waben gebaut, in denen sie nach der Herbstdurchsicht ca. 19 kg Honig gelagert haben.
Aus einer Wabe haben wir erstmalig ein Kilo duftenden Honig geerntet und die goldgelb gefüllten Gläser der Hofgemeinschaft geschenkt.
In der konventionellen Imkerei würde einem Volk 30 kg oder mehr Honig entnommen. Wir bemühen uns, durch Beobachten und fachlichem Austausch, um weitere Schritte hin zu einer wesensgemäßen Haltung. So steht für uns zur Zeit nicht die Honiggewinnung im Vordergrund.

Da im letzten Winter ein Volk durch die Varroamilbe gestorben ist, haben wir sehr sorgsam die herbstliche Behandlung mit Ameisensäure durchgeführt. Die anschließende Schätzung der vorhandenen Milben erbrachte einen geringen Befall.

Als Schutz vor Mäusen, die es sich im Spätherbst gerne im warmen Bienenstock gemütlich machen, wurden Mäusegitter vor den Fluglöchern befestigt.

Die letzte Herbstdurchsicht hat uns allerdings heftig erschüttert. Unser „Urvolk“, welches das Hochwasser überlebt und einige Ableger erzeugt hat ist gestorben. Noch stehen wir vor einem Rätsel und forschen an der Ursache.

An dieser Stelle ist der wertvolle Kontakt zu Müfera zu erwähnen. Müfera (Melifera Münster) ist eine konstante und lockere Gruppe von Imkern, die sich praktisch und fachlich mit der wesensgemäßen Bienenhaltung beschäftigt. Wir treffen uns etwas unregelmäßig bei den Imkern privat, tauschen Tipps und diskutieren über den Bücherskorpion, Einraumbeuten, Zertifizierungen und was im Jahresverlauf ansteht. 

  Ausschau 2017


In diesem Jahr ist im Rahmen der Veranstaltungsreihe ein „Besuch bei den Bienen“ in Planung. Angedacht ist ein kurzer Überblick über das Leben des Bien und natürlich ein Kontakt auf Facettenaugenhöhe.
Termin ist der 29.04.2017

Weiterhin liegt uns die Bienenweide oder Bienentrachtpflanzen sehr am Herzen. Entrup ist schon eine Oase für bestäubende Insekten, aber vielleicht können wir die Vielfalt noch erhöhen?

Wer sich für das Wunderwerk Honigbiene interessiert und sich unserem Imkerteam anschließen möchte, ist herzlich willkommen!

Auf dem Hof ist die Lammzeit voll im Gange, unsere Bienen benötigen für ihre Flugfähigkeit eine Außentemperatur von mindestens 12 ºC – somit ist noch Winterruhe für Bienen und Imkerinnen!




Dienstag, 10. Januar 2017

Hofbrief: KW 2


Ein neues Jahr beginnt. Auch wenn der Jahreswechsel etwas Abstraktes ist und der Termin willkürlich festgelegt, muss doch der Wunsch „Frohes Neues Jahr!“, den man gerade von allen Seiten zugerufen bekommt, trotz allem als eine große Chance verstanden werden. Zusammen mit dem Weihnachtsfest kann Neujahr dazu anregen, eine Zäsur zu machen. Man erklärt das alte Jahr für abgeschlossen und bekommt dadurch die Chance, einen Neuanfang zu wagen. Was ist so schlimm daran, wenn man sich, ganz klassisch, Vorsätze macht fürs neue Jahr?!
Als Hofteam arbeiten wir daran, 2017
noch besser zusammenzuarbeiten, um die Versorgung unserer Kunden und Mitglieder weiter zu verbessern. Und wir tun unser Mögliches, um das Gemeinsame an unserem Gemeinschaftshof zu stärken – das etwas schwerfällige rechtliche Konstrukt aus CSA, Genossenschaft und Verein muss laufend mit Leben gefüllt werden.
Ein erster Beitrag dazu ist unser neuer Veranstaltungskalender, der unter dem Link http://www.entrup119.de/gaertnerhof/termine-2o17.php bereits einsehbar ist und in den nächsten Tagen auch gedruckt vorliegt.
Bei diversen Mitmachtagen, Hofführungen und Festen gibt es wieder die Möglichkeit, Entrup 119 (noch besser) kennen zu lernen. Als besondere Highlights gibt es dieses Jahr eine kleine Hofkäse-Schule, Kräuterwanderungen, einen Bäckerei-Mitmachtag und einen Besuch bei den Bienen. Wir hoffen auf positive Resonanz und freuen uns schon auf die neuen Veranstaltungen.
Ein Blick auf das letzte Jahr sei an dieser Stelle aber doch noch erlaubt:
Zum Weihnachtsfest wurden wir von Euch reich beschenkt. Viele Mitglieder haben zusammengelegt, um dem Hofteam eine Freude zu machen. Feierlich wurde uns ein Umschlag mit einer lieben Grußkarte und einem stolzen Sümmchen übergeben. Voraussichtlich können wir damit einen schönen Betriebsausflug unternehmen. Vielen Dank!

Mittwoch, 23. November 2016

Bundesweiter Wettbewerb „Wir tun was für Bienen!“

(ein Beitrag von der Initiative "Deutschland summt!")

Das ist der noch nie da gewesene, bienenfreundlichste und gemeinschaftlichste Wettbewerb aller Zeiten:
für die Bienen, für das Leben, für unsere Zukunft!

Wenn wir JETZT nicht gemeinsam handeln, riskieren wir das Verschwinden der so wichtigen Bestäuberinsekten. Verschieben gilt nicht :-)
Deshalb gibt es jetzt diesen großen Mobilisierungs-Wettbewerb:
  • Wir machen mobil und bepflanzen Deutschland - und zwar bienenfreundlich! Jeder darf. Jeder kann.
  • Pollen und Nektar satt - für unsere Wild- und Honigbienen.
  • Wunderschöne Augenweiden für uns selbst.
  • Tolle Gemeinschaftserlebnisse. Sind auch Sie dabei?
  • Wir erleben dabei die Jahreszeiten:
    "Herbstsummen 2016", "Frühjahrssummen 2017" und "Sommersummen 2017"
Wir laden also hier und heute alle Menschen ein - groß und klein, im privaten oder beruflichen Umfeld - etwas für unsere Bienen zu tun. Besonders unsere 560 Wildbienenarten sind stark bedroht. Aber auch die Honigbienen hungern, vor allem auf dem Land.

Preise:
Jede Etappe hat ihre Gewinner. Neben Geldpreisen gibt es viele Gutscheine zu gewinnen, die auch für Gruppen interessant sind. Von Carsharing bis Ökostrom, von Büroartikeln bis Lebensmittel, von Gartenmöbeln, Spielmaterialien bis Sportsachen ist alles dabei.

Warum fehlt das Summen?
Viele Gärten und Parks sind geprägt von sterilen Flächen aus Schotter, Rasenflächen, Thujahecken und Zierpflanzen. Auf dem Land sieht man kaum einen Blühstreifen geschweige denn ein buntes Feld mit Mohn, Kamille und Kornblume. In ihren schrumpfenden und vergifteten Lebensräumen finden die Bienen immer weniger Nahrung und Strukturen, um ihre Eier abzulegen.

Unter dem Motto „Be happy! Make a bee happy.” ruft die Initiative Deutschland summt! in einem bundesweiten Wettbewerb dazu auf, gemeinschaftlich naturferne Flächen für unsere Bienen und die Natur zurückzuerobern. Die Vision: In jeder Stadt und Gemeinde finden sich viele Menschen, die sich am innovativen Wettbewerb beteiligen. Es werden Gruppen aller Art prämiert, die sich gemeinsam für die Bienen, die biologische Vielfalt und damit für unsere Zukunft einsetzen. Ob Firmenkollegen, Vereinsmitglieder oder Flüchtlingsgruppen, ob Kitas oder Sportler, alle dürfen mitmachen. Von Privat-, Schul- oder Unternehmensgärten bis hin zu kommunalen Parks – überall sollen heimische Pflanzen erblühen und Nektar und Pollen spenden!

Der Wettbewerb wird in drei Etappen durchgeführt: Herbstsummen 2016, Frühjahrsummen 2017 und Sommersummen 2017. Ein Einstieg in den Wettbewerb ist jederzeit möglich und alle Etappen sind mit attraktiven Preisen ausgestattet. Die einzelnen Aktionen werden von den Teilnehmern auf der Plattform www.wir-tun-was-fuer-bienen.de hochgeladen. Dort finden sich ausführliche Informationen zum Wettbewerb sowie Tipps und Tricks zum Bienenschutz.

Daniela Schadt, Schirmherrin von Deutschland summt!, unterstützt den Wettbewerb: „Jeder kleine Beitrag zum Schutz der Wildbienen kann helfen, ihren Lebensraum zu erhalten. ‚Wir tun was für Bienen!‘ – in diesem Bewusstsein ermutigen wir uns gegenseitig in einem Wettbewerb, der unsere Ökosysteme und so jeden einzelnen von uns bereichern wird.“


Hintergrundinformationen:
Die Initiative Deutschland summt! (www.deutschland-summt.de) der gemeinnützigen Stiftung für Mensch und Umwelt (www.stiftung-mensch-umwelt.de) möchte Aufmerksamkeit für die Bienen, die Stadtnatur und unsere Abhängigkeit von einem funktionierendem Ökosystem schaffen. Am Beispiel der Bienen kann man den Menschen die Dramatik des Rückgangs der biologischen Vielfalt ganz plastisch vor Augen führen und sie andererseits inspirieren und mobilisieren, selbst etwas dagegen zu unternehmen.
Deutschland summt! stellt das Thema „Bienen“ in unterschiedlicher Art und Weise in den Fokus, agiert öffentlichkeitswirksam und vernetzend. Aus Berlin summt!, Startpunkt der Gesamtinitiative und gegründet im Jahr 2010, wurde schnell ein Skalierungsprojekt, dem sich Engagierte aus (bisher) elf weiteren Städten anschlossen: Hamburg, Frankfurt am Main, München, Hannover, Eichstätt, Schweinfurt, Pfaffenhofen a.d. Ilm, Vierkirchen, Ingolstadt, Neuenhagen und Mühlacker.

Warum sind die Bienen so schützenswert?
Den Bienen geht es schlecht! Sie finden in unseren aus- und aufgeräumten Landschaften immer weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten. Zudem werden sie durch Pestizide schwer geschädigt. Mehr als die Hälfte unserer heimischen Wildbienenarten stehen schon auf der Roten Liste. Das alles geht uns direkt an, sind doch die Wildbienen sowie unsere Honigbiene wegen ihrer immensen Bestäubungsleistung notwendig für das Fortbestehen zahlreicher heimischer Pflanzenarten. Für unzählige Lebewesen, einschließlich uns Menschen, stellen Pflanzen bzw. die Früchte und Samen, die sie hervorbringen, die Nahrungsgrundlage dar. Es ist also dringend notwendig, die 560 bei uns heimischen Bienenarten zu unterstützen. Zum Glück ist es ganz leicht, den sympathischen Summern unter die Flügel zu greifen, und es macht zudem großen Spaß!

(ein Beitrag von der Initiative "Deutschland summt!")

Freitag, 8. April 2016

Hofbrief: KW 14


Schon wieder gab es schönstes Wetter und so viele Teilgeber beim vergangenen Mitmachsamstag, wie lange nicht mehr. Die Kartoffeln waren im Nu in der Erde und es blieb sogar noch Zeit, um die ersten Freiland-Salate zu pflanzen. Auch die ImkerInnengruppe hatte regen Zulauf und konnte einige Bienenbeuten reinigen.
Ganz deutlich erlebbar wurde für uns diesmal: Gemeinsam schafft man mehr und die Arbeit geht leichter von der Hand.
Am kommenden Samstag (9. April) lädt unser Verein, die „Initiative zur Erforschung und Förderung des biologisch-dynamischen Landbaus Entrup 119 e.V.“, um 16.00 Uhr zur Jahresmitgliederversammlung ein. Auch Gäste sind herzlich willkommen.
Neben einem mündlichen und fotografischen Rückblick auf das vergangene Jahr und diversen Formalia wird es Gelegenheit zum Austausch geben.
Die Wiesen und Weidern werden jetzt sichtbar dunkler, grüner – das Gras wächst wieder, es wird Frühling. Die Schafherde und auch die Pferde freuen sich darauf, wieder aus ihren Ställen raus zu kommen.In der Umgewöhnungszeit von Heufütterung auf Weidegang dürfen die Tiere allerdings nur für wenige Stunden raus. Für die Verdauung bedeutet es nämlich eine grundlegende Umstellung. die nur Schritt für Schritt vollzogen werden darf.

Sonntag, 3. April 2016

Endlich Frühling - Gedankengut einer Entruper Biene (von Barbara)

Karsamstag war es endlich so weit. Die Salweide (die Menschen nennen diesen Strauch auch „Kätzchen“) stand in voller Blüte - das Signal für uns, dass die Winterruhe vorbei ist und es draußen wieder Futterquellen gibt.
Etwas benommen von der Dunkelheit und der langen Bewegungseinschränkung im Stock flog ich mit meinen Schwerstern zur nahe stehenden Salweide und spürte, dass mein Sammeltrieb wieder eingesetzt hatte. Der vergangene Winter war für uns nicht sehr hart. Wir hatten reichlich Honig. Gelegentlich konnten wir auch einen kleinen Ausflug nach draußen machen, um unsere Bläschen zu entleeren und ein wenig Bewegung zu haben. Dann ging es schnell wieder in unsere Traube, in der wir dicht an dicht hängen und in deren Mitte sich „Queen Mum“ befindet.
Die spät einsetzende Kälte hat die Brutzeit der Varroamilben, die dem 2. Ableger den Garaus gemacht haben, verlängert. Tina und Barbara haben Mitte Dezember den Milbenbefall überprüft und kurz vor Weihnachten allen Völkern Oxalsäure-ekeliges Zeug gesprüht. Da war unsere Brutphase schon beendet. Das hat uns, dem Stammvolk und dem 1. Ableger das Leben gerettet.
Am vergangenen Samstag wurde unsere Wohnung geschrubbt, b.z. die Holzbeuten vom Dachboden gereinigt und das alte Wachs eingeschmolzen. Denn spätestens wenn die Kirsche blüht, benötigen wir ein Stockwerk mehr.
Aber für heute genug gebloggt.
Je nach Blütenstand und Arbeitseinsatz melde ich mich und berichte von Hof und Staat.

Dienstag, 29. März 2016

Frühjahrsputz bei den Bienen! - ein Beitrag von Tina und Barbara

Liebe CSAler, MitmacherInnen und Bienenfreaks,

die Salweide blüht und unsere Damen sind emsig!
 
Barbara und Tina planen am kommenden Mitmachsamstag neben der Kartoffelaktion einen Frühjahrsputz der Holzbeuten auf dem Dachboden.
Die alten Wachsreste werden eingeschmolzen und die Beuten gereinigt. Das Wachs wird im Anschluß bei den Ledder Werkstätten wieder zu Platten verarbeitet, die als Starthilfe den Bienen beim Wabenbau dienen.
Wer Lust hat zu helfen und/oder Bienen-Wissen und Geschichten auszutauschen, der/die ist herzlich willkommen!

Zusätzlich freut sich die BienenCrew über Verstärkung beim Betreuen der Bienen über das Jahr.
summende Grüße
Barbara und Tin

Hofbrief: KW 13


Das Osterfeuer hat am Karsamstag-Nachmittag bei schönstem Wetter viele Menschen zum Hof auf die Obstwiese gelockt. Das Holz war etwas feuchter, als in den Vorjahren, sodass wir uns viele Stunden an den Flammen erfreuen, Köstlichkeiten am Buffett genießen, Bekannte wiedertreffen und neue Menschen kennen lernen konnten.
Für die Frühjahrspflanzungen auf den Gemüsefeldern treffen wir die letzten Vorbereitungen – Grubbern, Eggen, Dämme formen. Außerdem wird zu Vegetationsbeginn das biologisch-dynamische Hornmistpräparat ausgebracht. Es fördert die Lebendigkeit im noch nicht erwärmten Frühlingsboden und regt das Wurzelwachstum an.Jedes Jahr aufs Neue ist es ein schönes Gefühl, aus der Enge der Gemüselagerräume und der Gewächshäuser auf die noch leeren Äcker zu gehen und dort die Saat für eine reiche Ernte zu legen.
Am kommenden Samstag (2. April, 10.00 Uhr) ist wieder Mitmachtag. Neben dem Gartenteam freuen sich Rosara und Venezia auf Euer kommen – unsere zwei diesjährigen Frühkartoffelsorten. Über drei Tausend vorgekeimte Pflanzknollen sollen in die Erde gelegt werden – erfahrungsgemäß eine kurzweilige Arbeit auch für Kinder jeden Alters. Ganz nebenbei lernen wir etwas über das Bodenleben im Frühjahr.
Barbara und Tina planen am kommenden Mitmachsamstag neben der Kartoffelaktion einen Frühjahrsputz der Bienen-Beuten auf dem Dachboden.
Die alten Wachsreste werden eingeschmolzen und die Beuten gereinigt. Das Wachs wird im Anschluß bei den Ledder-Werkstätten wieder zu Platten verarbeitet, die als Starthilfe den Bienen beim Wabenbau dienen.
Wer Lust hat zu helfen und/oder Bienenwissen und -geschichten auszutauschen, ist herzlich willkommen!
Zusätzlich freut sich die BienenCrew über Verstärkung beim Betreuen der Bienen über das Jahr.
Wir bitten zu den Mitmachaktionen um Anmeldung.

Freitag, 4. September 2015

Entruper Bienen (verfasst von Barbara)

(verfasst von Barbara)
Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet,
hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.
Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr,
keine Menschen mehr.
(Diese Weisheit soll von Albert Einstein stammen.)


Wenn Bienen in den Blüten zu Gast sind, verhelfen sie zu gutem Samen- und Fruchtansatz bei Nutz- und Wildpflanzen. Ein zahlreiches Vorkommen von Blütenbestäubern ist für die Vielfalt von Flora und Fauna unentbehrlich.
(bgl. Bienenlehrpfad Pfäffikon, SZ)

Seit Mitte März (be)hüten Silke und Barbara und seit Mai auch Tina die Entruper Bienen. In einer Seminarreihe des Imkervereins Greven erhalten sie durch Frau Dr. Pia Aumeier von der Uni Bochum eine Fülle von Informationen, die dann im praktischen Teil an Bienenstöcken auf dem Bioland-Apfelhof Helmig demonstriert und erprobt werden.

Im März galt es zuerst zu sichten, ob das vorhandene Entruper Bienenvolk den Winter überlebt hatte. Ein starkes Volk zeigte sich beim ersten Blick in den Stock. Es war durch reichlich vorhandenen Honig in den Waben und eine artgerechte Behandlung im Vorjahr durch Conny gut über den Winter gekommen. Bis zum Blühen der Salweide waren die Bienen weiterhin gut versorgt, sodass nicht zugefüttert werden musste.
Seitdem ist viel Erfreuliches passiert. Die Flugbienen sammeln fleißig, die Königin sorgt unermüdlich für Nachkommen, die Arbeiterinnen füttern die Brut und große Flächen der Waben sind mit duftendem Honig gefüllt.

Ein beglückender Augenblick war es, als festgestellt werden konnte, dass in dem im Mai gebildeten Ableger die dort neu aufgezogene Königin befruchtete Eier legt. Unbeobachtet hat sie den erforderlichen Hochzeitstanz gemacht.
In den folgenden Wochen wurde regelmäßig nachgeschaut, ob das alte Volk in Schwarmstimmung ist. Entwarnung!
In einem Tagebuch werden durchgeführte Arbeitsschritte und Maßnahmen dokumentiert.

Nun gilt es, den Varroamilbenbefall, der zum Sterben eines ganzen Bienenvolkes führen kann, zu beobachten.
Nicht vor Ende August soll dann durch Sprühen von Ameisensäure den Milben der Garaus gemacht werden.

Zur Zeit stehen in erster Linie die Stärkung und der Erhalt des alten und neuen Bienenvolkes im Vordergrund. Die wirtschaftliche Nutzung durch das Ernten von Honig im sogenannten Wirtschaftsvolk hat nicht stattgefunden. Der Ableger muss durch Zufütterung unterstützt werden, da der berechnete Honigvorrat nicht reichen wird.

Jedes Bienenvolk hat seinen eigenen Charakter. Die Entruper Bienen sind sehr friedlich und lassen ein Arbeiten an ihrem Zuhause vertrauensvoll und recht gelassen zu.
Wenn sie dann mal ihrem Verteidigungstrieb folgten und den Stachel einsetzten, war es bisher sanft und wenig schmerzhaft.

(verfasst von Barbara)