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Mittwoch, 13. April 2022

Von hohen Zäunen und tiefen Gräben...

Hofbrief: KW 15 

Die trockenen warmen Frühlingstage sind wieder da. Mitte der Woche müssten die Ackerflächen wieder trocken genug sein und dann gibt es ganz viel zu pflanzen und zu säen. Möhren und Zwiebeln, Bohnen, diverse Salate und Kohlsorten sind schon ganz ungeduldig. Um den Boden gut vorzubereiten eggen wir noch einmal die gepflügten Beete und legen kleine Dämme an. Dazu bringen wir das biologisch-dynamische Hornmistpräparat aus.

Bis dahin beschäftigt uns mal wieder der Tiefbau. Um das Regenwasser vom Scheunendach für die Bewässerung der Gewächshäuser nutzen zu können, verlegen wir neue Leitungen von der Zisterne zu den Tunneln. In den Tunneln selber bauen wir neue Düsen ein und eine kleine Bewässerungssteuerung, die uns in Zukunft hoffentlich viel Arbeitszeit beim Beregnen der Gewächshausbeete ersparen werden. Das ist zugleich eine Vorübung für das Projekt, das wir uns für den Sommer vorgenommen haben: Die Freilandgemüseflächen am Hof sollen dann mit neuen größeren Wasserleitungen versorgt werden.

Zu Beginn der Weidesaison gibt es Neuerungen bei den Zäunen, die uns einiges an Arbeitszeit abverlangen. Weil auch in unserer Gegend mittlerweile Wölfe gesichtet worden sind und weiter westlich am Niederrhein auch Wolfsrudel nachgewiesen wurden, müssen wir alle Zäune um einen halben Meter aufstocken und mehr Zaundrähte installieren. Nur so können wir guten Gewissens die Tiere auf die Weide lassen.

Donnerstag, 25. März 2021

Hofbrief: KW 12 - Frühlingsbeginn

Am Samstag begann astronomisch betrachtet der Frühling das passende Wetter lässt noch ein wenig auf sich warten…
Die Wintergemüsevorräte im Lager und auf dem Feld schwinden und manche lieb gewonnene oder auch verhasste Gemüseart wird man demnächst verabschieden dürfen. Rettich und Steckrüben, Weiß- und Rotkohl sind verbraucht und auch von Feldsalat und Postelein müssen wir uns bald verabschieden.

Die Menge der Milchprodukte nimmt aber bereits wieder zu – immer mehr Lämmer sind alt genug, um von Heu allein satt zu werden, sodass der Hofkäserei von Tag zu Tag mehr Milch zur Verfügung steht. Der erste Schnittkäse reift bereits im Keller. Außerdem sind noch einige Jungschafe aus dem Vorjahr übrig – es wird also noch einige Male Fleisch geben.
Die
Folientunnel sind reich bepflanzt mit Frühjahrskulturen wie Stielmus, Spinat, Mangold, Salate, Radies, Kohlrabi, Fenchel und Spitzkohl. Das Anzuchtgewächshaus ist voll mit tausenden von Setzlingen für die ersten Pflanzungen auf dem Acker. Auch wenn der Boden noch recht feucht ist von den Niederschlägen der letzten Wochen, wollen wir Anfang April mit Pflanzungen und Aussaaten im Freiland starten; bis dahin müssen aber noch einige Bearbeitungsschritte passieren:
Einige Flächen sind ungepflügt in den Winter gegangen, was jetzt eilends nachgeholt werden muss.
Dann werden die Pflugschollen mit Egge oder Schleppe zerkleinert, um den Acker eingezuebnen.
Eine Besonderheit im biologisch-dynamischem Anbau sind die Präparate:
Demnächst wird das selbst hergestellte Hornmistpräparat ausgebracht – zur ersten Bodenbearbeitung auf die Felder, zum Vegetationsbeginn auf die Wiesen.

Mit einfachen technischen Mitteln, möglichst wenig Energieaufwand (unbeheizte Folientunnel) und einem sich ergänzenden Angebot aus Pflanzenbau und Tierhaltung gestalten wir den Speiseplan in der Fastenzeit.

Dienstag, 21. März 2017

Hofbrief: KW 12


Das sonnige Wetter Mitte März hat den Ackerboden schon so gut angetrocknet, dass wir letzte Woche mit den ersten Arbeiten auf dem Feld beginnen konnten.
Die Arbeitspferde mussten ihren Winterurlaub beenden und wurden eingespannt. Wir möchten Ende des Monats mit den ersten Pflanzungen und Aussaaten im Freiland starten; bis dahin müssen aber noch einige Bearbeitungsschritte passieren:
Die winterlichen Pflugschollen werden mit Egge und Schleppe zerkleinert und der Acker eingeebnet. Einige Flächen sind ungepflügt in den Winter gegangen, was jetzt eilends nachgeholt werden muss. Wo sich der Boden durch die Winterniederschläge zu sehr gesetzt hat, lockern wir ihn mit dem Grubber wieder auf. So kann auch manches Wurzelunkraut an die Oberfläche gezogen werden und vertrocknen. Außerdem ziehen die Pferde den Miststreuer, um die besonders nährstoffbedürftigen Kohlsorten zu düngen.
Eine Besonderheit im biologisch-dynamischem Anbau sind die Präparate: Letzte Woche haben wir das selbst hergestellte Hornmistpräparat ausgebracht – zur ersten Bodenbearbeitung auf die Felder, zum Vegetationsbeginn auf die Wiesen.
Nachdem die Käserei diesen Winter dank der fleißigen Ziegen-Damen nach dem Stauden-Forster-Motto „Es wird durchgeblüht!“ den ganzen Winter über kleinere Mengen an Ziegenkäse produziert hat, steigt die Milchmenge von den Schafen jetzt wieder stetig an.
Am 12. März hatte Käserin Angela Besuch von einem Kollegen und das gemeinsame Sonntags-Käsen wurde zum Anlass genommen, den ersten Schnittkäse dieser Saison zu machen. Pünktlich zum Hoffest sollte also der erste junge Schnittkäse zum Anschnitt bereit sein.
Die Planung für unseren „Tag des Schafes“ am 14. Mai 2017 läuft gerade auf Hochtouren.
Einige Programmpunkte stehen bereits fest –
hier ein kleiner Vorgeschmack:
Zugpferde auf dem Acker, Schafsschur, Führungen durch die Gärtnerei, Wildkräuterwanderung, Wassertiere keschern, Stockbrot, Schafsruf zum Melken…
für das leibliche Wohl: Spezialitäten vom Hofgrill, Kaffee und selbsgebackener Kuchen, Eis mit Entruper Milch
für die Anreise: Fahrradtour von Münster zum Hof um 10.00 Uhr von der Ecke Steinfurter Straße 104 / Gasselstiege
Wie in den Vorjahren brauchen wir auch dieses Mal Helfer, um das Fest in dieser Fülle und Vielfalt zu stemmen. Überlegt Euch bitte, ob Ihr einen der vielfältigen Helferdienste übernehmen könnt.
Wir brauchen noch Unterstützung bei Vorbereitung und Aufbau, beim Grill, dem Getränke- oder Kuchenstand, in der Spülküche oder am Ende beim Aufräumen.
Auch Kuchenspenden für das Buffet werden noch gesucht.
Um Allen einen besseren Überblick über die verschiedenen Stationen und Uhrzeiten zu ermöglichen, haben wir eine Doodle-Liste unter folgendem Link eingerichtet: http://doodle.com/poll/epkyzbtu9wrqmfmm

Dienstag, 29. März 2016

Hofbrief: KW 13


Das Osterfeuer hat am Karsamstag-Nachmittag bei schönstem Wetter viele Menschen zum Hof auf die Obstwiese gelockt. Das Holz war etwas feuchter, als in den Vorjahren, sodass wir uns viele Stunden an den Flammen erfreuen, Köstlichkeiten am Buffett genießen, Bekannte wiedertreffen und neue Menschen kennen lernen konnten.
Für die Frühjahrspflanzungen auf den Gemüsefeldern treffen wir die letzten Vorbereitungen – Grubbern, Eggen, Dämme formen. Außerdem wird zu Vegetationsbeginn das biologisch-dynamische Hornmistpräparat ausgebracht. Es fördert die Lebendigkeit im noch nicht erwärmten Frühlingsboden und regt das Wurzelwachstum an.Jedes Jahr aufs Neue ist es ein schönes Gefühl, aus der Enge der Gemüselagerräume und der Gewächshäuser auf die noch leeren Äcker zu gehen und dort die Saat für eine reiche Ernte zu legen.
Am kommenden Samstag (2. April, 10.00 Uhr) ist wieder Mitmachtag. Neben dem Gartenteam freuen sich Rosara und Venezia auf Euer kommen – unsere zwei diesjährigen Frühkartoffelsorten. Über drei Tausend vorgekeimte Pflanzknollen sollen in die Erde gelegt werden – erfahrungsgemäß eine kurzweilige Arbeit auch für Kinder jeden Alters. Ganz nebenbei lernen wir etwas über das Bodenleben im Frühjahr.
Barbara und Tina planen am kommenden Mitmachsamstag neben der Kartoffelaktion einen Frühjahrsputz der Bienen-Beuten auf dem Dachboden.
Die alten Wachsreste werden eingeschmolzen und die Beuten gereinigt. Das Wachs wird im Anschluß bei den Ledder-Werkstätten wieder zu Platten verarbeitet, die als Starthilfe den Bienen beim Wabenbau dienen.
Wer Lust hat zu helfen und/oder Bienenwissen und -geschichten auszutauschen, ist herzlich willkommen!
Zusätzlich freut sich die BienenCrew über Verstärkung beim Betreuen der Bienen über das Jahr.
Wir bitten zu den Mitmachaktionen um Anmeldung.

Dienstag, 17. März 2015

Hofbrief: KW 12


Das warme und trockene Wetter in den letzten Wochen hat es möglich gemacht, dass wir am 10. März wieder mit der Bodenbearbeitung auf dem Acker beginnen konnten.
Alle Arbeiten, die im Herbst nicht geschafft worden sind, können jetzt, solange der Ackerboden trocken bleibt, nach und nach in Angriff genommen werden.
Im Rahmen der Gemüsefruchtfolge wird auf zwei unserer elf Ackerschläge Kalk gestreut, um den Boden, der in mitteleuropäischem Klima zu Versauerung neigt, wieder zu neutralisieren. Ein Boden mir neutralem pH-Wert lässt die meisten Kulturpflanzen besser gedeihen, weil Nährstoffe aus dem Humus leichter freigesetzt werden können.
Außerdem wird der Boden mit einer Gabe Schafmistkompost gedüngt. Den Miststreuer, genauso wie das Kalkstreugerät und viele andere Ackergeräte, ziehen unsere Arbeitspferde.
Nach der Kalk- und Kompostdüngung wird der Acker gepflügt, die Pflugschollen mit dem Grubber zerkleinert und die Bodenoberfläche mit der Egge eingeebnet.
Zur Bodenbearbeitung und zum Vegetationsbeginn bringen wir das biologisch-dynamische Hornmistpräparat aus.
Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind und der Boden sich ausreichend erwärmt hat, können auf den Gemüsefeldern Dämme aufgehäufelt und mit den ersten Pflanzungen begonnen werden. Alle Gemüsearten, die leichte Nachtfröste vertragen, können jetzt gepflanzt werden: Neben Zwiebeln und Frühkartoffeln beginnen wir in der letzten Märzwoche mit Salaten, Fenchel, Mangold, diversen Kohlsorten, Dicken Bohnen und säen außerdem Spinat und Möhren aus.
Die Wiesen und Weiden werden, wo nötig, ebenfalls gedüngt und abgeschleppt, um die Maulwurfshügel einzuebnen und das Graswachstum wieder anzuregen. Auch hier ist das Hornmistpräparat förderlich.
Wir wünschen uns und Euch einen guten Start in den Frühling mit viel Energie!