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Donnerstag, 17. März 2022

Osterfeuer und der Klimaschutz

Das Holz, das bei der Heckenpflege anfällt, können wir im Betrieb sinnvoll verwenden: Die dickeren Abschnitte verfeuern wir als Meterholz in unserer zentralen Holzheizung. Das dünnere Holz haben wir bis vor ein paar Jahren zu einem großem Haufen zusammen gefahren und zu Ostern ein großes Feuer gemacht.

Fürs ökologische Gewissen ist es aber wesentlich besser, aus den vielen dünnen Zweigen Hackschnitzel zu machen und sie zum Einstreuen im Pferdestall zu verwenden. Im Pferdemist wird das Holz zu stabilem Humus gebunden und damit das Kohlendioxid für mehrere Jahre im Boden gespeichert.
Dieses
Wochenende haben wir das Kleinholz aus den Hecken gehäckselt.
Für das gemütliche Osterfeuer finden sich dennoch immer ein paar trockene Scheite. Traditionen muss man pflegen... ;-)

Mit dem Frühjahr kommt auch die Bildungsarbeit auf dem Hof wieder in Gang: Am Dienstag war eine Gruppe Vorschulkinder da, um Bekanntschaft mit den Lämmern zu machen und die ersten grünen Kräuter des Frühlings zu einem leckeren Bärlauchquark zu verarbeiten. Anfang April kommen Oberstufenschüler von einem Berufskolleg, um im Fach „Gesellschaftslehre“ an einem praktischen Beispiel nachhaltige Landwirtschaft und alternative Wirtschaftsformen kennenzulernen.

Seit letzter Woche macht Sebastian unser Hofteam komplett. Nach diversen Praktika in Norwegen und Großbritannien beginnt er jetzt die Ausbildung bei uns in der Landwirtschaft. Wir wünschen einen guten Start!

Dienstag, 18. April 2017

Hofbrief: KW 16


Endlich sind die ersten Schwalben auch bei uns angekommen.
Ob des warmen Frühlingsanfangs wurden wir schon ungeduldig. Schließlich sind die vielen Mücken und Fliegen in den warmen März- und Apriltagen aus ihren Eiern geschlüpft und aus ihren Winterquartieren gekrochen und haben uns bei der Stallarbeit und auch die Tiere auf der Weide umschwirrt.
Die Schwalben aber haben sich nicht beirren lasen, und spätestens nach dem gestrigen Schneeregen muss man ihnen auch recht geben – der Frühling ist da, aber der April macht natürlich, was er will und so kommt der Nachtfrost eigentlich auch gar nicht überraschend. Die Schwalben können sich also noch getrost einige Tage Zeit lassen, bis der Frühling sich wieder von seiner warmen Seite zeigt.
Zwischen Melkstand und Schafstall bauen wir gerade ein neues Vordach. Es soll vor allem der Heuwerbetechnik einen trockenen Unterstand bieten und die Abläufe bei der Einlagerung des Heus optimieren.
Soweit möglich verwenden wir für die Dachkonstruktion selbst geschlagenes Holz. Außerdem erweist es sich an dieser Stelle als Vorteil, dass das neue Vordach keine neue Fläche versiegelt – darunter befindet sich betonierte Hoffläche, die schon seit Jahrzehnten befestigt ist.
Termine:
  • 22. April, 15:00 Uhr: Hofbegehung durch die Gewächshäuser und über die Gemüsefelder; außerdem lohnt ein Besuch bei den Milchschafen auf der Weide
  • 26. April, 17:30 Uhr: Kräuterwanderung „Wiesendips“, verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder über
    giersch-und-co@freenet.de, max. 15 Teilnehmer, Teilnahmegebühr 10 €
  • 29. April, 10:00 Uhr: Besuch bei den Bienen
  • 6. Mai, 10:00 Uhr: Mitmachtag in der Hofbäckerei der Weg vom erdigen Getreide in Verbindung mit Wasser durch das Feuer zu einem lecker duftenden Laib Brot; Wie fühlt sich Brot backen an? Was kann eigentlich Alles ins Brot? Hofbäcker Jan möchte den Kindern das Backen über die Sinne und „elementare“ Erfahrungen erlebbar machen, für max. acht Kinder von 6 – 10 Jahren, verbindliche Anmeldung bis zum 29.04., mitzubringen sind zwei Hände und Spaß am Matschen

Kräuterwanderung „Wiesendips“ mit Diplom-Biologin Dr. Silke Flotho-Westrup


Der Frühling ist angekommen und die Natur ist nicht mehr wiederzuerkennen. Wo gerade noch braunes Kraut am Boden klebte, streckt sich nun das frische Grün in Richtung Sonne.
Auf Schritt und Tritt begleiten uns jetzt die wilden Kräuter – doch was war das noch gleich? Butterblume? Löwenzahn? Brennnessel? Kann man das essen? Was davon ist giftig? Sind die Pflanzen vielleicht sogar zu etwas zu gebrauchen?

Bei dieser Kräuterwanderung werden wir das Gelände des Gärtnerhofs Entrup erkunden und Antworten auf unsere Fragen finden. Wir nehmen uns Zeit, die wilden Wegbegleiter näher kennenzulernen. Wie sehen sie aus, wie riechen sie, welche kann man essen. Sie erfahren, was man beim Sammeln beachten muss und wie die Kräuter und Blüten kulinarisch eingesetzt werden können.
Die Wanderung findet am Mittwoch, dem 26. April auch bei Regen statt.
Treffpunkt ist der Gärtnerhof Entrup 119, 48341 Altenberge um 17:30 Uhr.
Bitte feste Schuhe oder ggf. Gummistiefel mitbringen.
Es wird eine Teilnahmegebühr von 10,- € pro Teilnehmer erhoben.
Verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter der Telefonnummer 0176 5427 4469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder per Email an giersch-und-co at freenet.de
Um möglichst viel von der Wanderung mitzunehmen, ist die Teilnehmerzahl auf 15 Personen begrenzt.

Dienstag, 11. April 2017

Hofbrief: KW 15


Wenn die ersten Frühjahrssätze Gemüse gepflanzt sind, müssen wir uns die Zeit nehmen und unserem Ackerboden und seinen Bewohnern etwas Gutes tun.
Nur ein kleiner Teil der Gemüsebeete ist schon jetzt bepflanzt, viele Flächen liegen noch kahl da. Kürbisse, Sellerie und Zuckermais pflanzt man zum Beispiel erst Mitte Mai, weil sie die eiskalten Nächte, die es vorher noch geben kann, nicht überleben würden. Auch das Lagergemüse für den Winter wird erst im Frühsommer gepflanzt. Der Boden braucht aber eine Bedeckung als Schutz vor Trockenheit, vor Wind und starken Niederschlägen, um dauerhaft lebendig und fruchtbar bleiben zu können.
Deshalb säen wir zur Begrünung sogenannte Zwischenfrüchte oder Gründüngungsmischungen aus – schnellwachsende Pflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Malve, aber auch Klee, Erbsen oder Wicken. Sie schützen nicht nur die Ackerkrume vor Erosion, sondern durchdringen den Boden auch mit ihren tief reichenden Pfahl- oder den vielen Feinwurzeln. Oft sind auch Blütenpflanzen dabei, die unser Auge erfreuen und diversen Insekten als Nahrung dienen.
Zwei Wochen vor der Gemüsepflanzung müssen wir die Gründüngungen dann mulchen und in den Boden einmischen – aus der sich zersetzenden Pflanzenmasse baut sich dann Humus auf. Das Gemüse profitiert von dem fruchtbaren und lockeren Boden.
Termine:
  • 15. April, 19:30 Uhr: Osterfeuer – Das gemütliche Beisammensein am warmen Feuer findet bei jedem Wetter statt. Bitte eine Kleinigkeit für das Buffet mitbringen
  • 22. April, 15:00 Uhr: Hofbegehung durch die Gewächshäuser und über die Gemüsefelder; außerdem lohnt ein Besuch bei den Milchschafen auf der Weide
  • 26. April, 17:30 Uhr: Kräuterwanderung „Wiesendips“, verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder über giersch-und-co at freenet.de, max. 15 Teilnehmer, Teilnahmegebühr 10 €
  • 29. April, 10:00 Uhr: Besuch bei den Bienen

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Oktobereinheit mit zweierlei Kürbissen

Der goldene Oktober hält, was er verspricht - bei Sonnenschein leuchten bereits im ganzen Münsterland einige Bäume in ihrem farbenfrohen Blätterkleid. So auch die Rosskastanie in unserem Garten. Dieser beeindruckende Baum hatte noch nie so viele und große Früchte wie in diesem Jahr - schade nur, dass diese hübschen Dinger ungenießbar sind. Aber man soll ja ganz angenehm-hautfreundliche Seifenlauge daraus herstellen können. Hat jemand damit Erfahrung?

Als Seife völlig ungeeignet, weil viel zu köstlich, sind die beiden Kürbisse aus der gestrigen Einheit. Neben dem orangenen Hokkaido, lag ein etwas kleinerer grüner Prachtkerl. Diese Kürbissorte kenne ich noch nicht. Ist es der berühmte Grüne Hokkaido "Kobocha", von dem Kürbisliebhaber so schwärmen? Er soll ja hinsichtlich Aroma, Nussigkeit und Süße das Nonplusultra sein. Da sich Kürbisse bekanntlich bis ins Frühjahr lagern lassen, werden die beiden vor dem Verzehr dekorative Zwecke in der Küche erfüllen müssen. Denn vorher sind erst einmal die frischen Salate und der Spinat dran. Den Kopfsalat gibt's mit Rosmarinkartoffeln und einem pikanten Kräuterdip aus Schaffrischkäse, Petersilie, Frühlingszwiebeln, Paprika, Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer. Damit der Kräuterdip weicher und sämiger wird, gebe ich noch einen guten Schuss Sahne hinzu. Auch der Spinat will heute noch verarbeitet werden und bekommt den sahnigen Rest ab.