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Montag, 9. November 2020

Kürbisragout mit Reis

Heute möchte ich mal ein Loblied auf eine Kürbisvariante singen und zwar den Sweet Dumpling. Das hat gleich zwei Gründe. Zum einen denken viele Leute, dass es ein reiner Zierkürbis ist und lassen ihn im Regal liegen. Was sehr schade ist und mich zum zweiten Grund bringt: Er ist unglaublich lecker! Aus meiner Sicht ist der Sweet Dumpling einer der wohlschmeckendsten Kürbisse. Wie der Name schon verrät hat er eine leichte Süße und schmeckt außerdem ganz fantastisch nach Marone. 

Um die Süße noch etwas zu unterstreichen habe ich den gebratenen Stückchen noch Honig hinzugefügt. Als Kontrast dient das herbe Kurkuma und der Zuckerhut. Etwas Säure bekommt das Gericht durch die Orange. Und der Duftreis tut sein Übriges dazu. 

So, genug gelobhudelt, hier ist mein Rezept:

Kürbisragout mit Reis
Kürbisragout mit Reis

4 Portionen
 
250 g Basmati Reis
1 Sweet Dumpling (500 g)
1 Hokaido (600 g)
2 Orangen (350 g)
2 Zwiebeln (100 g)
250 ml Gemüsebrühe
1 TL Salz
½ TL Pfeffer
2 TL Paprika edelsüß
1 TL Kurkuma
1 große Knoblauchzehe
2 TL Honig
Öl zum braten
1 Blatt Zuckerhut oder Radiccio, gewaschen & fein geschnitten



Den Reis in Salzwasser gar kochen.

Die Kürbisse waschen, achteln und den Stiel und die Kerne entfernen.
Beide Kürbissorten in fingerdicke Scheiben schneiden, in Stücke zerteilen und getrennt zur Seite stellen.

Die Zwiebeln schälen, würfeln und in 1-2 EL Öl in einem Topf glasig dünsten. Die Hokaidostücke hinzugeben und ein paar Minuten mit dünsten.

Die Orangen auspressen und mit mit dem Fruchtfleisch und der Gemüsebrühe zum Hokaido geben. Bei mittlerer Hitze den Kürbis weich köcheln lassen, bis er sich pürieren lasst.
Zum Schluß mit den Gewürzen abschmecken.

Zwischendurch die Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
Mit dem Sweet Dumpling in einer Pfanne in Öl anrösten.
Die Hitze runter regulieren, den Honig drüber träufeln und mit geschlossenem Deckel die Kürbisstücke bissfest garen.

Die Hälfte des Sweet Dumpling zum pürierten Hokaido geben.

Den Reis auf die Teller verteilen, das Kürbisragout drüber geben und den restlichenSweet Dumpling darauf verteilen.

Mit dem Zuckerhut oder Radiccio garnieren.




 

Mittwoch, 5. Februar 2020

Honig-Mandel-Butternutkürbis aus dem Ofen - aka Hasselback Kürbis

Nach dem Mitmachtag am tauschten wir beim Essen auf dem Hof unsere besseren Rezepte aus. Viel Einigkeit bestand darin, dass sich das Gemüse hervorragend im Ofen zubereiten lässt. Ich habe dann die Variante des ganzen Butternut Kürbis auf dem Blech angesprochen. 


1 Butternut, mit dem Sparschäler geschält, längs halbiert, entkernt
3 EL Olivenöl
180 g Honig
2 EL Apfelessig
15 – 20 Lorbeerblätter (je nach Größe)
Chilischoten (nach Belieben)
100 g Mandeln, geröstet, gehackt
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle



Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier belegen. Die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein Schneidebrett legen. Zwei lange Holzstäbchen/Löffelstiele neben die Längsseiten der Kürbishälften legen. Mit einem sehr scharfen Messer in Abständen von 5 mm den Kürbis bis auf die Höhe der Stäbchen in feine Lamellen einschneiden. So bekommt man Einschnitte die nicht durch gehen bis auf die Unterlage. Die so geschnittenen Kürbishälften mit der Schnittfläche auf das Blech legen und mit dem Öl beträufeln. Dicht mit Alufolie abdecken und im Ofen 1 Stunde schmoren. Die Folie entfernen und weitere 20 Minuten goldbraun braten.
Den Honig mit dem Essig und den Lorbeerblättern in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und etwas einkochen lassen (4-5 Minuten). Die Hälfte der Glasur über den Kürbis träufeln und die Lorbeerblätter gleichmäßig verteilt in die Lamellenschlitze stecken. Wir haben auch noch 2 Chilis entkernt, in schmale Streifen geschnitten und in einige Spalten gesteckt. Den Kürbis weitere 5-10 Minuten schmoren bis er weich ist. 
Mit den gerösteten, gehackten Mandeln bestreuen. Salzen, pfeffern und die restliche Hälfte der Glasur darüber geben.   

Backzeit: 90 Minuten bei 200 Grad


Mittwoch, 23. November 2016

Bundesweiter Wettbewerb „Wir tun was für Bienen!“

(ein Beitrag von der Initiative "Deutschland summt!")

Das ist der noch nie da gewesene, bienenfreundlichste und gemeinschaftlichste Wettbewerb aller Zeiten:
für die Bienen, für das Leben, für unsere Zukunft!

Wenn wir JETZT nicht gemeinsam handeln, riskieren wir das Verschwinden der so wichtigen Bestäuberinsekten. Verschieben gilt nicht :-)
Deshalb gibt es jetzt diesen großen Mobilisierungs-Wettbewerb:
  • Wir machen mobil und bepflanzen Deutschland - und zwar bienenfreundlich! Jeder darf. Jeder kann.
  • Pollen und Nektar satt - für unsere Wild- und Honigbienen.
  • Wunderschöne Augenweiden für uns selbst.
  • Tolle Gemeinschaftserlebnisse. Sind auch Sie dabei?
  • Wir erleben dabei die Jahreszeiten:
    "Herbstsummen 2016", "Frühjahrssummen 2017" und "Sommersummen 2017"
Wir laden also hier und heute alle Menschen ein - groß und klein, im privaten oder beruflichen Umfeld - etwas für unsere Bienen zu tun. Besonders unsere 560 Wildbienenarten sind stark bedroht. Aber auch die Honigbienen hungern, vor allem auf dem Land.

Preise:
Jede Etappe hat ihre Gewinner. Neben Geldpreisen gibt es viele Gutscheine zu gewinnen, die auch für Gruppen interessant sind. Von Carsharing bis Ökostrom, von Büroartikeln bis Lebensmittel, von Gartenmöbeln, Spielmaterialien bis Sportsachen ist alles dabei.

Warum fehlt das Summen?
Viele Gärten und Parks sind geprägt von sterilen Flächen aus Schotter, Rasenflächen, Thujahecken und Zierpflanzen. Auf dem Land sieht man kaum einen Blühstreifen geschweige denn ein buntes Feld mit Mohn, Kamille und Kornblume. In ihren schrumpfenden und vergifteten Lebensräumen finden die Bienen immer weniger Nahrung und Strukturen, um ihre Eier abzulegen.

Unter dem Motto „Be happy! Make a bee happy.” ruft die Initiative Deutschland summt! in einem bundesweiten Wettbewerb dazu auf, gemeinschaftlich naturferne Flächen für unsere Bienen und die Natur zurückzuerobern. Die Vision: In jeder Stadt und Gemeinde finden sich viele Menschen, die sich am innovativen Wettbewerb beteiligen. Es werden Gruppen aller Art prämiert, die sich gemeinsam für die Bienen, die biologische Vielfalt und damit für unsere Zukunft einsetzen. Ob Firmenkollegen, Vereinsmitglieder oder Flüchtlingsgruppen, ob Kitas oder Sportler, alle dürfen mitmachen. Von Privat-, Schul- oder Unternehmensgärten bis hin zu kommunalen Parks – überall sollen heimische Pflanzen erblühen und Nektar und Pollen spenden!

Der Wettbewerb wird in drei Etappen durchgeführt: Herbstsummen 2016, Frühjahrsummen 2017 und Sommersummen 2017. Ein Einstieg in den Wettbewerb ist jederzeit möglich und alle Etappen sind mit attraktiven Preisen ausgestattet. Die einzelnen Aktionen werden von den Teilnehmern auf der Plattform www.wir-tun-was-fuer-bienen.de hochgeladen. Dort finden sich ausführliche Informationen zum Wettbewerb sowie Tipps und Tricks zum Bienenschutz.

Daniela Schadt, Schirmherrin von Deutschland summt!, unterstützt den Wettbewerb: „Jeder kleine Beitrag zum Schutz der Wildbienen kann helfen, ihren Lebensraum zu erhalten. ‚Wir tun was für Bienen!‘ – in diesem Bewusstsein ermutigen wir uns gegenseitig in einem Wettbewerb, der unsere Ökosysteme und so jeden einzelnen von uns bereichern wird.“


Hintergrundinformationen:
Die Initiative Deutschland summt! (www.deutschland-summt.de) der gemeinnützigen Stiftung für Mensch und Umwelt (www.stiftung-mensch-umwelt.de) möchte Aufmerksamkeit für die Bienen, die Stadtnatur und unsere Abhängigkeit von einem funktionierendem Ökosystem schaffen. Am Beispiel der Bienen kann man den Menschen die Dramatik des Rückgangs der biologischen Vielfalt ganz plastisch vor Augen führen und sie andererseits inspirieren und mobilisieren, selbst etwas dagegen zu unternehmen.
Deutschland summt! stellt das Thema „Bienen“ in unterschiedlicher Art und Weise in den Fokus, agiert öffentlichkeitswirksam und vernetzend. Aus Berlin summt!, Startpunkt der Gesamtinitiative und gegründet im Jahr 2010, wurde schnell ein Skalierungsprojekt, dem sich Engagierte aus (bisher) elf weiteren Städten anschlossen: Hamburg, Frankfurt am Main, München, Hannover, Eichstätt, Schweinfurt, Pfaffenhofen a.d. Ilm, Vierkirchen, Ingolstadt, Neuenhagen und Mühlacker.

Warum sind die Bienen so schützenswert?
Den Bienen geht es schlecht! Sie finden in unseren aus- und aufgeräumten Landschaften immer weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten. Zudem werden sie durch Pestizide schwer geschädigt. Mehr als die Hälfte unserer heimischen Wildbienenarten stehen schon auf der Roten Liste. Das alles geht uns direkt an, sind doch die Wildbienen sowie unsere Honigbiene wegen ihrer immensen Bestäubungsleistung notwendig für das Fortbestehen zahlreicher heimischer Pflanzenarten. Für unzählige Lebewesen, einschließlich uns Menschen, stellen Pflanzen bzw. die Früchte und Samen, die sie hervorbringen, die Nahrungsgrundlage dar. Es ist also dringend notwendig, die 560 bei uns heimischen Bienenarten zu unterstützen. Zum Glück ist es ganz leicht, den sympathischen Summern unter die Flügel zu greifen, und es macht zudem großen Spaß!

(ein Beitrag von der Initiative "Deutschland summt!")

Freitag, 4. September 2015

Entruper Bienen (verfasst von Barbara)

(verfasst von Barbara)
Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet,
hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.
Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr,
keine Menschen mehr.
(Diese Weisheit soll von Albert Einstein stammen.)


Wenn Bienen in den Blüten zu Gast sind, verhelfen sie zu gutem Samen- und Fruchtansatz bei Nutz- und Wildpflanzen. Ein zahlreiches Vorkommen von Blütenbestäubern ist für die Vielfalt von Flora und Fauna unentbehrlich.
(bgl. Bienenlehrpfad Pfäffikon, SZ)

Seit Mitte März (be)hüten Silke und Barbara und seit Mai auch Tina die Entruper Bienen. In einer Seminarreihe des Imkervereins Greven erhalten sie durch Frau Dr. Pia Aumeier von der Uni Bochum eine Fülle von Informationen, die dann im praktischen Teil an Bienenstöcken auf dem Bioland-Apfelhof Helmig demonstriert und erprobt werden.

Im März galt es zuerst zu sichten, ob das vorhandene Entruper Bienenvolk den Winter überlebt hatte. Ein starkes Volk zeigte sich beim ersten Blick in den Stock. Es war durch reichlich vorhandenen Honig in den Waben und eine artgerechte Behandlung im Vorjahr durch Conny gut über den Winter gekommen. Bis zum Blühen der Salweide waren die Bienen weiterhin gut versorgt, sodass nicht zugefüttert werden musste.
Seitdem ist viel Erfreuliches passiert. Die Flugbienen sammeln fleißig, die Königin sorgt unermüdlich für Nachkommen, die Arbeiterinnen füttern die Brut und große Flächen der Waben sind mit duftendem Honig gefüllt.

Ein beglückender Augenblick war es, als festgestellt werden konnte, dass in dem im Mai gebildeten Ableger die dort neu aufgezogene Königin befruchtete Eier legt. Unbeobachtet hat sie den erforderlichen Hochzeitstanz gemacht.
In den folgenden Wochen wurde regelmäßig nachgeschaut, ob das alte Volk in Schwarmstimmung ist. Entwarnung!
In einem Tagebuch werden durchgeführte Arbeitsschritte und Maßnahmen dokumentiert.

Nun gilt es, den Varroamilbenbefall, der zum Sterben eines ganzen Bienenvolkes führen kann, zu beobachten.
Nicht vor Ende August soll dann durch Sprühen von Ameisensäure den Milben der Garaus gemacht werden.

Zur Zeit stehen in erster Linie die Stärkung und der Erhalt des alten und neuen Bienenvolkes im Vordergrund. Die wirtschaftliche Nutzung durch das Ernten von Honig im sogenannten Wirtschaftsvolk hat nicht stattgefunden. Der Ableger muss durch Zufütterung unterstützt werden, da der berechnete Honigvorrat nicht reichen wird.

Jedes Bienenvolk hat seinen eigenen Charakter. Die Entruper Bienen sind sehr friedlich und lassen ein Arbeiten an ihrem Zuhause vertrauensvoll und recht gelassen zu.
Wenn sie dann mal ihrem Verteidigungstrieb folgten und den Stachel einsetzten, war es bisher sanft und wenig schmerzhaft.

(verfasst von Barbara)