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Donnerstag, 27. Januar 2022

Hofbrief: KW 4 - Wir wollen bauen

Für das kommende Jahr haben wir uns einige Baumaßnahmen vorgenommen.

  • Das Dach unserer Scheune ist schon seit vielen Jahren mehr als undicht. Auch der eine oder andere Balken am Dachstuhl hat unter dem Regen gelitten. Jetzt soll endlich dieses Dach erneuert werden, um das Gebäude langfristig zu erhalten.

  • Am jetzigen Standort der Brennholzschuppen soll eine größere Halle entstehen, um landwirtschaftliche Maschinen geschützt unterstellen zu können. Bisher mussten einige Geräte im Regen und Schnee überwintern. Anderes musste mit viel Zeitaufwand immer wieder umgestellt werden – irgendwie steht das was man braucht immer gerne in der hintersten Ecke.

  • Die Halle würde zu viel Schatten auf einen der Folientunnel werfen. Das nehmen wir zum Anlass, um einen etwas größeren Folientunnel hinter dem Hofladengebäude aufzustellen. Gerade im zeitigen Frühjahr fehlt uns noch Anbaufläche im Treibhaus. Bis jetzt gab es im April und Mai oft zu wenig frisches Gemüse.

  • Die Planung der Bewässerungsanlage schreitet voran. Auch hier wollen wir dieses Jahr weiterkommen.

  • Zuletzt soll auch das große Wohnhaus etwas wohnlicher werden. Mittlerweile sind alle Fenster im Erdgeschoss erneuert. Im Obergeschoss heizen wir leider noch immer „zum Fenster raus“. Außerdem sind die Wände kaum gedämmt. Über den Westgiebel zieht es im Winter richtig kalt rein.

Große Pläne also. Viele der Maßnahmen (alle?!) sind lange überfällig. Weil Mittlerweile der größte Hofkaufkredit durch die Initiative Entrup 119 e.V. abbezahlt ist und auch die Gärtnerhof Entrup eG auf etwas stabileren Füßen steht, wollen wir uns an die Baustellen wagen. Die landwirtschaftliche Produktion soll natürlich möglichst wenig beeinträchtigt werden – Wir beauftragen Fachfirmen und reduzieren die Eigenleistungen aufs Schaffbare.
Wann konkret welche Baustelle angegangen wird, ist wie immer hier im Hofbrief nachzulesen!

Dienstag, 27. Juni 2017

Hofbrief: KW 26


Zur CSA-Jahresversammlung konnten wir am vergangenen Sonntag etwa 35 Teilnehmer begrüßen. Zunächst stellte Heinrich die wirtschaftliche Situation des Hofes dar sowie den voraussichtlichen Finanzbedarf für das kommende Wirtschaftsjahr.
Rückblickend auf das letzte Jahr konnte Christiane von der erfreulichen Entspannung bei der Wohnsituation durch die Fertigstellung der Gärtnerwohnung sowie zweier Lehrlings- bzw. Praktikantenzimmer berichten.
In der
Bäckerei wird es nach Jans Weggang Anfang Juli Umstrukturierungen geben, die v.A. Auswirkungen auf die Belieferung zweier Bioläden haben werden. Gärtnerei und Landwirtschaft blicken auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurück, leiden aber momentan unter dem mangelnden Regen. In den Fokus gerückt wurde abschließend die Käserei, in der seit vielen Jahren kaum noch investiert wurde und wo einige Verbesserungen bei der Arbeitswirtschaft und der Ergonomie erforderlich sind.
Es folgte ein Rundgang „Rund um unsere Schafmilch“ vom Schafstall über den Melkstand bis zur Käserei, bei dem
Werner den Verbesserungs- und Investitionsbedarf aufzeigte (überdimensionierte Milchkühlung, umständlicher Transport der Milch von der Kühlkammer zur Käserei, viel zu großer Käsekessel).
Wieder im Veranstaltungsraum berichtete Alex aus der Arbeitsgruppe Verteilung. Neben einigen Verbesserungen bei den Abholstellen ist es geplant, Single-Haushalten und Wenig-Kochern die Teilnahme an unserer CSA zu ermöglichen, indem neben den bisherigen „vollen“ Ernteanteilen auch „halbe“ Ernteanteile vergeben werden.
Weiterhin
berichtete Tina von dem Lehmofenprojekt, das sie mit Jans tatkräftiger Mithilfe entwickelt und rechtzeitig zum Tag des Schafes realisiert hat. Für das nächste Jahr regte sie an, das Hoffest ohne Dixi-Klo zu veranstalten und stattdessen als stilles Örtchen eine Komposttoilette zu errichten. Das Projekt steckt zwar noch in den Kinderschuhen, hat aber auf der Versammlung einige Teilgeber gefunden.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein gemütliches Beisammensein
an einem von den Teilnehmern reich bestückten Buffett.
Termine:
  • 1. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag Wir laden herzlich zur Frühkartoffelernte ein. Drei Monate nach der Pflanzung beim April-Mitmachtag haben die ersten „sehr frühen“ Kartoffeln die Erntegröße erreicht. Geplant ist es, die Kartoffeln mit dem pferdegezogenen Schleuderradroder auszugraben und zu enterden, sodass wir sie nur noch aufsammeln müssen. Anmeldung ist erwünscht.
  • 5. Juli, 19:30 Uhr: Ethische Betrachtungen der modernen Landwirtschaft – über den Umgang mit unseren Ressourcen; Podiumsdiskussion veranstaltet vom Weltladen Billerbeck in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft Münster zur Frage, wie eine zukunftsfähige Agrarpolitik 2020 aussehen kann u.A. mit dem Agrar-Ingenieur U. Oskamp von der katholischen Landvolk-Bewegung; Veranstaltungsort: Kulturzentrum „Alte Landwirtschaftsschule“, Darfelder Str. 10-12, 48727 Billerbeck

Dienstag, 12. Juli 2016

Hofbrief: KW 28


Juli ist die Zeit der Getreideernte. An trockenen Tagen mit viel Sonnenschein und Wind sieht man vom Vormittag an, wenn der Tau aus den Ähren getrocknet ist, bis spät in die Nacht die Mähdrescher über die Äcker fahren. Das Korn muss ausgereift und trocken sein, damit es gedroschen und eingelagert werden kann. Als erstes reifen das Wintergetreide, also Sorten, die schon letztes Jahr im Herbst ausgesät worden sind, z.B. Wintergerste, Roggen, Triticale, Dinkel oder Winterweizen. Die Sommergetreide werden im März oder April ausgesät, aber nur wenig später als die Winterungen geerntet, nämlich im August. Dazu gehören vor allem Hafer, Sommergerste und Sommerweizen.Von knapp 30ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, die wir bewirtschaften, können wir nur auf knappen drei Hektar Getreide anbauen. Im Rahmen einer Fruchtfolge bauen wir Triticale oder Gerste an und als humusmehrende Kultur Kleegras für Heu.Vergangenen Samstag konnten wir die Gerste einfahren und am Montag war auch das Stroh so weit getrocknet, dass es – zu großen Ballen gepresst – in der Scheune eingelagert werden konnte. Während die Körner die Schafe in den Melkstand locken, dient das Stroh zur Einstreu im Winterstall und ergibt fruchtbaren Rottemist für unsere Felder und Wiesen.
Die zwei Baustellen auf dem Hof nehmen stetig Gestalt an.
Der neue
Heizkessel steht in der Tenne und wird nach und nach an die bestehenden Heißwasser-Kreisläufe und die Solarthermie-Anlage angeschlossen. Dank der großzügig dimensionierten Pufferspeicher und verbesserter Leitungsverläufe können wir demnächst mit der gleichen Menge Holz eie größere Wohnfläche beheizen.Derweil sind die Zimmerleute auf dem Dachboden über dem Hofladen fleißig, sodass man schon eine Vorstellung bekommen kann von den Wohnräumen, die dort entstehen. Die neuen Fenster bringen viel Licht auf den ehemals düsteren Dachboden. Die Dicke der Isolierschicht an den Außenwänden verspricht geringe Wärmeverluste im Winter und wenig Hitze im Sommer.

Dienstag, 14. Juni 2016

Hofbrief: KW 24


Auf dem Dachboden über dem Hofladen beginnt nun endlich die lange geplante Ausbaumaßnahme.
Es entsteht eine Wohnung für die Gärtnerfamilie und zusätzlicher Wohnraum für Auszubildende, Praktikanten oder FÖJ-Teilnehmer. Im Zuge de
s Ausbaus wird die Heizzentrale des Hofes an einen besser zugänglichen Platz verlegt und modernisiert – für mehr Energie- und Arbeitseffizienz.
Wer sich bei den Bauarbeiten tatkräftig oder finanziell einbringen möchte, findet detaillierte Informationen unter http://entrup119.de/initiative/baumassnahme-2o16.php und kann uns auch gerne persönlich ansprechen.

Wir liefern aktuell wöchentlich frischen Knoblauch. Wer gegen die Menge nicht anessen möchte, kann auch nur die grünen Stängel frisch verarbeiten und die Knolle mit 5-10cm Stiel an einem warmen Ort trocknen. Gut durchgetrocknet ist Knoblauch mehrere Monate haltbar.
Am kommenden Sonntag, dem 19. Juni findet die CSA-Jahresversammlung statt.
Wir werden auf das vergangene Wirtschaftsjahr zurückblicken, aktuelle Themen besprechen und Fragen und Wünsche für das neue Wirtschaftsjahr 2016/17 diskutieren. Und schließlich wollen wir gemeinsam essen, trinken und feiern. Dazu wäre es schön, wenn wieder Jede/r etwas zum Buffet beisteuert.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, möge dies bitte baldmöglichst nachholen.
Am letzten Juni-Wochenende nehmen wir mit unserem Schafsmilchprodukten an einemWollfest auf dem Hilshof in Kerken-Winternam teil.
Am
25. und 26. Juni jeweils von 11 bis 18 Uhr – dreht sich Alles um die Schafe, besonders alte Landschafrassen, und ihre Wolle. Im malerischen Innenhof gibt es Raum, um in fröhlicher Runde zu spinnen mit Spinnrad und Handspindel und natürlich auch zu stricken oder anderer Handarbeit nachzugehen. Der Küchenchef sorgt für Köstlichkeiten aus Wok, Grill und Suppentopf - auch vegetarisch lecker. Selbstgebackenes Brot, Kuchen und Getränke werden angeboten.Mehr Infos dazu unter: https://www.hilshof.de/wollwochenende