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Dienstag, 3. April 2018

Hofbrief: KW 14


Alles Routine? Mitnichten! Das 4. Treffen zur Gestaltung eines schönen, informativen, geselligen Hoffestes hat statt gefunden. Wir sind erstaunt, wie schnell sich die zu besprechenden Themen sammeln. Die Zeit scheint immer zu kurz, das schadet der Stimmung jedoch nie.
Ein großes Anliegen ist es, das Besondere an Entrup mit der Solidarischen Landwirtschaft zu vermitteln. Neben der bewährten Genussmeile, werden wir kurze Impulsvorträge authentisch im Hofdepot anbieten. Karen und Rainer werden aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema erläutern.
Einen neuen Programmpunkt für Kinder gibt es von Jörn: Flitzebogenbau aus Haselnussruten. Hierfür rufen wir auf, kindergeeignete Schnitzmesser zur Verfügung zu stellen.
Der Lehmofen für den Flammkuchen hat den Winter suboptimal überstanden. Es sind Ausbesserungsarbeiten notwendig (Tür erneuern, Lehm stampfen) Mathias und Lea nehmen sich der Sache an und planen demnächst ein Probebacken.
Die Plakate sind bei Jutta (Grafikdesign) und erhalten den Feinschliff. Spätestens Ende Kalenderwoche 15 stehen die frisch gedruckten Werbeträger für eigene Aushänge zur Verfügung.
In Kürze geht auch der „doodle“ online (Mitmach-Liste im internet). Hierzu folgen weitere herzhaft motivierende Rundmails.
Lieber Frühling – bitte gib Gas.
Liebe CSAler – bitte durchstöbert schon mal eure Kuchenrezepte für ein buntes, reichhaltiges Kuchenbuffet.
Viele helfende Hände sind willkommen!
Kurzbericht vom HoffestOrgaTeam – verfasst von Tina
Termine:
  • Sa., 7. April, 10-13 Uhr:
    Mitmachtag „Kartoffeln pflanzen“ – Im Frühjahr gepflanzt, im Sommer geerntet – ein Highlight (nicht nur) für Kinder, die Früchte der eigenen Arbeit nach Hause zu tragen.
    Gesucht wird noch ein/e Koch/Köchin/Kochteam, um die fleißige Pflanzmeute nach getaner Arbeit zu beköstigen.
    Bitte anmelden unter folgendem Link:
    http://www.moreganize.ch/bjY0m1m7sVb
  • Sa., 14. April, 16 Uhr:
    Vogelkundliche Wanderung über die Hofwiesen mit Manuela Liebold, max. 15 Teilnehmer, bitte Fernglas mitbringen, Anmeldung erforderlich

Dienstag, 27. Juni 2017

Hofbrief: KW 26


Zur CSA-Jahresversammlung konnten wir am vergangenen Sonntag etwa 35 Teilnehmer begrüßen. Zunächst stellte Heinrich die wirtschaftliche Situation des Hofes dar sowie den voraussichtlichen Finanzbedarf für das kommende Wirtschaftsjahr.
Rückblickend auf das letzte Jahr konnte Christiane von der erfreulichen Entspannung bei der Wohnsituation durch die Fertigstellung der Gärtnerwohnung sowie zweier Lehrlings- bzw. Praktikantenzimmer berichten.
In der
Bäckerei wird es nach Jans Weggang Anfang Juli Umstrukturierungen geben, die v.A. Auswirkungen auf die Belieferung zweier Bioläden haben werden. Gärtnerei und Landwirtschaft blicken auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurück, leiden aber momentan unter dem mangelnden Regen. In den Fokus gerückt wurde abschließend die Käserei, in der seit vielen Jahren kaum noch investiert wurde und wo einige Verbesserungen bei der Arbeitswirtschaft und der Ergonomie erforderlich sind.
Es folgte ein Rundgang „Rund um unsere Schafmilch“ vom Schafstall über den Melkstand bis zur Käserei, bei dem
Werner den Verbesserungs- und Investitionsbedarf aufzeigte (überdimensionierte Milchkühlung, umständlicher Transport der Milch von der Kühlkammer zur Käserei, viel zu großer Käsekessel).
Wieder im Veranstaltungsraum berichtete Alex aus der Arbeitsgruppe Verteilung. Neben einigen Verbesserungen bei den Abholstellen ist es geplant, Single-Haushalten und Wenig-Kochern die Teilnahme an unserer CSA zu ermöglichen, indem neben den bisherigen „vollen“ Ernteanteilen auch „halbe“ Ernteanteile vergeben werden.
Weiterhin
berichtete Tina von dem Lehmofenprojekt, das sie mit Jans tatkräftiger Mithilfe entwickelt und rechtzeitig zum Tag des Schafes realisiert hat. Für das nächste Jahr regte sie an, das Hoffest ohne Dixi-Klo zu veranstalten und stattdessen als stilles Örtchen eine Komposttoilette zu errichten. Das Projekt steckt zwar noch in den Kinderschuhen, hat aber auf der Versammlung einige Teilgeber gefunden.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein gemütliches Beisammensein
an einem von den Teilnehmern reich bestückten Buffett.
Termine:
  • 1. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag Wir laden herzlich zur Frühkartoffelernte ein. Drei Monate nach der Pflanzung beim April-Mitmachtag haben die ersten „sehr frühen“ Kartoffeln die Erntegröße erreicht. Geplant ist es, die Kartoffeln mit dem pferdegezogenen Schleuderradroder auszugraben und zu enterden, sodass wir sie nur noch aufsammeln müssen. Anmeldung ist erwünscht.
  • 5. Juli, 19:30 Uhr: Ethische Betrachtungen der modernen Landwirtschaft – über den Umgang mit unseren Ressourcen; Podiumsdiskussion veranstaltet vom Weltladen Billerbeck in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft Münster zur Frage, wie eine zukunftsfähige Agrarpolitik 2020 aussehen kann u.A. mit dem Agrar-Ingenieur U. Oskamp von der katholischen Landvolk-Bewegung; Veranstaltungsort: Kulturzentrum „Alte Landwirtschaftsschule“, Darfelder Str. 10-12, 48727 Billerbeck

Montag, 15. Mai 2017

Voll, toll und "Alles Käse" – das Hoffest 2017

Wie war das Hoffest am 14. Mai 2017? Viele nette Leute, zufriedene Gesichter, glückliche Kinder, leckeres Essen, schön-jazzige Live-Musik, tanzende Menschen und ein tolles Programm.

Zum "Tag des Schafes" wird auf Entrup 119 ja traditionell ein großes Fest veranstaltet, zu dem neben allen am Hof Beteiligte, Familien und Freunde, viele Interessierte aus Steinfurt, Münster und Coesfeld nach Altenberge kommen, die das Thema Solidarische Landwirtschaft beschäftigt und die sich auch über eine Mitgliedschaft informieren möchten. Eine Familie aus dem Ruhrgebiet ersteigerte sich bei der Aktion "Alles Käse" eine private Kutschfahrt und kommt mit den Großeltern wieder.

Für den neu gebauten Lehmofen bedeutete dieser 14. Mai Back- und Feuer-Großeinsatz. Zeitweise kam es zu Flammkuchen-Engpässen, weil der so lecker war. Also: Premiere erfolgreich bestanden!

Viele Helferinnen und Helfer waren pausenlos im Einsatz. Danke Euch allen für diesen wunderbaren Tag! Und hoffentlich ist bei der Versteigerungsaktion ein gutes Startkapital für den neuen Käsekessel zusammengekommen!


Zum Muttertag entspannte Jazzmusik zum kühlen Getränk und leckerem Flammkuchen oder Grillwürstchen.
Auszeichnung mit Sternchen: Flammkuchen-Back-Premiere für den neuen Lehmofen.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Die einzige, die auf Entrup119 nicht "artgerecht" arbeitet, ist Angela mit dem viel zu großen Käsekessel. Die Aktion "Alles Käse" macht auf die dringend nötige Modernisierung der Entrup-119-Käserei aufmerksam. Der Erlös aus der Versteigerung auf dem Hoffest kommt auf das Käsekessel-Konto.

Zwischen ihren Kutschfahrt-Einsätzen durften die Pferde Thekla, Carina, Rocco und Daniel entspannen.

Keschern im Hofteich und im Schatten - genau das Richtige bei strahlender Sonne und Hitze!

Donnerstag, 11. Mai 2017

Hofbrief: KW 18


Notizen aus der Käserei
Das schöne am Käsen ist, dass es nie langweilig wird. Vom Füttern der Schafe bis zum Verpacken gibt es viele kleine Schritte, die dafür sorgen, dass der Käse sich nie gleich entwickelt.
Das ist immer spannend, aber manchmal gibt es auch Entwicklungen und Erfahrungswerte, die man so nicht gebraucht hätte. Einigen ist bestimmt schon aufgefallen, dass der Camembert seit einiger Zeit gelegentlich ein ausgeprägtes Keller-Aroma hat. Das ist offensichtlich ein unerwarteter Nebeneffekt der Renovierung des Reifekellers im Februar. Die war dringend nötig und der Keller sieht jetzt auch sehr gut aus. Allerdings ist das empfindliche Reifeklima des Kellers wohl doch so nachhaltig beeinträchtigt worden, dass jetzt ungewollte Geschmacksbildner plötzlich die Oberhand gewinnen.
Wir versuchen dem jetzt entgegenzusteuern, indem wir Reifekulturen zusetzten, die sich eigentlich zu genüge im Keller befinden sollten. So geben wir zum Beispiel Rotschmiere-Kulturen in das Wasser, mit dem der Käse abgebürstet wird und hoffen, dass diese sich bald wieder im Keller ansiedeln.
Bis dahin bitten wir um etwas Geduld!
Termine:
  • 3. Mai, 10-16 Uhr: Präparatetag Gemeinsam mit Kollegen aus der Demeter-Regionalgruppe stellen wir die biologisch-dynamischen Präparate her; Gäste sind Herzlich Willkommen!
  • 6. Mai, 10:00 Uhr: Mitmachtag für Kinder in der Hofbäckerei der Weg vom erdigen Getreide in Verbindung mit Wasser durch das Feuer zu einem lecker duftenden Laib Brot; Wie fühlt sich Brot backen an? Was kann eigentlich Alles ins Brot? Hofbäcker Jan möchte das Backen über die Sinne und „elementare“ Erfahrungen erlebbar machen, für max. 8 Kinder von 6 – 10 Jahren, verbindliche Anmeldung bis zum 04.05., mitzubringen sind zwei Hände und Spaß am Matschen
  • 14. Mai, 11-17 Uhr: „Tag des Schafes“ Zugpferde auf dem Acker, Schafsschur, Führungen durch die Gärtnerei, Wildkräuterwanderung, Wassertiere keschern, Stockbrot am Feuer, buntes Kinderprogramm,
    Live Musik mit JIB 2016 – Jazz Quartett, Lasse-Lastenfahrrad, Schafruf,
    Köstlichkeiten vom Hofgrill, Café und Kuchenbuffet, Eis aus Entruper Milch

Freitag, 5. Mai 2017

Projekt Lehmofen Teil II

ein Experiment_Zwischenbericht 02.05.2017


Der Lehmofen sieht nun schon nach Lehmofen aus. Das Gewicht wagen wir nicht zu schätzen. Schon die Ofentür läßt dem Musculus biceps brachii jaulen.
Im Inneren ist das Iglu-Prinzip gut zu sehen. Der Papiersack, gefüllt mit feuchter Holzspäne, stützt den noch weichen Lehm an der Rückwand.
Lina - unsere Expertin für den Innenausbau - legt letzte Hand an.
Die Verbindung vom Ofenraum zur zweiten Kuppel wird modelliert.

                                                Das erste Feuer!

 
Der Ofen muß nun langsam durchtrocknen. Dafür legt Jan nach und nach kleine Trocknungsfeuer.
Die größte Sorge ist die noch mangelnde Zugkraft durchs Ofenrohr. Einen kleinen Luftschacht konnten wir durch die feuchte Späne schaffen. Erst die trockene Späne kann durch vorsichtiges Feuern verbrennen.
Wenn das Konzept aufgeht, wird der Ofen am Samstag: "Mitmachtag in der Hofbäckerei" eingeweiht und das erste Brot oder Brötchen herzhaft begrüßt.


Dienstag, 25. April 2017

Projekt Lehmofen

Ein Experiment!  Zwischenbericht vom 19.04.2017

Von der Idee angestiftet, auf dem Hoffest Flammkuchen anzubieten, ist seit Februar ein mobiler Lehmofen in Arbeit - ein echtes Unikat! Lehm, Stroh, Wasser und Sand sind die Zutaten und stammen vom Hof. "Von der Wiege zur Wiege" - Cradle to Cradle zu fast 100%.
Der eingeweichte Lehm wird mit Stroh und etwas Wasser gestampft. Das Material läßt sich angenehm und hervorragend verarbeiten. Der Muskelkater (überall!) ebbt nach 3 Tagen langsam ab.
Über dem Backraum entsteht eine zweite Kuppel. Der warme Rauch soll von hinten nach vorne geleitet werden und die Oberhitze im Ofen halten. Das Abzugsrohr kommt später mittig über die Ofentür.
Für die Formgebung der zweiten Kuppel wird feuchte Sägespäne verwendet. Eingeschlagen in Papier folgen weitere Lehmschichten. Nach dem Trocknen wird die Späne entfernt, der Rest verbrennt -
ein Hohlraum entsteht.
Konzept, Bauplanung, Lehmgewinnung, Stampfoptimierung, Bau Bodenplatte, erster Kuppelbau, diverse Lehmschichten, Zeitplan, Fotodokumentation.......................................................Jan
Startidee, Befragung Grundofenbauer, Zuarbeit zweite Kuppel, einige Lehmschichten, Bericht................................................Tina