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Mittwoch, 2. Mai 2018

"Zeit für Utopien" - ein Film über die vielversprechenden Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation

Pressetext:
Filmtipp:
ab Do., 3. Mai, 20:15 Uhr im Cinema Münster und auch anderswo

Anhand von hoffnungsvollen Beispielen zeigt ZEIT FÜR UTOPIEN die vielversprechenden Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation
Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. ZEIT FÜR UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie wir mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen können. Porträtiert werden keine AussteigerInnen, sondern EinsteigerInnen in eine neue Gesellschaft.
„Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen, investieren 300 KonsumentInnen direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln versorgt. Aber lassen sich mit Modellen, die im Kleinen funktionieren, auch große Städte versorgen? Auf jeden Fall! Petra Wähning entdeckt in Südkorea die Genossenschaft ‚Hansalim’, die 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgen.
Das Züricher Wohnprojekt ‚Kalkbreite’ liefert ein Beispiel für urbanes Wohnen, das mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird.
Laura Gerritsen, Produktmanagerin von ‚Fairphone’, macht sich auf den Weg zu den Kobalt-Minen im Kongo, wo sie sich für faire Produktionsbedingungen engagiert. Es sei ihr ein großes Anliegen, dass ökologische und soziale Aspekte auch bei anderen Konzernen an Bedeutung gewinnen.
Die Genossenschaft Scop-Ti, eine ehemals dem Großkonzern Unilever gehörende Teefabrik, funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung. Die Belegschaft widersetzte sich der Schließung, belegte die Fabrik und übernahm schließlich nach einem 1336 Tagen andauernden Kampf die Fabrik.

Link: http://www.zeit-fuer-utopien.com/

Dienstag, 27. Juni 2017

Hofbrief: KW 26


Zur CSA-Jahresversammlung konnten wir am vergangenen Sonntag etwa 35 Teilnehmer begrüßen. Zunächst stellte Heinrich die wirtschaftliche Situation des Hofes dar sowie den voraussichtlichen Finanzbedarf für das kommende Wirtschaftsjahr.
Rückblickend auf das letzte Jahr konnte Christiane von der erfreulichen Entspannung bei der Wohnsituation durch die Fertigstellung der Gärtnerwohnung sowie zweier Lehrlings- bzw. Praktikantenzimmer berichten.
In der
Bäckerei wird es nach Jans Weggang Anfang Juli Umstrukturierungen geben, die v.A. Auswirkungen auf die Belieferung zweier Bioläden haben werden. Gärtnerei und Landwirtschaft blicken auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurück, leiden aber momentan unter dem mangelnden Regen. In den Fokus gerückt wurde abschließend die Käserei, in der seit vielen Jahren kaum noch investiert wurde und wo einige Verbesserungen bei der Arbeitswirtschaft und der Ergonomie erforderlich sind.
Es folgte ein Rundgang „Rund um unsere Schafmilch“ vom Schafstall über den Melkstand bis zur Käserei, bei dem
Werner den Verbesserungs- und Investitionsbedarf aufzeigte (überdimensionierte Milchkühlung, umständlicher Transport der Milch von der Kühlkammer zur Käserei, viel zu großer Käsekessel).
Wieder im Veranstaltungsraum berichtete Alex aus der Arbeitsgruppe Verteilung. Neben einigen Verbesserungen bei den Abholstellen ist es geplant, Single-Haushalten und Wenig-Kochern die Teilnahme an unserer CSA zu ermöglichen, indem neben den bisherigen „vollen“ Ernteanteilen auch „halbe“ Ernteanteile vergeben werden.
Weiterhin
berichtete Tina von dem Lehmofenprojekt, das sie mit Jans tatkräftiger Mithilfe entwickelt und rechtzeitig zum Tag des Schafes realisiert hat. Für das nächste Jahr regte sie an, das Hoffest ohne Dixi-Klo zu veranstalten und stattdessen als stilles Örtchen eine Komposttoilette zu errichten. Das Projekt steckt zwar noch in den Kinderschuhen, hat aber auf der Versammlung einige Teilgeber gefunden.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein gemütliches Beisammensein
an einem von den Teilnehmern reich bestückten Buffett.
Termine:
  • 1. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag Wir laden herzlich zur Frühkartoffelernte ein. Drei Monate nach der Pflanzung beim April-Mitmachtag haben die ersten „sehr frühen“ Kartoffeln die Erntegröße erreicht. Geplant ist es, die Kartoffeln mit dem pferdegezogenen Schleuderradroder auszugraben und zu enterden, sodass wir sie nur noch aufsammeln müssen. Anmeldung ist erwünscht.
  • 5. Juli, 19:30 Uhr: Ethische Betrachtungen der modernen Landwirtschaft – über den Umgang mit unseren Ressourcen; Podiumsdiskussion veranstaltet vom Weltladen Billerbeck in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft Münster zur Frage, wie eine zukunftsfähige Agrarpolitik 2020 aussehen kann u.A. mit dem Agrar-Ingenieur U. Oskamp von der katholischen Landvolk-Bewegung; Veranstaltungsort: Kulturzentrum „Alte Landwirtschaftsschule“, Darfelder Str. 10-12, 48727 Billerbeck

Dienstag, 2. August 2016

Hofbrief: KW 31


Die GartenCoop Freiburg, eine sehr engagierte SoLaWi-Initiative im Raum Südbaden, gibt regelmäßig Einblicke in ihre Arbeit, unter anderem mit dem Film „Die Strategie der krummen Gurken“, den wir im Februar im Hofcafé zeigen durften.
Nun ist ein Bericht darüber erschienen,
wie die Lebensmittel vom Hof zu den teilnehmenden Haushalten gelangen: Für die Verteilung sind die Mitglieder selbst zuständig, die dafür eine Arbeitsgruppe gegründet haben. Die Hofprodukte werden mit einem carsharing-Transporter zu einem zentralen Umschlagplatz in Freiburg gefahren, wo sie dann mit eigens entwickelten Fahrradanhängern auf die einzelnen Abholstellen/Depots im Stadtgebiet verteilt werden. Der Link: http://www.gartencoop.org/tunsel/node/4232
Auf unserer Obstwiese in Kümper gibt es Sommeräpfel und Pflaumen, die jetzt reif werden - ein Genuss für die Daheim-Gebliebenen und ein Willkommensgruß für Alle, die aus dem Urlaub zurück kehren.Eine Anfahrtsskizze zur Streuobstwiese mit Wegbeschreibung vom Parkplatz hat netterweise Steffen für uns gezeichnet (kann beim Hof angefordert werden).
Der neue Heizkessel in der Tenne ist seit Mitte letzter Woche in Betrieb und versorgt im Zusammenspiel mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach die Käserei, den Melkstand und die Haushalte auf dem Hof mit warmem Wasser aus erneuerbaren Energien – zu einem großen Teil Scheitholz aus dem eigenen Wald und aus den Hecken, die unsere Felder und Wiesen säumen. Auch die neuen Wohnräume, die derzeit über dem Hofladen entstehen, sollen von dem neuen Ofen aus beheizt werden.
Auch wenn sich die Heizung im winterlichen Dauer-Volllastbetrieb noch bewähren muss, so merken wir doch schon jetzt, dass deutlich weniger Asche anfällt, als bei dem alten System. Weniger Verbrennungsrückstände bedeuten eine bessere Ausnutzung der im Holz gespeicherten Energie – der Verbrauch sinkt.