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Donnerstag, 13. Januar 2022

Hofbrief: KW 2 - Die Lammzeit beginnt

Die Lammzeit hat begonnen! Am Samstag kamen die ersten fünf Lämmer zur Welt. Stand Donnerstag hüpfen jetzt sieben Lämmer von vier Mutterschafen im Stall herum. Schön, wenn die Lammungen unproblematisch verlaufen und die Lämmer gut bei der Mutter satt werden. Manchmal müssen wir Geburtshilfe leisten oder ein Tier mit der Flasche aufziehen, schließlich sollen möglichst viele kleine Lämmchen groß und stark werden.

Die ersten sechs Wochen bleiben Mütter und Kinder zusammen. Melken können wir da nur, was die Lämmer übrig lassen. Ende Februar ist somit mit der ersten größeren Milchmenge zum Verkäsen zu rechnen.

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Gar nicht so einfach, auf einem landwirtschaftlichem Betrieb einen Termin zu finden, an dem alle aus dem Hofteam Zeit für einen Betriebsausflug haben. Und die lieben Hoftieren wollen zweimal täglich versorgt sein. Ende November haben wir es doch tatsächlich geschafft ;-)

Das Hofteam von Entrup119 mit Hilde und Martha vom Laakenhof


Diesmal haben wir den „neuen“ Laakenhof südlich von Münster besucht. Die dortige Betriebsgemeinschaft musste vor zwei Jahren den alten Standort des Betriebs in Neubeckum wegen auslaufender Pacht aufgeben und richtet sich mittlerweile am neuen Standort in Enniger ein. 

Die kleine Milchviehherde ist in einen neu gebauten „Komfortstall“ eingezogen. Die Milch wird in einer Hofkäserei zu diversen Käsesorten verarbeitet. In Folientunneln und auf den hofnahen Feldern wird Gemüse für die Abokisten-Kunden und den Hofladen angebaut. Die Folientunnel stehen auf Schienen und können alle paar Jahre versetzt werden, um dem Gewächshausboden eine Ruhepause zu ermöglichen. Dazu gibt es in kleinem Stil Getreide- und Futterbau. 

Sehr beeindruckt waren wir von dem sehr aktiven Hofverein „Anders ackern“ – Hier haben sich Menschen aus dem Umfeld des Hofes zusammen gefunden, die beim Umzug und bei diversen Baumaßnahmen mit geholfen haben. Andere kümmern sich um Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein kleiner aber feiner Permakulturgarten wurde von einer Arbeitsgruppe selbstständig angelegt und steht allen Besuchern offen.

Nach der Hofführung wurden wir zu einem leckeren Mittagessen in die Hofküche eingeladen; einige fanden einen gemütlichen Platz am offenen Kamin.

Die „Laakies“ bleiben uns als sehr warmherzige Menschen und Kolleg*innen in Erinnerung.

Links:

  • http://wordpress.laakenhof.de/

  • https://anders-ackern.de/

Donnerstag, 14. Januar 2021

Hofbrief: KW 2 - Winterarbeiten, Käsereistelle, Kuhmilchprodukte

Zu tun gibt es auch Anfang Januar genug auf dem Hof. Zunächst die Routinearbeiten – Tiere versorgen, Gemüse ernten, Brot backen und die Vermarktung. Die Lammzeit ist arbeitsreich – Geburten begleiten und schwächere Lämmer versorgen – auch mal abseits des nine-to-five-Arbeitstages.

Dann müssen aufgeschobene Reparaturen an den Maschinen und Renovierungsarbeiten an den Gebäuden erledigt werden. Bis Ende Februar dürfen wir Hecken und Kopfbäume schneiden und im Wald Bäume fällen, um Brennholz einzulagern. Die Gemüseanbau-Planung sollte auch bis Februar fertig sein – die ersten Aussaaten beginnen bald.
Ein wenig Zeit bleibt doch noch, um sich weiterzubilden, Abläufe zu durchdenken oder auch für die Planung größeren Bauvorhaben wie des neuen Bewässerungssystems – und dann ist die dunkle Jahreszeit schnell rum...

Für die frei werdende Käsereistelle war diese Woche noch eine zweite Bewerberin zum Kennenlernen und Mitarbeiten auf dem Hof. Da unsere Milchschafe im Moment trocken stehen, haben wir noch einmal Kuhmilch vom Biolandbetrieb Brockmann-Könemann aus Greven geholt, um die Käserei auch in Betrieb zeigen zu können. Entstanden ist eine Menge Kuhmilch-Frischkäse, -Camembert und -Taler – eine willkommene Bereicherung für die Ernteanteile im Winter.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Hofbrief: KW 7 - Frühlingsboten, Gemüsepflänzchen, Lämmer, erste Milchprodukte


Der stürmische Wind kann die Frühlingsboten nicht aufhalten: Die Singvögel stimmen ihre Lieder an. Die ersten Frühblüher wurden gesichtet.
In den Folientunneln
wachsen die Wintersalate wieder etwas schneller. Salat, Kohlrabi und Spinat keimen in der Jungpflanzenanzucht für die Pflanzungen im März. Außerdem wurden bereits Paprika und Auberginen gesät – sie brauchen viel Wärme und wachsen zunächst sehr langsam, auf der Fensterbank und im Frühbeet, bis sie dann im Mai in die Gewächshäuser gepflanzt werden.
Auch im Schafstall herrscht ein reges Treiben. 40 von 110 Schafen haben schon gelammt; über 70 Lämmer springen durch den Stall.
Die
jungen Schafmütter gehen morgens und abends in den Melkstand und wir melken die Milch ab, die die Lämmer übrig gelassen haben. Da kommt noch nicht sehr viel zusammen, aber schon soviel, dass wir regelmäßig Milch verarbeiten können. Mit den ersten Joghurtgläschen und Kasetalern wurde die Saison 2020 eröffnet.
La
sst es Euch schmecken!
Termine:
  • Sa., 07. März, 10 Uhr:
    Mitmachtag „Obstbäume
    pflanzen
    Auf unserer Streuobstwiese gibt es noch Lücken: Wir pflanzen Hochstamm-Obstbäume – für mehr Vielfalt und Geschmack! Anmeldung: mail@entrup119.de

Dienstag, 21. Februar 2017

Hofbrief: KW 8


Im Schafstall gibt es fast täglich neue Lämmer.
Mittlerweile lammen auch die ersten Jungtiere. Die Jungschafe sind schon in ihrem ersten Sommer geschlechtsreif. Wir lassen sie erst im Herbst, etwas später, als die Altschafe, zum Bock, sodass sie erst Ende Februar bis Ende April ablammen.
Erstlammende müssen sich bei der Geburt etwas mehr anstrengen, als die älteren Tiere, und sind auch im Umgang mit ihren Lämmern unsicherer, auch wenn der Instinkt Mutter und Kinder am Ende meist gut zusammenbringt. Allemal braucht es hier unsere besondere Aufmerksamkeit.
In der Gärtnerei geht es im Februar noch ruhiger zu. Es bleibt Zeit für Reparaturen und Gerätebau.
Jan baut die durchgerostete Pritsche vom Gartentraktor neu auf: So mancher Transport von Jungpflanzen zum Acker oder von schwerem Gemüse zum Hof wird somit erleichtert. Christoph bestückt das pferdegezogene Hackgerät mit neuen Werkzeugen, um im Sommer das Beikraut zwischen den Gemüsereihen besser in den Griff zu bekommen. Außerdem setzen wir ein Frühbeet aus Betonfertigteilen für die warme Jungpflanzenanzucht zusammen.
In den Gewächshäusern stehen die ersten Frühjahrspflanzungen an: Salat, Kohlrabi und Spitzkohl in dieser Woche, Fenchel in der nächsten. Außerdem ist jetzt schon die Zeit, um Paprika und Auberginen für die Pflanzung Mitte Mai auszusäen.
Eine Beobachtung für Alle, die das Wintergrau und den ewigen Nieselregen satt haben: Der Februar war bis jetzt außergewöhnlich trocken, auch insgesamt haben sich Herbst und Winter 2016/17 bei uns eher von der trockenen Seite gezeigt. Ende letzter Woche waren die Pflugschollen auf unserem Pappelacker mit seinem oft klebrigen, schweren Tonboden trocken und krümelig, wie sonst eher Ende März.

Dienstag, 7. Februar 2017

Hofbrief: KW 6


Der eine oder andere Sonnentag hat schon warme Stunden gebracht und doch hat der Winter noch die Oberhand. Obwohl auch wir die warmen Tage schon sehnlichst erwarten, können wir auch dem Frost etwas Gutes abgewinnen. Die Felder und Wiesen erholen sich spürbar. Der Ackerboden krümelt schön zur ersten Bestellung im März. Die Arbeit beim Heckenschnitt, bei der Brennholzwerbung oder beim Streuen von Kompost geht bei frostigem Wetter leichter von der Hand.
Der Mitmachtag „Heckenpflege“ am vergangenen Samstag hat bei schönstem Winterwetter immerhin 10 Teilgeber auf den Hof gelockt. Mit Hilfe zweier Motorsägen und vieler, vieler Hände in dicken Lederhandschuhen konnten wir auf einer Länge von ca. 400m eine Dornenhecke zurückschneiden um stellenweise 5m Breite, die sie über den ursprünglichen Zaun gewuchert war.
Die Lammsaison verläuft in diesem Jahr besonders ruhig, es gibt kaum Komplikationen bei den Lammungen; die meisten Mutterschafe und ihre Lämmer sind wohlauf.
Wir führen das u.A. auf die konsequente Heufütterung in der Winterstallsaison zurück – Heu ist besonders wiederkäuergerecht und fördert somit die Gesundheit der Tiere.
Die Vielfalt im Gemüsesortiment nimmt jetzt spürbar ab. Einige Sorten wie Chinakohl, Radicchio oder Schmelzkohlrabi haben die Grenze der Haltbarkeit erreicht. Bei Kartoffeln und Möhren kooperieren wir traditionellerweise mit unserem Naturland-Nachbarn Heiner Wening und dem biodynamischen Knollmannshof. Dort gab es im letzten Jahr wegen zu viel Regen im Juni und zu wenig Regen im restlichen Sommer erhebliche Ernteausfälle. Die Vorräte sind schon jetzt aufgebraucht. Da wir aber nicht auf diese beiden Grundnahrungsmittel verzichten wollen, werden wir in der nächsten Zeit die CSA-Anteile mit Bio-Kartoffeln von einem regionalen Anbauer und Möhren vom Bio-Großhandel ergänzen.
Jetzt erweist es sich sehr zum Vorteil, dass unser Hof neben dem Gemüseanbau auch auf die Tierhaltung setzt: Im zeitigen Frühjahr ist die Gemüseauswahl gering („Saure-Gurken-Zeit“), die Milch wird aber wieder mehr und die Milchprodukte somit vielfältiger. Außerdem sind die Lämmer vom letzten Jahr jetzt ausgewachsen und liefern nach und nach vorzügliches Fleisch.
Vielleicht passt es ja auch ganz gut zum Winter, mehr tierische Lebensmittel zu essen. Die Vorfreude auf das frische Grün des Frühlings ist dann umso größer. Die ersten Salate und Kohlrabi sind bereits gesät, Samstag folgt die Radieschenaussaat.

Sonntag, 26. April 2015

CSA-Rezept des Monats von Rita

Wie schon von Alex angekündigt hat die Marketinggruppe das Thema CSA / saisonales Kochen jetzt endlich in Angriff genommen. Schon lange gab es den Wunsch danach, ein Rezeptbuch für CSAler von CSAlern zu machen. Es wurde vielfach auf den CSA-Versammlungen angeregt und auch einige Rezepte wurden schon gesammelt, welche allerdings nie fotografisch festgehalten wurden. Es wäre schön, wenn sich diejenigen, die schon ein Rezept abgegeben haben bei mir oder auf dem Hof melden könnten, damit wir das Foto nachträglich machen können. Ansonsten sind natürlich auch weitere Rezepte willkommen!

Lammkoteletts in Tomatensoße:


4 Lammkoteletts
Je 2 Zweige Rosmarin und Thymian (oder je 2 TL getrocknete Kräuter)
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1-2 TL brauner Zucker
1 EL getrockneter Oregano
1 Glas gehackte Tomaten (ca. 500 ml)
1-2 TL Harissa (oder Chilipaste)
2 TL körniger Senf (oder Dijon/ Feige/ Honig)
1 TL Akazienhonig
Salz und schwarzer Pfeffer

Die Rosmarinnadeln und Thymianblättchen abzupfen. 1 EL Rosmarin, 1 TL Thymian, 1 EL Olivenöl und etwas Pfeffer vermischen, die Lammkoteletts damit einreiben und ca. 30 Minuten stehen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 4-5 Min. anbraten, Knoblauch zugeben und 1 Min. mitdünsten. Zucker zugeben und etwas karamellisieren lassen. Mit den Tomaten ablöschen und mit Oregano, restlichem Thymian, Harissa und Salz würzen. Die Sauce offen bei geringer Hitze ca. 25 Min. köcheln lassen, dabei öfters umrühren.

Den Backofen auf 50 °C vorheizen. Die Koteletts im restlichen Olivenöl von jeder Seite ca. 4 Minuten braten, leicht salzen. Aus der Pfanne nehmen und im Ofen abgedeckt warm halten.

Den Bratensatz mit der Tomatensauce ablöschen und loskochen. Mit Senf, Honig, Salz und Pfeffer würzen und 3 Minuten köcheln lassen.

Die Koteletts mit der Tomatensauce anrichten. Dazu passt Basmati- oder aserbaidschanischer Reis.



Aserbaidschanischer Reis

150 g Basmatireis

2 EL ungeschwefelte Sultaninen

250 ml Gemüsebrühe

2 EL Butter (oder Butterschmalz bzw. Ghee)

1 Lorbeerblatt

Je ¼ TL Zimt und Piment

½ TL Baharat (Gewürzmischung z.B. von Ingo Holland)

2 EL Mandelstifte (oder Pistazien oder Sonnenblumenkerne)



Reis im Sieb abspülen und 30 Min. im lauwarmen Wasser einweichen. Sultaninen separat eiweichen. Brühe aufkochen. Butter in einem Topf erhitzen und den abgetropften Reis dazugeben, unter Rühren 2-4 Minuten braten. Mit Brühe ablöschen, Lorbeerblatt, Sultaninen und Gewürze zugeben und kurz aufkochen. Reis zugedeckt bei geringer Hitze in 10-12 Minuten ausquellen lassen und Lorbeerblatt entfernen.

Inzwischen Mandelstifte oder andere Nüsse bzw. Kerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldgelb rösten, abkühlen und grob hacken. Beim Anrichten über den Reis streuen.

 

Sonntag, 20. Februar 2011

Marokkanische Lamm-Tagine mit Pflaumen und Mandeln

Eine meiner Lieblings-Tagine. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich damals mit meinem Mann das erste mal in ein marokkanisches Restaurant gegangen bin und dort in Berührung mit der marokkanischen Kultur und Küche kam. Und dort hatte ich eine Lamm-Tagine mit Pflaumen gegessen, die mir bis heute immer noch den Gaumen verzückt, wenn ich nur daran denke.

Die Tagine ist einer der traditionellsten Zubereitungsarten. Tagine ist der Tontopf, in dem die Speisen - meistens Fleisch mit Gemüse - zubereitet werden, bzw. serviert werden. Man kann die Tagines aber auch sehr gut in einem Topf kochen und dann auf einer großen Platte servieren.

Gegessen wird das ganz typisch mit Fladenbrot und Fingern. Man benutzt nur Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand (auch Linkshänder!!!), reißt ein Stück vom Fladenbrot ab, und benutzt das ganze als "Schaufel", in dem man damit in die Tagine eintunkt und sich ein bisschen vom Gemüse und Fleisch abzwickt. Das ganze wird dann schnell in den Mund verfrachtet. Jeder darf nur das Viertel der Tagine vor sich benutzen, in fremden Gebieten stippen ist strengstens verboten und wird mit bösen Blicken der Hausherrin bestraft.

Da ich gestern mit einem Sack voll bestem Lammfleisch vom Hof wieder gefahren bin, kam ich auf die Idee mal wieder eine leckere Lamm-Tagine zu machen. Und zum Glück hatte ich noch ein paar Pflaumen vorrätig...


Zutaten:
1,5 kg Lammfleisch
200 g getrocknete Pflaumen
80 g gehackte Mandeln
5 EL Olivenöl
etwas Öl für die Mandeln
2 Zwiebeln; 1 fein gehackt, 1 in Scheiben geschnitten
2 große Knoblauchzehen gepresst
1 TL Salz
1 TL gemahlener Ingver
1/2 TL Curcuma
1/2 TL Zimt
3 TL Zucker
1 TL flüssiger Honig

Zubereitung:
Als erstes werden die Pflaumen entkernt und in einer Schale mit Wasser eingeweicht. Die Mandeln werden in einer Pfanne mit einem Spritzer Öl und dem Honig vorsichtig angeröstet. Die Masse am besten auf einem Küchenpapier auslegen und abtropfen lassen.

Das Lammfleisch wird in Stücke oder Scheiben geschnitten. In einen großen Topf, Olivenöl, die gehackte Zwiebel, Knoblauch, Salz, Ingver und Curcuma mit dem Fleisch vermengen und mit soviel Wasser aufgießen bis das Fleisch gut bedeckt ist. Das Ganze ca. 30-45 Minuten kochen lassen (im Schnellkochtopf gehts sogar schneller).

Dann den Deckel abnehmen, und noch mal 30-45 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Lammfleisch fast gar ist. Dann die Zwiebeln in Scheiben, 1 TL Zucker und den Zimt hinzugeben und das ganze noch mal ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch endgültig durchgekocht ist. Das Fleisch aus dem Kochtopf herausnehmen und im Ofen warmstellen.

Die übriggebliebene Sauce in einen kleinen Topf geben. Die Pflaumen abgießen und zu der Sauce geben und 15 Minuten köcheln lassen. Die restlichen 2 TL Zucker dazugeben und noch ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Wer möchte, kann sich dazu auch noch Kartoffeln kochen. Diese dann in der Tagine, oder auf einer großen Platte auslegen, das Fleisch darauf verteilen, die Sauce mit den Pflaumen darüber gießen und mit den Mandeln bestreuen.

Guten Apetit!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Arabischer Lammbraten mit Zwiebelkompott

Anlässlich der Lammfleischangebote hier mein Lieblingslammrezept, mit dem ich letztes Jahr den Einstieg in die Küche mit Lammfleisch gefunden habe. Davor habe ich mich nicht an Lamm gewagt. Das Rezept ist inzwischen mehrfach mit Gästen erprobt und daher anscheinend für Anfänger geeignet :-)

Los geht's:

Braten
In einem Bräter die Lammschulter von allen Seiten anbraten und im Backofen bei 160 Grad eine Stunde geschlossen garen. Das Salz, den Cayennepfeffer, den Honig, das Olivenöl und das Wasser verrühren. Den Braten damit alle 10 Minuten einpinseln.

Zwiebelkompott
Für das Zwiebelkompott in einem Topf die Butter leicht bräunen. Die Zwiebeln und den Knoblauch in feine Würfel schneiden. Das Raz-El-Hanut-Gewürz, den Honig und das Salz dazugeben. Bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel 30 Minuten garen. Alle 5 Minuten umrühren. Den Essig hinzufügen. Ohne Deckel nochmals bei kleiner Hitze 30 Minuten garen, ab und zu umrühren. Getrockneten Thymian und Minzehinzufügen.

Cous-Cous
Zum Cous-Cous zwei Esslöffel des nativen Olivenöls, das Raz-El-Hanut und das Salz geben und vermischen. Mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen und aufsaugen lassen. Das restliche Olivenöl dazugeben und eine Garprobe machen. Hat der Grieß noch einen harten Kern, noch einmal etwas kochendes Wasser dazugeben.

Vor dem Anrichten den Grießnochmal erwärmen. Dazu einen hohen Topf 5 cm hoch mit Wasser füllen und aufkochen. Die Rosinen und die Mandeln unter den Grieß mischen, zusammen in ein Sieb geben und über das Wasser hängen. Bei geschlossenem Deckel etwa drei Minuten erwärmen.

Gemüse
Für das Gemüse die Zwiebel schälen, achteln und in die einzelnen Blätter zerteilen. In Olivenöl anbraten. Die Tomaten grob würfeln, dazugeben und aufkochen. Paprika entkernen, achteln und ebenfalls dazugeben. Zucchini würfeln und etwa drei Minuten mitgaren. Zum Schluss die Bohnen und die Gewürzmischungen Tabil und Harissa dazugeben.

Servieren
Den Lammbraten tranchieren, Cous-Cous in einem großen Ausstech-Ring flach anrichten. Darauf, mit dem Cous-Cous bündig abschließend, das Fleisch legen und darauf mittig das Gemüse platzieren. Das Zwiebelkompott im Kreis verteilen. Sofort servieren und das restliche Fleisch im abgeschalteten Ofen warm halten. Aufwärmen vermeiden, damit das Fleisch seinen milden Geschmack behält.

Viel Spaß und guten Appetit!

Im Originalrezept werden statt Bohnen 4 Okraschoten verwendet. Mein Fall sind die aber nicht so.

Zutaten für 4 Personen

Braten:
1 Lammschulter oder Braten ca 1200g
1-2 TL Salz
1 Prise Cayennepfeffer
140 ml Honig
2 EL Olivenöl
2 EL Wasser

Zwiebelkompott:
125 g Butter
750 g Zwiebeln, gewürfelt
3-5 Knoblauchzehen, nach Geschmack
2 EL Gewürzmischung Raz-El-Hanut
50 ml Honig
1 TL Salz
30 ml Essig (Sherry)
1 Prise Thymian, getrocknet
1 Prise Minze, gehackt

Cous-Cous:
250 g Cous-Cous oder Bulgur
4 EL natives Olivenöl
2 TL Gewürzmischung Raz-El-Hanut
1 TL Salz
250 ml Wasser
1 EL Rosinen
1 EL Mandelblättchen

Gemüse:
1 Zwiebel
5 Tomaten, gehäutet, ohne Strunk
1 rote Paprika
1 kleine Zucchini
400 g grüne Bohnen
1/2 TL Gewürzmischung Tabil
1/2 TL Gewürzmischung Harissa
5 EL Olivenöl

Für die Münsteraner: die Gewürzmischungen bekommt man z. B. Samstags auf dem Markt.

Das Rezept kursiert so oder ähnlich in x-facher Form im Internet, so dass ich den Urheber leider nicht ausfindig machen konnte.

Sonntag, 30. Januar 2011

Frisches Lammfleisch in bester Demeter-Qualität zu verkaufen!!!

Ein Tag auf dem Hof gibt immer auch Einblicke in aktuelle "Probleme" und Herausforderungen. So auch gestern. Aber vielleicht, vielmehr gesagt ganz sicher (!), ist dieses mit unserer Mithilfe schon ganz bald gelöst!
Doch zunächst das Problem: Wie von uns allen gewünscht sind wir im letzten Jahr auf 100 CSA'ler gewachsen. Aus diesem Grund wurde auch die Schafherde aufgestockt.
Die im letzten Jahr geborenen männlichen Lämmer werden jeweils im Herbst und/oder im Frühjahr geschlachtet, die weiblichen Lämmer helfen, die Herde zu vergrößern und damit dann später auch die Milch- und Käseherstellung auszuweiten. Vor Kurzem gab es für jeden CSA'ler gut 3 kg frisches Lammfleisch. Das war die Hälfte der gesamten Fleischernte. Nun steht an, noch einmal ca. 10 Lämmer zu schlachten. Da der Fleischverkauf jedoch aktuell nicht im gewünschten Umfang stattfindet stehen unsere Landwirte vor einem Problem:
Wohin mit dem Lammfleisch?

Daher möchte ich alle CSA'ler, aber auch alle, die diese Zeilen jetzt gerade lesen ganz herzlich bitten, zu überlegen: Könnt Ihr noch Lammfleisch brauchen? Habt Ihr noch etwas Platz in Eurer Gefriertruhe? Der nächste festliche Anlass dafür kommt bestimmt! Wisst Ihr jemanden, Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn, die gutes Fleisch in allerbester Demeter-Qualität zu schätzen wissen? Dann meldet Euch bitte bei den Entrupern!!!

Und noch eine Anmerkung: Christiane hat gestern von ganz vielen Leuten berichtet, die eigentlich skeptisch waren und sagten, sie mögen kein Lammfleisch, die aber vom Entruper Lammfleisch nachdem sie einen Versuch gewagt haben, ganz begeistert sind!

(Link bearbeitet von Andreas)