Dienstag, 21. Februar 2017

Hofbrief: KW 8


Im Schafstall gibt es fast täglich neue Lämmer.
Mittlerweile lammen auch die ersten Jungtiere. Die Jungschafe sind schon in ihrem ersten Sommer geschlechtsreif. Wir lassen sie erst im Herbst, etwas später, als die Altschafe, zum Bock, sodass sie erst Ende Februar bis Ende April ablammen.
Erstlammende müssen sich bei der Geburt etwas mehr anstrengen, als die älteren Tiere, und sind auch im Umgang mit ihren Lämmern unsicherer, auch wenn der Instinkt Mutter und Kinder am Ende meist gut zusammenbringt. Allemal braucht es hier unsere besondere Aufmerksamkeit.
In der Gärtnerei geht es im Februar noch ruhiger zu. Es bleibt Zeit für Reparaturen und Gerätebau.
Jan baut die durchgerostete Pritsche vom Gartentraktor neu auf: So mancher Transport von Jungpflanzen zum Acker oder von schwerem Gemüse zum Hof wird somit erleichtert. Christoph bestückt das pferdegezogene Hackgerät mit neuen Werkzeugen, um im Sommer das Beikraut zwischen den Gemüsereihen besser in den Griff zu bekommen. Außerdem setzen wir ein Frühbeet aus Betonfertigteilen für die warme Jungpflanzenanzucht zusammen.
In den Gewächshäusern stehen die ersten Frühjahrspflanzungen an: Salat, Kohlrabi und Spitzkohl in dieser Woche, Fenchel in der nächsten. Außerdem ist jetzt schon die Zeit, um Paprika und Auberginen für die Pflanzung Mitte Mai auszusäen.
Eine Beobachtung für Alle, die das Wintergrau und den ewigen Nieselregen satt haben: Der Februar war bis jetzt außergewöhnlich trocken, auch insgesamt haben sich Herbst und Winter 2016/17 bei uns eher von der trockenen Seite gezeigt. Ende letzter Woche waren die Pflugschollen auf unserem Pappelacker mit seinem oft klebrigen, schweren Tonboden trocken und krümelig, wie sonst eher Ende März.

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