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Donnerstag, 27. Mai 2021

Hofbrief: KW 21 - Ackern und Feiern im Mai

Die Feiertage im Mai und Juni sind für Landwirte und Gärtner ziemlich ungünstig gelegen – auch bei schönstem Frühsommerwetter heißt es da nicht Kurzurlaub, sondern Heuernte, Tiere versorgen oder den Acker bestellen. Macht bei dem Wetter aber auch viel mehr Spaß als bei nasskalten fünf Grad im Nieselregen.

In den Gewächshäusern pflanzen wir gerade die letzten Sommerkulturen. Wenn es draußen regnet gibt es genug Arbeiten unter Dach: Wir legen Tropfschläuche für die Bewässerung und schützen den Boden mit einer dicken Mulchschicht vor der Sommerhitze. Die schnellwachsenden Tomaten und Gurken leiten wir an senkrechten Schnüren hoch und geizen wöchentlich aus, damit die Pflanzen nicht nur Blätter, sondern auch viele schöne Früchte ausbilden.
Gleichzeitig fordert das Feldgemüse unsere Aufmerksamkeit. Immer wieder pflanzen wir Salate, Fenchel und Lauchzwiebeln, Kohlrabi und Spitzkohl, um eine kontinuierliche Versorgung den Sommer über zu ermöglichen. Auch an die kalte Jahreszeit muss schon gedacht werden: Circa 4000 Selleriepflänzchen setzen wir diese Woche in die Erde.
Die gepflanzten Kulturen wollen immer wieder gehackt und gejätet werden, denn die Beikräuter wachsen bei der Bodenfeuchte schneller als uns lieb ist.

Das Wurzelgemüse aus dem letzten Herbst ist bald aufgebraucht – erstaunlich, dass es bis in den Mai gereicht hat und auch zuletzt noch recht knackig war. Sicherlich freut sich aber so mancher auf ein paar Wochen ohne Pastinaken und Co…

Immer wieder werden wir gefragt, wann denn wieder Ackertage organisiert werden. Wir richten uns nach den Regeln der Coronaschutzverordnung und haben den Inzidenzwert für den Kreis Steinfurt im Blick. Sobald ein Zusammentreffen von ca. 20 Menschen aus verschiedenen Haushalten ohne besondere Auflagen erlaubt ist, werden wir auf den Hof einladen. Es gibt in den nächsten Wochen mehrere größere Pflanzaktionen und danach erwartet uns das allseits beliebte Jäten (Ackeryoga).
Auch
Hofführungen wollen wir in den nächsten Wochen wieder anbieten. Hoffentlich schon ganz bald…

Donnerstag, 29. April 2021

Hofbrief: KW 17 - Das Alte geht, das Neue kommt...

Noch ist April: Tagsüber erleben wir fast schon sommerliche Temperaturen, am frühen Morgen müssen die warmen Jacken hervorgeholt werden.
Die frisch gepflanzten Gemüsekulturen auf den Feldern schützen wir mit weißem PP-Vlies vor lte und Austrocknungschließlich warten alle sehnsüchtig auf das erste Frühlingsgemüse.

Derweil neigen sich die Lagervorräte dem Ende entgegen. Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Pastinaken werden uns noch einige Wochen begleiten. Schließlich sollen alle satt werden. Dank der Kühltechnik sind die meisten Wurzeln auch nach mehrmonatiger Lagerung noch in einem guten Zustand und machen gut satt.

Auch die Lammsaison geht zu Endenur noch einige wenige Schafe sind tragend. Die meisten Jungtiere sind aber schon aus dem Gröbsten raus und freuen sich auf den bevorstehenden Sommer auf der Weide.

Wie auch im Vorjahr bauen wir wieder eine gute Menge Futterrüben für die Schafe an. Die ganze Wintersaison im Stall konnten die Tieren nicht genug bekommen von den saftigen Rüben. Und wenn die Heuernte wegen Trockenheit wieder knapp ausfallen sollte ist es allemal ein Vorteil, noch ein anderes Futter auf Vorrat zu haben.

Donnerstag, 5. November 2020

Hofbrief: KW 45 - Mitmachen mal anders - Sauerkraut dezentral

Gemeinsam mit vielen Menschen Sauerkraut herstellen ist dieses Herbst leider nicht möglich. Wir haben uns deshalb überlegt, den Weißkohl am Freitag/Samstag und am Dienstag frisch auszuliefern. Dazu gibt es ein kleines Rezept – denn Sauerkraut herstellen ist wirklich nicht schwierig, es funktioniert auch ohne besonderen Gärtopf einfach in einem großen Glas.

Wir würden uns freuen, wenn möglichst Viele das Sauerkrautrezept ausprobieren und uns ein schönes Foto davon schicken. Die Fotos würden auf der Internetseite veröffentlicht als Bericht von unserem ersten dezentralen Mitmachtag!

Bald beginnt die Wurzelgemüsesaison. Um Waschwasser und Arbeitszeit zu sparen, haben wir uns eine gebrauchte Waschmaschine angeschafft für Wurzelgemüse – Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Sellerie, Rettich etc. Ein paar Reparaturen hat sie noch nötig und dann können die frisch gewaschenen Wurzeln den Weg in Eure Küchen antreten.

Termine:

  • Sa., 7. November, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „
    Obstbäume pflanzen
    Nach dem erfolgreichen Vorbereitungstag am 10.10. starten wir heute direkt mit der Pflanzung. Drei bis vierjährige Jungbäume aus der Baumschule mit so wohlklingenden Namen wie „Gelber Martini“, „Gehrers Rambur“ oder „Blumberger Langstiel“ – robuste und wohlschmeckende alte Sorten – bekommen einen schönen Platz auf unseren Streuobstwiesen. Dann werden die Bäume noch angebunden und angegossen.
    Anmeldung erforderlich:
    https://terminplaner.dfn.de/2gSZxbZoRGXITLn2

Dienstag, 26. September 2017

Hofbrief: KW 39


Jetzt beschert uns der Herbst doch noch ein paar sonnige Tage.
Vergangenen Samstag konnten wir bei angenehmen Temperaturen die erste Obsternte einfahren. Am Sonntag wurde unser kleines Erntedankfest mit schönstem Sonnenschein geschmückt.
Im Gemüsebau beginnen wir diese Woche mit der Herbsternte. Wurzelgemüse, Kohlarten und Herbstsalate werden nach und nach abgeerntet und in großen Kisten in unserem Kühlraum eingelagert. Zusammen mit den Gemüsesorten, die Frost vertragen und über Winter auf dem Feld weiterwachsen können, ergibt das dann auch in der dunklen und kalten Jahreszeit ein vielfältiges Sortiment aus regionalem Anbau.
Los geht es am
Donnerstag mit den Kürbisernte, dann folgen Steckrüben und Kopfkohl. Vorher aber bringen wir das biodynamische Hornkieselpräparat auf die abreifenden Kulturen aus, um die Reifequalität und Lagerfähigkeit zu verbessern.
Termine:
  • Sa., 30. September, 10:30 Uhr: Mitmachtag: Obsternte auf unserer Streuobstwiese in Kümper – Die Obsternte am vergangenen Samstag war so erfolgreich, dass wir gerne diesen Samstag gleich weitermachen würden. Geplant ist dieses Jahr, das Obst zu pflücken und nach und nach als Tafel- oder Kochobst auszuliefern. Zu Saft wird, wenn überhaupt, nur eine kleine Menge verarbeitet. Pflücken ist jedoch deutlich aufwendiger, als schütteln und aufsammeln. Deshalb sind wir am Samstag auf viele Teilgeber angewiesen. Bitte bis Freitag anmelden!
    Eine Anfahrtbeschreibung kann beim Hof angefordert werden; alternativ kann man auch vom Hof aus mitfahren, wir treffen uns dafür um 10:10 Uhr. Obstpflücker können gerne mitgebracht werden.
  • Mi., 4. Oktober: Die Belieferung der münsteraner Depots verschiebt sich feiertagsbedingt um einen Tag auf den Mittwoch.
  • Mi., 11. Oktober, 10 bis 16 Uhr: Präparatetagder Demeter-Regionalgruppe Münsterland – Zusammen mit Landwirten und Gärtnern aus der Region stellen wir fünf der insgesamt acht biologisch-dynamischen Präparate her, die die Humusentwicklung unserer Böden besonders fördern und dafür sorgen, dass biodynamische Lebensmittel für die menschliche Ernährung außergewöhnlich gut geeignet sind.
    Wer also schon immer wissen wollte, was es mit diesen Präparaten so auf sich hat, ist herzlich eingeladen.

Dienstag, 7. Februar 2017

Hofbrief: KW 6


Der eine oder andere Sonnentag hat schon warme Stunden gebracht und doch hat der Winter noch die Oberhand. Obwohl auch wir die warmen Tage schon sehnlichst erwarten, können wir auch dem Frost etwas Gutes abgewinnen. Die Felder und Wiesen erholen sich spürbar. Der Ackerboden krümelt schön zur ersten Bestellung im März. Die Arbeit beim Heckenschnitt, bei der Brennholzwerbung oder beim Streuen von Kompost geht bei frostigem Wetter leichter von der Hand.
Der Mitmachtag „Heckenpflege“ am vergangenen Samstag hat bei schönstem Winterwetter immerhin 10 Teilgeber auf den Hof gelockt. Mit Hilfe zweier Motorsägen und vieler, vieler Hände in dicken Lederhandschuhen konnten wir auf einer Länge von ca. 400m eine Dornenhecke zurückschneiden um stellenweise 5m Breite, die sie über den ursprünglichen Zaun gewuchert war.
Die Lammsaison verläuft in diesem Jahr besonders ruhig, es gibt kaum Komplikationen bei den Lammungen; die meisten Mutterschafe und ihre Lämmer sind wohlauf.
Wir führen das u.A. auf die konsequente Heufütterung in der Winterstallsaison zurück – Heu ist besonders wiederkäuergerecht und fördert somit die Gesundheit der Tiere.
Die Vielfalt im Gemüsesortiment nimmt jetzt spürbar ab. Einige Sorten wie Chinakohl, Radicchio oder Schmelzkohlrabi haben die Grenze der Haltbarkeit erreicht. Bei Kartoffeln und Möhren kooperieren wir traditionellerweise mit unserem Naturland-Nachbarn Heiner Wening und dem biodynamischen Knollmannshof. Dort gab es im letzten Jahr wegen zu viel Regen im Juni und zu wenig Regen im restlichen Sommer erhebliche Ernteausfälle. Die Vorräte sind schon jetzt aufgebraucht. Da wir aber nicht auf diese beiden Grundnahrungsmittel verzichten wollen, werden wir in der nächsten Zeit die CSA-Anteile mit Bio-Kartoffeln von einem regionalen Anbauer und Möhren vom Bio-Großhandel ergänzen.
Jetzt erweist es sich sehr zum Vorteil, dass unser Hof neben dem Gemüseanbau auch auf die Tierhaltung setzt: Im zeitigen Frühjahr ist die Gemüseauswahl gering („Saure-Gurken-Zeit“), die Milch wird aber wieder mehr und die Milchprodukte somit vielfältiger. Außerdem sind die Lämmer vom letzten Jahr jetzt ausgewachsen und liefern nach und nach vorzügliches Fleisch.
Vielleicht passt es ja auch ganz gut zum Winter, mehr tierische Lebensmittel zu essen. Die Vorfreude auf das frische Grün des Frühlings ist dann umso größer. Die ersten Salate und Kohlrabi sind bereits gesät, Samstag folgt die Radieschenaussaat.

Samstag, 9. April 2016

Fruchtig süßes Wurzelgemüse mit Dinkel

Was gibt es schöneres als nach einem Urlaub mit Weissbrot endlich wieder das tolle Hofbrot zu genießen? Normalerweise hätte hier also ein Rezept mit Brot stehen müssen, ging aber nicht, dafür war es zu schnell weg :-) Aber Gemüse und Dinkel ist auch was feines:
 


















Fruchtig süßes Wurzelgemüse mit Dinkel


4 Portionen

250 g Dinkel
3 Möhren
3 Rettichknollen
3 Pastinaken
1-2 Zwiebeln
1 Bund Petersilie
1 Apfel
150 g Schafkäse in Salzlake
1 Knoblauchzehe
1 EL Sesam
1 EL Tahin
2 EL Sesamöl
3 EL Senf
1/8 l Gemüsebrühe
Salz, Orangenpfeffer


Den Dinkel in der doppelten Menge Salzwasser gar kochen und abgießen.

Das Wurzelgemüse schälen und in gleichgroße, mundgerechte Stücke schneiden.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und mit dem Sesam bei mittlerer Hitze in Sesamöl glasig dünsten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und das kleingeschnittene Gemüse darin bissfest garen.

In der Zwischenzeit den Apfel schälen und mit dem Schafkäse klein würfeln. Petersilie waschen und klein schneiden.

Ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit den Apfel, Schafkäse, Tahin, Senf und die Hälfte der Petersilie hinzu fügen.

Wenn das Gemüse gar ist, den Dinkel und die restliche Petersilie unterheben und mit Salz und Orangenpfeffer abschmecken.

Dazu passt herzhaftes, salziges Fleisch/Tofu wie Kasseler oder Leberkäse.