Donnerstag, 28. Juni 2018

Hofbrief: KW 26


Am vergangenen Samstag durften wir ca. 40 Menschen zu unserer diesjährigen CSA- Jahresversammlung begrüßen. Zur Einleitung sprach Christiane ihre Freude und ihren Dank dafür aus, dass auf „Entrup 119“ als Gemeinschaftshof das Risiko von Ernteausfällen wegen höherer Gewalt (so wie in diesem Jahr wegen starker Trockenheit im Frühjahr) anders als bei der Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe in Privatbesitz, auf viele Schultern verteilt sei.
Karen erzählte von ihrem Engagement bei der Betreuung des Billerbecker CSA-Depots.
Aus den Reihen der Teilnehmer bekam sie sofort die Zustimmung, dass ein „schönes Depot einen wesentlichen Mehrwert“ habe nicht nur als Abholstelle, sondern auch als sozialer Treffpunkt.
Im Anschluss berichtete Friedrich aus den Gründungsjahren des Hofes und vom Hofkauf durch die „Initiative Entrup 119 e.V.“ vor mittlerweile 18 Jahren. Er lenkte die Aufmerksamkeit der Zuhörer besonders auf den Moment, als die begeisterten Hofgründer und ihre Mitstreiter mit der Vereinsgründung in Verantwortung treten und eine dauerhafte Trägerschaft für den Hof uns seine Arbeit aufbauen mussten.
Daraufhin kam Bewegung in die Sache: Die Teilnehmer durften sich vier verschiedenen Gruppen anschließen und dazu einen kleinen Rundgang über den Hof machen. Angela führte zu Orten im Hofumkreis, an denen Naturschutzarbeit geleistet werden könne, und regte die Gründung einer Gruppe zur Biotoppflege an. Christiane sprach mit ihrer Gruppe über die Funktionsweise und Vorteile der genossenschaftlichen Organisation des Hofes. Werner zeigte bereits abgeschlossene Baumaßnahmen wie den Schafstall, die neue Heizung oder die Wohnräume über dem Hofladen, berichtete aber auch von der notwendigen neuen Mistlagerstätte und diversen anstehenden Renovierungsarbeiten an Scheune und Hofplatz. Alex erzählte von erfreulichen und weniger erfreulichen Momenten bei diversen Mitmachtagen uns stellte besonders den gedanklichen und organisatorischen Aufwand dar, um mehr Menschen dafür zu begeistern.
Wieder vereint im Veranstaltungsraum hörten wir einen Bericht von Anne und Manuel über die Initiative „Teikei Coffee“. Mit vielen Mistreitern in Deutschland und der Schweiz bauen sie eine CSA über den Ozean hinweg zwischen mexikanischen Kaffeebauern und europäischen Verbrauchern auf.
Mit dieser begeisterten und begeisternden Darstellung endete der offizielle Teil der Versammlung; am köstlichen Mitbringbuffet fand dieser kurzweilige Nachmittag im angeregten Gespräch mit alten und neuen Bekannten seinen Ausklang.

Die Johannisbeersaison ist eröffnet. Gerne darf am Hof selbst gepflückt werden.

Termine:
  • Sa., 7. Juli, 10-13 Uhr:
    Mitmachtag „Kartoffelernte“ – Die ersten Frühkartoffeln sind erntereif! Im Frühjahr gepflanzt, im Sommer geerntet – ein Highlight (nicht nur) für Kinder, die Früchte der eigenen Arbeit nach Hause zu tragen

Donnerstag, 21. Juni 2018

Hofführung auf dem Naturlandhof Heiner Wening


(ein Bericht von Karen Ebrecht aus Billerbeck)
Unseren Lieferanten für die Eier und auch alle Sorten Kartoffeln (sechs verschiedene!) rund ums Jahr, besuchte eine kleine Gruppe Interessierter am vorherigen Samstag.
Schon bei der Ankunft schauten uns die Limousin-Rinder und -kühe von der Weide an; drei Hühner scharrten im Schatten unter einer großen Eiche.

Wir begannen unseren Rundgang an einem Kartoffelacker, in dem schon der Kartoffelkäfer und seine Larven –ach nein, richtig heißt er ja Coloradokäfer – kräftig dem Kraut zugesetzt hatten.
Bis die ersten Frühkartoffeln geernet werden, dauert es nicht mehr lange. Ich habe mir gemerkt, daß es eigentlich gar keine Frühkartoffeln geben dürfte, da diese Kartoffeln nicht ausreifen. Die Schale ist bekanntlich sehr dünn und daher verletzlich, die Lagerfähigkeit ist sehr begrenzt und der Ertrag ist auch geringer, als wenn die Kartoffeln ausreifen dürften.
25% der geernteten Kartoffeln finden ihren Weg zum Gärtnerhof Entrup in den Hofladen, auf die Märkte und in die CSA-Depots nach Münster und Billerbeck.

Eins der drei Hühnermobile schauten wir uns genauer an. Da es sehr warm war, liefen nur vereinzelt Hühner auf der Weide rum, die meisten suchten den Schatten.
Die Rasse heißt Lohmann – weiß und braun. Heiner kauft Junghennen, die ca. 19 Wochen alt sind. Je älter die Legehennen werden, desto größere Eier legen sie, auch Eier mit Doppeldotter. Ihre Lebenszeit beträgt ca. 15-16 Monate. Wenn die Hühner in die Mauser kommen (ca. 6 Wochen keine Eier mehr legen), dürfen sie „eine Karriere als Suppenhuhn starten“, wie Heiner sich ausdrückte.
Zum Katholikentag in Münster im Mai hat Heiner sich eine nette Idee ausgedacht – er hat jedes Ei mit einem extra Stempel versehen, worauf „FriedensEi“ steht.
Jetzt weiß ich, wo die Kartoffeln angebaut werden und die Hühner wohnen!
(ein Bericht von Karen Ebrecht aus Billerbeck)

Hofbrief: KW 25


Vor mittlerweile anderthalb Wochen waren wir zur Hofbegehung beim Naturlandhof Heiner Wening in Greven eingeladen. Heiner versorgt uns seit Jahren mit Eiern und Kartoffeln und so hatten wir endlich die Gelegenheit zu einem näheren Kennenlernen.
Heiner bewirtschaftet seit fast dreißig Jahren 25 ha in Greven-Westerode. Neben den Kartoffeln wachsen auf seinen Äckern diverse Getreidesorten für eine Münsteraner Biobäckerei und auch etwas Feldgemüse.
Dank seiner Erfahrung und bestimmt auch mit viel Arbeit verbunden konnte Heiner uns an diesem Tag fast unkrautfreie Bestände zeigen – alle Achtung! Außerdem sät er im Rahmen der Fruchtfolge Kleegras ein als Futter für seine zehn Mutterkühe mit Nachzucht. Die mittlerweile drei mobilen Hühnerställe werden wöchentlich auf ein frisches Stück Grünland versetzt, damit die Tiere im Auslauf stets frisches Gras vorfinden.
Mit viel bäuerlichem Humor führte Heiner uns über seine Felder, zeigte uns die Ställe und besuchte mit uns die Kühe samt Zuchtbullen auf der Weide. Auch die Winterlagerung der Feldfrüchte war Thema des Rundgangs. Anschließend konnten wir bei einer kleinen Erfrischung über die Vermarktungssituation sprechen. Heiner beliefert neben unserer CSA auch diverse Naturkostläden in der Region und hat einen kleinen Ab-Hof-Verkauf
und einen Stand auf dem Ökomarkt in Münster.

Termine:
  • Sa., 23. Juni, 15-17 Uhr:
    Hofbegehung die ganze Vielfalt auf dem Gemüseacker und in den Gewächshäusern erleben, Weidegang für unsere Schafe und Heuernte für die kalte Jahreszeit
  • So., 24. Juni, 14-17 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung

Donnerstag, 14. Juni 2018

Hofbrief: KW 24


Gärtnerhof Entrup ermöglichen – gemeinsam Handeln“

unter diesem Motto findet unsere diesjährige CSA-Jahresversammlung am So., dem 24. Juni von 14-17 Uhr statt.

Jedes Mitglied kann den Demeterhof Entrup im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten und Vorlieben unterstützen. Die Themen reichen von
Arbeitseinsatz auf dem Acker, Bildungsarbeit, Depot-Leitung, GENOSSENSCHAFT über Hoffest-Organisation, Kräuterwanderung und Komposttoilette sowie Spenden-Aktionen bis hin zu VEREINSARBEIT, Waldspaziergang und Zugpferde.

In gemütlicher Runde und bei thematischen Hofrundgängen stellen wir die verschiedenen Einsatzbereiche für und auf dem Hof vor.

Friedrich von Homeyer, Gründungsmitglied der Initiative Entrup119 e.V., gibt uns einen Einblick in das Thema „Land als Gemeingut“.

Als Gäste haben wir an diesem Tag außerdem zwei Mitglieder von „Teikei Coffee“ bei uns. Sie stellen das SoLaWi-Kaffee-Projekt vor und bringen Kaffee zur Verköstigung mit.
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 beträgt der monatliche Richtwert für einen vollen Ernteanteil 150 und für einen kleinen Ernteanteil 83. Steigende Lohnkosten durch die Mindestlohneinführung, Anstieg der Verbandskosten sowie allgemeiner Kostenanstieg haben uns zu dieser Richtwerterhöhung veranlasst. Fragen und Anmerkungen dürfen diskutiert werden.
Zum gemeinsamen Tagesausklang werden alle gebeten, einen kleinen Beitrag für das Buffet mitzubringen.
Ein Gemeinschaftshof kann nur durch die Unterstützung vieler Mitglieder realisiert und gestaltet werden. In diesem Sinne freuen wir uns auf Euer Kommen!

Die Kirschen werden reif – sowohl die Vogelkirschen am Hof als auch die Sauerkirschen auf der Streuobstwiese in Kümper (eine Leiter ist in einem der Unterstände deponiert). Am Hof gibt es außerdem bald die ersten roten Johannisbeeren. Gerne darf selbst gepflückt werden. Beachtet bitte in Kümper die übliche Parkplatzregelung (Skizze kann am Hof angefordert werden).

Termine:
  • Do., 21. Juni, 18-20 Uhr:
    „Magisches zur Sommersonnenwende“ Kräuterspaziergang über den Hof mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 10 €, Anmeldung über info@gierschundco.de
  • Sa., 23. Juni, 15-17 Uhr:
    Hofbegehung die ganze Vielfalt auf dem Gemüseacker und in den Gewächshäusern erleben, Weidegang für unsere Schafe und Heuernte für die kalte Jahreszeit
  • So., 24. Juni, 14-17 Uhr:
    CSA-Jahresversammlung, siehe auch oben

Donnerstag, 7. Juni 2018

Hofbrief: KW 23


Die Linde blüht – der Baum zwischen Schafstall und Werkstatt scheint eine einzige duftende summende Wolke zu sein. In der Gründüngung auf dem Gemüseacker zeigen Buchweizen, Phacelia und Lein ihr Blütenkleid in weiß und zartrosa, lila, blau und violett. Auch hier ist vielfältiges Leben drin.

Beim Mitmachtag am vergangenen Samstag haben sich bis zu fünfzehn Teilgeber durch die Zwiebelreihen gearbeitet und sie aus dem Unkraut freigelegt – eine tolle Aktion! Bei bestem Jätewetter (trocken, aber bedeckt und nicht zu heiß) herrschte gute Stimmung und es waren sogar genug Helfer da, um noch zwei Reihen Rote Bete zu schaffen. Wir können das gerne wiederholen ;-)

Die ersten Kirschen werden reif – sowohl die Vogelkirschen am Hof als auch die Sauerkirschen auf der Streuobstwiese in Kümper. Gerne darf selbst gepflückt werden. Beachtet bitte in Kümper die übliche Parkplatzregelung (Skizze kann am Hof angefordert werden).

Termine:
  • Sa., 9. Juni, 11-18 Uhr:
    Markt der Möglichkeiten im Rahmen des Nachhaltigkeitstags auf dem Rathausinnenhof in MünsterEs gibt Stände zu den Themen Ernährung, Bildung, Umwelt & Ökologie, Energie, Kultur & Soziales, Mobilität, Ökonomie und Wohnen; natürlich auch einen Infostand von uns zum Thema Solidarische Landwirtschaft
  • Sa., 9. Juni, 14:30 Uhr:
    Hofbegehung auf dem Naturlandhof von Heiner Wening, Westeroder Str. 31, 48268 Greven – Wir lernen „unseren“ Kartoffel- und Eierbauern kennen – mit Rundgang durch die mobilen Legehennenställe und Besuch auf dem sommerlichen Kartoffelacker
  • Do., 21. Juni, 18-20 Uhr:
    „Magisches zur Sommersonnenwende“ Kräuterspaziergang über den Hof mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 10 €, Anmeldung über info@gierschundco.de

Donnerstag, 31. Mai 2018

Hofbrief: KW 22


Auf den Gemüsefeldern macht sich die Trockenheit bemerkbar. Bodenbearbeitung für anstehende Pflanzungen und auch Hackarbeiten auf den lehmigeren Böden sind sehr erschwert, weil die Werkzeuge nicht in den verkrusteten Boden eindringen können. Besonders die Wurzelunkräuter wie Ampfer und Distel fühlen sich wohl – sie profitieren von ihrem tiefreichenden Wurzelsystem, holen das Wasser aus tieferen Schichten und wachsen fröhlich weiter, während drumherum das Wachstum stagniert. Um sie am Aussamen zu hindern bleibt uns nur, sie bei Blühbeginn abzumähen oder rauszuziehen.
Für den kommenden Samstag laden wir herzlich zu einem wichtigen Mitmachtag ein: Die Zwiebelreihen müssen aus einem Dschungel aus Gänsefuß befreit werden, damit sie genügend Licht, Nährstoffe und Wasser abbekommen und groß werden.
Ein paar Zahlen:
Letztes Jahr war der Ertrag bescheiden: 500kg – Rechtzeitig gejätet sind von der gleichen Fläche auch 2000kg möglich – Es lohnt sich also!
20 Reihen x 50 m = 1000m Zwiebelreihe. Wir Gärtner sind im Augenblick zu dritt und brauchen pro Reihe 1 bis 2 Stunden. Zu dritt müssten wir demnach ca. 7 bis 14 Stunden nur
Zwiebeln jäten – neben der ganzen anderen Arbeit.
Einfacher geht‘s mit vielen Helfern:
Zu zehnt bräuchten wir 2 bis 4 Stunden, mit zwanzig Helfern könnten wir in 1 bis 2 Stunden das ganze Feld schaffen. Und lustiger wird‘s in einer großen Gruppe allemal.
Deshalb bitte anmelden für den 2. Juni, ab 10 Uhr unter folgendem Link:
http://www.moreganize.ch/bzf7NqqvJ7O
Diese Woche macht unsere Bäckerin Urlaub. Wie im letzten Jahr gibt es als Ersatz Brot vom Knuf-Bäcker aus Voltlage bei Osnabrück.
Termine:
  • Sa., 2. Juni, 10-13 Uhr:
    Mitmachtag „Jäten“
    – wir befreien die Zwiebeln aus dem Gänsefuß-Dschungel (s.o.)
  • Sa., 9. Juni, 14:30 Uhr:
    Hofbegehung auf dem Naturlandhof von Heiner Wening, Westeroder Str. 31, 48268 Greven – Wir lernen „unseren“ Kartoffel- und Eierbauern kennen – mit Rundgang durch die mobilen Legehennenställe und Besuch auf dem sommerlichen Kartoffelacker

Mittwoch, 30. Mai 2018

„Wurzel der Barbaren“-Kuchen dank Mai-Einheit

Dass Rhabarber ein Gemüse ist, wissen wir ja mittlerweile. Dennoch liegt er im Handel stets bei den Obstsorten. Nun ja, er schmeckt als Süßspeise und im Kuchen ja auch wirklich ganz wunderbar, und die wenigsten trauen sich an eine herzhafte Zubereitung.
Interessant fand ich die lateinische Ursprungsbezeichnung „Radix barbaris“, was mit „Wurzel der Barbaren“ übersetzt werden kann, die diese „fremdländische Wurzel“ scheinbar in Mengen anbauten und über die Jahrhunderte zur Verbreitung in alle Teile des Kontinents beitrugen.

Ich habe jedenfalls mit den 300 Gramm aus der Entrup-Einheit einen einfachen, aber umso köstlicheren Rhabarberkuchen gebacken (150 g Butter, 2 EL gemahlene Mandeln, 80 g Zucker, Prise Salz, 200 g Mehl für den Boden, 20 Minuten vorbacken – 3 Eier, 100 g Zucker, echte Vanille und 150 g Schmand für die Creme, 300 g Rhabarberstückchen drauf und 40 Minuten backen, Puderzucker drauf, mit Erdbeeren servieren, fertig!)

Davor gabs das Lieblingsessen der Kinder: Spaghetti mit Tomaten-Ricotta-Soße.
Was war sonst noch Schönes in der letzten Mai-Ernte-Einheit?
Topinambur, zweierlei Kopfsalate, Hirtenkäse, Hartkäse für die Vegetarier, Salami für die Fleischesser, Porree, die schärfsten Radieschen meines Lebens, Joghurt, Eier, Mehrkornbrot, Gurken, ein Kräutertopf zur Auswahl, Kartoffeln und Spitzkohl. Der hält sich noch ein paar Tage und wird dann schön am Stück gebacken.