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Freitag, 1. März 2019

Grünkohlsalat


[ein Beitrag von Karen]
Ich habe am Wochenende einen Grünkohlsalat „gezaubert“ und er hat superlecker geschmeckt:
für 2 Portionen:
250 – 300g frischen Grünkohl
1 mittelgroße Rote Beete
1 Eßlöffel Bratöl
3 Eßlöffel Mandelmus
1 Teelöffel Senf
½ Entruper Hirtenkäse
50g grob gehackte Walnüsse
1 Eßlöffel Reissirup oder Agavendicksaft oder flüssiger Honig oder Ahornsiup
etwas Meersalz, Pfeffer
Den Grünkohl waschen, dicke Blattrippen entfernen, Blätter in feine Streifen schneiden, salzen und mit den Händen durchkneten.
Die Rote Beete schälen und grob raspeln.
Für das Dressing Mandelmus, Essig und Senf verrühren und evt. noch mit Wasser verflüssigen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Grünkohl vermengen, Hirtenkäse in Stückchen schneiden und dazugeben.
Die grob gehackten Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei hoher Hitze unter Wenden 5min rösten und bereitstellen.
Rote Beete in Öl 5min scharf anbraten. Hitze etwas reduzieren, Reissirup oder anderes Süßungsmittel über die Rote Beete geben und karamellisieren lassen.
Salat mit Nüssen und Roter Beete garnieren und servieren.
Guten Appetit!
[ein Beitrag von Karen]

Mittwoch, 30. Mai 2018

„Wurzel der Barbaren“-Kuchen dank Mai-Einheit

Dass Rhabarber ein Gemüse ist, wissen wir ja mittlerweile. Dennoch liegt er im Handel stets bei den Obstsorten. Nun ja, er schmeckt als Süßspeise und im Kuchen ja auch wirklich ganz wunderbar, und die wenigsten trauen sich an eine herzhafte Zubereitung.
Interessant fand ich die lateinische Ursprungsbezeichnung „Radix barbaris“, was mit „Wurzel der Barbaren“ übersetzt werden kann, die diese „fremdländische Wurzel“ scheinbar in Mengen anbauten und über die Jahrhunderte zur Verbreitung in alle Teile des Kontinents beitrugen.

Ich habe jedenfalls mit den 300 Gramm aus der Entrup-Einheit einen einfachen, aber umso köstlicheren Rhabarberkuchen gebacken (150 g Butter, 2 EL gemahlene Mandeln, 80 g Zucker, Prise Salz, 200 g Mehl für den Boden, 20 Minuten vorbacken – 3 Eier, 100 g Zucker, echte Vanille und 150 g Schmand für die Creme, 300 g Rhabarberstückchen drauf und 40 Minuten backen, Puderzucker drauf, mit Erdbeeren servieren, fertig!)

Davor gabs das Lieblingsessen der Kinder: Spaghetti mit Tomaten-Ricotta-Soße.
Was war sonst noch Schönes in der letzten Mai-Ernte-Einheit?
Topinambur, zweierlei Kopfsalate, Hirtenkäse, Hartkäse für die Vegetarier, Salami für die Fleischesser, Porree, die schärfsten Radieschen meines Lebens, Joghurt, Eier, Mehrkornbrot, Gurken, ein Kräutertopf zur Auswahl, Kartoffeln und Spitzkohl. Der hält sich noch ein paar Tage und wird dann schön am Stück gebacken.

Donnerstag, 21. September 2017

Genussvoll vegetarische September-Ernte mit Blumengruß

"Genussvoll vegetarisch" und "Jerusalem" – das sind (neben dem Entrup 119-Kochmagazin ERNTE-ESSEN) zwei meiner Lieblings-Koch-Inspirationsquellen. Einige von Euch werden sicherlich auch die Rezepte von Yotam Ottolenghi kennen und ebenso genial finden.

Hier bekommt Gemüse den Stellenwert, den es verdient. Nicht als Beilage, sondern als "Nahrungsmittel des Lebens", von dem reichlich vorhanden ist und das "bereit ist, Geschmack aufzunehmen" wie er es selbst einmal in einem Spiegel-Interview im Jahr 2014 treffend formuliert hat.

Ich finde bei ihm jedes Mal tolle Zubereitungsideen zu sämtlichen Gemüsesorten unserer Entrup-Ernteeinheit. In den mediterran-orientalischen Gerichten ist alles drin, was ein Gericht ausgesprochen lecker und immer interessant macht: frische Säure, leichte Schärfe und eine wunderbare Harmonie zwischen süß und salzig.

Seitdem ich mit Ottolenghis Rezepten koche, gehören Zitronen, orientalische Gewürze, frische Kräuter, Sesampaste, Nüsse und Kirchererbsen zum Standardrepertoire in meiner Vorratskammer. Mit dem frischen Gemüse der Entrup-Einheit, Schafskäse und Joghurt, habe ich immer die dazu passenden Milchprodukte griffbereit.

Die Ernteeinheit Mitte September war mal wieder sehr gut: Maiskolben, Salat, Porree, Mangold, Hirtenkäse, Käsetaler, Radieschen, Fenchel, Kartoffeln, Buschbohnen, Petersilie, saftiges Brot und Eier. Und dieses Mal sogar mit Blumengruß vom Hof. Denkt Euch bitte noch Staudensellerie und eine gute Portion rotester Tomaten mit auf das Foto. Die habe ich nämlich irgendwie vergessen einzupacken – ich war mit meinen Gedanken wohl schon bei Yotam und seinen himmlischen Rezepten ; )



Mittwoch, 3. Mai 2017

Knackige Mai-Ernte

SO GUT! Die erste Mai-Ernte strotzt nur so vor Energie und Frische! Was gab's dieses Mal? Möhren, Kartoffeln, Salat, Hirschhornwegerich, Tobinambur, Schnittlauch, Porree, Kohlrabi, Stielmus, Eier und Brot. Mit schönen Grüßen aus der Entrup-Käserei Hartkäse mit Basilikum, Hirtenkäse sowie Joghurt. Weils frisch am besten schmeckt, waren Salat, Hirschhornwegerich und Möhren mit Brot und Käse bereits am Abend gegessen. 
Heute verarbeite ich den Stielmus – in Westfalen auch bekannt unter der sympathischen Bezeichnung "Kniesterfinken". Genauer gesagt, essen wir ja die jungen Triebe der Mairüben. Ich denke, ich werde sie einfach mit Zwiebeln dünsten, mit Weißwein ablöschen und mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen. Dazu gibts die leckeren Kartoffeln, entweder mit Kräuterjoghurt oder als Rosmarinkartoffelspalten aus dem Backofen. Während ich das schreibe, meldet sich mein Magen – also schnell in die Küche!

Donnerstag, 6. April 2017

Aprileinheit mit Postelein und Hirschhornwegerich + "Alles Käse"

Heute Morgen schaute ich in das Gemüsefach und fragte mich: Wie verarbeite ich heute bloß den Postelein - als Salat? Habe ich letztes Mal gemacht. Als Gemüse, ähnlich wie Spinat? Dazu Kartoffelgratin? Keine Lust. Zumal ich aus Porree und Mangold eine Quiche zubereiten möchte, zu der ein Kartoffelgericht nicht so perfekt passen würde. Bevor ich für diesen Blog in die Tasten haute, schaute ich nochmal auf der Entrup-119-Website vorbei und siehe da: meine Rettung! Piet hatte ein wunderbares Suppenrezept gepostet. Ich werde gleich Postelein-Suppe kochen, denn die übrigen Zutaten habe ich auch auf Vorrat da. Danke Piet!

Was war sonst noch in der Aprileinheit? Möhren, wie immer zuckersüß und knackig, Kartoffeln, die man immer gut gebrauchen kann, leckerer Hirtenkäse, perfekt für einen griechischen Salat und mein Lieblings-Brie mit rosa Pfeffer.

Stichwort "Alles Käse": Wisst Ihr eigentlich schon, dass der Hof dringend einen neuen Käsekessel benötigt? Das "alte Schätzchen", mit dem Angela die Schafmilch verarbeitet, ist schon über 20 Jahre im Einsatz und eigentlich viel zu groß und umständlich zu handhaben. Nicht auszudenken, was passiert, wenn er bald den Geist aufgibt ; (
Ein moderner Kessel würde die Arbeitsabläufe immens optimieren, kostet aber an die 15.000 Euro. Christiane und Ihr Team haben Förderanträge gestellt, die aber leider abgewiesen wurden. Jetzt sammeln wir Spenden für einen neuen Käsekessel, damit die Herstellung der köstlichen Käsesorten gesichert bleibt. Weitere Infos zum Thema Käse folgen in Kürze.
Entrup 119 - Ernteeinheit im April (Foto: G. Bellinghausen)