Donnerstag, 10. Dezember 2020

Hofbrief: KW 50 - Schafschur, tolle Wolle

Als Vorbereitung auf die Lammzeit wurden unsere Milchschafe geschoren. Einmal im Jahr kommt ein professioneller Schafscherer zu uns – er ist sehr geübt und erfahren und schert die Tiere viel schneller als unsereiner.

Ausruhen ist aber auch nicht drin – die Schafe müssen nach Farbe sortiert, nachgetrieben und für die Schur hingesetzt werden. Außerdem schneiden wir nach der Weidesaison die Klauen der Tiere, damit sie auch im Winter gut zu Fuß bleiben.
Beim Sortieren der frisch geschorenen Wolle
hatten wir auch dieses Jahr Unterstützung von fleißigen Teilgeber/innenen, die als Lohn eine sanfte Wollfett-Kur für ihre Hände bekommen haben.
Die vorsortierte Rohwolle wird in der Wollmanufaktur Filges in Wallenhorst
zu Heilwolle weiterverarbeitet. Aus den stark verunreinigten Partien werden Wollpellets hergestellt, die wir als lange wirksame Düngemittel im Gemüsebau einsetzen können.

KäserIn gesucht – Demeter-Hof Entrup 119

Entrup 119 sucht zum 1. Februar 2021 eine/n KäserIn (m/w/d) für die Leitung der Hofkäserei.

Deine Aufgaben:

  • Leitung der Käserei von der Planung über den Einkauf bis hin zur Herstellung und Lagerung/Reifung
  • Herstellung von Milch- und Käseprodukten für die Mitglieder unserer SoLaWi sowie für den freien Verkauf im Hofladen/Marktstände
  • enge Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsteam

Wir bieten:

  • einen kleinen, feinen Arbeitsplatz auf Entrup 119
  • eine eigene Wohnung auf dem Hof
  • eine tolle Hofgemeinschaft

Wir wünschen uns von Dir:

  • Erfahrung im Bereich Käseherstellung und absolvierte Käsekurse
  • evlt. auch Ausbildung als FachagrarwirtIn „Handwerkliche Milchverarbeitung“
  • hohes Engagement & selbstständiges Arbeiten
  • Bereitschaft über den Tellerrand hinauszublicken
  • und in Notsituationen in anderen Bereichen mitzuhelfen.

Schick uns gerne Deine Bewerbung mit Lebenslauf per Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Wir möchten die Stelle schnellstmöglich besetzen und freuen uns auf Deine aussagekräftige Bewerbung. Bei Fragen hilft Dir Christiane Bez gerne weiter: 02505/3361.

Auf unsererbHomepage erfährst Du mehr über die Hofgemeinschaft und das besondere Bewirtschaftungskonzept vom Demeter-Hof Entrup 119. 


Donnerstag, 3. Dezember 2020

Hofbrief: KW 49 - Schafe auf der Weide, Gemüse einlagern, Kulturschutznetze

Am vergangenen Wochenende gab es sternenklare Nächte mit einem großen Mond und auch ein paar Minusgrade mehr. Unsere Jungschafe bleiben trotzdem möglichst lange draußen auf der Weide. Solange es genug Futter gibt und es nicht schneit, macht den wolligen Tieren das Winterwetter nichts aus. Ihre Wohlfühltemperatur liegt bei 5 bis 10 °C. Schaf müsste man sein...

Die Herbsternte im Gemüsebau neigt sich dem Ende entgegen. Wir werden nur noch Radicchio, Pastinaken und Topinambur einlagern. Die drei Sorten sind frosthart und könnten auch draußen überwintern – allerdings haben sich die Feldmäuse ganz gut vermehrt, und die feiern auch schon mal ein Festschmaus auf unsere Kosten.

Während die Ernterückstände – Hüllblätter, Strünke etc. – als Regenwurmfutter auf dem Feld verbleiben, müssen wir die wunderschönen Plastiknetze wieder einsammeln, die beim Gemüse Insektenbefall und Hasenfraß verhindern. Die Netze sind über viele Jahre wiederverwendbar, sollten dafür aber den Winter an einem geschützten Ort verbringen.

Donnerstag, 26. November 2020

Hofbrief: KW 48 - Winterquartier für Insekten; Gemüse-Bewässerungsanlage

Der Herbst neigt sich langsam dem Ende. Auch das letzte Laub lassen die Bäume und Sträucher jetzt fallen. Weidegras und Stauden schmiegen sich flach an die Erdoberfläche oder ziehen sich in den Wurzelraum zurück, um die Kälte besser zu überstehen.
Wo es die Verkehrsicherheit und den hohen Sinn für Schönheit nicht gefährdet, lassen wir das
Herbstlaub liegen und die vertrockneten Stängel auf den Beeten stehen – die Insekten und Regenwürmer finden so Futter und Unterschlupf für die kalten Wintertage, sodass im nächsten Frühjahr genug Bestäuber und Nützlinge zur Stelle sind.

Die Rhabarberbeete bekommen endlich wieder etwas Zuwendung – nach dem Jäten der hartnäckigen Wurzelunkräuter decken wir eine dicke Schicht Mulchmaterial drüber, damit die robusten Wurzelstöcke im zeitigen Frühjahr wieder los wachsen und reiche Ernte bringen können.

Die Planung für eine Gemüse-Bewässerungsanlage wird langsam konkreter.
Wir wollen die bestehende Gräfte zu einem etwas größeren Teich vergrößern und den Grund gegen Versickerung abdichten. Darin soll das Niederschlagswasser von den verschiedenen Hofdächern gesammelt werden. Zusätzlich wollen wir in dem Speicherteich das Brunnenwasser aus den vorhanden kleinen Brunnen sammeln. Eine größere Pumpe soll dann über eine neue unterirdische Ringleitung die verschieden
en Zapfpunkte an den Gemüsefeldern versorgen.
Damit wären wir bei der Bewässerung weniger auf das Trinkwassernetz angewiesen – immer wieder läuft bei uns im Winterhalbjahr der Keller voll, die Böden sind oberflächlich schnell gesättigt, wovon wir aber in der Vegetationszeit zwischen April und Juli bisher nicht zehren konnten.
Außerdem
hätten wir auch eine Arbeitserleichterung, weil mit dem höheren Druck in der Leitung eine größere Anbaufläche auf einmal versorgt werden könnte.

Donnerstag, 19. November 2020

Hofbrief: KW 47 - Melksaison geht zu Ende, Gemüselager füllt sich

Die Melksaison neigt sich dem Ende entgegen. Seit dem vergangenen Wochenende melken wir nur noch ein mal täglichbei der geringen Milchmenge würde sich die Mehrarbeit kaum lohnen. Bald dürfen die Schafe in den wohlverdienten Urlaub, um sich zu erholen und als Vorbereitung auf die kommende Lammzeit. Außerdem stehen demnächst ein Friseur- und ein Pediküretermin an – sprich die Schur und die Klauenpflege.

Die Gemüsefelder leeren sich zusehends und entsprechend voll ist auch das Lager. Damit wir das Gemüse besser lagern können, betreiben wir von Oktober bis März einen zweiten großen Gemüsekühlraum. Zuletzt haben wir eine stolze Menge Sellerie und einen guten Schwung Zuckerhutsalat abgeerntet.
Die Herbsternte ist einer der schönsten Momente im Anbaujahr – schließlich haben wir (mit viel Unterstützung bei den Ackertagen!) viele Monate darauf hingearbeitet. Auch das trübe Novemberwetter und die früh einbrechende Abenddämmerung können unsere Stimmung nicht drücken. Soll man weinen oder lachen, wenn der feuchte Ackerboden an Kleidung und Schuhen klebt wie eine Ritterrüstung?

Donnerstag, 12. November 2020

Hofbrief: KW 46 - Mühe die belohnt wird

Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.

Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – an den Kleewurzeln leben stickstoffsammelnde Bakterien, die den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.

Jetzt im Herbst werden die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.

Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.

Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig (Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!

Montag, 9. November 2020

Kürbisragout mit Reis

Heute möchte ich mal ein Loblied auf eine Kürbisvariante singen und zwar den Sweet Dumpling. Das hat gleich zwei Gründe. Zum einen denken viele Leute, dass es ein reiner Zierkürbis ist und lassen ihn im Regal liegen. Was sehr schade ist und mich zum zweiten Grund bringt: Er ist unglaublich lecker! Aus meiner Sicht ist der Sweet Dumpling einer der wohlschmeckendsten Kürbisse. Wie der Name schon verrät hat er eine leichte Süße und schmeckt außerdem ganz fantastisch nach Marone. 

Um die Süße noch etwas zu unterstreichen habe ich den gebratenen Stückchen noch Honig hinzugefügt. Als Kontrast dient das herbe Kurkuma und der Zuckerhut. Etwas Säure bekommt das Gericht durch die Orange. Und der Duftreis tut sein Übriges dazu. 

So, genug gelobhudelt, hier ist mein Rezept:

Kürbisragout mit Reis
Kürbisragout mit Reis

4 Portionen
 
250 g Basmati Reis
1 Sweet Dumpling (500 g)
1 Hokaido (600 g)
2 Orangen (350 g)
2 Zwiebeln (100 g)
250 ml Gemüsebrühe
1 TL Salz
½ TL Pfeffer
2 TL Paprika edelsüß
1 TL Kurkuma
1 große Knoblauchzehe
2 TL Honig
Öl zum braten
1 Blatt Zuckerhut oder Radiccio, gewaschen & fein geschnitten



Den Reis in Salzwasser gar kochen.

Die Kürbisse waschen, achteln und den Stiel und die Kerne entfernen.
Beide Kürbissorten in fingerdicke Scheiben schneiden, in Stücke zerteilen und getrennt zur Seite stellen.

Die Zwiebeln schälen, würfeln und in 1-2 EL Öl in einem Topf glasig dünsten. Die Hokaidostücke hinzugeben und ein paar Minuten mit dünsten.

Die Orangen auspressen und mit mit dem Fruchtfleisch und der Gemüsebrühe zum Hokaido geben. Bei mittlerer Hitze den Kürbis weich köcheln lassen, bis er sich pürieren lasst.
Zum Schluß mit den Gewürzen abschmecken.

Zwischendurch die Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
Mit dem Sweet Dumpling in einer Pfanne in Öl anrösten.
Die Hitze runter regulieren, den Honig drüber träufeln und mit geschlossenem Deckel die Kürbisstücke bissfest garen.

Die Hälfte des Sweet Dumpling zum pürierten Hokaido geben.

Den Reis auf die Teller verteilen, das Kürbisragout drüber geben und den restlichenSweet Dumpling darauf verteilen.

Mit dem Zuckerhut oder Radiccio garnieren.