Donnerstag, 21. November 2019

Hofbrief: KW 47


Die Melksaison neigt sich dem Ende entgegen. Seit zwei Wochen wird nur noch ein Teil der Herde gemolken – Die Schafe, die zuletzt kaum noch Milch gaben, sind bereits im wohlverdienten Urlaub und können sich nun erholen und auf die kommende Lammzeit vorbereiten. Spätestens Ende November kommt dann auch für den Rest der Damen die melkfreie Zeit.
Die Gemüsefelder leeren sich zusehends und entsprechend voll ist auch das Lager. Zuletzt haben wir eine stolze Menge Sellerie und einen guten Schwung Zuckerhutsalat abgeerntet.
Damit wir das Gemüse besser lagern können, haben wir einen zweiten großen Gemüsekühlraum gekauft. Wir erhoffen uns weniger Lagerverluste und ein einfacheres Arbeiten.
Die Herbsternte ist einer der schönsten Momente im Anbaujahr – schließlich haben wir viele Monate darauf hingearbeitet. Auch das trübe Novemberwetter und die früh einbrechende Abenddämmerung könne unsere Stimmung nicht drücken. Soll man weinen oder lachen, wenn der feuchte Ackerboden an Kleidung und Schuhen klebt wie eine Ritterrüstung?
In der kalten Jahreszeit liefern wir immer wieder Fleisch aus. Die Jungschafe haben den ganzen Sommer auf der Weide verbracht und sind auch jetzt noch draußen, solange das Futter auf den Wiesen ausreicht. Lasst Euch das Entruper Weidelamm schmecken!
Termine:
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr:
    Adventsbasar
    an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck;
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.
  • Sa., 07. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück
    Brunchen, Basteln, Klönen; gerne können die liebsten Herbst- und Adventslieder mitgebracht werden

Donnerstag, 14. November 2019

Hofbrief: KW 46


In den Folientunneln ist der Wechsel von den Sommerkulturen zu den überwinternden Gemüsesorten geschafft. Die Hälfte der Fläche ist mit Feldsalat in acht Sätzen bepflanzt – für eine zeitlich versetzte Ernte. Die restlichen Beete teilen sich die üblichen Verdächtigen: Petersilie und Mangold, Postelein, bunter Schnittsalat und Rucola. Diese frostfesten Sorten ermöglichen uns im Winter auch aus dem unbeheizten Gewächshaus eine kontinuierliche und vielfältige Ernte.
Die Felder, auf denen nächstes Jahr der Kohl gepflanzt werden soll, bedürfen einer besonderen Vorbereitung. Die Kohlsorten sind Starkzehrer, haben also hohe Nährstoffansprüche.
Deshalb wurde dieses Jahr eine Kleegrasmischung darauf angebaut – Klee lebt in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft pflanzenverfügbar machen und somit den Boden für die Folgefrucht aufdüngen.
Jetzt im Herbst haben wir die Flächen mit Schafmist gedüngt – über Winter wird der Mist von den Bodenlebewesen zu fruchtbarer Humussubstanz umgebaut; wenn wir im Frühjahr den Boden bearbeiten, werden die Nährstoffe für die jungen Setzlinge verfügbar.
Schließlich bringen wir noch eine dünne Schicht kohlensauren Kalk auf die Beete, um der Bodenversauerung entgegenzuwirken.
Viel Aufwand also für die Kohlgewächse – die Pflanzenfamilie ist unglaublich vielfältig
(Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl etc.) und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – der Aufwand lohnt sich!
Termine:
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:  
    Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung;
    Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr
  • Sa., 30. November, 11 – 17 Uhr: Adventsbasar an der Freien Waldorfschule in Münster-Gievenbeck
    Kunsthandwerk, Puppen, Bücher, Edelsteine und viele andere schöne Dinge; in den Cafés und Bistros leckere Köstlichkeiten; für Kinder Aktivitäten wie Bastelstube, Bienenwachskerzen Ziehen oder Moosgärtlein Basteln.
    Der Hof ist mit einem Informations- und Verkaufsstand vor Ort.

Kimchi (Grundrezept)























1 kg Chinakohl
4 Esslöffel Meersalz
250 Gramm Rettich
4 Frühlingszwiebeln
3 Möhren

Und:
2-3 Esslöffel Fischsauce
5 Knoblauchzehen
2,5 cm Ingwer
1 – 5 Esslöffel Gochugaru (koreanische Chiliflocken)
Wasser

 1. Den Chinakohl säubern und nach Belieben schneiden. Ich mag die Stücke lieber etwas kleiner, aber sie bleiben knackiger, wenn sie etwas größer sind. In eine große Schüssel geben und das Salz hinzufügen. Jetzt Chinakohl und Salz kneten bis der Kohl merklich weicher wird. Dann die Schüssel mit Wasser auffüllen bis der Kohl grade mit Wasser bedeckt ist und mit einem Teller beschweren. 1 Stunde stehen lassen.

2. Dann die Paste zubereiten indem alle Zutaten von der Fischsauce bis zu den Chiliflocken püriert werden. Am besten alles in den Zerkleinerer geben. Die Fischsauce macht es würzig, die Chiliflocken machen es scharf. Gegebenenfalls noch Wasser hinzufügen damit die Zutaten eine Paste ergeben.

3. Den Chinakohl jetzt gründlich waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Das überflüssige Wasser vorsichtig aus dem Kohl drücken. Die Frühlingszwiebeln in 2 cm große Stücke schneiden, die Möhren in feine Streifen ähnlicher Länge, den Rettich ebenfalls in Streifen zerkleinern. Alle Zutaten in die Schüssel geben, das Gemüse mit der Paste vermischen bis alles mit der Würzpaste überzogen ist. 

4. Nun das Kimchi abfüllen. Hier haben sich Einmachgläser bewährt. Jede Handvoll Gemüse kräftig in das Glas drücken, so dass Wasser austritt. Das Glas nicht komplett befüllen. Ein Platz von 5-10 cm nach oben sollte frei bleiben, damit keine Sauerei in den weiteren Entwicklungsschritten entsteht. Über dem Gemüse sollte 1 bis 2cm Flüssigkeit stehen. Auf das Gemüse ein Gewicht legen (da kann man am besten einen Stein, eine Kachel oder ein Glasgewicht benutzen).

5. Das Kimchi jetzt fermentieren lassen. An einen dunklen Ort stellen (oder mit einem Tuch abdecken) und die Gläser nicht komplett verschließen, so dass Gas austreten kann. In der Zeit wird auch die Flüssigkeit mehr, so dass es sich bewährt hat die Gläser auf ein Tablett oder in ein Backblech zu stellen. Nach ca. 5 Tagen ist die Fermentation schon abgeschlossen. Sollte es zur Entstehung von Hefen an der Oberfläche kommen kann man die einfach abtragen und wegschmeissen. Wie immer gilt: was gut schmeckt ist auch in Ordnung. Das Kimchi nun in den Kühlschrank stellen und essen. Unbedingt dicht schliessende Gefässe im Kühlschrank verwenden, das fertige Kimchi riecht intensiv. Eventuell in kleinere Gläser umfüllen und einen Teil verschenken. Der Geschmack verändert sich trotz unterbrochenem Gärvorgang noch.

Die oben genannten Gemüsesorten kann man beliebig variieren. Zum Beispiel mit Rosenkohl anstelle von Chinakohl. Die Röschen dann in Scheiben schneiden und verwenden. Oder Mit Rotkohl anstelle von Chinakohl. Entscheidend ist die verwendete Technik mit dem Einlegen in die Lake am Anfang. Das ist anders als bei der klassischen Sauerkrauttechnik bei der ja nur die Flüssigkeit verwendet wird die beim Kneten entsteht mit Salz. 

Das Ergebnis ist immer lecker und eine tolle Beilage zu gekochtem weissen Reis, oder einfach so zum snacken, BBQ oder wann immer eine herzhafte, säuerliche Ergänzung gewünscht wird.   

Das Rezept oben garantiert aber einen guten Geschmack und zuverlässige Ersterfahrung.


Donnerstag, 7. November 2019

Hofbrief: KW 45


Beim Mitmachtag am letzten Samstag haben ca. 20 junge und junggebliebene Menschen ca. 490kg Spitz- und Weißkohl zu Sauerkraut verarbeitet
… na ja, nicht ganz, denn vier große Kohlköpfe haben nicht mehr in die fünf großen Gärtöpfe rein gepasst ;-
)
Die Sauerkrautfässer stehen jetzt bei Zimmertemperatur einige Wochen in der Hofküche, während die fleißigen Milchsäurebakterien unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihrer Aufgabe nachgehen.
Wir freuen uns schon auf das schmackhafte und gesunde Wintergemüse und danken herzlich all denen, die bei der Einmachaktion mit viel Ausdauer bis zu vier Stunden geschnippelt, gehobelt und gestampft haben!
Termine:
  • Sa., 09. November, 18:30 – 22 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“

    mit Hofkäserin Angela
    Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • So., 10. November, 11 – 17 Uhr: Wir sind mit einem Stand vertreten beim
    Martinsmarkt der Camphill-Werkstätten Sellen, Steintorfeldmark 13, 48565 Steinfurt
    Spaß für Kinder – große Tombola – Musik – kulinarisches Angebot aus eigener Herstellung – Handwerkskunst
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:
    General
    versammlung der Gärtnerhof Entrup e.G.
    Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung;
    Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Hofbrief: KW 44


Es wird spürbar kälter, morgens gab es schon den ersten Raureif; die Bäume verlieren ihr Laub und spätestens mit der Zeitumstellung und der frühen Abenddämmerung ist der Herbst mit voller Kraft eingezogen.
Auf dem Gemüseacker ernten wir nach und nach das
Lagergemüse. Die frostempfindlichen Sorten – Rote Bete, Rettich, Steckrüben und Chinakohl – sind bereits eingelagert. Für Knollensellerie, Kopfkohl, Zuckerhut und Radicchio fehlt im Moment noch der Platz. Wir haben deshalb einen zweiten großen Gemüsekühlraum geplant, der spätestens nächste Woche aufgestellt werden soll.
Letzte Woche gab es einige trockene und windige Tage, sodass wir noch einmal die Gelegenheit hatten, Winterfutter für die Schafe einzulagern. Die Silage aus dem saftigen Herbstgras wird die Fütterung im Winterhalbjahr ergänzen.
Dennoch ist das Futter wegen des eher trockenen Sommers knapp. Wir überlegen deshalb den Schafen, wenn sie im Dezember keine Milch mehr geben, einen kleinen Urlaub auf hoffernen Pachtwiesen zu ermöglichen. Wenn
es dann nicht zu nass und kalt ist, werden sie einige Wochen vom Wiesenaufwuchs satt werden, bevor im Stall die Vorbereitungsfütterung für die Lammzeit beginnt.
Termine:

  • Sa., 02. November, 10 Uhr: Mitmachtag „Sauerkraut“
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in speziellen Gärtöpfen so lange gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht den Kohl haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft.
    Wir brauchen am Samstag viele Hände und freuen uns auf Anmeldungen unter mail@entrup119.de, um besser planen zu können.
  • Sa., 09. November, 18:30 – 22 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“
    mit Hofkäserin Angela
    Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • Sa., 16. November, 15 Uhr:
    Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G. – Aktuelle Entwicklung in Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung; Darstellung der finanziellen Situation des Betriebes; Ziele für das kommende Wirtschaftsjahr

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Hofbrief: KW 43

Kalt und nass gehört zum goldenen Herbst dazu.
Berufbedingt verbringen wir sehr viel Zeit draußen und merken: Aus der warmen Stube erscheint es einem viel unwirtlicher, als es tatsächlich ist. Wenn man erstmal den Schritt nach draußen getan hat, regendicht und warm eingepackt, dann lässt es sich durchaus einige Zeit aushalten, besonders, wenn man sich bewegt. Auch wenn die Sonne nicht scheint, trotzdem sind wir meistens fröhlicher und wacher, wenn wir an der frischen Luft arbeiten und Licht tanken können!
In den Folientunneln räumen wir nach und nach die Tomaten- und Paprikabeete und pflanzen für die Wintersaison kälteunempfindliche Salate wie Postelein, bunte Schnittssalate sowie den allseits beliebten Feldsalat. Ohne Heizung und Kunstlicht können wir im Winter frisches Grünzeug ernten!
Für die Gemüselagerung gibt es bald zusätzliche Großkisten. Wir haben gebrauchte Eisenrahmen erworben und erneuern Boden und Wände mit neuen Brettern.
Der Butternut-Kürbis schmeckt etwas anders, als der gewohnte Hokkaido, ist aber auch sehr delikat.
Die Schale kann mitverzehrt werden, hat allerdings eine längere Garzeit. Alternativ kann man den Butternut der Länge nach teilen und im garen Zustand auslöffeln.

Kürbisse lagern am längsten bei 15 bis 20° C
. Auf dem Hof haben wir jedoch keinen entsprechenden Lagerraum.
Wir liefern die geernteten Früchte deshalb relativ zügig aus. Wer gerade keinen riesigen Appetit auf Kürbis hat, kann
sie auch noch gut bis Ende Dezember, teilweise auch länger liegen lassen, ob auf dem Küchenschrank oder als „Zierkürbis“ an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer. Regelmäßig kontrollieren sollte man die Herbstfrüchte aber; wenn eine weiche Stelle auffällt, sollte man sie rausschneiden und den Kürbis zügig verbrauchen.
Termine:
  • Sa., 02. November, 10 Uhr: Mitmachtag „Sauerkraut“
    Gemeinsam verarbeiten wir den frisch geernteten Weißkohl, waschen, hobeln und würzen. Die Mischung wird in speziellen Gärtöpfen so lange gestampft, bis Kohlsaft austritt. Die natürliche Milchsäuregärung macht den Kohl haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft.
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de
  • Sa., 09. November, 18:30 – 22 Uhr:
    Workshop „Käse herstellen“
    mit Hofkäserin Angela
    Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein, 45€,
    Anmeldung:
    mail@entrup119.de

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Neu: Entrup Ernte Essen Kalender 2020

In 2 Wochen ist Weihnachten und 2020 steht vor der Tür. Für Eure vielen Termine bereiten wir gerade etwas Schönes und Praktisches vor.
Nachdem unser Ernte-Essen-Kochmagazin so gut angekommen ist, begleitet Euch bald ein Ernte-Essen-Kalender durch das Jahr mit 12 köstlichen Rezepten, in denen mindestens ein Entrup-Gemüse der Saison die Hauptrolle spielt. 

Jutta und Gerhild, die ja bereits das Ernte-Essen-Magazin mitgestaltet haben, sind derzeit noch in der Design- und Textphase und möchten den Kalender Ende Oktober in Druck geben früh genug also, um ihn als Weihnachtsgeschenk für Eure Liebsten, Geschwister, den Freundeskreis, Kollegen und Kunden einzuplanen. 
Beide übernehmen die Kreation ehrenamtlich, sodass wir den Gewinn für die Finanzierung eines Hofprojekts verwenden können. 

Der schön gestaltete Rezept-Kalender hat das Format 42 cm x 14,8, mit einer Zeile pro Tag für kurze Eintragungen oder Geburtstage.

Der Verkaufspreis liegt bei 15 € pro Stück und Ihr könnt den Kalender im Hofladen und an den Marktständen kaufen.