Freitag, 21. Oktober 2022

Schön warm - viel zu warm...

Hofbrief: KW 42 

Nach den Nächten mit Bodenfrost letzte Woche kratzt die Mittagssonne gerade an der 20°C-Marke. Das Wurzelgemüse kommt warm vom Acker und muss dann auf ein Grad runtergekühlt werden. Der Feldsalat will bei knapp 30°C im Folientunnel nicht keimen. Dafür gibt es noch wunderbar süße Paprika und Tomaten.

Dem heißen Sommer verdanken wir eine sehr gute Kürbisernte. Weil die leckeren Herbstfrüchte bei der Lagerung wärmebedürftig sind – optimalerweise 12-17°C – verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen. Wer nicht so viel Kürbis auf einmal essen möchte, kann sie ca. bis Weihnachten auf dem Küchenschrank, im warmen Keller (über 10°C) oder als Blickfang im Wohnzimmer aufbewahren. Bitte regelmäßig auf Druckstellen kontrollieren!

Termine:

  • Sa., 22. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Mitmachtag „Folientunnel abbauen“ –
    Für den Bau eines neuen Maschinenunterstands muss ein Folientunnel Platz machen. Wir nehmen die Folienbahnen runter und schrauben die Eisenkonstruktion auseinander.

    Bitte verbindlich anmelden:
    https://terminplaner6.dfn.de/p/6498effaab27cfb7b64349fa55b85e9a-45184

  • Sa., 29. Oktober, 10 – 13 Uhr:
    Ackertag „Möhren ernten“

  • Sa., 05. November, 10 – 12 Uhr bzw. 12 – 14 Uhr:
    Mitmachtag „Sauerkraut herstellen“

Dienstag, 18. Oktober 2022

Waldorfsalat

Es gab Staudensellerie in der letzten Einheit. Und es gibt Gemüsesorten, da muß ich ganz schon lange überlegen was man damit machen kann. Warum nicht mal einen Klassiker, einen Waldorfsalat? Und der sonnige Oktober mit angenehmen Temperaturen bietet sich ja auch noch für ein kaltes Essen an. 

 

Waldorfsalat
4 Portionen, Vorspeise  

1/4 Bund Staudensellerie (200 g)
1 Birne (200 g)
1 säuerlicher, roter Apfel (200 g)
½  Clementine (80 g)
50 g Walnüsse
6 Zweige Petersilie

Dressing:
3 EL vegane Mayonnaise
4 EL Sojajoghurt, natur
Saft von ½ Clementine
½ – 1 TL Salz
Pfeffer, frisch gemahlen



Für das Dressing alle Zutaten miteinander mischen und abschmecken.

Staudensellerie waschen, gut abtropfen lassen und die Stangen und die Blätter in feine Streifen schneiden.
Die Birne schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden.
Den Apfel waschen, ebenfalls vierteln und entkernen und 3 Viertel reiben.
Die Clementine halbieren. Eine Hälfte auspressen und für das Dressing zurückstellen und die andere Hälfte auspellen und entweder filetieren oder klein schneiden.
Petersilienblätter von den Zweigen zupfen, Walnüsse grob zerkleinern.

Das restliche Apfelviertel in Spalten schneiden und mit ein paar Petersilienblättern als Deko zur Seite legen. 


Alle anderen Zutaten mit dem Dressing mischen und nochmals abschmecken.
Äpfel und Petersilie über den Salat verteilen und sofort servieren.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Herbsternte und erster Bodenfrost

Horbrief: KW 41

Klare Herbsttage wechseln sich gerade mit kühlen Vollmondnächten ab. Am Boden haben wir schon stellenweise Raureif gefunden. Empfindliche Gemüsesorten wir Kürbisse, Bohnen und Paprika vertragen solche Temperaturen nicht – dann ernten wir lieber etwas kleinere oder unreife Früchte, als die ganze Ernte an den Frost zu verlieren. In anderen Jahren sind die Oktobernächte wesentlich milder – aber so ist jedes Jahr unterschiedlich…

Dem heißen Sommer verdanken wir eine sehr gute Kürbisernte. Elf Großkisten schmücken Gemüselager, Tenne und Hofladenvorplatz mit einem leuchtenden Orangeton – und zusätzlich noch drei Kisten Riesenzucchini und je eine Kiste „Butternut“ und „Sweet dumpling“.
Weil die leckeren Herbstfrüchte bei der Lagerung wärmebedürftig sind – optimalerweise 12-17°C – verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen.

Im Kühllager stehen mittlerweile der ersten Großkisten mit Schmelzkohlrabi und Chinakohl. Es folgen Steckrüben und Rettich, Ende des Monats Rote Bete und Möhren. Knollensellerie, Kopfkohl, Zuckerhut und Radicchio wachsen noch ein wenig weiter, bis wir sie Anfang November einlagern können. Pastinaken und Topinambur sind frosthart und wir holen sie ganz zum Schluss rein, um sie nicht den hungrigen Mäusen zu überlassen. Das gibt ein vielfältiges Wintergemüseprogramm!

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Rote Früchte, grüne Früchte, blaue Früchte, gelbe Früchte...

Hofbrief: KW 40 

Die Obstbäume versorgen uns diesen Herbst mit reichlich Früchten – Zwetschgen, Äpfel, Birnen und Quitten. Erfreulicherweise kommen jetzt – zehn Jahre nach der Pflanzung – die am Hof neu gepflanzten Hochstamm-Obstbäume in Ertrag.

Unsere regionale Mosterei ist dieses Jahr mit dem Saften mehr als ausgelastet, sodass im Moment leider nicht sofort am Tag der Anlieferung gepresst werden kann. Wir sortieren also schon bei der Ernte leicht beschädigte Früchte aus, was natürlich sehr schade ist. Birnen werden gar nicht angenommen, weil sie noch verderblicher sind.
Wer also Zeit und Lust hat, kann auf der Obstwiese in Kümper gerne Birnen für den Eigenbedarf ernten. Leiter und Obstpflücker sind im Schuppen deponiert.

Bei einer größeren Aktion vergangene Woche haben wir auf unserer Pachtfläche in Nordwalde über 3500kg Kürbis eingelagert. Die elf Großkisten schmücken Gemüselager, Tenne und Hofladenvorplatz mit einem leuchtenden Orangeton.
Weil die leckeren Herbstfrüchte bei der Lagerung wärmebedürftig sind – optimalerweise 12-17°C – verteilen wir sie recht zügig in den kommenden Wochen. Wer nicht die ganze Woche Kürbis essen möchte, kann sie ca. bis Weihnachten auf dem Küchenschrank, im warmen Keller (über 10°C) oder als Blickfang im Wohnzimmer aufbewahren. Bitte regelmäßig auf Druckstellen kontrollieren!


Green World Tour 2022 in Münster - Wir sind dabei

Die Green World Tour Nachhaltigkeitsmesse findet am 8. und 9. Oktober in Münster statt. Die Besucher*innen können sich inspirieren lassen, um ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Das Angebot ist abwechslungsreich: Leben, Energie, Mobiltität, Bauen, Wohnen, Konsum und Ernährung. Und hier kommen wir ins Spiel. Denn wir wurden eingeladen, unseren Gärtnerhof Entrup und unsere Solidarische Landwirtschaft/CSA auf einem eigenen Stand zu präsentieren.  😁

8. + 9. Oktober 2022, 11-18 Uhr
Mensa am Ring
Domagkstraße 61
48149 Münster

 Wir freuen uns über zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

Kleidertauschbörse

Eine super Idee des Veranstalters ist die Kleidertauschbörse. Jeder bringt gut erhaltene Kleidung mit und kann sich wiederum aus dem Angebot der mitgebrachten Kleidung anderer Besucher*innen etwas aussuchen. Dieser Kleidertausch ist nachhaltig, spart Ressourcen und kommt ganz ohne Verpackungsmüll aus.

Ein Überblick:

Produkte: Das Angebot umfasst u. a. faire Mode, Bio-Seifen und andere Pflegeprodukte, Reinigungsmittel und Geschenkideen aus handgesponnenem Zeitungsgarn. Aus alter Wollkleidung schaffen zwei junge Designerinnen von Nou.Niss Reanimated Fashion. Und Montado ist eine in Portugal gegründete Marke für Taschen und Mode-Accessoires aus Kork.


• Energie: Ideen und Konzepte für erneuerbare und nachhaltige Energieversorgung.


• Genuss: Ökologische, vegane und fair gehandelte (Bio-) Köstlichkeiten - Food Trucks bieten Leckers zum Snacken.


• Mobilität: Elektrisches Stadtautos und Elektrokleinfahrzeuge & Co.


• Geldanlage: Finanzprodukte unter ethischen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten.


• Jobs: An der Jobwall gibt es Stellenangebote von nachhaltigen Arbeitgeber*innen auf den Jobportalen Greenjobs, Jobverde, tbd und NachhaltigeJobs. Und von der Fachhochschule Münster informiert der Fachbereich Oecotrophologie.Facility Management OEF über seine drei Bachelor-Studiengänge und vier Master-Studiengänge.


•Gesundheit: Es informieren die Betriebskrankenkassen pronova BKK und BKK ProVita über ihre Angebote.


• Bauen: Das Okobaunetzwerk Münsterland zeigt, wie nachhaltiges Bauen ökologisch, sozial und ökonomisch machbar ist.


• Vorträge: An beiden Messetagen erwarten die Besucher*innen Vorträge von Expert*innen und Aussteller*innen. Das ausführliche Vortragsprogramm gibt es online auf www.autarkia.info


• Grüner Nachwuchs: An beiden Messetagen ein Kinder-Programm in der Kreativ-Ecke.


 

Donnerstag, 29. September 2022

Entruper Hofgemüse aus dem Kochsack

(ein Beitrag von Tanja)

Ich wollte einmal meine Freude über meinen selbstgenähten Kochsack mit euch teilen. Hiermit kann man zeit-und energiesparend garen. Ich koche z.B. morgens die Kartoffeln 5 Minuten auf dem Herd, stelle den Topf in den Kochsack und mittags sind sie fertig und noch heiß (mehr Infos weiter unten…).

Als Füllung für die Innenkissen habe ich mich für Styroporkügelchen aus einem alten Sitzsack (vom Sperrmüll) entschieden, womit ich nicht 100% zufrieden bin.

Ich habe gelesen, dass sich Schurwolle hierfür sehr gut eignet. Vielleicht Schurwolle von den Entruper Schafen?

(weitere Infos von www.fluff-store.de):

Den Kochsack oder als Abwandlung davon die Kochkiste gibt es schon seit langer Zeit. Sie ermöglichten den Frauen früher energie- und zeitsparendes Kochen. Durch eine gute Isolierung des Kochsacks oder der Kochkiste musste ein Gericht nur kurz aufgekocht werden und garte dann langsam im Kochsack vor sich hin, während die Frauen einer anderen Arbeit nachgingen.

In Zeiten der globalen Klimakrise, rasant steigender Energiekosten und chronischem Zeitmangel bei uns allen, erscheint die Wiederentdeckung des Kochsacks nur logisch.

So ein Kochsack hat ganz viele, wunderbare Vorteile:

  • Je nach Gericht, Topfgröße und Garzeit spart ihr mit der Verwendung des Kochsacks um die 30% Energie, häufig sogar mehr.

  • Durch die niedrige Gartemperatur werden die Zutaten schonend gegart, sodass mehr Vitamine und Mineralien enthalten bleiben.

  • Nichts brennt an, nichts kocht über!

  • Weniger Wasser verdampft beim Garvorgang, sodass Speisen nicht trocken werden.

  • Vorkochen! Kochen findet dann statt, wann es euch in den Tag passt. Abends mit quengelnden, tobenden Kindern im Hintergrund kochen war gestern. Mit dem Kochsack könnt ihr wunderbar vorkochen und zum Beispiel das Abendessen in der Mittagschlafzeit vorbereiten. Abends einfach fertig und warm auf den Tisch stellen und genießen.

  • Natürlich könnt ihr auch frisch gekochte Mahlzeiten im Kochsack eine ganze Weile warmhalten – perfekt für Feste und Buffets.

  • Geschmack: Gerade Suppen, Eintöpfe, Currys und Co. profitieren von der langen Ruhezeit im Kochsack und schmecken viel besser, als herkömmlich auf dem Herd gekocht.

  • Zweckentfremden: Was warmhält, hält auch kalt. In eurem Kochsack bleiben Getränke und Snacks für das Picknick eine ganze Weile angenehm kühl und auch die Sahnetorte für das Sommerfest hält ihre Form wesentlich besser.

  • Neben dem Kochen eignet sich der Kochsack auch zur Herstellung von Joghurt oder zum Gehenlassen von Hefe- oder Brotteig (Wärmflasche mit heißem Wasser dazu!)


Gründe zur Freude

Hofbrief: KW 39 

Vergangenen Samstag haben wir mit über 90 Menschen Erntedank gefeiert.
Den Hof schmückte dieses Mal das neue Lastenrad samt Anhänger, beladen mit den vielfältigen Erntegaben.
Bei zumeist strahlendem Sonnenschein konnte nach der Begrüßung und dem gemeinsam gesungenen Lied "Der Herbst ist da" das Mitbringbuffet an langen Tischen auf dem Hof genossen werden.

Gestärkt trafen wir uns nach dem Brunch in großer Runde wieder. Das Hofteam berichtete über die Herausforderungen im vergangenen Jahr und stellte die bevorstehenden Investitionen vor.
Während die Erwachsenen sich über Gärtnerei, Landwirtschaft, CSA-Angelegenheiten, Rezepte und Persönliches austauschten, hatten die Kinder Spaß beim Toben, Filzen, Feuer machen und Stockbrot backen.

Zwischen den Melkzeiten, der Gemüseernte und der Arbeit in Bäckerei, Käserei und bei der Vermarktung bleibt aktuell noch Zeit für die Obsternte, für eine grundlegende Reparatur des Pferdeanhängers und diverse kleine Reparatur- und Wartungsarbeiten. Für Bewässerungsteich und neuen Maschinenunterstand ist der Bauantrag gestellt; die Detailplanung erfordert immer wieder Aufmerksamkeit. Am Haupthaus soll das Obergeschoss endlich isolierte Fenster bekommen; die Mauer am Westgiebel wird neu verfugt. Für die Reparatur des Scheunendachs haben sich die Handwerker für Ende Oktober angekündigt.

Termine:

  • Sa., 01. Oktober, 10:30 -13:30 Uhr: Mitmachtag "Obsternte"
    Wir schütteln die reifen Früchte von den Bäumen und sammeln das Fallobst. Daraus stellt eine regionale Mosterei leckeren naturrüben Apfelsaft her. Für den Eigenbedarf kann auch Tafelobst gepflückt werden. Es gibt auch Birnen und Quitten.
    Bitte anmelden:
    https://terminplaner6.dfn.de/p/a21cf701195783d0ebdf4dfffb99f638-33811
    Der Treffpunkt ist direkt auf der Streuobstwiese in Kümper!