Donnerstag, 10. März 2022

Viel zu tun...

Hofbrief: KW 10 

Weiterhin Sonnenschein von früh bis spät – das münsterländer Wetter lässt sich mal wieder gut aushalten. Die Tage werden immer länger. Die Böden auf Äckern und Wiesen trocknen rasant. Die Arbeitsbedingungen werden angenehmer. Das ist auch gut so, denn im Frühjahr gibt es genug zu tun:

Wir räumen den Heckenschnitt auf, sägen, spalten und häckseln. Die Wiesen werden abgeschleppt, um Maulwurfshügel einzuebnen. Auf den Gemüsefeldern gibt es endlich wieder Arbeit für die Zugpferde: Kalk streuen, pflügen, grubbern, eggen, Dämme aufwerfen für die ersten Pflanzungen. Nach der langen Winterruhe müssen die Pferde erst wieder Kondition aufbauen. Auf den Weideflächen werden Zäune ausgebessert, damit die Schafe wieder stundenweise auf die Weide gehen können – noch ist das Futter auf der Weide knapp und die Bakterien im Pansen müssen sich erst wieder auf frisches Gras einstellen.

Bei dem sonnigen Wetter können wir die Tierkontrolle auf weiter entfernt liegenden Weideflächen mit dem neuen Lastenfahrrad erledigen. Auf der Transportpritsche lässt sich mühelos die tägliche Ration Wasser, Salz und Mineralfutter transportieren. Bei den aktuell enormen Kraftstoffpreisen können wir an der Stelle täglich Diesel einsparen – und immerhin ca. 20km weniger Auto fahren.

Donnerstag, 3. März 2022

Frühjahrsarbeiten

Seit Tagen erfreut uns die Sonne mit ihren Strahlen und das Arbeiten draußen macht gleich viel mehr Spaß. Wenn die Böden nach den stürmischen Tagen wieder gut abtrocknen, was erstaunlich schnell gehen kann, gibt es plötzlich sehr viel zu tun auf den Feldern und Wiesen.

Wir können das gesägte Brennholz aufräumen und die verbliebenen Zweige häckseln. Die Wiesen werden abgeschleppt, um Maulwurfshügel einzuebnen. Die Ackerflächen düngen und kalken wir, denn bald stehen die Gemüsepflanzungen und die Aussaat von Ackerbohnen, Hafer und Triticale an. Die Folientunnel müssen von dem winterlichen Algenbelag befreit werden. Auf den Weideflächen werden Zäune ausgebessert, damit die Tiere wieder raus können, sobald es draußen genug frischen Aufwuchs gibt.

Seit Anfang März haben wir zwei neue Menschen im Hofteam.
Lennart hat bereits 2020 ein halbes Jahr Praktikum bei uns im Gemüsebau absolviert und dann die Ausbildung auf einem Gärtnerhof in Niedersachsen angefangen. Jetzt will er sein zweites und drittes Lehrjahr wieder bei uns verbringen. Lennart hat außerdem zwei Pommerngänse mitgebracht, die im Schatten der Kopfweiden grasen und vielleicht auch bald Nachwuchs bekommen.
Alfred studiert Oecotrophologie in Münster und beginnt in dem Rahmen ein dreimonatiges Praktikum, zunächst mit dem Schwerpunkt Hofkäserei.
Wir wünschen den beiden Neuen einen guten Start!

Samstag, 26. Februar 2022

Stifado


 Seitdem wir die Orangenkiste bekommen haben, gibt es bei uns nicht nur jeden Tag leckere, saftige Orangen statt Chips zum Feierabend, sondern in fast jedes Essen kommt mindestens eine Orange. Ob die Salatsoße verfeinert werden soll, das Curry oder Schmorgerichte - der fruchtig, süße Geschmack passt so gut wie überall rein. Auch ein klassisch griechisches Gericht, konnte ich perfekt abwandeln. Die Fülle an Zwiebeln die wir im Moment in der Einheit haben kamen da auch gerade recht. Traditionell wird Lammfleisch und Schafkäse für Stifado verwendet, aber ich habe es als vegane Variante gemacht. 


Stifado
4 Personen

150 g Kritharaki (griechische Nudeln)
100 g Sojaschnetzel (Soy Strips Veganz)
2 TL Gemüsebrühe
25 kleine Schalotten (400g)
1-2 Knoblauchzehen
4 EL Rapsöl mit Buttergeschmack
200 ml Rotwein
200 ml Orangensaft
1 Dose passierte Tomaten (400 g)
1 EL Balsamicoessig
1 TL Gerstenmalz, Reissirup o.ä.
3 Lorbeerblätter
4 Nelken
2 Wacholderbeeren
3 TL Rosmarin
2 TL Oregano
1 TL Majoran
½ TL geräuchertes Paprikapulver, scharf
1-2 TL Salz
½ TL Pfeffer
100 g Feta


2 TL Gemüsebrühe in 800 ml heißem Wasser auflösen und die Sojaschnetzel darin einweichen.
Den Knoblauch schälen und klein hacken.
Die Schalotten schälen und als ganze Zwiebeln mit dem Knoblauch in einem Topf oder großen, tiefen Pfanne in heißem Öl etwas anbraten.

Mit Rotwein ablöschen, die Tomaten Sojaschnetzel mit Brühe, Orangensaft, Kritharaki, Balsamico, Gerstenmalz und die Gewürze hinzufügen und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen bis die Nudeln weich sind. Dabei zwischendurch immer umrühren, da Kritharaki dazu neigen am Boden des Topfes zu kleben und anzubrennen.

Alternativ kann man die Nudeln auch separat kochen und zum Schluß hinzufügen.

Donnerstag, 24. Februar 2022

Erste Pflanzungen, Handarbeit und Maschinenarbeit, Sturmschäden

Hofbrief: KW 8

Letzte Woche hat der stürmische Wind auch bei uns gewütet. Einige Dachziegel mussten wir danach austauschen oder zurecht rücken. Am löchrigen Scheunendach findet der Wind natürlich besonders viel Angriffsfläche. Wir hoffen deshalb noch dieses Jahr den Auftrag für eine Erneuerung der Scheuneneindeckung vergeben zu können.

Noch dringender muss der Schaden an einem der beiden Jungpflanzentunnel behoben werden. Den hat der Wind umgeschubst wie ein Kartenhäuschen.

Jetzt zu den guten Nachrichten: Am Dienstag haben wir das erste Frühlingsgemüse in den Folientunneln gepflanzt: Salat, Kohlrabi, Fenchel und Weißkohl machen die Beete bunter. Ab Mitte April wird dann auch der Ernteanteil vielfältiger.

Seit Wochen melken wir die Schafe von Hand, um die wenige Milch, die uns die Lämmer übrig lassen, möglichst verlustfrei zum Verkäsen zu sammeln. Mittlerweile sind aber schon über siebzig Schafe zu melken und die Melkmaschine soll jetzt doch ihren Dienst tun. Nach einer dreimonatigen Winterpause bestimmt wieder zwei mal täglich die Vakuumpumpe die Geräuschkulisse auf dem Hof.

Ende Februar nehmen wir Abschied von Maron. Er hat sein erstes Lehrjahr bei uns im Gemüsebau abgeschlossen und wechselt jetzt zu einer Gärtnerei in Nordhessen.

Freitag, 18. Februar 2022

Frisches Lammfleisch ab 25. Februar

 

Nachdem unsere Lämmer den Sommer, Herbst und Großteil des Winters auf der Weide waren, müssen wir uns von einem Teil der Herde verabschieden.

Frisches Lammfleisch gib es an folgenden Terminen:

Freitag, 25. Februar und 25. März  auf dem Ökomarkt in Münster

Samstag, 26. Februar und 26. März im Hofladen in Altenberge.



Preise

Lammbraten   29,50 Euro/kg      

Lammhaxe      17,00 Euro/kg

Hackfleisch     19,50 Euro/kg

Kotteletts        19,50 Euro/kg

Lammlachse    38,00 Euro/kg


Lamm-Pakete

5-kg-Paket          17,00 Euro/kg 

½ Lamm            15,50 Euro/kg 

1 Lamm              14,00 Euro/kg

 

Vorbestellungen: mail@entrup119.de 

Bitte gebt Name, Telnr., Produkt, Menge und Abholhort an.

Bezahlung bei Abholung (leider keine Kartenzahlung möglich) oder gerne nach Absprache per Überweisung.


18.02.: Ökomarkt nur bis 16 Uhr!

Da die Wetterdienste und die Stadt Münster am heutigen Freitag, 18.02., vor heftigem Unwetter ab dem späten Nachmittag warnen, wird der ökologische Bauernmarkt auf dem Münsteraner Domplatz  bereits um 16 Uhr enden. 


Donnerstag, 17. Februar 2022

Sonnenenergie anstatt Gewächshausheizung

Hofbrief: KW 7

Der stürmische Wind kann die Frühlingsboten nicht aufhalten: Die Singvögel stimmen ihre Lieder an. Schneeglöckchen und Krokusse erfreuen das Auge.

In den Folientunneln wachsen die Wintersalate wieder etwas schneller. Salat, Kohlrabi und Spinat keimen im Jungpflanzentunnel für die Pflanzungen im März. Außerdem wurden bereits Paprika und Auberginen gesät – sie brauchen viel Wärme und wachsen zunächst sehr langsam, auf der Fensterbank und im Frühbeet, bis sie dann im Mai in die Gewächshäuser gepflanzt werden.

Unsere Gärtner versuchen sich im Tiefbau. An Stelle des maroden hölzernen Frühbeetes wird aus gebrauchten Betonfertigteilen ein neuer Frühbeetkasten gebaut.
Die Frühbeete sind zur Zeit unsere einzige Möglichkeit, um wärmeliebende Setzlinge auch bei kalten Außentemperaturen vorzuziehen. Unter die Töpfe wird eine dicke Schicht Pferdemist gepackt. Bei der Verrottung gibt das Material Wärme ab. Bei sonnigem Wetter wird es in den relativ kleinen Frühbeeten bei geschlossener Lüftung auch schnell mal 30°C warm, auch im Februar.
In dem zweiten Frühbeet haben wir Schnittlauchballen eingeschlagen. Dank der Wärme können wir wahrscheinlich in zwei Wochen die ersten frischen Kräuterbunde ernten – ganz ohne Heizenergie. Im Freiland ist es dafür noch viel zu kalt.